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S«mrStag, LS. Januar ISA.
--- Fuldaer ^eitunc.
Druck der Fuldaer Aetieudruckerei i« Fulda
Oberschlesier!
flus Mrche und 5chu!e.
Wendel euch sofort
an fcie nächste Ortsgruppe der
Üereintqfen verbände
heimakstreuer Sberschlefier
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Am vom
Zaljcher Wert
Roman von H. Bbt
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Bei dieser Gelegenheit wird dringend ungeraten, ii diesem Jahr Kartoffeln, insbesondere Frühkartoffeln, so viel wie irgend möglich selbst anzubauen, da auf ein, städtische Ganz- cder Teilversorgung in irgend eine Form nach Aufhebung der öffentlichen Kartoffelbewird schaftung und nach Lage der Verhältnisse N'chi mehr ge. rechnet werden kann. V'el'eicht steht der Stadt in eino gen Wochen eine beschränkte Menge Frühkartoffeln als Saatgut zur Verfügung: Reflektanten werden gebeten, sich sobald wie möglich bei der Kartenausgabestelle unter Annabe der etwa gewünschten Menge oormerken zu lassen.
Auch ist ein Rest Kunstdünger (Ammonsulvatsalpeter 27 Proz) vorhanden, der. soweit der Vorrat reicht, an städtische Anbauer zum Preise von 1.60 Mk. das Pfund abgegeben wird. Reflektanten wollen sich in der Kar tenausgabestelle melden.
Äeclorengcgangene Lebensmittelausweisc:
Die Ausweise
Nr. 1468 F ori. Heinrich. Florengaske 36, » 8009 Rausch, Ferd., Vlücherstraße 12. » 4613 Heerdt, Karl, Kleegarten 6,
kritischen „Neuen Zeit" (1919, Nr. 1 und 2) verteidigt er sich in folgendem Sinne. Auf die Frage: Warum haben die Sozialdemokraten insbesondere in der Schulfrage die christlichen Forderungen mitangenommen? anf wartet er: Nicht aus Verzicht auf die sozialdemokratischen Grundsätze, nicht aus Liebe zu den Christlichen seien die Mehrheitssozialisten in der Kulturpolitik dem Zentrum einigermaßen entgegengekommen, sondern nur gezwungen. Gezwungen durch die Zahl und Ausdauer der christlichen Abgeordneten. Er gibt seinen Angreifern darum den Rat: Wählt besser (mehr Sozialdemokraten), dann wird auch Schul- und Kulturpolitik freier vom christlichen Einfluß!
Das ist ehrlich gesprochen, sagt aber auch jedem über, 'eugten Katholiken, was es mit der Vereinbarkeit von Christentum und heutiger Sozialdemokratie auf sich hat.
Nur noch wenige Tage, bann ist die Zrist zur Eintragung in die Stimmliste unwiederbringlich — verstrichen. —
* Aus dem Heiligen Lande kommen günstige Nachrichten. Ten „Kaih. Missionen" zufolge scheint England geneigt, die Ausnahmebestimmungen gegen deutsche Missionen und gegen die Deutschen über« Haupt allmählich aufzuheben. Ein deutscher Pftester, der dm 13. August vom Oberkommissär Sir Herber! Samuel empfangen wurde, erhielt von dieiem die Versicherung, es fei sein Wunsch, daß alles im Heiligen Lande wieder werde wie früher. Die in Aegypten internierten Templer und Deutschen dürften znrückkehien. Auch bte nach Tentscbland Ausge- w'.esenen, die Ordensleute eingeschlossen, dürften wiederkommen. Ter Krieg sei zu Ende und es ser endlich Zeit, alle Erbirierung und Feindseligkeit beiseite zu stellen und wieder friedlich mit- und nebeneinander zum Wohle Palästinas zu arbeiten. Die Landesbevölkernng begrüßt die Rückkehr der Deutschen mit freundlichen Wor'en, weil sie darin die Abschaffung des Restes der Militärherrschast er» blickt. Tas bedeutendste hebräische Blatt gibt die Stimmung unier den Juden Palästinas wieder, wenn es schreibt: .Als ein überall verfolgtes Volk laben die Juden die Pflicht, die heute in unsagbarer Not befindlichen Deutschen zu unterstützen, wo es geiche >en kann. . Die deutschen Kolonisten sind ein fleißiger und nützlicher Faktor im Lande und sollen als Musler- bauern den jüdischen Kolonisten vorgehalten wer den. . . Die Regierung hat auch den deutschen Benediktinern, die nach dem Kriege durch Belgier ersetzt worden waren, die Erlaubnis zur Rückkehr erteilt. Der Patriarch von Jerusalem hat den Missionar von Gaza, den hochw. Herrn Cueorg Gott, zum Kanonikus vom Heiligen Grabe ernannt.
15. August wurde der neue Domkapitular Patriarchen feierlich installiert.
Dehler, Emil. Sebastianstratze 1.
Steinberger. Job.. Am Bahnhof 22, Kollneister. August, Tränke 9, Weber. Georg Tränke 0.
„ 1548 Deutschmann. Heinr. Schlei ftrs-zasse 10, sind als verloren gemeldet; dieselben werden hiermi. für ungüütg erklärt. Lebensmittelkarten werden hierauf nicht mehr arisgegeben.
Vaterländisches Zusammenarbeiten mit Sozialisten MeHM nicht die Gegensätze dor Wertanschauung.
Weil die Mehrheitssozrcrldemotratie nach der Revolution mit bürgerlichen Parteien, auch mit dem Zentrum, in der Koalitionsregierung zufammenfaß und zum besten des Vaterlandes zufammenorbeitete, darum har noch kein Sozialist seitdem für das Zentrum gestimmr oder ist ein solcher gar Christ geworden. Er hätte laut gelacht, wenn man ihm das zugemutet hätte. Sonderbarerweise gehen aber sozialdemokratische Agitatoren durch das Land und sagen zu Katholiken: «Warum soll ein Katholik nicht Sozialdemokrat sein tön. nen? Habt ihr vergessen, daß die Katholiken von der Zentrumspartei mit Sozialdemokraten in der Deutschen Nationalversammlung ein ganzes Jahr lang zusammen, gingen? Ja, schon 1905 haben beide zusammen in der bayerischen Pfalz ein Wahlbündnis geschlossen."
hie Antwort darauf kann da nur lauten: Einem Katholiken ist feine gläubige Ueberzeugung mindestens so viel wert, wie dem Sozialdemo, traten feine ungläubige. Hält dieser seine Weltanschauung fest, bleibt er ihr treu, trotzdem es zeitweise politisch mit anderen Parteien für das Gemeinwohl zusammen- arbeitet, so tut das noch viel mehr der Katholik. Er ist sich der tiefen Kluft der Weltanschauung be. mußt, welche Katholiken und Sozialdemokratie wie Tag und Nacht scheidet.
Aber mshrheitssozialdemokratische Zeitungen rühme» sich gar, für die Reichsverfassung gestimmt zu haben, in welcher den Christen die Möglichkeit gegeben ist, konfessionelle Schulen für ihre Kinder zu verlangen. „Indirekt", so sagen sie, hätten sie also für die christliche Schule gestimmt. Da könne doch ein Katholik ganz gut Sozialdemokrat sein.
Nun, diele Zeitungen unterlassen, zwei andere Tatsachen beizufünen, die deutlich genug dieses Taschen, splelerstück enthüllen.
Erstens: Die Sozialdemokratie forderte anfangs mit allem Nachdruck in der Verfassung die allgemeine Einführung der konfessionslosen Grund- schule. Als sie nicht durchdrang, mußte sie sich damit begnügen, daß die Verfassung den sozialistischen Eltern das Recht gab, für ihre Kinder Volksschulen ihrer ungläubigen Weltanschauung zu verlangen. Selbstver. stündlich mußten sie nun aber auch den christlichen El- 'ern das gleiche Recht einräumen, für ihre Kinder konfessionelle Schulen zu verlangen. Vorher I aber versuchten sie. auch für die Kinder gläubiger Eltern I öie konfessionslose Schule verpflichtend zu I machen. I
Zweitens: Wie es mit der Zuneigung der Sozial. I bemetrafie zur christlichen Schule bestellt ist, bekennt der I Genosie Dr. Quark, der an dem Zustandekommen jener I Bestimmungen in der Derfasiung beteiligt war Er I mürbe eben wegen jener Zulassung der christl. Schule j oon Ge-wssen scharf angegriffen. In der sozialdemo. I
Was Deutschland an Genutzmitteln verbraucht.
(Eine Frage des Fragebogens der Brüfleler Sach- verständigenkonferenz lautet:
Wie groß find die Menge n, die jährlich in Deutschland verzehrt werden, und wie hoch belaufen fidi die jährlichen Ausgaben (Preise im Einzelhandel) zurzeit für folgende Waren: Zucker, Tee, Tabak, Kaffee, Sier, Spirituosen, Wein, Petroleum?
D:e deutsche Antwort darauf ist deshalb bemerkenswert, weil sie beweist, daß entgegen den oberflächlichen Beobachtungen ausländischer Reisender die besonders in den großen Gasthöfen so aufdringlich be- merkbare Genießerschicht, die sich zumeist aus den neuen Reichen und den Schiebern zusammenfetzt, verhältn's- mäßig doch dünn fein muß, daß vielmehr der Verbrauch des Durchschnittsdeutschen an den genormten Genußmitteln gegenüber der Vorkriegszest erheblich zurückgangen ist. Unter Zugrundelegung einer Einwohnerzahl von 66,6 Millionen für das Jahr 1913 und rund 61 Millionen für das Lahr 1920 ergeben sich als Verbrauch und Aufwand auf den Kopf der Bevölkerung folgende Zahlen:
An Bier wurde im Jahr 1913 je Kopf verbraucht: 103.3 Liter gleich 40,5 Goldmark, im Jahre 1920 dagegen nur 11 Liter gleich 123 Papiermark, an Branntwein im Lahre 1913 10,5 Liter gleich 11,7 Goldmark, im Lahre 1920 1,8 Liter gleich 59 Papiermark; an Wein wurde verbraucht je Kovf im Safjre 1913 4,5 Liter gleich 10,1 Eoldmark, im Jahre 1920 3,3 Liter, die 6,9 Pap'ermark im Durchschnitt kosteten. An Zigarren wurden 1913 verbraucht ju Kopf 120 Stück gleich 9,6 Goldmark, 1920 dagegen 66 Stück gleich 57,4 Papieimark. Zugenommen haben eigentlich nur die Stückzahl des Zigarettenverbrauchs und natürl'ch überall die Preise An Zigaretten wurden 1913 verbraucht je Kopf 180 Stück gleich 4,5 Goldmark. 1920 dagegen 246 Stück gleich 67,2 Papiermark. 2xn Rauchtabak im Jahre 1913 0,398 Kilo gleich 0,9 Goldmark, im Jahre 1920 0,246 Kilo gleich 6,2 Papiermork. An emaeführten Zigarren und Zigaretten kommen vom Gesamttabakverbrauch je Kopf noch etwa 16,4 Papiermark hinzu. An Zucker wurden im Jahre 1913 je Kopf verbraucht 19,2 Kilo gleich £6 Goldmark, im Jahre 1920 11,1 Kilo gleich 91,8 Papiermark an Kaffee im Jahre 1913 2,5 Kilo
JU Goldmark, im Lahre 1920 0,7 Kilo gleich , ,® Wiraiarf, an Tee im Jahre 1913 0,065 Kilo glei* 0,5 Goldmark, -'m Jahre 1920 0,033 Klo gleich !£ Paprermark Im allgemeinen ist natürlich zu be- | Een, daß verschiedenes von der Statistik überhauvt mcht erfaßt werden konnte, nicht einmal fchätzunas- veffe. An Branntwein haben einerseits die Be- I eg ungstruppen einen großen Teil der verfügbaren Menge verbraucht, auf der anderen Seite hat der Schmuggel im Dorjahre n keiner Weise festzustellende Mencren dem Verbrauch zugeführt.
Aus den Bemerkungen zum Tabakverbrauch -ist hervor,zuheben, daß die Gesamt aufwendung für Tabak- I
Ä imÄr’^t 1920=21 °uf zusammen runb acht Milliarden Papiermark stellt. Wieviel an I geschmuggelten Waren ’m Lauf des Jahres 1920 In den Sgeaeben wS schätzungsweise
Im allgemeinen kann aus all diesen lehrreichen SSÄk S Fragebomm feffpeftefftJ
lomangelhast sie im einzelnen 1 fern mag doch der Not Deutschlands gerechter w-rd als d« Beobachter, die ihre Blicke n’»t mei'cr schweifen lassen als rund um das Schlcmmerl->ben lmmsrhm nur beschrankter Kreise.
die da fein Rettungsanker werden konnte, dermalen I demütigend, daß ein paar Minuten lang männlicher Stolz und Hochmut einzig in ihm die Herrschaft führten. | ,,inen Stritt von Frau Dorette zurücktretend, sagte er tbre eigne skrupellose Offenheit sich zum Vorbild neh- meno: '
»Sie legen ein Sntereffe für mein Schicksal an den Tag, zu dem ich mir nicht bewußt bin, Ihnen die ge-
| nnBfte Veranlassung gegeben zu haben, Frau Pauly."
I . y9re schwarzen Augen ruhten mit keiner zudringlichen, aber unerschütterlichen Stetigkeit auf ihm. Lana sam sagte sie:
-Ich verwehre es Ihnen nicht, sich irgendeine Erklärung zu suchen. Aber ich meine, das müßte Ihnen augenblicklich Überhaupt sehr gleichgüllig fein. Ich denke mir doch, es würbe Ihnen recht schwer ankommen, Lü- tzenburg unter dem Hammer zu sehen.*
» .®Ci"e ^ugen zuckten zusammen, der hochmüttg gesteifte Nacken beugte sich. Frau Dorette trat dicht zu *?m und legte die Hand auf seinen Arm.
.. "®enn jetzt an meiner S'elle ein Freund vor Ihnen stände oder nur irgendein Mann, der'- in feiner Kratt i Mte, Ihnen hrrauszvhelfen, so würden Sie sich Gott ! weiß tote glücklich preisen, nicht wahr?"
Er schwieg, über £ie verwüsteten Felder hinblickend. Sie schritt zu dem wartenden Wagen hin, blieb davor stehen und sprach zu Lützenkirchen hinüber:
„Wollen Sie mit auffitzen und sich oon mir nach Lü- I tzenburg bringen lassen?"
Gottesdienstorsnung.
Katholischer MotteSdienst.
_ Sonntag, 30. Jan. Dom. v,6, 6, ','-7 u. 7 3t? 8 Pfarramt u Pr, V,10 Kathebralamt u. Pr., 11 Ehr. !’ Es UN l, Väl2 M. u. Pr. '/,2 Armenseelen-A., 2 Ehr Iun ffr 4 Pr. u. A., 7 Al. i. d. Manenkopelle, (.ycontaa nachmittag 5 Rosenkranzandacht.) — Stadt- Pfarrkirche. 5-/, Som., 8'/. it. 6-/« M., 8 M. u « Schulg.s, 91-, ißfarrar t u. Pr., 11 M. u. Pr. iv 8‘- 8y* f- d. Jüngl. i. d. Severikirche, x/» Chr f. d. Jungfr., 21/» sakramentale A. —
6L Geist V-7 Generalkommunion V Sodalitat Fruhm fällt aus, 8 Pr., Amt m. Kam., ',5 Tdr., 5 A. Werktags 7V« M„ Mittwochs 5 sakram J. - Michaelskirche.2JesuS.Maria-Joseph.Bruderschaft. — Severikirche. Sonntags u. werktags »„7 M - Herr, t sTeJ J5 Hochamt u. Pr., nachm. 2 VI. (Mittwoch abend- 8 Andacht.) — Frauenberg. 5, 6, 67» u. 7 M 8 Ro,enkranzm. m. Pr., 9 Hochamt m. Pr , nachm 2 u. Umg. f. d. Marianifcho Bruderschaft.
Evangelischer k«otreödienst.
Sonntag, 30 Jan. Vorm. 9*, Pfarrer Correvon aus Frantsurt a. M., 11 Kinder ottesdienst, nachm. 2 ©up. Nutzt. — Bieberstein Vermut. 9 Pfarrer Reich.
Der Weg war schlecht — er hatte es an sich gefoürt norfnn, rote er gemeint hatte, bei jedem Schritt unter fernen Fußen mehr den Grund zu verlieren. Ein paar Sekunden zögerte Lützenkirchen noch, dann batte er neben Frau Dorette Platz genommen. Kein Wort weiter wurde während der Fahrt zwischen ihnen gewechselt. Er schaute unverwandt auf die ftroffgefponnten Leinens an denen sie die kräftig dahintrabenden Pferde hielt.
Als die Gebäude von ßünenburg in Sicht kamen Neß sie die Staunen plötzlich langsam schreiten, als woLe sie ihren Blicken Muße geben, alles genau in sich aufzunehmen. Doch kurz vor der Einfahrt brachte en bester Ruck die Pferde wieder in schäften Trab, aus dem heraus sie mitten auf dem Syof den Wagen plötzlich halten ließ. Und nun sah sie Lützenkirchen an, als habe das Weitere jetzt von ihm zu kom-nen. Er sprang ab. I luna lüftete ein wenig den Hut und sagte: »Wenn es Sie i b
interessiert, sich ein paar ausgebrannte Mauern genauer anzusehen, so bitte ich . . ."
2tuf seine Hand sich stützend, die er ibt entgegenbot stieg sie vom Wagen. Nichts entging ihrem' scharfen Blick, wie sie nun langsam an seiner Seite auf dem fiefe umherschritt, und wie ein kundiger Maurermeister tat sie achselzuckend das geringe Baumaterial der abgebrannten Scheuern, der halb zefttörten Ställe ab.
»Sas müßte natürlich alles bis zum letzten Stein abgerissen werden, und bann ordentlich massiv wieder aufgeführt. Auch das, woran das Feuer nicht gerührt hat. Wenn es sofort in Angriff genommen würde, könnte es bis zum Winter wieder unter Dach fein. Sschzig- ober siebzigtausend Mark würden dazu für den Anfang genügen.“
Sechzig, siebzigtausend Mark! — chatte Frau Dorett« Vauln die Absicht, ihm die vorzustrecken? Und wenn sie geneigt gewesen wäre, bas* Unwahrscheinlich, ihm unmöglich blinkende zu tun, hätte er es annehmen dürfen mit dem Bewußtsein, ihr ferne entsprechende Versicherung dafür bieten zu können? Ein klares Nein
I stand in ihm, dabei aber, wie sie in ruhiger Sachlichkeit ! >hm fast sichchar den Plan, das Blld eines neuen, auf I größerer und gediegener Basis errichteten Wirtschafts! Hofes zu entwickeln begann, ward es ihm mehr und mehr, als stelle da einer in greifbarer Wirklichkeit vor ihn hin, was ihm wohl zuwellen ars schön*r, doch nie Zur Gestaltung zu bringender Traum vorschwebte.
Eine Weile schon hatte Gertrud nom Haiste aus di' beiden beobachtet, nun kam sie. von ihrem Manne, bei ihr den Rücken kehrte, ungesehen, über den Hof' aut jene zu. Frau Dorettes Annen waren der in Anmut daherkommenden. schlanken Gestatt zugekehrt, doch ihr Mund redete ununterbrochen weiter und verstummte selbst dann noch nicht, als Gertrud mit Kopfne-gen dicht heranaekommen war.. Da trat diese, die Hand auf seinen Arm legend, an ihres Mannes Seite.
, , ®r b^ite. ganz seinen Gedanken hingegeben, ihren leichten Schritt nicht gehört, nun fuhr er herum und sah
Q”’ S'e gewahrte, dass dabei seine Brauen zuckten, tme m Ungeduld ober in Unmut. Freundlich sagte sie: JzBurce bte Dame nicht vorziehen. in das Haus ernzu- *re^." und mdch-est Du mich bekanntmachen, Franz?"
Lutzeckirchen antwortete durch gegenfeilige Dorstel- g. »Meine Frau — Frau Dorette Pauly."
»(Fortsetzung folgt).
I2UÄ^en1’ sie ihm die Hand, schüttelte t ferne d,e sich nur widerwillig hob, mit männlich festem | Druck und sagte: ' 1
"Sie haben Unglück gehabt. Es sicht böse ans hier I zündet" aeann’ U"b aUf Ehrern Hof hat der Blitz ge- I . den leisesten Versuch machte sie, ihrer Stimme einen bedeutenden Klang zu geben, ihr Ton sowobl wie I ihre Mienen druckten kühlsten Gleichmut aus
9totfeTnfir4en5 İPf f°S PWxd) roieber steif auf dem
»3a ich glaube, ich habe guten Grund, mich für 3ugrunbe gerichtet zu betrachten", gab er zurück. „Ha-
£t,e b°rum Ihre Morgenspazierfahrt hierher ge. Frau'Pauky?- 'nteressonten Tatbestand anzusehen, -..Z. nickte gelassen, als bemerke sie feine abweisende 5? S- h9°rn ia‘ DH habe noch nie
r« m bas der Blitz einoefch'agen"
Jetzt fheg ihm die Zorn-sröte ins Gesicht ffr verstehen Durch ihr Erscheinen bei seinem Unglück wollte sie .hm vor Annen führen, welches Gluck er in blinder Torheit von sich aewie'en ha--e Doch wie sie vorhin gelassen genickt, so schüttelte sie de-- Kops. »Was Sie sich vo- mir denken, das stimmt n'ch: ^ glaube. Sie haben sich's auch falsch gedeutet, a's DOr ev'Cm stoben Jahre die dreißigta-send Mark abschlug. Ich hatte nur nach reiflichem Ueber- legen gefunden, daß der rechte Augenblick, einzufchrei- ten, für noch noch nicht gekommen war " I
„Unb scheint er Ihnen vielleicht — je»» gekommen?" I ..Allerdings."
Er starrte sie an. Er begriff diese Frau nicht be- I griff nicht, was sie von ihm wollte. Ihm zu Hilfe kommen, jetzt, da jede andere Hilfe versagen würde. Fast I herausfordernd richtete er die Frage an sie:
»Unb warum möchten Sie sich jetzt vielleicht dazu I entschließen, mir eine rettende Hand zu bieten?" “ I
»Darüber uns zu verständigen, wäre jetzt noch nicht I an der Zeit", gab sie mit der gleich-n uneftchütterlichen I Gelassenheit zurück. »Ich sage auch nicht, daß ich schon fest dazu enttchlossen bin. Ich müßte mich zuvor ein I wenig genauer über die Sachlage unterr'chtet haben." I
Lützenkirchen empfand ihre ganze Art. bte ihn nahm, | als müsse er, dem keine Wahl blieb, keine Aussicht auf I andere Unterstützung, blindlings nach der Hand haschen, |
keksverleilung an Kinder unter 5 Jahren und werdend» INükker:
Die Sonderkarten hierfür sind gegm Nachweis de, Bezngsberechtigunq und Vorlage des Lebensmitte'auS. weises cm nächsten Donnerstag und Freitag. den 3. und 4. Februar, in der Kartenausgabestell» erhöltsich. Gea-ben werden auf eine Karte: 2 Rollen Keks zu 1.80 Mk. die Rolle, oder 2 Düten Keks zu 2 60 Mk. die Düte. Die Ware ist in den Konditoreien von Rotiler und Thiele, sowie in dem Geschäft von Gg. Kolb, Karlsttoße, gegen Ablieferung der Karten abzuholen.
10.
Am andern Morgen lachte vom blauen Himmel hellstrahlend die Sonne.
An den Trümmern des gestrigen Tages vorbei, vorüber an den ausgebrannten Scheuern, den halbzerstörten Ställen war Lützenkirchen hinaus auf die Felder ge. gangen. Jetzt schritt er wieder heimwärts, langsam, Äs habe der aufgeweichte, lehmig zähe Erdboden, in =en feine Füße einsanken, tausend Arme, die ihn fest- ^en. Was wollte er denn daheim? Er konnte ja och nicht wieder aufbauen, konnte nicht neues Vieh in te Ställe treiben, konnte die leeren Scheuern nicht rote, füllen.
b ®.r Machte kaum an Gertrud. Auch was er während innen.vÜ>£üers 3U Hr gesprochen, beschäftigte seine Er. kaum n'd)t- UPb "'ch diesem waren zwischen ihnen auf dew"kPaar 2Bor<c gewechselt worden. Während naarmar Feuer emporflammte, roar’s ihm ein
0^5 Q,s eine an ihm vorüberhuschende fiate fein.2 e 'rgendroie an dem Rettungswerk betet- er spät in hr « &od) ^attc n es »'cht geachtet. Als Hans z"rück?k>k> endlich vom Hofe hinein in das Eftckwpfung aufE'd^'^r. wie hingefällt vor völliger j SltÄ’WÄ^er Mer^ er wiederum'a^den^ ?? berührt, war
Feld-r hinaus. ) f 9e9an9en und bann auf bte mer^rHasurn Rtei^ den erschlagenen Hal-
wen nngsum, lrontt er dahin
^^^snäher kommende Wagengerassel nicht-
S d-cht h-nter thm laut wurde, hob er sich
äs
-DtB Ä iS.5anben feft ble 30061 h°»°nd
• nmf feinbfeiigen Gefühl, bru£ 5C VU M ^.iCr -T °“ femer elenden Schiff- uugkeu. em roemg vor ihr den Hut zog. j
MAvvW der WW& UWUSAikkel«
29. Januar 1921.
Der in der Verteilung 24 angemeldete Weizengrieß — 125 Gr. auf den Kopf zu 1.90 Mk. bas Pfd. — tonn Mitte nächster Woche in den Geschäften abgehott werden.
Die in der Abteilung 3 angemeldeten Hülsenfrüchte werden in der kommenbe.n Woche in den Stunden von 9 bis 12 und 2 bis 4 Uhr wie folgt ausgegeben:
Mittwoch an die 9?amen A bis G, Donnerstag an die Namen H bis L, Freitag an die Namen M bis R, Samstag an die Namen S bis Z.
Die Bezahlung hat vorher in der Startenausgabe, stelle zu erfolgen. Gegen Ablieferung des bei der Bezahlung erhaltenen Gewichtszettels wird die Ware im Lagerraum der Nahrungsmittelstelle ausgegeben. Dü> ten oder bgL sind mitzubringen.
Aus den städtischen Beständen soll eine allgemein« Karkoffelverleiluvg gegen Voranmeldung ftattfinben- Gegeben werden le nach der angemeldeten Gesamtmenge etwa 20 bis 50 Pfd. auf den Kops zum Preise von 35 Pfg. bas Pfund. Die Kartoffeln sind, soweit möglich, durchgelesen und vielleicht auch als Saatgut geeignet. Es wird empfohlen, die Verteilung zu benutzen; später können von der Stadt voraussichtlich keine Kartoffeln mehr geliefert werden.
Anmeldungen sind sofort schriftlich wie folgt oz die Nahrungsm'ttelstelle zu richten:
Anmeldung zur Karkaffelverkeilung:
Kopfzahl im Haushalt . . . Nr. des Leb-eusmittelaus weises .... Unteftchrift (Name, Stand und Woh. nun oft.....
Anmeldeschluß: Mittwoch, den 2. Februetr.
Kopfmenge und Zeit der Ausgabe roirb noch bekannt gemacht. ,
vertrauet der Natur!
-r ten Leidenden f gibt Pfarrer »ch'nidt und ein bekannter Fach an' wet tvolle Ranckläae bei Asthma, Sicht, R^^uma, vleickfiiit. siautunreiniaktei en, verd lllut.vfasen'eiben(Srktnäsien) waffer. lacht. Aucher, ^eltiucht. kämor<hoid n, vn^ch'all, varmträzhkft, Lnnarn-, Verven-, Vieren , Magen- und andete Leiden.
Dchretb Sie Poftk. an Prospekt umsonst Pfarrer Jak. Sclim>d's Naiurheittnitel, Ikürnbsrq T70.
Literarisches.
Kürschners Jahrbuch 1921 ist soeben zum Preise von 9 M. erschienen (Hermann Hillner Verlae, Berlin W 0). Das altbewährte Nachfchlagebuch bietet auch diesmal wieder eine untemeine Fülle statistischen Materials. In zum Teil besonderen Artikeln werden behandelt: Ein- und Ausfuhr, RezierungSformen, politische Einteilung der Länder, ihre Heeresnärke, Schiffeveriuste, Reichsfarben, Reichswappen.Neuoraanisatio« der obersten Behörden des deutschen Reiches, Wesen und Ziele der Gewerkschaften, Technik, Männer der Zeit, verstorbene Zettzenoffen. Neben dem Kalendarium enthält daS Jahrbuch: Eisenbahntarife, Postgebühren, Matztabellen, Ver- losungSkalender, Ztnstafeln, Vereins und AuskunftS. stellen für Ausländsdeutsche und noch vieles WtssenS- werte.
-Hansel unv Wirtschaft.
— Dieselmokoren für die deutsche Industrie. Die deussche Regierung ist von der Entente verpflichtet worden, die auf Grund früherer Lieferverträge mit her Admiralität fertiggeftellten Dieselmotoren bis zum 31. Kärj 1921 einer friedlichen Verwendung in der beut, eben Industrie zuzuführen. Von diesen Motoren ist noch eine größere Slnzahl für den Bedarf der deutschen Wirt- choft käuflich zu haben. Die Preise sind verhält- ntsmaßig niedrig. Alle Einzelheiten teilt die Reichs- treuhand-Gefellschaft. A.-G.. Berlin, Abteistmg Marine -öehrenftr. 21/22 mit. Dort wird auch Auskunft über alle technischen Fragen der Verwendung der D'ett'mo. toren, u. a. auch durch Entsendung von Sachverständigen zur mündlichen Aufklärung erteitt.