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Mldaer Leitung

♦y# Truck der F«ldaer Lletieudr »Serri in g-ulbt

4. Kreis Gelnhausen:

Aufstellung gibt nur ein Teilbild de»

1905:

1918:

1905:

1918:

1905:

1918:

17 Lehrerinnenstellen

Kirchhain:

6 L"brerinnenstellen

5. Kreis 2? Lhr erste!'en, 22 Lehrerftellcn,

*) Die den Ortsnamen nachgesehten Zahlen geben die Schülerzahl, die in ( ) die Zahl der jetzt angestellten Lehrpersonen an.

Hl. Geistes preisen. Und die christlichen Eheleute verdienen nicht minder die erhabene Bezeichnung als Cehilfen des allmächtigen Schöpfers in der Er­haltung und Vermehrung des Menfchenaefchlechts.

In diesem Lichte wird die Eheschließung zu einem heiligen Geheimnis, und wenn man die Begründung der neuen Familie mit einer häuslichen Feier hoff- nungsfroh begeht, so dürfen auch die Hochzeiter sagen: Komm, Herr Jesu, sei unser Gast und segne, was du verbunden hast!"

Im Kresse Gelnhausen ließe sich in folgenden Schu'or'en die Neugründung ermöglichen: $)-d)'t 185 (2k 2 Stellen. Alt-nmittla-i 192 (2). 2 S eilen, Mmnez 123 (2). Bernbach 124 (2) Bieber 143 (2), Neuses 254 (3) 2 Stellen. '

Vorstehende Junglehrernot,

2. Kreis Hünfeld:

39 Lehrerstellen, 5 Lehrerinncnstellen

39 Lehrerstellen, 13 Lehrerinnenstellen

0 Lchrerltellen, 8 Lehrcrinnenstellen

3. Kreis Gersfeld:

Das kathottfche Dslksschulw-se»

im viegierungsbezirk Kassel.

1905:

1918:

man die seelische Gemeinschaft als selbstverständlich roraussetzt. DieHerzen" mit ihren erregten Gefühlen können sich selber und sich gegenseitig täuschen. Darum sagt das Sprichwort:Die Liebe macht blind."

Das sog. Herz muß und soll natürlich milsprechen: dock das e n t s ch e i d e n d e Wort darf nickt die bloße Gefühlswallung haben, sondern vielmehr die ruhige, gewissenhafte, nüchterne Ueberlegung. In dieser Hin­sicht möchte ich vorschlagen, die Vorfrage etwas weni­ger romantisch zu fasten und zu sagen: Sind beide Teile so gesund an Leib und Seele, daß ein gedeihliches Familienleben zu erwarten ist.

Glsund das klingt zunächst arg medizinisch. Aber es heißt: gesund an Leib und Seele. Die Geistes- richtung, die Weltanschauung, die seelischen Triebe und Leidenschaften, die sittlichen Anlagen und Gewohnheiten muffen auch geprüft werden, und zwar recht sorgfältig, denn in der schönen Zeit der jungen Liebe pflegen sie sich manchmal zu verstecken, wie die Dornen unter dem Blätterschmuck. Wehe, wenn erst später das Ideal" zusammenbricht vor der traurigen Wirkuch- keit des Alltagslebens.

Aber wehe auch wenn die körperliche Ge­sundheit nickt gehörig beachtet wird! S-eck'um und Elend, Unglück und Vewweiflung sind häufig die bittere Strote für solcke Blindheit.

Täuschen wir uns nicht über den Emst der Zeit. Gerade jetzt ist die Gefahr sehr groß, daß verb»rbl'che Krankheiten in die Ehe geschleppt werden. Ein Ge­richtshof hat n-usich entschieden, daß eine verlobte Per­son unter Uv-stenden verlangen kann, daß der andere Teil ein ärztliches Zeugnis über seine Gesundheit bei- bringt.

Ich glaube, man sollte in dieser Hinsicht f*"n vor langer Hand sich vorsehen und jede nähere Be­kanntschaft verm-iden. wenn in Sachen der Gesundheit ernste Zweifel sich regen.

Ich nlaube ferner, die Eltern und die sonstigen Iuaen''n!le-'er sollten die Heranwachsenden Jün"lime und Mädcken rechtzeitig b-lehren über d'e unbed-ngte Notwendigkeit, daß '"an keinen Ehebund schloßen darf, ohne beiderseitige Gesundheit an Leib und Seele.

Eine solcke Aufklärung hat auch einen großen e r» zieheriscken Wert. Sie mahnt den Jüngling im Trubel der Versuchungen: Hüte dich vor Verirrungen, die dir nachher verbieten, um ein braves Mädchen zu werben, und die dich zum Heucheln und Lügen zwin-

Aber in diesen schrecklichen Zeiten, darf man da heiraten und Hochzeit halten? Ich sage:Nun ge­rade!"

Was ist übrig geblieben bei dem Greuel der Ver­wüstung? Trümmer und Scherben ringsumher; aber zwei Güter sind noch da: die Kirche und die Familie. Sie stützen und fördern sich gegenseitig.

Wiederaufbau! So lautet der Rettungsruf der schlimmen Gegenwart. Zum Wiederaufbau braucht man einen klugen Plan und ein gutes Material. Den rechten Plan liefert der christliche Geist, den die Kirche rerbreitet, und das brauckchare Material liefern die braven Familien.

Wenn auch das Familienleben zusammcnbrechen sollte, dann wären wir allmmal verloren. Dann würde die letzte Arche in der Sintflut zerschellen. Noch ist es nicht so weit gekommen. Wir haben noch die Möglichkeit, unsere alte Familie zu erhalten und durch neue Heiraten die Lücke auszufüllen. Wer eine ver- nünstige Heirat veranstaltet, macht sich hochverdient um Staat und Kirche, um sein Volk und um die Menschheit im ganzen.

Eine vernünftige Hochzeit! Was soll das bedeuten?

Die Brautleute wüsten so zueinander paffen, daß man rernünfti-'erweise ein gemütliches Zusammenleben und eine gedeihliche Kindererziehung erwarten darf.

Eine scköncs Familievlied ist dieGlocke" von Schiller. Da heißt es:Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich las Herz zum Herzen findet." Sehr richtig ist der Hinweis auf die Ewrnkeit, die Unauf- löclichkeit des Ehebundes. Sehr richssg ist auch die Forderung der Herzcnsrerwandisckaft. Doch wird diese Vorbedingung des häuslichen G.ücks bei den jugend­lichen Verliebten oft zu leicht genommen. Die körper­liche Anziehungskraft wirkt da manchmal so stack, daß

6. Stadt Fulda:

1905: 22 Lehrerstellen, 14 Lehrerinnenstellen 1918: 21 Lehrerstellen, 26 Lehrerinnenste'len

1 Lehrerstelle, 4- 12 Lehrerinnenstellen.

In den 13 Jahren, *on 1905 bis 1918 sind demnach In den genannten Kreisen 11 katholische Lehrer st el- l e n und 61 katholische Lehrerinnen ft eilen ge- 'frü-'tet worden: das sind im Iahresdurch'ch-itt noch nicht eine Lehrer st eile, dagegen fast fünf Lehrerinnen st eilen. Tie Errichtunn von Leh­rerstellen unterblieb nickst etwa wegen Mangel an Schulamtsbewerbern: im Gegenteil, der Regierungsbe­zirk Kastel Hai in den letzten 30 Jahren bis auf den heutigen Tag stets erheblichen Ueberfluß an katho'"ch?n Sch-lamts'andidaen gehabt. Angeb'ich soll au» Smr- famk'itsgründen die Errichtung von Lebrerltellen unter­blieben und die llmwandl- ng bereits besteh-nder Lebrer- stellen in Lebr-rinnenstellen erfolgt sein. Und die Fol­gen dieser cinseittgen Entwicklung des ka hollschen Dcl's- sch'ikwesens in unserem Regierungsbezirk? 1) Die katho­lischen Ju"alehrer unseres schönen Hessenlanbes wur­den zur Abwanderung gezwungen: sie mochten fe'-en, «o sie in Vosen und in den Jndustri"bez'rken des We. stens Beschäktiguog und Brot 'cncken. 21 Die A'-kwärts- entw'-kli'.nq d-s Schulwesens selbst wurde zum S ha' ei der Kinder künstlich niedergeha'ten; statt, dast mit ie-er weiter-n Lehrkraft den Schullvstemen eine weitere K'asse zugesügt wurde, wurden nach Gesch'echtern getrennte einklastige Schulen, bezw. ckalb^aasfchulen ober we-ig gensiederte Schulsvsteme eingerichtet. Unser katho'jsche» Schulwesen wurde auf diese Weile nickst nur künsUich niedergebaiten. es wurde sogar vor di- Zeit der Allge. 'reinen Bestimmu"gen mm Jahre 1872 zurückrev'die't Diesem let-mn Ueb l ist ja nun in letzt-r Zeit gesteuert worden. 3) Neue kathol. Schulstellen 'Darben in den ver» f'ost'nen ?l> ^Qf-.rpn fast nur in he t Stadien F lda Kastel, Hünfeld. Hanau und in den rasch aufgeblähten ßrfen in unmittelbarer Nähe der genannten Städte ge- gründet. Schtt d'ese neuqegründeten S'ellen Famil'en- vätern zu überlast"», die in den naheliegenden Städten bequeme und billige Bildmm-mög'ichkeiten fürhre Kin­der g-funden hätten. Übertrug man gerade diese S el- len Lehrerinnen. Die vom Verkehr weitadne'e-enen Stellen in der Rhön, im Vogelsberg, in den Wildern

des Spessarts blieben meisten» den Lehrern. 4) Eine große Zahl der abgelegenen Orte haben seit Jahr und Tag überfüllte einklastige ober Halbtagsfchulen. Katho­lische Schulen mit weit über einhundert Kindern si d auch sttzt noch keine Seltenheit. Leider unterblieben hier überaus notwendizen Neugründungen gänzlich und das Schulelend scheint an diesen Orten verewigt werden zu sollen.

Ein besonderes Kapitel bee katholischen Schulwe'ens unseres Regierungsbezirks sinb die Schulen mit 2 Lehr- kräften. Dor dem Jahre 1891 wäre: sämtliche katholi­schen Schulorie mit 2 Lehrkräften mit 2 Lehrern be­setzt. Heute sinh von 51 katholischen Schulen mit 2 Lehrpersonen 40 Schulen mit je einem Lehrer und einer Lehrerin besetzt und nur 11 der genannten Schalen ha­ben 2 Lehrer und auch bei einer Anzahl der restlch n 11 Schulstellen ist di» Umwandlung der zweiten Lehrer­stelle in eine Lehrerinnenstelle wiederholt versucht wor­den. Die Umwandlung scheiterte meist an der Woh­nungsfrage, da die vorhandenen Junggesellenwohnun­gen (12 Zimmer) für Lehrerinnen als unzure chena angesehen w- rden. Ein Teil dieser zweiten Ste 'e.n wurde als Lehrerinnenstellcn neugegründet, der Rest aber ging den Lehrern bei vorkommendem Steiienwech- fei durch Umwandlung in Lehrerinnenstellen Der'Oren. Noch während des Krieges wurden zwei dieser S e'len (Oberndorf, Kre's ©e'nhaufen, und Schmalnau, Kreis Gersfeld) im striktbn Widerspruch- zum Mlnisteria'erlaß vom 13. 6. 1916 U. 3 E. Nr. 551 U 3 E, 1.Nr.5, Abs. c. nach bem an gemischten Schulen mit 3 und mehr Lehrkräften die Zahl der weiblichen Lehrfräste y* der Lehrkräfte betragen soll, in Lehrerinnenstellen umge- wandelt. Die Rückgewinnung dieser zweiten Stellen stößt auf Widerstände bestimmter Art und ist nur in 2 Fällen oelungen. A s Fortschritt ist es auf jeden Fall zu begrüßen, daß alle Schulen mit ei cm Lehrer und einer Lehrerin in zwei- bezw. breiflaffig? Schulsysteme vmgeroanbclt werden mutzten und den oorsintttutlichen Halbtags- und einklassigen Schulen mit G.schlechtertren- nung ein Ende bereitet wurde.

2.

Das kathol. Schulwesen im Regierungsbezirk Kastel ist in seiner Entwicklung gehemmt worden: es ist im Vergleich zum übrigen Volksschulwesen im Resterunis- bezirk zurückgeblieben, und es wird jetzt schwer, sehr schwer hallen, das Versäumte nachzuholen.

32 Lehrerstellcn, 5 Lehrerinnenstellen

31 Lehrerstellen, 10 Lehrerinn.nstellen 1 Lehrerstelle, 5 Lehrerinnenstellen.

34 Lehrerstellen, 7 Lehrerinnenstellen 35 Lehrerstellen. 24 Lehrerinnenstellen 1 Lehrerstelle, 4-

ren, wenn du vor den forschenden Aug-'n der künftigen Scktdieoermutter und vor den ernsten b<-z re=> wiffenhnften Sckwieeervaters stehst. Die Nutzonmen- düng für das weiblicke Geschlecht lieft nahe. Ins­besondere wird das Mädcken, das doch auf ein» schöne Heirat hofft, alles vermeiden, was einen Flecken auf ihren nuten Ruf machen könnte.

Also singen wir das Lob von Heirat und Hoch'eit, aber nur insofern, als di« Verbindung vor Gott und vor der oesunden Vernunft gerechtfertigt ist. Und die sckon Derb^rrtet sind, sollen rechtzeitig alles aufb:»ten, um ihre Kinder zu tüchtigen Hausvätern und Haus­müttern zu erziehen.

Die Hochzeit von Sana eignet sich trefflich zur Be­sprechung am Familientisch.

Ter Blutegel als Wetterpiop'et. Ter Laub­frosch gilt zwr albernem als W-ttnp ophet, aber in die'er Hinsicht ist ibnt ber Bin eael iiberleoen, wenn er in eine n gewöhnlichen, zu */* m t Wass r gefüllien Emmabeolas aebal-en wird, das man mit einem Leinmandioppen übei bindet. Tie Füti rung macht wenig llmftänbe, denn es genügt, w nn sie einmal im Jahr reckt ausaiebia erolm. Hält sich das Tier fiührnor-ens ruhig auf dem Bo en des Gla'es auf oder lie.it es liier bew ounas os und »u- iammen er oll t, :o darf man a if sckö.us Lvmmer- obet heileies F o wet'er ichliefen. R gen o et Schnee ist baqe, en zu erwanen, wenn b"r Bluiegrl in den oberen, w'sserio en Teil feiner B Häufung hinau'kriechi. C ürmi es Met er vei kündet er durch rasches Hin- und Her ckw Mine-', Gewitter schon se it fistizeitio durch a-obe Un uhe, die fi* deiari steigern fann. daß cs aussiehl, als leibe das T er an konvul­sivischen Zuckungen. Dr. Fiöcicke bat, w e er im Ko: mos" beliebet, frü' er einmal Bluieael in dieser Beziehung genau kon resii'il unb fehinten, daß ihre Borans a en zu e wa 75°/, e!n>rafen. Man muß aber dabei auch den Caileisioff'ebalk des Wassers berücksichtigen, denn wenn d e es zu sauer osfu'rn ist ober wird, sind die Eael schon dadurch ge;ivun en, es unter deutlichen Zucken des Unbeba-en5 zu v r> lassen. Sie tun dies bet Gew ttetn häufig auch im Fieten, krtecken dann im feuchten Gra-e aetum ober oei stecken sich NN'-'V ® einen, scheinen el o eine > e» wisse Empsänalick keil für elektrische G nfI n'fe zu be­sitzen, wie wir dies ja auch von manchen F-jchen wissen. kos

_ . da, wie schon erwähnt, etwa 20 I.-ng- lchrer durch die uns vorliegende L'ste nicht er'a't sinb, unb weitere 12 Fläch lingslehrer, über bie keine Perso nalien vorliegen, hi zuzurrchnen wären.

M 14.

Miltu,»ch, 19. Januar I82L

Die Unterlostung ber schon vieErcns f it Jahr und Tag notroenbigen Errichtung kathol. Schulstellen hat einen weiteren Uebelstand im Gefolge, der im Wort Junglehrernot Ausdruck findet. Während, wie schon eingangs erwähnt, in ber Vorkriegszeit un'ere ka­tholischen hessi'chen Schi'lamtska-bidaten" aus Mangel an freien katholischen Sch'llstellen im Rrgierun s ezirk Kassel noch Ost unb West abwandern konnten, ist ihnen nach dem unglücklichen Ausgange des Krieges diese Möglichkeit genommen, unb, was bie Situation noch we­sentlich verschlimmert: Taufende von katholischen Leh- brern ber abgetretenen Gebiete haben Stellung unb Brot verloren und müssen in den bem Deutschen Reiche verbliebenen katholischen Landesteilen untergebracht

Man denke sich in die Lage unserer Junglehrer, zum Teil 2530 Jahre alt unb ohne Anstellung, znm Teil | ohne jede Beschäftigung im Beruf-. Dazu fast keine Aussicht auf künftige Anstellung. Man vergegenwärlige sich folgendes: Im Regierern-sbezirk Kastel w r en rund 400 katholische Lehrer. Der normale Abgang durch Pen. fionierung und Tod beträgt im Iahresttirch'chn'tt 1012 Lehrer. Bis bie jetzt vorhandene t Schukcmis'enerber (etwa 150) zur Anstellung kommen, werden etwa 15 Jahre vergehen; will sagen: die jüngsten Jah-gänge unserer katholischen Schu'amtsbewerber werden 3 5 b i s 3 7 Jahre alt, bis fie zur Anstellung tom- m e n. Ist das nickst Iunglehrernot, Iungl.hrerelend tw wahren Sinne des Wertes?

In di'scr Not kann nur eins helfen: foforfge Grün- düng aller., auch im Jn'ereste der katholi'cher Schul- fügend so bringend notwendigen, im Abschnitt 2 be. zeichneten Stellen.

Wer trägt letzten Endes die Fosgen des bestehenden Schulelends? Doch nur die kachvlifcke Jugend, das ku'h. Velk selbst. Geg-nwart urb Zu n ft stell-n erhöh e 2kst- forberungen an das Wollen. Wissen und Sinnen des Einzelnen. Soll der katbo ische Volksteil unercs Re- gierungsbez'rls in di fern Daseinskampf nicht der zurück- bleibende Teil fein, dann gilt's. vor allem der Eriüch i- gung ber Jugend bie Wege zu bereiten durch m verhaf­ten Aus- unb Aufbau des Dclks'chulwe'evs. In den protestantischen Kreisen unserer engeren He mal wird in geradezu fieberhafter Eile an dielem Ausbau gea-bei. ttt; hier scheint man er'annt zu haben, was "- n'erer Schu'e und unterem Do'ke zum'e dient. Will ber katholisch- Bo'kstcil in biefem Wetteifer zimü fb'ei'en, weniger Dnferfinn und Verständnis für fein Sch-'we'en zeigen? Wir wollen und können es nicht glauben. Be­denken finanzieller Ar. können unh dürfen nicht Brem'e fein, hier steht Höh.res auf dem Snjele. b;-r bandest es sich um eine Lebensfrage des kalholi'chen Vol stei's: es gilt ber Schulung und Ertüchtigung unserer katholi­schen Jugend. Was in der Vorkriegszeit cs fch'echt- angebradjten Spar'amkeits- und anderen Gründen ter« absäumt werden ist was mährend ber Krie szstt nach Lane der Verhältrist; unmöglich mar. must je"!, we n a ch unter erschwerten Bcd'ngung^n, nachgeholt wer­den, wollen wir nicht derKulturlosiskeit und geistigen

, Im Kreise Schlüchtern: Sarrod 87 (1), Noms- I thal 89 (1), Marberi 106 (1), Weiperz 106 (1), San- I nerj 66 (1). Kerbersdorf 66 (ll Ulmbach 236 (4).

Lm Kre fe Kirchhain: Anzefahr 73 (1), Erns­dorf 103 (1). Erfurtshausen 67 (1). Schröck 132 (2), Wlar- I dort 137 (2) Roßdorf 148 (2), Neustadt 371 (6).

Im Streife Wolshagen: Volkmarsen 374 (6).

Im Kreise Fritzlar: Ungebeten 81 (ß.

Zusammenfafsend ergibt sich bezüglich überfüllter | Schulen folgende» Bild:

Im Kreise Fulda haben je 1 Lehrer: 5 Schulorte mit über 60 Schülern; 2 Schulcrte mit über I 70 Schülern; 6 Schulorte mit über 80 Schülern; 2 Schulorte mit über 90 Schülern; 1 Schulort mit über I 120 Schülern.

An mehrklassigen Schulen entfallen durch­schnittlich auf 1 Lehrperson an: 10 Schularten meiir als 69 Schüler; an 13 Schularten mehr als 70 Schüler;

I In 4 Schularten ehr a's 80 Schüler; an 1 Ort mehr als 90 Schüler. Neugrünbungan: 49 Schulstellen.

Im Streife Hünfeld haben fe 1 Lehrer: 1 Schulart mit über 60 Schülern; 3 Schulorte mt ü'.er 70 Schülern; 2 Schuf orte mit über 80 Schülern; 2 Schuf- orte mit über 90 Schülern; 1 Schulart mit über 100 Schülern.

An rnehrklafs'gen Schulen entfallen burch- schnstllich auf 1 Lehrperson an: 1 Schulort über 60 Schüler; an 1 Schulort über 80 Schüler; an 1 Schul­art über 90 Schü'er. Nerwründungrn: 12 Schulstellen.

Im Streife @ersfeIb haben je 1 Lehrer: 5 Schulorte mit über 60 Schülern; 1 Schulart mit über | 70 Schüler"; 1 Schulort mit über 89 Schülern; 2 Sch 'l. orte mit über 90 Schülern; 1 Schulart mit über 120 Schü'ern. An mehrklassigen Schulen en*ra-'en burchlchnitllich auf 1 Lehrperson an: 1 Schulart über 70 Spüler: an 1 Schulart über 80 Schü'er: an 1 Schulart über 90 Schüler. Neugründungen: 14 Schul-

Im Streife Gelnhausen entfallen an mehr- klafsigen Schulen durchschnittlich auf 1 Lehr­person an: 2 Schulorten über 60 Schüler; an 1 Schulart über 70 Schüler: an 3 Schularten über 80 Schüler; an 2 Schularten über 90 Schüler. Neugründunzen: 8 Sch"lstellen.

5m Kreise Schlüchtern haben je 1 Lehrer: 2 Schufarte mit über 60 Schülern: 2 Schillerte mst über 80 Schülern; 2 Schulorte mit mehr als 100 Schülern. An mehrklassigen Schulen entfallen durch- sch ltttich auf 1 Lehrperson an: 1 Schulart über 60 j Schü'er. Neugrünbungen: 7 Schulstellen.

Im Streife Kirchhain haben ie 1 Lehrer: 1 Schulart mit über 69 Schülern; 1 Schulart mit über 70 Schülern; 1 Sch"forl mit über 100 Schülern. An mehrklassigen Schulen entfallen durchfchnsttlich auf 1 Lehrp'rsan an: 3 Schularten über 69 Schüler: an 1 Schulart über 70 Schuler. Neugründungen: 7 Schul-

5m Streife Fritzlar haben 1 Lehrer: 1 Schulart mit mehr als 80 Schülern. Neugründunq: 1 Cckst'lstelfe.

5m Streife Wolshagen kommen an 1 mehr­klassigen Schule auf 1 Lehrperson mehr als 60 I Schüler. Neugründung: 1 Sch ckstelle.

Das sind insgesamt 99 Schulorte mit überfüfPen I Schulklassen. Da an 8 Orten je 2 Stellen zn arünben I wären, um die Schülerzahl der ei"zelnen Klassen e'ni- I germatzen den Forderungen einer vernünstiqen Klassen- besetzung anz-gleichen, müßten 107 Schulstellen gegrün- I bet werden.

Die vorstehend angeführten Zahlen reden für sich I eine einbriatidie Sprache urb bedürfen keines Kam- I menlors. Sie- zeigen ein Schulttend. wie es krasser I innerhalb der Grenz-n un'ere» Vaterlandes n'cht ost I vorkommen dürfte, u"d jeder Einsicktige mutz dem Ur» I teste eines Schulo'^sichtsbeemten zust-mmen. das laufet: 1 Sa» katholische Volksschulwesen im I 91 eg.-Bez. Kassel ist in seiner Entwicklung I um ein Menschenalter zurückgeblieben." I Ein hartes leider allzu wahres Urteil!

2(((er Sbcatiemns. aller Arbestsw lle u^d a''e Ar- I

Unpolitische Zeitlänfe.

Von Fritz Nienkemper.

Berlin, 12. Januar 1921.

Heiratet! Haltet Hochzeit!

Das Hingt sehr westlich; beinahe wie ein Aufruf üppigem Lebensgenuß. Aber diese Einladung zu eigener und befreundeter Hochzeit ergeht in der Kirche. Kn diesem Sonntag wird das liebliche Evangelium verlesen von der Hockzeit zu Kana, der herrlichsten Hochzeit, die jemals stattgefunden hat auf Erden, an der Jesus und Maria persönlich teilgenommen haben. Bn6 sie beehrten das Brautpaar nicht bloß durch ihre Anwesenheit, sondern wirkten selbst mit bei der Fest- i«er, da der Erlöser aus Bitten feiner Mutter dem Mangel an Hochzeitswein ab half. Daraus folgt, daß es eine heilige Sache ist, wenn ein braves Brautpaar «ich vereinigt zur Gründung einer neuen Familie, und baß es ein gottgefälliges Werk ist, wenn man an der Hochzeitsfeier in Liebe teilnimmt.

Heiratet, haltet Hochreit, aber so, daß ihr auch -en Herrn und seine Mutter emladen könnt!

/kimmt denn diese Verherrlichung der Ehe mit den ^.obspruchen auf die freiwillige Jungfräulichkeit? Das swßt sehr gut lufammen, ebenso gut. wie in der Aufzählung der Sakramente6. die Priesterweihe, 7. bie Ehe". Die Ehelosigkeit um Gottes willen ist für die aueerwahite Minderheit, die ?u höherem beru> fen ist; die große Mehrheit der Christen ist dagegen berufen, eine Familie zu rrünben gemäß den War- ten des edwpfers: Es ist nicht gut. daß der (ge- wöhnliche) Mensch allem fei. . . . Wachset und ver­mehret euch!"

Wo bliebe das Reich Gottes auf Erden, wenn nur Oie Ungläubigen Nachwuchs hätten?

Cb du auf einen höheren oder niedn>en Pcst-n vestelll bist, ist Nebensache. Die Hauptsache ist, daß du deinen Beruf treu und tuckng aus-fünft. Wer ferne Pfl-cht tut auf dem angewiesenen Pesten, der ist ein lohnwLrdiger Arbeiter im Weinberge, ein wackerer Ge­hilfe Gottes.

Der ehelese Pri"st"rstand sst als Lehrer unb Gva- denspender ein Gehilfe des E r 15 fers. D'e gott­geweihte Jungfrau, die sich den Werken der Nächsten- Gebe widmet, Lars man als Gehilfe des Trösters des

Wahrend ber Kriegsjahre 19141918 ist bie Entwlck- Jung des katholischen Volks'chulwesens, wie die En wick- lung _ de» gesamten deutschen Schulwesens ü'eerhaupt, Iollstandig zum Stillstanb gekommen. Neu ründunqen von Lolks'chulen, bezw. Errichmng neuer Schulklassen unterblieben ausnahmlos.

Zn der Dorkricgszett hat bas katholisch; Dolksschul- »efen eine durchaus einseitige Entwicklung genommen Etwa vom Jahre 1894 an unterblieb bie Gründung oen AArstellen fast ganz, währenb anberfeits eine unoer. halMismätzig hohe Zahl von Lehrerinnenstellen elnge- «chtet wurden, unverhältmsmützig hoch tm Vergleich zu der Gefamtzahl ber kathol, chrn Schulstellen über farmt unverhältnismätzig hoch auch im Vergleich zn der Zahl' der in bem gleichen Zeitraum gegrünbeten Stellen für ratholische Lehrer. 1

Die neuerr.chleten Lehrerinnenstellen wurden tei's als Neugrunbungen, teils durch Umwandlung bereits be- stehmder L-Hrersteven in Lehrerin enstellen gewonnen. Das Verhältnis von Lehrern und Lehrerinnen an Die. lei katholischen mehrklassigen Schulen des Regierun-s- bezirts Skassel ist jetzt wie 1:1, ja es sind an zwei Orten mehr Lehrerinnen als Lehrer. (Fulda: 25 Lehrer 28 Lehrerinnen, Großenlüder: 2 Lehrer, 3 Lehrerinnen).

Nachstehende Aufstellung zeigt bi« Zunahme bezw. Tb-ahme ber Lehrer, unb Lehreinnenstellen an den ka- wotticheg Schulen ber Kreise Fu'da. Hünfeld, Gersfeld, Gelnhausen, Kirchhain und d:r Stadt Fulda.

1. Kreis F lda:

1905: 104 Lehrerstellen, 35 Lehrerinnenstellen

1918: 115 Lehrerftellen, 64 Lehrerinnenstellen

4- 11 Lehrerstellen, 29 Lehrerinnenstellen

, , 8 Lehreri«nenste"en

4- 0 Lehrerstellen, 2 Lehrerinnenstellen.

krts 87 (1) ssbrrf 94^71» i e Q beits'reude ber ka'holi'chm Lchreschaft bes Re-erN'S.

bach 90 (ß Hofa'chenback '19?^ bezirks Kassel vermäßen bie Hemmungen und Schäden,

264 (3) 2 Sleüeg $urabaun 68 m be 01,5 »Überfüllung der Schnlk assen ref-Heren,

Körnbach 76 (ß! Roßbach 68 (1) ( >' 75 U)' W ^Bre^nich!^" ?nnn fein

5m Kresse Gersfeld kämen folgende Orte in Be. *

tracht: Lahtt-ach 87 (1), Batten 92 (1), Reulbach 95 (1), « 3-

Edersberg 103 (1). Schmalnau 167 (2). Eckw Isdach 187

(2), 2 St-lle--. Wüstensacksen 223 (3) S'ei->wanb 62

(1), Wickers 64 (ß. Thaiden «9 (1), Sieblos 64 (1)

Dörmbach 66 (1), Seiferts 77 (1).

! drez. aller freiwerbenden Stellen sind au»

bC5 . Unterbringungsgefe^ s den Fluch (in s- Wiederindie: .ststellunz ist Ehrenpflicht bes Vaterlanbrs

. D>e. Anstellungsmüglichkeiten der kathosUchen 3 -ng. Regierungsbezirk Kassel sind gleich Null; ihre Ltt?- rCln .trpft'cs- Eine uns Doriieg:n)e

V « '^er Schulamtsbewerber b-s Retter n s e die Namen non 112. in Werten: elichun^erlnvölf Jurglchrern auf. bie ohne feste An» mhr; Jlc$r<ai Sherer Stelle eingezo-cner Er- u l unvollständig; tatläch ich sind über 130 katholische h-ssi'che Cchulamts'andidaten ohne teste Anst-llu-'g. Dazu kommen noch die d-m Renierun-». bez rk Kassel vorerst überwiesenen 12 Fl"ch ' n s-

150. in Worten: einbu-de kfün tta ka-hvii che Lehrer, die im Re-tteruvasbettrk k-'sstt der Anstellung warfen. Davon sind über' 133 ohne je « Befcha timng im Schi'ldienst; etwa 40 bis 59 sind v->r. uber-ebnb ouftraosroeHe befchä'tigt. Unb die andern? Glücklich die, welche auf staat'ichen oder priva'en-os irgendwelche Be'chä'tigurg gefunden hab-n; glückl ch die welche im gewerbliche oder landwirtschaftlichen triebe des Vaters B''chZft-gung. wenn auch ungewohn'e. fmden. Und die übrhen? Es f^b Fülle bekannt, und sie stehen nicht vereinzelt da, batz Schulamts'ewerber der N"t gehri-ckenb, in mehr ober mi-ber zwttfel''asten Vergnügungsstätten der S'üdte a's Musikw ihr kärnnch Stück Brot nerbienrn muss n. Es si"d Fälle fce'ann' daß 5unolehrrr sich als Bwgleute bttässg-n wo'"en' aber asStudierte" als umeei-.net zurück"'wie'en mar,' den. Und der Rest? Arbeitslosenunterstützung?

_ Ucber die augenblicklichen Anstellungsver- hältnisse der katholischen Junglehrer ug'erer en, geren Heimat gibt folgende Uebersicht Aufschluß:

Ein großer Teil unserer katholischen Schulen hak überfüllte Klassen. Aus übelangebrachter S,ar[om.'eit unb anderen Gründen unterblieb in ber Vorkriegszeit die rechtzeitige Errichtung neuer Schulstellen. Sch st. orte mit 80, 90, 100, 120, ja bis vor kurzem 159 Schüler sind keine Seltenheit. Legt man bie in § 42 bes neuen Lehrerbesoldungsgesetzes normierte Zahl60 zugrunde, dann wäre in unserem Regie­rungsbezirk die Möglichkeit vorhanden 99 neue kath. Echi-lsßllen zu gründen unb zwar: im Kreise Fulda 49, im Kreise Hünfeld 12, im Kreise Gersfeld 14, im Kresse Gelnhausen 8, im Kreise Schlüchtern 7, im Kreise Kirch­hain 7, in den Kreisen Fritzlar und Wolshagen je 1. Im Kreise Fulda körnen für Neugrünbungen folgende Schulorte in Betracht: Bachrain 141 (2),*) Blankenau 111 (1), Buch nrob 67 (1), Dieiershause i 143 (2), Dip. pcrz 143 (2), Eichenz-ll 230 (3), glichen 375 (5), 2 Siel- len, Giesel 116 (2), Großerstüber 325 (5). Haimbach 122 (2). Hauswurz 156 (2). Höf unb Haid 97 (1), Hofbieber 139 (2>. Horas 381 (5), 2 Stellen, Johannesberg 215 (3), 2 Stellen. Kerzell 94 (1). Keu'os 128 (1) 2 S eilen, Kleinlüder 143 (2), Künzell 178 (2). Kohlhaus 123 (2) Langenbieber 68 (ß. Magdlos 143 (2). Marbach 138 Margrethenhaun 179 (2), Mittelkaibach 221 (3), M"s 148 (2). Neuhof 453 (7), Nieberkalbach 162 (2). Dberbim. doch 226 (3). Oberrobe 69 (ß, Petersberg 321 (5) Pil» gcrzell 192 (3), 1 Stelle, Rommerz 178 (2). Rothemann 87 (1), Rückers 201 (3), Salz'chlirf 266 (4), Sch'ehe.n- hausen 88 (1), Schweben 86 (ß Steinau 79 (1). S ein- haus 68 (1), Treisbach 86 (1), Weidenau 72 (1), 5B (fers 87 (1), Engelhe'ms 69 (1), Döngesmühle 83 (1).

5m Kresse Hünfeld könnten in folgenden Schul­arten neu- Stellen errichtet werben: Silges 81 (ß, Mah-

Seminar Jahrgan,

ssaltt ber aurtrarS- weise befdiäftigten Junglehrer

Zahl der Jun leh- rer ohne Beschäs­ti UN'.

®e* amt- ;abl

1910 1913

1

1

1911 1914

2

_

2

1912-1915

3

1

4

1913 191i

7

5

12

1914-1 17

9

11

20

1915-1918

1

11

12

1-16-1919

5

1!)

24

-917-1920

1

35

36

1918-1921

9

2