Fuldaer Eiertuttg
Druck der juloaer ileiieitbtnderci in 3'iUo<i
Zweites Blatt.
i entsprechende Neber.
1920.
Köhler, den vom Landesaus-
266 Zentner Wissenschaft. Das Smithionion- Jnsitut in Washington Hal 133 Sammellisten int Gewicht von je zwei Zeninern mit wissenschaftlichen BeröffenlUchuncten der letzten Jahre arS Amerika nach Teukichland geschickt. 97 Stiften mit . eunchem Wtssenschajtsmaterial wurden nach Amerika ge- fan'it.
Am Abend desselben Zages'(e-rte Ro> ihrem Da'er ein Geständnis ab. Der alte Werner war n cht sehr überrascht. Er hatte sa immer gesagt, daß seine Rase anders als die Dorfmädchen fei; er hatte für die Tochter . ..... -------- ... feiner geliebten Rose immer ein besonderes Glück et»
aber es ist immer besser, j hofft.
M 265.
Donnerstag, 9. Dezember 1920,
Amtliche Anzeigen.
1. 3n Abänderung der Bestimmungen unter I e meiner Verfügung vom 25. März 1895 (Amtsblatt S. 74/76) bestimme ich für den Bezirk des Stadt- und Landkreises Fulda, daß im Barbier-, Friseur- und Perückenmacher-Gewerbe Gehilfen, Lehrlinge und Ar. beiter am zweiten Öfter-, Pflügst- und Weihnachts- Feiertage nur von 7—9)4 Uhr vormittags beschäftigt werden dürfen. Ausnahmen sind nur insoweit statthaft, als eine Beschäftigung zur Vorbereitung von öffentlichen Theatervorsiellungen und Schaustellungen erforderlich ist. 3m übrigen bleiben die Bestimmungen vrm 25. März 1895 a. a. D. unverändert in Kraft.
2. Auf einffmminen Antrag der Barbier-, Friseur, und Perückenmacher-Zwangsinnung in Fulda wird auf Grund des § 41 b der Reichsnewerbeordnunz für den Bezirk des Stadt- und Landkreises Fulda vorge'chrie- ben, daß im Barbier-, Friseur- und Perückenmacher» Gewerbe am zweiten Öfter-, Psingst- und Weihnacht». Feiertage ein Betrieb von 7—9% Uhr vormittag- statt, finden darf. Ausnahmen sind nur insoweit statthaft, als eins Beschäftigung zur Vorbereitung von öffent. lichen Theatervorstellungen und Schaustellungen erfor. derlich ist. Lin verkauf von Waren an diesen lagen ist ledoch nicht statthaft.
An allen übrigen So n- und Festtagen bat das Gewerbe vollständig zu ruhen. Während der Betriebsruhe dürfen auch keine Kunden in den Wohnungen bedient worden.
Nach § 146 a der Reichsgewerbeordnung wird mit Geldstrafe bis zu 600 Mark, im Unoermönensfalle mit entsprechender Haft bestraft, wer den vorstehenden An. ordnungen zu 1 und 2 zuwiderhandelt.
Diese Anordnungen treten mit d-m Tone der Der» öffe"tlichung in Kraft. (21. 2. G. 7933 a 2.)
Kassel, am 20. November 1920.
Der Regierungspräsident. I. A.: Spieß.
Vorstehende Anordnungen bringe ich hiermit in
I nichts wieder von dem zu hören, der solche Schande über sie gebracht.
Nur Grabe's ernsttiche Vorstellungen und Ermahnun- gen konnten Heinrich bewegen, den Wechsel um Rose'l willen anzunehmen. So war doch der ersten Not vorge. beugt und man konnte ruhig überlegen, welche Schritte getan werden müßten, um Heinrich einen Erwerb zu verschaffen.
»Ich wüßte einen Ausweg," meinte der Pfarrer nach langem Hin- und Herüberlegen. »Vor einigen Tagen war ein Domänenpöchter aus der Nachbarschaft hier, um mich zu bitten, seine Jungen für’s Gnmnasium vor» zubereiten. Ich bin all und habe übergenug zu tun. Das wäre eine Aufgabe für Sie, wollen Sie?"
»Glauben Sie, daß er mich als Lehrer nehmen wird?"
»Er wird froh fein. Sie sind also einverstanden, lieber Freund? Gut, so schreibe ich ihm noch heute."
In den nächsten Tagen siedelte Heinrich von Villars in das Haus des alten Werner über, und bald war es | in Liebenau und Dellwitz bekannt, daß die schöne Rose Werner die Frau des vornehmen Herrn von Villars geworden und daß dieser sich deshalb mit feiner Familie verfeindet habe.
So begann denn bas junge Paar ein neues Leben voller Arbeit und Sorgen, aber n chisdestoweniger, rote früher, voller Glück und Seligkeit.__
Die Tage tarnen und gingen, die Rosenpracht verschwand, des Sommers Sonnenschein leuchtete nicht mehr; noch immer aber war die Pfeifenkrautlaube der Lieblingsplatz des jungen Ehepaares, wenn des Tages Mühen hinter ihnen lagen. Die Frühlingszeit V.vet Ciebe war dahin, und die unteraehende Sonne besten wohl zwei glückliche, aber oft recht ernste und müde Gesichter.
A>s die Tage kürzer wurden, blieb die Laube leer und schon sehr früh im fierbfte brannte ein Feuer im Ofen des einfachen Wohnzimmers. Freiwillig gab 6er alte Werner feinen warmen Platz auf und überließ ihn dem jungen Schwiegersohn.
»Heinrich fröstelt: er ist nickt so gesund wie ftüher," meinte er gegen seine Tochter, und fügte bann, als er deren Erschrecken bemerkte, beruhigend hinzu: »Sein« N^ven haben wohl etwas gelitten; der Winter ist nicht gut für ihn, im Sommer wird's besser werden."
(Sortierung folgt?
Dezember in Amöneburr vom V olks verein einberufene uno gut befudte Berjammlunn. Nachdem Herr Kaplan C i rs auf die dreißiojähiicie segensreiche Arbeit des Volkövereins hingewiefen hatte, zeichnete Sekretär M Ütler- Marburg in großen Znaen die wirtsbaft- lieben und kulturellen Ve hältnisie Rußlands und knüpfte hieran eint c Erläuterungen übet unsere Handelspolitik mit unserem öftH■’-cn Nachbarstaate, öerr statt, rer. pol. Antoni Vers! •'> es hierauf, ein ime» restantes Bild von der wirt, . u cklichen Lage und den Sillen und Gebräuchen feiner Heimat, der deut säten Kolonien an der SBolaa za geben. Für beide Bor» trä e, die von gerneinfchafrlichen Siebern stimmungsvoll eingerahmt waren, sprach der Vorsitzende seinen Dank aus und ermunterte zu reger Mitarbeit im kath Volksverein.
। schust vorbehaltlich der Zustimmung des Kommunal, landtags beschlossenen und von den Herren Fachmini. stern genehmigten Nachtrag zur Viehseuchenent'chädi. gunassatzung vom 6. Mai 1912, betreffend Aus"ehnung der Entfchädigungspflich! auf von der Maul- und Kla'ien- feuche gefallene, über 3 Monate alte Ziegen, zur öffent- lichen Kenntnis.
Kassel, am 11. November 1920.
Der Landeshauptmann I. V.: von Sachs.
Nach der Verordnung vom 19. September d. I. (TL G. Bl. S. 1675) bedarl, wer Kleinhandel mit Fleisch bs. trsiben will, der Genehmigung, die von mir erteilt wird. Einer Genehmiaung bedarf nicht, wer zur Führung des Meistertitels berechtigt ist. Es werden nur solche Per- fonen zum Kleinhandel mit Fleisch zugelasten, deren Zw verlössmkeit ohne Zweifel ist, die das Metzgergewerb« vorschriftsmäßig erlernt und die die nach der Reichs, gewerbeardnung vorge^chrie'' ne Sch'achthausa llage be. sitzen. Auch muß bei Neueinrichtung eines Betriebes nachgew'esen werden, daß ein Bedürfnis für den Metz, gereibetrieb vorliegt.
Anträge auf Erteilung zum Kleinhandel mit Fleisch sind baldmöglichst unter Beifügung der zur Prüfung der Anträge nötigen Untertanen bei mr anzubringen eser es ist der Nachw'is zu führen, daß der Betriebsinhaber zur Führung des ®hiftertiteTs berrcb'igt ift
Fulda, den 2. Dezember 1920.
Der Landrat: Fahr. v. Doernberg.
Ausgebrochen: Die Maul- und Klauenseuche in den Gemeinden Großentaft. Oberromback. Soisdorf und bent Gu'sbezirk Fürste-eck, Kreis Hünfeld.
Fulda, den 25. November 1920.
Der Canbrat. I V.: Köhler
Nachdem die Abheilung der Maul- und kfariensench« in der Gemeinde Opperz w'd der Adenmüh'e Gemeinde Flieden, amtsiierärztlick festqestellt worden ist und die Abnahme der Desinfektion ftattgefunben hat, bestimme ich folgendes:
§ 1. Die über den Gern-indebezirk Opperz und die Adenmüble verhängte Sperre wird vom 6. Dezember ab aufgehoben.
§ 2. Die für den Gemeindebezirk Opverz imd die Adenmühle im bet anderen angeorbneten Bestimmungen werden zurückgezogen.
Fulda, den 6. Dezember 1920.
Der Landrat. 3. 53.: K ö hi er.
Erinnerung.
Die Ortspolizeibehörden haben wachiin» zu veranlassen.
Fulda den 26. November
Der Landrat. 3. V.:
3m nachstehenden bringe ich i
Deutsches Heid?.
*, Berlin, 8. Tez. Ter ReichswirtschaftSrat wird am 10. Te;euiber wieder zujamnieni'.eien. — Tie weiblichen Mitglieder beantragten in einem gemeinsamen Anirag die Zulassung der Frauen zu den I jur iftt f en Prüfungen.
O 50 Jahre .Germania". Ein goldenes Zettungs- iubiläum. an dem die ganze katholische Presse Deutschlands Anteil nehmen wird, begeht man in diesen Tagen in der Reichshauplstadt. ' Die „Germania", bas Berlin^ 3innrisblatt, blickt am 17. Dezember 1920 au' > f'rlgos Bestehen zurück. Sie wurde von Berlin.. ^a-.M ken, darunter dem Milbegründer der Zenlumesrakiion des Reichstags, Legationssekretär von Kehler, ins Leben gerufen als ein Abwehrorgan gegen die kirchensemdlichen Blätter der Rechshauptstaot. Unter Paul M a j u n k e s geschickter Leitung gewann die „Germania" bald große Bedeutung und wuchs über den Nahmen eines lokalen Mattes zu einer im 2n- und Ausland aufmerksam beachteten Zeitung hinaus. Die angesehensten Namen aus dem katholischen Deutschland, u. a. August Reichensperger, Bischof Frhr. von Ketteler, waren unter ihren Mitarbe lern vertiefen. Neben den wenigen kaholischen Blättern, die bei der Gründung des 2. deutschen Kaiserreiches bestanden, fiel der „Germania" im Kulturkampf die Ausgabe der publizistischen Vertretung der angecirisse- nen latholischen Kirche und ihrer Bekenner am Brennpunkt des paiitV'en Lebens zu. Sie hat diesen Kampf g?gen die Ecdrosselungsversuche der Kirche in Deutschland mit unermüdlichem Eifer geführt. Aus ihren rer- gilbten Blättern spiegelt sich en getreues Bild der Stimmung 'm kathol scheu Volksteil zu den Kultur» f am pleiten wieder. D-r Regierung und den Parteien wurde dadurch sehr bald die mahnende „Ger- I mania" sehr unbequem und deshalb begann peaen sie ein Kesteltrviben, an dem sich die Zeitungen, 'Witzblätter. Polizei und Gerichte nrt gleichem Eifer bete'l oten. Die Germania-Redakteure wurden zu schweren Gefängnis- und hohen Geldstrafen verurteilt. Majunke mußte seine veberzengungstreue mit einem Jahr Gefämm's büßen, ein andere" Redakteur erhielt 5 Jahre Gefängnis. Es hat Zeiten gegeben, wo der Staatsanwalt bis zu 5 Redakteure der ,Germania" in sein? Obhut genommen hatte. Einmal gingen der „German a" 11, dann 25 und schließlich 57 Anklagen auf einmal ju. Trotz cillw dieser Verfolgungen nahm die „Germania" aber einen raschen Aufschwung und ihre B r- breitung fanden weder Pol -ei noch Gerichte aufhatten. Neben Masunk? war in der Redaktion ein'ft r i ed r ich Nrenkemper tätig, der in 13 Jahre tancem Wirken von 81 fr- 81 Ehefredakt ur wcrr. Leiter'des Blattes waren ferner: Dr, Adolf Franz, Dr. Eduard Marcour und Hermann ten Bring. In den Fimfjahr- zehnten ihres Bestehens ist die „Germana" ihrem Grun^iatz unentwea- treu geblieben. Sie verficht 'n vorderster Lime die Ideen der Partei, die die Wahrung des iirrUer und materiellen Wohls aller Volks- kreise auf ihre Fahne geschrieben hat. Mit Rücksicht aus den bevorstehenden preußischen Zentrumsparteitag hat die „Germania" eine Festnummer herausgegeben, b;e die so nahe beickmanderliegenden Grün- dungstaae der Landtagssrakiion (13. Dezember) und her Zeitung (17 Dezember) cr.nre: sam feiert. Die 04 S-äm starke Ausnabe enthält neben einer längeren Geschichte der „Germania" von Hermann Orth einen beachtenswerten Aufsatz über den Rechtsgedan- fen 'm Zentrum von Hauptredakttur Dr. Hommerich ferner Rt ckdlicke aus die verslollenen 50 Jahre in Kultur- und wirischoftspolilifcker Hinsicht, auf die Entwick- mng der katholischen Cmtas, der Kunst, der Tecknik Groß-DeAms und feines Musiklebens. Auch technisch 'n die fteftnummer hervorragend ausgestattet Ad multos amws!
Kn? öettr
A Wirfjtim (Krs. Gelnhausen). Der Bau, der elektrischen Lichtleitung im Biebergrunde schreiet zwar langsam, aber sicher voran Sie Stangen der ftemleiutng sind von Vrcheim bis Nohng errichtet. In Gallen und Röhria ist das Ortsnetz fertig gestellt In Bieber 'st mft'dem Bmi frs Ortsnetzes begonnen worden. Der Bau der Trans- formatorenftafionen in Bieber, Roßbach und Lan- zmgen mußte wegen des ftroftroetters unterbrochen werden. J
Aus ^bersteffen unv ven Skemier».
. = Amöneburg. Zu einem eindrucksvollen und lehr. reichen i'tt^eno aettaltete fick die am -onnta', den 5.
. "Warten, warten und immer warten. Ich mag und dsiie iänner. L'"ber bas Schlimmste wißen als ,e'e nagenbe Ungewißheit."
"^llb wenn Sie bas Schl mmste hörten was bann?" "vrf) habe mir in diesen Tagen alles reiflich überlegt, e-nt mein Vater Rose a's Tochter nicht an. so sage Rif, « CPn ihm los als Sahn. Arme Rsse! Unsere Ihr , v roirö 6ann ojchi glänzenb sein. Ich ziehe zu .L'n °°5 einfache Häuschen. Wie sagt doch ein recht 9enutzres Sprichwort?" fügte er bitter lachmb hinzu. luAu' * m,er ^oslnuna ist ja noch nicht verloren," per-
der Pastor zu trösten; '
Tte Krisis im Völkerbund.
Argentinien hat den Mut gehabt, der Katze die Schelle umzuhängen. Die Vertreter dieses südamerika- ir.schen Staates wagten es, offen herauszusagen, was manche andere „Mitglieder" verbissen denkm oder unter sich tuscheln: daß nämlich das Ding, was da gegenwär- tig in Genf tagt, kein Rechts- und Friedensbund ist, toncern sich von Grund aus ändern muß, um ein solcher zu werden.
Argent nien ist tatsächlich fast das einzige Land, das es wagen konnte, dem Völkerbund die Maske vom Gesicht zu reißen und der Welt fein wahres Gesicht zu zeigen. Im Herzen stimmen ihm sicherlich ti: meisten anderen Neutralen zu, aber die europäischen Neutralen, Spanen, Holland, Skandinavien und die Schweiz' türmen der Entente gegenüber doch nicht ganz so wie sie wollen, ihre Auston liegen alle zu sehr im Bereiche der englischen Flotte, ihre Grenzen sind den französi- , scheu Negerdivisionen zu nahe. Argentinien aber faat sich' uns kann keiner!
Das Werk der Reform und des Fortschritts, das Argentinien letzt anbahnt, wäre eigentlich der Dorus der Vereinigten Ctaaiten gewesen; denn von freier amerikamichen Großmacht war die Idee des Völker- bundes in die Well gesetzt worden, und als Mstsieoer itn Weltkrieg hätten die Veremoten Staaten auch die Macht gehabt, ihren besseren Willen geltend zu macken gegenüber dem englisch.französischen Egoismus. Aber der Zusammenbruch von Wilson und das Parteitreibm in Nordamer ku Hal dazu geführt, daß die Bereinigten otnaien vorläufig aus der Weltpolitik flck ausoeschaltet und das arme Europa, das sie ins Unglück zu stürzen mitgeholsen halten, sich selbst üb rlasien haben. Wenn nun Argentinien in die Bresche springt, so 'st das ne- benrnt eine Demütigung für die Vereinigten Staaten de bekanntlich den Anspruch erheben auf die alleinige Führung und Repräsentation der neu n Wett, aber jetzt sehen müfien, daß es in Südamerika Leute mit eigener Rtemu-ng und selbständiger Tatkraft gibt.
Urgentinien geht nicht blmdeisrig, sondern recht dipiomatttch vor. Seine Vertrtter erklären nicht emsach den Austritt aus dem Völkerbund, sondern nur die Emstellung chrer weiteren Mitarbeit in @cnf- ert>eben sie einen na-ckdnicklichen Protest gegen die Mißwm'schast. wrchrm sich aber ihre Reckte als Mop lieber ete sind auch 'nfofem rorsichtin, als sie bie heikle Frage des Verhältnisses des Völkerbundes zum Versailler freien aursckalten und ihre Vorsch'äge auf die g r u n d s ä tz l i ch e Ausgestattung des Völkerbundes richten, um den Machthabern in Poris und Ponbon möglichst möglichst wenig Anhaltspunkte zum Widerstand zu bieten. °
Was die Argentiner fordern, ist unbeftreitbar rieft- “'1ö„',ur emen wirklichen Weltbund der Völker unentbehrlich. Erstens die Z u l a s fu n g aller souv-rä- mn Staaten (auch der kleinsten ohne Stimmrechts. Das - llolwendm^ damit nicht fre rechter enden Machchober ' a"e °lles auszuschließen, was ihnen n'cht imd io den sog. Völkerbund zu enrr ausschließ. neben Genollenschast von ihnen Freunden und Dienern b. h. zur Fortsetzung der Entente ,» macken.
. \^D.e'rei?5 sollen die Argen! vier, daß der Rat ?Ur* * bemokrallsch- Wahl gebildet ÄJ^TTri'SJpM(f fid) d-r „Rat", der von Wi.rn r/eC,Ael "nb Don Ugland gestützt wird, als der «hÄ® FrpQn sich um fre Beschlüsse -i q>!. ?^kon,erenz nickt zu fürnnurn braucht. Wie ber ^lkerbundsrat denkt und handelt, wird zur Ge- ^'^.'llustriert durch die Tatsache, daß er das Wd)mcnlN Unrecht in Eupen-Malmedy kalt- lachend aenebm qt und in Vollzug gesetzt hat.
i * ^or^fnT die Argentinier o b I i q a f o r i • I * e ^ch edsgerickte u. ob(inat G richtchöse Das ist uns drückt" GrLS ^lprochen. Denn gerade m-r armen. be-
Sri Ta °usgepreßten Deutschen em- Z. b uns gegenüber in allen Dirr-
sten Mai.st vor Recht oeht und keine Möalichkest be- einen R'chler anzurufen, auch n'cht iir solchen Fu Se ™ttber $rU<f) verbrieften Rechtes klar o. £b.ber ^'ppsnstoß non Argentinien die Reform In ®ang bringen rorb .laßt sich noch nickt faaen. Jederr-
Deckungen und Zeit kosten. B'm de^Vött"^ Deuts^and zu bebelien suchen ohne £ m fr hTrb T'LfTne" nur Notiz davon nehmen, °°tz es in diesem lackierten Bottich zu g ä r e n beginnt
vermischtes.
* Eine auffallende Statistik. Nach einer Mitteilung der Uiutiei fität Münster i. W. (Gedenrbläkter für nie auf dem Felde der Ehre gefallenen Studenten der Un beifitäi Munster. Münster 1920) fielen von der evangelisch-iheologischen Fakultät 4 7 P o.;., der rechts- und staaiswisieuichasilichen Faknliät 10,4 Pro?., der med z Nischen Abteilung 10,5 Proz., ter p ülochphischkn Fakultät 14,5 Pioz., der ka.golijch- iheologischen Fakultät 21,9 Proz. Ter Prozentsatz der kaihottsch theologischrn Fakultät in Münster witd noch übertroffen von der Bischöflichen Akavemie in Paoer orn. In der dem Ilnoenken der gemstenen Paderborner Throlozen gewidmeten Schrrf. Milites Christi iBerlag der Kirchlichen Krteashilfe, Pader- bmn 19 0) beginnt der Bischof sein Geleit wort mit bem Satze: „Bon den bei Ausbiueh des Kr ezes an der Bischöflichen Aladrm e studierenden 220 T e- oioen sind über 70 den Tod fürs Vaterland geil erben." Es fielen also über 31,8 Proz. bet Pader- bo1 rer Theologen!
* Ein schrvkres ExplosionsttnglLck ereignete sich in dem Lager Lechselo bei Augsburg beim Z riegen von stalienischer Beutemunition. Es explodierte eine schwere Granate, durch die drei Arbeiter gelötet und drei weitere schwer verletzt wurden. — In der Fabrik Rottach bei Kempten im Allgäu flog das Polierhaus der Fabrik in fre Lust und begrub unter feinen brennend n Trümmern zwei Arbeiter und einen Zimmermann. Man fand später ihre zersetzten Leichname.
* Mcdecausnahme der Verkchrssliige. Di? Sächsi. sche Lustreederei, ti? ebenfalls von der Entente-Kom- rr.qfion verboten worden war, hat nunmehr fre Genehmigung erhalten, ihre Betriebe w-'s der zu eröffnen. Die Gesellschaft wird ht der nächsten Zeit einen Luftpostdienst Dresden-Berlin rmd Dresfrm-Leipzig en- richten. Auch sollen Personen befördert werden.
* Ein deutscher B'ch sieg in Overschttfien. In Dersckau batten bei den letzten Gemeinvewablen die T.uiichgesinnten bret Stimmen mehr erzielt als bie Polen und dadurch in der Gemeindeoei iretung einen Sih mehr er batten. Gegen die Gültigkeit der Wahl erhob hierauf ein polnucher Ägitawr Einspruch. Leine Be chwerde batte Erwlo, und es fand eine Neuwahl statt. Tas Erg bms der Wahl war für die Polen ein unerwaiteies; denn he Deutsch.n ejhielten diesmal nickt nur drei, andern so ar 38 stimmen mehr. Der chau ist em Ort mit 360 E n- bab’m1" UnÖ bÖ^le ettoa 12U Wahlbeiechtigle
* Wasserkraft gegen Sohle. Das größte Elektrizi- täte w erk der Welt wird in England an der Mündung bes Severn bei Bristol hergrstellt werden. Dieses oll ,n je 10 Stunden 500 000 Pferdekräste Strom “ejeriJ- D-e Kohlengruben in Wallis, London und j Birmingham sollen von dort aus mit Strom verfolgt werden. Die dadurch herbei geführte Kohlener- sparnts w.rd auf 3,5 Millionen Tonnen jährlich berechnet. * ’
* Ein Opfer der wlfienschast. In Paris starb nach ’“M?n Reiben der Spezialarzt für Röntgenbestrah. frng, Dr. Charles Jnfroit. Er batte im Jahre 1898 in ■Paris das erste Laboratorium für Rönioe istrahlen ae. mundet, zu einer Zeit, da die schädlichen Wirkunoe r her neuentdeckten Strahlen und die Mözlichkekiten. sich vor ihnen zu schützen, den Aerzten noch nicht genü-end bekannt waren. Die Wissenschaft ist bekanntlich inzwtt ^en »»n»r'LDOr?^d?rr.,tlerl' bie Anwendung von Ront-
genstrahlen sowoh. für Patienten ro:e für Aerzte keine tnr ®r' 2-ftoit aber verbrannte
buch,tabl>ch an lebendem Leibe, und er mußte zwo zir ckwere Onerat onen d rchmachen. ehe der Tod ihn von stinen Leiden erlöste Ein Klied nach dem anderen mußte amputiert werden, zuerst die Fnzer Hön^e und Arme und zuletzt die Beine Von 3a'r zu Jahr starb er '-ines Geistes
S.e war viel zu schade für irgend einen der jungen Csebenauer und wie gesoffen zur vornehmen und rei-
, e. — Vorläufig hatte sie allerdings nur einen vornehmen Namen, aber der Re cht: m würde noch k--m- men. Einmal würde ja der alte General nach reden Und wenn nicht?^ Nun, seine Frau hatte immer von einem Bruder erzählt, der ausgewandert; vielleicht kehrte der einmal als Erbonkel heim!
Während der alte Werner so die Zukunst seiner Tochter im rosigsten Lichte sah, dachte diese selbst in der fcfr.aflofen Nacht viel nüchterner.
Rose Werner war von der Natur mit starkem Mut unb klarem Verstände begabt. Der erste Schritt war unwiderruflich getan; nun mußte das Leben so weiter gehen wie sie selbst es sich erfleht und errungen. Cs galt jetzt, der Zukunft mutig ins Auge zu schauen, und sie mußte das noch bester verstehen als ihr schwächlicher Deschutzer. Sie hatte natürlich auch — wie alle junaen Mädchen — von einem 'chönen, glü'lichen, und in lenter Zeit auch vornehmen und reichen S'ben geträumt. Der
'n war vorbei. Sie war zur W'rk ichUt erwachs " \ar rauhen.--W'rde Kcinrich f-ma's fähig
:-x |te zu fonen? Sie lächelte trübe. Wodurch oüte er Geld verdienen können! Asto mu^te sie es tun Sie war eine arme Frau, die ärmste vielleicht in 9an3 Liebenau — aber auch die glücklichste Sie wollte gern arbeiten vom frühen Morgen bis zum späten Slbenfr wenn sie dadurch nur Kummer und Sorge von dem Geliebten fern hallen konnte.
3.
Wieder war eine Woche vergangen, ohne daß Heinrich von Villars Nachricht von Haufe erhielt, als eines der Briefträger einen schwarzgeränderten
-örtef im Pfarrhause zu Dellwitz abgab.
r v°n Dinars war tot Seme Krankheit hatte
sich p-vtzilch zum Sch. murren gewendet, Und das E ib- war unerwartet schnell gekommen. „Aber selbst wenn er (eben geblieben wäre, so hätte er für Hemrichs Betraten I ferne Vergebung gehabt", schrieb Lucian. Er fügte außerdem hinzu, daß des Bruders Name im Testament ntdjt erwähnt sei, daß die Mutter aber aus frc:en Stü» den einen Wechsel über M0 Mark an den Stiefsohn senden werde. Damit glaube sie aber ihrer Pflicht ge, I nügt zu haben, und die ganze Famlli' hoffe, hinfort I
sich mit dem Gedanken vertraut zu moch-n, daß man einmal auf ebenen Füßen stehen muß. Heinr ch." dief'ew ' mCnn ÖÖS nur 6eRer gelernt hätte," seufzte
!"- er verstand es garnicht, selbständig zu sein und das Leben verlangte bald soviel von ihm!
Mehr als 14 Tage waren vergangen, als endlich der langerwartete Brief kam. Lucian schrieb kurz und (alt, aber das verletzte Heinrich nicht; er war es nicht anders gewöhnt.
Lucian hatte dem Vater von Heinrichs Heirat ge- sprochen, als er den günstigsten Augenblick gekommen glaubte. Der alte General hatte die Nachricht anfangs ungläubig aufgenommen; dann aber, als jeder Zweifel unmöglich schien, war ein solcher Zornesausbruch er- folgt, daß er erklärte, er wolle dm mißratenen Schn nie Wiedersehen; den Gotten einer Schreinersloch'er tenne er nicht! Zum Schluß fügte Lucian hinzu: „die erste Aufregung wird sich legen; mit der Zeit wird Vater ruhiger über die Sache denken. Jedenfalls wäre es sehr töricht, wenn Di, augenblick'-ch nach hier kämest. Gs käme unausbleiblich zum offenen Bruch zwischen Euch."
„Das Schlimmste wäre es allo noch nicht," dack!» Hei rtch. als er den Brrf zu Ende gelesen, „»tu-'ev- bücklich steht's ja traurig, aber uns bleibt doch Hoffnung Rose wird schon darüber froh sein, daß die Heimlichkeit nun aufhört."
Wenige Mi-uten später war er auf dem W-ge nach Liebenau, um Rose die Vot'chaft zu überbringen.
Diese fühlte durchaus keine Enttäuschung, als Heinrich ihr den Brief vorlas. Sie hatte nichts verloren. — im Gegenteil! — war der nun öifentllch anertanntelBafte nicht ein großer Gewinn für sie? Sie wollte gern in bescheidenen Verhä'tnisten wctterleben, wenn nur Hein- rich ihr blieb. — lind er? O, er hatte ja den festen Glauben, daß die Zukunft eine Aussöhnung mit dem Vater bringen müsse. Eine kurze Prüfungszeit würde er um ihretwillen leicht ertragen.
«oman von S. D ° udney. Deutsch von E. Ela uß. trüben ®e“3en°6 ""erd-ssen in ziemlich
*mm" eine schweigsame Natur gewesen, „Mo. fel^n ^V8 T unh roenn '* einmal geredet habe, hat's L;,e 9U| fletan- Warum schwieg ich gestern nicht! Vil- l.-. unerwartete Ankunft überrumpelte mich. Ich um £ D,n der Sache gehört und k"me,
m tzrrunbiqungen einzuziehen. Du war volle Wahr- schaden!"^^ ®5 roirb bo4 Heinrich nicht
h,,®®ln ^emüt war zu kehr mit feines jungen Freu», et® Angelegenheit beschäftigt, als daß er zu irgenh einer brim (ußuft ^^°bt hätte, und als Heinrich gegen Mittag / muehne und ebenfalls keinen Sinn für das Studium Wte. fand er es ganz begreiflich
fehnT'L,2'”9 nQcf’ bem nudern verging, ohne daß der lirh r* erwa-tete Brief von Lucian eintraf. Mi! tag- f sich vergrößernder Sorge betrachtete b-r alte Seift- hm Die ohneh n scknwche Gesundheit des
ge^ Mannes sch en imter dem Warten und den Sor-
I? ',ur die ungewisse 3 'Fünft schwer zu leiden. Sein I 'na!es Gesich, wurde täglich bleicher und seine Hal- -ung eine immer gebücktere.
rieh"®505 meinen ®ie- ^err Pastor, soll ich nicht doch ttn ^-7°^ Neuhof reifen? ßueion’s Antwort bleibt ge^uhrl ch fange aus." fragte Heinrich eines Tages. »3br Herr Bruder riet 3hnen. Geduld zu haben, lie- wi. ?reunb: wer weih, ob er schon Gelegenheit fand, u dem General zu sprechen. Warten Sie noch einige