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Freitag, 3. Dezember 1920.
- Fuldaer Leitung
*-♦-* Druck der Fuldaer Arlieudruckerei te Fulda
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stand würde auf keinen Fall verschwinden. Sie würden war nicht wie heute meistens ihre eig-rnen Felder be» stellen, sondern mehr Pächter sein. Da« Perteilimcissnftem im Rheinland, in der Gebend von Rheinbrohl und an der Mosel, finde ich viel oerechter als hier. Dort erhält fedes Kind etwas Land. Weinberge und derol. Das Haus fleht nach dem Tode der Eltern an den Meistbietenden der Geschwister über. So sind die Geschwister doch eini- aermoßen gleichmäßig abflefunden, was der Mehrzahl der
selbst bebauen, verpachten es meistens.
Betrachten wir die kleinen Besitzer etwas näher. Wie mancher hat sich ein kleines Anwesen erworben und wenn er glücklich so weit ist, flibt er es dem Sohn ab. In
Amtliche Anzeige».
Diehseuchenpolizettiche Anordnung.
Nach dem die Abheilung der Maul- nnb Klauenseuche der Gemeind« Buchenrod amtstierärztlich festgestellt
BiehseuchenxolizelUchr Anordnung.
Nach dem die Abheilung der Maul- und Klauenseuche der Gemeinde Höf und Haid amtstierärztlich seftgestellt
worden ist und die Abnahme der Deslusekllou stattgesunde» hat, bestimm« ich folgendes:
§ 1. Di« über den Gemeindebezirk Buchenrod verhängte Sperre wird hiermit aufgehoben.
§ 2. Die für den Gemeindebezirk Buchenrod und bte verseucht gewesenen Gehöft« im besonderen angeordnete» Bestimmungen werden zurückgezogen.
Fulda, den 29. November 1920.
Der Landral. Frhr. v. Doernberg.
dieser Ungerechtigkeit. An Stelle der Bevorzugung des Emzclnen trete Eieichbercchtiflung der Kinder zum Wohle des Einzelnen und damit auch der großen Allgemeinheit.
Wieder ist das Meihriachtsfest in greifbare nöfje gerückt, und wieder erhebt sich für Taufende die schwierige Zrage: was muß ich wählen, damit das Geschenk für meine tieben wirklich „das Angenehme mit dem Nützlichen" vereinigt?
Meine winke sollen allen Unschlüssigen die Wahl erleichtern, allen Schenkfreudigen Ratschläge für den kinkaus einer stets gern gesehenen Labe erteilen. Man wird mit mir übereinstimmen, wenn ich sage, daß gutes Schuhwerk immer Sreude bereitet. Die beste Gelegenheit bietet Zohann Kinbs weihnachts- schuhmarkt.
2ch zeige in dieser Saison eine besonders reich- hallige Auswahl. Ich möchte aber an dieser Stelle die Tatsache hervorheben, daß ich im Bezug auf Qualität und höchste Solidität meiner Schüh- garen den Aauptwert gelegt habe und für bestes
klaffe. Ich glaube nicht, daß es notwendig ist, etwas zugunsten dieser Abteilung zu sagen, da der rege Zuspruch aus den besten'kreisen Suldas die Güte dieser meiner Llileware beweist. Kenner und
Erloschen:
Dl« Ataul- und Klauenseuche in dem Ortetet! Dip. poch Gemeinde Hundsbach, Kreis Gersfeld, m Blitzen, rod, Kreis Lauterbach sowie in den Gemeinden Großen, tast, Oberrow.bach, Soisdorf und dem Gutsbezirk Fürsteneck, Kreis Hünfeld.
Fulda, den 28. November 1920.
Der Landral. Frhr. v. Doernberg.
mene Möglichkeit für eine Anzahl große Gemeinden mit lebhaftem Verkehr in Aussicht. Zu den wirtschaftlich benachteil'gten Orten gehören auch die bekannten Weinorte Neudorf und Nauenthat im Rheingau, von Schlangenbad ganz abgesehen. Die betroffenen Gemeinden haben nun gemeinsame Schritte für d'e Erhaltung der Bahn bei der Bezirksoerwaltung und der Regierung beschlossen.
Streifen wir noch schnell die Klaffe der warmen Hausschuhe. Ihre mollige Bequemlichkeit stempelt sie zu wahren freunden von Groß und Klein daheim. Ich habe ihnen daher meine volle flufmerkfamkeit geschenkt und eine reiche Auswahl in Pantoffeln, niedrigen und hohen Schuhen, in Silz, wolle und echt Kamelhaar zusammengestellt.
Zum Schluß bringe ich dem sporttreibenden Pub-1 likum mein überaus großes Lager der "Rafen-* fportartikel in empfehlende Erinnerung. Suß- balle jeder Größe, für Zugendliche und Erwachsene, sind neben farbigen Sußballjacken, -tzosen und Sufjballftiefeln ein sehr geeignetes Ge- schenk und erwecken tausend Zreuden.
Das Publikum wird gut tun, seine Einkäufe in Schuhwaren schon jetzt in meiner großen weihnachts- Schuhrnesse zu decken, bevor der Ansturm der Käufer öas Lager zu sehr räumt, um so mehr, als ich meinen Weihnachtsmeßrabatt nur bis Sonntag, den 12. Dezember gewähren kann.
? ist. in trm Hause der Eltern wohnt und d>se bedient. ■ statt umflekehrt, wie es heute oft der Fall ist, daß die l Elte-n ihre Kinder bedienen muffen.
I Die letzten Jahre haben uns auf ollen Gebieten große t Umwälzungen gebracht. Vieles, was alt und morsch war, ! brach zusammen. Und dieses U»bergaben"rsabren.. ist ungerecht eenen die meisten Beteiligten. Also Hinweg mit
Rß 'N
IRitgeteilt vorn Schuhhaus Zohann Kind, Löherstraße 38.
(Nachdruck verboten).
Liebhaber höchster Eleganz und Güte kommen hier auf ihre Rechnung.
Speziell das Interesse der berufstreibenden und ländlichen Bevölkerung werden die, in meinen eignen, größten Sulöaer Schuhfabrikations-Werk- stälten hergestellken, besonders durablen Schuhwaren erregen. Zeinste und schnelle Maaßarbeit.
Daß unsere Kleinen nicht zu kurz kommen, braucht nicht gesagt zu werden. Ich habe mich weiter bemüht, nur solche Modelle aufzunehmen, die sich dem anatomifchen Bau des kindlichen Süßes vollkommen anpassen und im übrigen so widerstandsfähig sind, daß auch für die wildesten Buben und Mädchen etwas passendes gefunden wird. Nach allgemeinen Erfahrungen gehen ja die Eltern immer mehr dazu über, den Kindern neben Spiel- fachen Dinge praktischer Natur zu schenken, und was kann wohl mehr Zubel erwecken als ein paar Stiefel, mit denen die Kleinen im Schnee herumtollen und auf der Eisbahn herumtummeln dürfen? —
Me der Kinderfuß, fo verlangt auch der durch unrationelles Schuhwerk oft verdorbene Suß der Erwachsenen sorgsame Beachtung. Ich fertige zu diesem Zwecke die glänzend erprobten Sanitäts- Stiefel an und führe die vielfach bewährten Platt- und Zlachfuß-Cinlagen, deren Benutzung eine Wohltat für alle Zußleidenden und olle, die ihre Süße durch vieles Lehen und Stehen anstrengen, ist.
Hu$ dem Nachdargehiet.
= Arittclkalbach. Don glaubwürdiger Seite schreibt man uns: Der von dem Freiherrlich Stumm» jetjen Forstaujjeher aus Hutten erschossene Schuhmacher und Knegsinralide Wilh. Gärtner aus Bucheller ist mit einem schweren Rücken- und Bauchschuß aufgefundcn wroden. Dem Gärtner war im Kriege ein Bein zerschmettert worden. Man ist hrer der Meinung, daß der Mann, ob er gewildert hat oder nicht, jedenfalls keinen Widerstand hat leisten können und auch leicht scstzunehmen gewesen wäre. G. war beliebt und wird bemitleidet.
0 Hanau. Nachdem bekanntlich aus dem lcmd- gräslichen Schlosse Phüpprruhe wertvolle Gemälde entwendet worden sind, hat die landgräsliche Verwaltung nunmehr die hauptsächlichsten Kunstwerke des Schlosses P h i 1 i p p s r u h e der Gemäldegalerie einer Nachbarstadt überweisen lassen. — E'ner großen Verschiebung von 5) e e r e s g u t im Werte von etwa 400 000 M ist die Polizei auf die Spur gekommen. Vom Herbst v. 2. bis zum Herbst d. 3. sind aus dem Depot des Nebcncrjgtzdepots der früheren Eisenbahn- Regimenter Nr. 2 und 3 große Mengen Eisenwaren verschiedener Art, ohne die Ausgangsbücher zu passieren, herausgeschafst und nach dem Frankfurter Ost- Hafen an fingierte Adressen verschoben worden. Die Untersuchungshaft ist verhängt worden über den früheren Lester der Reichsverwertungsstelle in Hanau, Rad. Hahne, den 2lbleilungstoter Rohloff, den Auff-cher Külling, sowie den Eisenbahn-Lademeister Zeiger in Hanau. Offenbar wird diese Angelegenhni noch weitere Kreise ziehen. — 3n der ersten Gläubigeroersammlung der in Konkurs befindlichen Hanauer S 1 r a ß e n b a h n-Akt'rngescllsckast teilte der Konkursverwalter mit, daß in der Masse etwa 70—80 Prz. liegen und daß der Betrieb der Straßenbahn twch bis zum 10. Dezember aufrechterhalten bleibe. An den Regierungspräsidenten in Kassel sei der Antrag gerichtet worden, aus M stein der produktiven Erwerbslofensür- sorge derartige Beträge zur Verfügung zu stellen, daß die Straßenbahn in der Lage sei, auch über den 10. Dezember hinaus ihren Betrieb ausrechterhalten zu können.
viehseuchenpolizeiiiche Anordnung.
Zum Schutz« Regen di« Maul- und Klauenseuche wird auf Grund der §§ 18 ff. des Diehseuchenflesetze» vom 26. Sund 1909 (Reichsgesetzblalt S. 519) mit Ermächtigung des Herrn Mmistsre für Landwirtschaft, Domänen und Forsten folgendes bestimmt:
§ 1. Infolge Ausbruches der Maul- und Klauenseuche in der Gemeinde Rönshausen, in der Schlachlhofslratz« der Skrdl Fulda, sowie im Forsthaus Vluaeuhos, Gutsbezirk Giesel, ändere ich di« §§ 1 und 7 meiner viehseuchenpolizei- lichen Anordnung vom 8. November d. Is.. Fuldaer Zeitung Nr. 262, hierdurch wie folgt ab:
(§ 1.) Das Gehöft des Franz Joseph BSHm in Röu»> Hausen, die Schlachlhofslraße und das Forslhaus Dluuenhof bilden je einen Sperrbezirk.
(§ 7.) Für die genannten Gehöfte gelten die im § 8 bezeichneten Verbote.
§ 2. Die vollständige hiernach erlassene viehseuchenposs- zeiliche Anordnung vom heutigen Tage ist in der Gemeinde Rönshausen dezw. dem Forslhaus Wianenhsf ortsüblich durch Ausrufen — Aushang — bekannt gemacht worden und kann auf dem Bürgermeisteramt« daselbst oder bei mir eingesehen werden. Hinsichtlich des Seuchenflehöftes in bet Stabt Fulda kann di« viehseuchenpolizeilicki« Anordnung bei der hiesigen Polizeirerwaltung eiraesehen werden.
Fulda, den 30. November 1920.
Der Laudral: Frhr. v. Doernberg.
und Zivilprozesse, da kann man fckpn sehen, wie die lieber» nehm-r ihren Eltern und Geschwistern gegenüber im Vorteil sind.
Diese geschilderte Heb ergäbe der Güter fördert den Streit. Die älteren Getwistet sind gewöhnt, die sünae- ren zu kommandieren. Wie hart ist oft der Kampf, bis der älteste Bruder >->n jüngeren als ebenbürtig anerkennt ober anerkennen muß?
Die jüngeren Geschwister haben nun kein Recht mehr auf dem Gute ihrer Eltern. Auf dem Lande bietet sich keine Erwerbsmövlichkeit. Sie wandern ab in die Großstadt oder rtnbrftrieoeaent). Hier, heruntergedriickt zu Proletariern. schließen sie sich über die ihnen zuaefüat« Nn- ger»d)!igfeit verbsttert und empört, der Partei der Unzufriedenen an. W"r wollte die Enttäuschten alle zählen, welche in den G-o^städtm und in den Jndustriebezirken ihr schweres Los fragen, deren Sch'cksal ein Alleres märe, wenn n--ch d"-n Grundsatz gehandelt würde: Gleich« Brüder. nleiche Güter.
Trift nun der Fall ein. daß d»r älteste Sohn etwas kränklich ist, so wird er schon als Uebernehmer ausgeschlossen. Born sozialen Srandpunkt aus wäre doch ein kränkliches Kind bei der Güterverteiluna noch besonders zu be-
Schuhhaus
Johann Kinb,
Löherstraße 38.
| Winke für den |
8 Weihnachtstisch 8
Die Gütervcrieilung auf dem Lande.
Aus unserem Leserkreise erhalten wir folgende Anschrift, die wir wiedergeben, nicht ohne zu bemerken, daß der Verfaffer Linzeifälle vielleicht allzusehr verallgemeinert.
Schon lange vor dem Kriege ertönte, besonders in mittleren und größeren Städten, der Rus nach einem eigenen Heim, nach der eigenen Scholle. Ich will hier nicht eingeben auf die verschiedenen Arten der Bo- benrejormer und Siedlungsgesellschaften, welche durch Zusammenschluß ihre Ideale verwirklichen wollen. Aber ich werfe hier die Frage auf: Wieviele Mitglieder dieser Vereine lümpfen um eine eigene Scholle, um bas Gut, das sie in ihren Jugendiahren verloren, sei es aus Rücksicht auf eines ihrer Geschwister, auf ihre Eltern oder weil ft« das Märchen glaubten, das ja heute noch auf dem flachen Lande anzutreffen ist, das Industrieleben sei rosiger als das derjenigen, die Landwirtschaft besitzen. Wieviele unter den Genannten sind auch aus dem Ful- daer Londe?
Werfen wir zuerst einen Blick auf die Güterteilung, wie sie gegenwärtig im Fuldaer Lande geschieht. Es besteht hier die Sitte, daß die Eltern, wenn ihr ältester Sohn bas heiratsfähige Aller erreicht hat, ihr Gut an ihn abtreten für eine ganz geringe Geldsumme. Die Eltern behalten sich einen jährlich zu leistenden sog. Auszug aus. Die übrigen Geschwister müssen sich dann bei fremden Leuten ihr Brot verdienen. Diese Sitte ist m. E. sehr ungerecht. 1. Gegen die Geschwister des Ueberneh- mers; 2. gegen die Eltern; 3. gegen die Allgemeinheit.
Wie schon kurz erwähnt, bekommt der älteste Bruder für eine bei weitem nicht dem reellen Wert entsprechende Summe das Anwesen. Die übrigen Geschwister erhalten eine kleine Geldsumme und meistens haben sie noch das Recht, so lange sie unverheiratet sind, in der Wohnung der Eltern zu wohnen. Vor dem Kriege trat schon die Ungerechtigkeit zutage, aber nach demselben kann doch, wie man im Volksmunde sagt, jeder Blinde die Ungerechtigkeit mit dem Stock fühlen. So ist dem Schreiber dieser Feilen ein Fall bekannt, daß der älteste Sobn das Anwesen übernahm, fast neirs Hans. Scheune. Wiesen, Becker und einige Kühe. Sein Bruder, der ja nun mich feinen Erbteil bekommen hatte, ging in ein Geschäft und wollte sich von dem Gelde einen Anzug kaufen. Aber für sein Erdteil erhielt er keinen Anzug. Betrachten wir irie zwei Brüder. Der Erstere hat ein Gut, Wohnung und Vieh, der Zweite noch nicht soviel, daß er sich mit einem Anzug bekleiden kann. War der jüngere Sohn nicht gerade so gut das Kind der Eltern als der älteste Bruder? Wer würde diese geschilderte Teilung als gerecht gelten lassen wollen? Ist dieses Verfahren nicht reformbedürftig? Und wie sieht es mit dem Wohnungs- recht aus? Verfolgen wir nur eimr>» Gerichfsnerftbren
— Ans Rossau. Für das Schicksal der um
Kinder ganz andere Vorteile bietet als das Verfahren im ■ f ff V /r 6 rin9®n“3e" $.!eJ" P a.^ n Fuldaer Lande. Die Geschwister, welche das Land nicht t „urite . Emsche.dung über den Fortb stand der der ...... " ” , Allgemeinen deutschen Kleinbahngesellschaft in. Berlin gehörigen Kleinbahn Eltv: ll e-S cb > o » g e n - bad, euer der am meisten benutzten Bahnen ihrer 2lrt, symptomatisch werden. Die Beiriebsergebmsse sind so ungünstig geworden, daß die Gesellschaft er- klärt hat. den Betlieb nicht wetter aufrechterhallen zu können. Ein Sl ließen der- Bahn liegt als unwillkom-
„Spottqualitäl“; am meisten spart man, wenn man reell kauft.
Meine D amen- und gerrenstiefel zu 145.— und J64.— Mk. stellen demgemäß ein durchaus vertrauenswürdiges Fabrikat dar und weifen trotz des niedrigen Preises nur streng moderne Sormen und Schnitte auf. In Schnürstiefeln ist der sogenannte Derbyschnitt zurzeit außergewöhnlich beliebt und von mir weitgehend berücksichtigt.
Mit steigender Preislage verfeinert sich naturgemäß sowohl Ausstattung wie Leder. In der 165.—/J 85.— Mk.-Klasse bringe ich, sowohl für Damen wie für fjerren, Stiefel'mit entzückenden modernen Stoffeinsätzen in ganz neuen reizenden Dessins, echte Boxcalf- und Eheveraustiefel in la. durchgenähter Mc Kay-flrbeit.
Den echten Grodyear Welt-Stiefel findet man in der 195.-/215.- Mk.-Preislage. Diefe Klaffe kann ich wohl mit recht als meine eigentliche Spezialität bezeichnen, gier bringe ich eine Kollektion von Herren- und Damenstiefeln, die jedem Geschmack Rechnung tragen und jeder Kritik stand- halten. Meine Mitbürger werden hier ebenso den eleganten Lesellschaftsschuh mit Lackbesah, wie den kräftigen Doppessohlenstiefel für die kalte Witterung, den zierlich gefchnittenen promenadenstiefel wie den Schnallen stiefel für ältere Personen finden. Die mannigfaltigsten Sormen, Leder- und Stoffkombinationen für alle Zroecke des täglichen Lebens sind vertreten, vom fchicken Damen'ftiefel bis zur typischen amerikanischen Bullboggforni.
Alle, die sowohl an Qualität wie an Ausstattung I ihrer Sußbekleidung die verwöhntesten Ansprüche zu
। punkt her Abgabe für ben ritMinen halten, wenn ihr » Sohn, ihre Tochter bas heiratesähige Alter erreicht hat. e Diel richtiger ist es, wenn der Sohn, wenn er verheiratet
worden ist und die Abnahme der Deslnfetfion stattgefunden hat, bestimm« ich folgendes:
§ 1. Die über den Gemeindebezirk HSs unb Haid verhängte Sperre wird hiermit ausgehoben.
§ 2. Die für den Gemeindebezirk Höf und Haid mA bit verseucht gewesenen Gehöfte im besonderen ungeordnetem Bestimmungen werden zurückgezogen.
Fulda, den 80. November 1920.
Der Landral. Frhr. o. Doernberg.
Ausoebrochen:
Die Maul- und Klauenseuche in den Gemeinde» Gersfeld und Poppenhausen. Kreis Gersfeld, in der Gemeinde Lande'hausen. Hutzborf, Metzlos, Rimbach und Ober-Moos, Kreis Lauterbach, Uttrichshausen, Kreis Schlüchtern.
Q u l b ir, den 27. November 1920
Der Landral. Frhr. v. Doernberg.
denken. Aber in hiesiger Gegend wird derjenige, welcher von der Nalnr am meisten beglückt worden ist, auch mit zeitlichen Gütern doppelt und dreifach von [einen Eltern bedacht.
Ungerecht ist das Uebergabeverfahren auch gegen die Allgemeinheit. Oben habe ich schon erwähnt, daß die Güter meistens weit unter dem reellen Werte übernommen werden. Dadurch haben die Uebernehmer bei weitem nicht die Zinsen u. a. m. aufzubringen, als ein anderer, der aus fremder Hand kauf!«. Er macht sich sein Leben gemütlicher und zwar auf Kosten seiner Geschwister, die im schworen Kamps des Lebens ihr Brot verdienen müssen. Manche Uebernehmer mißten besser wirtschaften, wenn sie dem Werte entsprechend bezahlt hätten. Wie viel ist besonders im Kriege und danach di« Allgemein- heft geschödtgt worden, da solche Bauern ihr Land nicht richtig bestellten. Die Volkswirtschaft hätte Vorteile ge- I habt, wenn der Boden unter eine intensive Bowirtschas- tirng genommen worden wäre.
Werfen wir nun bi« Frage auf: Wie kann der be- sichenden Ungerechtigkeit abgeholsen werden und ist nicht i ein anderes Verteilungssystem möglich? Als j Grundsatz möchte ich ausftellen: Abschaffung der Beror- zuflung der Erstgeburt. An dessen Stelle trete Gleichheit unter den Geschwistern bei der Eiilerverleilung. Ganz nach einem Schema kann man nicht verfahren, sondern die einzelnen Fälle, Größe der Güter usw. müssen etwas berücksichtigt werden. Kommt ein größeres Gut zur Der- teilung, fo wäre es für die Geschwister am besten, wenn j das Land verteilt würbe, vorausoesctzt, daß die Kinder l Interesse für die Landwirtschaft haben und es nicht anders | wünschen. Es bekäme jedes eine eigene Scholle, ein I eigenes Heim. Es werden nun verschiedene Einwendungen gemacht. So z. B. sei es nicht b'.enl'ch wegen bet Erhaltung des Bauernstandes unb des Besitzes. Diese Einwendung ist wohl anzuerkennen, man muß aber berücksichtigen, baß ein Kleingrundbesitztzer Im Durchschnitt das Land besser bearbeitet und so dem Lande mehr ab« ringt als ein Großbauer. Dieses kommt dem einzelnen - Landbesteller und im großen der Volksgemeinschaft zu IDute.
Nun kommt es doch auch ftbr häufig vor. daß Eben zwilchen Dorfeinoefessen^n abgeschlossen warben. Bekäme ; nun feder sein Land, so würden m. E. die Bauerngüter ; zum Teil auch roch erhalten. Es wäre nur der Unter» > schieb, daß das Feld nicht wie letzt bei einem fiofe bl'ebe, * sondern mit den Generationen immer wechselte. Wenn 1 jeder etwas Land erhielt«, so könnte der einzelne, wenn | er es nicht selbst bebauen will, verpachten. Der Sauern»
■ solch"» Fällen ist es doch für die Eltern besser, sie behal- ■ len das Gut, wenigstens so lanae, w'e sie in der Lag« , sind, es zu bewirtfck>af!en; und sie dürfen nicht ben Zeit- ,
Material Garantie übernehme. «Spottpreise" im I stellen gewöhnt sind, verweise ich auf die Luxus- Handel entsprechen logischerweise immer einer klaffe. Ich glaube nicht, daß es notwendig ift
Z>ie Zeit sticht, das Weihnachtsfest naht!
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Delikatessen und Kolonialwaren
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। dto. .... . */« Pfd. „ 4.50
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