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Amklicher Anzeiger für den kreis und die Stadl Fulda.
Nr. 264.
Samstag, 13. November 1920
47. Zahrg.
Der rote „Hermes"-KoÜer..
Die Ho z'ieserungen an Frankreich.
Die Hetze gegen Ungarn.
Dann konnte es geschtem, daß föhnig boch'ute von
mm ftanb iQ Me heilig- ihrem Lager und mit großen' Augen hinausstarrte in ®* der Tur, da sollte 1 "lles ein festliches j die Nacht. U J|e In ■
Der den Ho.zlieferungen an Frankreich auf Konto der Wiedergutmachung handelt es sich um 181370 Festmeter Grubenholz, 330000 Kubikmeter Schnittholz, 2700 Kubikmeter Hartholz, 266 000 Stück Eisenbahnschwellen und 200000 Telegraphenstangen. Dre endgültigen Berelnbarunge« sind noch nicht abgeschlossen.
Dos eirglische Unterhaus nahm am Donnerstag in untter Lesung das Homerulegesetz für Irland mit 183 g-^en 52 Stimmen an. Asquith trat dafür ein, daß eme wirkliche Grundlage für eine Regelung gefunden werde. Lloyd George hob hervor, daß die Bedingungen sirr die Gewährung der Homerule die Aufrechterhaltung
Das Homerulegesetz für
Irland angenommen.
Deutsches Keich.
** Berlin, 12. Nov. Seit Donnerstag tagt biet' der deutsche Außenhandelstag, der sich mit den wichtigsten Fragen des Exporthandels beschäftigte. —
^"ufsvertretungen der deutschen Aerzteschaft v-nbJ?er Landwirtschaft erließen Kundgebungen gegen' dre Auslieferung der Milchkühe.
* Fchrenbach und Dr. Simons im Rheinland. ReicfVkanzler Fehrenbach und Dr. Simons sprechen auf ihrer Fahrt ;n das besetzte Gebiet am Sonntag in einer Versammlung in Düsseldorf. Sie werden wirtschofts- und tagespolitischen Fragen behandeln. Daran schließen sich Besprechungen mit verschiedenen Berufsgruppcn.
Der neue Berliner AlagiskrÄ. Am Frsitay wurde ter Oberbürgermeister Wermuth und ter neugewählte -bcagistrat ter EinheitsgemeMte Berlin durch der, Lberprafidenten Dr. Maier in sein Amt emgesührt Die bürgerlichen Fraktionen beteiligten sich nicht an der Sitzung, da tee Stadträte durch die sozialdemokratisch- unabyangige Mehrheit ter Stadtverordneten unter voll- stand-gor Verdrängung ter bürgerlichen oichettch bestellt worden sind. '
Wir sind neugierig, welche neuen Machenschaften me «oztaldemokratte versuchen wird, um ihre Lieb- ltnge remzuwaschen. Aber es wmmt noch toller! Die Hauptattacke gegen Hermes ritt in Kassel ^anntltch der Genosse Seilmann, der sich über ^etteJSe6xn^ be§c Kriegsairsschusses für Oele und Me besonders aufregte. Daß ausgerechnet Genosse totrTn”nift TT' b-r benJl.n,Spff geten Dr. Hermes S % £ tön erner kostlrchen Pikanterie. Die iS”1”;. $0!fW lüftet den Schleier, in den sich die toÄ«« .^.-LEachter sittlicher Entrüstung so »schamhaft" emhullten, mdem sie schreibt: ö mom^^ehoben fei> daß hinter dem Genossen Heil- S„b h blster!ten Seiter des Kriegsausschusses, $err «obn, der sich ftuher mit Holzhandel die Zeit ver.
und vor allem Herr Possel stecken, früher Re. n ernem kleinen Blatte, ter im November
Das Schwert von Thule.
g^10" DOn Leontine von Winterfeld-Platen. !
über stellte ter diplomatische Vertreter Großbritanniens fest: „Ich erachte es als eine Pflicht zu berichten, daß teese Nachrichten mwegründet sind. Die im Auslande verbreiteten Nachrichten dürften einen Toll jener kom- mumstlschen Propaganda darstellen, die von den aus Ungarn geflüchteten und hauptsächlich in Wien ver» emigten Individuen getrieben wird."
Daß die Vertreter Englands, die Ungarn nicht int geringsten besser geneigt sind als Deutschland, nur ob- jcftnj urteilen und ihrer Regierung keine falschen Meldungen machten, dürfte wohl zweifellos fein.
(Es waren Wochen vergangen, seit Brigitte Akvens- leben nach chr gesehen. Und in der langen Zeit wa-en ihre alten Kräfte zurückgekehrt und ihre Wunde nun ganz verheilt. Aufrecht und fest war ihr Gang n-n wie- ^L9^Drtlen »U.rlT d'nst -gewesen, und ihre Wangen hatten die alte Frische und Rosenfarbe wieder. Nur in ihren Augen, da war oft in unbewachten Minuten ein groBes stummes Fragen, eine grenzenlose Qual und Not, die von heißem Kampf und schlaflosen Nächten sprach. • J
®enn je kräftiger und gesünder sich Heilwig seht zu fühlen begann, desto stärker war auch das Bewußtsein in sie auf Mittel und Wege sinnen müsse, um nun endlich zuruckzukehren nach Rostock. Denn sie gehörte ja nicht mehr sich selber zu eigen. Einem anderen hatte sie durch 'hr Wort das Recht zugesprochen, ihr Herr zu sein Und Elisabeth verzehrte sich vielleicht in grenzenloser Qual undUngcwißheit, wie es nun werden sollt- mit ihr. Denn Heilwig hatte fa ihr Schicksal in der Hand. Und Heilwig allein hatte ihr Wort geze'en dies Schicksal zu ein-m frohen und outen Ende zu füs ren.xDft, mitten in der Rächt, wenn Heilwig nicht schlafen konnte, mar es ihr, als ob Elisabeth vor ihr stünde
„Warum kommst Du nicht zurück, Heilwig. und hältst doch mein Glück in Deiner Hand? Sieh, wir alle mar- ten so sehr auf Dich. Bor allem mein Liebster und ich und Fridolin Lämmerzahl!" 1
®e™anb tragen- Heilroigttat^in^ig^zurÜck^m srrtar -Md übersah prüfend ihr Werk. O," sie ntu&b nodj mehr, viel mehr Tannengrün bringen, es war noch fo kahl und leer in dem kalten, kleinen Raum. Sie hunh“’s0” ÄnQUS °uf bcn wo die Morgensonne blendend auf der glitzernden Schneedecke lag. Aus dem sie, den Weg zum See herunter, wo die breitasttgen Wettertannen hart am Ufer ff an' ten und mit ihren fahnengleichen Zweigen die schneeige Erde fegten. In großer, weiter Bläue lag der See dessen munnelnde Wellen noch keine Eisdecke zwang' da der leichte Frost noch nicht mächtig genug dazu ge- „t” ”” b" W”»fü6«e jn ben bunnen,
plumpen Fsscherkahnen.
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Nach dem Berliner Streik.
Nachdem Bersin fünf Tage lang ohne jeden Stra- ßmbcchnverkehr war, Hai am Freitag früh der Verkehr nremt muh langsam, wieder eingesetzt. Die Straßen-' bahn fahrt zwar nun wieder — bis zum nächsten Sympathiestreik ter Straßenbahner — aber viel Freute werden die Berliner trotzdem nicht an ihr te,-. neue Verkehrsdezernent, Dr. Adler, tef= eTrJv'SL b(K ^nebhang. fckneizell erzumngm hatten, kündet bereits eine Verteuerung der Fahrten
"ne Mark für das kommende Jcchr an. Vor ferner Wahl hatte Herr Adler ein recht schönes Reform- Programm mitgeteitt, in der Praxis aber ffites auf eme wesentliche Anziehung der Tarif- schrmcke hinauszulaufon. Die Erhöhung der Fadri auf 1 Mark erscheint ungeheuerlich, wird oder taumoi ^rm^en fern tetm das Defizit der Stra^ckahn beträgt monatlich 3 Millionen. De Zugeständnisse die
hen etat etwa 50 Mllionen ^an plant zur Ausbrrngung der Mittel die fr5,;? Wasser- und Elektrizitätspreise zu erhöhen. In- ^'^?kng, daß auch in Berlin das von 1?m £refm ,°,m^t^!reie Existenzmmimmn von 1500 Mark zur Gememdesteuer hinzugezogen werden
AEektchitätsarbeitern und Straßenbahnern K Urtiers in ten Ausstand gSS
®3 hantelt sich um etwa 20 000 Mann. Sie verlan- ßof)nes "M 100 Prozent.
?treif "erden vor allem die Häuser' in MAeidechchast gezogen, die Zeütralheizunq und Warmwasserversorgung besitzen. 9
, *. Ernährungsdeballe im Reichskagsausschuß. Der HMptausschuß des Reichstages beschäftigte sich in ten legten Sagen weiter mit Ernährungsfragen. Die Aussichten für ten Winter sind nicht gerate günstig, rnsbe- fonöcre gibt die schlechte Roggenernte zu Befürchtungen antatj Sie Sage wäre weniger ernst, wenn die Abliefe- nmg des Broigetteides besser wäre. Ater der Schleich, yamdel un Mehl hat ungeheuren Umfang angenommen, E auch die von der Regierung in Aussicht genommenen llichtzmchmen gegen säumige Landwirte und gegen' das heimliche Verbacken von weißem Mehl werden dem Hebet kmmi noch steuern können. Die Haferernte ist gut, an stn«uJ)Te,js^>e bcr Äuckerwirtfchast ist vorläufig nicht zu öeuren. Käme es zur Freigabe, tenm werte ter Zucker ins Wiskmd sttömen. Die Weltlage läßt das noch nicht zu. Die Deckung des Milchbedarfs hat sich gebessert. Die Aussprache brachte wenig neue Momente. Die Sozial- ssmokraten aller Richtungen begeisterten sich trotz aller Mmmnen Erfahrungen für die Zwangswirtschaft. Von besonderem Interesse -warm die Mittellungen übe- den gegemvarttgen Stand ter Kriegsgesellschaften.
> *• ■“P™ 1921 werden nach einer Ankündiaunq ter
I Regierung nur noch fünf Gesellschaften gegen 38 im Bor- , Die Beamtenzahl, die am 1. Aori?
I betrug, soll noch im Lause des November
auf 6400 gesenkt werten. Im wetteren Verlauf der Beratungen _ rourte darauf hingewiesen, daß wir nicht m der • «age waren, auch nur einige Hunderttausend Milch.
I *• & abzuliefern. Die Sozialdemokraten beantragten ^ÄU1^e<”1b”‘tDe-rboL Es wurde beichlossm, ein solches Verbot der nächsten Emährungskonf -»nz rorzir-
I Mm. Viel helfen wird es nicht. Schließ:^ wmte ein Zenkrumsantrag angenommen, wonach stren c Strafen | angelh öfter Getreideablieferung vor- ! gesehen werden sollen.
c Eine Einkommensteuernodelle. Auf eine An. frage des Abg. Dr. Most (bt. Vp.) hat die Reichs, regterimg erwidert, daß beabsichtigt sei, zur Beseiti.
Besteuerung des Einkommens aus 10^.0 dem Reichstag eine Einkommensteuernovelle vorzulegen. . Dabei werde sich auch Gelegenheit bieter^ zu einer Aendemng der Vorschriften über die Anrechnung der Kapital-Ertragsteuer.
* Die Schlichtnngsordnung kommt! Die Bera- ttmgen über den Osefetzentwurf des Reichsarbeits. Ministeriums über die Schlichtungsordnung sind nach wochenlangen Verhandlungen zum Abschluß ge- kommen. In seiner Rede zum Haushalt wird der Reichsarbettsmmister Brauns voraussichtlich über die Grundiatze des Gesetzes sprechen.
* Die neuen Deamlenforderungen. Vertreter des Veamtenbuntes haben gestern ihre Forderungen dem Reichspräsidenten und dem Reichskanz. ler vorgetragen. Die Finanzminister ter San«
?u.r -^rQfunP des Befoldimgsspsrrgesetzes im Reichsrat in Berlin versammelt waren, haben ihrer- ^etts erklärt, dass fie ter Ausdehnung ter Forderungeii tes veamtenbuntes auf die Lantesbeainten nicht z u, stimmen konnten, da die finanzielle Lage der Län- ter dies verbiete. Des Reichskabinett wird sich heut« lwt den Forderungen der Beamten befassen.
Ter Reichsverband der deutschen Industrie hat einitimnng beschlossen, an die Regierung und den Reichstag den Antrag zu richten, die Demo- bllmachungsämier mit Ablauf des Jahres ein- zuftellen, nachdem die Demobilmachung längst vor-
_ Mmahlich ist es für jetermann klar geworden, daß ^'e. Sozioloemokratie immer noch mit f^431 u°elster persönlicher Gehässigkeit gegen den Rechsernahrungsminister Hermes richtet in Wirklichkett emen Kampf um die polstische Macht darstellen. Was von sozialdemokratischer Sette gegen Dr Hennes oorgebracht wird, kann man nur als ,,Kinker- sttzchen bezeichnen, aus dm parlamentarischen Brü- stmgen ter gegen Hermes gerichteten Vorwürfe ist «Mwandfrei heroorgegangen, daß sie weder die per- EMche Tätigkeü des Minif^ daß dadurch eine Beiter- ^te^ng des Mmistenums durch ihn unmöglich würte' etwaige formale Verstöße sollte die SoÄÄafe '".! eigenm Interesse lieber nicht zum Hebel str Minis' Denn wie Regen die Dinge? Die
Volksztg." enthüllt darüber folgendes'
Der Kampf gegen Hermes trat in fein schärfstes Sto- h®" ^Esiffchen Parteitag in Kassel ter Landwirtschastsminsst^ SsnfMionchen anfiffchte, er wisse, daß ™ v5f^?k!?^?"llsimmftermm ein Roher Beamter fite
Ct' die sittliche Entrüstung sömt-
Illyer (ycnofföt Girsfbfte. Wve licocn die Srnrn»! esorr Ramm, ehemals gutbürgerlicher r k1
• Hochschule Poppelsdorf, jetzt rosaroter bEtchekretar rm preußischen Larrdwirtschastsmimste^m des nichtsachverständigen Mi- ch «ich Vorsitzender tes Äufsichts-
I ss.»
s» hJJSi" «*»y« »fflw«™ wi™
3>„_„.^llschafter ist auch Herr Dr. H elp Hand-
* teffsn Bertreter bei ter Gründung Herr finh °r die hinlänglich bekannt
stellvertretende Vorsitzende dieser Gesellschaft
ÄfffiKS .Spitze damals I stand, gefügig machen. Und ^echlichkeü des nachmaligen Geh. Reoie- ^gsrats des Ernahrimgsmimstermms Dr. Augustin «to « das ebenso dem VovschendM te° Staatssekretär Ramm mv^^Und ter tchwteg zu allem, rückte erst im Mai dieses Andeutimgen heraus. Als dann »w’S Hermes Klarheit in der SfagefeSieit^
W« »«r-M «* »SWÄS U ®\®äre nwn interessant zu
Folgerungen ter nach seinen Ausführungmüi I p"ußifche Minist7?7rä- der übrigens auf dem Kasseler Parteitag missen Mißte, daß Dr. Augustm aus dem Reichsdienft ausne» I K b^"lllich feines Staatssekretärs Ramm zieht.
er selbst hoher Staatsbeamter ist ^e Ve, ^tZn^GäeM^b'^en M Gunsten einer von chm Gesellsctesi zulreß und nachdem sie geschchen war, mcht sofort dem damaligen Voraefttitein <w ! L»den Beamten Mitteilung machtt^ermk Ml ! auhüOTö vlm moralsscher Entrüstung in Kassel redete 1 to^orgm3Uerft ” abfolute Remlichkeit im eigenen Res-
®"b0,m - »or ich wochnfinni, "2
mals, als ich mich ihm versprach» Was soll ick, in b, engen, dumpfen Stadt? Soll ich mit ihm i» Demm » hinter dem Ladentisch stehen und Tuchballen vermessen fUree5°Sen^in ** eines A«*SS
S b2>. ?st tn memem Blut nicht ein ewiges Rau- MA ®,nb unb Woge und Mövenschrei? ^O, habt late ST” E mir in meiner großen Not! v laßt mich hier m der stillen, bunten Wasserburg an deren moosige Mauer der See klopft mit rauher nim f’anb- will ja auch nichts, nichts 'wefter En Leben! Ich rotff kein eigen Glück und Seligkeit' Ich will verschließen tief, tief in mir, was ich mit Todesangst wachsen sehe von Tag zu Tag Nur Stille min <4 und Vergessenheit! Nur Einsamkeit ^d SwEl te6 T' b,c.SSafbb5ume peitscht und die Seewelle .' daß sie turmhoch gehen! Damit ich darüber vergess- ten wilden, gewaltigen Sturm, der meine Seel- zerreiß" stillen Nacht." em Qnbere3 Bild zu ihr in der
w°r der Ahne. Der sah sie so ernst an und fo Zeigend und sagte endlich nur das eine zu ihr- Wmst- halten ist nottger als Atemholen'" 6 ' ' "
Auch diese letzte Nacht war es wieder so gewesen i sich hingE^ b,e 3af,ne -usammcngebissen und vor »Ja, ja, sobald ich Otto Maltzan sehe, will ich es ihm fagen, daß ich heim muß. Sofort, sofort! Ob a- ch ba, ?°nb die Heerstraßen bedroht sind von Kriegsvolk überall. Was schert das mich?" I
Und jetzt stand sie unten am See und hatteden Ann voll grüner schueenasser Tannenzweige Di- dufteten so Horb vnb stark nach Weihnacht und Totes' treue. Heilwig preßt» sie an sich und wollte zurück zur Burg, Da sah sie im Jag>roams Otto Maltzan auf^sie zukommen, bewasinet mit Hirschfänger und Speer, denn er wollte auf die Spur eines Bären im Hochwald Sein ! braunes, schmales Gesicht war hell überglänzt von d^ ' warmen Wmtersonne. Oder war es noch 4n anteres
®as es so hell machte? Er kam mit großen, frohen -ch.ttten aui Heilwig zu -te> streckte ihr \;f f,n„b ent, gegen. . 1
lFsrtsttzvns folgt.)
„310^ Wolde? Das ist ein feiner Gedanke von Euch, p, °u ”n9itte- Gleich in den nächsten Tagen holen wir «uch herüber, Hellwig."
ites Mädel hatte sich wieder müde auf den Schemel gesetzt und die Hände in den Schoß gefaltet. mi(f) hier bleiben. Denn hier habe ich Sttlle «>d Arbeit. Mehr brauche ich nicht."
di. Sri8itte trat auf sie zu und legte ihr gutmütig * ?)anb auf den Arm.
dmA ein stilles Leid, Hellwig, das hindert ZT; ^hr am Gesunden, als Euer Schulterhieb. Aber romme bald wieder, um nach Euch zu sehen." tafteT?4 ßapfte pe °us der Tür mft ihren hohen Rei- ein* Das Netz mit zappelnden Fischlein m der erhöh rl an0e Reitgerte in der anderen Hand. Da er »in ldLaud’ Ltto Maltzan. Wie unschlüssig blieb et "Zn Moment zögernd stehen am Tisch. Dann trat Rch auf Hellwig zu.
tofri" t ^nen Freund nötig habt, Heilwig — ich st^her möget-5€it ~ in welcher Not Ihr auch
tt sich ein wenig niedergebeugt zu ihr, als
ats Einen Herzschlag lang stand er noch still,
lanm -t*rft ,er Quf Antwort. Als keine kam, ging er »th, „ ,mit schweren, großen Schritten der Frau Sri- ***** nach.
härte sie mfteinander vom Hof reiten.
^<wdn ’ rourbe 63 ganz still ringsum. ■ Nur über der Sinter'*? ?Erd summte eine verspätete Fliege, die den f>etimin ?Ergeflen hatte. Die wunderte sich, daß : httterssch b*e Hände vor bas Gesicht schlug und
st""b die Tür zur kleinen Burgkapelle In Woufien °ro: Weißes Schnee- und Sonnenlicht von ^gen ststl m*t dem matten, roten Schein der bet Donn Altar. Mit dunkelgrünen Zweigen !
bffb oefrh^Y h"lte Heilwig soeben das Muttergottes- 6eiten ?<> U<s unb b*e großen Wachskerzen zu beiden
Beruntwowich für den .tuauronellen Teil: Karl Schütte, der Fuldaer Actienüruckerei''in Fulda' ^ernglecher Nr. 0. Telegr.-Adreffe: Fuldaer Zeitung
I . Sturz ter Räteregterung in Ungarn wird
I ufder, lckeraienund sozialist. Presse em Hetzfeldzug I 0£®en u. ferne christl. Regierung betrieben. Eben Schautergeschichten über Un-
I ®?rn Eilrrch die Presse getegerMch ter AburtÄunqen, biatelsstchrer des Schreckensregiments, T dm Abgnmd brachten, erfolgen. Diese mdfts als etne Wreterholung von ö-e schon vor Monaten ausführlich witerleyt mtrten. Mtt der ständigen Wieterboluna drestr angeblichen Grausamketten will man das christ- *1 w ^Ungarn treffen; man verzeiht es der jetzigen utMmfchen Regierung nicht, daß fie es gewagt hat zu "us christlicher Grundlage könne das Land ^ ^r^ ^brichtet werten. Diese Verleumdungen sind mcht nur deshalb bedauerlich, weil sie mtt ter Fr??5 umspringen, sondern auch weil ss^ ^iu führen müssen, uns das ungarische Volk zu »u »-d, L--L Li" schäft Nt Um die chnstliche ungarische Regierung zu Mchlich befleißigt sie sich aber einer durchaus gereckten otc ter Bolschewistenterror und die rumcmifche Uefier- Lande geschlagen hat, zu A!? Wi rwrluaA^ iffzwungen, gegen diejenigen gesetzlich I vo^ugchen Ne Ungarn von neuem dem Bolschewis- I auszultefern. ttachten. Schon vor Monaten bat rübt'te! englischen Regierung veröffentlichter Ve-
stisches Herz entdeckte und es nicht verschmerzen kann, daß er schon jetzt sich von den Anstrengungen der Zwangswirtschaft auf seinen Besitzungen in Dänemark und der Schweiz erholen soff. Daß die Herren Possel und Cohn in der Zeit des tiefsten Valutastandes das Reich mit Fetten für rund vier Milliarden „versorgt" hatten, verschwieg Herr Heitmann in Kastel schamhaft, ebenso, daß seine Gewährsmänner im Verlauf ihrer Tätigkeit im Reichsausschuß für Oele und Fette zu „gesalbten" Leuten ge- worden sind. 3m Zusammenhang mit diesen Dingen wäre es von Herrn Hellmann sehr dankenswert, wenn er darüber Aufklärung geben würde, ob er identisch ist mit dem ehemaligen Sklarz-Angestellten Hellmann, der in einer heftigen Preßfehde über Sklarz und -öarmat zwischen dem „Vorwärts" und der „Berliner Volkszeitung" im Sanuar dieses Jahres eine Rolle spielte. Dann wäre nicht ausgeschlossen, daß Herr Hellmann auch noch von Herrn Barnat in Amsterdam, der als ruffijcher Agent, mit der deutschen Revolutionsregie.
rung in guten Beziehungen und nachdem er als Der- i r~ -----,™y UÄ 11cu/ien/umung
tretet der Sowjetregierung im Haag abgelehnt war und ter Untersthrthctt uni) die Verbürgung der strateasschen ock auf die Lebensmittel- und Getreideeinfuhr nach I Sicherhett tes Vcremigien Königreichs seien Desal Deutschland sturzte, in gewinnbringender Geschäftsoer- dürfe auf Ulster fein Zwang ausgeübt werden, bindung gestanden hat, Informationen erhalten hätte I vti y t roeroen.
Dreser Blick hinter die roten Kulissen genügt, I _. w *
um dte „Helden" auf der sozialdemokratischen Par- I .2)16 Annahme der Homerule-Vorlage bedeutet olles teibühne bei ihrer Schminkarbeit zu beobachten und I Ere als eine Lösung ter irischen Frage. Dos Gesetz
ihr zur Schau getragenes Sittenrichtertum als das ^ne’6t die Einheit tes irischen Landes, es macht
M entlarven, was es ist: als Pose und Mache! Versilch. das Land in ein katholisches und ein pro- x^as Publikum merkt den falschen Zauber und — I lestanlisches Irland mtt je einer Sontervertretuna zu
fordert sein Eintrittsgeld zurück. teilen. Dos ist kein Mttel, dem gesetzlosen Zustand in
Der tiefere Grund für die sozialistische Hermes- i)en die 2nsel feit zwei Jahren geraten ist, ein Ente hetze ist folgende: Bei der Zersetzung der U. S. P. 3» machen, die irische Bevölkerung, soweit sie zu den glaubte die M. S. P. in der Ernährungspolitik die Smnfeisrn hält, und das ist die große Mehrheit, unter- Gelegenheit gefunden zu haben, durch radikale W sich entschlossen dieser Lösung. Sie verlangt daß Spruche auf die Masse einzuwirken, und sie einzu- m<m sie selbst eine Versasfung sich geben lasse'nach ftl9*e”x rst für sie nicht bet Kampf um Hermes, I eigenen Wünschen und Plänen. Das ganze Ge- mcht der Kampf für die Wiedereinführung der I sttz wird nur aus dem Papier stehen Zwangswirtschaft, die nach dem sozialistischen Unter- staotssekretär Müller keineswegs eine Besserung erhoffen laßt, sondern ein Kampf um die politische Macht. 1
e. Zur Lösung der Kunstdüugcr.Fraae Tas preutziiche Ministerium für Landwirtschaft "hat soeben eine Denftchrift über die Lösung der Dünger.
■5'’e Denkschrift gibt einen I Ueberblick über den Znsammenhanq unserer Ernten i ^^^E-n.Wn-teftsleten unb sieht eine | Möglichkeit der &eiitnb unserer Volkswirtschaft I ;l.n.. ^er ®le 19ctH■ unserer land wir t-
I Erzeugung. Sie Erhöhung der
I ben ^Etzien Jähre« infolge «er Verarmung der I xarl ^uckgegangenen Lrnten läßt sich erreichen durch vermehrte und zweckmäßige Anwendung ?ur ^.erfugung stehenden bezw. bereitzustellenten
Kun!> dungerme n Ze n. Da der Landwirt bei den i hohen Kunstdünger-Preisen vornehmlich für
«snattott, und Pv^orsäure, aus Mo-noel an de- trieb-kapltal und im Hinblick auf dos große Rtfcko vielfach von ter Anwendung ausreichender Mengen vonKunstdunger obfehen muß, werden in der Denk- Iwrift Vorschläge gemocht, mir Hilfe von Reichs- Mitteln diese Hemmuiss - befeiii T<r gewaltige Nutzen, bet te#$ 1 ,s dieser