Druck der Fuldaer Artieudruckerri in Fulda.
1.
Literarisches
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Das Schwert von Thnle
°mon von Leontine von Winterfeld-Plate«.
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in diesem Roman ein um wahre Erzehunq». in unfern logen viele
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drängte sich zwischen den arbeitenden Leuten ein tu« Händler hindurch, der sich händereibend nach 60 Seiten um'ah und schließlich den beiden näherte. »Dollen qnädiast verzeihen die hohen Herren, wenn wir erlaube eine Frage. Kann ich wohl sprechen en der Ritter Mecktzcm, denen diese Beutestücke zu tu find?" I
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offen. . Pr. Wale -per. :n u, chluß ierw
ÜUS Aircye uns Zchllle.
• Rom, 3 Nov. Der Papst hat den Erz. btschof von Köln, Dr. Schulte, in Audienz cm« Hangen.
Immer noch Gevulvsproden!
„„ Well möchte endlich heraus aus der langen Un> aus dem fiargen und Bangen in schwebender Aber immer wieder verzögert sich die Klärung rh Beruhigung.
ziuch die amerikanische Wahl bringt zu. 2<dft noch tänen Fortschritt. Der republikanische Kan. fort Harding HÄ die große Mehrheit der Wahlmänner ^sjch gewonnen. Er ist cLet noch rächt Präsident der ^remigten Staaten, sondern soll es erst im Anfang Körz des nächsten Lahres werden. Wenn Wilson will, -tn er noch vier Monate lang weiter „regieren", ob.
er so gründlich gejdjfcretr und gedemütrgt wo.» jjt, wie kaum jemals ein früheres Staatsoberhaupt. Me'Wilson wegen srelschen oder körperlichen Zu. ^nKnbrud?3 vor dem Marz sein Amt nieterlegen, so nürbc der Vizepräsident als Lückenbüßer eintreten. Es 'i ol’o damit zu rechnen, daß wenigstens noch vier Monate die Lähmung der amerikanischen Politik an- yjKtn kann, was auch die Gesundung der Wellpolüik oeifer verzögert.
3n Europa kommt man auch nicht vorwärts. Die
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Säbel, einmal herüber, um noch ihr zu sehen. Die 'st klug und versteht sich auf fieUtrauter, fiat auch mir schon manchen ficiutriß gestickt."
Schmunzelnd zog die alte Sogttn mit ihrer Bente I davon, und der Händler hatte stirnrunzelnd das Nachsehen. —
I Hellwig hatte die Nacht ruhiger geschlafen und ihre Augen blickte« klarer als die enteren Tage, als fix am fpStcn Morgen erwachte. Mit Behagen hatte sie die warme Mehlsuppe gegesten, die ihr die Dogfin gebracht. Auch ihre Wunde brannte nicht mehr so arg, als die Alle sie wusch und verband. Aber sie war noch zu er. s-höpst, um sich zu erheben, und lag mit still gefalteten Händen auf ihrem Strohlager. Ehe die Alte sortging, hatte sie auf Hellwigs Bitte den Laden vom kir nen Gitterfenster aufgestoßen, daß frische fierbftluft und Morgensonncnschein voll hercinfluten konnten, fieilwig hatte den Kops gewandt und sah mtt großen, sehn, süchtigen S. gen in las Ctücklcin blauen Himmels, das fie just durch die 6ifenfta:igen erspähen konnte.
Sie hörte die kleinen, emsigen Dellen de, S es ge. gen die alten Burgmauern plätschern und die Sparen tm Röhricht zwitschern. Don 3 It zu Zeit sah sie a-, tf) ein welle, Herbstblatt am Fenster vorübertaumeln, da, sich zögernd von den knorrigen E ch« an Ufer löste. Vom Hof her drang da, Nollen schwerer Lestwa en und das Nusen und Schreien der Stedjte an ihr Ohr.
Nach einer Delle hörte sie schwere, mühsame Schritte an der Stiege, und die alle Vögtin trat keuchend über die Schwelle. Sie trug das helle Bärenfell und das feine Sinnen über dem Arm und trat damit an das Lager bet Wunden.
»Der Ritter Msltzon schickt euch dies, Frau, dieweil « ihn erbarmt, daß Ihr allweil so hart auf Stroh muß' liegen. Kommt, nun will ich Euer Lager glätten und schön machen."
Heilwig rcanMe erstaunt den. Stopf und strich he- hutsom mit den Händen über de» weiche Fell.
treibt den Ni ter zu so'cher F eundlich'eit, Vögtin? Er kennt mih doch nimmer und soll ein gar harter und strenger Herr sein."
Die Alle breitete ge'cho'tig da» Linnen über das Stroh, inöte pe Heitw.g stützt»
VemischLe§.
♦ Graualen^5xp!osion in Berlin. Leichtsertiges Umgehen mit Munition führte zu einer gewaltigen Expiosio i in einem Hause der Hennigsdorfer Straße im Norden Berlins. Ter dort wohnende Arbeiter Kochube wurde durch eine explodierende Gewehr» giauale, nut deren Entladung er delchäfirgt war, gelötet Seine Frau, sowie zwei ferner Kinder wurden |d wer verletzt, während cii e tm Haufe wohnende Frau Wolf leichtere Verletzungen davon» rrua.
* AusschreNungen gegen Landwirte. Wähnend Am S tzung des Kreiswirtschaftsverbandes in Gründe r g tu Schtesien sammelte sich vor dem Verjamm- lungslokal eine größere Menge von „Arbeitern" an; man ensandte eine Slbordnung zu den Landwirten, um ihnen Borwürfe wegen der hohen Lebensmettelpreise zu machen. Darm drang die Stenge hr den Saal ein und Meppte die Landwirte aus einen Wagen, der mit Schildern, die Aufschriften trugen: „Hier sind die Wucherer" und tergle chen, umhängt war. Aus dem Ring wurden die Pferde cuspefpannt, und die Bauern unter Mißhandlungen gezwungen, bar Wagen, auf den sich Arbeiter gefetzt hatten, zu ziehen. Schließlich wurden die Landwirte wieder freigclaffen. Polizei schritt nicht ein.
* Banden überfall ans Braunlage. Wie das Blan» kenburger Kreisblatt berichtet, wurde in der Nacht zum Donnersiaz Braunlage iw Harz von einer bewaffneten Bande in Stärke von 20—30 Mann, überfallen. Die Bande hatte sich die G sichler schwarz gemacht. Zu- nächst wurde der Bahnhofsvorsteher mit vor gehaltenem Revolver gezwungen, die Kasse herauszugeben. Dor Raub versuch beim Postamt und der Staatsbank blieb vergeblich, weil inzwischen die Straßenbeleuchtung eingeschaltet war und die Feuerwehr den Ort alarmiert hatte. On bem entstehenden Menschmgedränge auf den Straßen sind dir Banditen unerkannt entkommen. Der Überfall war planmäßig vorderefet, indem sämtliche Telephonleitungen cbgeschnstten warben.
* Raubmord an einem Hofbesitzer. Bei dem Hof. besttzer Wolf in Augustfelde-Ausbau im Streife Stolp in Pommern kehrten Mittwoch drei Männer e n und verlangten, zu Abend zu essen. Nachten, sie gegessen hatten, gaben sie auf den Besitzer einen Revolverschuß ab, der diesen sofort tötete. Der hinnnil-nden Frau und ihren Kindern brachten die Männer mit Messern und Fla jchenf Herben schwere Verletzungen bet und war»
Kom, ?.*:
f. d. tt u. itugL en u. üngl ngst linge
auch an einem klare«, phrasenlosen Stil, an scharfer Beobachtung und an de» Lebenserfahrung des Derfassers sich freuen werden.
M 25S.
Samstag, 6. November 1920,
Antiker Gräberkult.
So« Studienassessor August Weber- Fulda.
D« Gedanke, die Gräber verstorbener Angehörig», zu schmück« und zu ehren, ist wohl so all al» der Glaube selbst, daß er nach dem leiblich« Tod in irgend einer Fann ein Weit erleb« der Seele im Jenseits gebe. Luchs die christliche Sitte, ein« bestimmt« lag, bett Aller» seelentag, dem Andenk« der Toten zu widm«, ist ttraflj und reicht in die hellenistische Aeit zurück, jene Zeit, bte dem Christentum unmittelbar oonnisgtng und durch Verbreitung einer einheitlichen Kultur und Sprache tm Mit» itfmeergcbiet für die Einführung des Christentum» so günstig war.
Bei den Griechen vor allem wie bei tat Römern fitt» tat wir dm Gedanken, die Gräber der Taten zu schmücken, weit verbreitet Bor allem die Ros« spielt: kn dem antik« Gräberkult eine große Rolle. Wie man sich mit Rosen schmückt« beim Bankett und zum Opfer an Festtag«, so wurde euch der Tote nach mit Rosen überhäuft. Die schön»/ heilsdurstige Seele bet Griechen, die sich im Sehen mH all« schönen Blum« geschmückt hatten, sollt« auch nach ihrem Tode ihrer Blumen nicht beraubt werden. Wen» der Tote im Reiche des Hades auch nur ein Cchattenleben nach ihrer Austasiimg führte, so freute « sich doch an tat Gab«, die men ihm darbrachte, an den Opfern, die m seinem Grobe statt fand e», und auch en den Blumen. Tobet hatte die Rose noch eine symbolische Bedeutung: Die Rose, die weg« ihrer Schönheit in ihrer Blüte ge» krochen wird mtd so ihr Leb« früh verLett. versinnbildlicht da« Seb« des schön« Jüngling», der Jungfrau, bk rüh. bevor sie verwelkten, ins ®reh sanken. Auf mancher Grebinschrist ist dieser Gedanke ausgefüfjrt So lesen mit aus dem Grabstein eines 22jährigen Jünglings: „Wandrer, wollt chr wissen, wer hier ruht — ihr seht hier ben jungen Mrnctus Menophantes. Er stand in seiner Jugendblüte, ober er wurde dahingerosst wie die Rose..." Die Grieche« hat!« für tat Totenkult nicht nur die Rose, wtbern olle schön« Blumen. Denn em Mitgsied einer rtfigtöfen Genoffmschast starb, so spendeten ihm di« Mib glieder dieser Bruderschost ein« Kranz.
Di« Römer hott« sogar schon einen besonder« Tteg «»geführt, Rofalia, ^ofentag", btt dem Gedächtnis her
.Er sah Euch liegen, da Ihr »och nn Fieber wart Frau. Arid ist er nimmer !o hart und streng, als die Leute sagen."
Heitwig schwieg ein« Weil«, als sänne sie nach.
»2Iber er hat den Herzog überfall« mit seinem Brüter und ihm all dies geraubt"
Unb fast icheu sah sie auf das Fell und Sinnen, darein die Alte sie hüllte.
.Ich mag es fast nimmer nehm«, Boerfin, tettn es klebt Blut heran. Es ist wohl doch wahr, was mein Ohm Hassolbsch zu Rostock sagte: Sie Waltzane seien doch die Raubritter int Lande "
Da furchte die Dogtin ärgerllch die Stirn.
.Laßt th» das nimmer hören, den Ritter Otto Fra». Denn dann wird er zornig. Das verstehen wir Weiber auch von so'.ch.n Cache», trenn sich die hohen Herren im Land« befehden. Sie müsse« wohl ein Ursach habe« dazu, mein ich."
Tann humpelte sie wieder fort, ihrer Arbeit nach. Still wie zuvor log Hellwig. Die tat das st sch- Linnen ihren wurden Gliedern gut, daß sie sich woh'ig ein wenig dehtte. Es ging*« ihre Gedanken zirück in Me Bergan'«nhttt. Zum Menten Nordmeer hin. wo brt Seevögel schrien t m die Klippen und b!e ficrbftftürme rasten von den Elet'chern her. Ta ro rite ihre Seere arotz und weit, und sie schloß die Augen und träumt«, le sei daheim, denn draußen unter bem Fnster schlugen auch die Dosier tm die Steine, und Mövev schrien l« der ÜRorgenfonne. Abe« weiter manberten ihr« Ge. danken. 3 m Hasselbachhau'« am Marktplaz zu Rostock. Da buckle sich Hettro-q» Seele und wurde ganz klein und scheu, und die Kranke atmete schneller. O Gott, wie war da, doch nur? Dar da nicht jemand, der "'tf sie wartete? SI- fuhr sich über die müde Stirn. Di« teerten doch die Gedernk« noch '• irr und wirr d« drinnenl Ach, mm sah sie ganz deutlich. Da stand Elisabeth mit Ihrem blass« Mag ster, die märte'« beide voll Sehnsucht auf sie. Aber warum nur? D e war n doch g'klch otte» gewesen? Dieter [eg‘e sie die Hand über die 6‘irn und dachte n-ch. In. ja, da trat noch einer, der Meß Fridolin Lämm-rzahl, dem hatte ie ihr Wart -gegeben. Und an dem Wörtern hing auch i Elisabeths LebsnsglÜck.
- - tieft! cteuifl folgt.» *
Aus dem Uachbargeölet.
---- Dipperz. 3« einer mtregerrden Versammlung hatte 6er landwirtschaftliche Ortsoerein von Dip- >erz am 1. November feine Wilglicter et »geloben. 3n effeinöct Weise sprach Herr Dr. Hutsch vom Ktrrhcf- Ischen Bauernrererns über die Nolwendigieit der Orgctti- ation der Landwirte. Er ermahnte die Landwitte dringend, ihr Getreide nicht an Wucherer abzugeben, sondern an btt Stell«, von Heu« sie die Dervijzheit haben, daß es an den richt!g« Mann kommt. Demi nur auf diese Weise könnte der Sumpf, der sich zwsschmt Stadt und Lamd gehütet Hot, überbrückt werden. In du: Diskussion hob Herr Sürgcrmeiner Senrtng von Wiffclsrod bezüglich des Foul«» ter Lartofjeln hervor, daß Kartoffeln von bei eisten und zwriteu Ab'ast weniger von der Krankheit befall« wären. Man solle deshalb nicht muetlaficn, öfters das Saatgut zu wechseln.
---- LanMNbleScr. Der Rhönwanderer lv'ttd schon ost die Wahrnehmung gemacht haben, daß in allen Dörfern des Bieb:rgru»L«s und feiner Umgebung hinter den Bergtterten Fenstern der Bodenkammern gar vieler Häuschen zahlreiche Kanarienvögel ihre S ng- übungen hielten, und daß auf den Bauernhöfen besonders fujönes Geflügel zu sehen ist. Wie alle Gebirgsbewohner, so haben auch d'w Rhöner Liebe zur Dogel- welt Der leider so früh verftorbene Lehrer Hopp von Langeichieber verstand es, d eM sinnigen Zug der Dr» BÖl?:rung in praktisch? Bohnen zu leiten, intern er vor 25 Jahren die Zusammmfassung der Bogel» und Geflugelireunde zu einem Vogel» und Geflügel.
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ß “ -?^2 * * *3en $«. An ein« b-r hrchbcladen« Wagen trat ” unö 8°3 aus dem Dollstapel das weiße Bären»
>. Am Donnerstag wurde in Anwesenheit ter Kreis» und ftätrt. Behörden, der Gr sUichkeit, der Lehrerschaft und vieler Landwirte des Kreises, sonstiger Gaste und etwa 45 Schülern die lanbrotri- schas11iche Winterschule eröffnet Lmtörot Ludwig begrüßte die Anwesenden und würdigte die Bedeutung der Schuld Der Leiter der Schule, Herr Direktor Hügel, dankte für die freundlichen Worte und besprach die Aufgaben, denen die Winterschule in unserer so schweren 3rt dienen soll. Bürgermeister L e u 111 n g brachte die Glückwünsche der Stadt Hünfeld zur Errichtung der Schule dar.
mc. -ranttart a. 5.-i. ‘Jlach genauen Be>ech> mtnflen bcträtt der Mon atsdedarf einer fünf« köpfioen Familie in Frank'urt «. M. 1018 bis 1051 Mar kbei einfacher Lebensweiie. Im Jahre 1913 konnte dieselbe Famtlie mit 88 dis 92 Mark gut anslontmen.
wo Eisenacb. Tie Stvdt Enenach bat auf eine Eingabe fcc5 Kleinrentnerbundes eine Summe von beiläufig 50000 Mark bewilligt. Sitte vom Ge- meinbetat gewählte Kommifs on eiitcheidel non Fall zu Fall, ob und t» weicher Hö >e Kethilfen ooer Larlehen an notleidende Kletnren tner zu genähten sind. Für die Arbeit der Kommisiton Hai der Oiemeinkerat solgmde Rihtl'Nten von allge» mdner Bedeutung aulgestellt: SS soll keine Unterstütz ,ng gewährt Werve«, de einen Umweg tut Et« h'llt'.n s etnes vetet bbaren BcrmötenS bariicB . Tat- leben werden gewährt zu einem Zinsfuß von 2 Pro- z ttl gegen Sicherstellung der Rückzahlung nach bem Tove. Personen, die altmemaitonspfltlbiige uttb aiintentarionkfähige Ange! örtge haben, sind bon der Unterstützung auSgefchlofjen. Pengonate werben nicht unterstützt
RttS Tberheffen uuv ven Hess. Memiern»
# Zlegenhalu. Sell Montag sind d'e Arbeiter der Hrffifchen Meiallwarenfabrik dahier in den Ausstand getreten. Es soll sich um einen Syrnpalhieftreck nut andern Losselfabr ken handeln.
# JlcuflobL Die Regierung zu Kassel beabsichligt, dahier eine eigene Forstfchreiber-Diettst- wohnung zu erbauen.
atii j ’tt'-St Du Dich an mein« Brub-r Betend roen» rinfl1 er h°t darüber zu bestimmen, ich nicht Doch Set ,&e 'ch kaum, daß die Maltzane von dieser Beute verkaufen."
~onbte dem Händler den Rücken und schritt auf
1404 « *-- !‘UI"KU|U| fujivci. zixr uurp.-n
ntfäUPF “P* 1 kem« Preis die Geduld cerfieten; denn das folÄ ter Triumph der unversöhnlichen Feinte und Au knjer Untergang.
fen dann auf die bewußtlos am Boden Liegenden Betten und Decken, die sie mit Petroleum tränkten und anzuzwch« versuch'en. Hierbei wurden sie fedoch gestört, da sich e.n Sohn des Besitzers, selbst schwer verletzt. zu Nachbarn geschleppt hatte, um Hilfe herbeizuholen. Unter Mitnahme rott 12 000 M. sind die Räuber dann enttommen. 5n einem der Täter will mon einen Russen erkannt heben, der früher als Kriegsgefangener in dem Dorfe gearbeitet hatte.
e EtntrSgliche Arbeitslosigkeit Tte sächsische Re- gierting bat die neuen Forderungen der TresbenetS Atbei sko e« abgelehnk. Die Fo',berungen beftebAl in Erhöhung des Unierstützun^minimums auf 354^, Mark Wochen lich für Männer und 250 Mark wöchentlich für Frau«. Dos würde al o für arbeitslos« Männer em Jahreseinkommen bon mehP als 18,000 Mark (!) bebeuten. Ferner wurde verlangt, daß die Deftislung der UnlerstützungSzah-i hinge« anfhören soll. Mit andern Worten: eine Renke von unbechränkter Dauer, für welche noch ^azu Steuerfreiheit gefordert wurde. Selbstberständ- lich waren bieie übertriebene Forderungen für bic Regierung unbiskutabel.
Sotler-ienstor-nung.
Kalbolischer Gottesdienst.
Sann top, 7. 9t ob. Dom. (MlssionS-Kollektt»,. 5, 6, ' »7 u. 7 M., 8 tt. 7« 10 M. u. Pr., 7,12 M. u. Pr.s f. Männer u. Jun L über eine wichtige soziale Zmt-i frage, 7,2 Herz-J:,u-A., 2 Vesper, 3 feicrrid)»r Schiutzs 0. Mtssipn f. Flauen tt Jungfrauen m. päpstl. Segens 6 feiert Sri lug f. Männer u. Jüngl. durch b. tzochw/ Her« Drschos m. päpstl. Seren. — Stodtpforrtirckeb 5'A Kam , 5*/., G»/4 u. 8 M., 9‘, Pfarra t m. Pr , 11 27, U f. d. Kinder 87, feiert. Schluß der Mission m.' päpüt Se en f. ginnen u. Juiiitfrau«, 6 bcS,rleichrn, f. Männer u. Jünglinge. — Pforrlirch.- gunf hl. Geist. 7,7 Kom., 7 M. f. Frauen u. Jrrngsr., 8 Amt m. Pr? f. Männer u. Jün lin e m. Kam.. 3 Schlußfeiec f ' Frauen u. Junchr., 6 Schlutzfeier f. Männer u. Junat-J Severikirche. Sonntags u. werktags 7,7 M. — Herz-Jkfu- Heim. 6 Kruhm.,8Amt m. Pr.,2 Ä. (Mittw. abends 8 tt.) ~ Frauenberg. 5, 6, 87, tu 7 St.. 8 Brurerschaftsm. Pr., 9 Pr. u. Levitenamt m. sakram. Segen, nachm. 2 fe«rt Vesper m, fatram. Seg«.
Non tae,8. Nov. Tom 8 Requiem f.d.Derstorbena» der Dompfarrei, 5 Rojentranz.
Evottgelifcher WotteSdkenst.
Sonntag, 7. Nov. (WjährigcS Jubelfest des eban^elischcn Jttngfrauen»Vete>iis., Porm. 9>, Generals Supelimendent D. ftuchs aus Maffei, 11 Ä>nder,i0ttes. dienst, nachm. 2 Sup. iKu^L — Sitteriteln. Burrn. 8> Pfarrer Reich. >
~ »
Vektzkirch«. Roman von Ludwig Maria v. Her< ling. 142 6) Freiburg L Br. 1920, Herder. 8 21L;- geb. 11 Mk. und Zuschläge. 1
Der beharrliche Kampf, btt kluger und einsichtsvoller Vater grundsätzs führt, dürfte gerade nach^«kkiche Leser find«, die
Handel und Wirtschaft.
= Ein großer Industrier ng. Eine Jndustriefusim», bte eine neue Entwicke-ungSriaituttg darstellt, wird be» lanrifeßeb«. Dor EtekirizitSttkonrern der Siemens^ werke hat sich zu etrer 5nterejfencemeinid;aft gu-j fommen.iefunbm mit dem grüßt« rhcini,'ch.westföiischen! Montantruit der Rhein.Stbe.Un ton, die aus der Vercinigunii der ©elfenfirdcncr Perewerks-A -G. und Deut'ch-Luxemburg euistanden ist. In den Au sichtS- ratssitzvn^en der Siemens u. Halske A,-iÄ. und der ElcktrizttätS A-G. Norm. Schuckcrt & Co. wurde gleichzeitig für die gemeinsame Tochtergesellschaft, die Liemens.§chuckortwerke G m. b. H. bet Jmeresien- gemeinschaftsvertrag mit Rhoin-E.be-Union genehmigt Die Bereinlarungen zwischen Gclsenltrchen und Deuisch- Luxemvura erstieben da» Ziel, den ttrbcitsprozeh am» Rohstoff nicht nur zu v redeln, fontern auch zu ver. billigen. Diesem Grundgedanlen fchlrctzt sich der' Siemens-Lchuckert-Skongern an und sucht ihn mit seinen ho-dentwicketten gethi fnbrifiit« bis gu feinen letzte» Konsequenzen durchgusühren. Dieser Zujammenschlust soll die Mbglichkctt siche» n, an Stelle der Rohprovultq und Halbfabrikate in ai S eechoiem Maße geitigiabiitate, gu exportieren. Vor allem soll er aller em Gegengewicht bild«, die schädlich« rtolncn der Konjunkiur-j schnankun « und eine gteichmäßi-«re Deschäftirun^ der Slrteiicr und Angestellten fördern. Der eiwritcrte Jntercffengemeinfchasisverttag wird auf der gleichen^ Grundlage abgeschloff«, wie ter Vertrag der Rhetnq Elbe Union, d. h. in erster Linie, bte Unternehmungen) bleiben in threr Selbständigkeit unangetastet.
Ü de '7] 06Z
tschel und zog aus dem Dollstapel das Iveiße Bären- abgk' ,us- Der Händler war näheigefchlich« und Ui" te schon die Hand aus.
» - ’ „4er Otto Maltzan rief bte alt- Sogttn herbei, die tr°j l,.\runnEn hcmtierte, und hing ihr das schwere Fell 1 Oil'f- cen Arm.
Ä Alte, des bringe Deiner Krönten In die St am. n“nJ!I«nes Lin en dort auch. Es hat mich neulich ®a3 he so hart auf Stroh liefen muß unb ist A . durch unf-re Schuld .Hülle sie roarm etn da- fIeI6*9 »°ch 'hrer Wunde. Die n'ch'ie« '^ule ich meine Schwägerin, die gestrenge Fr«
tm Jagdwams hob ein wenig hochmütig tos r« J fchorfgeschnittene Gesicht.
re.nl TOaI®on steht vor Dir. Was ist Dein Begehr?" r ^tL~?er kreuzte die Hände über bat Brust und r -em, gte sich abermals.
■SBoIIen verzeihen, Herr Ritter, die Frage eines ^°^^'ers. Ist wrhl feil jene weiße Decke dort jtej| 6nn Fell eines nordisch« Bär«? Dar und ohne ente» sie bezahlen dem Herrn Ritter der Salo-
Ni-- - W
t D A*0 Ma^an seh fküch ig zu d« We^en hinüber, wo r in1 ' _r? Decken tmd Tierfelle soeben verlad« wurden. - ® Zuckte die Achseln.
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Ä- nlof tf Ihrer Ka
Konferenz von Cpaa erweckte neue Hoffnungen auf eine »rtschreilente Klärung. Aber als endlich der Hsupl- lunft der Tagesordnung, die Entfchädigungs- tage» an die Rothe kam, wurde die Konferenz oer- agt. Die Fortsetzung in Genf wurde freilich versprv- ^cn; doch j-tzt warten wir schon Monate lang txrge* ren5. Frankreich will die verhe'ßene Aussprache unter en Deutschen und den EntentL-Mintstern überhaupt vereiteln: zum mindesten will es verschiedette Zwischen, listanzcn e nschieben, dte den Zusammentritt der Mim. ter schließlich zu einer leer« Formsache behufs Unter- eichnung des fertigen Diktats mach » sollen. Darüber a oiib im Streife der Sieger verhandelt und immer wie» M « verhandest. Deutschland muß werten, obschon von
ter Feststellung seiner Entschädigungssumme die (Berre- ... , _ ...
ung unserer Finanzen und unserer ganzen Dalkswirt- züchtoeretn anregte und in die Wege leitete. Dese lteft abhängt. Bestrebungen fanten tatkräftig« Unterstützung der Be-
Wenn England dm vernünstigm Entschloß Hörden. Durch belehrende Dorträge, durch 23oc»l- und ißt«, semersetts auf die Vollmacht zur Befchlaanahme Geflügermrsstellungen in Langenbieber wurde das In- j kt deutschen P r i o a t g u th a be n zu verzichten, so tcreffe erhöht und verbreitet unü dadurch viele zur kirche ^Üßen wir dies natürlich: doch das Ende rom Liede praktischen Brietigung auf d'esem Gebiete angeregt luiem stbei der Unnacheiebtoke't der frairzvsischen Macht- D"kch gute Verbindung ml Großhandlungen wurde '°m' aber ein neuer Streitfall irrtet Entente erschaffen wird ber bMpe Bezug von Futtermitteln gesichert und eine WristKnd dauernd sich noch weitere SJerjögeritngen in Sa- höhere Einnahme für dir gezüchteten Vögel gewährle stet: m jen der Konferenz ergeben. I durch die Beziehungen des Bereins zu anderen Zucht-
- P-’ Zum Zeiioertre'b während ter langen Geduldprobe st°ti««n wurde der Bezug wid der Austausch von ' M werten uns inzwifcken allerhand Noten zuxestellt we» I Druteiern ermöglicht. So zeigte sich bald eine Besse-
"2*i « ter fnÄ>lichm Dieselmotoren, der barmlosrn kuns des GeflügrlstMdes und eine ftetire Zunahme
mren fass o g!s r fl ü ge usw. Menn die eine Gefahr für der Vogelzucht. Alljährlich wurden von Sangsnteber
lstwtt En wirtschaftlichen Wiederaufbau beschworen ist, ms durch ten Verein Taufende von Kanarienvögel ver-
)rPe,r' lucht irgendwo eine neue aus. Zwei Jahre sind fetzt I ^"dt, und immer mehr erkannte die Bevölkerung den
" ’n leit dem Einrücken der fremden Truppen über unsere | Erfolß und ten, ^veredelnden^ Einfluß der
® duWrmsen verflossen, und jetzt erst können wir den An» *■ ‘ "r "
oefol<|auf nehmen zu Bemühungen, um die ungeheuren La> oer, ' " - * - - - - - -
__________„„„ JWO. Wl, I Vogelzucht, du naturgemäß sich auch die Jugend an der aus nehmen zu Semüfftmgcn, um die ungeheuren La- I der Vögel beteiligen mußte. Leider haben die en und K o st e n d e r B e s a tz u n g aus ein halbwegs Knegsverhättnlffe mit ihren m silichen Ernährunnsum.
ünfiincs, ertröelches Maß zurückzuführen. Erfolg staden der Vogelzucht einig« Abbruch getan. Es ist ch höchst zweifelhaft ' ! des mrio mehr zu beklagen, da es gerate die weniger
Die Abstimmung in Oberschk«sie« hätte längst Demtttelt« sind, denen so eine gute Einnahme ent» olrtn sollen und länast erfolgen können. Wer diese I ^H^n mußte. Der verdienstvolle Vorsitzende, Herr E. imte am deutschen Dolkskörper wird immer noch of- I ^"hurl zu Langenbieber, fft eifrig bestrebt, durch Neu- gehalten. Eine Brutstätte non Aerxer und Gefahren! I ?delHntg des Vereins auch die Kanaren-ucht wieder zu ie überhaupt der ganze Osten, in dem die Staats» I ^rcr früh ren Höhe gu bringen. Wir beglückwünschen st der Weltsieger andauernd versagt I den gemeinnützig« Verein zu fernem Jubiläum und
Wir wallen nickt bchouvten, daß bfe innere PöÜ- ! wünsch« ihm, er mäse durch Züchtung edler .Roller" m Deutschland sich durch Schnelligkeit und Fruchi- »azu betragen, den Rus unseres schönen Gebirges zu rfeit besonders cmsze chne. Aber wir dürsm doch I ”5°^" un® “i!6« Nomen in den wertesten Steffen des Betracht ziehen, daß der Mederaufbau bei uns zu I "ateriantes bekannt zu machen. Rudolf Happ.
aiche aufs ärgste gehemmt wird durch die I *= Rirchtzafel (Kreis ßfinfelb\ Kirckweih-Dienstag 'lose Unsicherheit, in ter uns die Entente beläßt, und ? a:,r >« ter terrlid « retifdjen Kira'« vt Ratz- 6 w'r trotz dieser Schwierigkesten doch in unsere: I latt| ?,'* Einwerhuni tes Gefallenen»
-Mk noch ein schnelleres Tempo einschlagen, als die ,e« a^L„al^t.n,a8rapeJle »att cme mH ihrem R*irw<tev*rW I ■ourrt’ ,6ie Kunst des Zelbenlkbrers an dem Reai-
- ' Ltchneckenmtt. , aymnasittm gu Kaffe', Herrn Sirüm r, iit es gelun en,
„t.PMwchtig, wre w r sind, können nw getw die I die Torhalle zur Surrt« rn ein« stimmunfSvollcu Ge» wse Verzögerung nickts anderes aufbietm, als Kia- I dächtniSranm für die Gefallenen umuiroanbein. In n und Bitten, urch die machen leider nicht den ge» I itlm t>ran t das Gemälde von Pro.-. Ctucke-Vonn, des ’ fchlen Eindruck. Es wäre d'e Fra« ob unsere I ®“rterS ber 8mb«, der auch die Kaff ler stamtticn- ^ierung nicht etwas mehr hm könnte, um die ösfent- ““’m«*®?**! 1,01
4e SRrinung ht d« B it aufzuklär«. über die Not- Sf ^n ^r-cht Dürer b^ Te K
! Monat ^ur Monat, Jahr I faltiakeit mit Gott Sohn am Hängekrsttg in den Lüfte ,
■I rzr<LJffppcln laßt, obschon ine verderbssche Unsicher- I tn der tiefe das Ecdenleit» des Krieges in den Tyo« u sich bald tefritigtm sseßei Wir haben während des I einer Fcmnli«, wie sie allein Trost finden an dem pött= rit5es uns sckl'chk verstanden auf die Bemitzung der I teilen Leide» in der Höbe. Rechts sehen wir drei 'slandischm Presse; in der schlimmen Zeit des sog« Bruder hin«strcckt, groet tot, der dritte mtt ver-
" **■ ■** * ÄfäÄSJMÄ*:
sch---, »r **. I s
letzte Kind, seine verbleibende Tochter, ängstlich an sich gieyend. T« Hinterarnnd bildet das Rot des brennenden -chlackstfelces. Mit der Emweiduna findet em feierliches Requiem mit Dialonium ftirit, gu dem ein Kirchenchor die feierlich« Gesänge ausfüüren wird.