Jo 252.
^-reUast. 29. Lktoder 1920.
«« Fuldaer Leitung
Drvlk der Fuldaer Aclienbr ackeret ia FaldO
Deutscher Neichstast.
Lor ziemlich gut besetztem Hause trat das Haus am Lonners.ag, tmd)bem man zunächst den No.etat m erster L jung ohne Deixill« angenommen fjat, in die angetan« biete groge politische Aussprache ein. Als erster ergreift L«, Lvon der
Hbg. Scheidemana (603). Er wendet sich zunächst an bif Deutsche tioitspartei und meint, sie habe, seudem sie <n her Regierung ist, träfiig umgelernt. Di« Zuoetsicht, .je vor vier Monaten von der Regierung erklungen ist, gebe in Widerspruch mit der gestrigen Rede dcs Reichs« tanzlcrs. Es sei eine Besserung der Ernährung in Lus« gch. gestellt woiden, aber sie sei niemals so erbärmlich £ca)c[en wie jetzt. Scheidcmann polemisiert bann gegen b.e Deuisch-iadonaten, die die Finger von der äutzeren Politik lassen sollten, und setzt dem Parteitag in Hannover den «-affeler gegenüber. Er fordert Wiederausnahm« der Beziehungen zu Rügland trotz des Bolschewismus. Der Ge. Währung der Autonomie an Oberschlesien stimmt ec ,x Sm Innern lnüdigt er schärssten Lamps gegen die R e- cf Ito n an. Jeder, der sich nicht loyal in den Dienst der Mepubiik stellt, müsse aus der Verwaltung heraus. Am sä.imimsten hause die Reaktion in der Reichswehr, |n der nicht der Minister Gehler, sondern der Chcf der Heeresleitung Seeth kommandiert. Das neue Reichswehr» /xsch mache feine Partei nicht mehr mit Er wendet sich bann in längeren Ausführungen mit Schärfe gegen den uhen preußischen Ossiziersgeist, der durch Seeekt und seine Dffti^ere in der Reichswehr hochgezogsn werde, der sich richt nur gegen die Republik, sondern auch gegen die De» molratie richte Will der Reichswehrmimsier sich für die Republik oder für den Geist von Potsdam entscheiden? Die Offiziere in der Wehrkammer belustigen sich über bie Einrichtungen der Republik. Wo waren sie am 9. November? Bei feinen Angriffen gegen die Offiziere gerät der Redner heftig mit der Rechten zusammen und nut mit Mühe wird die Ruhe wiederhergestellt. Als er der Rechten vorwirft, während das Volk im Kriege alles verloren habe, hätte sie es nur der Selbstzucht des Volkes «u verdanken, daß sie mit dem Verlust der Achselstücke havongeiommen seien, erhebt sich ein gewaltiger Lärm. Pfuirufe und minutenlanger Lärm hindern zu- nächst den Präsidenten, für Ordnung zu sorgen. Der Redner betont, ihm liege jede Absicht fern, den Herrn Minister Gehler selbst zu kränken. Er wünsche, den Herrn von S e c ä t. diesen Organisator der Gegenrevotalion, zu beseitigen. Die Osiizierskaste muffe entfernt werden. Den Ersatz habe man aus den Mannschaften rmd Offizieren z.r nehmen. Scheidemann wendet sich dann gegen die Selbstschutzorganisationen, wie Orgesch, die nur reaf» tirmären Zwecken dienen. Auch der Deutschen Dolks- parlei, die sich immer noch zur Monarchie bekenne, traut er nicht ganz. Glücklicherweise stehe die Republik unter dem Schutze der Arbeiter. Wehe dem, der an ihr rüttelt. 3m Kommunismus sieht er keine große Gefahr, eher den Vorspann der Reaktion. Die Rechtsunabhängigen werden feit Halle wieder vernünftiger. Gelegentlich Kratt feint Partei wieder mit ihnen zufammennehen. Zum Schluß fordert er die sofortige Sozialisierung des Kohlenbergbaues, bie allein bie Steigerung der Produktion bringen soll.
Reichswehrminister Dr. Gehler stellt fest, daß er allein die Verantwortung für ben Bereich des Reichswehrministeriums trage und mit .feinem zu teil-n gedenk«. Er bedauert die ungerechtfertigten Angriffe Scheibemanns, der kein Wort für die tragische Aufgabe Seeckts gefunden habe, auf Errrnd des Spao-Abkommens die Derkleine- runa der Reichswehr durchzuführen. Eine Aufgabe, die bisher loyal erfüllt fei. Es gebe große Parteien, bie zwar im Falle der Not auf das H»er zurückgreifen, sonst aber für seine Aufgaben kein Verständnis zeigten.
Reichsentwafsnungsfornmisiar Dr. Utters stellt fest, baß die Entwaffnungsaktton bisher reibungslos und befriedigend — wofür er einine Zahlen anführt — verlaufen fei, und bisher nirgends Zwangsmaßnahmen angewendet zu rnerben brauchten
Aba. Drimborn iZtr.ft Es ist bedauerlich, baß in der soziasisti'chen Presse immer noch Aeußenmoen des Inhalts zu lesen sind, daß bl« Realenma sich nur so« lonq» haften könne, wie bie Soz'aldrmekrkatie es dulde. Das ist eine überte-’ene, aber unüberlegte Svrache. Dem- neoem">ber ist die ftn-e am Ptatze. ob hie Mehrheit?, fova'bemnfrfatie nicht i’re Kraft überscbötzt. Herrscht doch h ihren Reihen nichts weniger a'« Einigkeit. Tas Bestreben der Linken, durch einen Sturm gegen bie fetzige Regierung Neuwab^n zu erzwingen, zeigt, daß d'e S^z'al^-mokrataa ib-e Z'fckick'mttana pnn den Refierunas^eschäften fortführm wott-n. Das he. berstet «’ne gewiße Fnnri'febwitf*ert wird rms aber gerüfret finden gegenüber einer etwaigen @1tmm:nT*s« nmck». Gegenüber bei Warten Sche'demanns muß ich frststellen, daß der Reichskanzler nicht das Geringste über eine Ausnahmegefetzgedirng genen die Bgliche, «isten getagt hat. Das Zentrum steht nach ro’e vor hinter den Männern der Regierung Wir misten bie schwierige $?oae zu würdi-en. in brr st« sich befinden. Bisher ist aber nichts geschehen, was unser <B*’-t-n',en in das Kabinett b^t'e erschüttern können. Ern 60 Mft» livnenvalk in der Mist- Euraao« narb immer ein ro’rf» ferner Faktor in der Weltn-litik b'-iben a'ck in unserer fetzigen schlimmen L"ge. Wir werden Anschluß rn"' Stütze s'-chen msisten. Aber wo9 Peil'er ^ift sich in die'er Frage se'bst hei den aewifsen'a'test-n vo'ftt. keru, van b-r breiten Malle ganz zu ftfi->et«en, ein et» schreckender Illusionismus. An eine vnn De'st'ch'and imd Frnnkrmch aemeinsrm oetrenene Rai'tik ist in a''eh barer Zeit ui^'t zu denken. An ben Anstatt ber fflH- kanstchen Rrösidente'"r»ahl V>m-> mm kei"e gro'en Hoffnungen fnünfen. Eine nrlit'sch» An-äbemng an Rußland sche'tert an dem Hindernis brr völlig jerrüt'e'en inneren Derhäftnisi» des Ostreich-s. Aber ber wirtschaft, siche Anchfuß an R'tßland ist für uns eine zwingende Notwendigkeit. Bester steht es mft kstaften. Palen ha» peaen hat sich bie allnem-ine Erbifterrmn bet ms zu ne. Zogen. Der Name „vberfchleste"" fei dafür «'n Beweis. Da muß unser Verhältnis zu Dolen sehr nüchtern he. hundert werben. Tas Hmwtziel ber Tip'omatie mäste die Wiederherstellung ber Beziehungen unter ben Staaten (Europas fein. Daun werden di» Amerikaner ber-it feta dem geeininten Hnrona westerz'ihelfen. An biel-m Z ele muß die Diplomatie mith-lsen. Leidet kommt bei der Drl'tzung der Kosten im Auslande das katdolifche (Element nicht entsprechend zur G-siung. (S-^r rtrht’n!) Ich v r» lN'ste im A"swärtraen Amt einen K >lt rreferenten, der mit hem Missionswesen betraut werden muß. Der Redner kommt fodemn c,,; die Nftta"<> einer gro» si.cn Anzahl von 2Iugta-^5'ttu9fd'*n zu fttrech-n und rer- la-gt Hne acna”e Feststell-nn sib-r diele Nottage und die M'"--l. tun die'e dem Daterlande znt'"ckz"a<>.atanen. Den Südtirolern sichert er Ne heuf-h« Are-e zu. Den Kärntnern dankt er für bas Frst^nfte-, cm deul'ch-n Tate-Ionh» T-r m-hn-r tn--bet sich sa'-g-n b’n Dar'enur-g-n h.s Mnanzm'-ister« über bie noftt lch- Sibanfage t-es Reick«s zu. finf-Tiqe C-ute snrechen »cm Staatsbanterntt Ri« bat es ein unrinai-e. re? Dort gegeben wie dieses. Er ist technllch unbttrtf;- fühtbar rmd kann nur im Kommunism-s enh’n. Cta- Weitere Erhöh.mg dm dmeften Besteuerung ist urm'ig. sich- Eine Zwangs anleihe r-ürfce das wirfchaft» siche Sehen und des ohnehin geringe M-triebstaptta' hur weit-r schwächen. Es gibt n'-r ein Mistel, do« uns 'ine erheb'iche Erleichterung bringen kenn: Rück» sichtslnse Svarsamkeit . A'-menblirAich ist es [8, daß S-artarake't umso weniger geübt wird, je mehr brvon gesprochen w'rd. Unbekümmert >m alle Pa fel- tütf^fht-n muß mit dem Sparen nun endlich 'fast gemacht werden. A"ch können wir das große d el der Ordnung unserer fr'nanzen nicht err« chen. •neun n-cht di« Frage der Wieder'-u'mgchr-ntz als ata pälliz geklärt unb zweise's r?i feftgestellt ro’rb, was wir noch z-t leisten haben. Unter tenen Umständen darf oie Dieder-"'mochung als Dam-kles'chwe-t über ttrt Wroeben. Wir sind kei-e grund'ätzl'chen Gegner |«tat Dozialisierung 5Pgx wir jedoch nicht wollen, ist eine Durchbrechung der Produktivilät durch SojitiU
EB
HfiO -tubemrn »tetfle.
Bestimmung fallen alle Forsten, nicht nur He Privat» betrete. Aum Ersrtz der so verloren gehenden Wald- bcflände sollen die noch vorhandenen großen DeManbe» reicn aufgeforstet werden.
SlttS Geisa nnd ttmstednn-.
Keila. Ter Be'gwerksdirelior Hermann Da'»siebt in Reubo", Kreis Fulda, hat ittitnp auf Brann kohle eingelegt für ein *n den ft men Koisttach, Z'ti^rs, Kranlnö n »nd Motzlar, io nie in brm iximierlen ftorftrevi»r (Mei in ne!egrnr§ CButbrn« selb DaS Bergwerk soll den Namen Kohl dach erhaltrn. _______
Aus C erhoffen uns ven Hess. Aemtern.
Ma bu-g. W t bo aukzu e*'«n war, !äßt das n«-b fern .Qr «ge zu b r eift nenbe außerg-wöunl-et e Anssi wellen d r .^ghl der Stubenten jetzt nach Man tei net nnd) den d? er-g-m Nunu-idn-ren auf
eine Mindernd von e wa
Eesen Schieber und Schmuqgler.^
Der Re'chrstnanz^-nr'ter hat dem Reichstag eine Denk cbrtft über bie 93crrocnbitng der Mittel für die Brkämpinng der Zoll» und ©leitetbergehen zngehen 'aff tt. Die llebcrbanbna'ime des Schmug'le'. und 'tbifberro |'er8 itn' d e wach ende Retgn"g zu Zoll» und Steuerhinterziehune.en bat die Reichs» finanzv^ waltnna veranlaßt, in erheblich gtoRerem slmfa g als bisher Belohnungen für alle bie» jrniccu aiikzusttzen, bie bei der Aufdeckung b rgrtiner Bet geben ge -en die Ftnanige etze erfolgreich mit» miiften. Ter writaus gt ög e Teil ber vorgesehenen Belohnungen ist auf die Grenzbeamten entfallen.
Die Wirkung ber Besohmtngen, bie feit Entw'ck- lnng des SchmngeelS nach bem Kriege reichlich gegeben weiden konnten ist ganz außerordentlich. So brachte z. B. eine etnrge am 27. bis 28. Auaust in München-Gladbach vorgenommene, 24 Stunden bmd). efübrte Ba'nboiskl'ntrolle Besch'aanehmen an eingeschwärztem Tabak, Ainareiten, Kaffee nfw. im Gesamtwcrte von rund 86000 Mark. Im £>am* hnraer ft-eibafen wurden dmch die Zollbeamten im Juli für KO000 Mark Zucker, ßi-are ten'abo? un> Splitt beschlagnahmt. Beschlamabmte Transporte 9t§ zu 18 Pferden. Wagenladungen Kaffee, Tabak und Zutare^en bilden an e n-elnen Stiecken der holländifchen Grenze oft bie Sage'Ioun'’.
Sämtliche Dienststellen sind sich potzin einig, baß die Erfolge ohne die Belohnungen n cht annähernd erreicht worden wären. Die bewilligten Mitteln machen sich glänzend bezahlt Tie dem Re'che w eher zugesühtten Werte betragen rund das Zehnfache.
Zunahme der Diehverschiebnnie«
u b Maßnahmen dagegen.
Der Ueberwachunasrusschutz für Fleischein udr hat sich in fernen' letzten Sttznn ren mit der Fraae der B1 ehv er 1 dii ebn ri a en aus Deuts bland besaßt. Der llebrrwachungsausfrbutz ist bei dem llanbroirtftaa tS- minrftcr noriteBii geworden unb hat ibn ersucht, mit allen zu Gebote ste end<-n Miftetn die-eS Unwesen «u bekämpfen. Der Trausportarbesterverb.ind hat einen A„f'u- an feine Mit lieber und an die Hafenarbeiter Blasien, in dem liefe auf cforScrt werden, Viehtran?. Porte nach dem Auslände nickt zu verladen. . Die ftse> badner haben ebenmlls ihre Mitwirkun i bet bet Verbind-runi der Betfchiebunz von Vieh nach dem Äuelanbe zugefaot.
Alle ti fe Dor'chrif'en sollen zur ®'e"rerurm der Forst- und Hol'wiri selbst dienen. Sn^rcrjeit? ist eher auch wart eher Wald^rundst'ick zur lnn^wtrtfchastl ck)cn Nutzung rttl retiffnen. Drson^rr s:tzt. rro er njfg ist, unsere heimische landwirtschafllichr Rutzungesläche aus sede möaliche Pfeile tu rermrhrrn. Dur neue setz soll die Hgndh'be b eien, auch gegen den Willen des Eigentümers Wa'd^bixi der landwirt- . . schastlicheu Nutzung zuzuf^hrrn. Unter diese . segc» »ie e.s.^ Lemesiek nach re,
Perung. Tcs gilt insbesondere für die Sozialisle» rung des Bergbaues, die die Produktion acht fßrbern, sondern stören muß. Es g tt des ach, tei richtig-n Weg für bie Sozialisierung zu finden, wem wir sie mit verantworten sollen. Z r ??rage des Reichsschutgefetzes müssen wir erklären, da3 Mir auf bes ’B'ftimmtefte erwarten, daß bie Bma e ber ’Rcaferun« sich als eine abfotat gefehmih’ge D rch- fflhr-ng d>-s Weimarer Kompromisses dor'tellt. D e es Kompromiß R-m die äußerst» Grenze dess.-n da-, ras Hr a-’-t’-en Mei-ung»n dnrä-men weki-n ird ki - e -. E?n wfentFdfrr m-f'rnfe des <trmirrmTP-s ist d » ft et- h-it für die ver'cht»de"en W^ta-tch-uim-en, sch all hrm Schulgebiet P-'ltung z» verschallen. Wenn wir 'w. h^tnat tr- b»r f nn f f f ft an e 11 en Schule fV» hrffen so räumen m;r doch densmi'e-' Kre len r'-eie Be» iätigung »in. die in b»r S'm'iltanfch"te ihr 5'eat er» f,;;rn-, s»r Err'cht'mn ^er Schuten mft der 3’ S» mahl brr 5-hrrr muß her Di"e *er Erz'«h"n-s'-erech.
Tt>t a"»m d»r Efter^ zur frmmen E n
Sch»,t"ef»tz dos ntcht im Sinne des W-'mnror Kem- vromllfts c6,'»Far’t ist. drängt ms 1—erbi*t,:d> in die £>»mnrr»fnn N'cht N'w m-ine ftreunbe. fo"dem auch weit« Kreise anderer Part-ien si 'h von h„ Rotwendi". k.ft einer fneuaf,eberung bes Reiches m er. xeugt Die Kemmstsion, di» von b-m M'nllfer des 3’» n»rn mit dieser fvra-e befrmrt rohrte, wirb, so ne’me ich Pn mit best umte-» Brnschläoen bcr’or'r-ten. D.i her Netwlleh»r''ng bes Re'ch^s must Ne Reichsrefternng sel^stve-ssändsch b’e ^üfirimn übe-"ehmen. Es Handelt sich haM rnn e’ne ft’-age nun «töVer Bcheutma, rm eit, -Afi-rm'es ? (»resse a'T«rerp»-' wan~es. Trimer n b»r Zmirolne^aft kann nur dos IR-t-h fern. An Me'-m Grun''satz hcf‘en wir umerrsickha- fest. Die R'ch'e. di» dos Resch Hat. sollen nicht „esckm'll-'rt werden. Anderer- frif, m=r kein » Perschärfuna ber Der-
einheitlidiuna. Vielmehr muß im ^men der B»rfoll'ing ben Wüu'chen ber Rä-ber «-a* (B ie'e-nng vv» ollem in wirtscha"llchen Dingen möglichst entgegen, bekommen werden. ?n ds-ftm einr» -n^ in d e «- memrng1,ni r-a’-en unb sind m"r ehr''che ftnb’ra 1 {en. ba« R»'cki. fo i'k D""llchlandr Schicksal besiegelt. (Pehhnffir Prsfon ’m Z-"tr- m
üfhg. fflraf Westarp 'bnat.f verie'di^i ben a''l»'>nen- ben Stonhmin'i ’e’ner Bartes in ber ft-a»e der A'ckn. mm’e Ob er schiessens. An der Tte-immn er nickt weniger ols alles ai-zufetzen. f?ür das Zel der orun^ssitzk-chen narr^-m--tori'chen ^"»ollson. hi» er für sei-»e Poft--i in Ankpnkck nahm, erstsirt» er n-ckt nur h!» scharfe Konto»"« her *R»»ierunn fonbern auch hie Stärkuna seiner Partei in einem l’m'a me. daß in Z'- tauft nickt ohn» und nicht gegen die Deutschnalionalen reg e»t werde» könne.
‘ 7»»'cksw'»rstor d»s Innern Dr. Koch stellte fest, ban bie BerwirMchimg der zuoe'agten Autmomi» fü- D'-er» 'chlcsi^n vo^ h*r N-'chsre^ernn',, die bereit o - mmtg sämtlicher Parteien besitze, in dem Sinn« ge- barfit sei d»ß dse Borabst'mw'tnn. M« Art kel 18 der Neicksverfassung certan»«, in Oberschlesien weg'a' e unb bas Ergebnis der eigentlichen D'lksabst mm.mg über die Auwnomie durch ein Reichssefetz vorweg genommen werde Die Re'ch-regieiima denke nickt daran, aus dieser Behandlung der oberschlesi'chm Fra»e irgend ein« Kon'eguenz für andere Landesteile ableften zu ,asten, stn Obersch'essen »eickehe nur dos, was lange vor dem Kriege in Essaß-Lofhrinaen hätte gefchchen muffen, um bas damalige Re'chsland dem Reiche zu erhallen.
Freitag:' Weiterberatung.
Ein neues ^orstaesetz.
Sm preußischen Landw rtschastsmimstrnium wirb em Entwurf eines Foistkulturgesetzes für Preußen vor- bereitet, der ofnschneidende Aeudcrungm besonders in der Privalsorstwirtschasl vorsieht. Aus diesem Grunde ft'bt dar Ministerium bereits fetzt (eine Absichtendcr Oeffentsichkeit bekannt, damit die beteiligten Kreise Kenntnis unb Stellung zu ihm nehmen können. Das Ministerium strllt zunächst fest, daß Preußen durch den ffriedsnsvertrag 928 C00 Hektar Wald mit über 3 M ll. F-ftmeter Ichresderbholzeinfchlag verstört, das sind 11,5 Prag, der preußischen Waldfläche und 12,3 Proz. des preußischen Lahresderbholgertrages. Der Scharf Deutschlands ist jetzt auf 59 Mllionen Festmeter Ho z geschätzt, die Möglichkeit bet jährlichen Halzerzeuoung aber nur auf 42 Millionen. Es Hebt deshalb a”f lange 3ctt en fährsickier Fehlbetrag von 17 Mill. Feftmeter Holz zu dÄen.
Die vorhandenen Waldungen müssen daher mehr und rationeller denn je ausoenutzt werden. Das treffe besonders auf die P r i v a i w a l d u y g e n zu, die etwa die Hälfte des preußischen Wrckdbestandes ausmachen, und dcrm Bewirtschaftung btatj-r sehr verschieden war. Zur Förderung der Prrvatwaldwirischaft und tut Dekompsirna ihrer Mängel soll deshalb eine staatliche Beaufsichtigung _ber Privatwaldungen geschaffen irerdm, d'e auf allmähliche B-feiligrmg der Mßstände hinwirkt.
Tiefe Aussicht soll so wirken, daß b-e berechtigten "tarberuttfwn der Einzelwirtschaft m t den Interessen der Allaem-inheit in rleicher W ise berücksicktigt unb in T'nklang gebracht trerbert. Jeder Wal'desitz.r ist v e r» pflichtet, seinen Wald so zu bewirtschaften, daß feini Ertragsfähigkei erhai'en Heibt unb nach Möglichkeit gesteigert wirb, m der technischen Bewirtschaftung soll ihm völlig freie Hand gelassen werden.
Zu einer rationellen Dewirtschastung gehört die Aufstellung von Wirtschaftsplätten (Setrtabs- plan, Hmmngsplan, Shilturplan). Diese Wirischasts- pläne find, wem bie Aufsichtsbehörde nicht aus besonderen Gründen dsr-mf verzichtet, genehmigunapflichtig. Hierbe- und hierzu soll die Mitwirkung der Landwirt- schastskammern unb geeigneter örtsicher Waldbesitzer- veretzrigungen so cmsgestÄtet uiÄ> gefestigt werden, daß die Notwendigkeit eines E'ners:fens der staatlichen Aufsichtsbehörde möglichst eingeschränkt wirb.
Mit der Lewfttschaftuna von Waldungen üb-r 2 Hektar Grkße müsien fachlich genügend voroebftdete Persönlichkeiten betraut werben. Alle W a ldr 0 dun- atn sind reneymtgunpspTchft". Daldblößen unb Cc>» länber-ten sind a u f z u f 0 r st e n, wenn sie sich nicht vorteilhafter?nt l^^wirlschaft! chen ober einer anderen DsnutzuTiaswei e eignen.
Der Erfolg dieser Maßnahmen ist bei dem vielfach schr zersplitterten Kleinwaldb'sitz sehr m Frage gestellt Hier soll g e n 0 s s e n s ch a s 11 i ch e r Zusammenschluß der Woldbrsitzer die o-meinschastliche Durch, fsihrung der notwendi"en Maßnahmen erTO^hibeir. Dieser Zusammenschluß soll geoenüb'r dem b eherigen WaldlMostenfchaftegesctz vom 6. Juli 1875 erleichtert werden, und zwar in ber Form der Waldbetriebsge- noflenschast, der WoF-wirtfchaft-genvs'enschaft unb der Dirfforstungsc-enosienschaft. Dta Wal^genoss-nschäften sollen in erster Linie mögllchst freiwillig gebiidet^ werden, doch kenn ibre/Enbutm, wenn es notwendig erscheint, «uch zwanxswcise geschehen.
Rus dem Mchvaraeviet.
4- Neuhof, lieber ben Verlauf ber am 6. Oktober b 3. in Berlin siattgehabten ordentlichen Gewerken- versamm'ung der Gewerkschaft 01beberg wirb berichtet: In ber Versammlung waren 3892 Kuxe vertreten. Der Dorsitzenbe teilte zunächst mit, baß bie Berufung der biesjährigen Gewerkenverfammluna sich um einige Z-it rerzögen hätte. Dies habe seinen Grunb zum T»'il darin, daß eine groß« Anzahl Kuxen in an- bere Hlnbe übergegangen sei unb daß infolgebessen erst eine Verständigung über hie weitere Zufammemetzung ber Verwaltung herbeigeführt werben mußte. Jnzw.- 'd)en sei biefe fßerftänbigung erfolat. Die Erwerber ber Kuxe ftänben ber Gruppe ber Deutschen Kasswerk« nahe. Bezüglich ber technischen Lage ber Werk« Hedwi-sburg. Reindorf urb Neuhof bemerkte ber Vorsitzende, daß im Lahr« 1919 wenig Neuanlagen aus'(führt seien. Gegen Ende bes Lahres seien "roße Dteparaturar&eUen corgencmmcn unb bns ganze Material ergü-zt worden. Sodann sei dazu über-eiangen worben, b:e ka'ta Lösung ber Sa'z« «Inz-iführen. wodurch wesentliche Er» taarnlsse ai Sohlen erzielt würden. Trotz der orosien Ausgaben für Anschof'ungen unb Reparaturen fei bie ftnanzftsse Lage ber Werk« fitbrclgsburg, Neindorf unb Neuhof sehr auf. Für 1919 könne eine an-emeft hne A"S'e-te rerteilt werden, worüber noch »’n ve» icki'uß herbefgeführt werben würde. Das Kallge ch ift im rrften halben Lahr 1920 wär« befriedigend gewesen. 5m Aunenbl'ck fei infotoe ber wirlfckak't. Stockungen nach fast" allen Cänbem ber Absatz weniger gut
mc. ftrmikfnrt a. M. Der D 0 m hat em neues mm« derrolles Sckmucksiück von ber Hand bes Bildhauers Ohly erhalten. Ein Kreuzweg von seltener Schönheit, modern in, ber künstlerischen Auffsssirim unb doch ohne lebe In die 9taeen fallende Tord-nz. Der Manfstrat, wie btt katbolifch« örmembe haben sich bem Künstler gegenüber höchst loh mb ausgesprochen.
me. ftrsnfiurf a. ffl. Obwohl man es für rht Ding bm llnmöel'ckkeit ba"m soll «, fo Ist es d-nnoch Tolfoih«, höh a »f fe-nem ftrankfurt"« ft amt RH An- fang bi-f-r Wo-f>» Z-Hn. ttnb Bünfvfennl-mar- -e« zu hflh-n sind. Das höfte früher einmal rortammm !oll-n. — Ttt €tabtomnxt!!imn r*trmt r»cemt>?riig eine moße UmoruppierHna ihrer B° omt« n vor. wo-bi'rch mehrere Hundert H'lfsarb'fter üb-rstüssia tmb entlassen morb-n sollen. Vm lo-taie fiärt'n «u oerm-*ben. romb-n b'e schon ror bem firieoe bei ber Stadt bckchäf- ‘.mitn Hilfsarbeiter m bau-rnbes Angest.lltenverbästnis ermomwten. — M-hrere Taufenb kathollfche Frästen Frankfurts vrotestf erten, am Mit- woch abenb nrnten bie Aufhebung ber Abireib'nmsnara» eraphen be« Strafgesetzbuches, bie von sozialistischer Seite beantragt ift , _ _ , . . .
bk Kassel. Der Strafprozeß «egen by Ma rbürger S t ubent en wird doransstck'tlick Ende November ober Anfang Dezember **or dem Tckwu'g-rickn ix Kastel feine zweite Anflaoe ft- leben. E n bestimmter Termin kann noch v'ckt bekannt eiemß'n trfT'en. Die Borg'beiten geüeiben sich dadurch !o lg-^m'e'ig nnd NN? gnareich, daß ber StaatZouwnl' ck-os, e!wa 3 5 neue Belast nn-s- - »n gen namhaft aemach? wo'den finb. ■ Das er- äfte, tv-nn ässe K-"aen vernommen werben, ein Ans ebot von faß 100 Zumen. Die § e-gtfanmalt- i hflft ist nnrmeLr vor eie Aulaobe erff.nt, diestn Zeuaenavva at au? einen w'Nieben W?t zn p'ü'en ■irb zu stf ten, was nommtb bei d^n neuen vx. ta^um-ez-riaen keine einfache Aafaab' ift. Die Ber- hanhlnna vor dem Sttw"rae?-chi wird mindestens eine Woche in An'pruck n bmen.
6mtUtaA.Sit.
bleibt mein Geschäft geöffnet.
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BorgiasFtnbe 4. Trl-pk-on 33».
Der vorstanü.
statt Es ladet ergebenst ein
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y Oratorien* und Konzertverein ..Caecilia - Museum".
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Sonnlag, ten 31. Oktober 1920, Lffenßtlcher
Preisskat v. Konzert
im MSller'schen Santa. (Prelle bestehen aus $cU»- Haien, anten. Wüt en nsw).
ftreunbeunb(3Snn r sindböstichsteimetaben 0erVorstand.
Sonntag, ben 31 Oktober, findet in bei Gastwirtschaft Vogel hier großes Preisschietze«
1. Konzert
Samstag, den 30. OkL, abends 8 Uhr im Saale des Bürgervereins.
Hedwig Rode. Konzert» und Oratoriensängerin (Alt) aus Osnabrück,
Anni Betzaek, Violmvirtuosin aus Offenbach, Am Flüiels Herr Alfred Fischer aus Hersleld» Vorverkauf ab Mittwoch, den 27. in der A. Maier’schen Hofbuchhandfung.
Eintrittspreise: Mk. 5.— lohne SteueiX für ordentliche Mitglieder Mk. 3.60, Schüler- karttn Mk. 2.10 (ohne bt uer) nur an der Aben.kasse. A nssero rde ntl Mitglieder
wo len ihie Freikaiten Mit.wuch abbolen.
SüMiver-Wfiii s-ZWiiU Sulöu.
Tienstag, ven 2. Nov-, vormitiasts 8 Uhr im Zrichensaal der Stadlfchute (a tt Käfern«)
Beginn des Zuschneidekursus
»ob. ®ut6trief, Obermeister,
jeseilschaiis-Va einEintrach 1“ haimeiz
Am Sonntag, den 31. Oktober,
bringen wir auf vielseitigen Wunsch in der Gastwirt schäft Krack zur nochmalgen Aufführung die Tuealer »Lücke:
Genovefa (die P[a!zgra;in am Rhefn)
Das D eimonalskind
Die Gepäckträger
verbunden mit Konzert Es ladet ergebenst em
Cer Vorstand.
Xass*nmTnr>n<r 5 tP’r. Anfang nnnki
-Ulli-1!. MtsteiUNiDii, NisWUÄekg
Sennteg, den 30. Oft ber, und Montag, öea 1. November 1820, g.oszcs PreiUeßel».
Erstklassige Pltise.
Es tatet höflichst ein
Der Vorstoss.
Dec Kctgjsmiaif.et bet Finanzen.
Seiiin, ben 8» Dlfober 1920.
HL Ku 26J12.
Df« zebwei ig wenürenbe IBeite'erung ber Posta»» stallen mit 6ien rmaiten tat zur Folg« get obt,daß 2lib.it» geter nicht irchizeit a iijcr Airpfi ck tuno aus § 4, Abf. 1 her Stfümmun ;tn über Sie ooanufige Erhebung ber 6tn« fommei fhuer duich Abzua vom Arbeitslohn tur b^s Rech» nunef ja r 19-0 tont 21. Moi l«20 nackion men fennten.
Ilm btt Unju;racl eb'fi!»n zu oeimuben, d e bar ue entltif)<n, baß 2ltbetigcbir bin cusmiraten Arbeiinetrncr» n cht die Seue. fatie mit d,n nrbnuncsmai ig cn rocr.eica Steueimaifen übergeben tön neu, o.dne ich bis auf Wei eres an, da; bie 21tbeti eher in Fällen tiefer tlr b n von b c Lohn bet arbeitrel mir eintetiiJt. reit Veliag in bar an rte für ben Arb'ifgeber zuständige tzinanzlasse unter Angabe b s Mohnsttzes des Arber ne weis cm 1. Aptif 1920 unb '>e-ebenentaUs umer Angabe bes Steuerzeichens abfü;rert kann
Fcll; bieginan lasse des Arbeigebers nicht selbst auch bi« für ten Atbei. nehmet juftänbiae ift, hat ft« ben von dem 2bb t gebet Bbgelieferten Benag an btt zuständige Fmanjkasfe tejts. S euer bebelasse wtaetzuleiien.
Tet Libeits b.r tat bem Arbeifnehmet aut Verlange« eine Deich« ntgung zu rrtet en, aus bet bet Betrag, b«t 06 «fuhrt warten ift, ber Ztt runtt bet Abführung, bie Kasse, an bie adge ühn raot en ist, nnb der Zeitraum, für ben die rbgelühnen Biiirüge einbefjauen moibm hervorgett.
Die B.fche n'gung kann mit bet nach § 14 ber Bestimmungen nem 21. Mat 1920 verbunden »tr.en.
Wirb verössenlllcht.
Fulda, ben 25. D.iober 1920.
Ainauzaml. gez. Schmidt.