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Streuselkuchen.

Zutaten: 250 g Mehl, % Päckchen von Dr. Oetker’s „Backin", 70 g Butter oder Fett, 40 g Zucker, % Päckchen von Oetker’s Milch- Eiweißpulver, y4 Liter Milch oder Wasser.

Zutaten zum Streusel: 150 g Butter, 125 g Zucker, 10 g Zimt, 150 g MehL

Zubereitung: Butter und Zucker werden gut gerührt, dann gibt man das Eiweißpulver, das mit dem „Backin" gemischte Mehl und die Milch hinzu und arbeitet alles gut durcheinander. Der geschmeidige Teig wird auf einem gefetteten Blech ausgerollt und mit zerlassener Butter überpinselt

Zu dem Streusel läßt man die Butter schmelzen, gibt dann Zucker, Zimt und das Mehl hinein und rührt die Masse gut durcheinander. Man streut den Streusel über den Kuchen und backt Ihn bei Mittelhitze.

Fuldaer Zeitung

Druck bet Satbaet iletienbtartcr i in Fulda.

3BT23*

Freitag, 8. Oktober 1920.

Die zweite Blockade.

Dr. Fritz Grab, Generalsekretär des kurh. Bauern­vereins.

Der ersten Blockade während des Krieges steht die -weite nachkriegerische Blockade nichts nach. An Hand der Valuta kann sie auf mechanischem Wege eine Stärke erreichen, die die Grenzen des Erträglichen überschreitet.

Da der Tiefstand unserer Valuta jeden Ankauf, be- sonders der Lebensmittel im Auslande fast ganz unter­bindet, indem sie finanzielle Unmöglichkeiten schafft, wirkt sie wie eine sicher wirkende Sperre.

Diese Auswirkung und der katastrophale Tiefstand anjercs Geldwertes haben das Valutaproblem in den Mittelpunkt des Tagesinteresses gerückt, und vor allen Dingen nehmen die Abhilfemaßnahmen in der Presse eine bevorzugte Stelle ein.

Als wichtigstes Moment für die Gesundung unserer Geldverhältnisse bezeichnet man vor allem die Arbeit Dabei denkt man wohl in erster Linie an die Arbeit auf dem Gebiete des Bergbaues und der Industrie. Die Arbeit auf dem Gebiete der Landwirtschaft ist bisher noch wenig einer Würdigung ihrer Bedeutung für unser Valutaproblem unterzogen worden. Das ist umso erstaunlicher, als die Balutasperre hinsichtlich der hier erzeugten Produkte empfindlich fühlbar, und da» durch als zweite Blockade empfunden wird.

Die Preisbewegung der Valuta hängt wie jede an­dere Preisentwicklung von Angebot und Nachfrage ab. Die Summen, die Deutschland an ausländischen Zah­lungsmitteln für die Einfuhr braucht, sind so riesengroß, daß selbst die Gesamtheit aller anderen Faktoren ihnen gegenüber verschwindet, daß also die Bewegung des Handelsverkehrs ausschlaggebend ist für die Gestaltung des Angebots und der Nachfrage Als wichtigsten Ein­fuhrartikel kann man wohl für die nächste Zukunft die notwendigsten Lebensmittel bezeichnen. Bei dem inten­siven landwirtschaftlichen Betrieb m Deutschland vor dem Kriege erforderte die Dolksernährung 1912-13 schon eine Einfuhr von durchschnittlich:

924,6 Tausend Tonnen Mehl

212,1 Tausend Tonnen Reis

310,8 Tausend Tonnen Hülsenfrüchte

373,2 Tausend Tonnen Kartoffeln

599,6 Tausend Tonnen Zucker

272,1 Tausend Tonnen andere Hackfrüchte u. Gemüse 173,9 Tausend Tonnen Pflanzenfette

120,5 Tausend Tonnen Rindfleisch und Fett

15,2 Tausend To. Schafe, Ziegen, Pferde, Rinder 53,2 Tausend Tonnen Geflügel, Wild

58,5 Tausend Tonnen Milch und Rahm

54,5 Tonnen Butter

23,1 Tausend Tonnen Käse

167,3 Tausend Tonnen Eier

Nach K. Franz: „Der Kampf der Deutschen Acker- Dur 1914-18", woraus auch obige Zahlen entnommen Md, hingen wir in unserem Weizenbedarf mit rund der Hälfte des Bedarfs — 1067 680 Tonnen von Nord­amerika und Ländern des englischen Einflußgebiets ab; ebenso lieferten Rußland und Argentinien, ersteres be- sonders Gerste, Kleie, Oelkuchen und Hülsenfrüchte. Wenn auch jährlich 2% Millionen Tonnen Brotgetreide verfüttert würben, so ist das kein Gegenbeweis inso­fern, als hier nur eine Verwandlung von Getreide- Nährmitteln in tierische vor sich ging, wodurch der Volks- «Währung kein Verlust erwuchs.

Um wievieles werben sich biefe Ziffern in Zukunft erhöhen müssen, da doch bas durch den Raubbau aus­gehungerte Land bei weitem die Friedensoerträge nicht mehr liefert und auch nicht mehr liefern kann. Es be­darf einer jahrelangen Aufwendung an Düngemitteln und Meliorationen, um die Ertagsmenge früherer Zei­ten wieder zu erzielen.

Sn diesem Zusammenhang ist es vielleicht angetan, darauf hinzuweisen, daß das Anschwellen der Geldmen­gen in den ländlichen Kassen nichts anderes ist, als das für unterlaßene Verbesserungen zurückgeleqte Kapital, die für die Fruchtbarkeit des Landes unbedingt erfor- derlich sind. Erst wenn dieser scheinbare Kriegsgewinn wieder aus den Kassen in den Boden und in die Vieh- ställe getBanbert ist, wenn auf bie gelbreiche Zeit in den ländlichen Danken eine geldarme Zeit folgt, dann ist die Periode des Raubbaues vorüber. Erst bann wird das Land wieder feine alte Ertragsfähigkeit er­reichen, und bie Erträgnisse können wieder auf ihren früheren Stand gebracht werben.

Es muß aber unbebingt angeftrebt werben, diese frühere Ertragsmenge noch zu steigern. Jedes „Mehr" auf dieser Seite bedingt ein „Weniger" auf der Ein- fugrfeite. Die für die Lebensmitteleinfuhr ersparte

Menge können wir ohne Schädigung unserer Valuta, । der Einfuhr der Rohprodukte zuweisen. Dieser Umstand | ist deshalb von so großer Bedeutung, weil uns ja große Länderstrecken mit reichem Gehalt an Rohstoffen ver­loren gehen.

In feiner Etatsrebe sagte der vorige Finanzminifier Erz­berger, der Staat müsse versuchen, Kredite zu bekommen, i um feiner wichtigsten Aufgabe, die Ernährung des Vol­kes zu sichern, nachkommen zu können. Das genügt aber nicht. Es ist unbedingt erforderlich, die Landwirt­schaft so zu stärken und zu fördern, daß diese Kredite auf ein Mindestmaß beschränkt werden können. Wenn man sagt, daß das Valutaproblem il a. auch von der Warenseite angepackt werden müsse, indem bie Pro­duktion fo rasch und so kräftig roie mög- lich Hochgetrieben weide, so ist das in hervorra­gendem Maße auch auf die ländliche Produktion aus- zudehnen.

Alle noch fo fleißige Arbeit auf dem Gebiete der in­dustriellen und gewerblichen Betätigung würbe eine überragende Ausfuhr nicht Hervorrufen können, wenn es uns nicht gelingen sollte, unsere Ernährungsbedürf­nisse so weitgehend wie eben möglich aus unserem eig­nen Lande zu befriedigen. Eine völlige Defriediaung scheitert ja an dem Verhältnis von „Areal und Kopf­zahl", aber eine weitgehende Steigerung ist sehr wohl möglich. Und diesen Umstand sollte man auch bei der Erörterung des Dalutaproblems berücksichtigen. Wird er übersehen, so könnten bie innerpolitischen Maßnah­men sich berart gestalten, daß sie dem Bauernstand für lange Zeit die Grundlage für eine kräftige Ausnutzung seiner Produktionsmittel entziehen.

Während das „Loch im Westen" und die Frage der „Ausfuhrzölle" bei den fo zahlreich getätigten Käufen der Ausländer — in ihren Wirkungen auf das Daluta- problem nur von zeitlich begrenzter Bedeutung waren, kann bie fach- ober unsachgemäße Behandlung des nah­rungerzeugenden Gewerbes von langfristigen Folge­erscheinungen begleitet seien. In Nummer 887 der „K. D." wurde in einem Artikel: „Der Wiederaufbau unserer Fleisch- und Mllchversorgung" auf die Bedeu­tung dieser Nährmittel für unsere Volkswirtschaft und auf bie unbedingt notwendige Steigerung der Erzeu­gung auf diesem Gebiete hingewiesen. Unsummen deut­schen Geldes gehen täglich für ländliche Fertigprodukte Fleisch,, Fett und Milch ins Ausland. Diesem Uehel- stand würbe verhältnismäßig abgeholfen, wenn unserer Lanbwirtsochft unter normalen Bedingungen die Roh­materialien in Form von Futtermitteln zugeführt wer­den könnten. Das für bie nötigsten Nahrungsmittel auswanbernbe Geld bewirkt — neben dem entflohenen Kapital — im Auslande ein Ueberangebot an Mark und dadurch, den Preissturz der Valuta. Die Steige­rung unserer ländlichen Viehzucht steht und fällt aber mit der Leistungsfähigkeit unserer Landwirtschaft. Letz­tere fördern heißt die Valuta bessern. Eine mindestens ebenso große Bedeutung ist in dieser Hinsicht den Brot- getreibearten, den Hackfrüchten und der damit zusam­menhängenden Zuckerproduktion beizumessen. Gerade die Letztere ist geeignet einen guten Ausfuhrartikel zu liefern, wodurch mehrere Milliarden erzielt werben kön­nen, was wiederum eine nachhallige Beeinflussung des Weltmarktpreises in abfallender Richtung bedeuten würde.

Allein unsere jetzt so schlechte Ernährungslage muß uns zu der Ueberzeugung bringen, daß eine größtmög­liche Unabhängigkeit vom Auslande durch eine Ertrags­steigerung auf dem Gebiete her ländlichen Erzeugnisse unbedingt erreicht werden muß. Daß diese Unabhän­gigkeit zugleich eine wohltuende Wirkung auf unfere Valuta ausübt, rückt bie Debeutung der Landwirtschaft in finanzpolitischer Hinsicht ins rechte Licht.

„Stadt und Land", bie bisher so feindlichen Brüder, sind also auch auf diesem Gebiete eng miteinan­der verknüpft. Beider Arbeit ist für bie Gesundung un­serer Finanzen und unseres Außenhandels gleich wichtig. Beide müßen also Hand in Hand arbeiten und der eine kann ohne den anderen nicht gesunden. Es liegt daher im Interesse keines von beiden, den Ast, auf dem sie sitzen, abzusägen.

Da die internationale Regelung der Satutafrage noch sehr ungewiß ist und vielleicht nie verwirklicht wirb, bleibt uns nur die Selbsthilfe. Bei ben vor- geschlagenen Heilungsoersuchen kann man zwei Stoßen unterscheiben, einmal die sofort wirkenden, bie eine plötzliche aber zwangsweise Besserung bringen sollen und die langanhaltenden, bie erst im Laufe ber Zeit, bann aber um sih sicherer wirken werben. Bei ber (Er­wägung ber Letzteren ist es unbebingt nötig, auch ber Lanbrvirtschaft den Einfluß zuzuweisen,, ber ihr, ent-

। sprechend der Bedeutung für unser Valutaproblem, te« | bübrt. Indem sie dafür sorgt, daß die frühere Pro­duktionshöhe wieder erreicht wird, damit wir ohne den : Rcst unseres Vermögens in das Ausland abzugeben, uns selbst ernähren können, ist sie berufen, durch ihre Arbeit an ber Hebung ber Valuta an bem Aufschwu-g ! unseres Wirtschaftslebens unb somit an ber Beenbigung ber zweiten Blockade tätig mitzuarbeiten.

aus dem Rachbargebiet.

— Saßet Am Montag, ben 4. Oktober, hatte Kass« seinen Volksvereinstag. Dr. Berger von ber Zen­trale in M.-Glabbach war gekommen, um ein Bild zu geben von ber Tätigkeit der Zentralstelle, ben Aufgaben, d>» bem Volksoerein nach ber Revolution erwacht en find unb was wir als Katholiken in den heutigen Zet- Verhältnissen zu sagen und zu tun haben, lieber bie- beiden ersten Punkte sprach der Redner nachmittags 4 Uhr in einer Konferenz im „Ritter", die recht gut be­sucht war. „Was wird aus bem Dolksver-in?" so war die bange Frage, die sich Zentrale und Vorstand bei Ausbruch der Revolution stellten. „Wird auch er unter» tz-hcn im Strudel der Zeit oder ist er jetzt vielleicht überflüssig geworden?" „Nein, j'tzt erst recht ist der Volksverein nötig," war die einstimmige Antwort. Erst recht bedarf jetzt unser kath. Volk eines Führers, der es unterweist in wirtschaftlichen Fragen, eines Führers, der ertlärt, daß nicht ber Kapitalismus, wie er gewesen, baß nickt ber Sozialismus, wie er heute als Allheilmit- tek gepriesen wirb, bie richtigen Wege zum Wiederauf­bau sind, sondern daß nur bas System bes Solibaris- mus bas System ber Zukunft ist. Auch staatsbürger­liche Schulung tut heute mehr als je not Weiterhin stehen kulturelle Forderungen im Vordergrund des In­teresses. Es gilt bie Angriffe auf bie kath. Kirche zurück- zuweifen; denken mir an die Freidenkeragitation im In. buftrtegebiet und den großen Städten Deutschlands, wie auch an ben Adventismus in München. In der Schul­frage stehen wir ebenfalls vor schweren Kämpfen; beim ber jetzige neue Gesetzentwurf ist viel radikaler, als der der Nationalversammlung. Hier wirb bie Schutorgam- fation ber brutschen Katholiken, bie ja bem Volksoer­ein angegliebert ist, recht ball» auf ben Plan treten müs­sen. Das waren bie leitenden Gedanken des Konferenz­vortrages. Es wurde dann das Winterprogramm des Dolksvereins ■ festgesetzt und in der Diskussion noch manche wertvolle Anregung gegeben. Um 8 Uhr abends fand dann im großen Stadtparkfaale eine öffentliche Versammlung des Dolksvereins statt. Der zahlreiche Besuch zeigte, daß das kathol. Kassel den Bolksoerein schätzt unb ihn versteht. Diese Tatsache be­weist auch die Mitteilung, bie der Stadtgeschäftsführer, Herr Pastor Thiergar t-Bettenhausen, bei {einer Er­öffnungsansprache machen konnte, nämlich, daß der Volksverein in Kastel seit diesem Frühjahre um 400 Mitglieder gewachsen ist. Das Thema des Abends lautete: Was haben mir deutsche Katholiken in der Not unseres Volkes zu sogen und zu tun? In ber ihm eigenen, Verstaub unb Gemüt faffenben Art verstand es Dr. Verger, seine Zuhörer in einftünbigen Ausfüh­rungen zu fesseln. Soll bie große Not unseres Volkes in wirtschaftlicher, sittlicher und religiöser Beziehung be­hoben werden, so muß jeder Mensch bei sich selbst anfan» gen umzuwandeln. Soll eine äußere Umgestaltung der Verhätlnisse kommen, muß die innere Umwandlung des Cinzelmenschen vorausgehen. Siebe unb Treue, Religion unb Tugend müßen wieder hinein in Hütte unb Palast; die zwei steinernen Tafeln der zehn Gebote Gottes müßen wieder mehr geachtet wer­den und anders wird Handel und Wandel, Familien­leben unb Kindererziehung. Wenn ein Verein vor allem da- Familienleben erneuern und veredeln kann, so ist es der Volksverein. Er ist jaj die große Familie der deutschen Katholiken. Wie sehr ber Redner den Zuhörern aus bem Herzen gesprochen, bewies ber reiche Beifall unb bie nachfolgende Unterstützungsaktion ber Ver­trauensleute, beren Ertrag für die Zentrale in M.-Glad­bach bestimmt war. Mit herzlichem Danke an die Er­schienenen, an alle Mitarbeiter und die Zentralstelle selbst konnte der Stadtgeschäftsführer die Versammlung schlie ßen in dem stolzen Bewußtsein, eine in allen Teilen befriedigende Tagung verlebt zu haben.

vermischter.

* Ter Reichstarif im Bankgewerbe abgeschlossen. Dienstag wurde im Reichsarbeitsministerium zwilchen

dem allgemeinen Verband der deutschen Bankange­stellten, dem deutschen Bankbeamtenvercin und dem Reichsverband der Bankleitungen die blsber noch strittige Frage der Ueberstundcnbezahlnng beigelegt. Es wurde ein Bermittlunasvorschlaq angenommen, nack bem der Reichsverband der Banklcitungen sich verpflichtet, die für Oktober geleisteten Borausbe- zab laugen nickt anzurechnen. Damit ist der Reichs- tattf für das B-nkgewerbe, der zu schweren Kämpfen Ber-^laffung gegeb"n hatte, abgeschlossen

* Lavdiotrksckaftliche Verpachtungen ohne Celbgc- bofe. Bei ben Verpachtungen meck'-mbwgischer Güter und Höfe, die etaatscig-ntum sind, ist eine bedeutsame Aenderung geschehen. Die im Verpachtungswesen zum ersten Male das P'inz-v der Geldgebote durchbricht. Durch das Mecklenburg!,che Landwirtschaftsministerium kommen Anfang Oktober sieben größere Bauernhöfe zur Verpachtung. Pachtgebote werden nicht in Geld, sondern nur in reifen Feldfrüchten, und zwar nach Zentnerzahl abgegeben; Meistbietender ist der, welcher bem Ministerium bas größte ßieferungsgeboi in den verschiebenen Fruchtarten macht. Die Vertei­lung auf bie verschiebenen Fruchtorten miru im Pacht­vertrag vorher festgesetzt. Durch bie neue Pachtme­thode glaubt bie mecklenburgische Regierung vor allen Dingen bie Versorgung ber Bevölkerukng mit Kartof­feln verbessern zu können, an benen in Mecklenburg trotz der bedeutenden Kartoffelernte ein von Lahr zu Jahr größerer Mangel herrscht. Die über bas Pacht­gebot hinaus erzielte Produktion, bezw. berent Erlös ist ber Gewinn bes Pächters.

Literarisches.

Deutscher Hausschuh. Illustri-^e Familienzeitschrist. 47. Jahrgang. Don Oktober 1920 bis Geptemb’r 1921. Monatlich 1 Heft. Vierteljährlich 6 Mk. Verlag von Friedrich Pustet in Regensburg. Heft 1: Des Todes Beute. Kriminalroman von A Hruschka (Erich Eben- stein). Das Erwachen. Von Pater Wilh. Schmidt, S. D. D. Das verräterische Herz. Von Edgar Allan Poe. Deutsch von H. M. von Lama. Wie Tiere „lügen". Von Jul. Herrmann. Die Nichte des Domherrn. Reise- erzählung von Hermann Siegfried Rehm. Wunder­kinder. Don Otto Promber. Herbst im Schloßhof. Ge­dicht von Jos. Stckitz. Wer einmal Treu gebrochen hat. . . Erzählung von Theodora Korte. Die Leib- reute. Don A. von Schmidt. 3m Minenstollen. Don Willy Hacker. Zur Bekämpfung der Spielwut. Don Dr. Hans Lieske. Till Eulenfpiegel. Unterhaltungen am Familientisch. Für die Frauenwelt. Bücherschau.

Schwarzwald-Stader. Erzählung von Maria Batzer. Buchschmuck von Karl Sigrist. Zweite und dritte Auslage. 4.-8. Tausend. 8° (VIII u. 216 S-) Freiburg i. Br. 1920, Herder. M. 12.—; geb. M 15.— und Zuschläge.

Das Buch führt uns in ein Schwarzwaldbors, urtb es ist, Äs ob man ben würzigen Dust der Tannen atme unb das Rauschen ber klaren Wasser höre. Es erzählt in ber HauptsaHe von Kindern,, ihrer Freude und ihrem Leid, unb ist für Kinder bestimmt — aber auch Erwachsene, bie sich noch ein frohes Herz bewahrt haben, werden es mit Genuß lesen. Es ist echter Humor darin unb deutsches Gemüt. Prächtige urtb natürliche Gestalten von Kindern unb Erwachsenen werden uns vorgeführt. Unter ben Kin­dern gewinnt man nicht bloß bie guten Beb, sondern auch bie weniger braven (deren es ja auch geben soll), am meisten aber bie Hauptperson, ein herziges kleines Schwarz- walbkinb. Die fchlicht-kernioen Bilder von Karl Sigrist sind ganz auf den Geist des Buches eingestellt.

Die monatliche ©eifleserneueruna am Herz 3efu> Freitag. Mit einem Vorwort von Joseph Hätten, schwüler S. 3. 12° (VIII unb 218 S.; 1 TafeH . Freiburg i. Br. 1920, Herber. Mk. 9.40; geb. Mk. 12.4k unb Zuschläge.

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