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Fuldaer
Druck der Fuldaer Aetieudrnckerei i« Fulda.
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vleseuchenpaNzeUiche AaordmrsZ.
Nack Feststellung der Maul- und Llaueussuche in Dorndorf und Oberweid wird auf Grund der gesetzlichen $eTS6,'Ä8.*- Es besteht Feldmarksperre. Das Durchfahren und Durchtreiben von fremdem Klauenoieh durch die Seuchenorte ist verböte Beobachtungsgebiet bilden die Orte Merkers und Lieselbach bezw. der Ort Unterweid.
3. Die Klauenviehmärkte im 4. Bezirk find bis auf werte«? n^5bogperrbeäirtc und Beobachtungsgebiete gelten die in der viehseuchenpolizeilichen Anordnung des Staats- rerts von Thüringen vom 30. Juni 1920 (Gesetzsammlung für Th. 1920 S. 126) enthaltenen Vorschriften.
Zuwiderhandlungen werden nach den Bestimmungen des Reichsviehseuchengesetzes bestraft.
Dermbach, den 21. September 1920.
Der Direktor des 4.Verw.-Uezirks. gez. (Unterschrift).
Wird veröffentlicht.
Fulda, den 30. September 1920.
Der Landrat: I. D.: Köhler.
M 232.
Mittwoch, 6. Oktober 1920.
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Vermischtes.
• Grotzfeuer auf dem Riefendampfer „Bismarck". Auf der Werft von Blohm u. Boß bei Hamburg ist auf
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besiedelt, so wanderte einer nach dem andern aus, als es begann, an trinkbarem Wasser zu fehlen. Wenn im Quett« gebiet der Wald gefällt wird, versiegen die Quellen. Der Grundwasserspiegel sinkt, die Bäche trocknen aus, und auf einmal kränkelt auch die tiefer gelegene Waldung. Wo üppige Wiesen waren, entsteht eine sonnige, dürre Tnft: an vielen Stellen überläßt die Vegetation den Platz dem Schutt, und mich an Orten, wo Wildbäche niemals hinge- langen, mutet das Land nur mehr als Ruine feiner Ber* gangercheit an. Das haben die Franzosen längst erkannt, darum suchen sie die Berghänge neuerdings aufzuforsten, die Wildbäche zu verbauen, und sie verwendeten darauf seit emeni Mmrschencllter zehnmal mehr Millionen, als den gewisienlosen Spekulanten, die den Wald dort niederschlagen ließen, jemals aus ihrem Raubzug in die Taschen geflossen sein konnten." •
Soweit die Ausführungen Frances. Man wende nicht ein, daß Deutschland kein Hochgebirge sei und nicht in dem Maße von einer Waldverwüstung betroffen werden würde. Ganz im Gegenteil, die Wirkungen würden hier noch schlimmer sein; Deutschland ohne Wälder würde bald einer asiatischen Wüste gleichen. Wenn wir also uns und unsere Kinder und Kindeskinder erhalten wollen, dann muffen wir Deutschlands Wälder schonen und erholten, und was an Bäumen fällt, fallen muß- muß sogleich durch reichliche Neuanpflanzung ersetzt werden. Für einen abgehauenen Baum müssen mindestens drei Keimlinge gepflanzt werden.
— Die Zukunft des Kohlenbergbaues. Wissenschaft und Praxis sind dabei, die ungeheuren Fortschritte auf allen Gebieten der Technik, die die Not des Krieges aus den Gehirnen unserer Wissenschaftler mit Hilfe des gewaltig emporgeschvssenen Wagemutes der Praktiker und Unternehmer herausgepeitscht hat, nutzbar zu machen. Die gegenwärtige Tagung des Vereins deutscher Ingenieure wie au* der kürzlich veranstaltete deutsche I Natursorschertag in Bad Nauheim führte in einen riesenhaften geistigen Versuchsgarten, in dem es an allen I Ecken und Enden sprießt und knospt und bluyt. — Es stehen uns stellenweise ganz fabelhafte Umwälzungen bevor, und es scheint, daß auch der Kohlenbergbau, I um dessen Sozialisierung heute so lebhaft gestritten wird, in seiner bisherigen Form auf dem Aussterbeetat steht.' Der erste Kohlenbergbau vollzog sich durch Ausgraben der infolge Gebirgs-Verwerfung bis nahe an die Erdoberfläche gedrängten Kohlen: so in Deutschland im Wirm-Revier bei Aachen und, weniger günjttg, ;m | südlichen Ruhrgebiet. Allmählich mü wachsendem Be-
Awtliche Anzeigen.
Diejenigen Herren Bürgermeister und Gutvorsteher des Kreises, welche mit der Erledigung meiner Derfü- qung vom 11. August d. I. — 3. Nr. I. !»078— »8^ 'Zeitung" Nr. 190 — betreffend die Besichtigung btt AeuerMkken, noch im Rückstände sind, werden hierdurch mit Stägiger Frist erinnert.
Fulda, den L Oktober 1920.
Der Landrat: 3. D.: Köhler.
DiehseucheupolizeUiche Anordnung.
Zum Schutze gegen die Maul - und Slauenseuche wird auf Grund der §§ 18 uff. des Viehseuchengesetzes vom 26. Juni 1909 (R. G. Bl. S. 519) mit Ermächtigung des Henn Ministers für Landwirtschaft, Domänen und Forsten folgendes bestimmt:
Aus dem Nachbargebiet.
(t) Dammersbach (Kr. Hünfeld). An Blutvergiftung verstarb der im rüstigen Mannesalter sichende Landwirt Hermann Sand hier. Beim Beizen von . Weizen mit Kupfervitriol hatte er eine Wunde außer acht gelassen. Es trat Blutvergiftung ein, die den rüstigen Mann am dritten Tage aus diesem Erben* leben scheiden ließ.
(fb) Frankfurt a. IN. Die U r w a h l e n in ber ll. S. P.-Orgamsation Großfrattkfurts für bi« Auf- stsllMg ber Abgeordneten zum Parteitags in Halle an ber Saale brachte eine Mehrheit für Moskau. Die Liste Toni Sender, Robert Dißmann und Heinrich Hüttmann blieb in der Minderheit. Damit ist in der Frankfurter Organisation ber 11. S. P. die Spaltung vollzogen. — 3m Polizeipräsidium wurden bisher mehr als 5500 Gewehre, etwa 1000 Karabiner, 611 Revolver, 20 Maschinengewehre, 900 Seitengewehre und gewaltige Mengen von Munition zur Ablieferung gebracht. Den „Rekord" in der Ablieferung schlug ein ehemaliger Hilfspolizist, der auf einem Handwagen 18 Gewehre anfuhr.
(fd) Aus dem Taunus. Am Sonntag wurde im siSckchen Taunus und am Untermain in nicht weniger als 28 Orten das Kirchweihfest gefeiert. Ber* ; schiedentlich kam es zu Ausständen der Tänzer, da diese die von den Musikanten geforderten hohen Preise nicht zahlen wollten. Erst als sich die Kapellen zur Herabminderung ihrer Forderungen — in einzelnen Fällen bis zu 50 Proz. — verstanden, tarnten die Tanzvergnügen ihren Fortgcmg nehmen.
Trunkenheit seine Frau geprügelt hatte, wurde verurteilt, eine so große Menge Alkohol »Mji men, daß er davon einen furchtbaren Zustand hmte und das Trinken abschwor. 3n einem andern rsau hatte die Frau chren Mann wegen Faulheit und chlechter Behandlung verklagt. Er ">u^>e gezwungen, aus feinem eigenen Gut unter dem Befehl ferner Frau drei Monate lang zu arbeiten. Damit btejer Irteilsspruch auch richtig ausgeführt wmbe, erschlM die Sinnfeiner-PolizÄ feben Abend unb erkundigte ich bei der Frau über seine Führung. SBain er ujr nicht gehorchte, wurde er durchgeprugelt Diese bra- tischen Strafen haben allen schlechten Mamrern eure heilsame Angst eingejagt, so daß die Mißhandlung von Frauen in der Ehe bedeutend abgenommen hat.
— Die Desinfekllonskrafl des Tabakrauchens. Prof. Puntoni von der Universität Rom Hot <nne R«h-. «• tereflanter Versuche gemacht, um sestzustellen, wre stark die desinfizierende Wirkung des.Tabaks auf emtße im Munde vorkommende Bazillen ist. Er haft. M b»* fem Zwecke den Tabakrauch m einem Glaskastchen auf eine Reihe zarter Papierbläüchen, die!d« Mikrooen- Emulsionen enchilten, wirken lassen. Der Probe unterzogen wurden die Bazillen der Cholera, ider Influenza, der Diphterftis, des typhösen Fiebers fowre die Kokken der Hirnhautentzündung. Der Gelehrte ist zu dem Ergebnis gekommen, daß der Rauch m der Mundhöhle eine desinfizierende Wirkung mir auf die schwächsten Mikroben unb nur nach langer Dauer aus* üben kann. Der Cholerabazillus und ber Erreger der Hirnhautentzündung sind die einzigen, die tm Munde durch den Tabakrauch vernichtet werden können. Da* aeatti ist an eine Tötung der Bazillen des Typhus, der Diphteritis durch Tabakrauchen nicht zu denken, vielmehr war der schwächste von ihnen, der Typhus, nach einer ganzen Stunde und nach Verbrauch von rwei aanzen Toskana-Zigarren noch lebendig. Der Tuberkelbazillus widersteht ebenfalls der Wirkung der stärksten Raucher.
wieviel Poren dienen uns zur Hanlausdunflung? Am menschlichen Körper befinden sich durchschmttluch 27 000 000 Hauptporen, die, in eine Linie gestellt, 4a Kilometer ausmachen würden. Durch diese .^reu verdunstet bei einem gesunden Menschen täglich /- Liter Wasser. 51
die Rücksendung der verteilten Fragebogen an Geschäftsstelle Fulda dringend erforderlich. Dieses Firmen- Verzeichnis soll die Derbliwung von Firma zu Firma des In- und Auslandes Herstellen und berücksichtigt hve^' ine jstmdelskammerbezirke Aschaffenburg, K^lenz, l^gen, Darmltadt, Dillenburg, Franlfurt a. M-chanau-Fuwa, Friedberg i H., Gießen, Idar, Limburg, Mainz, Offenbach, Wetzlar, Wiesbaden, Worms.
darf folgte der Bergbau den Kohlenanlagen in immer größere Tiefen. An die Stelle des „Tagebaues", des KohlenabgrabMs unter freiem Himmel nach Wegjchaf- fung der über den Kohlen-„Vorkommen" siegenden Erde, des „Abraums", ging man zur Hinabfuhrung tiefer, brunnenähnlicher „Schächte" über, d-e bei den ganz tiefen Kohlenvorkommen tm Norden des westfau- fchen Kohlenreviers auf über 1000 Meter „Teufe hin* abgchen. Mit gewaltigen „Fahrstühlen" werden ine Kohlen aus der Tiefe herausgeholt, nachdem bte Bergleute von den Schächten, also den „Fahrstühlen" aus m „Stollen", Gänge, nach allen Setten — oft viele Kilometer weit — in das „Gebirge" eingedrungen sind, die Kohle los-„gehauen" und bte „Schlepper sie auf „Hunden", Feldeisenbahnwagen, zum ^ttHug gemacht haben. Dabei werden zur Zett ca. 600 000 Menschen beschäftigt, in den Anlagen stecken viele hundert Millionen Kapital. — Jetzt soll das alles g<mz anders werden. Die Wisienschastler wollen die Kohle erhöh r e n — was mit geringen Kosten auch m den durch das heutige Wbausystem unerreichbaren Ttejen leicht möglich ist, durch die billigen Bohrlöcher hindurch in der Tiefe Vergasungsprozesse der Kohlen eintaten, das Gas durch die Bohrlöcher nach oben ziehen unb in Rohrleitungen zu den Fabriken und Werkstätten und Wohnungen taten, wie bas heute schon tm Ruhrgebiet über das ganze Land geschieht. Alle bergbaulichen Anlagen würben dadurch überflüssig' ebenso das ungeheuer teuere Transportsystem. Die Bergwerksanlagen würden dadurch mit einem Schlage entwertet, aber für die Allgemeinheit würde das kein Nachteil . feto, denn die Heizung würde mtt einem also gewonnenen Gase billiger sein als heute mtt Kohlen, und den Kapitalsverlust bei den Bergwerken würden bann nur die- Dergwerksbefitzer, die Aktionäre, zu tragen Haden. _. l5.
— Drastische Strafen für böse Manner. Die femn* feiner-Gerichte in Irland, die die englische Rechtsprechung lahmgelegt haben, zeichnen sich durch ihre oriainellen Urteile aus, und besonders scharf sind sie aeqen schlechte Ehemänner, die ihre Frauen prügeln. Solchen Haustyrannen werden sehr drastische «trafen auferlegt. So wurde z. B. ein Mann, dessen Frau als Zeugnis der schlechten Behandlung blaue Flecken und Beulen vorwies, auf einen Sitz aus Domen gezwungen, an einem Pfosten festgebunden und mußte so eine Nacht verbringen Ein anderer be » de,
1. Allgemeines.
8 1. Nachdem ber Ausbruch ber Tlaul- unb Klauenseuche unter dem Rtadviehbestande des Leo Elm in Qoros amtstierärztlich festgestellt worben ist, wirb für die Gemeinde
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Handel mit Klauenoieh und dtt ohne
vorgängige Bestellung entweder außerhalb b. Kemeinbebezick, bergeroerbl. Nieberlaffung bes Händlers oderohneBeqründung einer solchen statt findet, ist verboten. Als Handel im Sinne dieser Vorschrift gilt auch bas Aussuchen °°n Bestellungen durch Händler ohne Mitführen von Tieren und das Aus kaufen von Tieren durch Händler.
2. Sperrgebiet.
A. Vorschriften für die Seuchengehöfte.
§ 2. lieber alle Ställe, in denen Klauenvieh steht, wird b'e $3?2)ie gesperrten Ställe dürfen, abgesehen von Not- sällen, nur vom Besitzer der Tiere oder der Stalle, dessen Vertreter, den mtt der Beaufsichtigung, Wartung unb Pflege betrauten Personen und Tierörrten betreten werden.
Personen, die in abgetreten Stallen verkehtt haben dürfen erst nach vorschriftsmäßiger Desinfettion bas Gehost Derls'4n'Sas Geflügel (ausgenommen Tauben)ist so zu verwahren, daß es bas Gehöft nicht verlassen kann-
§ 5. Zm Wartung des Klauenviehs dritten Personen nicht verwendet werden, die mtt fremdem Klauenoieh in ».Vo^ttfteu'für nicht verseuchte Gehöfte b. Sperrbezirks.
8 6 Sämtliches Klauenoieh unterliegt der Absonderung I im Ställe. Rindvieh, Schafe, Ziegen und Schweine dürfen zu keinem Zweck — auch nicht zum Decken aus den Ställen ^^°Alle^Hunde^tat Dorf sind festzulegen. Der Festlegung ist das Führen an der Leine unb bei Ziehhunden di . feste Anschirrung gleich zu erachtem Die Verwendung von Hirtenhunden zur Begleitung der Herde und von Jagd- Hunden bei der Jagd ohne Leine kann gestartet werden.
I 9 8 7 Schlächtern,Viehkasttterern sowie hanblernund
anderen Personen, die gewerbsmäßig in Stallen verkehren.
I ferner Personen, die ein (Bewerbe im Ilmhcrzrehen au üben, ist das Betreten aller Ställe unb jonftigen Stanb- orte von Llauenvieh im Sperrbezirke, desgleichen der
I Eintritt in die Seuchengehöfte verboten. ,
I In besonders dringlichen Fallen kann die Ortspolizei I behörde Ausnahmen zulassen. ,
I 8 8. Dünger und Jauche von Klauenoieh, ferner Gttät I schäften und Gegenstände aller Art, die mit solchem Vieh I in Berührung gekommen sind, dürfen aus dem Sperrbezirke I nur mit ortspolizeilicher Erlaubnis unter ben polizell ch anzuordnenden Vorsichtsmaßregeln ausgesuhtt «erden.
| 8 9. Die Einfuhr von Klauenoieh m den Sperrbezirk
I sowie das Durchtreiben von solchem Vieh durch den Bezirk I ist verboten. Dem Durchtreiben von Klauenoieh ist das | Durchfahren mit Wiederkäuergespannen SelchZuMen.
I Die Einfuhr von Klauenvieh zur sofortigen Abschlachtung I kann vcm Landrat gestattet werben.
| Die Einfuhr von Klauenvieh zu Rutz- U"d Zucht. I -wecken ist nur tm Falle eines besonderen wutschastlicken I Bedürfnisses mit Genehmigung des Regittungs-Prastdenten, I die beim Sanbratsamt zu beantragen ist- -^lässig.
I 8 10. Die Ausfuhr von schlachtreifem Vieh zur sosottigen I Abschlachtung kann ausnahmsweise und nur itt dringenden I Füllen erfolgen, wenn die Schlachtung innerhalb des Steifes I etfolaen \ Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Se> I fümmungen werden nach den §§ 74 ff. des obengenannten I 2. Diese Anordnung tritt sofott in Kraft. Sie I wird aufgehoben, sobald die Seuche abgeheilt und die vor* I schriftsmäßigeDestafektion statt gefunden hat u.abgenommen rft- Fulda, den 2. Oktober 1920.
Der Landrat: 3. D. Kohler.
Verzeichnis
von
Neuanschaffungen der Landesbibliothek za Fulda aus dem Jahre 1919/20.
(Fortsetzung.)
Mathematik.
Klein, F.: Elementarmathematik vom höheren I Standpunkte aus. 2. Aufl. T. 1—2. L. 1911—13.
Medizin.
Bloch, J.: Das Sexualleben unserer Zeit. 10.—12. I Aufl. B. 1919. ,
Pathologie, Spezielle, und Therapie innerer I Krankheiten in 10 Bänden hrsg. von Kraus und Brugsch. I B. Lfg 99—119. 1919. I
Naturwissenschaften.
Buch, Das, der Natur. Bd 1.2. Regensb. (1914). 4».
Fabre, J. H. : Bilder aus d. Insektenwelt Reihe 1—4. Stuttg. 1914. 4".
Fliess, W.: Vom Leben u. vom Tod. Biolog. Vorträge. Jena 1919. .
Grosse, 0.: 40 Jahre Fernsprecher. Stephan- Siemens-Rathenau. B. 1917. , ., .
Guenther, H. [W. Dehaas]: 1) Elektrotechnik für | Alle. 3. Aufl. Stuttg. 1919. 2) Was ist Elektrizität ? Erzähl. eines Elektrons. Freie Bearb. nach d. Engt des R. Gibson. Stuttg. 1919.
Kuehn, A..- Die Orientierung der Tiere im Raum. Jena 1919. . ,
Natur, Aus der. Zeitschr. f. alle Naturfreunde .. . hrsg. v. W. Schoenichen L. — Jg- 14 1“. 1917 20.
Naturwissenschaften, Die . . . Hrsg. v. Berliner u. Pütter. B. 4°. — Jg. 7—8. 1919—20.
Ricken, A.: Die Blätterpilze [AgancaceaeJ Deutsch!, u. d. angrenz. Länder. L. 1915. Bd 1 Text. Bd 2. Taf.
Schneider, C. K.: Illustr. Handwörterbuch der Botanik. 2. Aufl. hrsg. v. K. Linsbauer. L. 1917.
Schwalm, J. H.: Mit Rucksacku. Hammer durch Kellerwald u. Knüll. Marbg. 1919.
Weismann, A.: Vorträge über Deszendenztheorie, 3. Aufl. Jena 1913.
Pädagogik.
Barth, P.: Die Geschichte der Erziehung ... 2.
Aufl. L. 1916. _,
Berufe, Die akademischen. B. — Bd 2.Der Tneo- löge. 1919. Bd 3. Der Philologe. 1919.
Buchenau, A.: Die Einheitsschule. 2. Aufl. L. u. B. 1919. „ ,
Foerster, Fr. W.: 1)Erziehung u. Selbsterziehung. Zürich 1918. 2) Politische Ethik u. polit Pädagogik. 3. Aufl. Münch. 1918. ...
Herget, A.: Die wichtigsten Strömungen im pad. Leben d. Gegenwart Prag, Wien, L. — T. 1. 1919.
Kutzner, 0.: D. Weg zur Kultur. Grundfragen d. Pädagogik. L. 1919, .
Lietz, H.: 1) Fresem. Veckenstedt a. Harz (o. J. 2) Heim der Hoffnung. Veckenstedt (1911). 3) Die ersten drei deutsch. Landerziehungsheime. Veckenst. (1918), 4) Des Vaterlandes Not u. Hoffnung. Veckenst. 191$Scbulforderungen der Gegenwart. Hrsg. v. A. Pfennings u. M. Rüberg. Paderborn 1919.
Wyneken, G.: 1) D. Kampf für d. Jugend. Jena 1919. 2) Schule u. Jugendkultur. Jena 1919.
Handel und Wirtschaft. Mrkschasispolikische Mitteilungen der Handelskammer in Fulda.
Keine Ursprungszeugnisse für die Waren einfuhr nach Griechenland. Roch einet Mitteilung der königlichen gttechischen Gesamdtschast sind Uttpnmgszeugmsse für die Wareneinsuhr m Gnechenlamd nicht mehr erforderlich- . ,
Freigabe des Eilstückgutverkehrs. Zm Beförderung als Eilstückgut waren bisher nur bestimmte, in her sogenannten Stückgutfreiliste genannte Guter zu- aelassen. Diese Beschränkung ist nunmehr lns am meitaes aufgehoben, sodaß zur Zett-soweit nicht in emzelnrnrFallen Streckensperren ober Sperren einzelner Bahnhofe ent- aeaenstehen — ber gesamte Stückgutverkehr kemerler Em- schränkungen mehr gegenüber den Tarifbestiminungen un* terwwfen ttt-n Pvstverwaltung hat die vor einiger Zeit <m ihre Postanstaüen erlassene Anweisimg, alle vom Ausland, also auch von Deutschland emgehm- den Postsendungen, bei denen Bestimmungsott und Straße nicht polnisch angegeben waren, als unbestellbar zu behandeln, rückgängig gemacht. .....
BomLOktoberan werden gewöhnliche Postpakete und solche mtt einer Wertangabe bis 500 Frankm «ad) Südslawien (Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen) zur Beförderung angenmmnen.
Die Frist zur Anmeldung deutscher Forderungen aus Versicherungsverträgen ist mtt Rücksicht aus die Schwierigkeiten, die sich gerade bei der Anmeldung dieser Forderungen für die deutschen Gläubiger ergeben, nochmals bis zum Ablauf des 15. Oktober 1920 verlängert worden. Für alle übrigen Auslands- foiderungen ist die Amneldefttst bereits am 16. AuMt 1920 abgelaufen. Mit einer weiteren Verlängerung bet Amneldefttst für die Forderungen aus Versicherungsver* trägen ist nicht zu rechnen, zumal da nach dem Friedens- vertmae die Fttst zur Anmeldung von Forderungen gegenüber England am 26. Oktober 1920 endgültig abläuft. Es liegt daher tat eigensten Interesse der deutschen Gläubiger, ihre Forderungen umgchend zur Anmeldung zu E"^^raufsetzung der Gebührensätze bei der Reichsbank. Die neue Gebührenliste kann bei btt Geschäftsstelle der Handelskammer etagesehen werben.
Ausfuhrverbot ausländischer Wert- I paniere. Laut Anordnung des Reichsministers der I F'man-en vom 25. September (Reichsanzeige-r Nr. 220) ist I es bis zum 31. März 1921 verboten, ausländische Wert- I papiere nach dem Ausland auszuführen oder an eine un I Ausland ansässige Person zu veräußern oder zu vrrpfan- I ben. Das Reichsfmanzminister'mm, Stelle für ausländische Wertpapiere, kann Ausnahmen zulassen. Als Wettpapiere I tat Sinne der Anordnung gelten nicht: fällige Zms- und I Gewmnantettscheime, ferner Erneuerungsscheme sowie Wech- I fd, Schecks und sonstige Zahlungsmittel, wohl aber aus- I gelost«, gekündigte ober sonst zur Rückzahlung fällige Stucke. 1 Firmenadreßbuch für das rhein-mai- I nische Wirtschaftsgebiet. Zur Lervollstandi- I qung des von ben Vereinigten Handelskammern Frank- I furt a. M.-Hanau herausgegebenen Firmenadreßbuches ist
Kleines Feuilleton.
— Erhatte! die Wälder« Daß unseren Wäldern I bei der Kohlennot eine ungeheure Gefahr, und damit I uns Menschen selbst, droht, ist nichts Neues mehr. Ohne Wälder sind wir aber verloren. Verschwinden die Wälder, die erst in Hunderten von Jahren allmählich hevangewachsen sind, so würden rott einen derartigen Klimawechsel bekommen, daß unser Deutschland bald verkarsten, d. h. zu einer Wüste werden würde. Der bekannte Gelehrte und Naturforscher R. H. Francs in München hat neuerdings ein Buch erscheinen lassen, das den Titel führt: Die Gewaven der Erde, eine Geschichte der Entfaltung des Lebens. Dies Buch enthält zwar in erster Linie eine populär gehal- tene Darstellung des gegenwärügen Standes der Geologie sowie aller Wissenschaften, die das organische Sehen der Erde erforschen wollen; wir finden in ihm aber auch einiges zu unserm Thema, zumal der Ser* sicher ja auch besonders das Gebiet der Pflanzenkimde beherrscht. In dem Kapitel von den „sterbenden Bergen" fichtt er aus, welchen unermeßlichen Schaden die Waldzerstörung u. a. im Hochgebftge ange- richtet hat. Dafür sit ein sichtbares Beispiel die un- fruchtbare Oede des Karstgebietes, also des östlichsten Telles der Alpen. Der Verfasser führt das tm einzelnen aus und fährt dann fort:
„Em ähnlicher Fluch ruht in den Alpen auch auf ihrem Alberen Eckpfeiler im äußersten Westen, m ber Dauphine unb den französischen Alpen ubechaupi wo das, was tat Dinattschen Karst schon von Iahrhundetten her ererbte unb daher als unabänderlich hingenommene Tatsache gilt, erst seit etwa zwei Menschenaltern besteht. Man sagt, unb das Zeugnis der Geschichte bcftahgt es, baß bte französische Revolution bte Ursache der beginnenden Derkatttung des französischen Alpental war. Es waren Kromvälder, die frei wurden, als bi« Krone den Bourbonen vom Haupte fiel, und in einem woblberechneten -Freiheitstaumel" verfrachtete man sie als Bau- und Brennholz binnen wenigen Jahren. An ihrer Stelle blieb ben armen Savoyarden, die an sich ben Segnungen der großen Revolution etwas verständnislos gegenubeman« den, bie Sorge, sich von nun an gegen die oergeerenben Sturzbäche zu schützen, die für jedes entwaldete Gebirge kennzeichnend sind. . . 2u der Dauphine gibt es bereit- weite Täler, die dott an Leblosigkeit mit bem Karst wetteifern. Denn — und das mag des Menschen Rolle als Henn der Erde wieder so recht beleuchten — wo ber Dald fehlt tmb das Pflanzenarün, da ist es auch mit toterer Herrschaft zu Ende. War das Tal ftüher reich
Die Zahl 60.
Don Franz Heurich (Kassel).
Bekannüich war vonseiten der Regierung eine N or- ! »alzahl von 60 Schülern für jede Dolks- chulklasse festgesetzt worden. Gewiß mag dieser htschluß der Regierung nicht leicht geworden sein, verblaßt wurde er durch das Finanzelend Preußens. Gern «ärbe sich in dieser Zwangslage auch die Lehrerschaft m Interesse des Vaterlandes mit dieser Mehrbelastung Süden, wenn es bei den Dj>*-n der eigenen Person be. Aber es steht hier mehr auf dem Spiele. Die
60 verhindert jede Scymreform. Ein Arbeits- ftmterricht ist unter diesen Umstanden geradezu un» ,l-ch. Die Schule leidet noiy fiSe-tt unter den Fol* ber Kriegsjahre, besonders macyten sie sich in' der veise geradezu Verwahrlosung zu nennenden Er- ung bemerkbar. Aber gerade das Erziehungsge- ft wird durch die Zahl 60 erheblich erschwert. Ost d da strenge Zucht walten müssen, wo man Liebe m möchte. Von einer Berücksichtigung der kindlichen enart kann keine Rede mehr,, sein, unsere Volksschule mürbe zur Armenschule herab sinken, sie würde als Srundschule für den neuen Schulaufbau minderwertig. Heben den Schäden auf geistigem Gebiet möge man die körperlichen nicht vergessen 60 Sittaer in enger, dumpfer Schulluft bedeutet em Unheil für Deutschlands Zukunft.
Aus Schul- unb Elternkreisen setzte daher gegen diese Bestimm ung lebhafter Protest ein. Darauf beschloß der zuständige Ausschuß der preuß. Landesoersammstmg in seiner 1. Lesung folgendes:
In Schuloerbänden, in denen am 15. September 1920 mehr Schulstellen vorhanden sind als für je 60, aber nicht weniger als 40 Schulkinder erforderlich sind, m?rd das Diensteinkommen sämllicher an diesem Tage vorhandenen Schulstellen der Berechnung des Staatsbeitrages zugrunde gelegt Tritt in solchen Schulver- bänben nach diesem Tage eine Vermehrung der Schulstellen ein, ohne daß die Schulkinderzahl zu- «enommen hat, so wird nur das Diensteinkommen der m diesem Tage vorhandenen Schulstellen bei Berechnung des Staatsbeitrages berücksichtigt
Ein kleiner Erfolg ist bamtt errungen. Die Gefahr tritt aber bei künftiger Verminderung der Klassenstärke wieder ein. Es muß erwartet werden, daß diese Bestimmung in der 2. Lesung eine andere Fassung erhält, damit wenigstens eine Verschlechterung des gegenwärtigen Zustandes in den Gemeinden verhütet wird, die in den letzten Jahrzehnten in opferwilliger und vorbildlicher Weise ihr Schulwesen durch Herabsetzung der Llassenfrequenz verbessert haben.
dem im Bau befindlichen Riesendampfer „Bismarck, ber bekanntlich an die Entente abgehefert werden muß, ein Großfeuer ausgebrochen. Der Dampfer ist voll- ständig ausgebrannt Der Dampfer ist mit 55 000 Tonnen zurzeft der größte Dampfer der Well.
* eine Tropfsteinhöhle in Mähren. Der Brünner Museums-Kustos Absolon erschloß eine 500 Meter lange Rirsentropfstemhöhle in der Mazocha bei Brunn. Sie dürfte die größte des Kontinents fein.
* Der mutmaßliche Urheber des Morgan-Attenlates verhaftet. Als mutmaßlichen Urheber des Attentat-s m der Wallstreet wurde in Pittsburg ein Russe Namens Szelinski verhaftet. Dieser hatte Brooklyn am Tage dec Explosion verlassen. Seiner Verhaftung setzte er großen Widerstand entgegen. In seiner Wohnung wurden belastende Schriftstücke sowie Dynamit gesundem Der Ver- haftete sagte, der Anschlag auf die Morgan-Bank werde nur der Auftakt zu wetteren Explosionen fein, die fick in Kürze ereignen werden. Die beschlagnahmte Korrespondenz enthüll eine Reihe von Angaben, die die betfbige Verhaftung der Mitschuldigen Szelinskis et- möglichen.
Literarisches.
Amalie Fürstin von Gallitzin. Von Matta Rasaela Brentano O. S. B. Mtt zwölf Bildem. Zwerte unb dritte Auslage', (grauenbiföer.) 8°. Freiburg i. Br. 1920, Herder. M 7.80; geb. M 10.40 unb Zuschläge
Amalie von Gallitzins Leben, chr Irren unb suchen, ihre Bekehrung zu eifrigem Christentum ist em tateressantes Stück Geschichte, mteressant auch wegen ihrer Bez'.shungcn zu Gelehrten und Dichtern. Hanny Brentano schildert 'fluffig und fesselnd; ihr sehr empfehlenswertes Buch nnrö zweifellos auch vielen gefallen, bie sonst von historischer Lektüre nicht viel wissen wollen.