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aerZeitung

Zentrum und Handwerk.

und letz'

in Han- Parteien

bringen. Er ist sowohl om Tage, wie am Abend und in der Nacht bezecht cngriroffcn worden und hat früh, her einmal noch einem Wortwechsel in einem solche» Falle im Disziplinarwegr gegen die_ einschrerlenden Be­amten Geldstrafen von 30!) Jt verhängt.

Derartige unglaubliche Vorkommnisse sind dazu Rfe» getan, das neue System mehr in den Augen der der ge­genwärtigen Regierung abgeneigten Oeffentlichkeit her> abzusetzen, al» ein Dutzend Leitartikel in der oppositio­nellen Presse. Von der Regierung und besonders von ihren nichtsozialistischen Mitgliedern muß mit aller Schärfe verlangt werden, daß in der Folge die Mit­gliedschaft beim sozialdemokratischen Verein nicht als genügender Beweis für die Eignung zum Polizeipräsi­denten dient. Sonst sind wir vor derartigen stand» lösen Vorkommnissen auch in Zukunft nicht sicher.

Spaa.

Die Vorbedingung für Deutschlands Deteiligung.

Das Reichskabinett bat am Mittwoch Abend gemeinsam mit dem in Berlin anwesenden Minister­präsidenten und Ministern der einzelstaatlichenRe-

entweder unbegreiflich großmütige Güte oder — er» bärmliche Charakterschwäche I"

Halmenschlag sah sie immer verdutzter an, „Wie Du Dich aufregst darüber, Wera! Worüber ereiferst Tu Dich eigentlich so?"

WeraS Wangen glühten. Hastig fuhr sie sich über die erhitzte Stirn.

> „Ich ärgere mich sol Ich kann Schwäche nun ein­mal nicht leiden an Männern!"

„Aber vielleicht ist cS gar nicht Schwäche, sondern sieht nur danach auS? Sieh mal, mein Madel: alles in der Natur strebt doch nach Ausgleich — ergo auch Menschen untereinander. Wo zwei Zusammenleben wol. len, muß eines wenigsten- zum Nachgeben bereit sein!"

„DaS muß aber doch' die Frau sein! Es ist er. barmlich, wenn der Mann eS tut! ES widerspricht seiner ganzen Veranlagung!"

Ein stilles, unendlich überlegenes Lächeln glitt über des Hofratz Gesicht.

„Genau so habe ich einst auch gedacht. ES sollte die Frau sein, gewiß. Aber später habe ich einsehen gelernt, daß dies doch nur eine Theorie ist, der die Praxis meist ins Gesicht schlägt."

„DaS sehe ich nicht ein, Papa. DaS schwache Ge­schlecht hat sich unbedingt dem stärkeren unrerzuord. nen!"

__ wenn die Starken und Schwachen im Le­ben" sich nach dem Geschlecht teilen ließen! Aber eben da liegt der Trugschluß! Tenn, nicht wahr, wir reden ja nicht von physischer Stärke?"

„Gewiß nicht!"

»Also I Und da, siehst Du, wenn man von Charakter­stärke spricht, mutz man daZ Geschlecht ganz beiseite lasten Da zerfällt die Menschheir in zwei Teile: Die Egoisten und die Selbstlosen. Erstere kennen nur eine fordernde Lieb«, letztere eine gebende. De- stehl die Ehe aus diesen zwei Elementen und ist die Frau zufällig die Egoistin, so wird zweifellos sie dre i Stärkere sein, wie Umgekehrt der Mann zum Tyran- nen wird. Aber er gibt auch andere Mischungen Ehen zwischen zwei Egoisten, die einander mit ihrer fordern, den Liebe das Leben verbittern. Ehen zwischen Men. scheu, die einander in gebender Liebe zu überbieten su- chen und den Himmel auf Erden gewmnnen. Ehen zwischen warmfühienden klugen Frauen mit klarem Zielbewußtsein und Männern, die bei aller sonstigen Tüchtigkeit doch reitleben» unpraktische Träumer blei.

Der Nordwestdeutsche Handwrrkerbund nover hat an die verschiedenen politischen . eine Anfrage über ihre Stellung gegenüber den For> derunaen des Handwerkerstandes gerichtet > "

Ich wäre dann gar nicht mehr ich selbst I"

„Ah bah — warte nur, bis Tu verliebt bist. Wie schnell Du da fünf gerade sein lassen wirst, . . . „ihm" zuliebel Solch einen-märchenhafter Ritter ohne Furcht und Tadel, wie Deine Mädchenvhantcsie ihn sich zu. sammeniräumt, findest Du ja doch nicht! Auch die meist- besungensten Helden waren im Leben nur Men. sch e n!"

Wera wollte gerade eine protestierende Antwort ge. den, als die Tür sich öffnete und die Hofrätin eintrat.

„Also wirklich! Tu bist schon daheim. Wern, u'S findest eS nicht einmal der Mühe wert. Deine Mutter und Schwestern zu begrühen!" sagte sie mit gerunzelter Stirn, das zärtliche Tere-a-rere von Vater und Tochter betrachtend. „Ick wollte eS Mina nicht glauben — was fällt Dir nur ein?"

„Verzeih, Mama . . Wera hatte sich rasch er. hoben, „aber ich traf Papa im Vorzimmer . . •'

„DaS schließt doch nicht auS. daß Du wenigstens der Form halber — wenn schon nicht aus Bedürfnis — auch mich begrüben Sommit! Geh jert hinüber. Jiolde wird heule hier übernachten und Dein Zimmer teilen. Sie möchte bald zu Bette gehen."

Wera entfernte sich schweigend. Die Horrattn sah iZres Mann «S- lS°rlL

Fordernde Liebe.

Roman von Erich Ebenstein. I

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„Ja, Papa! DaS ist meine innerste lleberzeugung! I Und ich sehe sie überall bestätigt. Siehst Du, da ist I z. V. ter junge Meister — ich habe Dir ja schon erzählt I von ihm — ein so tüchtiger, genialer, wahrhaft guter I Mensch! Und daheim — welch ein unpraktischer, wil- I lenloser Sklave! Allez geschieht, was Sou will — I dar Törichste, Sinnloseste l Er hat solch prachtvolles I Talent — ich habe Sachen von ihm gelesen, Papa, die I mich im Innersten packten! Arbeiten voll Kraft und I Schönheit! Und er will arbeiten. Er muß eS ja auch, I tot des täglichen Brotes willen. Er braucht Ruhe, I Stimmung, Sammlung dazu — sie aber denkt nur an I ihr bißchen Vergnügen, an Toiletten, Gesellschaften I und derlei Blödsinn l Wirst Du mir glauben, daß er in I der neuen Wohnung nicht einmal ein Arbeitszimmer I für sich hat? Sou war van ihrem „Salon" nicht abzu. I bringen. Auch ein Boudoir mußte sie haben. Und da I man doch ein Speise, und ein Schlafzimmer haben mutzte, blieb für Roland Meister? Schaffen nur — das Dadezimmeri Tort, bei Gaslicht, in dem nüchternen Raum, soll er nun unsterbliche Werke schassen!"

„Na, das ist allerdings stark! nUL Las ließ er sich gefallen?"

.Ohne ein Wort der Widerspruch»! Mit lachender Miene. „Wenn nun da etwas drin ist", sagte er. auf seinen Kopf deutend — „dann soll eS schon heraus. EhristuZ wurde in einem Stall geboren und eroberte doch die Weit!" Sou fand den „Witz" köstlich! Ich aber war empört über ihren Egoismus, der die einzige Ent. schuldigung hat. daß er ganz naiv, sozusagen unbewußt ihr ganzes Wesen durchdringt."

„Dann ist ihr Mann also wohl rasend verliebt in- bie kleine Hexe?"

Wera sah eine Weile stumm vor sich hin. x

Entlich sagte sie kopfschüttelnd: „Nein, ich glaube nicht einmal das! Er ist nicht blind gegen ihre sehler. Er leidet sogar zuweilen darunter, wie ich instinkw fühle. Aber sie ist so zart und zerbrechlich —. ein hauckfeines Feenkind — und er gesund, kräftig, wider- standsfähig und abgehärtet. Seine Siebe zu Sou kommr mir immer vor wie das Mitleid des großen Neufund­länders zu einem ganz winzigen Kätzchen I Nein, eS ist etwas anderes, das ihn la widerstandslos macht;

Ausland.

Flamenverfolgung in Belgien. DaS 'Brüsseler Schwurgericht hat iu Abwesenheit 14 ehemalige Pro­fessoren oder Tozenteu an der von der deutschen Be- setzungSbehörde errichten flämischen Universität zu Gent zu langjährigen Freiheitsstrafen vrurteilt, biS ans zwei, gegen welche die Todesstrafe verhängt ist. Die Betroffenen, die sich wohl^alle in Holland befinden, sind meist Litze. Dem Staat ais Zivil- flöget ist ein Schadenersatz von 300000 Franken zu« gesprochen worden. _

• Der Obcrtommifiar für Palästina. Aus London wird gemeldet, daß Herbert Samuel zum „Er- sten Oberkommiffar" von Palästina ernannt werden wird. Herbert Samuel gehört der angesehenen jüdischen Familie Englands an und ist als gesetzestreuer Jude bekannt — 3n Newyork veranstalteten 40 000 Angehörige jüdischen Glaubens einen D e m o n st r a « tionszug und verlangten, daß Palästina den Is­raeliten vorbehalten bleibe.

* Lhrlsteiwersoigungen In Palästina. Die „Times" meldet aus Haifa; Araber überfielen christliche Dörfer

gierungen die von der deutschen Regierung in S P a zu behandelnden Fragen besprochen. Uebereinsttm« mung ergab sich, rote die ,Frkf. Ztg/ hört, darin, daß die deutsche Regierung weder Vertreter zur Kon­ferenz nach Spaa entsenden sollte, noch zu den am 16. Mai in Paris stattfindenden wirtschaftlichen Be- sprechungen, wenn nicht vorher die franzö­sischen Truppen ans Frankfurt a. M. und dem übrigen Maingau zurückgezogen seien, da jede Voraussetzung für die weitere Aufrechterhaltung der Besetzung hinfällig geworden sei.

iere In einem „Handwerker-Pt ggramm" zusammen- gefaßt. Die Z e n t r u m s p a r t e i hat dem Bunde aus diese Anfrage durch das Landessekretartat fol­gende, von dem Abg. Esser verfaßte Erklärung zu- gehen laffen:

Die ZentumSpartei hat der Erhaltung und Forde, rung eines lebenskräftigen Handwerks van jeher das größte Interesse gezeigt und diese wohlwollende Stellungnahme praktisch bewiesen. Ter erste varlamentartsche Anstoß zum gesetzlichen Schutze des Handwerks in Form eines Antrages ging von der Zen­trumsfraktion Les Deutschen Reichstags aus (Antrag Galen 1877). Das ReickStagS-Zentrum nahm eben, falls zuerst einen praktischen Handwerker in ferne Frak- tion auf (Euler 1890), ter bei der Vorbereitung dez Handwerkerschiitz.GesetzeS wertvolle Mitarbeit leistete. Der modernen Gewerbeförderung wies der bekannte Antrag Trimborn (1902) die noch heute geltenden be- währten Wege. Ä , . , . ,

Dieses Verhältnis der Zentrumspartei zum Handwerk hat sich bis in die heutige Zeit, auch nach der Revolution nicht geändert. Die Macht der politischen Verhält- nisse brachte es aber mit sich, daß die Partei mehr Nach­druck aus die Abwehr der dem Handwerk drohenden Schädigungen, als auf die traditionelle positive Arbeit zum Wohle des Handwerks legen mußte. Was die Politik des Zentrums im neuen Deutschland auf diesem Gebiete

Rücktritt des Kabinetts Nitti.

Das italienische Kabinett Nitti ist zurückgetre- »en. Schon nach der Tagung von San Remo, 'm der tzlalien für sich im Gegensatz zu Griechenland wenig «der gar nichts erreichen konnte, stand das Kabinett Nitti nicht mehr fest. Innere Widerstände kamen bin- u. Namentlich die ausschlaggebende Katholische Volks» S‘i wandte sich von Nitti ab. Sie hatte feste Bürg­en für die Unterrichtsfreiheit verlangt. Nitti e sie nicht geben, weil feine Gefolgschaft sich aus den liberal-demokratischen Gruppen zusammensetzt. Er ist nun über einen Anlaß von untergeordneter Bedeu- hing gestürzt. Die Maßregelungen von Angestellten des Post- und Telegraphcndienstes, die sich zur Zeit in einer Obstrukttonsbewegung befinden, waren von den Sozialisten, der stärksten Partei der Kammer, be­nützt worden, um Nitti zum Kampf herauszufordern. Sie verlangten, dgß ihr» Anträge wegen dieser Maß- regelung sofort behandelt und die Besprechung über das Budget des Ministeriums des Innern unterbrochen würde. Nitti erwiderte, er könne diesen Antrag nicht annehmen und stellte die Vertrauensfrage. Er blieb mit 193 gegen 112 Stimmen in der Minderheit. Auch die Katholische Dolkspartei hatte gegen Nittt ge­stimmt und bamii feinen Fall herbeigeführt.

Die Krisis hat eine außerordentliche Tragweite. Nitti war eine weltpolitische Persönlichkeit ge« worden, als Bahnbrecher des Gedankens der Völker­versöhnung und ausschlaggebendes Mitglied tm Obersten Rat der Entente.

Wenn Nitti dauernd verschwinden sollte, so wür­ben das alle Freunde des. wahren Weltfriedens be­dauern, und vor allem wir'Deutsche. Der Ringkampf zwischen der unversöhnlichen und der vernünftigen Richtung in der Entente dauert noch fort, und da wird der Mann vermißt der sich in kurzer Zeit ein bedeu­tendes Ansehen und Gewicht als Vertreter der Politik der Annäherung erworbeti hat. Die Franzosen und ihre Gefinnungsgenoffen, die auf Sabotage der Kon­ferenz von Spaa hinardetten, erhallen durch den Sturz Sturz Nittis Wasser aus ihre Mühlen.

Daß indessen der Beschluß der stalienischen Volks­vertretung eine Abkehr von der Dersöhnungspolstik be­deutet, wird von verschiedenen Seiten entschieden be­stritten. Die Abstimmung betraf keine hochposittsche Angelegenheit, sondern eine reist italienische u. innerpoli- fifdje Frage, und die beiden Parteien, die das für Nitti ungünstige Ergebnis der Abstimmung herbeiführten, sind keineswegs gegen die Außenpolittk Nittis, sondern gerade die Stützen der versöhnlichen Rich­tung. Nach den bisherigen Berichten zu urteilen, ist sogar die Neubildung der Regierung unter Nitti oder mit Nitti als Minister des Aeußern nicht unmöglich. Wenigstens darf man hoffen, daß fein Nachfolger die auswärtige Politik in demfelben Geiste weiterführen wird.

Demgemäß würde es sich nicht um einen Abbruch, sondern nur um die Verzögerung der in San Remo eingeleiteten Entwicklung der Weltpositik Han- dein.

Für u n s läuft dieser Zwischenfall wie so mancher «.tdere wieder darauf hinaus, daß wir Geduld Ha­den müssen. Was wir hoffen und erstreben, stößt im- mer auf die eine oder andere Hemmung. Die alte Parole vom zähen Durchhalten trotz aller Hindernisse gilt auch setzt noch in dem Abwehrkampf gegen die Ge« waltpositik, die unter dem Mantel des „Friedensver­trages" fortgesetzt werden soll.

Kirchenpolitische Besprechungen.

Dom 10. b?s 12. Mai haben im Kultusministerium in Berlin zwischen Vertretern der preußischen Regie- r u n g uni) der preußischen Bischöfe Besprechungen über kirchenpolitische Fragen stattgefunden.

Es handelte sich darum, die Wünsche und Vor­schläge der preußischen Bischöfe bezüglich der Aus- legung und Ausführung der in den Artikeln 124, 137 und 138 der Deutschen Reichsverfassung ertthal« tenen Bestimmungen entgegenzunehmen. Schulpoli­tische Angelegenheiten sind auf der Konferenz nicht befprodjen worden. Die genannten Artikel der Reichs- verfaffung machen den Erlaß einer Reihe von kirchen- politischen Gesetzen notwendig.

Manche Gesetze aus der vorrevolutionären Zeit, z. D. diejenigen, die die katholischen Ordens- genossenschaften und die Anstellung der Geistlichen betreffen, sind schon jetzt außer Kraft. Aber es bestehen doch noch Gesetze, deren Fortbestehen mit der neuen Reichsverfassung nicht in Einklang zu bringen ist, und in positiver Hinsicht ist der Erlaß eines neuen Gesetzes notwendig, durch welches die Be­ziehungen zwischen Kirch« und Staat im Sinne der Reichsverfassung neu geregelt werden. Hierher ge­hört z. B. eine Verständigung über die finan­ziellen Verpflichtungen des Staates gegen­über der Kirche. Die Verhandlungen wurden auf bei- den Seiten von dem ehrlichen Wunsche getragen, die kirchenpolitischen Fragen im Sinne der Reichsverfas- Bl in einer für Kirche und Staat befriedigenden se zu lösen.

im Interesse des Handwerks getriftet hat, kann nicht hoch genug bewertet werden. Wenn der Mchrheitsso- zialist Heilmann am 27. April 1920 in der Preußischen LandesvcSsammlung mit Bedauern feststellen mußte, „daß wir m der Sozialisierung nicht über die Anfänge hinausgekommen sind", so ist das unzweifelhaft zum großest Teile eine Wirkung der Mitarbeit des Zentrums in der Koalitionsregierung.

Aber auch positiv hat das Zentrum in den Parlamen­ten auch feit der Revolution sehr viel im Interesse des Handwerks getan Bei den Anfragen und Anträgen nach dieser Richtung hin, sowohl in der Deutschen National­versammlung als auch in der Preußischen Landesversomm- lung stehen die Zentrumssraktionen mit an erster Stelle. Das Zentrum stellte für den 6. Ausschuß der National­versammlung, von dem saft alle handwerksfreundlichen Maßnahmen des Reiches, u. a. auch die den Wünschen des Handwerks In weitestem Maße gerechtwerdende Zu» sammensctzung des Reichswirlschaftsrals ausgingen, den

Vorsitzenden in der Person des Abg. Dr. Brauns. I TVnKfhd«

In der Preußischen Landesversammlung trat für alle I VKUlJUJv» UVluf.

von den fünf Hondwerksvertrelern ausgehenden Anträge I w yeipm zg gj}ai Die Vorlage, die den zur Förderung des Handwerks die gesamte Fraktion ein- - . fcie Tätigkeit der San dw ir t schäft s -

schließlich der Arbeiteroertreter stets geschlossen ein. In I JL. (Urnnhlmpn stellt ist

einem dieser Anträge, der auch vom Plenum der Landes- k-mmern aufganj neue ™ stellt st

Versammlung angenommen worden ist, wird klar und ferttggeslellt. Cowo.l die Zustandlgketten der Kam deutlich gefordert, daß „die Sozialisierung und Komm»- mtrn rote ihre Zuiammen>etzung werden völlig neu nalisterung von Handwerksbetrieben abzulehnen ist, I gestaltet. — Dre zuständigen Regierungsstellen haben da dadurch zahlreiche für die Bolksgefamtheit in wirt- I beschlossen, da bte deutsche Handelsflotte den eigenen schafllicher und so^alpolitischer Hinsicht unentbehrliche I Bedürfnissen des Reiches nicht mehr genügt, für selbständige Existenzen ausgeschattet werden". Der Dor- I Fahrten deutscher Dampfer zwischen fremden sitzende der Zentrumspartei Staatssekretär a. D. Trim- I Häfen keine Erlaubnis mehr zu erteilen. — Um vorn, dem man fälschlich eine andere Auffassung in dieser I dem Holzwucher entgegen zu wirken, bat das säch- Lebensfrage des Handwerks zu unterschieben versucht Arbeitsministeriuin die Holzversteigerungen in

hat. bezeichnete auf dem Reichsparteitage diesen Beschluß Sachsen verboten, und das Brennholz in ZwanaS-

der Landtagsfraktion als hochbedeulfam und beachlens- bewntlchafttma Genommen. — Den deutschen Be-

wert Er ist maßgebend für bte Haltung der ganzen mühungen ist eS gelungen, bei der Ausfuhr von in

Die gesamte Stellungnahme des Zentrums gegenüber saß. Lothringen befindlichem^ Mo bi li ar den berechtigten Forderungen des Handwerks in der Der« I deut chen LigentumS namhafte Erst ich J

gangenheit und der Gegenwart entspricht daher durchaus erzielen. Am,age zur Ausfuhrerlaubnis find an dre

den am 15. April 1920 in Hannover aufgestellten Richt- deutsche Mobelausfuhrkoinmilfion in Kehl zu richten,

liniert für das nordweftdeutsche Handwerkerprogramm. I * Wegen Beleidigung der Reichsreg'erung wurde

' | von der 6. Strafkammer des Berliner Landgerichts I

I der Chefredakteur der „Kreuz-Zeitung", Foertsch, zu

Die Lohnbewegung. 300 Mark Geldstrafe verurteilt. In einem Artikel

Der Zentrolvorstand dez Allgemeinen Verbandes über den Untersuchungsausschuß hatte er geschrieben: der deutschen Bankbeamten hat beschlossen, von der Aus- g. Reaieruna eine Dresse eine Partei, die Lan- gäbe einer Strcikvarole abzusehen, bis das Endergeb- ‘

Iris von mündlichen Besprechungen vorliegt, di« 'M desverraler und Schieber unter sich duldet, ^t k ine Reicksarbettsminister'um stattfinten. Anspruch auf eine loyale Beurteilung; unwillkürlich

Der Arbeitgeberverband für dar Sckmeidergewerbe greift man nach der Kleiderbürste, um den Rockarmei und der Deutsche Z> schneiderverband haben vereinbart, I zu reinigen, wenn man einmal in unfreiwillige De»

daß die Lohnschneider «ine fünfzigprozentige Lohn- I rsihrung mit diesen Leuten gekommen ist."

erhöhnna erhalten. • Gegen die Abschaffung des Religionsunferrfchl,

Ans Hamburg wird gemeldet, daß mfolg« de, , . f » <Rrirft«mmifter des Innern Kost

Streiks der Werftangestellien die sieben in Frage kam- '« Sachsen. Dtt Reichsminister ves Innern riop

menden Schiffswerften zur Stillegung ihrer Betriebe I betont in einem Schreiben an b.e sächsische jtcgteuin^, gezwungen find Die Werst von Blohm u. Voß Hst daß die Abschaffung des Religwnsunterrtchts in «ach- ihren Arbeitern bereit», gekündigt. — Die Gerb- und |en gegen die Reichsversassung verstoße. Farbstosfwerke Renner in Hamburg haben Infolge der I Reichsminister habe bas Reichsgericht mit der Ledermarktkrise ihren Betrieb sttllgelegt. 700 Arbeiter Entscheidung darüber beauftragt, ob für Sachsen in werben radurch brotlos, ____________ I j>er grQge des Religionsunterrichts das sächsische

— „ , „... Z. I Uebergangsschulgesetz ober die Reichsversassung oelte.

Ein Polizeipräsidenl des neuen Systems. I _ neue Düsseldorfer Regierungspräsident.

Ein skandalöses Vorkommnis hat sich am Abend I Bekanntlich mußte der sozialdemokratische Regierungs- ! des 1. Mai in dem Berliner Dorort R e u k S l l n, dem Präsident für Düsseldorf Iustizrat Lande im Dezem-

ehemaligen Rixdorf, ^getragen. In einem dortigen bcr Dor g^res auf Veranlassung der Besatzungsbe-

Tanzlokal wurde nämlich rach Schluß der Polizeistunüe I ^5^ |^ne Tätigkeit einstellen. Seit dieser Zeit ist der Neu-Köllner Polizeipräsident, der ehr- I Stelle des Düsseldorfer Regierungspräsidenten malige Tischler 21 ppi cf), von Polizeibeamten hinter I nid)t besetzt. Die Regierung suchte im ganzen Düs- einer Tonne auf dem Fußboden des Kellers betrun- r^dorfer Bezirk unter den Parteisekretären usw. nach

ken aufgefunden. Er suchte die Beamten in der Aus- einem neuen Mehrheitssozialisten für das Regierungs-

Übung ihr« Pflicht zu verhindern. I präsidium, ober gefunden hat sie keinen Parteimann,

Die Sache wird noch oerschlimm«! dadurch, baß es I .rj. unj cerroaltungstedinifd) stark genug

MM Öieiem Vorfall in bet 51 atf)t trom 1. gum . I den überaus verantwortungsvollen Posten Mai nicht um eine cminzrlte EMglei^na handett mtt Regierungspräsidenten im größten und wirtschaft- der Apptch den ,.We!,feieriag auf feine Weise bcsch.oß, I j.. wertvollsten Regierungsbezirk anzunehmen. Eine sondern der Postzeiprafident pflegte häufiger feine I n-onunQ Wahlkrewverireter des Zentrums Rächte in ähnlichen Lokalen noch dazu in zweifelhafter . ** 9 . Düll-ldori 2 nahm dieser Tage ein st im-

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geeignet schien, je eine kluge Führerin zu werden ... langt es anders. Regierungspräsident m Düsseldorf

I „uw) Du, Papa?" Weras Arme umschlangen den I durste nur em waschechter Genosse werden. Jetzt hat I Vater plötzlich. „In weiche Kategorie gehörst denn I man den sozialistischen Stadtrat G r u tz n e r au»

I z>u?" I Dresden geholt. Grützner ist Jurist und m die ®e-

„Jn die der sich Dcscheidenden." lächelte er. „Ich I meindeverwalwng übergetreten. Ob das allein ge»

I weiß, das erscheint Dir oft als „Schwäche". Aber es I nügt, die Leitung eines Regierungskollegiums zu

I ist bloß weise Erkenntnis, daß Frieden unter allen Um- I übernehmen, das aus mehr als 70 Dberregierungs- I ständen besser ist als Krieg!" röten, gtegierungsräten, andern Räten. Assessoren und

Er streichelte zärtlich das krause Goldhaar, das ihr« I Referendaren besteht, diese Frage kann feder Laie I weiße Stirn umrahmte. _ I leicht beantworten. Freie Bahn nur den Partei«

„Das wirft Du auch noch lernen, mein Mädel . > . I tüchtigen!

I das Sichbef-beiden im Leben! Die besten Ansichten I • Die Verfassung Thüringens. _ Der Volksral I sind nichts wert, wenn man nicht bereit tft, Konzessionen I für Thürinaen nahm Mittwoch endgülng mit aller» zu machen!" gegen zwei Stimmen der Rechten die Verfassung sür

„Ich fürchte nein, Papa, das werde ich n i e lernen, das Land Thüringen an.

Nr. 111.

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47. Zahrg.