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Fulda, den 3. Rat 1920.

Der Landrat: Frhr. v. Doernberg.

und s. 3t. wegen Erschöpfung der Mst'el abgelehnt worden sind ober solche von Ktiegsbe chädigien (nicht Kriegs'eil- uehmernl hoben in ganz beschränkter Anzahl noch Aussicht aut Erfolg. Jedoch müssen dieselben mir bis ,zum "0. Niai spätestens vmgeiegt sein, uub müssen die Anliäge nebst Umerlagen genau den Vorschriften des Reichsrals und de« Beifügungen des Herrn Regierungspräsidenten entsprechen, Fulda, den 6. Mai 1920.

Der Landrai: Frhr. v. Doernberg.

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Lrzeinfuhr. Die Herabsetzung der deutschen Valuta ermöj.licht e», den rhemischen Hütten jetzt ,um erstenmal nach fast sechrjähriger Unterbrechung Erze über Rotterdam einzuführen.

Eine amerikanische Gruvvr in der A. E. ®. Die Hauptversammlung der A. E. G. genehmigte die bean. traote Kopstalerhöhung um 75 Millionen Mark zur Durch­führung de» AktienumtauschS mit der Felten u. Guil- leaume-EarlSwerk A..G. Weiter genehmigte die Der- sammlung die Erhöhung nm 25 auf 300 Mill. Mark, wobei der Verwaltung der Zeitpunkt der Ausgabe über- lasten bleibt. Der Vorsitzende, Dr, Walter Ralhenau, teilte mit, datz Verhandlungen vor dem Abschluß stehen, wonach diese jungen Aktien geschlossen an eine ameri­kanische Gruppe übergehen, die für sie den etwaige» jetzigen Börsenkurs zahlt zum derzeitigen Dollarkurs. Die Ausübung des Stimmrechts wird durch einen Aus- schuß verlvaliet. von besten drei Mitgliedern zwei Deut­sche sind und von der «. E. G. ernannt werden, to daß hinsichtlich des Stimmrechts die Interesten der Gesell­schaft gesichert seien. Wie Präsident Dr. Nathenau er. wähnte, dürfte diese Art der Beteiligung ruständifchen Kapitals wohl in andern Fällen als Sühntet dienen.

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Der Obstbau im hiesigen Bezirk krankt noch immer daran, datz zuviel und vielmch auch ungeeignete Obsttorten angebaut werden Bereits seit mehreren Jahrzehnten ist veisucht worden, daiauf hinzuwirken, datz die Soitenzahl herabgemindert und der Anbau auf lösche Sorten beschränkt wird, die sich für den hiesigen Bezirk besonders eignen. Diese Bestrebungen haben vor längeren Jahren zur Auf­stellung eines Verzeichnisses der für den hiesigen Bezirk anbauwürdiaen Obsttorten geführt. Es hat sich jedoch als notwendig erwieien, dieses Verzeichnis auf Kiund der Er­fahrungen der letzten Jahrzehnte einer Nachprüfung zu unter­ziehen Dies« Nachprüiunq ist durch den Obstbauverein für den Regierungsbezirk Kassel und dem Gärtnerei»Ausschuß der Landwirt chatrskammer vorgenommen worden. Von beiden sind folgende Obstsorten als für die hiesigen Ver­hält» sse besonders anbauwürdig bezeichnet worden:

1. Aep el r Winter - Goldparmäne, Baumanns Reinette, Schöner van Boskoop. Landsberger Reinette, Gelber Edelaptel, Prinzenapfel, Roter Eiferapfel, Ontario, Jakob Lebel und Doiken-Aepfel.

2. Dirnen: W lliams Chrtstbi ne. Gute Graue, Gute Luise von Avranches, Köstliche von Charneu, Pastoren-Dtrne, Sellerie Butterbirne, Esperens-Herrenbirne, Coloma» Herbst-Butterbirne, Gräfin von Paris und Kuhfuß.

Für Landwegbepflanzungen werden außer einigen der vorgenannten Apfelsorten noch .Großer Bohnapfel" und «Roter Trierischer Weinapfel" als besonders anbauwürdig bezeichnet.

Kassel, den 26. April 1920.

Laudwirtschaslskammer für den Regierungsbezirk Kassel, gez. o Keudeii.

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Auf dre in Nr 10' der ,Fuld. Zeitung' vom 8. dS. Mt». unter Eingesandt,Holzverteiiung in Lehnerz-, erwidere ich folgende»: Die Holzverte,lung wurde vom Gemeindevorsland, zwei Landwirten und drei Arbeitern vorgenommen. Von der Oberförsterei Fulda wurde vorgeschlagen, die Verteilung nach dem BedürftigkcitS- grad vorzunehmen, was auch unter Zugrurrdele ung deS Personenstandes, der Bichzahl und der noch vorhandenen Vorräte geschah. Betreff» der einzigen Kriegerwitwe. die mit 1 Raummeter Holz ab efunden sein soll, teile ich mit, datz die betreffende Krte.erwitive mit ihrer 3 Köpfe starken Familie 6 Raummeter Holz und 15 Raummeter Reisig erhalten hat. Ferner teile ich mit. datz keine Familie da ist, die weniger al» 4 Raummeter erhalten hat. Für mich ist diese Angelegenheit hiermit

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w Besitzwechsel. Das Hausorundstück Löherstraße Nr. 22 ging zum Preis von 90 000 Mark aus dem Besitz deS Schneidermeisters Adam Reinhardt von hier in den der Brüder Aron und Siegfried Rapp ,u Eiterfeld über.

6 (K) Das Abschictzen von Brieftauben hat in der hiesigen Gegend den Tauben-Liebhabern enormen Schaden zugefügt. Wenn man bedenk', daß eine einzige Brieftaube nicht feiten mit 23000 Mk. bezahlt wird, so kann man sich leicht Vorsiesten, wie 5 einem Liebhaber zu Mule ist, wenn er auf feinem Schlage seine Lieblinge mit zerschosienen Gliedern obet oar nicht mehr vm findet. In den hiesizen Blät'ern ist wiedetholt darauf hingewiesen worden, baß das Abschießen von Brieftauben verboten sei, trotzdem konnten zwei solche Schieß-elden auf frischer Tat erfaßt werden. Die Tonbenbraun sind Beiden recht teuer geworden. Die Neisever» Einigung »Fuldatat" hielt oestern ihre dritte Portour ab von Sterbfritz auS. Es beteiligten sich an diesem Fluge zirla 1000 Tauben. Der Flug verlief glatt ohne Verluste. Die großen Wettflüge beginnen in 14 Tagen.

» Eine Schlägerei zwischen Hauseigentümer und Mieter verursachte am Sonntag in der Schulstroße einen großen Auslauf. Einem der Streitenden wurde mit einem Feuerhaken eine Körperverletzung beige- bracht.

§ Durch cmsströmendes heißes Vaster wurde am Samstag in einem Fabrikbetrieb an der Edelzeller- praße ein Heizer so schwer verletzt, daß er ins Kran- kenhau» ausgenommen werden mußte.

o Fuhballsport. Der Lpielplatzwerbetan ist nach den neuesten Meldungen in nicht weniger als 451 deutschen fetäbten gestern beanngen worden Als einziges großes Evel fand in Stuttgart der Wettkampf um die Süddeutsche Metsterschast vor zirka 10 000 Zu- schauern zwischen 1. F. C.-Nürnberg und F. C. Pfalz» Ludwigshafen statt, aus dem Nürnberg mit 3:0 xoren als Sieger hervorging. In btt näheren Umgebung unserer Stadl spielte Turn- und Sportverein gg.Horas mit 2:1 Toren siegreich gegen den F. C. Vtitzenrotb. _____________

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Nach dem Beschluffe der autzerordeMlichen General» neriammlung vom 13. April 1920 soll dos Grundkapital um l 000 000 Mait ertöt* werden. Dem Grundkapital ist um 1 000 000 Mk. erhöbt unb beträgt 2000 000 Mk

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Fulda, den 7. Mai 1920 Vas Amtsgericht, Abtlg 5.

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In dos Handelsregister, Abteilung A, ist unter Nr. 338 die Firma Löwen - Apoihe.« hon, Schmidt mit Sitz in Juiba, und als beten In'. Apolhi ker Hans Schmidt zu Fulda, am 6. Mai 1920 eingetragen worden.

Fulda, den 6. Mal 1920. Vas Amtsgericht, Abt. 5. Bekanntmachung.

In das Handelsregiste» Abte A, ist bei der Firm» v. Virk In ffutöa (Rr. 159 des Registers) am 6. Mai leigendes eingetra­gen worden:

OffeneHandelsgelellfchaft« Die Geiellschatt hat am 1. Mat 1920 begonnen. Der Kaufmann Zulins Birk ist in das Geschäft als per- sönlich haftender Gesell­schafter engetreten.

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