Einzelbild herunterladen
 

>

WWMn! ®"| 1

WssffW ■

ms

München. DerbayerischeLandtag wird am 5. Juni aufgelöst. Die N e u w a h l e n finden am 6. I u n i zugleich mit den Reichstagswahlen statt Der neue bayerische Landtag wird aus 157 Abgeordneten (btrper 180) b: stehen, von denen 15 Landesabgeordnete sein weiden. Bayern soll m 8 Wahlkreise mit Slim- menkrersbindung eingeteilt werden.

Wollt Ihr die liifl in unserem Volk beseitigen?

Lernt Euch kennen und arbeitet miteinander l Die beste Gelegenheit dazu gibt der Besuch der

Volkshochschule Fulda.

iiiNiiimttinrnniHnniiiiiiiniitaiinimiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiniuiiiiniiiiiiiiiiiiiuiiiuuiiiiuiR imffifiM* ■ Beginn des 2. Dritteljahrs am 15. April 1920.

Vorlesungsve.Peidmis 30 Pfennig.

Einschreibungen in den durch Plakate kenntlichen

Nebenstellen, oder Stadbdiios^ Zimmer 2

Lokaler.

Fulda, 15 April lr20.

n Tagung des Kommunallandtags. Der Ober« Präsident Dr. Schwandcr wird den diesjährigen Kommunallandtag für Kurhessen, welcher auf Diens­tag, den 27. April, 10 Uhr vormittags, nach Kassel Unberufen ist, durch eine AnPrache'eröffnen. Tie Verhandlungen werden voraussichtlich nur wenige Tage ondauern.

Kurland.

* Italien und Oesterreich. Staatskanzler Dr. Ren- «er und die Mitglieder der österreichischen Regie­rung sind aus Rom wieder abgereift. Nitti und mehrere Minister waren zur Berabschteduna an- wetend. Renner dankte Nitti für dcn herzlichen Emp ang und für die zugestandenen Erleichterungen

< ^ebensmittelversori->ung und den wirtschaft- Irchen Beziehungen. Die beiden Staatsmänner haben bei der Be Prechung festgesiellt, daß sich eine Ueher- einfttmmung zwi chen den Interessen Italiens und Oesterreichs bildete. Die italieni'che Regie­rung miRt dem Besuche des Kanzlers hohe moral„che Bedeutung bet, da er den Beginn einer neuen P h a se freund, chaftlicher, gut nachbarlicherBeziehunqen zum öiterreichischen Volke darstelle. a

211,6 Ungarn. In dem Prozeß wegen Ver­schwörung gegen das Leben des Reichs- Verwesers Horthy wurden alle vier Angeklagten »um Tode durch den Strang verurteilt. Der Relchsverweer Hortby begnadigte die Verur^ teilten zu lebenslänglicher Zuchthai,sstrafe.

ZcrfaU der Republik Mex ko. Einem Tele- gramm aus Aiuaprieta zufolge stehen dreizehn Söhut/iV0" M^r"o im Begriff, sich von der Republrk zu trennen.

** Japan und Rußland. Tie,Xtme3' meldet aus T okto, daß es in Charbarowsk zu Gefechten zwi,cbenJapa nern undbo IschewistischenT r Up­pen pekomn en ist, wobei auf japanischer Seite sechs 3'ö hlten, fünf O firiere und 79 Mann fielen. Die Russen halten 400 Zote.

vermischter.

ber katholischen Studentenver- Deutschlands (K. V.) hatte nach der soeben veröffentlichten Statistik vom 15. Februar 1920 in Ai7#tuet6sn^§6,ereinen 3110 Vereinsmitglieder v““1* U"d Inaktive) und zirka 8000 Alte Herren. ■4),e Zahl der ge'amlen Mitglieder hat sich gegen I J’en 10m$uV 1918 um 1393 vermehrt. Eine R ihr I "eutr ^brerne sind in der letzten Zeit gegründet worden, sodaß kaum noch eine deutsche Hochschule an welcher der K. V. nicht sein Banner mit W^ab'spruch: Religion, W.ssenschaft und Freund- schäft aufgerichtet hat.

m TTv landwirtschaftlichen Hochschule zu Bonn- Poppelsdorf ist die Rektoratsverfassung und bas Promotionsrecht verliehen woiden.

h * ?'"E°urer Unfug. In Bö ekendorf bei Du- derstadl schoflen Bur chen aus Anlaß eines Polter- abends 2 eu d, tratet en ab. Das Geböft dcS Landwirts Eduard Zwingmann/eriet dabei in Brand unö wurde nut särnt lchen Vorräten und allem Inventar e,»geäschert.

* Großer Gelddiebstahl bei der Post. In den Tagen des Generalstreiks vom 13. bis zum 22. smQtr.-jat^* auL ben Berliner Postämtern die Äeristucke Iiegengeblieben. In dieser Zeit ist bei einem Postamt ein großer Geldbriefbeutel I abhanden gekommen. In ihm befanden sich sechs tletne Geldbeutel mit zusammen 400000 . o*k. Ter große Beutel lagerte in einem ver- guterten Gelaß, dessen Tür eines Morgens geöffnet vorgesunden wurde. Die Untersuchung des Bor- salles m noch im Gange. Abhanden gekommen sind Schecks, Wechsel, Depotscheine, Reichsanleibe- ,lu^ auch bares Geld, zumeist in

ausländischer Wahrung. Die Wertpapiere wurden lofort gesperrt.

** Wahl angewandter Reichknm. Der Pole JaroS. Hhski hat den „Kurier Warszawski", die größte I 8 e 11 u n b 28 c r f a “ für 3 Millionen cmgetauft und ba§ Blatt in eine katholische Zeitung I um geto an beit Durch diese Großtat hat die ka. I tpal'iche Presie m Polen ein sehr wichtiges Bollwerk I gewonnen. Der gleiche wackere Mann hat vor einem I Fahre durch die Stiftung von 20 Millionen die Grün. I bung der kath Universität Lublin ermöglicht, die dem I Protektorat der polnischen Bischöfe unterstellt ist.

»anvel unv Wirtschaft.

= 2m Daluka-MarN in Frankfurt a. M. trat Karrer en Schwankungen am freien Markte ber Äahlungsnnttel ein leichtes Nachaeben bet Ä lU-*»U5 3kfuf<n ein. Die Marktlage zeigt ^5 nächst anbouernbe Unsicherheit, doch jetzt mit etoos M kicher Tendenz für die Markvaluta. , £Ur*

"am YSnkemarkk. Auf ber 8. Zentwlauktiw, r^nh^m,6Der^an«e3 der Hauteverwertungen TOittelbeuM »nS® .®- ?• b- H . in Kasiel, auf ber rund 100 000

Tv ^kle.iur Versteigerung kamen. mA nut Rücksicht auf bie imaunfhgen Börsenberichte beftfUnn? n* Sroßviehhäute abzusehen und

kich,d>e Kalb-, Schaf- unb andern Felle zur Versteiget zu bringen. Bei ber Versteigerung von Kalbfellen o ?inr Preisrückgang bis zu M 30 pro Pfd. Fl Zentrolauktwn war außerordentlich zahlreich von Gerb^ Hautegroßhandlern und Sommiffionüren bfucht. D ^nbenj war sehr zurückhaltend, die Gebote m? ben jogernb abgegeben. Man rechnet, daß m etwa u Tagen die Großviehhaute, die mit R^sicht auf bie Wr äderten Valutakurse und die Befürchtung, daß im ZTuoVn L'ck i^r Haute- und Lebermarkt diese großen Großviehhaute nicht wird aufnehmen können, die Derlt-i" gerung in Leipzig durchgeführt werben kann. '

. .. ~er Hejsisch-Waldeckische Stä^tetag ist, wie

wir Horen, zum 5. und 6. Mai zur 27. Versamm­lung nach Hers seid einberufen worden. Aus der ^agesordnung st Heu u. a. Beiprechung der Reichs- ftnanzresorm, Neugestaltung des Verwaltungswesens und die Neubtldung der Preußitchen Provinzen, Errichtung von Ortswehren, Wohnungswesen, Woh- s lin®ro eJ?.^ Bauberatungsstellen, Neui egeluug der Gehälter der Gemeindebeamten, Fremdenver- kehrspolilik und Volkshochschulen.

.. H Die Vereidigung der städtischen Beamten auf me Rerchsverfassung erfolgte Heu e Vormiltag durch Herrn Oberbürgermeister Dr. Antoni.

(v) Schulbeginn. Die Schulen haben heute den Uniert tcht nach ben Osterferien wieder ausgenommen, «re Schulneulinge traten zum ersten mal den Gang zur Schule an. In die kathvlische Stadt- schule wurden 110 Knaben und 70 Mädchen neu ausgenommen. Die Tom schule verzeichnet 52 Knaben und 52 Mädchen als Schulneulinge

-. .^Volkshochschule. Man schreibt uns von ber Geskhastsitelle der Volkshochschule: .

• $ie Sorlefungen des 2. Dritteljahrs werben henV ^enb Pu n k t 6-/- Uhr beginnen. Mit Ausnahme her Vortragsreihe von Schwester Romana Heller -NuS Seelen, mch Erziehungslehre-, die im Institut der Engliichen FtMilem .nur .für Frauen gehalten wirb, ftnben alle Vortrag« in ber Domschule statt, bie i m^^itungskurse, -ausgenommen der für Rechnen 2 Abteilung von Herrn Ingenieur Pfeiffer (Domsckmle)

I Stadtschulbau. Im Stundenplan sind noch einige Aenberungen vorgenommen worden: Tie Vorträge von HE^n Prof Dr -Schreiber über .Die Religion im Urteil lebender Denker" finden Mittwochs"von 8 Uhr

I 30 bis 9 Uhr 15 statt, dafür lieft Herr Prof R i ch ter ‘wn 8 Uhr 30 bis 9 Uhr 15 über .Alt- christliche Kunst-, Herr Domkapitular Prof Dr L e im bach hält seine Vorträge über .Poetische Schönheiten ^^Ä"^stcmientlichen Schriften" Montags von 6 Uhr ! ?0.bis 7 Uhr 15, Freitags von 6 Uhr 30 bis 7 Uhr 15 fpnebt ftatt deffen Herr Dr. Kalb über .Geologische Heimatkunde Herr Pfarrer Reich hält seine Ar- I beitsaemeinschoft über .Goethe und Schiller" erst am

I Donnerstag der nächsten Woche, den 22. April Vorbereitrmgskursus werden die Stunden .Rechnen II" bon dem Stadtschulbau noch der Domschule verlegt, so. 7 -dkestf-r Mittwochs von 6 Uhr 30 bis

»Prolektionslehre" und von 7 Uhr 30 bis 3

I Uhr 30 Rechnen II im selben Gebäude gibt Wie im I "iten Dritteljahr ist auch diesmal für alle Vor. der ersten Woche der Besuchfrei, d»

I s"" icber nach Gefallen und Neigung sich eine Vor- I traoSreihe auSwählen kann. Nun ist es an den Em- wobnern Fuldas, zu zeigen, daß ihr eifer im ersten nicht nur der Neugierde entsprungen war und mich febt wieder an den Kursen teilzunehmen Ge. Witz, das schone Sommerwetter, das wir erhoffen wird manchen aus bem Hörsaal hinaus ins Freie locken, und der Schrebergarten will in diesen teuren Seiten doppelt I sorgfältig.gepflegt sein Aber für eine Stunde in | der Woche. kann man die Wanderfehnsucht doch wobl ,UM Schweinen »rinnen und das Gartenland sich selbst überlasten; für eine Stunde, in der dafür die Seele ins Geistesland wandern kann und stark und ruhig werden. I , ,/:p 3" der Aufführung des TNysterienspiekes „Das I Wl der West- bat der Vorverkauf beute beyon- I neu. Wie wir hören, ist die Nachfrage noch Karten so oroß, daß das Haus für Sonntag sowie Dienstaa i n Küne ausoerkauft fein dürfte. Dom vorbereiten, den Ausschuß soll der Versuch gemacht werden, noch ei­nige weitere Aufführungen trotz erhebsicher Schwierig- I feiten möglich zu machen.

(a) Ein Er'aß an die Schuldirektoren. Ein fo> I eben ausgeoebener Erlaß de? Ministers für Wlsienschaft, Kunst und Volksbildung ordne' an: Die Direktoren der stöberen Lehranstal- ten für die männliche Jugend sind anzuweisen, I den Schülern den Beitritt zur militari. I 'chenOrganisation lZettfreiwillinen-Reg meuter, I j Einwostner« und Drtswebren ufw.) zu untersagen. I : Diejenigen Schüler, die bereits derait'gen Formati- I I onen angehören, haben unverzüglich ihren Austritt : ju erklären bezw. um ihre Entlaffung nachzusuchen. I M dlns der Fuldaer Industrie. In der General- I Versammlung am 13. April der Filzfadrik A.G.- I Fulda wurde die Dividende pro 1919 auf 6eA> fest. I gefegt und in den Aufsi-sttSrat gewählt die Herren: I Arthur K h'er. Sollt, Bacharach und Geh. Rat Dr. I Kind-Fn'da, Dr. Adolf Miiller-Berl,n-Tahlem, I Alben Ma,nz und Baron v. Sieiger-Frankfurt a. M und Sieemund Fels-Furtst. Tos' Stammkapital I wurde um 1 Million Mark erhöht, welche die Dresdner Bank, Filiale Fulda übernommen bat, I mit der Verpflichtung, den alten Akt onären je eine neue Aktie auf jede alte Wie zum Kurs von 115% aut Verlangen zu übe lassen. Der Kurs der alten Aktten steht heute 217°/» j

* Die Regierung von haiki hat sich erlaubt, ohne trif- ngen Grund und ohne gesetzliche Handhabe den in Haiti fett Jahrzehnten ansässigen Deutschen, etwa 60 an E Zahl, den Befehl gegeben, das Land in kurzer Frist zu verlassen. Als Grund wird angegeben, »aß die Deutschen den letzten Negeraufstand am 16. Jan. 1920 finanziert und unterstützt hätten.

L,teineM Gesetzentwurf zur Bekämpfung ber Geschlechtskrankheiten hat der Reichsminister des Innern Koch dem Reichsrat vorgelegt. Danach hat leder Geschlechtskranke die Pflicht, "sich von einem für das deutsche Reich approbierten Arzt behandeln W"- Personen, bie geschlechtskrank und ber« caebttg find, die Geschlechtskrankheit weiter zu ver­breiten, können zwangsweise einem Heilverfahren unterworfen, auch in em Krankenhaus gebracht werben. Wer den Geschlechtsv.rkehr ausübt, obwohl »Ir0? mit Ansteckungsgefahr verbundenen Ge- fchlechtskrankhett leibet und dies weiß, wirb mit Gefängnis bis zu drei Jahren best-ast.

* Die Personalreform in Preußen. Die Personal­reform ist zurzeit der Gegenstand lebhafter Beratungen im preußischen Ministerium des Innern. Ge- cenroartig werden Grundlagen für die Personalreform festgestcüt: auch mit den Gewerkfchaften werden darüber Verhandlungen geführt.

.. * Zur Ardeitsruhe am 1. Mai fordert der Aus-

smutz der Gewerk chaftskommission Berlin alle An- gestellten und Arbeiter G,oß-Berlins auf. In den leben-wthtigen «eftieben soll ein Nochetrieb auf- recht er'ml'-n to''hen."'-. t

Wtb Ta§ Schtöffal der Zivllgesanqenen. Durch die zu"anbtgen deui'chen Behörden und d's in ter- na:tona!e Rote Kreuz sind neue Maßnahmen im «ange, um die letz'm, bisher noch nicht zurück e- kehrten deut chen Zivilgesangenen aus den früher fein blieben Landern Heimzubefördern. Sur Ergänzung des vorliegenden amtlichen Materials werden alle Angehörige und Freunde von deutschen Ztorlgefangenen, die noch nicht zitruckgekebrt find, gebeten, sofort die genauen letzten Adressen (Gefangenenlager, VerschickungSort ufw.) der Gefangenen nebst möglichst genauen Personalien «Bor- und Zuname, Alter, Beruf, Wohnort vor mmr dem Reichswanderungsamt,

Berlin (V. 8, Wilhelmstr. 71 mitzuteilen und zugleich anzugeben, von wann die fitzte Nachricht M Ge- fangenen stammt. Diese Mitteilungen Zollen aus Postkarten erfolgen, die mit der Bezeichnung ,,.(Trieg§. gefangenenversenbung" verseh-n, portofrei mit Aus­nahme des Stadtkr ifes Berlin befördert werden.

SG- Entschödigunzspflicht bei Postpaketen. Der Eiiuchadtgun-'S>gtz für gewöhnliche Po'Pakete ist nach monofelanaen Beratungen endlich erhöht wo den. Während er bis setz' für das P unb drei Mark betrug, ift er, wte wir von amtlicher Sette er- Uren nunmehr auf zehn Mark für das Pfund erhöht worden. Die Postverwaltung hofft dadurch zu erreichen, daß ^ie Auflieferung von

V/nbun0en' bie die Post sehr belastet, zu- ruageyt.

Besserung im Eisenbahnverkehr. Die Be- "'^"lage der Eisenbahn zeigt jetzt die Zeichen unverkennbarer Beffernng. Das wird von amtlichen Stellen bestätigt. Zwar ift die Besserung noch sehr belcherden, aber fie scheint doch nicht nur vorüber- gebenb, sondern, wenn die politische Lage von neuen Erschütterungen verschont bleibt, fortschreitend zu lern. Der Sommerfahrplan wird eine wesen'» Itche Zuovermehrung bringen, ro daß die Betriebs- zahl des Fahrplans von 35 Prozent auf mehr als 40 Prozent, wahrscheinlich auf 50 Prozent des gricben§btenfteg fteigen Whö. Für den Sonn- tagsverkehr find gleichfalls Erleichterungen zu er­warten. Tre Pünktlichkeit im Zugverkehr ha> wesint- l'* ^^nommen Die Kohlenversorgung der Eisenbahn befriedigt zwar noch immer nicht, aber sie tft jetzt wentgsiens so weit gediehen, daß für einige Tage Vorrat tm allgemeinen vorhanden ist.

~ (a) Der Steuerabzug vom Arbeitslohn. Der Tag des ^nkraftiretens der Bestimmungen des Ein­kommensteuergesetzes über den Abzug von 10 v H bet der Lohnzahlung durch den Arbeitgeber wnd demnächst vom Reichsfinanzminister bekanntgegeben werden. Der Lohnabzug beginnt erst mit dem In- krafttreten der Beitimmungen. Auf bereits et folgte nid»”’ Unb ^^altszahluugen erstreckt sich ber Abzug

Eröffnunq der Jagd auf Rehböcke. Auf "Nd 40 der Iagbordnung vom 15. I o \90L !”,Jb den Regierungsbezirk Äaffel fur baS Jahr 1920 die Eröffnung der Jagd auf Re.chocke auf Dienstag, den 18. Mai festgesetzt.

-2- Gartenbauverein. In ber letzten Moua'sver- sammlung wurde die Wafferver'orgung und die I -Wegeanlage der neuen Schrebergarten be ynodjen. Als Verwalter der neuen Gärten wurde perr Serfeffel gewählt. Die Pächter hoben sich m allen Fallen zuerst an diesen zu wenden. Herr loftfefretar Kreis hielt,dann einen lehrreichen I -Vortrag über d>e Bepflanzung der Gärten. An den Vortrag schloß sich eine lebhafte Debatte. Weiter wurde über Düngung von Palmen und Kakteen Auskunft erteilt Herr Friele, ein bekannter ^."b'Szuchter, verbreitete sich über die Anzucht von KurblS. Zum Schluffe wurden einige neue Mit- glreder Lutgenommen.

Ruppertifche Haus m ber Friedrichstraße Nr. 26 ist, wie wir höien, zum Preise von 165000 Mark in den Besitz des Herrn Adam Reinhardt, Herrenkleidergeschäft,übergegangen. I

Letzte Nachrichten.

General eslkmltz and fflaiot vWof oerSafkek.

wtb Berlin, 15. April (Tel.) Durch umfangreiche Ueberwachung der Güter in der Provinz Pommern ist es heute vormittag in Horst geglückt, des Generals Lüttwitz und des Majors Bischof habhaft zu werben. 3n Stolpemünd« konnte ein Propaganda-Bür» der Baltikum-Truppen ausgehoben werden. SSmlliche Verhafteten wurden unter starker Bedeckung nach Stettin gebracht.

wtb Berlin, 15. April. Nachdem im HaushaltsM 1919=20 7% Milliarden Mark für Verbilligung ein­geführter Lebensmittel aufgewandt wurden, wird demnächst ein Notetat mehrere weitere Milliarde« hierfür fordern. Daneben ist die angekündigte Brotoer- teuerung unvermeidlich.

Wtb Duisburg, 14. April. Die Anmeldungen von Tumultschäden bei der Stadtverwaltung haben zurzeit 13 Millionen Mark erreicht.

wtb Barmen, 15. April. Von der Haupwersammlmie des deutschen Seeschiffahrtstages wurde ein scharfer Protest gegen die Auslieferung des Restes bei deutschen Handelsflotte einstimmig angenommen i und an den Reichskanzler, das Auswärtige Amt unb di« Natiomilversammlung übermittelt.

wtb Plauen, 15. April. Unter den von be Hölz chen Garde gefangenen Leuten befinden sich auch zwei Russen. Mit einem größeren Wider­stand der Roten Garde im Vogtland wird nicht mehr gerechnet. Sie vt völlig disziplinlos.

tvtb Oppeln, 15. April. In einem hiesigen Lokck J erschoß ein französischer Soldat den Bahnvorstehet ■ Pla-cek und verwundete den Bankbeamten Kurek. K» folge der durch die Erschießung heworgerufenen Zusam. I menstöße mit französischem Wlilar ist der veL schärfte Belagerungszustand verhängt worden. •

wtb Iterogorf, 14. April. Infolge der Unterbindung! der Zufuhr von Rohstoffen durch *ben Eisenbahnei- streik sind in Newyork schätzungsweise 150 000, ht Detroit 100000 Arbeiter arbeitslos. Im Westen ist die Lage mwerändert, im Osten hat die Zahl der Ausständigen zugenommen. Wilson hat ein Eisenbahnarbeiteramt ein­gesetzt, das sofort m Washington zusammentreten mrd die Beschwerden der Ausständigen untersuchen soll.

mal wieder inS Garn gegangen. DieSmgs stahl er aus einem Teppichgeschäft in der Gutleutstraße für 100000 Mk. Teppiche und verbarg die Ware in einem unterirdischen Geheimgelaß einer Auiohalle der Augsburger Straße. Ten Eingang zu dem Vcrli ß verdeckte er mit Gerümpel unb einem ab» montierten Auio. Und doch kam die Polizei dahinter, holte gestern früh die Teppiche aus der Tiefe unb den Krücken aus dem Bett.

(*) Vom Weste,wald. Im letzten Jahre hatte sich ein Lehrer vom West rwalde in lehr ungehöriger Weise geweigert, in feiner Schule in Gegenwart feines Pfarrers und des zuständioen Dekans Piüfiing in ber Religion ghzubalfi-n. Die bischöfliche Behörde bat sich dies selbstverständlich n-chl gefallen lassen und sich bei der Regierung beschwert. Nunmehr ist vom Minister, dem die Sache vorgelegt wurde Ent­scheidung ergangen. Darnach besteht der § 9 des Ministerialerlasses vom 18. Februar 1876 betreffend Leitung unb Beaufsichtigung d-s Religionsunterrichts tu katholi'chen ^^„len noch zu R^cht, ba nach Ar- üfef 24 der Versuffungsinfimde jür den preußischen Staat ben Religionsgesellschaften die Leitung des Religionsunterrichtes zustebe; bis zum Erlaß ander­weitiger, durch die neue Rcichsve>fasfimg bedingter gesetzlicher Bestimmungen sei daher der Vertre­ter der Kirche befugt, den Religionsunter, rrchtrm Rahmen der bestehender, Vorschrift ten zu prüfen. Dem Lehrer wurde wegen seines Verhaltens die ernste MißbiRigung der Regierung ausgesprochen; auch wurde er strengstens anaetoiefen, ber ben geltenden Bestimmungeu ent>prechenben Prü­fung seines Religions-mterrichies bu-ch seinen Pfar­rer und den zuständigen Dekan fortan keinerlei Widerstand entgegen zu setzen.

Aus Geisa unv Umgebung.

X Bermbach. Die hier errichtete zweite Lch« rcelIe wurde dem Schulamtskandidaten Herrn Karl Win ter aus Buttlar übertragen. Seine Ein­fühlung fand am 13. April statt.

dem Kechvargevitt»

, ~d~ 3pffa (Kreis Fulda). Unsere junge Gemeinde sah am Weißenwnntage zum ersten Male seit ihrem Bestehen die F.ier der ersten hl. Kommunion, die in un erer Kapelle abgehalten würbe. 27 Kinder durch Herrn Kaplan v. Keitz würdig borbereiiet' wurden zum Tische des Herrn geführt. Die hehre Feier machte auf alle Teilnehmer einen erhebenden Eindruck

kt. ,<rankmrt a. M. Drei arbeitsscheue Aus­länder l Unga n und Cefterreiter) f> ünberien vachls ben Hügner of eines Vo ortbetoo mers in schändlichster Weile aus, raubten dann den Keller aus, wobei sie an den dort Vorgefundenen Weinen derart sich berauschten, daß sie päter sinnlos be» trunken mit dem geschlachteten Geflügel aufge- su"'ten wurden und verhaftet werben konnten. Solchen Su?j kten gebührt Zuchthaus. — Ter 32- jährige Fuhrmann Anion Kröcken. unbestritten FraulfurtL Embrecherkönich ist der Äriminalpolizri

Gotterdienstordnüng.

o n? La 9-m16- Frauenberg. In der 5 unh 8 Uhr-Messe Generalkommumon für die Ter^iar.^ ^ 'mmener Ablaß für die Mitglieds des pan,?« seraphischen Ordens, tue heute ote Proseß erneuern

Amtliche Anzeigen.

Betr.: Sprechtage am Landratsamt.

I . Sn letzter Zeit mehren sich die Fälle von münd- I sichen Anfragen ufw. am Landratsamt außerhalb der I von mit bekanntgegebenen Sprechtage derart, daß durch die fortwährenden Störungen der Beamten und Ang" stellten die geordnete Aufrechterhaltung des Dienstb-- - triebes ernstlich in Frage gestellt wird.

Sch ordne deshalb, well die wiederholl bekannt ge­gebenen Hinweise auf di« Einhaltung der Sprechtage beim Landratsamt, Kreisausschuß und Dersicherungs- amt bisher unbeachtet blieben, hiermit an:

die Büros des Canbralsomfes, Kreisausfchuffe» und des Dersicherungsamkes sind für das Publikum nur an den Mittwoch- unb Samslag-BormiHagee von 8 bis 12 Uhr geöffnet Da, gilt sowohl s-ir bie Einwohner bet Slabf $ulba, als auch für bk Landbewohner des Kreises. Personen, welche außerhalb der oben festgesetzten Sprechtage in den Büro« erscheinen, haben kein Anrecht auf Abfertigung; es steh» ihnen auch kemerlei Beschrverderecht zu, wem sie von ben Beamten usw. abgewiesen werden.

Nur m ganz besonders dringenden FLllm (Aus­stellung von Leichenpässen usw.) kann eine Ausnahme gemacht werden. Ob es sich um einen dringenden Fall handelt, hängt von dem Ermeffen des betreffenden Be­amten ab.

Dienstbtiefe sind nicht an meine persönliche Adresse sondern „An das Landratsamt" zu richten.

Fulda, den 8. April 1920.

Der Canbrat: Fthr. v. Doernberg.

Die im Anschluß an die Verordnung des Mlsiärbe- fehlshaberz vom 13. März 1920 — la. 4322 __ an«

geordnete und durch Verfügung des Vezirksbefehlsha. ^rs vom 28. März 1920 zunächst aufrecht erhaltene Beschränkung bezüglich des Tragens von Waffen wirt aufgehoben.

Fulda, den 7. April 1920.

DerBezirksbefehlslaber. <Reichswehr-Art.-Reg. 11.) Diez, Oberst.

Wird veröffentlicht.

Fulda, den 8. April 7920.

Der Canbrat Frht. v. Doernberg.

Ich soll so sagte Luden'vrfl. ben Relchsraazler «icht recht unterrichtet hoben. Das ist eine rein suchekiive Behauptung. In allgemeinen Berichten habe ich mich auf den Siandpun'« gestellt, daß der U-Bootkrieg die Amerikaner in den Krieg ziehen würde. Für mich Han- delle es sich um die Tatsache, daß die Entente uns ohne die amerikanische Hilf« niemals hätte besiegen können. Auch Bonar Law hat im englischen Parlament ausdrücklich er­klärt, daß Englands Finanzen anfangs 1917 n o H ft a n b i g fertig waren und daß England ohne die amerikanische Hilfe ben Krieg niemals hätte weiter führen können. Eine weitere Frage weift darauf bin, daß der englischen Propaganda vielleicht nicht genüaend enfgegengetreten wurde, so daß die amerikanischen Sol­daten den Krieg als einen Kreuzzug betrachten konnten. Wenn wir einen Fehler gemacht haben, so war es der, daß rair z u viel Propaganda machten. Eine weitere Frage, dse an mich gerichtet wurde, bezieht sich daraus, ob ich die Behauptung aufrecht erhalte, Ludendorff hab« eine amerikanis^e Friedensvermittlung nicht gewollt, weil 6er U-Boot-Krieg den ganzen Krieg in drei Monaten beendet haben würde. Zeugen waren bei meiner Unterredung mit Ludcndorff n ' ht zugegen."

Weitere Ftanen liegen nicht vor. Tie Verhandlung wird daher abgebrochen. Die nächste öffentliche Sitzung des zweiten Un'etausschuffes des parlamentarischen Un- tetsuckiungsausschusses der Nationalversammlung wird am Freitag, den 16. April, im Reichstagsgebäude stuttfinden.___

Deutsches Reich.

* Im Befinden des erkrankten Abg. Dr. Spahn ist tote wir l Ören, erfreulicherweise eine leichte Besserung eingetreten. Dr. Spahn steht im 14. Lebensjahre.

* Graf Posabowsky, ber bekannte konservative Staatsmann unb Parlamentarier, Vertreter des Wahlkrei es Merseburg in ber Nationalversammlung, bat ben Merseburger Bezirksve>banb der Deutsch- nat onalen Volkspartei gebeten, von fein er Wie- bernufitellung gls Kaudibat zum Reichstag Ab- stanb zu nehmen.

* Die Reichseisenbahn. Bei ber Beratung bes ~0. Ausschusses ber Nationglversgmmlung über die Slaalsverträge wegen der Bildung von Retchseisenbahnen erklärte Reichsfinanzmininer Dr. Wirth, ber erste Haushgli ber Reichseisenbghnen werde gllerdings ein in die Milligrden gehendes Defizit bringen, gber bei einer Ablehnung des Vertrages würben die Zuschläge und Nachtragsetats der toettetfernben Länder im Interesse des Personals noch trohere Beträge erfordern.