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.HZ 59.

DonnerSiag. 1L März 1920.

- Fuldaer Zeitung

Trr-ck der F«ldaer Sette»drmk-rei in Fntt»

v. Stolzmann, Generalleutnant.

n verlierem Sie^aü- haut de- Slug« -entbracht- Reiz nebrauj ha., Stolzmann, ^aueumam.

«statten zu können, weil um durch den Sehnerv ins Gehirn und vor- hier m verS.-rMcht.

würdigen verstehen. Die unsere Sprechwerkzeuge zu gelangen, Der Pre sen W,rs ver „ -Y

; der Nachlässigkeit und weist nämlich eine z.erkche Wellenlm,« k. Mid jede 1 "

Dinge des MW a^s, Welle Mtfpr^ -sm -■ Frhr. o. DoeWh^ -

platte und den Sprachtrichter eines Fernsprechers. Uns wird nun bedeutet, daß auf der Glasplatte ein latei­nischer Buchstabe erscheinen wird, sobald wir "hn et b'icken, sollen wir seinen Namen ir den Trichter ipre^ chen. Wenn wir nun meinen, daß zwischen Erkennen ?md Sprechen nur ein Anger blick liegt V belehrt uns ein Papierstreifen, der dem Mechanismus des Appa­rates entnommen wird, daß und wieviel Bruch "eile einer Sekunde ter durch den Buchstaben in der Betz-

Das diplomatische Ränkespier

bei Entfesselung des Weltkrieges.

Der serbische Geschäftsträger in Berlin, der Ende Juli 1914 seinen Posten verließ, hat em Buch heraus- gegeben (Br. Boghitschewits ch, -Knegsursachen), bas zu den erstaunlichsten Enthullungsbuchern gehört und umso mehr Beachtung verdient, als es geradezu totgeschwiegen wird. Der Bersasser stellt die Tucke und Beharrlichkeit der f er bischen Kriegstrerbe-

Kleines Feuilleton.

__ Judaslohn und Valuta. Seit vielen Monaten herrscht wieder sogenannter Friede auf Erden, aber noch immer verhandelt ein französisches Kriegsgericht gegen eine Reihe von Leuten, die sich durch Mitarbeit en der .Gazette des Ardennes", der von den deutschen vesatzungsbehörden herausgegebenen BlatteS, des Hoch- «nb LamddeZverrateS schuldig gemacht haben sollen. So- diel aus den Berichten in der französischen Presse zu er. kennen ist kommt freilich bisher bei der Verhandlung mcht diel'heraus. Dagegen ereignen sich manchmal Zwischenfälle geradezu humoristischer Natur. Zu den Angeklagten gehört ein gewisser Masie de la Fontaine, d-r in langer Untersuchungshaft einiges Körpergewicht, doch offenbar noch nicht seine Schlagfertigkeit einst- büßt hat. Ter Vorsitzende des Kriegsgerichts, ein Oberst warf ihm vor, der .Gazette des Ardennes" Beiträge gegen Geld geliefert zu haben, erhielt aber die Antwort: .Herr Oberst, für 60 Franken im Jahre betrat man fein Vaterland 'nicht1" Und als der Vor- sih-nde darauf PompöS versetzte: „JudaS verriet den Herrn um dreißig Silberlinge!', bekam er die Antwort hören: -Ja damals war aber auch die Valuta des- str und das Leben billiger!" Und damit hatte der Angeklagte, nicht der Vorsitzende, die Lacher auf feiner Seite.

term Frey in der Mütterverso mm lung, indem fk^er« vorhob, wie gerade durch die Elternbeiräte dos Zusam­menwirken der Lehrpersonen und der Eltern m der Er­ziehung gefördert werden soll, während die vom Sozialis­mus angestrebte Simultan- und religionslose Schule n:ch« nur die größten Gefahren für die Religion, sondern auch für die Charakterbildung des Stinbes hat. Das einträch­tige Zufammemvirken von Schule und Haus im Eltern- betrat scheinen die Sozialdemokraten nicht 5« wollen, denn sie warnen in ihrem Wahlaufruf vor der Liste der .Lehrerpartei". (NB. Gs gldt hier mir eme Liste der Sozialdemokraten und des Zentrums, dessen erster DorsitzeiÄer Herr Lehrer Schmank 'st): ebenso durfte wohl klar sein, welches der „ungefähre. (!) Sinn ist, in dem der Schulunterricht nach der Meimmg der Urnen Order Bürger" geleitet werden soll. Wir aber wollen uns freuen? daß wir solche Lehrpersonen h°ben die s° mannhaft für die christliche Erziehung und wob

len mit ihn« zusammenlmrken zum Segen unserer K.nder.

Dis Auswanderung eine Gefahr.

^Ykach dem alten, aber noch durchaus in Geltung ^xnden Strafgesetzbuch ist die Verleitung zur I^Zwanderung strafbar. Trotzdem ist gegen- •jyig eine Auswanderungs-Propaganda bei uns im I StoOTfle, wie sie stärker kaum noch betrieben werden I

und die Regierung tut nichts dagegen, ja, | ? Duldet sogar, daß Veranstalter von Vorträgen sich I cinent, wenn auch aus der Zeit des alten Regimes I HMmcnden, so doch halb offiziös amnutenden Mäntel. I behängen und dadurch umsomehr Eindruck machen. I ■ ßine Hemmung der Auswanderung bedeutet ja die I ealBta- Wer auswandern will, mutz ja wenigstens I •^5 Geld mitnehmen. Bei unserem Valuta-Siande I kann niemand, der mit seinem Gelde draußen I jjjaä ausrichten will, auswandern. Das ist unmög- I gi Denn wenn die Mark in den Vereinigten Staa- I S, einen Cent bringt, gegenüber der holländischen I Währung 2% Cent, dann läßt sich mit Geld eine wirt. I Etliche Grundlage für eme neue Existenz nicht auf. I -aiien. Schon die Gelder für die lleberfahrt sind mei- I so ungeheuer, daß erhebliche Vermögen, nach I Rischem Gelde gemesien, daraufgehen. Vermögende I tojtr wandern daher zur Zeit nicht aus. Nnsbeson-

hält die Valuta jene Nuswandererschichten zurück, wrefl Auswanderung in früheren Jahrzehnten das «chergewicht hatte: die zweiten Söhne von Landwir. fpt, die mit dem Abfindungskapital hier in Deutschland einen ihrer Familie entsprechenden Lebensstand nicht zu Zeichen vermochten; jene Schichten, die in den letzten Alhrzehnten in den Ansiedlungsbezirken im Polnischen hergebracht wurden.

Aber die Qu ali t äts ar bei ter und gu. ien Kenner jeder Art gehen weg, werden yg vielmehr entzogen. Tie heutige Abwanderung er- «ist besonders jene Heranwachsende junge Welt, die lerontommen will, sich durch die heutigen Steuern daran jebingungslos verhindert sieht und die nun ihre star-

J[rme, ihren offenen Kopf und ihren festen Willen ^cherswo zur Geltung bringen will. Zu diesen Grup. W stoßen noch viele, die zwar Gutes leisten können, selber die Initiative zur Auswanderung nicht er. taffen können; an diese tritt die Versuchung in Get, yf verlockender Angebote des Auslandes jeton. Wir haben vieles gewußt und vieles gekonnt, W das uns da? Ausland beneidete. Und die Leute, die die Träger des Wiflens und Könnens sind, sollen Ms NUN entzogen werden, damit sie draußen im Aus» tobe uns eine neue Konkurrenz für unsere Nittschaft heranziehm; damit sie auch selber eine LmlitLitsverarbeitung der ausländischen Rohstoffe wrnehmen möchten von deren Verarbeitung hier in 'Deutschland selber ein großer Teil unserer Devölke. Bing leben mutz. .

In dieser Hinsicht hat die Regierung je nun einige xinsichi gehabt. Mehrere plumpe Versuche ausländi. scher Stellen und ihrer Helfershelfer diesseits der Grenj. zm haben sie stutzig gemacht. Hoffentlich wirkt die Erkenntnis der Gefahr bei ihr gründlich nach und zwingt sie zu entschlossenem Durchgreifen.

Die Hauptgefahr liegt für uns in der Vluteni- -iebung. Wir müßen ungeheure Laoten gegenüber der Entente tragen. Darüber ist kein Zweifel: eSlst m allerhöchsten Grade töricht, noch immer auf irgend ein Ereignis, ein Wunder zu warten, das unS von dieser Lall befreien könnte. In diesem verzagten Hof- fen und Harren vergeht eine kostbare Zeit, die wir Nir bett Wiederaufbau sehr gut ausnützen könnten. Die Lasten aber gegenüber dem Feinde können wir nur durS Arbeit tilgen und dazu brauchen wir möglichst vieler Hände. Wenn ein grotzew keil imferer Arbeitskräfte, körperlicher mtb C^er, «rswandert, dann bedeutet da? eine gefährliche Mut. entstehung für unser wirtschaftliches Leben. W-r wer­den eines Tages nicht mehr die Kräfte zu den Leistungen eufbringen können wie sie die glatte Erfüllung unserer Friedensvertrags-Verbindlichkeiten notwendig macht.

Ganz abgesehen davon, daß die Auswanderung vor­wiegend junger Männer die ohnehin fto Stofc ai»« ßchtslosiokeit unserer weiblichen Jugend mit all ihren Wien Begleiterscheinungen noch steigern mutz.

-— Lebensrelkung durch ein Pferd. 3m Kriege hat man viele Beispiele von der Treue und Klugheit des Pferdes kennen gelernt. Bon einem besonders er» greifenden Fall erzählte ein Kriegsteilnehmer. Mo» k «atelana zog er mit feiner Feldküche den Frontsolda» Een noch, und gar manche Schlacht hat dabei er und sein braves Roß erlebt. Schließlich ereignete es sich, * baß er, durch heftiges tzeschitzfeu« fahrend, um den Leuten in der vordersten Linie etwas Warmes zu Ringen, durch eine feindliche Kugel verwundet wurde ilnd neben dem Pferd niederfiel. Der treue Kamerad durch soviel Gefahren wußte wohl, um was es sich handelte. Das Tier blieb zunächst ganz von selbst ssehen und beschnupperte seinen Herrn, sauste dann aber allein mit der Feldküche weiter. Bei den Leuten angekommen, fand das führerlose Gefährt natürlich feiges Aussehen, der Gaul benahm sich aber so aus» ;

fWier. Kopk Lgch^hinten zeigend» daß laßt sich «g dix wiH.w.-en

vermischtes.

• Unschuldig zum lobe verurteilt? Die Ztg." meldet aus Gelsenkirchen: Am 16. Aug v ^ wurde Äe Eheftau Nötiger ermordet und beraubt Ws Täter wurde der Bergmann Malkus verhaftet zum Tode verurteiü, jedoch zu lebenslänglichem Zu<M Haus begnadigt. Malkus hat die Tat gAeugnet- Mn- mehr sind die seinerzeit geraubten Gegenstände be dem früheren Reisenden Gradowskt gefunden, und lneser ift als der Tat dringend verdächtig verhaftet worden.

♦ Eia Bild aus vergangenen Seiten sah man ®rt DienAag nachmittag unter den Linden ni Berlin tm« man es nie mehr zu zshen glmchte Eine Eigs Kompanie Soldaten in der alten blauen form, Offiziere nnt gezogenem Degen an der Spitze. , Regimentsmusik und Fahnen voran zog nn allen prew- ßffchen Parademarsch durch das Bvandenburg« Tor^ Es waren dies Kadetten der Hauptkadettenanstall Sich, terselde die ihren Fahnen das letzte Gelert gaben. Mit bU 10. März müssen belmntbch alle nnlltarrscheu AuSbildungsinftitute, tote ine Kadettencmiwlten um, Ünteroffizierschulen, aufgelöst sein. In,^er ienanilcü wurde hierbei aller militärischer PEP ve - “ S bei der Abschiedsfeier ö"M allerletzten Male angewandt. Zahlreiche ehe-malige ^idetten. Ludendvrff an der Spitze, waren 'N Gal-En'^rm letzten Appell herbeigeeE Mit eniEfeierlichen^^ teSdienst beaann und einem strammen Paraoemar,« fÄloü die Feier. Dann war die fiabettenanitoTt cnh- QpTntt Sie wird fortab den Namen „Reichsbi

dann aber nicht mehr des Von. S^ber Seiferen. Die Lteferungv«^ Wtrnng und Wäsche kommt künftig m Forffall d^l wird ein jährlicher Erziebungsbeitrag vor.1800 E gefordert. Freistellen werden ander Anstalt nur tn ^rnz beschränktem Maße eingerichtet.

Amtliche Anzeige?

Verordnung»

' Auf Grund der Bervrdmmg des N.NchsprLsidenten vom 51. Januar 1920 verordne ich mit Zustimmung bes Regierungskommissars, Oberpräsident Dr. Schwan» der und des ^egitrungskommfffars,Mmister des In­nern Dr. Fulda, zur Bekämpfung des Schleichhandels E Preiswuchers für die preußischen und hessischen Teile des Gebiets der Reichswehrbrigade 11:

1) Eisenbahnen und Wasserstraßen.

a) Den mit der Bekämpfung des SchleichhandAs und Preiswuchers beauftragten Behörden. und derAN Oraanen ist «gen Borzeigen ihrer Ausweife das Be­treten des gesamten Bahngeländes, der Eisenbahndienst- räume, insbesondere der Gepäckabfe^igungsraume und Packwagen, sowie der gesamten Hafenanlagen zum Zwecke der Beschlagnahme von Schlmchhandelswaren ohne weiteres zu gestatten. Auf die Erfordernisse des Mfenbahndienstes ist weitgehende Rü^icht zu nehm«. Auf Anfordern der oben genannten Beamten sind die Begleitpapiere verdächtiger Sendungen vorzulegen.

b) Die bei den Eisenbahn- miü Hafenbehörden ge­bildeten Ausschüße zur Bekämpfung des Schleichhandels ufw. haben mit den unter Ziffer a) erwähnten Behor- den und Organen unter deren Leitung WsammMzuar- beiten und ihnen aus Anfordern einzelne Hilfskräfte zur Verfügung zu stellen.

t> Die Eisenbabnbcchörden sind verpflichtet, den im- ter Ziffer a) genannten Behörden auf Anfordern für die ihnen unterstellten Ueberwachunosbeamten Areifahr- karken für bestimmte Strecken zm Verfügung zu stellen.

2. Post.

a) Das Brief-, Post-, Telegraph- und Fernsprech- geheimnis wird für solche Briefe, Postsendungen, Tele- gramme und Ferngespräche aufgehoben,^ bei denen der drinaende Verdacht vorliegt, gewerbsmäßigen Schleich­handel sowie Wucher zu fördern.

Sämtliche Beamten und Angestellten des Post-, TeTlegraphen-, und Femsprechdienstes sind verpflichtet, ihre Vorgefetzten sofort auf Postfendunoen, Telegramme I und Ferngespräche der vorstehend angegebenen -an auf»

AtbeMden haben die ihnen von den mit« Ziffer la) Genannten Behörden als verdächtig bezeich­net Keftimd Postsendungen sowie Abschrift«, von verdächtigen Telegrammen und Inhaltsangabe von verdächtigen Ferngespräch«, unter Angabe d« Teflneh- mer diesen Behörden sofort auf dem schnellsten Wege zuzuleiten. ‘

b) Den mit der Bekämpfung des Schleichhandels und Wuchers beauftragten Organen wird das R«A ge­geben, gegen Vorzeigung ihrer Ausweise in den Post- anstalten in besondercn §ällen Durchsuchungen der dort lagernden Pakete vorzunehmen und offensichtliche' Schbeichhandelsware zu beschlagnahmen. Kleinuches Vorgeh«, ist hierbei zu vermeiden. Der gewerbsmäßige Schleichhandel, nicht der Neine Verbraucher soll getrof-, fen weichen.

t) Die Vorstände der betr. Postbehörden haben die Tatsachen, aus die sich der drillende Verdacht stützt,, schriftlich kurz «i^erzulegm.

3. Itari-pad der Schlelchhcmdelsware.

Die Fahrzeuge (Kraftfahrzeuge und Wagen), mit I denen offensichtlich Schleichhandelsware befördert wird, sind von bei mi' der Bekämpfung des Schleichhandels I beauftragte, Behörden and ihren Organen zu beschlag-^ I nehmen und bei den Polizeibehörden sicherzustellen. .

Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften Isiefer I Dsrordnung mert-’e, sofern nicht gestehende Gesetze eme j hi ;ere Strafe androhen, mit Gefängnis oder Hast oder I Geldstrafe bis zu 1b 0*-0 JA. bestraft.

I Diese Verordnung tritt nrit bez Verkunkegn^ tti Kraft. i .. '

Der Irhader der vollziehend«, Gewalt.

man sich das Rätsel bald erklärte, der Führer sei ge- dehnen. Tlandxs Hauswesen wird zerrüttet, manches

fallen und das Pferd wolle Hilfe herbei holen. Ein Lebensglück zerstört, manches Geschäft nicht vorwärts

Feldgrauer machte mit ihm Kehrt und nun p»c gebracht — und fragt man nach der Ursache, so trifft

Pferd geradewegs zu dem Ort, wo tatsächlich sein Her.' I ein a,-Her Teil der Schuld auf die Unpunktlich-

lag. Man sorgte sofort für schnelle Hilfe. Wäre das I leit! 8n-

Pferd nicht gewesen, wäre der Mann unweigerlich ver- I _ M, man einen Gedanken? Der moderne

blutet und gestorben. So wurde es zum Retter seines I Psychologe oder Seelensorscher hat ebenso sein Labo-

Lebens. os- I ratorium wie etwa der Chemiker oder Physik«, und

— Der akademisch sebildele Rachttvachter. Im I ejne präziser Apparate sind ihm behilflich bei

„©ottingcr Tagebl." veröffentlicht RiitterkrutSbesitzer I |ejnen Arbeiten und Studien. Wie feder aus dem

Kröschel,<mf Hebenhausen bei Eichberg Wnbe An» Jahrmarkt mit Hilfe des „Kraftmesiers" seine Muskel- zeige: -Zur Nachtbetoa^mg meines ^.tshofes suche fraft ^sien kann, so mißt d« Psychologe die Seelen- ich zuverläfl'gen lungin stimmungen, die Zustände und Empfindungen, des

genheii hat, die Lmidimrischaft kennen lernen. Ge. ^m^, öie Gedanken, die Eindrücke und Einslüfie

gebenenfalls ^r Studenten g«m^b« in Gattm. Erschütterungen des Men-

KrösibÄ sich bi, Bereinigung von Siubimn wch Nochk. °u^ m önfe”m Innenleben alles 1104 6411111^(611

wächieramt zu denken scheint dürfte die Sache doch Gesetzen vor sich geht, und eines das andere zur Folge

nicht sein Außerdem aber betveist die Anzeige, toie hat, so daß die Ergebnifle sein« Forschungen prak-

weit toir schon mit der Uebersüllung der akademischen I tische Nutzanwendungen für Unterricht und Erziehung Berufe gekommen sind, und toas für ungeahnte Mög- gestatten und nach dieser Richtung vielfach ganz neue

lichkeiten sich unserer akademischen Jjugend .Nebenamt. Weg*, weisen. Die mannigfachen Experimente, die der

lich" noch darbieten. Psychologe vornimmt, sind natürlich außerordentlich

— Die UnpunMichkest. Wieviele sind unpünkifich ' 'tereffant und scharf durchdacht. Um z. D. zu meflen,

und entschuldigen dann, die Unpünktlichkeit mit über» wie viel Zeit «n Gedanke braucht, um in die Tat mn-

großen Geschäften! Die Erfahrung lehrt aber, daß gesetzt M werden benutzt er einen Apparat, ähnlich

gerade die am meisten beschäftigten Leute die pünkt- ein« photographischen Kamera. Unser Kopf w.rd

lichsten sind. Um allen an sie gestellten Anford«ungen h'« wie dort mt einem schwarzen Tuch bedeckt und

zu genügen, muffen sie die strengste Zeiteinteilung unter diesem ertticken wir emebAchtete matte Glas-

walten lassen. Sie verstehen sich daher nur zu solchen 1 ,mh h**n pnrnrf'tnrf'f" ^“’-Hnrrnfters. Uns Verpflichtungen, die sie «füllen können, sie ve-sprechen nichts leichtsinnig, halten sich ab«, sobald sie ihr Wort gegeben haben, dadurch gebunden, sehen, dasselbe ein» zulösen, für Ehrensache an und warten damit nicht bis aus die letzte Minute, denn die Gegenwart ist für sie eine stete Vorbereitung auf die Zukunft. Die un­pünktlichsten Personen sirck» gewöhnlich die, welche so­viel Zeit übrig haben, daß sie vor laut« Verschwen­dung derselben alle Einteilung verlieren. Sie stau­ben, sich dis Unpünktlichkeit' gestatten zu können, weil sie den Wert der Zeit nicht zu würdigen verstehen. Die Unpünktlichkeit «ckspringt aus der Nachlässigkeit und

r ei en an den Prang« be Weltgeschichte. 3m Arft- I Eindruck einer große« Ofsensivvorbereiwng be russi» ! kel .Unerwartete und totgeschwiegene Enthüllungen" I scheu Armee". I

(.Stimmen der Zeit", Februarhcft) hat nun Pate von Wiederum besteht eine auffall«che U-beremfNm Rostitz-Rieneck (Gesellschaft 3efu) das Wesentliche aus murg »wischen diesen Angaben Boghitscherm^fch und dem Inhalt tzes Buches hervorgehobcn imb einige An- unanfechtbaren Zeugnissen. Es smd solche geyelmp« gaben Boghitschewitschs durch ausfallende Uebercinfhm» Art, den Geheimakten des Warfchauer Militacbezirks mung mit Zeugnissen s«nabüegender H«kunst zu be- I entnommen, welche als Deute den Deutschen t stätigen vermocht. Hände fielen. R. Hoeninger hat sie heraussegeb«,

Der schwedische Zeitungsbericht«staff« Gustav I und bearbeitet: Generalleutnant Ianuschkewlisch l«e- ei”««n f»Heb 1916: .Sm 26. Sufi (1914) 1 grofttai. -m 26. Suh 3.26 llxu-chl- ;«■ »“g"*

Uhr nachts traf ich in Berlin auf d« menfchenuberiull- mandicrenden d« Truppen des Dezirks LtarMau .

ien Straße Unter den Linden einen Paris« Kollegen. .Allerhöchst ist l-efohlen. den 13. (26.) Sufi ^ Beginn

der nach der Pariser Botschaft am Pans« ber Kriegsvorber«tungspenode im ganzen Gevl« oes

Platz unt«wegs war. Dort standen die Tore weit euwpäifchen Rußlands zu rechnen. Sie haben alte

offen, Bewegung und rühriges Treiben herrfchte die Maßnahmen nach dem «ften und zwecken Verzeichnis

ganze Nacht' über. Ich wartete draußen auf metnai der Bestimmungen ub« diese Penode zu treffen usw.

Kolleaen und sah eine halbe Stunde lang seinem eis- Hoeninger hat nach den Warschau« Akten die Knegs-

rigen Gespräch mit dem Botschaft« Combon zu, Vorbereitungsperiode und die b«^ zahnten Ber-

denn die Gardinen des Empfangssalons im Erdgeschoß zeichnisse eingehend «forscht. Er beweist, daß ,sm o,e

waren nicht niedergelassen. Endlich kam « heraus, Stoßtrupp-n d« Grenzkorps dl-Vorschrift der Kriegs»

bleich, aber mit einer fanatischen Entschlossenheit m corbtteUungspenobe unter irreführenden D«knamen

Ausdruck und Haltung sein« kleinen, schnigen Gestatt auf volle Durchführung der Mobil»

„L'Angleterre marchera avec nousl" („England geht m a ch u n g zielt. Er beweist zudem, daß der rus

mit uns!") sagte er mit einer vor Erregung bebenden fische Mobilisierungsplan auf emen A n g n ff sine g

Stimme. „Ist das offiziell?" fragte ich. „Sn Pans I eingestellt war ;auch diese Beobachtung Doghltschewcksch I sowohl wie in Petersburg sind absolut bindende Der- wird dadurch bestätigt

sicherungen abgegeben morden!" „Und das alles um Sehr beachtenswert ist fern«.die Mlüeltaug des Serbiens willen!" wandte ich ein. „Nein, mein serbischen Diplomaten, m Kifchinfew sei schm am Freund, das ist die große Abrechnung. Wm 29. Juli die allgemeine Mobcklsierungsor^ of milch können nicht länger diese beständige Bedrohung und angeschlagen gewesen. Eme so besttmmte Behauptung, Ueberflügelung dulden, und das mußte emmal «n I aus Augenschein beruhend, nut Zeck- und Ortsangabe Ende haben, und das soll sehr bald ein Ende haben. I ausgestccktet, kann nicht ohne ©eueres als Irrtum ab» Die englische Flotte wird Deutschland blockieren, und in getan ©«den. Nach den diplomatischen Akten der Färb- einigen Wochen wird man hi« wohl keine Lust mehr büch« wurde die allgemeine Mobillsierungsorderm verspüren, auf den Straßen zu grölen." Das war also I Petersburg erst am 31. Dust verosfercklicht. 3noes am 26. Juli. haben die Enthüllimaen des Suchomiinowprozessks, ob

Am gleichen Tage ob« am 27. besuchte der s«dische sie gleich durch zwiespöliige Berichterstattung verwirrt Geschäftsttäacr Doghitschewitsch den ftanzösi- I erscheinen, dennoch Einblick gewahrt m die Derschleie- fcken Botschaft« in Berlin I. Cambon . Er war mitt- I rungstattit der russischen Kriegspartel, die sogar dem («weile zum diplomatischen Agenten in Kairo ernannt Zaren gegenüber geübt mrbeJEas °us dm ZeckuMs- word-n gedachte am Abend des 27. über Warschau ab» I berichten über die Aussagen des Generalstabschess Sa- zureisen. Vorder wollte er bei Cambon, mit dem « I nuschkewftsch sich ftststellen ließ, hat R. Hmnig« so zu» tahrelang verkehrt hatte, sich verabschieden. „Er sagte I sammengefaßt: Nach d« Angabe d« Enten.A>latter eindringsichst" und „unumwunden", „daß Deutschland, I habe der Zar am 30. Juli den Gesamtmobllmachungs- wenn es zur Ueberzeugung gelangt, daß der Krieg nicht befehl unterzeichnet, dessen Durchführung noch am mehr zu vermeiden fei, die ganze Well durch die nämlichen Tage in die Wege gdettet morben sei. Die Schnelligkeit seiner Entschlüsse »«bluffen werde." Dog- I zweite Angabe „wird am aussuhrluhsten von dm hitschewitsch fährt fort: „Ich ging noch weit« und „Birshewisa Wjedomostt" rote folgt ^gegeben : „Der erklärte klipp und klar, daß der Krieg meiner Ansicht Generalstabsches «langt bereits am 27-Auli im Ml» nach Rußlands wegen unv«meidlich sei, Deutschland nifterrat die Unterschriften d« dr« Mimster, die für werde dann Frankreich ebenfalls angreifen, « möge I die Erklärung ein« allgemeinen Mobilmachung erfor» das nach Paris berichten, damit man m letzter Stunde, I derttch sind und trifft daraufhin feine Anordnungen und wenn möglich, Petersburg noch zurückhalte. Was ant- I Instruktivsten. Aus den telephonischen Verhandlungen i ©ortete mir daraus Cambon? H«r Cambon, d« sonst in der Nacht zum 30. Sufi ergibt sich, daß dte Mobck» bei viel geringeren Anlässen — z. D. gelegentlich der machung glänzend hn Gang ist." Diese um) Boghlt- Skutarikrifis 1913 — sich sehr erregt zeigte, nahm I schewitschs Angaben stützen sich gegenseitig. Nlcht «st meine Mitteilung gelassen auf und sagte nur: „Wenn I tn der Nacht vom 29. zum 30. Juli begannen die Eigen» Deutschland es auf den Krieg ankommen lassen will, so I Mächtigkeiten d« Kriegspartei und die Hmtergehung wird es auch Enaland gegen sich haben; die englische des Zaren. Hint« feinem Rücken und gegen feinen Flotte wird die deutschen Häfen blockieren und in drei Willen war die Durchführung d« allgemeinen Moblll- Wochen in den Holen von Hamburg einbringen. Die fation betrieben worden, ehe er auch nur bte_2teilmobu» ftanzösischen Militärs behaupten, daß sie bas deutsche machung gegen Oesterreich sich abringen lleß und der Heer glatt schlagen werden." er gleich darauf mied« Halt gebieten wollte. Das

Auch über den Zeitpunkt der russischen Mo» Plakat in Kischme© und der fast gl«chz«tige V«such bitifierung findet sich bei Boghitschewitsch eine be» I Nffolaus IL, die Mobilisierung zu stoppen, stehen in achtenswerte Feststellung. Er schreibt: „Warum hat einem tragischen Gegensatz zueinander. Ianusch» Rußland schon im Februar 1914 — es ist dies I kewilschs Telephonmeldung an den Zaren, die I ,}ne notorische Tatsache — mit seinen Probemobilisatio- I Rücknahme des Mobilmachungsbefehls sei nicht neu begonnen die probeweise mobilifierten Truppen mehr möglich, « sei bereits hinausgeben, bte Truppen nickck demobilisiert und die Probemobllisationen bis zum hätten ihn «halten, alles sei im Gange, «klart sich aus Krieasausbruch fortgesetzt? Wie ©ar es möglich, daß der Verschleierungstaktik, welche den allgemeinen Mo- I b« serbische Gesandte in Petersburg bneits am 23. I bilisierungsbefehl tn Petersburg zurückhielt, draußen I 3U(t neuen Stils d« s«bischen Regierung und den I aber rückhaltlos hmbgab. Für sie war nicht der Zar übrigen Gesandtschaften Serbiens durch Zirkulardepe- I haftbar, sond«n die Striegspartet n

sche mitteilen konnte, daß die russische Regierung die I ■—

Mobikisiemng von 2 Millionen Marm cmgeordnet habe I Air Xam*

I und daß die Kriegsbegeisterung in Rußland «ne un» I Vvlll MUU/VUlMvv^vi,

I geheure fei?" Fünf^Tage später überzeugte der Augen- I q-, Or6 gn <,« Zentrrrmsversamm» I schein Boghitschewitsch Über den Stand bet Singe tn I jung letzten Sonntag hielt Herr Lehr« Vogel

I Rußland: „Am 28. Sufi mittags kam ich tn -oeglet» I C|ntn Dortrag üb« Materialismus, Sozialismus und I tung mehr«« serbisch« Offiziere in Warschau am Bis I Christentum Jetzt, wo die Kultuffragen tn den Vorder» I zm deutschen Grenze waren nicht die geringsten milita- I gnnti) treten, ffi es vor allem notwendig, scharf die Prin- I rischen Maßnahmen zu bemerken . Sofort nach lieb«« I ztpien herauszustellen; das hat der Vortragende gründlich I schreittina der deutschen Grenze ab« beobachteten wir I besorgt, ohne ab« den Gegnern durch persönliche Spitzen I n Nustland Dlobilisationsmaßnahmm großen Stils leichte Angriffspunkte zu bieten; infolgedessen kam es zu

™ Z J In ben einzelnen keiner Diskussion. Klar wurde den Zuhörern die Welt-

flln ammlungen von Güterwagen M den «nzernm m|d>mning Materialismus dargelegt, die der So- I Stationen, milltorische Besetzung d« Bah h ' ' p I Msmus durch Marx und Engels sich zu eigen machte penanfammlungen m ben und heute noch hat (99 Prozent der sozialistischen Führer

I oahntransporte bei Nacht, Mobilisation,leuchlfeuer). I ^märtnen noch zu ihr). Daraus ergibt sich von I Als wir abends in Brest eintrafen, war schon der Be- I t,je Stellung der Kathollken zum Sozialismus be» I lagerungszustand verkündet (28. Sufi). Am 29. Juli I sonders jetzt bei den Elternbeiratswahlen. Diese I war bereits die allgemeine Mobilisierungsorder in I grage, insbesondere die Pflicht der christlichen Frau bei I Kischinsew öffentlich angeschlagen. Alles machte den I den Wahlen, behandelte am Dienstag abend Frl. Leh-