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Zu beziehen durch: Drogerie Lu. M. Schramm, Fulda; Apotheke in Schlitz.
- Auldaer Zeitung
<£> Stent der Fuldaer Aetiesdrerckerei in Fukba,
Samstag, 28. Februar 1920.
lyen wirtschostspolittschen Maßnahmen nicht von her l£?*d^n<ri*me auf die Straße, sondern von den wahren Mensinteressen des Volkes leiten zu laßen.
i 3n feinen weiteren Entschließungen lehnte der Ver- ^sausschuß die Bestrebungen nach Schaffung einer b e-
S e t e n Mittelst an,ds Partei ob, da durch solche Absonderung von den bestehenden politischen Atrien der Mittelstand sich selbst von jeder Einwirkung * Gesetzgebung und Verwaltung ausschalten würde. Nur den Anschluß an große politische Parteien und durch ^nacPrücklichste Mitarbeit in diesen sichere sich der ^ttelstand den unter der Herrschaft des Parlmnentaiis- mehr als früher notwendigen parlamentarischen Ein» Der Ausschuß fordert alle Verbanüsimtglieder zum Schluß und zur eifrigen Mitarbeit in der Zentrums- auf, da nur diese als christliche Dolkspartei den Mschoftspolitifchen und kulturpolitischen Anschauungen »^Verbandes entspricht. Don der Partei erwartet der daß sie bei den kommenden Wahlen mehr als » der Vergangenheit geeignete Vertreter der I^ufmannschast unö der Angestellten an sicherer ausstellt.
.Schließlich erklärt der Ausschuß, er halte daran fest, “ die Prin^palität und Gehilfenschaft eine unzer-
«ittelstandstagung für das
i westliche Deutschland.
I| '(#) Zur Förderung eines Zusammenschlusses des I -«relsmndcs (Handwerk, Kaufmanns- und Gewerbe. iMtb Akademiker und Landwirte) auf dem Boden der Uslisftichen Weltanschauung fant1 in diesen Aage in I 4»In die kürzlich angekündigte MtttelstandStagung I W* lieber 70 auswärtige Orte hatten Vertretungen I ygu entsandt.
M Mh den üblichen Begrüßungsansprachen von Seife I der Vorsitzenden hielt Stadtverordneter Sinfert I Mln) einen längeren Vortrag über die Nöte Igitb Sorgen des Mittelstandes, nament. I lij in den Kreisen des Handwerks, Kaufmannsstandes I gnb der geistigen Arbeiter. Mit banger Sorge sehe I bet gewerbliche Mittelstand der von seinem Todfeinde. I ler Sozialdemokratie, angeregten Sozialisierung und 1 AMNunalisierung entgegen. Der Kölner sozialdemo- | datische Stadtverordnete Erl s habe sich gelegentlich I einer Besprechung ii6:r den Wtchnungsmangel zu dem I bezeichnenden Ausspruch verstiegen, er schrecke nicht da- I m zurück, eventuell dreiviertel der Geschäfte Kölns I pttfaii zu schließen. Für den Mittelstand gelte es vor I jlan die Behörden und Parlamente zu überzeugen' I Hi Ns mit der Kommunalisierung der Wirtschaft nicht I nur die persönlicheJnitiative unterbinden sondern auch I bie Leistungen derart herabmindern werden, so daß wir I niemals zu einem konkurrenzfähigen Wirtschaftskörper I (pimben würden. Tie Sozialisierung der Klein, und I M-Ibetriebe würde den Bürgerkrieg zur Folge haben. I je die über 20 Millionen in diesen Betrieben tätigen I Nem'chen sich diesen Enariff in ihre wirtschaftliche 1 KMandlgkeit nicht gefallen lassen würden. Dankbar MMüßte der Redner die von der Zentrumspartei in I das Betri ebsrätegesetz Sineingearbeiteten Milderungen M ßalange das Zentrum sich in der Regierung befindet V fei die geplante Radikalisierung im Sinne des sozial | Mchen Wirtschastsideals nicht zu befürchten. Der I Kdderoufbaii unseres VaterlanLes sei nur möglich, 1 lEin alle Stände harmonisch zusammenarbeiten. I Da? hohe Ziel des christlichen SolidaritätSaedankens 1 E '» den Vordergrund gestellt werden 'mit dem ■ .^TcI^c3 ^sc6t für alle. der daranfsolgent- I i*n Aussprache würdigte man die Koalitionspolitik und |jfe Tätigkeit des Zentrums in wirtschaftspolitischen ■ fangen.
| „ Dr. Leo Sch Werina verbreitete sich alsdann in ■ Engeren Ausführungen über die Frage: Wie ge. Ildtnrtt her Mittelstand trotz der heu. I hgen JBcrbältn iff e den ihm gebühre n- I dsn wirtschaftlichen n n d politischen 1 Redner beklagte den Mangel an
■ München Otpaetet, die sich den des Mittel.
I ^n<c5 2”, ®eife zur Verfügung stellen wie dies ■ »er der Arbeiterschaft der Fall ist denn dem Mittelstand I unb dem Bauernstand w rden gerade in DeutschlSnd ■ das i<t durch den Versailler Vertrag als Industrie-' 1 Handels, und Weltmarkt erledigt fei, erhöhte Aufgaben. 1 für dw Zukunft zufallen. Der Redner stellte sich be- I LT außerhalb jeglichen Parteiwesens, weil die ganze MDmelstandSbewegung nicht an ein Parteivroaramm ge- ■ toben werden könne, sondern vor allem ber ufsstän- I °'sche Kultur erstrebe. Das Endziel laute demnach: ■ .Die Organisation des christlichen Mittelstandes auf ■ Mei.politisch neutraler Grundlage." — Die Versamm. ■ tag erklärte sich grundsätzlich mit diesem Programm ■ Mderstanden.
| Pfarrer Dr. Kruchen (Köln) beleuchtete die Mittel- ■ Ilandsbewegung vom sittlich.kulturellen Stand- I "US. Mit dem christlichen Element stehe und UI™ bte_neue Organisation. Darum: Zurück zum ge« I Boden des Christentums, der Erfinderin und |6tapfenn wahrer Freiheit und Persönlichkeit! Sehr ■ richtig bemerkte der Redner, daß das Ziel der Arbeit I der Erwerb sei, sondern die Fähigkeit, ein zufrie- ■ den er und glücklicher Mensch zu werden. Deshalb dürfe I .suchenden Fehler der Vergangenheit zurück fallen, I die körperliche Arbeit zu unterschätzen, sondern körper- I »che und geistige Arbeit müßten beide in den Ständen | organisch verbunden werden.
1 Nachdem Syndikus Dr. Müller-Köln die Be- I deutung des Mittelstandes für den Wieder« I aufbau Deutschlands dargelegt und die Arbeit?« I «ude, Unternehmungslust und Pstichtgefühl als Grund« I 2? ,be5 Auferstehung gefeiert hatte, wies er auf die ■ !?, 8 drohende Gefahr hin, d en Sozialismus, 1 St ^'itelstand ein Grablied gesungen hätte. I Der Sozialismus sei darauf zugeschnitten, die selbstän« | "gen Existenzen allmählich auszuschalten, unser Volk und unsere Wirtschaft von beamteten
1 nur formaler Verantwortung betreiben zu
I SS01- ,Der Weg zum politischen Einfluß und Erfolg I «nn für den Mittelstand nur über die bestehenden dvrteien gehen. Deshalb verlangte der ■ »ebner zum Schluffe seiner Ausführungen von den I ^gehörigen des Mittelstandes eifrige und praktische ■ Rttarbett in den politischen Parteien, denen sie ange- ■ wten und umgekehrt forderte er von den Parteien ■ »trifame Vertretung de§ Mittelstandes in den 1 Parlamenten.
I .Nach diesen beifällig aufgenommenen Schlußworten, I tad noch eine kurze Aussprache über allgemeine Fragen Vorstand und Ausschuß sollen die vorgelegten noch einmal durchberaten und ein Programm ■ Miellen, das dem einzuberufenden allgemeinen Mittel- 1 «mdstag vorgelegt werden soll.
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Beschlüsse der katholischen Kaufleute.
I »T.tt Ausschuß des Verbandes katholisch-kaufmännischer Umreinigungen Deutschlands faßte auf ffeiner am 21. und |1 Februar in Essen abgehaltenen Sitzung eine Ent- Meßung, die von der Regierung die Einleitung einer 125'^ "ufbauendm Wirtschaftspolitik unter Ausschaltung I msestiger parteipolitischer Rücksichtnahmen die Rückkehr fc geordneten freien Wirtschaft mit Ausnahme
I J* Getreide, Fleffch und Kartoffeln, rücksichtslosestem |*npr gegen jede Form des Schleich- und Schieberhandels I Anwendung der schärfsten Strafen und dauernde . I ^erkenn ung der bürgerlichen Ehrenrechte fordert. Fern« .
I «tb verlangt öffentliche Rechnungslegung der Kriegs- I stkllschaften, Verbot jeder Einfuhr von Luxuswaren mit ISsnahme solcher, welche für die stoffveredelnden Gewerbe |*toeiti>ig find und dem Ausfuhrhandel wieder zugeführt |*rben. Aufhebung des Zwanges, die Arbeitszeit auf IJStunben zu beschränken, für die Dauer der wirt- WMfUichen Notstandes. Die Regierung müsse sich darüber | D fein, daß sie von der Volksempörung weggefegt 1 T^de, wenn sie nicht rechtzeitig den Mut findet, sich in
trennbare Berufsgemeinschaft bilden, in der sie auf Gedeihen und Verderb aufeinander angewiesen sind. Wiederaufbau des deutschen Handels und der deutschen Industrie sei von dem verständnisvollen Hand-in- Hand-Arbeiten von Arbeitgeber und Arbeitnehmer abhängig. Der Ausschuß richtet deshalb an alle Arbeitgeber die dringende Mahnung, aus freien Stücken und im Bewußtsein der sittlichen Verpflichtungen ihren Angestellten ausreichende Gehälter zu zahlen. Mit derselben Eindringlichkeit fordert der Ausschuß von den Angestellten treueste Hingabe an die Berufspflichten.
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Märkte.
Fnlda, 28. Febr. Der heutige Schweinemarkt war mit 115 Fei kein und 8 Läufern beschickt. Der Handel war lebhaft. Die Preise notierten etwas niedriger als am vorigen Markt. Ferkel kosteten 200, 250 und 300 Mark, Läufer 400 und 450 Mark.
Kuszug aus dem Standesamts-Register
des Standesamtes Fulda.
Sterbefälle in der Zeit vom 19.—27. Februar 1920.
19. Februar. Maria Auth aus Höf und Haid, 14 1.5 M. 17 T. 19. Katharina Wiegand aus Schlotzau, 13 I. 2 M. 15 T. 20. Landwirt Ferdinand Mehler aus Oberwehl, 42 I. 10 M. 28 T. 20. Witwe Flora Gärtner, geb. Gärtner, 85 I 6 M. 24 T. 20. Renten- empfängerin Wuwe Charlotte Philtppine Helene Therese Golbach, geb. Hunold, 82 I. 10 M. 20 T. 20. Klara Hillmeier. 21. Bäcker Richard Rübsam, 24 I. 7 M. 25 T. 21. Ehefrau Barbara Theresia Gehring, geb. Bail aus Müs, 54 I. 7 M. 23 T. 22. Amalia Halsch aus Steinhaus. 24. Hausierer Adam Franz Herzig, 24 I. 11 M. 2 T. 24. Studienrat Johannes Schäfer, 69 I. 9 M 16 T. 25. Rentenempfängerin Leonard Jordan, 83 1.11 M. 9 T. 26. Franz Joseph Hirsch, 2 T.
Sottesdienstordnung.
Katholischer Gottesdienst.
Sonntag, 29. Febr. Dom. Vi6, 6, 7» 7 u. 7 M., 8 Pfarramt m. Pr., -/-10 Kathedralamt m. Pr.,11 Ehr., */il2 M. m. Pr., */i2 Quatember-A., 2 Ehr., 4 Fastenpr., 7 A. i. d. Marien!. (Donnerstag abends 8 Fastenpr.) — Stadtpfarrkirche. 57» Som., 5V« u. 6'/« M„ 8 M. u. Pr. (1. Schulgd.), 97« Pfarramt u. Pr., 11 M. u. Pr. (2. Schulgd.), 97» Chr. f. d. Jüngl. i. d. Severik., l*/i Chr. f. d. Jungfr., 27» Quatember-Andacht. — Pfarrkirche zum heiligen Geiste. 3/»7 Kom., 7 Frühm., 8 Pr., Amt m. Kom., 7,5 Chr., 5 A. — Severikirche. Sonntags und werktags 7,7 M. — Herz-Jesn-Heim. 6 Frühm., 8 Amt m. Pr., 2 A. (Mittwoch abends 8 A.) — Nonnenkirche 2 Herz Jesu Bruderschafts-Versammlung. — Michaelskirche. Nachm. 2 Jesus-Maria-Bruderschaft. — Frauenberg. 5—7 M., 8 Rosenkranzm. m. Pr., 9 Hochamt m. Pr., nachm. 2 Kreuzweg-Andacht mit Segen. (Während des Monats Pkärz wird jeden Morgen eine Andacht zu Ehren des hl. Joseph gehalten und zwar an Werktagen nach der 7 Ubr-Messe, an den Sonn» und Feiertagen während der 8 Uhr-Meffe.)
Evangelischer Gottesdienst.
Sonntag, 29. Februar. Vormittags 97, Pfarrer Weber, 11 Kindergottesdienst, nachm. 2 Sup. Ruhl. — Biederstein. Vormittags 9 Pfarrer Reich.
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Wenigentaft, den 10. Februar 1320.
Brief an die Landwirtschaft!
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Börsenwochenbericht
der hessischen Bankvereins, Aktiengesellschaft. Zweigniederlassung Auldo.
Im allgemeinen konnte sich die feste Tendenz der letzten Tage behaupten, wenn auch die Börse infolge des Monatsendes eine uneinheitliche Haltung zeigte. Trotz des Abbröckelns des Markkurses in der Schweiz bis auf 6.15 blieb das Interesse für deutsche Anleihen bestehen. Mit 79 Proz. konnte die 5 Proz. ReichS- anleihe ihren letzten Kursstand behaupten. 4 Proz. Preuß. Konsols waren mit 747» Proz. leicht ab geschwächt, ebenso 37, dergl. mit 64 Proz. Von Auslandswerten standen Koloniaipapiere im Vordergrund des Interesses. Unter diesen Papieren waren besonders Otavi-Anteile mit 1038 gefragt. Gerüchtweise verlautet hier, daß von einer englisch-amerikanischen Gruppe ein Uebernahmeangebot an die Gesellschaft gerichtet sein soll. Sehr gefragt waren Pomana-Anteile, die zum Schluß von ihrem Höchstturs einbützlen und mit 16000 Prozent schlossen. Der Montanmarkt lag schwankend. Phönix waren mit 610 Prozent angeboten. Bochumer Gußstahl waren mit 422 Prozent recht fest. Ziemllch ruhig lag der Schiffahrtsmarkt. Packet« fahrt schloffen 1527« Prozent, Lloyd 177 Prozent. Am Chemiemarkt erlitten Badische Anilin eine größere Ein« büße; der Schlußkurs stellt sich auf 600 Prozent. Schwach lagen auch Th. Goldschmidt Akt. mit 406 Prozent. Unter den Petroleumwerten schloffen Dt. Erdöl nach starken Schwankungen mit 860 Prozent. Dasselbe war der Fall mit den Akt. der Dt. Petroleum Ges., die mit 591 Prozent schloffen. Für Steaua Romana Akt. stellte sich der Kurs auf 1290 Prozent. — Hypothekenpfandbriefe konnten sich mit guten Kursen behaupten.
Mitteilungen der städtischen rrahrnngsmittelstelle.
28. Jebruar 1920.
In der nächsten Woche wird jede Fettkarte mit 30 Gramm hiesiger Butler zum Preise von <M 9,20 dezw.
9,60 das Pfund, sowie 1 Zehntel Liter Speiseöl S Preise von JC 20,— das Liter bedient. Die Kranarten werden ebenfalls mit hiesiger Butter beliefert. Abgabe an die Verbraucher: Freitag u. Samstag.
Oeiausgabe an die Geschäfte: Donnerstag von 9 bis 12 und 3 bis 6 Uhr bei der Nahrungsmittelstelle.
Bulkerausgabe: Donnerstag Nachmittag in der Molkerei. *
Verkeilung Nr. 14:
Voraussichtlich werden ausgegeben: 250 Gramm Haferflocken zu M 2,20, 350 Gramm Gerstengrütze zu 73 Pfg. Vielleicht kann auch Brotaufstrich (Marmelade und Kunsthonig) mitverteilt werden: eine fällige Salbung steht noch aus. Näheres hierüber wird nächsten Samstag mitgeteilt.
Anmeldungen auf Verteilungskarte Jtr. .14 an die Nahrungsmittelstelle (nicht benutzte Verteilungskarten früherer Nummern sind zu vernichten). Aumeldefchlutz: Dienstag, den 2. März.
Der bei der Stadt noch vorhandene Bestand an gelben Kohlrüben wird zum Preise von M. 13,— per Zentner in jeder Menge und an jedermann abgegeben. Minderwertige Kohlrüben, zu Futterzwecken geeignet, können, soweit vorhanden, zu M 7,50 per Ztr. bezogen werden.
An die Lebensmittelgeschäfte.
Es ist noch ein Bestand von K.-A.-Seise vorhanden. Bestellungen werden sofort an die Nahrungsmittelstelle erbeten.
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