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§0. 3anuav 1920

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Iciftet Hütte, auf die Dauer nicht aas.

wollen/ fügte Fritz

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Fritz suchte nach einem Epi: und dachte'an feine Bausteine, sie tags vorher in 6er {Seinen <

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der Spapa ja auch gesagt, er mutz hinzu.

Unsere ehemaligen Bundesgenossen. ykeuer-» btneiS wird auch behauptet, der Zar Ferdinand von Bulgarien habe hinter dem Rücken Deutschland- Verhandlungen mit den Feinden gepflogen. ES fehlt nur noch, daß nun auch noch türkische Staats» männer dri Doppelspiel- beschuldigt werden.

* Millionenraub an Hrerrsgut. Die Korruption^ die in unserem früheren fo ehrlichen Deutschland emgerisirn ist, greift geradezu furch bar nm fich^ Wie weit t$ heutzutage schon gekommen ist, zeigt ein Bericht derBoss. Ztg." über die Zustände aus dem Schieß- und Truppenübungsplatz Jüterbog Tort werden täglich für 40000 M. Metall (Geschoß« teile und Eprengjfücke) herauSgeholt. Nicht etwa heimlich, sondern am bellen, lichten Tag mit Pferds» und Handwagen, in Zügen,wie eine Völkerwan« derung". Unter diesen Metallsieben sind Leute, dies sich am Moraen die Arbeitslosenunterstützung hole»,? dann umyi9 Uhr loszieben und dann mittags wiederzr« Hause sind mit einer Beuie im Werte von 160 MI. Biele Hunderte von Millionen Mark sind jetzt schon auf diese Weise vernichtet worden, ohne daß die Behörden sich darum gekümmert hätten,' Auf der Militärbahn nach Jüterbog stehen feit Monaten viele Tausende von Eisenbahn^ waggonS, die ganz umentert nach Strich und Faden ausgeplündert weiden. Es bandelt sich um. nicht weniger als 3000 Waggons, für welche bet zu Griindelegung von 60000 'blatt für einen Waggon eine Summe von 180 Millionen Ma'knach Fi iedenS« Preis sich ergäbe. ES ist für die heutigen Zustände ganz besonders bezeichnend, daß auf die Beipre chung in der ,Voss. Z'g.' die Eisenbahndirekiion dieser mit- teilte, daß sie völlig machiloS lei, es ließe sich n chtS daran ändern. Tas zuständige Wehrkreiskommando eit arte, daß es baldmöglichst (!) alle Maßregeln, freffen wird, um die Zu,lande in Jüterbog zu be» ledigen. Es wird höchste Z it, daß mit diesen Dingen sich nicht nur die Brnörden, sondern auch die weiteste Oeffentlichkeir einschließlich deS Parias mentS beschäftigen. >

DaS Wiener Doppelspiel.

Die Entrüstung über den Sonderfriedenslchrltt Kaiser Karls ist begreiflich, auch in Oesterreich selbst ist die Empörungallgemein. Will man die Sache aber nicht nur von der. moralischen, sondern auch von der realpolilijchen Seite betrachten, dann muß man Warben, daß die Verhältnisse in Oesterreich von An­fang an sehr ungünstig waren. Ter Zusammen­bruch wäre vielleicht etwas verzögert worden, wenn dort die leitenden Männer stramm und treu jflüf dem Posten geblieben wären; aber ei folgt wäre der Zusammenbruch doch, weil das bißchen Kraft deS Landes durch den Dauerkrieg erschöpft wurde.

Niemand kann mehr geben, als er hat. Die Stimmung in den verschiedenen Voltsstämmen, die

Barum?' fragte der Kleine.

Na, weil er einen so guten Papa hat.'

Fritz Zog die Nase in die Höhe.Du, gar so gut ist nicht", meinte er;wenn er chaut, haut er sehr stark.'

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rechte die deutsche Kraft, obschon sie Großartiges ge-

Tie grotzen Lohnkämpfs.

ToS Streik fieber ist wieder ansgebrochen. Ter Reichs'treik der Angestellten in den Versiche­rungsgeschäften breitet sich weiter au5. Schwer be­droht uns der Eisenbahnerstreik. Dadurch könnte bp Verkehrsnot verhängnisvoll /gesteigert werden. Mit der Verkebrsnot hängen wieder zwei Dinge zu- tammen: die Ernäh^ungsfragr und der Transport der fremden Truppen in die Abstimmungsgebiete, der eleich nach '»rriedensschluß zu beklagen ist. Schließlich gährt e? auch wieder im Nuhrkohlenge- biet unter den Grubenangestellten.

Me ElfenSLhnerhswe§rtrts.

Während man in Berlin bespricht und verhandelt, verschärft sich dir Streiklage in den Eisenbahndirek- tionebezirken des Westens, vor allem in den Bezirken Elberfeld, Essen und Münster. Sm Elberfelder Bezirk verkehren selbst Lebensmittel- und Kohlenzüge nur noch unregelmäßig. Sm Essener Bezirk ruht auf der Strecke Dortmund-Unna-Hagen und Witten- Ha^en der Zugverkehr. Sn Dortmund hat die Zahl der Streikenden zugenommen, so daß der Per- - sonrnvcrkc'.r nur noch in beschränktem Maße auf­rechterhalten werden kann. Auf dem Bahnhof Mül­heim (Ruhr) sind die Eisenbahner gleichfalls dem Streik beigetreten, doch konnte hier der Zugverkehr noch aufrechterhalten bleiben.

Auch im Eisenbahndirektionsbrzirk Köln wird setzt gestreikt. Dom Kölner Hauptbahnhof gehen Züge nach keiner Richtung ab. Wie weit der Verkehr im übrigen besetzten Gebiet still liegt, laßt sich zur Stunde nicht übersehen, da genaue Nachrichten nicht vorliegen. Auf jeden Fall treffen die Zugs aus den meisten Rich­tungen nicht ein.

Der Werbeausschuß der sozialdemokratischen Eisen- bohner Eroß-Derlins veröffentlicht imBorwerts' einen Aufruf an alle Eisenbahner, in dem ss heißt: ,.Sie gewissenlose Hetze zum Streik, die unter der Flagge der Wirtschaftspolitik getrieben wird, ist weiter nichts als eine politische Maßnahme. Sie soll der Einführung des Rätesystems nach kommuni st ischem Muster auf der Eisenbahn die Wege ebnen. Ein Derkehrsstreik im jetzigen Augen- blick wäre ein unverantwortliches Derbre- egen cm Volke.'

Ter Streik im DerflcherungSgewerbe.

Der Streik der Versicherungsangestellten dauert fort. In Berlin befindet sich der größte Teil der Angestellten im Ausstand; ein Teil führt die laufenden Geicbäfte in den Betrieben weiter. Die Direktionen

Deutscher Reich.

* Die Gehi'tSS-wk >ung der Beamt,». Der Reichs­rat hat die don der Nationalversammtung penhemi,te @ t höbung der laufenden Teuerung-zu lagen der Sleictobeamten für die Zeit vom 1. Januar bis 3L März 192) um 50 Prozent gegen die Stimmen Württem­bergs und Ladens angenommen. Süte der Berichts

Tann freilich', gab Gustav verständnisinnig zu. .Unb bann' hat ' ~

Das mag wohl sein; aber sag, Fritzel, woher weißt Du denn das alles von Diiha und ihrer Million?*

Der Kleine lacht« wieder schelmisch.Weißt Du', sagte er geheimnisvoll,wenn Papa und Mama abends ins Schlafzimmer kommen, dann schauen sie zuerst, ob ich , schlafe und dann reden sie mit einander; aber manchmal tu ich nur so und dann hör' ich alles. Und weiht Du, der Papa ist immer böse, wenn die Mama bi« Tante Amalie nicht mag unb sie hat doch ganz recht, ich hab auch die Tante Emma, Dein« Mama, viel lieber.'

Gustav fand es cm der Zeit, die Mitteilungen des Kindes abzukürzen.Mfo Du willst Deine D-vrstein-?' fragte er, dann nahm er den Knaben an der Hand und ging mit ihm ins Nebenzimmer.

'Fortsetzung folgt. I*"

Die p er f önl! che Schuld ist nebensächlich. Die B e r h ä l t n i s s e haben mit naturgesetzlicher Uner­bittlichkeit unsere Niederlage in dem Weltkrieg herbei» geführt. ____________

Die Besetzung der Abstimmungsgebiete.

Welche ungeheuerlichen Lasten den AHsrimrmmgS^ gebieten erwachsen, ergibt da- Beispiel von Allen, ft e i n. Für diesen Landesteil werden allein folgende Forderungen gestellt; , Zur Unterbringung ber Stäbe, abgesehen von der militärischen Einquartierung, allein in der Stadt Alleinstein (2t 000 Cnwohner) für Wohn, zwecke 6 einzelne Häuser, 10 Wohnungen, 70 Zimmer, zwei Kasinos, ferner für Büroräume das ganze Regie- rungSgebäude und *29 weitere Räume. Diese Anfor- bentrgen sind bei bet Wohnungsnot in Allenstein völ­lig unerfüllbar. Aehnlich ist die Lage in Marien­werder. Dort werden abgesehen von den 5'ngitar. tienmgen de« Besatzungtruppen, für den Stab ver­langt: für Wohnzwecke vier einzelne Hänfer. vier ge. schloffen« Wohnungen, 60 Zimmer, zwei Kasinos, fer­ner für Düroräume das ganze ReHierungSgebände, 23 Rcinme und fünf, Garagen. Jedem Landrat des Krei­ses wird ferner eine Einquartierung von zwei Cfftre« ren und' sechs Soldaten angekündigt. Auch für Ma. rienwerder sind diese Forderungen unerfüllbar. Aehn­lich liegen die Verhältnisse für Memel. Ter ganze ländliche Kreis, etwa 100 000 Einwohner, soll eine Einquartierung erhalten, die den Bewohnern eine Last von vier bis 5 Millionen auferlegen würde.

Der Friede.

Wer uns beim Abschluß des Waffenstillstandes am 11. November 1918 gesagt halte, wir mußten noch länger als ein Jahr imKriegszustände" leben, der wäre für verrückt erklärt worden. Nichts ist so kennzeichnend für Die innere Verlogenheit d.'s soge­nannten Fiiede.isvertrages wie der llmit'and, daß zu feinet Herstellung mehr als sechs Monate ge­braucht wurden und daß er dann in einem weiteren halben Jahr immer noch nicht in Kraft gesetzt Verden konnte.

Heute soll xI nun endlich geschehen. Dir fünf Zähre und fünf Monate Krieg werden mit dem Austausch der Ratifikationsu-künden ab.reschl fleu. Ter Friedensvertrag tritt in Geltung. Aber dieser Vertrag, der auf dem ungeheuerlichsten Betrug, auf dem Bruch des unterschriebenen und befiegelien Wcffenftillstandsvertragcs beruht, wud Europa auch weiterhin um den Frieden be­trügen. Ter Krieg hat ojsiziell als blutige Aus- einanberietzung zwischen den Millionenbeeren seinen Abschluß gefunden, was nun folgt, heißt nicht mehr Krieg, es istKriegsersatz" zur bauet nben Nieder- haltung Deulfchlauds. Das Wüten des Krieges hat aufgehört, es beginnen die Schrecken des Friedens.

Es ist nicht nötig, noch einmal auf den Jnhcli dieser Friedensvertrages einzugehen, dieses elendesten Siümper- und Pfuscherwerks ber Weltgeschichte, in dem die subalterne Stcatskunst eines Clemenceau ihre Triumphe feiern durfte. Es ist selbstverständ- lich, daß Deutschland sich bemüht, seine Verpflich­tungen bis zur Grenze des Möglichen zu et füllen. Iber es hieße, die Intelligenz ber vei einigten Weiter vieles Vertragsmonslruws doch gar zu tief ein- fchätzen, wenn man ihnen elwa den Glauben zu» traute, daß diese Bedingungen wirklich erfüllbar feien.

Ein frohes Ereignis bringt uns der Friedens- zustanb: die sofortige Heimkehr u:iserer Kriegs­gefangenen aus Frankreich. Ihre Leiden sind nun zu Ende, sie kehren nun sofort zurück. Im übrigen liegt sein Wert in der endlichen Befestigung des Zustandes ewiger Ungewißheit, der auf unserem pohfiuchen unb wirtschaftlichen Leben ruhte, überall lähmend und hemmend wirkte. Wir wißen jetzt wenigstens, was mit uns ist. Wir werden uns als» bald daran gewöhnen müffen mögen man ye unter uns wollen oder nicht, bas ungeheuere Ge­wicht der Veriragslaften sich mit voller Wucht auf uns niedersenfeu zu sehen.

, wtb Berlin, 9. San. Mil dem für morgen Nach­mittag in Paris rnberaumten Austausch der" Ratisica- vonsurkunde und der daraus folgenden Errichtung des Protokolls über die Niederlegung der Ratifikationsur- kunde trittderFriedeinKraft. Zugleich wer­den, wie in einer Note der Alliierten mitgeteilt wird, dir interalliierte Kommission für die besetzten rheini- ichen Gebiete, die Wiedergutmachungskommission und die interalliierten Ueberwachungsaurschüsse ihre Tätig­keit aufnehmen. Heber den Tätigkeitsbealmi der übri­tzen im Frieüensvertrag vorgesehenen Kommissionen werden seitens der Alliierten noch weitere Mitteilungen Vfolgen.

Gespenstern sürchtr?" rief er entrüstet.So dumm ist nur unsere Trine; aber Waldemar und Dltha sind drin und ba darf ich nicht hinein.'

Warum denn nicht?' fragte Gustav erstantit.

Der Papa hat gesagt, wenn sie miteinander plaudern, darf ich sie nicht stören.' Er zog Gustav zu sich hinab rmd flüsterte ihm ins Ohr:Weißt Du, sie tun vom Hri- raten reden.'

So?" sagte ber srmge Mann belustigt.Das ist aber sehr nett von Dir, daß Du so rücksichtsvoll bist, sie nicht zu stören.' Fritz lächelte verschmitzt.

Wenn Waldemar bi« Dltha heiratet, krieg ich nämlich einen Ponnywagen unb brauche nicht aufs Gymnasium zu gehen', berichtet« er.

Um den Preis kamt man schon was tun,' meinte Gustav mit gespieltem Ernste.Sag einmal, hat der Waldemar die Ditha sehr lieb?'

Na, doch wohl, sie Hai jane Million', sagte Fritz altklug.

I, bei dem er sitzen konnte, Es fiel ihm ein, daß er Stube neben dem Derorrba-

bolen lassen, damit er nachsieht. Wenn er nun gerade da ist, konnten Sie ihn auch gleich wegen unserer Gänse fragen, nm Ende istsne Seuche, unb die unfern kriegen es auch."

Natürlich werb ich, geh nur gleich unb rufe mich fofort, wenn er kommt."

Der Alte zog ab, unb Kienholz lachte vor sich hin. Wenn Amalie das wüßte, daß Steffens Gänse und ihre Edith eilten Doktor haben, Herrgott, das wäre was! Unb im Erunde genommen, was ist dabei? Ob mit oder ofjne Federn ach, schade, daß ich den Witz nicht öffent­lich planen darf! Nun muß ich mir aber den Fritz suche«, dep Junge ist am gefährlichsten."

Er ging hinaus in den Garten, wo Fritz meistens zu finden war; als er ihn dort' nicht fand, ging er hinaus gegen die Straße, die zum Dorf hinabführte, unb auf ber sich Fritz gewöhnlich mit seinem Ratze tummelte; dort wollte er ihn erwarten. Daß Füßchen sich heute schon früh am Morgen eine Beule geschlagen Halle und des­halb vorderhand auf die Freuden des Radfahrens verzich­tete, wußte' der Papa nicht.

haben Bekanntmachimaen erlaffen, daß sie bi6 Streikenden als entlaßen betrachten würden, wenn sie bis Montag die Arbeit nicht wieder ausgenommen hätten. Streikposten waren wieder in starken Trupp» aufg-stellt. ;

Gestern sollten die schwebenden Streikfragen vor dem SchlichtungsauSlchnß verhandelt werde» Ter Verirrter des Arbengeberverbandes, Dr. Rohr- deck, eiklärre aber, daß der Schlrchtungsausichug für diese Fragen nicht zunänüig sei nnb lehnte die Be­teiligung an den Verhandlung ab. Trotz die er Qta flärung setzte der Ausschuß seine Arbeit» n fort un| fällte einen Schiedsspruch, den der Arbeitgeber* vetbaud rundweg ablennte.

Gärung im Ruhrgebiet.

?/n den radikalen Steifen der technischen Gruben» angeitcDicn herrscht zurzeit wieder eine staike Gärung; Auf einer Konferenz der in ber freien Arbeitsgemein­schaft organisierten technischen Angestellten, Wevkmeß- fite unb FördermosÄnisien stellte man sich auf den Stwndvunkt daß ohne Mitbcstimmungsrecht bei Anstel« lung, Beförderung, Kündigung und Entlaffung daS Be. kriebsräiegesch für die Angestell enschast unannehmbar sei. DaS Mitbeitimmungsrecht muffe mit den schärfsten Mitteln erkämpft werden. Wie nun derEssener BolkS- ztg." mtgeteilt wird, bat sich eine Weitere Konferenz, die dieser Tage in Essen bereits mit der Frage der Veranstaltung eine$ 24stündigen Generalstreik! im Ruhrrevier beschäftigt. In den Strejcn be1 Bergarbeiter betreiben die Kommunisten ihre Pvopi» ganba für die Einführung ber fe ÄS st ii ndi- gen S ch i ch t am 1. Februar mit allen M tteln toeH ter. Wenn auch hoffentlich die Mehrheit der Berg- arbeitet sich diesmal nicht wieder ins Schlepptau bet kommunistischen Drahtzieher nehmen lassen wird, st werden aller Voraussicht nach unliebsame Zwischenfällt und Störungen im Bergbau in der nächsten Zeit doch nicht cmSbleiben.

Erneralstresthetze wegen des Bekrieb§rZ!egesrtzes.

Die unebhängige und kommunistische Preße hetz allerding ein versteckter Form, zu einem allgemeines Generalstreik. Man darf diese Tatsache nicht harmlor nehmen. Es sind Anzeichen dafür vorhanden, daß z. B bei dem westdeutschen Eisenbohnerstreik radikale Draht» ziehet ihre Hand im Spiele haben. Als neuestes Agi» tatronsmittel wird das Betriebsrätegesetz benutzt. S< veröffentlichte Freitag die BerlinerFreiheit' mit bei nötigen Ekckrüstung ein vertrauliches Rundschreiben bet Berliner Metallindustrie, in dem Gegenmaßnahme« gegen ein Zustandekommen der Betriebsrätegesetzes er­örtert werden, u. a. wird die Möglichkeit der Still» (egutifl der Sbtiriebe es ist allerdings noch fraglich, ob ein derartiges Rundschreiben ergangen ist wäre ein ebenso großer Verbrechen wie ein GenerLst streik. Den Unternehmern geht das BetriebscAegests zu weit, den Linksrad!ka!en nicht weit genug, sie fordern die vollständige Räteherrfchast. Aus dem Ruhrgebiet, aus Halle und Leipzig, den Hochburgen bet Unabhängigen, kommen Drohungen der Arbeiterschaft, den G e n e r a l st r e i k über das ganze Reich zu pro- Pmnieren, falls das Betricbsrätegesetz in der jetzigen Form zustande tarne. Das würde in der wirlschaftlichen Krise, in der sich das Reich jetzt befindet, unabsehbare Folgen haben. Hoffen wir. daß es dem Dernünftigeii Teil der Arbeiterschaft gelingt, das drohende Unheil z» beschwören.______________

Eisenbahnsperre in Beyern.

Wegen vollständiger Stockung ber Kohlenzufuhr infolae Sneiks und Hochwasser wird von Dienstag den 13. Januar, ab für mehrere Tage der qeka mtck Personenverkehr auf den bayerischen Staats» eisenbahnen mit Aufnahme des Nahverkehrs und b b Lebensmitteloerkehts eingestellt. Schon von Beute ab fallen einzelne Perfonenzuge aus. Der Güter­verkehr wird nur so weit als unbedingt notwendiz aufrecht erhalten.

verzwickte StaaiZordnung und die Zustande in dem ö]tenetd i;ci)«un .art|d)crt Heere waren von vornheiein binbetlit, für die Kraitentioktnng unb für das Durchheltcn Mit dem Ueberlaufen von tschrckn chen Regimentern nach Rußland -fing das Aer ernis an; bösart-ge Hochverrat:prozeffe beleuchteten dcn Zer- - setzung proz-ß, und er lief in die Bildung eines tschechoilowakischenl. Empörer'taat'es aus, ber fowrt die Anerkennung bet Entente fand. Bon den käm­pfenden Oesterreichei n in den Karpathen hat neulich t_in ^beteiligter deutscher Offizier vor Gericht gsiagt, sie seien ausgerißen wie eine Schafherde, Tas war eine tenden löse Ueber'reibung; aber Tai'ache ist, daß die feindlichen Truppen ihre Angr sie viel lieber gegen die österreichischen Regimenter richteten, als gegen die flrfiirchtctcn Tenrschen. Tai'ache it fer­ner. daß die österreichischen Truppen sich leidlich hielten, toenn,fie im C'.emcrfce nut deutschcu Truppen öoiginggtt, wählend sonst ihre Stoßkraft zu wünschen übrig lieg. Tas z i ste sich nicht bloß auf den Pol» nisb-rilsfiichen Schauplätzen, sondern aiuh b"i der flott begonnenen und plötzlich rersumpsken Lssens'ws in Italien.

Spie das Heer, so die Völker. Teilweise tapfer und gutwillig, aber zum preßen Teil weich und leicht er­müdend, zu einem Teil sogar widerwillig. Eerade zum

Glücklicher 2Baliemail' rief Gustav spöttisch, halb für sich.

Der Sänsedoktsr.

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Sa, Me aste flomöbiantin', wiederholte die Gattin st^ergisch;so wenig ich die ausstehen kann, so sympa­thisch -ist mir Edith. Der arme, blaffe Wurm dauert mich, baß er sone verrückte Mutter hat. Das Kind ist nut tranf von dem ewigen Umherzigeunern: heute m Aegyp­ten unb morgen in Norwegen, am Dienstag bei den «affem unb am Samstag bei den Eskimos, Gott weiß, wo diese alle Zigeunerin sie überall hingeschleppt hat. Das Mädel braucht Ruhe und eine vernünftige Behand­lung von einer ruhigen Frau.'

-Ra- siehst Du", rief Kienholz triumphierend,das Meine ich auch und darum hats keine Gefahr, wenn ich ' den Tierarzt holen laffe; Krankhett ist keine da und Ich werde Ihn schon obrichten.'

Liebhardt ist doch auch ein Mann unb ein Jung- geselle dazu', wendete Frau Detti ebt.

»2a, aber em ungefährliche:", entgegnete ihr Galle. »Er ist dick unb die dicken Leute sind nicht gefährlich. Sei nur so gut unb bereite die Kinder vor, daß sie sich ilichi verraten.'

Weiß Gott, Ferdinand', meinte DM gedrückt,wenn Waldemar wirklich den Goldsisch fängt immer oor- . ausgesetzt, daß es einer ist, woran ich stark zweifle b<wn ist es ein sauer Stück Arbeit für uns alle gewesen. £ber ich fürchte, es kommt noch eher zu einem Krach "

»Den zu verhüten, laß meine Sorge fein", sagte er würdevoll;unb jetzt schicke mir den Christian."

: Die Frau verließ das Zimmer lind halb darauf trat

Christian «in.

Christian spann ein unb fahr gleich noch Grünlinde kvn 5)ernt Liebhardt', besohl er.

k . "Oho, ist mit dem Schimmel wieder was los?' fragte -er Alte intereffiert.

f »5lein', entgegnete Kienholz kurz,aber ich habe mit Henn Liebhordt zu reden.'

r muß ich gar nicht noch GrünNnde", erklärte Chri- mrnt-Er ist ja im Dorf unten, do lauf ich schnell mit s-nunter. Knickens seine Gänse sind unter ein paar,

t^®?n °^£ ^uput grrengen, fein Mensch weiß warum und j Stoffen fangen sie auch an; Pa hat er dc» Liebhardt

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Lagen waren unsere Bundesgenossm nach ihrem ^gut­mütigen" Eharaktrc und ihrer Etoatsverfaßung weniger geeignet, lind leider wurde tet Krieg ein Dauerkampf, als der Berliner Feldzuasptan ber Ucbcrrampclung Frankreichs an der Marne im September 1911 gs- 'scheitert war. Bon da ab war ein LsSfieg durch einen stürmischen Verfloß nichl mehr zu erwarten, sondern es kam darauf an, aus welcher Sqiie hie materielle 'und moralische Kraft zuerst erschöpft werden würde.

Sn diesem Erschäpfungskrtegr waren uns die feind­lichen Möchte durchaus überlegen. Ihnen stand die 'Lanze Weil zur Verfügung behufs Auffrischuna ihres Lebensbedarfes und ihres Krictzsmaterials. -Deutsch­land und seine Derbündeieu waren dagegen blockiert, von der Hilfe -es Auslandes abgeschlosien, auf ihre eigenen Reserven Jur Leib und Seele an.~-?tf<d*n Deutschland selbst Hirst sich cm längsten; aber die schlechter erganisierten jmd r-wtirr gestimmten Bunde«- genossen spürten eher das Scheiden ihrer Kraft. Sie fürchteten die Niederlage vor der Ueberrnackt, und da­mit wuchs die Neigung, des anscheinend sinkende Schiff rechtzeitig zu verlassen. Die Fehnenslucht setzte in den belasteten und geänstigton Dolkskreisrn ein "und kam dann euch in den oberen Regionen zum Durchbruch.

. ^Gerechtfertigt ist dec.Schri-t des Kcijero Karl nicht. Mag der Kaiser auch anfangs nur an eine Vorbereitung des allgemeinen Friedens gedacht haben, fest sieht jedenfalls nach dcn jetzigen Enthullunaen, daß er im Verlauf der durch dcn Prinzen Six,ns zwischen ihm und den leitenden Mannern FrankicichS geführten Verhandlungen zu dem Entschluß gekom­men ist,^Deutschland dcn eigenen Interessen zu opfern. Er erklärte sich nicht nur damit einverstanden, für sich und seine Negierung den Franzosen Elsaß- Lothringen und den Engländern Konstantinopel zu überlefsen, sondern war auch bereit, für die Unter» stützung der Entente als entsprechendeBelohnung" die Vergrößerung Oesterreichs durch Bayern oder Schlesien anzunehmen.

Bei aller Entrüstung über schwäche unb Untreue Ironcu wir uns doch bewußt bleiben, daß der Aki ton Kaiser Karls eine den Gang ber Eieiguiße ent­scheidende Bedeutung nicht gutem, daß nicht sie uns um einen glücklichen KnegsauLgang gebracht hat, sondern daß wir .schließlich der woh organisierten Uebermacht unterlegen sind, nachdem die Kiäite ans unserer Seite allmählich ausgerteben waren durch die Blockade, die uns einerseits die Lebensmittel und andererseits das Kcmpfmaterinl in der empfindlichsten Weiss einschränkie. Sie Verbündeten, hie uns stützen sollten, mußten von uns gestützt werden. "

zimmer hotte liegen lassen; er wollte sie holen, als er aber b.e Türe aufMnkie, sah er Waldemar mit Edith am genfter sitzen; sachte schloß er die Sure wieder unb blieb draußen stehen.

So, jetzt tann ich wieder nicht zu meinen Bausteinen, well der Waldemar mit dieser DUHa plaudert; das ist ober dumm", faßte er zu sich selber. In dem Augenblick trat Gustav ein; Fritz eilte ihre entgegen.

Du, Gustav, mochtest Du nicht ins NchstLLchen gehen?" bat er.

Was soll ich denn dort?" fragte Gustav.

Ich möchte -gern meine Bausteine Haden", erklärte Fritz.

No,Du gefällst mir! Soll Ich sie Dir virllrchk holen?"

O nein, holen will ich sie mir schon selber", entgeo«

R2< Frätzchen eifrig,ober mit hineingehen mußt Du." Sind etwa Gespenster drin beim hellichten Tag?" fragte Gustav spottend.

Fritz ballte die Faust vnb machte eine Bewegung, als ob er alles leiülsrszn wollte.Denllt Du. ivsy äß mich vor

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:: In Fu da bei uns obqehott 1,40 M. ~ A~i nAU»-z>

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Veraniworttich für den redattionrüen Teil: Kari Schutte, ! . für die Anzeigen: I. Porzeller-Fulda^ ::

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