Fuldaer Zeitung
Druck der Fnlbaer Aette»dr«<kerei irr Fnkd»
des Arbeiters
Amtliche Anzeige«
12.—
.25
Aufwendungen an Ar-
-.50 je Ztr.
■.25 „ ,
—.20
—.15
—.10
Diejenigen Kleinhandelsgeschäfte, welche I - An» kaufscheine vom NeichskleiLerlager Nr. 38 m rtrank» furt o. M. erhalten und die darauf zugeteilte Waren nicht beziehen wollen, werden gebeten, die Scheine innerhalb 3 Tagen nach Eingang in Zimmer Nr. 15 des Landratsamtes abzugeben, damit die Mare einet anderen Firma zu geteilt werden kann.
Fulda, den 15. Dezember 1919.
Der Vorsitzende des Sreis-Ausfchusss.
Frhr. v. Doernberg.
Äns dem KMMMvKr.
h Armckfurt a. M. Die in der kommun irischen „Arbeiterunion" organisierten Eisen- bahnarbeiter Groß-Frankfurts lehnten in einer Versammlung jeden Tarifvertrag ab, da dieser jeden Kampf ausschließe und das Unternehmertum nicht schwäche. Lohnkämpfe müßten Hand in Hand mü politischen Kämpfen gehen. Der Referent Zwilling
die Glaubensgenossen
im deutschen Vaterlande
M 296.
MUtwoch, 'M. Tcvmbrr 1919
diese Sortierung nicht bewillige, dann gezwungen werden. Gleichzeitig trat ■ eine weitere Herabsetzung der A ein, da nach seiner Ansicht die „Dummhei
u. Umg. f. d. Antonius-Bruderschaft.
SamStag, 27. Dez. Fest d. tzl. Ed. Johanne-. Franenberg. Gegen SV« Levitenamt.
mit der Hunger nach Brot durch deutsche Hlls« gelindert werde. „ . „ .
In Ausführupg dieses Deschlusies ssnd Ke notwm- digen Mehlmengen inzwischen dem österreichischen Er- Nahrungsministerium zugestellt worden.
Nach weiterem Leschluß der Nationalversamm- luna sind diese Mehlmengen wieder einzusparm. Dies hat in der Weise zu geschehen, daß die für die ver« sorgungsderechtigte Bevölkerung festgesetzte Mehl- ration während einer Dersorgungsperiode von einem Monat in Höhe von insgesamt 200 Gramm auf der» Kop gekürzt wird. „ .
Die Kürzung «folgt in den Landgemeinden in der Weise, daß das Haushaltungsmehl für die Zeit vom 16. Januar bis 15. Februar 1920 um 200 Gramm le Karte gekürzt wird.
Selbstverständlich ist es, daß sich auch bte Selbstversorger an dieser Hilfsaktion beteiligen..
Für die Selbstversorger erfolgt die Kürzung in der Weise, daß die nächsten Mehlkarten nur auf 11 Kgr. je Kopf ausgestellt werden.
Das Ablieferungssoll der Selbstversorger erhöht sich um die ersparte Menge.
Fulda, den 13. Dezember 1919.
Der Laudral: Frhr. v. Doernberg.
setzes über die Bildung von Wucherpreisen rücksichtslos gegen den Preiswucher und Schleichhandel vorzugehsn.
Fulda, den 16. Dezember 1919.
Der LaodrÄ: Frhr. v. Doernberg.
Kassel, dm 3. Dezember 1919. Dezirksstekle ffit Gemüse und Obst. Wird veröffentlicht.
Fulda, dm 5. Dezember 1919.
Der Landrat: Frhr. v. Doernberg.
Reinhard kehrte sich plötzlich um und trat an den Tisch; er tappte noch einem Bleistift, und als er diesen gesunden, setzte « sich und schrieb damit einige Zellen auf einen weihen Bogen Papier. Nachdem er hiermit fertig war, nahm et Hut und Stock, und das Papier zu- rücklosseud, öffnete er behutsam die Tür und stieg in den Flur hmob.
Die Morgendämmerung richte noch in allen Winkeln, die große Hauskatze dchnte sich auf der Strohmatte und fnäiäte den Rücken gegen seine Hand, die er ihr gedankenlos hmhieü. Draußen im Garten aber zwitscherten schon Ke Sperlinge von dem Zweigen und sagten es allen, daß bte Nacht vorbei sei. Da hörte er oben im Hause «ine Tür gehen; es kam die Treppe herunter, und als er aussah, stand Ellsadeth vor ihm. Sie legte die Hand auf seinen Arm, fie bewegte die Lippen, aber er hörte keine Worte. Du kommst nicht wieder," sagte sie end» sich, „Ich weiß es, Lige nicht; du kommst nie wieder.'
„Nie", sagte et. Sie keß die Hand sinken und sagte «ckchts mchr. Er ging über den Flur der Tür zu; dann wandte er sich noch einmal. Sie stand bewegungslos cm bersrtben Aelle und sah ihn mrt toten Augen an. Er tat einen Schritt vorwärts und streckte die Arm nach ihr aus. Dann kehrte er sich gewaltsam ab und ging zur Tür hinaus.
Draußen lag die Well im frischen Morgenlichte, die Tauperlen, die in den Spinngeweben hingen, blitzten in den ersten Sonnenstrahlen. Er sah nicht rückwärts; er wandelte rasch hinaus; und mehr und mehr versank hinter ihm das stille Gehöft, ünd vor ihm auf stieg die große, weite Welt.
„Sie wird aber bald kommen.'
Elisabeth fchüttelle schweigend den Köpft dann stand sie auf und beide setzten ihre Wanderung fort; und wie fie so an ferner Seite ging, wandte sein Blick sich immer wieder nach chr hin; denn fie ging schön, als wenn sie von ihren Kleidern getrogen würde. Er bfcb oft mi- willkürSch einen Schritt zurück, um sie ganz und voll ins Auge saften zu können. So kamen fie an einen freien, h«idebewachs«ren Platz mit einer weit ins Land veichenben Aussicht. Reinhard bückte sich imd pflückte etwas von den am Boden wachsenden Krautern. Ms er wieder aufsah, trug fein Gesicht den «ustanf tewmschaskKchen Schm«» zes. „Kennst Du diese Slitme?* tagte er.
sah ihn fragend an. ,6s W eine Eriko. Ich Hobe sie oft tat Walde gepflückt.'
^Ich habe zn Hanse ein altes Such,' sagte er, „ich pflegte sonst allerlei Steter rmd Reime hdiebrziischreiben; es ist aber lange nicht mehr gescheh«. Zwischen dar Blättern liegt auch eine Erika; aber es ist nm eine verwelkte. Weißt Du, wer sie mir gegeben hat?"
Sie nickte stumm; aber sie schlug die Äugen nfeter tmb sah nur auf das Kraut, das «r in der Hand hielt. So stand« sie lange. Ms fie die Angen gegen ihn anf- schlug, sah er, daß fi- voll Trän« warm.
,Tllsabeth," sagte er, „Hütter jetten Manen Bergen llogt unsere Jugend. Wo ist fie geblieben?*
Sie sprachen nichts mehr; sie gingen stumm Mbenestr- ander zmn See hinab. Die Lust war schwül, nn Westen stieg schwarzes Gewölk auf. „Es wird Gewitter," sagle Elisabeth, indem fie ihren Schritt beeilte. Reinhard nickte schweigend, und beide gingen rasch am Vier entlang, bis sie chr« Kahn erreicht hatten.
Während der Uebersahrt ließ Elifabelh ihre Hand auf dem Rande des Kahnes ruhen. Er blickte beim Rudern zu ihr himiber; fie aber sah an ihm vorbei in die Fern«. So glitt sein Bück herunter und blieb aus ihrer Hand; uiti) diese Hatte Hand verriet ihm, wo, chr Antlitz chm verschwiegen hatte. Er sah auf ihr jenen fern« Zug gehet- men Schmerzes, der sich so grat schöner Frauenhände be- mächtiat, die nachts auf krankem Herzen Regen. — Als Elisabeth sein Auge auf ihrer Hand ruhen fühlte, ließ fie sie langsam über Bord ins Wasser gleiten.
Am dem Hofe angetornmen, trafen sie einen Scheren- schleiferkarr« vor dem Herren hause; ein Mann mit schwarzen, niederhängenden Locken trat emsig das Rad mü> summte eine Zigeunermelodie zwischen den Zähnen, während ein eingeschirrier Hund schnaufend daneben lag. Aus dem Hausflur stand in Lumpen gehüllt ein Mädchen mit verstörten schönen Zügen rmd streckte betirtnb die Hand gegen Elisabeth aus.
Immenses.
Novelle von Theodor Storm.
schäft erworben.
In den siebziger Jahren des verflossenen Jahrhunderts hat das katholische Deutschland die damalige Kirsten- und Seelsorgsnot in Berlin m großzügiger und hochherziger Weise beseitigen helfen.
Möchte mich durchgreifende Hilfe den armen Diasporakindern der übrigen deutschen Diaspora zuteil werden!
Paderborn, Weihnachten 1919.
f H. v. Häh 1 ing, Weihbischof.
Gütige Gaben mögen gesandt werten an die Diö- zesan-Hauptstelle des Bonifatius - Sammeloerems Fulda (Fuldaer Actiendruckerei) Postscheck-Konto Frankfurt o. M, 4051.
Es ist anscheinend noch nicht genügend bekannt, daß bte Mütterberatungsstelle — abgesehen von Schwangerm — nur von Müttern mit ihren Kinde« besucht werden soll.
Auch die Stillbescheinigung für bte Stillgelder der Krankenkassen wird vom Arzt ter Beratungsstelle nur an solche Mütter ausgestellt, die mit ihren Kmdern kommen. . „ . .
Die nächste Sprechstunde ter Kretsmutterteratungs- stelle Fulda, Luckenberg 1 ist am Mitthoch, den 3L, ds Mts.
Fulda, den 19. Dezember 1919.
Lreisfürforgeawl Fulda.
Der Alte.
Der Mond schien nicht mehr in die Fensterscheiben, es war dunkel geworden; ter Alte aber saß noch immer mit gefalteten Händen in seinem Lehnstuhl uriü blickte vor sich lftn in den Raum des Zimmers. Allmählich verzog sich vor feinen Augen die schwarze Dämmerung um ihn her zu einem breiten dunklen See; ein schwarzes Gewässer legte sich hinter das artter, immer tiefer und ferner, und auf bem letzten, so fern, daß die Augen tes Alten sie '/aum erreichten, schwamm einsam zwischen breiten Blättern eine weiße Wasserlilie.
Die Stubentür ging auf und ein heller Lichtstrahl fiel ms Zimmer. „Es ist gut, daß Sie kommen, Brigitte/ sagte ter Alte. „Stellen Sie das Licht nur aus den Tisch." .
' Dann rückte e® ou chden Stuhl zum Tische, nahm eins ter aufgeschlagenen Bucher und verttefte sich in Studien, an denen er einst die Krals ferner Jrmsn-d geübt hatte.
Anregung, Bereicherung, Vertiefung des Wissens »WU!ll!lMMr«8»»WlI«lM!!lÜil!i!l!!!!!IiIM!M!WI!I!ii!WIillIMlIMW wird Mann und Frau, Kaufmann, Arbeiter, Handwerker, Beamter finden in der
Volkshochschule Fulda.
(Schluß).
Er gab indes fein Unternehmen nicht aus, sondern schwamm rüstig in derselben Richtung fort. Endlich war er der Blume so nahe gekommen, daß er die silbernen Blätter deutlich im Mondlicht unterscheiden konnte; ■ zugleich aber suhlte er sich wie in einem Netze verstrickt; Xe glatten Stengel langten vom ©tunte herauf und rankten sich 07! feine Glieder. Das unbekannte Wasier lag so schrvar; tmr ihn her, hinter fich hörte er das Springen eines Fisches; es wurde chm plötzlich so unheimlich in dem ft ernten Elemente, daß er mit Gewalt das Gestrick der Pikanzen zerriß -md in atemloser Host dem Lande $u- schwamm. Als er von hier auf den See zurückblickte, log bte Liste wie zuvor fern und einsam über der dunklen Tiefe. — Er kleidete fich «m m» ging langsam nach Hause zurück. Ms er aus dem Garten in den Saal trat, fand ö Erich und die Mutter in den Dorbereitungen einer vemen Gesckäitsreise, welche am andern Tage vor fich Scheu sollte.
„Wo sind denn Sie so spät in der Nacht gewesen?" röf chm die Mutter entgegen.
„Ich?" erwiderte er; ich wollte die WaftetMe besuchen; es ist aber nichts daraus geworedn."
.Das versteht wieder einmal kein Menfthl" sagte Erich. .Wes taufend hattest Du denn mit der Wasserlilie zu tun?“
„sich habe sie früher einmal getarnt,“* sagte Reinhard; •es ist aber schon lange her."
Elisabeth.
Am folgenden Rachmntog nxmderteo Reinhard und Elisabeth jenseits des Sees, bald durch bte Holzung, bald dem hohen vorspringenden Uferrande. Elisabeth hatte Erich den Auftrag er hatten, während seiner und der Mutter Abwesenheit Reinhard mit den schönsten Ausfich- ->er nächsten Umgegend, namentlich von der anderen llfeiftite auf den Hoi selber, bekannt zu machen. Nun Mvgen fie von einem Punkt zum andern. Endlich nnrr£e ^tebeth müde und setzte sich in den Schatten überhänzen- “sr Zweige, Reinhard stand ihr gegenüber an einen ^auinstarnm gelehnt; da hörte er tiefer im W.glde den «utfurf rufen, und es kam ihm plötzlich, dies alles fei schon ebenso gewesen. Er sah sie seltsam lächelnd an. «Dellen wir Erdbeeren suchen?" fragte er.
*®s ist keine Erdbeerenzeit," sagte sie.
forderte bei der Erörterung der Lohnstage für dte Eisenbahnorbeiter einen Tageslohn von 60 Mark als Existenzminimum. Wenn dte Negierung
Er hat das Recht, den Käufer zu bitten, spater tote* I Der Schleichhandel trab Preiswucher haben tm der vorzusprechen oder ihm den Gegenstand nach I gQUfe der Zeit einen solchen Umfang angenommen,
ndto, hi den Schulen muß für die Diasporakinder I einem Wechsel der Dekoration zusenden zu dürfen veiammeit werden: in jeder Pfarrei soll ein eigener I Besteht ein Käufer auf seinem Verlangen sofort, Kinderopfertag die Weinen für die Kinderrettung be» I dann darf man dieses höflich, aber entschteden zurück« «jstem, alle Erstkormmmikanten sollen sich vereinigen I weisen. üu
in heiliger Gebefreudigkeit zum Wohle der Ungezählten, I “
ine in der Blüte des Lebens vom Herzen des gött- I Sotterdienstocdnung.
sichen Heilandes losgeriflen werden. So flt es der I Wunsch unserer Bischöfe. Erne besondere Hilft; be- I SathoMcher GottesdlSLft.
deutet die Uebernahme der Patenschaft für ein- jeine Diasporakinder von feiten der Erwachsenen, wie non seilen unterer katholischen Vereine. Mit der Summe von 180 Mk. wird dieSchntzpaten-
Auf Grund des 8 5 der Bekanntmachung des Reichs», kanzlers vom 25. Sept. 1915 ordne ich hiermit erneut an,1 daß alle Geschäftsinhaber, welche Gegenstände des not- wendigen Lebensbedartes im Kleinhandel feilhalten, verpflichtet sind, ein Verzeichnis in ihren Verkaufsräumen oder an ihrem Betriebsstand anzubringen, aus dem der genaue Vertaufsprels der Waren im einzelnen sowie ein etwa oor- grtchriebener Höchstpreis ersichtlich ist.
Zuwiderhandlungen werden auf Grund der §§ 17 bis 19 der Bekanntmachung über die Einrichtung der Preis- prüfuuqsftellen und die Verforgunasregegelung vom 25. Sept. 1915 mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 1500 Mark bestraft.
Fulda, den 16. Dezember 1919.
Der Landraft Frhr. v. Doernberg.
Weiße Möhren
Hat der Anbauer besondere Aufwendungen an erbest oder an Kosten für die Aufbewahrung gehabt (Gnmieten, Einkellern und bergt), so erhalt er als are mit in iu«uv|n« <j“' ■ j angemeflenen kurzen Frist I Vergütung.
zum Umtausch zurückgebracht wird. Zu einer Rück- I ») bet Saue gäbe des Kaufpreises ist kein Verkäufer verpflichtet.
Darum soll sich Jeder als Volkshochschüler einschreiben lassen.
EHoffnung der Volkshodisthnie 6. Januar 1920. Voriesungsverzeidims 30 Pfg.
Einschreibungen In den durch Plakate Kenntlichen) Nebenstellen oder Stadtschloss, Zimmer 9.
Angesichts der Hungersnot in Deutsch-Oesterreich hat die NationalversammlMP auf Grund einstimmigen Beschlusses die Reicl-sregierrmg ersucht, trotz der Notlage in Deutschland den Deutsch-Oesterreichern, insbesondere der Stadt Wien, mit Mehl auszuhelfen, da- ■ II IBIMW11MMIIMHBM|||I|||| IBPIIJl !■! IMBIIIIIIIIIIB^ II
Reinhard griff in seine Tasche; aber Elisabeth kam ihm zuvor und schüttete hosttg dem ganzen Inhalt ihr, Börse in die offen« Hand der Bettlerin. Dann wandte sie fich eisig ab mid Reirrhard hörte, wie sie schluchzend ü Treppe htnaufMg.
Er wollte fie oifthaft«,, aber er besann fich und bliei su her Treppe zurück. Das Mädchen st<md noch irnnrn MUf dem Flur, unbeweglich, das empfangene Mnwsen il der Hand. „Was willst Du noch?" fragte Reinhard.
6te fuhr zusammen. „Ich will nichts mehr", jagte sie; dmw Son Kopf nach chm zurückwrndsnd, ihn «iltarrend mit den verirrten Zügen, ging fie langsam gegen die Tur. Er rief einen Namen ans, aber sie hörte es nicht mchr; mit gesenktem Haupte, mit über der Brust gekreuzten Armen fchrttt fie übet den Hof htaab.
Sterben, ach sterbsn Soll ich allein!
Ein altes Lieb brauste ihm ins Ohr, der Atem stand ihm M; eilte kurze Welle, dann wandte « fich ab und ging aus sein Zimmer.
Er setzte sich hm, um z« arbeiten, ober er harte keine Gebar kn. Nachdem er es eine Stunde lang vergebens versucht hatte, ging er ins FamMenztmmer hinab. Es ehk niemand da, nur kühle grüne Dämmramg; am Eli- lobeäjs Nähtisch lag em rotes Band, das fie am Nach- mtttag um den Hals getragen hatte. Er nahm es in die Hand, aber es tat ihm weh und er legte es wieder hm. Er hatte keine Ruhe, er ging an den See hinab und band den Kahn los; er ruderte hinüber und ging noch einmal alle Wege, die er kurz vorher mit EKfabech zusammen ge=
Evangelisch« 0 oddiettfl.
e ^menmg i vorrmta^^UturhsAr (|^öienft
■ s:e dazu (hl. Abenomahl), 2 ^sarrer ^ dfarrer
irr für I KinderzotteZdrenst. — Btede.Pein. y-
gangen war. Als er wieder nach Häuft kam, war es dunkel; auf dem Hofe begegnete ihm der Kutscher, der die Wagenpferde ins Gras bringen wollte; bte Reisenden waren eben zurückgekehrt. Bei seinem Erntritt m den Hcmsfttrr hörte er Erich ftn Gartensaal auf und ob schreiten. Er ging nicht zu ihm hinem; er stand einen Augen- bsick fttll und stieg barm ferfe die Treppe hinauf nach feinem Zimmer. Hier setzte er sich in den Lchnstuhl ans Fenster; er tat vor sich selbst, als wolle er die Rachtizall hören, die unten in den Doxuswänden schlug; aber er hörte nur den Schlag seines eigenen Herzens. Unter ihm vn Häuft ging altes zur Ruh, die Nacht oerrami, er fühüe es nicht. — So faß er stundenlang. Endlich ftanb er auf. und legte sich ins offene Fenster. Der Nachttau rftftlte zwischen den Blattern, die Nachtigall hatte ausgchört zu schlagen. Allmählich wurde auch das tiefe Blau des Nachthimmels von Osten her durch einen blaßgelben Schimmer verdrängt; ein frischer Wind er' sich und streifte Reinhards heiß« Stirn; die erste L stieg jawhMd in die Lust.
VekUMMMg Wer GMsetzWMeise.
Kür die nachstehend genannten Gemüsearten hat die ReichssteUe für Gemüse usid Obst unter Aufhebung der bisher dafür gültigen Höchstpreise ^ü Wirku g vom 1 Dezember 1919 ab folgende ErMgerhochst^ preise und Ausbewahrungszuschlage und unsere Prer^ kommissiun nachstehende Handelshochstpreise iestgesetz.
' E-z-na-e. «r-tzb-nd-lS-Mergels-
»teil vre-s. «4‘Ä-
fest«. USt*- teWb-TO
.25 , .25 , ■25 .
rabseßung der A tszeit r Reich. . m0I,
r Ansicht die „Dummhei ... o«r Fleiß" | Freitag, 26. Dezember. TM « die Schmutzkonkurrenz Deutschlands mittags,9'/. Pfarrer Weder. Der NachmMak.g.
auf dem Weltmärkte großgezogen haben. I drenst fällt aja _
(;) Vom Aloin. Das Städtchen K l i n g e n b e r g, wo infolge des Gemeinbesitzes an wertvollen Tom gruben keine Steuern bezahlt werden, hat auch in dem deutschen Zusammenbruch feinen Ruhm behauptet. Der Stadtrat besckfloß, auch Heuer wieder jedem Bürger eine Notbeihilfe von 150 Mark auszuzahlen. Gememdeumlagm kennt man auch weiterhin nicht und dis Bezirkssteuern entrichtet die Stadt für die Einwohnerschaft.
«ur senden uns an euch trotz der Not der Zeit /ptelmehr wegen ihrer Not und für ihre Not. In oeri'agendem Opfersinn habt chr Barmherzigkeit
•m während des Weltkrieges und bis auf diesen a so oft em Bittruf an euer Ohr gelangte; freudig »mit offener Hand habt ihr gespendet.
"filmte treten wir mit einem Anliegen an euch gn das baldigste Abhilfe erheischt: es handelt sich
Rettung von vielen Taufenden ärmster katholi- ®*L MMr in unserer deutschen Heimat. Es sind sinder die Diaspora. Werzigtausend gehen jedes Jahr s r heftigen Kirche verloren; leibliches und gei- k! -s Eimd ist vielfach ihr Los. ^Der Gedanke an diese armen Kinder erfüllt das ... lmierer Bischöfe mit Wehmut und Betrübnis. L.' iefen es in ihren zu Herzen gehenden Hirten- U"ciben aus Anlaß des 1200jährigen Donifatiusjubi-
L!6 Die Diaspora Deutschlands ist riesengroß, sie DßttltÖdifCS. •
Sift mit jedem Tage. Die eine Stadt Berlin birgt I
ofes Kinderelend in ihren Mauern. Die Zahl I ** Weihnachten im Rechtsverkehr. Hat man rl Mttungsanstalten müßte vermehrt werden; aber I eine bestellte ober gekaufte Ware erhalten, so ist man
^stehenden Häuser brechen fast schon zusammen I gesetzlich verpflichet sie sofort zu prüfen und unve-r I Dauerweißkohl mter der Last ihrer Schulden; fie sind teilweise nicht I züglich den Lieferanten auf etwaige Mängel aufmerk- I Dauerroikohl
«h;u Die fälligen Zinsen zu zahlen, von den laufen- I sam zu machen. Das ist die sog. Mängelrüge. Kem I Dauerwirfingkohl
^ 'gewaltigen Tagesausgaben für Nahrung und I Lieferant ist verpflichtet, verspätete Mängelrügen an* I Grünkohl «JiÄ der Kleinen ganz zu schweigen. Aehnlich -uerkennen. Kein Käufer hat das Recht, festgekaufte R° ° Mohren und
lleacn die Verhältnisse in der übrigen Diaspora. Ver- I Waren zurückzugeben oder auch nur umzutauschen, e^Itn
fflcbrung der Kinderheime und Konnnumkantenan- I wenn er eS nicht beim Kauf ausdrücklich vereinbart 1 —
«alten Neuerrichtung von Kinderherbergen, Dergrö- I hat. Der einseitige „Vorbehalt" des NrntauscheS Lmtg 6er Häuser, bessere Ausgestaltung, Schilden- I genügt nicht, der Verkäufer muß auSdruckllch fein timnta, Fundierung muß nufere Aufgabe fein. I Einverständnis erklärt haben. Vormrssetzung Ware
fehlen rms aber die nötigen Mittel. Sie wä- I ftlbsterständlich, daß die Ware nur in tadelloiem Zu-
rr- leich! oufzubringen, wenn die Not der Diaspora- I stand und innerhalb einer angemeflenen kurzen Frist i -■--- " |fi. »oi. und Wirsingkohl
K wenn bte traurigen Verluste unter der heran- zum Umtausch zurückgebracht wird. Zu einer Rück- ») bet Dauerweitz^Rw mw 19. Mk. wachsenden katholischen Jugend allenthalben bekannt I gäbe deS Kaufpreises ist kein DeMufer verpfltchtet. I jeben halben Monat mehr ,
mären. Mögen die Kinder und die Iugendllchen in I Daß man ohne weiteres einen Gegenstand aus dem I lsxi roten, gelben u. weißen Mähren ten katholischen Gegenden Deutschlands fich erheben I Schaufenster verlangen könne, ist ein toettnerbreite- I vom 1.—15. Roo. 19 .
Hk die Rettung ihrer Brüder und Schwestern in der I ter Irrtum. Erstens kann man nur einen solchen j vom 16 —SO. Noo. 19 „
Lsvma. Gegenstand verlangen, bei dem ein Preis verzeichnet | Ibater ,e Monat mehr .
Die Hochwürdigsten Bischöfe empfehl«, in den ge- I ist, dies aber auch nut dann, wenn die gleichen nanmen Hirtenfchreiben mit eindringlichen Worten die I Preise sich nicht mehr auf Saget befinden Zweitens Unterstützung der Diaspora-Kinderhilfe »hat trotzdem der Verkäufer nicht die Mlcht, nun fo» s€s Donifatins-Sammelverein«. Ke- | fort eine vielleicht kunstvalle und mühevolle «er Rettungsarbeit muß auf ihre Weisung das gleiche I Schaufenster-Dekoration zu zerstören, wenn er den Jnterefte entgegengebracht werden wie dem Kindheit- I Gegenstand nicht ohne vitt Umstände^errerchen rann. Jesu-Verein, der so Großes wirkt für das Heil der I I" " ““ “
Zinder in den fernen Heidenmissionen. In ben ga- | i
»rzusprechen oder ihm den Gegenstand nary | gQUfe t>er Zeit einen solchen umfang angenomiuKu, Wechsel der Dekoration zusenden zu dürfen I jja& mft dem vollständigen Zusammenbruch unserer 1 ' — '-----' ''-------- 1 ganzen Ertwhnmgswi.rtschast gerechnet werden muß,
wenn diesem Unwesen nicht mit ollen verfugbarm Mitteln entgegengetreten wird. Die Lebensrntttelhändler und Geschäftsleute setzen sich m tzren Laden und sogar auf öffentlichen Märkten ohne jede Scheu über die zur Regelung der Preise and des Absatzes ergangenen , Vorschriften hinweg und tragen dadurch zur allge- Donnerstag, 25. Dez. (Hochheiliges WeihnachtS- I meinen llnzufriedenhest und Gärung in der Bevolke- ftft.) Do«. 4 Ehristmette, danach Aust. d. Korn. n. I in hohem Maße bei. Hier muß unter allen Ihn- M. bis v»8, 8 Pfarramt m. Pr. «. Auss.. */»10 I standen schleunigst Wandel geschaffen werden. Die Hochamt, V,12 M. m Pr '^2We.hnachts-A,3Wfchofl. Exekutivb^mten sinü erneut über die Notwendigkett Vesper, danach Beichtgelegenhert. — Dtadtpfarrkirch«. I t {tfiarfen Dekämpftmg dieser Auswüchse belchrt 2Jt, 8tes?.4 n. P^cl."Schulgd^ 9V, Festpr., Hochamt ! worden; gleichzeitig ist denselben AnwÄsung ^eftt m. Diakonium u. Ehorg^ang, 11M. n. Pr. (2. Schuigd.), j worden, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln gegen 2>/i WeihnachtS-And., 4 Gelegenheit zum beachten. — | hft Schleichhändler und Schieber vorzugeyen. ^g? Pfarrkirche zum hl. Grifte. 6 Ehristmette u. Som., verweise besonders auf die Verordnung vom 8. Mm 7 Hirtrnm., 8 Prt, Amt m. Som., 4 Beichte, 5 A. — I 1918 flegen die Preistreiberei, wonach derjenige, roel- Äonnenlir»e. 0 M., »/,7 Hirtenamt, darauf Messen, V,S Z, mrei$e fordert, die unter Berücksichtigung der ge- Hoch-nnt. -Michaelsr,rchr.MorgenS4Chrrftmrtte danach Verhölmifle einen übermäßigen Gewinn ent-
U«.■»*<*
Beginn d. feierl. Watutin um -/,3 morgen», 4 feiert. Chris:- Mark und beu.t zweiten Rmk:
wette, 7 Hirtenm., i. d. 8 M. Pr., 9 feierl. Levitenamt bestraft werden kann. Auch erimiere «h -n den an- m. Pr^ nachm. 2 Festpr. u. A. m. fahr. Segen. General- 1 scheinend in Bergessenhett geratenen 8 5 der Bekarmt- abfotution f. d. Tertiären. I machung des Reichskanzlers vom 25. September 1915
Freitag, 26. Dez. (Fest d. hl. Stephanus.) Dom 1 über den Aushang von PreisverzeickMifleu. Die Preis» Vi6, 6, >/,7 h. 7 8 Pfarramt m. Pr., VtlO Käthe- I nrßfttngsftelfe habe ich angewiesen auf Grund des Ge-
dralamt m. Pr., V,12 M. m. Pr, V-2 WeihnachtS-A., - - ----- *-r--
4 A. — St»dtpf«rrirchr. N/- Kom^ 5«/. u. 6»/« M., 8 M. u. Pr. (1. Schulgd.), 9 V, Pfarramt «. »t, 11 W. u. Pr. (2. Schulgd.^, 2V, Weihnachts-A. - Pfarr» kteche -um hl. Geist. S'k Generalkom. der SodalitSt, 7 Frühmefft fällt aus, 8 Pr., Amt m. Kam., 5 And. — Severikirche. V-7 M. — Frauenberg. 5, *46, V,7 n. 7 M., 8 Rofeutrangm., 9 Levitenamt, nachm. 2 Pr., A.
9.50
18.—
9.—
18.—
10.—
18.—
7.—
15.-
5.—
11.50
3.—
7.-