Einzelbild herunterladen
 

Samstag, 2V. Dezember ISIS.

Druck der Fuldaer Aelieudruckerei in Fulda.

Wen« kein Zentrum da ist.

Es gibt immer wieder Leute, die es nicht verstehen öden, warum die führenden Politiker in der Zen- Lynspartet sich im November 1918 dazu entschlossen, Wer Zurückstellung aller aufdrängenden Bedenken, gch an der Regierung sowohl im Reich als in den ein» Linen Ländern zu beteiligen. Die Entwickelung der Dinge will es nun, daß die Tatsachen selbst den Be- meig führen, wie richtig die Entscheidung des Zen­trums war.

Es gibt in Deutschland Länder, in denen keine »Entrumspartei von der Stärke besteht, daß sie für ^nt Milbeteiligung an der Regierung in Betracht ge­kommen wäre. Das ist 3. 58 im früheren Königreich Sachsen der Fall, wo die Regierung in den Händen tzsr Sozialdemokraten und Demokraten liegt. Das Zentrum hat dort infolge dei ganz geringen Minder­heit der katholischen Beoölkerung auch nicht einen ein­zigen Abgeordneten im Landtag.

8 Me Folge davon ist, daß Sozialdemokratie ytt Demokratie fast hemmungslos chre Kultur- rolitik durchsetzen können. Das war schon unter dem ozialdemokratifcken Kultusminister Buck zu bemerken, der aber schließlich etwas einlenkte, als er nie. .e, daß die Reichsverfassung infolge der Stel­lungnahme des Zentrums die Schulfrage nicht so radikal behandelte, wie es das sozialdemokratische Pro­gramm verlangt. Als dann in Sachsen die Demo­kraten in die Regierung eintraten, wurde der demo­kratische Abg. Dr. S e y f e r t Kuüusminister. Seyfert verkündet nun soeben in derDemokratischen Storr." fein S ch u l p r 0 g r 0 m in, dos sich vom sozioldemo- datischen nicht viel unterscheidet.

In Sachsen besteht zur Stunde die konfessio­nelle Schule. Nun bestimmt § 174 der Reichs­verfassung, doß^ es bis zum Erlaß des Reichsgesetzes bezüglich der schule bei der bestehenden Rechts­lage bleiben solle. Erst danach würde dann der Rechtszustand eintreten, der durch das sogenannte Echulkompromiß als Richtlinie aufgestellt ist, wonach die Entscheidung über konfessionelle Schule, da wo sie besteht, in die Hand des Volkes bezw. der Ellern in {form der Abstimmung gelegt ist. Der sächsische demo­kratische Stultusminister möchte aber jetzt noch rasch die konfessionelle Schule a b s ch e f f e n durch Landesge­setz, um dann, wenn das Reichsgesetz geschaffen wird, endgültig mll der konfessionellen Schule brechen zu kennen. Ein Zentrum, das diesem Bestreben in Sach­sen wirksam entgegentretcn könnte, besteht nicht. Und selbst, wenn es bestände und nicht in der Regierung vertrten wäre, würde seine Opposition wenig nützen gegenüber der soziallstischen-demokratischen Mehrheit. Die Deutschnationalen aber sind in dieser Frage unsichere Kantonisten und stehen ja überhaupt grollend beiseite. Jetzt schreiben allerdings die Dres­dener Nachrichten Nr. 340.

Alle um die Wohlfahrt der evangelischen Kirche ehr­lich besorgten Elemente können nur wünschen, daß bei der Verteidigung ihrer inneren Freiheit und Selbständig­keit allseitig der gleiche Nachdruck betätigt wer­den möchte, w're ihn das Zentrum in ki r chen- und s ch u l p 0 li t i s ch e n Dingen zur Schau trägt."

Aber in Sachsen gibt es eben kein Zentrum und überhaupt keine Partei, die in der Regierung darauf kommt es an energisch für das Recht der christlichen Eltern in der Schule etntreten könnte und ein Redner der sächsischen Deutsch natio­nalen Dr. Wagner hat nach dem Bericht der Dres­dener Nachrichten Nr. 190 in der sächsischen Volkskam­mer am 10. Juli d. 3. anläßlich der Beratung des Schulgesetzes erklärt:

Die protestantische und evangelische Kirche werbe durch das Gesetz auf das schwerste betroffen, auch in ihrem Kampfe gegen den Ultramontanismus.

Letzteres ist ja das A und das Z im Denken ge- wisier sächsischen Elemente, die im übrigen auf christ- lichem Boden stehen wollen. Das klingt nicht vielver­heißend. Denn wenn man sogar bann, wenn man zugibt und angesichts der Lage zu dem Geständnis ge- zwunqen ist, die Arbeit des Zentrums sei vorbildlich, den Kamps gegen den Ultramontanismus betont, schwächt man selbstverständlich die eigene Position in der Schulfrage.

Vnstweilen kämpfen 'm Sachsen der Bischof von Dresden und dieSächsische Volkszeüung, das Zen­trumsblatt in der sächsischen Hauptstadt energisch für das christliche Schulideal unter Berufung auf die Reichsverfassung. Wir wollen hoffen, daß es ihnen im Verein mit allen positiv-christlichen Elementen in Sachsen gelingt, die Scysertschen Pläne zu durchkreu­

zen. Wenn es ihnen aber gelingt, dann bloß des­halb, weil das Zentrum im Reich an der Regie­rung beteiligt war, als die Reichsverfassung geschaffen wurde. Gelingt es ihnen aber nicht, dann deshalb, weil in Sachsen weder das Zentrum nach eine andere Par­tei mit positiv christlichen Idealen in der Regierung vertreten ist.

Die Schlußfolgerung daraus für alle christlich den­kenden Streife ist klar. ______________

Die Zahlungsverpflichtungen

im Reichsnoiopfcrgesetz.

Beim Reichsnotopfer ist man in der endgillig be- fchlosienen Form von dem ursprünglichen Plan einer einmaligen großen Vermögensabgabe abgewichen und hat die Abgabe aus eine Zahlung von Jahresraten auf 30 Jahre verteilt. Hierbei sind die ganz kleinen Vermögen von 5000 Mark freigelassen worden. Darüber hinaus beginnt sofort die Steuerpflicht, und zwar beträgt die Höhe der Abgabe 'iir die ersten an» gefangenen ober vollen 50 000 ST 10 Prozent, f. b. nddjft, angemnq. oher vollen uO iW. 12 Proz. . , . 100 WO , 15

, , 200000 . 20 ,.

, , , " . , 200009 25

, ; , . 200000 30

... . 200000 35

... , . . 500000 , 40 .

... 500000 . 45 .

... . . . lOOOOOO 50 ,.

, , , 20:0000 55

. . 2000 000 . 60

für weitere Beträte ...... 65

Das Vermögen wird also in einzelne Teile zerlegt und der jeweilig unter die Staffel fallende Betrag vorn Vermögen erhoben und dem von den vorhergegange- nen Beträgen gezahlten ©teuerbetrag hinzugerechnet. Für kinderreiche Familien sind Erleich­terungen vorgesehen, und zwar sind für jedes Kind bei mindestens zwei Kindern je 5000_ Mark steuerfrei.

Die vorgenannten Sätze gelten für natürliche Personen, während man bei Gesellschaften, Aktiengesellschaften usw. eine einheitliche Abgabe von 10 Prozent des sich nach Abzug des Gruudkapi- tals, der Schulden und Lasten sowie der Vorlage für Wohlfahrtszwecke ergebenden Dermögensbestandes vorgesehen ist. Es unterliegen demnach bei den Ge­sellschaften nur die offenen und stillen Reserven mit Ausnahme der Wohlfahrtsfonds der Abgabe. Die verhättnismäßig milde' Heranziehung der Gesellschaf­ten ist darauf zurückzuführen, daß durch die gleichzei- tige Besteuerung des Gefellschaftskapitals und der Vermogenszuwachs im Kriege bereits durch die Kriegsabgabe vom Vermögen hinwegge- steuert worden ist.__

Die Steuererhebung bei den Aestbsfoidelen geschieht in Zukunft io, daß der Arbeitgeber 10 Proz. des Arbeitslohnes gleich als Steuer zurückbehält und an bas Steueramt einzahlt. Der Arbeit nehmer ist verpflichtet, sich vor Beginn eines Dienstverhältnisse von der Gemeindebehörde seines Wohn- oder Beschäf- tigunsortes eine Steuerkarte ausstellen zu lassen. Diese Steuerkarte muß dem Arbeitgeber bei jeder Lohnzah­lung zum Einkleben und Eickwerten der Steuermarken vvrgelegt werden. Der Arbeitnehmer hat dem Arbeit­geber auf dessen Verlagen eine Quittung über den em­pfangenen Lohn, den einbehaltenen Betrag und den Wert der emgeklebten Steuermarke zu _geben. Der Arbeitnehmer kann benn die eingeklebten Steuer­marken bei der nächsten Steuerzahlung wie bares Geld verwenden. Ist seine Steuer höher als der ein« geklebte Markenbetrag, so hat er die fehlende Summe in bar nachzuzahlen. Ist die Grsamtsteuerschuld aber geringer, so erhält der Arbeitnehmer den überschüssigen Betrag sofort zurückerstatlej. Als Arbeitslohn sieht das Gesetz vor das Einkommen an Gehältern, Besol­dungen, Löhnen, Tantiemen. Gratifikationen ober unter sonstiger Benennung gewährte Bezüge ber in öffentlichen ober privaten Diensten angestellten ober be­schäftigten Personen, sowie bas Einkommen an Warte- geldern, Ruhegehältern, Witwen- unb Waisenpenfio- nen und andere Bezüge für frühere Dienstleistungen. Steuerhinterziehung wird mit dem 5- bis 20fachen Be­trag ber hinterzogenen Steuer bestraft. Daneben kann auch noch auf Gefängnis erkannt werden.

Änr dem Ha varaevier

h Frankfurt a. TR. Bei ber schon gestern gemel­deten Streife in den brfannteften Nachtlokalen,

Dielen und Kabaretts wurde u. a. folgendes festgestellt: Em Gast hatte in derFledermaus" aller n 12000 Mark Zeche gemacht und dem Kellner 1200 Trinkgeld beschert. Gehören solche Leute nicht ms Irrenhaus? Gegen die Geschäftsführer _ ber über­raschten Lokale wird mit der größten Scharfe vorge­gangen. Wie wir hören, steht die polizeiliche Schlre- ßung desElborado"-Palastes unmittelbar bevor.

)( Ufingen. Bei einer Treibjagd int Gemerndewa.d von Brandoberndorf kam es zwischen dem Iagdpachter Hollmann aus Wetzlar und Wilderern zu einem Zu- fammenstoß. Hierbei wurde ein gewisser Hoi mann aus Cleeberg, ber wegen Wilderns schon wiederholt vorbestraft war, von Hollmann erschossen. Ein zweiter Wilderer wurde verletzt. Die Leiche des Hof­mann fand man erst am nächsten Tage.

Weiht du es schon?

Der sozialdemokratische Parteitag in Wei nm nt beschlossen, daß jed $ Mitglied jährlich 10,40 »ik. als Beitrag bezahlen muß. B?i nur 1 Million ent« gekbvebener Mitglieder gewinnt damit die Parter- kasse fast zehn und eine halbe Million Mark. Damit kann man freilich Parteisekretäre in Menge halten, Zeitungen überall gründen und .die Wahlen beein­flussen." Und waS zahlen die Mitglieder der Zen- trumsparrei? Was hast du lieber Leser, Hebe Le- fer'n, bis jetzt für die Partei gezahlt, die feit einem halben Jahrhundert deine religiösen und wirtschaft­lichen Interessen vertreten hat? Die Meisten wer­den wo-l mit der Antwort auf diese Frage leinen großen Staat machen können, drum soll dir die Ant­wort er'Part sein, wenn dir jetzt wenigsten?, wenn die Organisation eiugefübrt wird, der kleine Betrag von 1 Mark nicht ruviel ist, und du dich freudig tn die Liste für die Ortsgruppe der Zsntrumspartei einschreiben läßt. Ein Formular für die Beitritts- erklärung hast du gestern mit derFuldar Zeitung" erhalten, fülle cs nur aus und halte es zur Abho­lung für die Vertrauensleute bereit.

Aus Geisa und Uurgevunq.

(m) Spahl. In der Pfarrei Spahl wurde am 17. Dezember unter dem Vorsitze des Herrn Bürgermeisters Kott e,ne eindrucksvolle Pr 01 e st 0 c rf a m m- !ung gegen die von der Weimarer Regierung verordnete Beschränkung des Religionsunterrichts veranstaltet. 21 n der Hand der Regierungsverfügungen wies .Herr Pfar­rer Kraus nach,' wie diese eine christliche Erziehung der Kinder in der Schule fast unmöglich mache. Mit über- zeugenden Worten zeigte Parteisekretär Müller-Mar­burg, wie die Regierung uns überfallen hat und uns sicherlich jeden Religionsunterricht in der Schule unter­bindet, wenn wir uns diese gesetzlose Herabsetzung der Religionsstunden gefallen kaffen. Anerkennung und leb- haste Zustimmung wurde ihm erteilt, als er die sofortige Zurücknahme der herausfordernden Verfügung und die Ueborwachung des Religionsunterrichts tn der Schule durch die kirchliche Behörde verlangte. Nachdem in der folgen­den Ansprache Herr Heller die Religion als Kompaß und Führerin im Leben gefeiert hatte, wurde einstimmig ein Protesttelegramm an die Weimarer Regierung ange­nommen und dann die Versammlung mit dem packenden Liede:O Glaubensvater, sieh die Not!" beendet.

X Geismar. In tiefster Entrüstung über die von der Weimarer Regierung verordnete Herabsetzung des Reli­gionsunterrichts auf "zwei Wochchtstunden hatten sich die Katholiken der Pfarrei GÄsmar zu einer wuchtigen Kundgebung versammelt. Nach einer Begrüßung durch Herrn Bürgermeister Sauermilch führte Herr Pfarrer Jüngst unter Berücksichtigung amtlicher Schrift­stücke aus, wie der Religionsunterricht in der Schule durch die Miinsterialverfügung aufs schwerste geschädigt wird. Gegen die wenig achtungsvolle Behandlung der Schreiben des Herrn Bischofs und gegen den Eingriff m die Er- zlehnngsfreikrett der Eltern legte Parteisekretär Müller- Marburg unter allseitigem Beifall schätsste Verwahrung ein und forderte Widerrufung des unerhörten Erlaffes und das Beaufsichtigungsrecht des Religionsunterrichts durch die kirchliche Behörde. Begeisterte Ausnahme fand hierauf eine Protestentschließung an die Weimarer Regierung. Mit einem freudig aufgenommenen Appell, allzeit für die Rechte d-s Bischofs, die Elternrechte und die freie Religionsbetä- figung rinzutreten, fand die Veranstaltung ihren würdigen Abschluß.

)( Bermbach. In einer zahlreich besuchten Ver­sammlung lechen am 16. Dezember die Katholiken von Bermbach und Mieswarz scharfen Protest ein ge- gen die Ministerialoerfügung der Wei- morschen Regierung betreffs Herabsetzung des wöchentlichen Relrgioinsunterrichls auf zwei Stunden. Mit herzlichen Worten der Begrü­ßung eröffnete der Vorsitzende, Herr Dominikus Kind, iiiiiii imni 1 111111-L--QJ rrr.rr~~'X-,. n. 1 ir. .i nwrTrTHrrrw,^-,,~-~

die Versammlung. Kuratus Balzer Lchr dar. wie di« Regierung durch Verordnungen bas Aufstchtsrechc der Kirche über den Religionsunterricht beseitigt habe und die ausreichende religiöft Erziehung der Kinder in der Schule unmöglich mache. Sodann sprach in zu Herzen gehenden SBorien Parteisekretär Müller aus Marburg über di« Notwendigkeit des Relig'-isunterrichts. Flammenden Protest erhob er gegen die Beschränkung des Religionsunterrichts. Unter reichem Beifall der Ver­sammlung verlangte der Redner die ausdrückliche Zurück- nohme dieser unerhörten, uns Katholiken tief kränkenden Verfügung. Wir fordern, daß auch im Freistaat Sach­sen-Weimar uns unsere Elternrechte wicht geschmälert, unsere Gewissensfreiheit nicht geraubt wird, dos war der Widechall aus der IDtitte der Versammlung. Einstimmig wurde ein Protesttelegramm gegen die Ministe- rialoerfügung angenommen.

AuS Lberheffeu unv den hefl. Aemtern.

(§) Kirchhain. Den Haushaltungen des Streifes Kirchhain, welche bis zum Neujahr keine Haus- ickilachtungen vornehmen, soll in ber kommenden Woche für den Kopf ihrer Haushaltungsangehörigen aus ben noch vorhandenen geringen Beständen an Auslondsfchweinefleifch je 14 Pfund ge­räucherter Speck zum Preise von 5, für 1 Pfund überwiesen werben. Es wirb ausdrücklich bar auf hin­gewiesen, bah nur diejenigen Haushaltungen Speck erhalten sollen, welche keine Hausfchlachtung vorge­nommen hoben. Der Speck für die Gemeinden Kirchhain, Amöneburg, Neustadt, Schweinsberg, Mardorf, Wohra mit Halsdorf wirb im ganzen in Kirchhain abgeholt unb gelangt in ben Gemeinden selbst, für .Halsdorf und Wohra zur Verteilung. Der Speck der übrigen Gemeinden des Kreises ist von den Bezugsberechtigten selbst oder deren ^Beauftragten am Dienstag ben 23. Dez. unb Mittwoch ben 24. Dez. bet Metzgermeister Decker in Kirchhain abzuholen. Außer- bem wird den Gemeinden Margarine bezw. Speisefett sowie' il für die fcttverforgungsberechtigte Bevölke­rung überwiesen.

A Marburg. Der Brenn Holzmangel Hot auch in diesem Herbst wieder viele Leute zu Axt uni) Säge, unter Umständen auch noch zum Wagen, grei­fen lasten, die früher derartige Arbeit noch nie gemacht haben. Sie hatten sich Holz zum Selbstfällen in bat Walbungen anweifen lasten unb legten dann fetter Hand an. Unter denHolzfällern" bemerkte man auch oft S t u b c n t e '.1, die ihre im Feld auf diesem Gebiet erworbenen Kenntnisse hier verwerteten. Daß sie sich mitteist kleiner Handwagen die zur Heizung derBube" nötigen Kohlen selbst beim Kohlenhändler holen, ist man gewöhnt. Bor dem Krieg gab es bas fo leicht nicht. Die Stabt hat jetzt auch in dem nahen Dammelsberg eine Anzahl Eichen fällen lasten und das Holz zu einem um die Hälfte billigeren Preise als er sonst verlangt wirb, losweise verteill.

Märkte.

Fulda, 13. Dez. Der heutige Schweine markt wies eine Znfuhe von 100 Ferkeln und 6 Läufern auf. Bei nicht gerade lebhaftem Handel erzielten die Ferkel einen Preis von 100, 130 unb 160 Mk., die Läufer kosteten 200, 220 un> 250 Mark.

* Deutsch« Heidcnkinder. Nicht nur in unteren verlorenen Kolonien gibt e5 solche, sondern mitte« in unserem deutschen Vaterland«, in der Reichs- hauptstadt wachsen sie in immer größerer Zahl heran. Nicht nur die Nachlässigkeit katb. Eltern ist schuld, sondern auch die Not. in welche manches betörte Mädchen geraten ist, das aus Furcht vor Bekanntwerden ihre? Fehltritts glaubt, in die Groß« stadt fluchten zu müssen. Tausende von unehelichen Kindern gehen jährlich der katholischen Kirche allein in Berlin bedoren, die entweder ungetauft sterben oder ungetauft tn andersgläubige Familien gegeben werden, gegeben werden müssen, weil katholische Psleaestellen in Anstalten unb Familien nicht angeboten werden können, weil die vorhandenen Anstalten zu klein sind und nur mit g' oßer Not sich über Wasser halten können. Wer in der hl. Weih­nachtszeit auS L'ebe zum göttlichen Kinde ein Kind in Pflege «ehn en oder eine Gabe zur R- ttung katholischer Diasporakinder spenden will, wende sich an den kath. Fürsorgcverrin in Berlin, Kaiterstraße Nr. 37, v. 2, Konto Nr. 555, prenßi che Zentral- genostenschostskaste, (Konto katbol. Fürsorgeve-eirti- beim Post'chcckamr Berlin N. W. 7!

Zahn - Praxis

Karl Noll, Kirchhain.

Sprechstunden für Zahnleidende täglich von 96 Uhr.

Fernruf Nr. 50. Fernruf Nr. 50.

S MW M klMkllW! Wer Men tzemn-MWse«, gute Ware.

SMMen, HenM-Soösv, verWerMkZmnMU. Mb- SrWe In alles GMm für Herren, Damen und Kinder.

AMllMes onö Wen.

David Herbstmann,

Kanalstratze 76.

Bekanntmachung.

Legen des IahrLsabschluffes bleiben unsere Sc- WWtsräume

vom 27. bis einMietzl. 31. Dezemlrer 1919

WM MMrW geltUiollen.

Dom 2. Januar ab Kassenflvudeu täglich von * bis 1 Ahr. @141

__Leih' S. WMM Ma.

Am Montag, den 22. Dezember, vorrnicka s 10 Uhr sollen aut dem hiesigen Gütcrbahu of(Frelladege!eis) nier Waggon Kohlrabi (485 Z-ntnrr) öff nttich an den Meistb eienden segen taionige Barzahlung ocitauf werden. @140

SiUerabiertigung Zuida. j

PferSe-Berstergernng.

Am Montaq den 22. De ember findet auf dem Hofe der Artillerie-Kasern in Fulda die Versteigerung von diexsiunbrauchbarcu Pferden des Reichsw. Art.- Ream Nr. 11 statt.__@120

Sendung Otdenburgischer

E Wn

angekommen. EH8

Goldschmidt, Morrngasie 53.

Bereinigte Handelskammern Frankfurt am Main-Hana«.

Geschäft-stelle Hanau.

Bekanntmachrma.

Bei den Wahlen zur Handelskammer für die Wahl bezirke Hanau, Gelubousrn und Fulda am 16. und 17 ds. Mts. sind zu Mitgliedern der Handelskammer folgende Heiren gewählt warben: 5637

Julius setiifüeimer, I'rn.- zuq. Silo Bracker, AiuriDZeines, KarlSereth zu Hanau Lis Kiste Ms.

Sean Bernges zu tzsniu bis Liste 1921. PWpy Stock zu Gelnstauseo, starr Arns, stomMrzienrat Neitzert zu Fulda vis KM 1125-

Eiwane Einsprüche sind binnen zwei Wochen bei uns anzubringen.

Hanau, den 19 Dezember 1919.

Likeinigik HünüMirMkln Sirrt-uri a. Ge chäiisstelle Hanau.

"et. AtbertDeines DerSy"dik:°s: Dr, nhit ffirambow 6effliid)le$6pk*ro!k,PW!klUe; kauft stets zu höchsten Vrerfen «31

starto^nageiiiiidustrie DZÄtersstaL-

§0f. HuclNZ. Kcinrichstraße 56.

Für die Feiertage:

ff. ®else. Kaffee. Alüs. ree. MaM-GesHellr- NMea in allen Preislagen, gar. re!likk LaaLkabak. = Goaha- «ad SanllW erivalkellS. =

FohanuisSrot. ....... Sultaninen.

In Ihrem eigenen Inteee liegt es

wie immer so auch heute.

===== eingetroffen =

im Partiewarengeschäft F. Goldberg, Fulda, Karls rasse 26. Telephon 790.

w Ein Mm Posttn Qsnipn-Blnsen

W- kkWW plM vWSst-WlWMz -®s

Ein m Damen-MSntsl

Ein »i FosUn SiaHe

Ein fioiäir Psitiii

Ein MN Am a.6MMik>Mrrsn -W8

Ei?»Pofiea ^iei^ciian -w

35T Eia iTüss8r Posten Schuhe-

Alles aussergewöhnlich preiswert und billig.

Bänkfeiertag!

Wir bitten zu beadilen, dass unsere Geschäftsräume

am Mitlwodi den 24. Dezember

von 12 Uhr mittags an

und Samsfan den 27. Dezember

den ganzen Tag

geschlossen

bleiben. EO33

Bank für Handel und Industrie Filiale Fulda.

Dresdner Bank Filiale Fulda.

Hessischer Bankverein A.-G.

Zweigniederlassung Fulda. Gebrüder Katzmann.

L. Pfeiffer Deposilenkasse Fulda.

Wirte! ZWM!

Am Monk q, deu 22. Dezember d. Z., werden

in Neuhof am Bahnhof 5 CS

50 SW M (SttoB).

1V1 bis 2 Jahre alt, gegen Dorloskauf zum festgesetzter Preise ausgeboten weiden.

Die Tiere wenden nur an Landwirte mit Ausweis beglaubigt, abgegeben werden.

Kassel, den 11. Dezember 1919.

Tie Lan-Wirtschaftskamrner:

Der Vorsitzende: I. D. Dr. Renner.

Der Kommissar: Müile,^