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*s. 291.

Donnerstag, 18. Dezember 1919.

Fuldaer Zeitung

Druck der vafbaet Artieasrrrckerei i« Fulds,

Die Schulsrage

« DOn allen Fragen, Ne zur Zeit die Oeffentlichkeit be- riiiästigen, unstreitig die allerwichtigste: sie ist die große Angelegenheit, die fast jeden von uns aus Stadt und Lxch persönlich angeht. In jedem Dorfe steht ja ein *ou5, wo die Kinder unseres Lölkes jahrelang täglich

und ausgehen. Und wie dos reiche und bildsame «esen des Kindes dort In der Schule geformt und hoffen wird, so bleibt es für lange Zeit, oft für Efmer, wie das Bäumchen in der Schule gezogen wird, »nimm oder grade, so wachst es später weiter. Darum kenn es uns nicht verwundern, daß der große Gegen­iah' der gegenwärtig alles beherrscht, der Gegensatz Loschen Glauben u. Urlauben, sich auch auf die Schule «acorfen hat. Die stille, friedliche Schule ist dadurch ly Zankapfel geworden, der Kampfplatz, auf dem sich Entscheiden wird, ob der Glaube oder der Unglaube siegt, -rür den Katholiken gibt e? in diesem Kampfe kein Schwanken, maßgebend ist für ihn die Auffassung der Kirche, jenes Leuchtturmes, der sein Licht weit hinaus- kcndet auf den endlosen Wellengang der menschlichen Meinungen. Wenn wir, von diesem klaren Licht ge­ehrt, uns fragen:

Wem gehör! unsere Volksschule?

fo lautet die Antwort: sie gehört der Familie, der Kirche dem Staat gemeinsam und Störung und Unfriede wird entstehen, wenn man einer von den Dreien aus -em Mitrecht an der Schule ausschließen will.

Der Sfocf, der jetzt allein über die Schule herrschen möchte, Hal gewiß -in Recht an sie; es kann ihm nicht gleichgültig sein, von wem und wie seine Bürger unter» Achtet und erzogen werden; es muß ihm viel daran liegen, daß sie gut gebildet werden, er gibt auch Mittel her für die Schule; aber deshalb sind die Schulen, hie vom Gelde des christlichen Balkes unterhalten wer­den, nicht ausschließlich rem Staat abhängig, eine Staatsallmacht Über die Schule gibt es nicht. Das xrsts und selbstverständlichste Recht an die Schule haben die Eltern.

Diese haben das Rechl und die Pflicht, ihre Kinder gut zu erziehen für dieses und dos künftige Leben. Da aber die Eltern dieses Werk der Bildung und Erziehung ihrer Kinder, eines der erhabensten menschllchen Werke, nicht allein vollführen können, so rufen sie die Schule zu Hilfe, damit sie als hilfsonstatt der Familie und der Gesamtheit der Familien der Gemeinde in deren Geist und Sinn die Kinder unterrichte und erziehe für dieses und das andere Leben. Darum werden ka­tholische Männer immer Interesse und Liebe für die Schule haben und auch die katholischen Fronen und Äüller, dis der fei. Windhorst einmal nicht mit Unrecht dieunabsehbaren Lolaftchulinjpekloren" nannte, wer- den der Schule ihre Liebe, ihre Sorgfalt und vor allem such ihr Gebet zuwenden.

Wie steht es endlich mit dem Recht

der Kirche

auf die Schule? Dieses Recht ist verbrieft in einer Urkunde, die alle Zeiten überdauert, in dem Evange­lium. Dort finden wir unzerstörbar eingezeichnet dar Wort des göttlichen Stifters der Kirche:Gehet hin und lehret alle Bokker, taufet und lehret sie alles halten, Has ich euch aufgetragen habe." Die Kirche ist also von Gatt selbst als Lehrerin und Erzieherin der Völker gesetzt, darum ist sie so recht eine Ingenderziehrrin von Gslles Gnaden, sie muß die Kleinen, die ihr durch die Teufe angehören, zum christkichen Glauben und Leben heranbilden. Da die Volksschule das beste Mittel zur religiösen Erziehung der Jugend des Volkes ist, muß sich dis Kirche ihrer bedienen und da in der Schule Erziehung und Unterricht nirgends getrennt werden können, muß die Kirche auf das ganze Schulleben und den Schulbetrieb, auf den Geist der Schule, jenen Ein- sinß haben, der das wichtige Werk der religiösen 3u» kein Pulver und kein Dynamit kann es sprengen. Da­rum wird das katholische Volk wie im Kullurkampf i>er TOigcr Jahre einmütig zusammenstehen iM Kampf gegen alle Maßnahmen und Gesetze,, die von staat­licher Seite betrieben werden Herabsetzung der Reli­gionsstunden, Entfernung der Geistlichen aus der Schuldeputaiion, Simultanisierung der Lehrerseminare Kreuz des Turmes in die Lüfte ob auch die wallenden und bergt) und die den Zweck haben, der Kirche auch den letzten Rest ihres Einflusses auf die Schule zu rauben.

Unter bester Besitz in der harten Wanderung dmch ms Leben ist das Glück der Religion. Diesen kostbaren Schatz wollen und müßen wir auch unfern Kindern

Immenses.

Novelle oon TheodorStorm.

2] -----------

Es war im Juni; Reinhard sollte am andern Tage Krisen. Run wollte man noch einmal einen festlichen Tag zusammen begehen. Dazu wurde eine Landpartie nach Emer der nahe gelegenen Holzungen in größerer Gesell- schäft veranstaltet. Der stundenlange Weg bis an den Saum des Waldes wurde zu Wagen zurückgelegt; dann »ahm man die Prooiantkörbe herunter und marschierte weiter. Ern Tannengehölz mußte zuerst durchwandert Scherben; es war kühl und dämmerig und der Boden überall mit feinen Nadeln bestreut. Nach halbstündigem Wandern kann man aus dem Tannendunkel in eine frische Buchenwaldung; hier war alles licht und grün, mitunter brach ein Sonnenstrahl dmch die blätterreichen Zweige; *in Eichkätzchen sprang über ihren Köpfen von Asb zu Ast. Aus einem Platze, über welchem uralte Buchen ®i£ ihren Kronen zu einem dmchstchtigen Laubgewölb« zu- tawmemvuchsen, machte bie' Gesellschaft Halt. Elisabeths Muter öffnete einen der Körbe; ein alter Herr warf sich 8°» Proviantmrister auf.Alle um mich herum, Ihr lungen Vögel!" rief er,und merket genau, was ich Euch V* sagen habe. Zum Frühstück erhält setzt ein jeder von ^lch zwei trockene Wecken; die Butter ist zu Hause ge- fließen, die Zukost müßt Ihr Euch selber suchen. Es genug Erdbeeren im Walde, das heißt, für den, sir zu finden weiß. Wer ungeschickt, ist, muß sein ^rat trocken essen; so geht es überall im Leben. Habt Lhr mehre Rede begriffen?'

-Jawohl!" riefe« die Jungen.

.Io khi", sag;« der Alte,sie ist aber noch nicht zu 5- Wir Men haben uns im Leben schon genug um- **r!tetriebt3t; darum bleiben wir setzt zu Haus, das heißt, H^Er uni er diesen breiten Bäumen, und schälen du Kar- tosirln, und machen Feuer und rüsten di« Tafel, und wenn ^_Uhr zwklf ist, sollen auch d-e Eier gekocht werden. T?TVlt. seid Ihr uns von Emen Erdbeeren die Hälfte damit wir auch einen Nachtisch servieren können, k^vd mm geht nach Ost und West und seid ehrlich!'

Di« Jungen machten allerlei schelmisch« Gesichter. »Heft!' ries der alte H'rr noch einmal.Das brauche -ch Euch mahl «ich, zu faxen, wer keine sindet, braucht Euch keine abzuli-fern; aber dos schreibt Euch wohl bin» Eure feinen Ohren, von uns Alten bekommt er auch Orchis. Unb nun habt Ihr für dielen Tao aule Leh; en

und fimbesfinbern sichern durch eine christliche Jugend­erziehung. Unsere Kinder sollen auch fortan, auch

in der neue« Zeit, in dem allen Geist erzogen werden, der unsere eigene Jugend erhellt, be­glückt und beseligt hat; auch sie sollen den sonnigen Früh­ling ihres Lebens in keiner anderen als in einer durch die Kirche gehüteten Schule zubringen, wo die Rekignon ihr Herz umfängt, veredelt und heranbildet für die Zell und für die Ewigkeit. Wir sorgen dadurch zugleich für das Wohl des Staates.Kel-gioti und SM'ch- feil sind die Grundpfeiler der ösftn iichen Wohlfahrt, teer sie untergräbt, ist kein INann des Vaterlands, sagt Washington, der große amerikanische Staatsmann. Wir Katholiken aber wollen allezeit auch Mann« de« Vaterlandes fein.

Die Zukunft der Landwirtschaft.

Aus allen großen, aber auch aus vielen mittleren und kleinen Städten kommen SUogen Über die von neuem einsetzende starke Steigerung der Lebensrnittel. Was nicht rationiert ist, das ist oft für Tausende uner­schwinglich. Ebenso steht es mit den anderen Tagerbe, dürfnisfen, besonders mit den Schuhwaren. Am stärk­stem ist natürlich das Lamento wegen der Lebensmittel trotz der hohen Gehälter und Löhne. Wer hat die Schuld? Der eine Teil wirft die Schuld auf die Land- wirte, die erregt jeden Wucher in Abrede stellen und sagen, daß sie nach ihren Unkosten rechnen müßen. Schleichhandel und Schieberlum arbeiten weiter in ihre Taschen, obwohl das ton der Nationalversammlung an­genommene neue Wucherisch sie mit Zuchthaus be- droht. Aus allen Tatsachen ergibt sich wieder, daß wir im 6. Winter seit Beginn des Weltkrieges bald noch heillosere Zustände haben, als in den rorangegangenen fünf Wintern. Und daß die Knappheit rn den notwen­digsten Lebensmitteln und 2t:bnstri Fabrikaten nicht ab­nimmt, sondern im Gegenteil wächst.

Das geht nicht mehr weiter.

Dabei nehmen die theoretischen Debatten über die Landwirtschaft und die Lebensmsttelproduktion kein Ende. Es gibt nur eine einzige richtige Aufgabe für die Landwirtschaft, die zugleich eine Notwendigket für das Reich ist, die Vermehrung der Sehens-' mittet Haben wir viel Getreide, viel Kartoffeln, viel Dich, bann hören die hohen Preise von selbst auf. Darum können wir gar nicht genug Landwirte und gar nicht genug landwirtschaftliche Arbeitsstunden und Arbeiter haben. Tie Einführung des Ach.stundentages auch für die landwirtschaftlichen Betriebe ist falsch. Wenn die Arbeiter in ßurusbetrieben nicht arbeiten wollen, nun es geht auch ohne Luxus. Aber essen wol­len die Fleißigen und die Trägen. Darum ist bie Tä­tigkeit in der Landwirtschaft eine solche, deren Trager tem ganzen Vaterlande verantwortlich sind. Streiks sind zuweilen begründet, öfter aber sind sie eine Unbe­sonnenheit; in der Landwirtschaft wären sie stets eine Pflichtverletzung. Denn es handelt sich hier nicht um den Geldschrank des Arbeitgebers, ober das Porte­monnaie des Arbeiters, sondern um Magen und Kraft des ganzen Volkes. Hat die Landwirtschaft nicht Arbeitskräfte genug, so sind die kleinen Stellen zu ver» vermehren, deren Besitzer selbst zugreifen, und das ist ja auch das Ziel der Landsiedelung. Es war eine Theorie, als man früher vom deutschen Industriestaate sprach. Heute ist es aber bittere Notwendigkeit, daß wir die Landwirtschaft in den Vordergrund stellen, sonst fehlen der Industrie die Körperkräfte und wir kommen in den nächsten fünfzig Jahren nicht aus dem chroni­schen Hunger heraus.

Wir müssen soviel Landwirte haben, daß kein Fleck brauchbares Land unbenützt bleibt. Der Schreiber dieses hatte im vergangenen Herbst Ge­legenheit, die Wirtschaft auf einem Nieftngul es war «icht in unserer Gegend, sondern im südlichen West, taten zu beobachten. Unabsehbare Flächen Getrei­des standen da überreif und konnten nicht abgeerntet werden, weil es an den Tagen, an denen das Wetter ein Arbeiten gestattete, cm der nötigen Arbeiterschaft fehlte. Das reife Korn fiel aus; wo abgeerntet war, war das so liederlich geschehen, daß noch manche Fa­milie in dem Reste, der nun verfaulte, ihren ganzen Iahresbedarf hätte finden können. Der gräfliche Be­sitzer hatte in den letzten Iohrwhnten rund um fein Gut alles Land, dessen er habhaft werden konnte, auf« gekauft, ganze Dörfer sind so entvölkert worden. Frü­her konnten die Einzefttesitzer von ihrer Scholle reich­lich leben, sie nützten jedes Fleckchen aus und zogen aus demBoden den höchstmöglichenErtrag. Jetztsihen die

genug; wenn Ihr nun noch Erdbeeren dazu hab, so wer­det Ihr für heute schon durchs Leben kommen."

Die Jungen waren derselben Meinung und begannen sich paarweise auf die Fahrt zu machen.

Komm, Elisabe h", sagte Reinhard,ich weiß einen Crdbeerenschlag; Du sollst kein trockenes Brot essen.*

Elisabeth knüpf!« die grünen Bänder ihres Stroh­hutes zusammen und hing ihn über den Arm.So-komm", sagte sie,der Korb ist fertig."

Dann gingen sie in den Wald hinein, tiefer und tiefer; durch feucht«, undurchdringliche Daumschatten, wo alles still war, nur unsichtbar über ihnen in den Lüften das Geschrei der Falken; dann wieder durch dichtes Gestrüpp, so dicht, daß Reinhard vorangehen mußte, um einen Pfad zu machen, hier einen Zweig zu knicken, dort eine Ranke beisei.« zu biegen. Bald aber hörte er hinter sich Elisa­beth seinen Namen rufen. Er wandte sich um.Rein- Hard!" tief sie,warte doch, Reinhard!" Er konnte sie nicht gewahr werden; endlich sah er sie in einiger Ent­fernung mit den Sträuchern kämpfen; ihr ftmcs Köpf­chen schwamm nur kaum über den Spitzen der Farn- kräuter. Run ging er noch einmal zurück und führte sie durch das Wirrnis der Kräuter und Stauden auf einen freien Platz hinaus, wo blaue Falter zwischen den «in­famen Waldblumen flatteren. Reinhard strich ihr die feuchten Haare aus dem erhitzten Gesichtchen; bann wollte er ihr den Strohhut a'.'ifetz-en und sie wollte es nicht lei- '«n; dann aber bat er sie und bann ließ sie es doch ge- schehen.

Wo bleiben denn aber Deine Erdbeeren?" fragt« sie endlich, indem sie stehen blieb und einen tiefen Atem­zug tat

Hier haben sie gestanden", sagte er;aber die Kröten sind uns zuroraekommen, oder die Marder, oder viel­leicht die Elfen.'"

8a", sagt« Elisabeth,die Blätter stehen noch da; aber sprich hier nicht von Elsen. Komm nur, ich bin noch gar nicht müde; wir wollen weiter suchen."

Don ihren war ein kleiner Doch, jenseits wieder der Wald. Reinhard hob Elisabeth auf seine Arm« und trug si« hinüber. Rach einer Weile t:a «n sie aus dem schat­tigen Laube wieder in eine weite Lichtung hinaus.Hier müssen Erdbeeren sein", sagte das Mädchen,es duftet so süß."

Sie gingen suchend durch den sonnigen F; »bet sie sar-ben keine.Stein", sagte Reinhard,« at bet Dust des Heidekrautes-"

ehemaligen Sauern irgendwo als Rentner in der Stabt und sindrationiert"; ihr Srunb und Boden bangt bet der Massenwirtschast sicherlich nicht mehr das, was er trug, als sie sich vorn frühen Morgen bis zum spaten Slbenb darauf plagten. Wenn solche unsinnige Anhäu­fung des Bodens in einer Hand rückgängig gemacht, dir Bewirtschaftung in Einzelsiedlungen wieder emge- richiet wirb, bann wirb bie landwirtschaftliche Ausbeute eher zur Versorgung unserer Bevölkerung ausretchen. Daun können wir auch wieder Lebensmitteipreise haben die erträglich sind, und die Landwirte wer­den sich doch gut stehen, denn ihre Ausgaben werden viel niedriger fein. Rur angemessene Produktion kann aus dem Sumpf reissen, nicht die Steigerung des Ein­kommens. Denn die Preise steigen unrettbar nach.

Das schlechteste Mittel, eine Besserung herbeizufuh- ren, wäre die Sozialisierung der Landwirtschaft. Richt nur heute, sondern stets. Die sozialisierte Landwirt- schäft bedeutet das Fallen, nicht bas Wachstum der Produktion. Rur wer selbst von dem Seien etwas haben will, plagt sich vom Frühlingssturm bis zum Novembers hnee zwischen den Ackerschollen und Wiesen- graben. Wie der Boden sein Recht verlangt, so auch der, wacher ihn bestellt, ohne einen gesunden Egoismus ist bei freien Menschen kein Lanbbau möglich. Die Zukunft der deutschen Landwirtschaft ist nicht davon abhängig, baß wir theoretische Grundsätze aufstellen, sondern davon, baß wir mehr unb immer mehr Landwirte heranziehen, bie ihr Volk satt machen finnen. Unb sie werden, wenn sie durch, ihre Zahl bie ganze deutsche Ernährung meistern, dies immer noch viel billiger zu leisten vermögen, cis bas kulanteste Ausland.

* E

Kn§ dem MTvsrzMer,

x? Schlitz Unter Stabilen hat auch ftinr Volkshochschulabende. Sckon sind 10 Abende mit 5Bor tränen ans den verschiedenste» G bieten des Wissens unter lebhafter Beteiltaung obifbalfett wor­den. Bemerkenswert ist, dotz a!SEintritts teld" «in Scke tchen Holz verlangt wird, damit geheizt werden kann.

):( HerSftld. Tie Sommfttng von S'ihSg?n für die WethnachiS-Belcheiung von Kindern gefa':ener und noch in Gefangenschaft befindlicher firieg?tcil« nehmet aus unserer Stabt Hal den Betrag von rund 15 000 Mark ergeben.

A Birstein. Herr Stmb zu Rochester lRord- amevM bat der bifftoen Gemeinde den Betrog von 10000 Ma k überwiesen nut der Bestiwmvng, daß die Z n en dieses Betrages für Wohltätig, keitszwecke verwendet Werden. Tie Zin en feilen der bieünen Schwelle, nftativn unb fe'Aen Perlenen mimte kommen, btc rfn't Heil- ober Badelnr bedür­fen. Wenn Herr Li mb tn TollarS bie'e Summt einzahlt, dann kommt infolge bcS Valutastandks für Virsiein em hübsches Sümmchen heraus.

Literarisches.

Srinntrun rn und Be'enntnisse bau M Schar tau (Statt, et Albertis. Z reite und ritte Auf­lage (58 Tau end.) Mlrt einem Bild Ncr Verfasserin. 8«. Vlll u 28t S) Frrtduri i. Br 10!9, Hrrdrr'schc Vcrl ^Siandlun'. 7.40 M.; kart. 8.60 M. zbazu cie im Buchhandel üblichen Zufchlä e).

SSarmbetAt-, offen und mit der ihr eigenen Sebenhi 'feit schildert die Verfasserin rett in ihren RomanenMarttn Au uMn, ® Satten" und Gesa Plitf da» Leben wie e5 wirklich ist, diesmal thr ef enc», bei aller SWUcktbeft doch innerlich und äußerlich reicher Leben. Sie enthüllt unk, wie sie als frühere evan'eltfche Bsarrfrau dazu km, nach ferneren Kämpfen mit tune:en und äußeren Widerstanden nur katholtfchen KtrÄe zu konvertieren. Bat» mft leisem Humor, b ild mit erschütterndem Ernste erzählt sie ihre wechselvollen Lebcnsicincksale von frühester Iurend an und läßt auch auf die besonderen Verhältnisse tbm Umwelt allerlei Sinter fallen. Der manni»satti e In. haft dürft« daS Buch auch Nichtkatholiken «rnztehend ma#rn, um so mehr, als bei den Aukeinanderfttzun en mit Glaub n«fätzen unb @inrt c6tuug.cn der evanzeltschen Kirche alles Vcrl.tzcnbe forgfälttj vermieten ist.

IfcaelikiiLsr MoktrSdienS.

Freftag, 19 Dezember. Nachmittags 1 Uhr.

Eamrtaa, 20. Dezember. «oradendgotteSbtenst 4UF*. wertens 8 V\ nachm. 8,30, SsbdathauS ang 5,15 Uhr. Wochen ottesbrenst: mordens l.15. nachm. 4,15, abends 5,18 Uhr.

Himbeerbüsche and Hülsendom standen überall durch­einander; ein starker Geruch von Heidekräutern, welch« abwechselnd mit kurzem Grase die freien Stellen des Do- dens bedeckten, erfüllt« di« Luft.Hier ist es einsam", sagte Elifabeth;wo mögen dre andern sein?"

An den Rückweg hatte Reinhard nicht gedacht.Warte nur; woher kommt der Wind?" ' sagte er und hob feine Hand m die Höh«. Aber es kam kein Wind.

Still", sagt« Elifsbeih,mich dünkt, ich hört« sie spre­chen. Ruse einmal da hinunter."

Reinhard rief durch die hohle Hand:Kommt hieher!" Hieher!" tief es zurück.

Sie antworten!" sagte Elisabeth und klatschte in bie )änbe.

Nein, es war nur der Widerhall."

Elisabeth saß!« Reinhards Hand.Mir graut!" sagte sie.

Kein", sagte Reinhard,bas muß es nicht. Hier ist es prächtig. Setz Dich dort in den Schatten zwischen die Kräuter. Laß uns eine Weile ausruhen; wir finden die andern schon."

Elisabeth setzt« sich unter eine üb erhäng ende Buche und lauschte aufmerksam nach all«, Testen; Reinhard faß eitrige Schritt« davon auf einem Baumstumpf und s,h schweigend nach ihr hinüber. Sk Sonne stand gerade über ihnen; es Dar glühende Mittagshitze; kleine gsld- glänzend«, stahlblaue Fliegen standen flügelschwingend m der Lust; rings um sie her ein feines Schwirren und Summen, und manchmal hörte man tief im Dolde das Hämmern der Spechte und das Kreischen der andern Daldrögel.

Horch", sagte Elisabeth,es läutet.*

Wo?" fragte Reinhard.

Hinter uns. Hörst Du? Es ist Mittag."

Term liegt hinter mts die Stadt; und wenn wir in dieser Richtung gerade durchgehen, so müssen wir di« andern treffen."

So traten sie ihren Rückweg an; dos Erdbeerensuchen halten si« aufgeaekrett, beim Elisabeth war müde gewor­den. Endlich klang zwischen den Bäumen hindurch des Lachen der Gesellschaft; beim sahen sie auch ein weißes Tuch am Boden schimmern, das war die Tafel, und dar­auf standen Erdbeeren in Hülle und Fülle. Der alte Herr hatte eine Serviette im Knapflech und hielt den Jungen die Fartsetzung seiner moralischen Reden, »ährend et eifrig »n einem Braten herumtranschierte.

.(Fortsetzung folgt.)

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