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Die Antwort an die Alliierten.

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redaktionellen Teil: Karl schulte, arjeller, Fulda. Rotationsdruck.

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auf diesen unsere Hosfmmg setzen? Können mir «rach alle dem, was wir über den Geist nicht nur, sondern über die Zusammensetzung und die Betätigung dieser Gemeinschaft wissen, überhaupt noch hoffen, daß wir und unsere Interessen in diesem seltsamen Kollegium einer gerechten und verständnisvollen Beurteilung un­terliegen? Wir können es nicht! Jedenfalls mußten wir jedes Vertrauen, das anfänglich hier und da vor­handen gewesen sein mochte, völlig verlieren. Wir haben uns gewiß des besten Willens bestrebt, um uns und unsere ehrliche Bereitschaft für den Wiederaufbau des geistigen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens der Völker zu erkennen zu geben. Man hat uns nicht gehört, ja, man hat uns verachtet. Im Völkerbund, wie er in Versailles vorgeseheri ist, werden wir auf demArmensünderbänkchen" sitzen. Das kann ein großes Volk nicht ertragen, zumal nicht das deutsche Volk, in welchem trotz aller Revolutionserfahmngen,

einheitlich geschloffenen Volkswillens aufbringen, nötig ist, die Ketten von Versailles zu sprengen.

Maffenermordung deutscher Soldaten in Kurland.

AuS Schcmlen geht der D. Morgenpoll die unter Eid abgegebene Aussage einer Augenzeugm don Massen, erschiehungen deutscher Soldaten durch lettische Truppen in dem kurländischen Orte Baus! zu. II. ff. erzahtt dte Frau: Am 17. Nov. morgens 6 Uhr ruckte nach Abzug der letzten deutschen Soldaten lettisches Militär in Baus! ein, ich und Selma L. hörten, daß darunter» Offizier Steffen, welcher der Bräutigam bon SelmaS Schwester ist, auf dem Marktplatz erschossen werden sollte. Wir liefen an? diesem Grunde auf dre Straße und sahen, daß vier deutsche gefangene Soldaten voll- ständig entkleidet waren. Sie standen beim oberen Eingang der Mühlenstraße und wurden standrechtlich erschossen. Nachdem sie tot waren, wurden sie mit Stricken an Pferde angebunden und etn Stuck am Marktplatz entlang geschleift, wo die Leichnahme dann zwei Tage liegen blieben. Bausker Juden mußten neben ihrem Friedhof ein Grab machen und sie dort beerdigen. Ain Dienstag, den 18. November orächte lettisches Militär ebenfalls wieder zwölf deutsche Sol- baten von dem Schloßbera beruntergeführt. Die,clben waren entkleidet biS auf Hemd imtr Unterhose und wurden auf dem Marktpaltz herumgeführt blS zur Landsturmbrücke, wo sie alle zwölf ebenfalls erschossen wurden. Diese wurden an Ort und Stelle beerdigt. Am selben Montag, den 17. abends, ungefähr zwischen 5 und 6 Uhr, wurden in der Müblenstraße in einem jüdischen Keller sieben deutsche Soldaten vollständig entkleidet und erschossen. Am'Mittwoch hatte man wieder elf deutsche gefangene Soldaten vollständig ihrer Uniform beraubt, mit alten Lumpen bekleidet und führte sie mit Gespann nach Gr. Eckau ab. Am Donners- tag, den 20. November, batte man zehn deutsche Feld­gendarmen von Scheimcle nach Amt Baust transpor» tieit, wo sie mit auf den Rücken gebundenen Händen i erschossen wurden.

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Die Londoner Besprechungen.

Die Reise Clememccaus nach London hat Frankreich doch nicht so viel eingebracht, wie es ge­hofft hatte. Die Pariser Presse zeigt sich neuerdings wenig begeistert von den politischen Ergebnissen der Reise. DasEcho de Paris" gesteht ein, daß der Wunsch der französischen Imperialisten, den Völker­bund durch eine militärische Allianz aller Weststaaten gegen Deutschland zu ergänzen, noch nicht der Erfül­lung nahe ist. DerMatin" und andere Blätter geben zu, daß Italien von dem Plan einer französisch-eng­lisch-italienischen Allianz anstelle des englischen und amerikanischen Garantievertragrs mit Frankreich nichts wissen wolle. DasJournal" erzählt weiterhin, daß auch der Plan, ein förmliches Hauptquartier der Entente fortbestehen zu lassen zur U e b e r w a ch u n g Deutschlands an dem Widerspruch der übrigen Alliierten gescheitert ist. Was schließlich die Wün­sche Frankreichs nach einer langfristigen Kre d i t g e- Währung zur Hebung der französischen Valuta anbelangt, so haben die englischen Großbanken nur zu- J

Das Ergebnis der Sparprämienanleihe.

DaS vorläufige Ergebnis auf die deutsche Spar­prämienanleihe von 1919 beträgt, soweit sich bisher feststellen ließ, rund 3 Milliarden und 8Milli- onen Mark. DaS Ergebnis wird sich aber voraus­sichtlich durch auS dem Ausland eingehende Meldun­gen erhöhen. Besonders hervorgehoben zu werden verdient die große Anzahl der kleinen Zeichner auf rin und zwei Stücke. Falls durch die nachträglich eingehenden Zeichnungen der Betrag von 4 Milli- a.den nicht erreicht wird, wird das Reich die Summe, die zum ZeichnungscrgebniS von 4 Milliarden fehlt, selbst zeichnen, um so mehr, als nicht unbeträchtliche Anmeldungen anS dem Ausland in Aussicht gestellt werken. Tie ReiheE" der Sparprämienstücke wird nicht aukres.utig un» entfällt, für dre Ziehungen.

Die Sparprämienanleihe wurde vom Reich in einem Umfange von 5 Milliarden Mark aufgelegt.

furchtbar stehen die Dinge! Das muß immer und immer wieder dem Volke gesagt werden, da es in fei­nen breitesten Schichten immer noch nicht den geradezu entsetzlichen Notstand unserer Lage erkennt.

Nieder mit dem Friedensvertrag von Versailles! muß vre Parole aller Positiker und aller derer sein, die im öffentlichen Leben stehen und für die Interessen des Volkes wirken. In diesem Kmnpf- tuf darf es kein Parteiunterschied geben. Nieder mit dem Werke von Versailles! Eine stürmische Volks» dewemmg, welche alle nationalen Leidenschaften und Gefühle, deren wir noch fähig find,> « sind wahrhaftig viel mchr, als wir in unserem Kleinmut oft zu träumen wagen, erfassen unb zu ungeheuer- sicher unö wuchtiger Entfaltung bring« würde, müßte eingeleitet und in gigantischem Ausüwße durchgeführt werden.

Wir gehen an ein unsäglich schweres, opferreiches und müheseliges Werk heran. Wir haben schwere Prü-

| Dienstag 16. De-ember 1919. | I^-^hrg,

Lage bis zum heutigen Tage ja gründlich durchgekostet. Nun also stehen wir vor dem fertigen Vertrag.

Das erste Wort, mit dem wir jeden Tag, den uns der Himmel schenkt, beginnen, und das letzte Wort, mit welchem wir unsere Tage beschließen, soll heißen: Protest, feierllcher Protest! Und aus diesem Wort muß sich lösen das andere: Revision! Revision bis zur völligen Wandlung, nein ,bis zur völligen A u ft Hebung dieses Dokuments der Kulturschande!

Zwar ist auch in dem Versailler Werke die Revision seines Inhaltes vorgesehen. Sie soll geschehen durch den Völkerbund. Können wir aber im Ernste

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gebaut. Wir haben es ja jetzt schon erlebt, daß wir lediglich als Ausbeutungs- und Ausverkaufsobjekt be­trachtet werden. Die Entwertung unserer, Valuta, un­srer Kreditwürdigkeit im Auslande ist nichts anderes als eins raffinierte Spekulation zu dem Zwecke, Deutsch­land so auszupowern, daß es mit all seinem wirtschaft­licher: und wiffenschaftlichen Inventar zu einem Schleu­derpreis den lauernden Hyänen zur Beute fällt. _2ßie furchtbar ernst in dieser Hinsicht rmsere gegenwärtige Lage ist, mag folgende Ueberlegrmg dartim.

Unser gesamtes Volksvermögen vor dem Kriege wurde geschätzt auf 300 bis 350 Milliarden Mark. Heute hat die Mar? im Auslände teilweise noch nicht einen Wert von 10 Pfennig. Am 6. Dezember wurde sie in Amsterdam sogar mit mir 5 Pfennig notiert. Nehmen wir einmal einen Markkurs von 10 Pfermig im Auslands an, so würde also ganz Deutschland heute mit 30 bis 35 Milliarden Mark cmfzukaufen sein. So

Deutscher Reich.

** B«rsirü 15. Dez. Der deutsche Gesandte beim Vatikan, Baron v. Bergen, wird am 18. Dezem-^ bet nach Rom übersiedeln.

»ÄSY & ÄÄ! fragen gehörte bekanntlich die SBotlc gun a bet. Bi lanz. Die Verhandlungen über diese yrage standen wiederholt auf dem toten Punkt und tn der ersten Lesung des Ausschusses konnte in dieser Frage auch nur eine, vorläufige Lösung gefunden werden Jetzt rn der zweiten Lesung ist die strittige Frage gelost durch die Annahme des schon in der ersten Lesung gestellten Antrags de» Zentrum?, die Vorlegung der Bilanz für Betriebe mn 50 Angestellten und 300 Arbeitern vorzuschrechen. Durch dre Bemühungen'des Zentrums ist es gelungen, einmal die drei Mehrheitsparteien auf diesen Antrag zu einigen, dann aber auch bei der zweiten Lessung eine erhebliche Verbesserung durchzusehen und zwar insofern, als nunmehr nickt jede Bilanz schlechthin sondern dm Betrieb? - Bilanz der Vortegepflicht unterliegt. Der Ausschuß bat sich der .Anregung des Zentrums schon um deswillen nicht verschlossen, weil die Prwat. betriebe nicht schlechter gestellt werden dürfen, als die Aktiengesellschaft. Man har erkannt, daß es nicht an- gängig ist, von jedem Unternehmer eine Bilanz zu for­dern, die nicht nur über seinen Betrieb, sondern über sein gesamtes Vermögen Auskunft gibt. Worauf es für die Arbeiter ankommt, ist lediglich, daß ste informiert werden, ob der Betrieb mit Gewinn oder Verlust ar­beitet. Da ober der Begriff der Betriebsbilanz in bei Gesetzgebung heute noch nicht existiert, so ist zu deren Einführung ein besonderes Gesetz erforderlich. DaS Zentrum darf ek tür sich in Anspruch nehmen, daß durch sein« Mitarbeit das Detriebsrütegesetz erheblich verbessert j worben ist. Es ist vielfach auch die Frage auf geworfen worden, ob «ruck Bücher und sonstige Unterlagen neben der Bilanz vorgelevt werden müssen. Diese Frage kann letzt enbßütig verneint werden. 2m Ausschuß hat der Regie­rungsvertreter di« Erklärung abgegeben, daß der Unter­nehmer wohl zur Vorlegung der Bilanz und zur mündlichen Auskunft verpflichtet ist, daß aber aus dieser Verpfluh- tung nicht geschlossenn werden könne, daß der Untern sh- mer auch zur Vorlegung von Unterlagen und Buchern

15. Dez. Bei den Stadtverordneten­

wahlen erhielten hier die Polen von insgesamt 66 Mandaten nur fünf Sitze.

Preußische La ndesversammlung.

Die Landesverfammlung nahm am Montag nach^

^ulinXfolK d« Mehrheit Parteien auf liegt.1 Sie Lankesveffammlun/eriucht ^Staatsregie-

ÄrtrÄn. Di« Wortfiihrer der. MehrheitspartE

Welt keine Eroberung machen Auch schon verMniurg- Phariamleit fordert den Einheitsstaat. Nicht weniM S 168 W« ^3° Ä

-u planlos und zu unproduktiv. Er sit der M-utung, Ln feine Freunde alles tun, was man von ihnm der langen kann, wenn sie die Regierung nn Kampf fl rwn ben inneren und äußeren Feind imterstutzen rmd ^nn üe an ter Gesetzgebung Mitarbeiten . Darüber hin-n-S verbarrt seine Fraktion in ^OpM'on ^une »reunde wollen lerne reaktionäre Monarchie, sondern eine formte Volksmonarchie.

Finänzminister Südeknm legt zunächst

ein gegen die Angriffe des Vorredners un erklärt, daü dst preußische Regierung auf dem Standpunkt ftebe daß wir den Einheitsstaat bekommen wollen; e- SricS einem altem deutschen Sehnen. Weiter A klärte er: Wir können unsere migeheuren Lasten nicht durch Steuern allein decken, aber tat können, durch hen Luftstickstoff die Lau!wirtschaft äußerst -ntensiv,ge- ^rlteru Wir find auf dem besten Wege, dw ^hleN um 10 Proz.mehr mtSzuinutzen als bisher. (Lebhafter Beifll.)

Dienstag: Forffetzung.

gorland.

» ein Iudev.gemchel la fiurff. Rach einer Se- pesche desTemps" aus Odessa sollen dir Bolschewisten säst die gesamt eMsche Bevölkerung der Stadt Kursk, die sie besetzt halten, ermordet haben.

* Auf der Insel Trinidad MJltttelameriTa) ist ein ernster Aufruhr amerikanischer Neger auSge« brachen. Der Kreuzer Kalkutta wurde nach Port of Epain gesandt. Mit zahlreichen Maschinengewehren ausgerüstete Matrosen und Seesoldaten wurden an Land gefetzt und der Aufstand niedergeschlagen.

Die Rückkehr der Vostenkrnppe.

Die Eisenbahn in Kurland bis zur deutschen Grenze ist an die Litauer übergeben worden. Die deutsche Legion ist vollständig diesseits der Grenze und es beginnt jetzt der Bahntransport ms Innere Deutschlands. Don der Eisernen Division sind nur noch schwache Teile jenseits der Grenze.

r «tut Protokolls mit der verhältnismäßigen Gering- Tmhto qigleit der in Betracht kommenden Leistun- gen und in der Erwartung, daß die inzwischen erfolgter stand. Lieferungen selbstverständlich in A n r e ch n u n g kom- ' men keine Einwendungen erheben. Sie legt nur Wen ; a « darauf festzustellen, daß die gerügten Rückstände und «y.fl, dir nach Ansicht der Alliierten vorgekommenen Ver-

gestimmt unter der Voraussetzung, daß die gewahrtm Kredite oder eine neue in England aufzunehmende französische Anleihe ausschließlich zur Deckring von Wa­ren- und Materialkäufen in England selbst verwendet werden sollen.

Befreiung der österreichischen Kriegsgefangenen.

Ter österreichische Vertreter in Paris hat in einer Note vom 8. Dezember bei der franzopichen Regierung die Befreiung der österreichtick"n Krtegs- gefangenen erbeten. In' einer zwer ^age ipater datierten Note teilte der französische Mmisterpraft- dent mit, daß die Regierung entschieden habe, dreie Maßnahme zugunsten der österreichischen Gefangenen zu treffen nnd'ihre Befreiung noch vor Inkraft­treten deSKrieden svertrageS zu genehmigen. Den fraSMchen Behörden wurden Anweisungen erteilt, die Heimschaffung der Kriegsgefangenen jo rasch wie möglich zu beginnen.

So sehr wir uns über diesen Entschluß mit den Oesterreichern freuen, desto härter trifft er, uns Deutsche. Zeigt er uns doch deutlich, daß bei der Zurückhaltung der deutschen Kriegsgefangenen nicht ächliche Gründe, sondern allein der blinde Haß gegen Deutschland ausschlaggebend ist.

* Im Münchener Attentatsprozeß wurde am Montag das Urteil verkündet. Es lautet gegen den Metzger Lindner wegen eine? Verbrechens des ver­suchten Totschlags, begangen am Minister Aner, auf eine Zuchthausstrafe von 8 Jahren, wegen erschwer­ten Totschlags, begangen am Major von IahreiS, auf eine Zuchthausstrafe von 12 Jahren, insgesamt 14 Jahre Zucktyaus. Der.Angeklagte Bäcker Frisch wurde wegen versuchten Totschlags unter Zu­billigung mildernder Umstände, insbesondere auf seine epileptische Veranlagung hin, zu einet Gefängnis­strafe von 3 Jahren 6 Monaten, die Angeklagten Merken und Schlund wegen Begünstigung zu ®e- sängnisstrafen von 6 Wochen und 6 Monaten ver­urteilt. Dem Antrag des Staatsanwalts entsprechend wurde Lindner von der Anklage der Tötung des Abg. Osel freigesprochen. In den Urteilsgründen wird z« Gunsten der beiden Angeklagten Lindner und Frisch angenommen, daß sie den Anschlag auf Auer bei ihrer außergewöhnlichen Erregung und Psychopatischen Veranlagung nicht mit Ueberlegung ausführten. Auch wird ihnen zugute gehalten,' daß sie unter dem Einfluß fremder Hetzer handelten.

» 50000 Klagen gegen Kaiser Wilhelm. Wie das Pariser Journal au8 London erfährt, hat Generalstaatsanwalt Sir Gordon Steward erklärt, der Prozeß gegen den gewesenen deutschen Ravet werde unausgesetzt in der umsichtigsten Weise vorbe­reitet. Alle gegenseitigen Gerüchte seien au8 der Luft gegriffen. Indessen erforderte die Arbeit viel Zeit. 6§ seien bisher schon mehr als 50 000 Kla­gen und Erklärungen durchgesehen. Es sei keine Rede davon, daß irgendwelche Unentschlossenheit den Prozeß in Frage stelle.

Ein Gewaltmittel zur Hebung der polnischen Valuta. Nach einer soeben veröffentlichten Verfügung hat die deutsche Mark aufgehört, ein geletzlicheS Zahlungsmittel in den preußischen, von Polen besetzten Landesteilen zu sein. Me in deutscher Mark festgeleg- ten Zahlungsverpflichtungen dürfen nur in polnischer Mark zum gleichen Nominalwert geleistet werden. So­mit ist die polnische Mark mit der deutschen Mark auf eine Stufe gestellt. Das letzte Valutaoerhältnis stellte sich auf 100 zu 65. Die Einziehung von Zahlungsver- pflichtungen und jeher Geldumsatz in deutscher Mark ist verboten. Für die an Polen fallenden preußischen ($te- bietsteile Posens und Westpreußens, welche noch nicht unter polnischer Herrschaft stehen, tritt durch diese Ver­fügung mit dem Tage der Besetzung durch die Polen in^Krast.

D'Annmnios Ende. Saut(Sortiere della Sera" ' ritt D'Annunzio zufolge einer in Rom geschlossenen Uebereinkommens das Kommando über Fiume an den sicheren Kriegsminister General Eaviglia ab, der zum Generalgouverneur von Fiume ernannt wird. Diese Regelung wurde in llebereinstimmung mit. dem Natio­nalrat von Fiume getroffen.

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Der Jnhast der Note entspricht de«, was darüber «egefünbigt war. Sie legt die deutsche Auffassung über die Schlußklausel dar, wonach mit Beginn des Frie- tensoertrages die Ersüllung der vorgesehenen Verpfüch- ilwgen nicht mehr durch militärisches Ein- greifen erzwungen werden kann, sondern durch die all­gemeinen Vertragsbestimmungen gewährleistet wird, und ersucht ferner um Entscheidung in der Frage der 400 OOÖXonneh nach der UnterzÄchnung des Zu- satzprotokolls. Es ist nun die Frage, ob die Entente zu sofortigen Verhandlungen mit der deutschen Sachverständigenkommission bereit ist, ober ob sie auf »em Standpunkt beharren, der von ihnen am 8. Dezbr. eingenommen worden ist- Der PariserMatin- meint, der Oberste Rat werde der deutschen Regierung nicht gestatten, die Verhandlungen, auch 'auf mündlichem ^ege nicht, über eine gewisse, wahrscheinlich sehr kurze tfrift hinaus zu verlängern. Er werde eine definitive Antwort mit dem Charakter eines 1111 i m a tu m 5 for- Wieren, welches Deutschland eine Frist zur Unter« letqmung des Ratifizierungsprotokolls anberaumt.

Revision!

.Der Friedensvertrag von Versailles wird nun also Notifiziert, b. h. er tritt nun auch nach seiner praktischen Seite hin m Kraft. Heber das Formelle haben wir ®ns seit fünfviertel Jahren gestritten. Wir können es beute gestehen; erreicht wurde bei dem Hin und Her wchw! Wir sind nun einmal in den Augen des andern venragschließenden Teils die Unterliegenen, die Besieg­en. denen man den Willen einfach aufzwingen kann. Wir haben die verschiedenen (Litwicklungsphasen dieser

fungen hinter uns, aber die Prüfungszeit ist noch lange nicht geschlossen, noch schwerere, noch trübere Tage harren unser. Wenn wir jetzt nicht wenigstens eine seelisch? Volksgemeinschaft zuwege bringen, dann werden wir auch nicht die himmelstürmende Kraft eines

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l wtb Berlin, 15. Dez. (Tel.) Ans die Note vom V . <je, hat die deutsche Negierung dem Vorsitzenden Friedenskonferenz die Antwort zugehen las- in der es u. a. heißt:

F '®ie deutsche Regierung legt Wert daraus, das «rjrverständnis aufzuklären, als ob sie auf Grund

Er,9 einstweiligen Fernbleibens der Vertreter der f Steinigten Staaten von den im Friedensvertrag kL^esehenen Kommissionen ein Recht auf Abän- Rterün g der Vertragsbestimmugen über bie [ luSliefentng der wegen der Kriegsgesetze angeklact n ° «^tsonen und über die Heimbesördening der Kriegs- ' «fangenen in Anspruch genommen habe. Die beut» BSe Remerung hat ihre Zustimmung zur Inkraft- ILng des Friedensvertrages niemals von der vor- Jengen Regelung dieser Fragen abhängig gemacht. Die deutsche Regierung nimmt davon Kenntnis, daß «ch der Absicht des Obersten Rates das in dem o^^ußabsatz des Protokolls vom 1. November vor- tehaliene Recht zu militärischen und son- «igen Zwangsmaßnahmen nur Beachtung Lfen solle, bis durch Inkraftsetzung des Friedensver- Taaes der Friebenszustand berge ft eilt ist «nd daß n a ch diesem Zeitpunkt die rfüllung der im Ptoiokoll vorgesehenen Verpflichtungen nur durch die allgemeinen Bestimmungen des Friedensvertrages so- E durch die allgemeinen völkerrechtlichen Verfahrens­ten gewährleistet fein wird. Abgesehen von ,- - , - , -. ..

£ Bestimmungen, die sich auf die Versenkung dre wir machen mußten, heute rwch ^pflegt werden die d-r deutichen Kriegsschiffe in Scapa Flow beziehen, I Tugenben des Arbeitswillens, der Ehrlichkeit und der will die deutsche Regierung gegen den Inhalt des | Rechtschaffenheit. Emffiolferbunb nach Versallrer n,i+ der verbälmismäsiiaen G e rinn. Muster unter Strafausschluß Deutschlands, wie über«

WIBW1WU1 ,,, I Haupt der Mittelmächte, kann uns kerne Gewahr dafür daß die inzwischen erfolgten geben, daß die Gerechtigkeit wirklich zu Ehren kommt, n uhu -ui« m D'eser Vertrag vm Versailles halt mcht lange,

keine Einwendungen erheben. Sie legt nur Wert I Das ist nicht nur unsere Hoffnung, es ist auch unsere - - - - » - - i-v.-----I Ueberzeugung. Nie und nimmer können wir das

, I Versailler Dokument anerkennen. Täglich müs- Ek^en ben Waffenstillstand 'nicht auf ihr f«? wir in alle Welt hinausrufen: Wir fordern R^scknlden unütfmfüluen sind die Revision. Nicht, als ob wir uns etwa zur

* Ji?der Scape Flow-Angelegenheit verzichtet Wehr setzen wollten gegm die Ausführungen der nun

bie deutsche Regierung darauf, die Ausführungkn ! emmal übernommenen Bechmmungen des Hrieden-- ber diesen Gegenstand behandelnden besonderen No- I E.er*F.a9t9'

ten der Alliierten eingehend zu beantworten; sie I Vertragstreue und deutscher Ehrlichkeit widersprechen, firb auf einzelne B-merkrinaen Der I wir muffen mdes durch unser Tun und Handeln vermeintliche Widerspruch zwischen dem Memo- ! derW^t beweisen, daß die AusWrung dieses in teuft randum vom 27. November und den Noten vomVm?

28. Juni und 3. Dezember besteht tatsächlich nicht. I ist- Wir erheben iwttProtest, aberwrr erschöpfen die- ^er Sinn der zitierten Stelle aus dem Schreiben | [en t«ft ti«fit in 23orten, fonb«« rmprote;H^rert Ia h® g-rnfbn hnnt q Mai ift d'irck I durch die Tat, durch die gute Tat! Durch neuen

re*eftt Söjimg ge6ra*t tote- nürbe. Sie JWroff. |Ä Mtz Md

btlTrm eTan^ibr Heat toeS Linder- I Kraft verlassen! Alle Hoffnungen und Erwartungen

«.»ieSLTSStÄ.tJSitaSÄ Wcaczu raumen, erklärt ste sich bereit, den Schaden, her ben alliierten und assoziierten Regierungen durch die Versenkung entstanden ist, wieder gut zu machen; sie ist aber außer Stande, den Schadenersatz in der im Protokoll vom 1. Nov. vorgesehenen Art zu leisten. Sie Alliierten werden nicht verlangen wollen, daß die deutsche^ Re­gierung eine derartige neue Verpflichtung über­nimmt. Sie haben sich bereit erklärt, in eine Prü­fung dieser Frage einzutreten, wobei ihnen das Verzeichnis des deutschen Hafenmaterials Übergeben sei. Die deutsche Regierung hat eine Kommission Sachverständiger beauftragt, einem Ver­treter bet alliierten und assoziierten Mächte diese Nachweisung vorzulegen und erläutern. Sie wird Äeichzeitig bestimmte eingehende Vorschläge über mit Art der Schadenersatzes machen, die, wenn sie auch Bei der gegenwärtigen Lage Deutschlands eine Reue drückende Last bedeuten, doch nicht als mit sei­nen Lebeusinteressen unvereinbar angesehen werden müssen.

Die deutsche Regierung gibt flch der Hoffnung $ht, daß es auf dem angegebenem Wege gelingen wftch, sofort die Unterzeichnung des Protokolls und die Inkraftsetzung des Friedensvertrages zu ermög- Üchen und damit den von dem deutschen Volke tote ton der ganzen Welt so heiß ersehnten Frieden herbeizuf üh ren. _

. eg. Genf, 15. Dez. (Te!H Hadar meldet: Die deutsche Antwortnote tst am Montag mittag 1V Uhr dem Rat der Alliierten überreicht worden. Er

wird erst am Dienstag nachmittag zu ihr Stellung ttifmen. Der Inhalt erscheint jedenfalls ernst.

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