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Heilung

Druck der Fuldaer Aettenbrnckerei h Fuld«

Vermijchtes

Mehr rärischvoll zu reden.

Dann (Einen

Mitteilungen der ftödttschen NahrungsmittelsteLe

nickten über Alfred und Ingeborg Mattens Bilder, die Inges, der Tochter, Platz gegenüber auf der Tafel standen. So hatte es Ruskin gewollt. In diefer Stunde trat er vor dem El.ernrecht jener zurück. Heute sollt« Inge stolz das geläuterte Andenken ihres wirklichen Paters vor denen dargetan sehen, die ihm, in verzeihlichem Irrtum freilich, Unrecht getan hatten.

Die Begrüßung auf dem Bahnhof war kurz.

karten für Ncje beiden Wochen (Woche 51 und Woche 52) bereits am nächsten Montag zur Voranmeldung efnjureichen. Cs niib dringend gebete", öic'ei Vor­schrift pünktlich zu entsprechen; für die Bedienung von Nachzüglern kann keine Gewähr übernommen werden.

Jur gleichen Zeit fand draußen aus dem RordstKdhose ein armselig kleines Begräbnis statt. Hinter dem Sarge, den die Träger von der Leichenhalle nach dem ziemlich weit entfernten Grob« trugen, schritten nur vier Personen: der Geistliche, Frau Meta Mertfchitz, Ruskin und Dr. Schröter.

Ein paar gewohnheitsmäßige Begräbnislauscher stan­den weiter zurück.

Der junge Geistllche sprach lieb und freundlich.

Don Mühe und Sorge, von treuer, fleißiger Arbeit, vom bibflschen Ater und von der Heimkehr einer Seele zu Sott. ,

Was sollte er auch sagen? Er wußte nichts und brauchte'nichts von der Tragödie zu wißen, die an diesem Grabe endete. Die Oeflentlichkeit ging sie nichts an. Die drei Hände voll Sand rieselten auf den Sorg, die paar Kränze raschelten im Winde. Die Leidtragenden trenn- ten sich.

Ms Ruskin an der offenen Grufl gestanden halte, wer fein letzter leise gesprochener Gruß gewesen:

»Ruhe in Frieden!"

In diesem Augenblicke, aus diesem Munde ein tiefer, bedeutsamer Gruß. Bergeisen, vergeben im Gedächtnis für immer ausgelösch! sollte die Sünde fein, die der nun- mehr für immer Schlafende über Ruskin und b:e Seinen gebracht halte. Das bedeutet dieses »Ruhe in Frieden!"

Daheim legte Ruskin das dunkle Trauergewand ob und damit viel Schwereres, viel Wehes in sich und um sich. f In wenigen Stunden würden glückliche Menschm diese alten, pröch inen, ober unheimlich still gewordenen Räume mit s'oher Stimmung erfüllen. Ruskin ging durch das Zimmer. Wie schön, wie licht sah es aus! Im Speise- saal blinkte und blitzte das Silber aus der festlich ge- schmückten Tafel. Der ganze Winiergarten war geplün- dert worden. Duft und Glanz überall. Die alten, lange versteckten Bild« hatten Derwendmig gefunden. Rosen

(Schluß).

Ser Süllenböcker legre erst ab. Seine angeborene Läs- fofctl kam wieder zum Dorschein.

»Die Sache ist soweit, daß ich hierher komme, um meine Dut zu ersäufen!"

.Wa» Du sagst? Ist etwas Unangenehmes oorge- Nitnr

Letzt faß Roderich-Jochen.

»Lieber Egon, ich mache Dir keinen Dorwurf, ich bin selbst an allem schuld. Damals, bei dem Dusel von Glückseligkeit, habe ich die ganze Welt für ne Engelher- Jttfle gehalten. Ab« fragen muß ich Dich etwas."

»Bitte." *

U)aft Du den Halunken, den Murray, näh« gekannt?"

»Den Halunken? Reel Famoses Spielchen machte tt_- aus allen Rennplätzen war er zu Hause. 3m übrigen Wit man sich doch so was com Leibe."

^)ätt man sich vom Leibe! Ja, die Lehre habe Ich nun auch genossen. Kostet mir leider 'n ganzen Hau­fen Geld."

»Murray?"

»Ja, Murray. Hat mir auch allerlei erzählt von sei- »rr engen Freundschaft mit den maßgebenden H-r.-.m in ben London« Klubs, hat sich mit einem Jockey in Ver­bindung gesetzt, d« ein Tiger der Rennbahn ist Lomes ^liffvrd, weißt Du?"

»Den Romen kenn ich"

»Der würde Tautropfen steuern, versprach er, der Murray, mir. Aber Mr. Klifsord hat die üble Ange- "ohnheit, Briefe unbeamwortet zu lassen, denen nicht ein flhr großer Kassenschein als Rückporto beiliegt."

Reydt lachte.

»Und daraus bist Du 'reingefallen?"

»Mit meinem ewigen Tautropfen-Rausch! Wenn, der Mann die Stute steuerte, kam'» ja tausendfach ein!"

»Ra und jetzt?"

Letzt ist Murray verduftet. Don ihm, von Klistord "ine Silbe mehr. Ich komme mir fürchterlich dumm bot!"

»Hm, ja, Roderich-Jochen, daß Du's sehr gescheit an- yesangen härtest, kann Dein best« Freund nicht behaupten, wrd der bin ich doch! Weg ist er?"

»Zunächst nach Paris, im Frühjahr, wo er mich bei .M englischen Lords als seinen Freund rinführeu wollte.

führen. So am 29. Juli 1914.

italienische Botschafter in Berlin für den v . scher Gebietserweiterung als Kompensation bas -tren« fmo gefordert. Dann scheint auf Wiens Drängen die italienische Regierung mit dem Vorgehen gegen Serbien vor die vollendete Tatsache ohne vorherige Derständi- gung gestellt worden zu sein. Das hatte zur Folge, daß alsbald von der italienischen Regierung, wie der deutsche Botschafter zu berichten weiß, einer Getreide­sendung für Oesterreich Schwierigkeiten bereitet wur­den und ein Einvernehmen zwischen England und Ita­lien bereits am 28. Juli hergestellt worden zu sein scheint dahingehend, daß Italien nicht eingreifen werde. Wie aus Ausführungen des Generalstabs hervorgeht, war von unserer militärischen Seite nur eine gewiße moralische Unterstützung durch die Italiener, etwa durch eine Kavulleriediviston an der Westfront, ge-

267.

Samstag, 13. Dezember 1919

verreist er ein wenig nach San-Franzisko! Und ich sitze hi« in Süllenböckl"

Gramvoll trank er ein Glas Rotwein bi einem Zuge ans.

Na, em Trost bleibt", sagte Egon von Reydt.Er hat Dir die Stute nicht mitgenommen --- die macht ihren Weg auch ohne Murray."

Da klärte sich das eben noch so wehmütige Rundge- sicht des SLllenböcktts völlig auf:

Das ist 'n Wort! Dafür danke ich Dir. Hol' der Teufel den Barm« und mein Geld! Ich hab' Lehrgeld bezahlt, basta! Prost Egon!"

Als man nach herzlichem Geplauder zur Tafel ging, erregte des Hausherrn sinniger Bildergruß große Freude. Die Familie Evens stand in stiller Ergriffenheit vor den bekränzten Porträts.

Inge hatte sich an Konrad gelehnt. Und d« sagte günz leise zu ihr:

Wie gebrechlich ist Menschenglück!"

Da sah sie ihn an, so fest, so gläubig und doch so ganz überwältigt von innigem Mitleid.

Ja, Liebst«, es ist gebrechlich. Ab« sieh, es ziemt keinem Kinde, der Eltern Richter zu sein. Auch ich bin'« nicht. Nm eines empfinde ich als unerschütterliche Ge- wißheit: Kein Glück hat Bestand, um das die, die es besitzen, nicht jeden Augenblick entschloflen sind zu kämpfen. Wenn uns das Schicksal kampflos findet, sind wir ver­loren."

Er verstand sie. Er war ihr ja gleich in dieser ernsten Lebensauffassung.

Sie fuhr fort:

Mein armer, fieber Dat«, den ich n!e gekannt habe, und den ich um eines furchtbaren Unglückes willen, doch fo innig liebe, warum war's ihm nicht verliehen, diesen Kampf zu wagen! Das war sein Verhängnis!"

Da faßte er ihre Hand.

.Mag uns solcher Kampf erspart bleiben. Aber wenn « kommt, mag er uns bereit finden."

Die anderen hatten ihre Plätze eingenommen, und der Gastgeber schlug an sein Glas.

Konrad und Inge setzten sich, Hand in Hand.

Ruskin aber begann:

»Meine verehrten und lieben Gäste! Cs ist lange still und düster gewesen m diesen Räumen, die Sonne fehl!«, die Sonne, bie wir Menschen Freude nennen. Ein Schatten lag über denen, die hier gingen und kamen, und im Schatten gibt es kein Blühen, fein Wachsen und Stei­fen des Menschenglücks. Don dieser Stunde an ist'» anders. Wir grüßen die Sonne, die wieder scheint, tmr grüßen das Weichen des Schattens, das Weichen für immer!

Mit diesem Wort froher Zuversicht heiß« ich meine Gäste willkommen, diesen kleinen, engen, aber auch wie ich weiß, untrennbaren Kreis. Und dieser Gäste treuester Gast sei für olle Zukunft das Licht des Glückes und der Liebe! Uns Alten leuchte sie wie das Abendrot um gol­diges Herbstlaub, der hoffnungsberechtigten Jugend wie das Flammen der ausgehenden Sonne.

Konrad und Inge, schreitet zuversichtlich ht den neuen Tag, Leid und Dunkel liegt hinter Euch. Wir heben di« Kelche mit funkelndem Wein und leeren sie aus Euer

1 Glück, ori Eure Liebel" ,

Inge fiel ihrem Dat« um den Hals.

»Ich weiß alles, Komad hat mir alles «zählt. Ich Mn glücklich, Papa und Du wirst es auch sein!"

sagte sie nicht. D« Derkehrsstrorn flutete ge- um sie her. Hier war nicht d« Ort weiter

Er reich!« ihr bk Hand und sagte:

Inoe, mein tapferes Kind, sei willkommen." Dabei sah « sie an mit einem Blicke, so stolz und so zärtlich, daß Inge mufc'e, wie recht sie nach seiner Meinung ge­tan hatte, als Kon-ads Liebe von ihr Unrecht forderte.

Der Kammerherr reichte auch Konrad und Babette die Hand. Dann sagte er zu seinem Sohne:

Gib Mama den Arm. Konrad. Mir gehört in diesem Augenblick Inge. Wie ich sie jetzt sühr«, will ich sie in Wechingen ins Haus führen stolz auf sie!"

Dabei schob « Inges Arm in den seinen und schritt mit ihr dem Ausgange zu. Konrad und Frau von Evens folgten. Ruskin, Roderich-Jochen und Babette machten den Schluß.

Na, Roderich-Jochen, Du berühmtester aller Süllen­böcker, weil Tautropfen fo gut laufen kann, wie ist Dir's «oanoen in Sein« Aussichtslosigkeit? Bist Du sehr ver­wildert? Wie war'? in England?"

?rf) hab' mirs anders überlegt", antwortete Rode­rich Jochen gutmütig. Die Gelbe ist ein deutsches Pf'rd. Sie soll zuerst im Vaterland« ihren Ruhm begründen."

Deinen denk ich?"

Mein ist der Gewinn, der Ruhm gehört ihr." hör' mal. das ist eine verdächtig kluge Ansicht. Zu "einer so'chn kommst Du immer nur vorübergebend, urö zwar dann, w'rn Du gerade mit einer umrrrünfiigen reingesallen bist. Wo hast Du denn Haare gelassen?"

^Ach Unsinn!"

Sie waren an dem Wagen.

Das Verhör fand so ein plötzliches Ende. Roderich- Jochen war's zufrieden.

Der Schatten.

Roman von Arthur Winckler-Tannenbr-g

Amtliche Ameiaen.

Der KreisauSfchuß hat beschloss«-: daß, wie solches bereits für die Monate November und Dezember d. I. geschehen ist, auch im nächsten Jahre, sofern die Zucker, zuteilung in der bisherigen Höhe weiter erfolgt allmo. natlich je Kopf 1)4 Pfund (750 Gramm) zur Vertei­lung gelangt.

Es kommt dann aber besonderer Einmachzucker nicht mehr zur Verteilung.

Fulda, den 4. Dezember 1919.

Der Landrat. ti. V: Köhler.

war sie zu Konrads Eltern getreten.

Augenblick lag sie an der Mutter Herzen, an dem Platz,'den ihr nun nichts mehr streitig machen sollte. Und Herta von Evens küßte die Tocht«.

Dann kam d« Kammerherr an die Reihe.

21m 24 hatte der > wehrten sich und es entspann sich ein lcbhattesFeuer- ' all öHerretdn- St, b i dem zwei der Stäuber schwer verwundet wur- all oflerrelchl s geft-y^ ^am. Die Räuber hatten zwei Mr- liiärchauffeure überredet, ihnen ihren Wagen zur D-r- £ng 5U stellen, sie sollten dafür jeder 13000 Mar bekommen. Die Soldaten gingen zum Schern darauf ein, benachrichtigten ober zugleich die Polrzei, sodatz es dadurch gelang, den Raub zu verhindern.

Märkte.

---Fu'do, 13.Dez. TerkenliieSchiveinemarkt hatte eine Zufuhr von 99 Fe:kein und 5^Lauern. Bei wenig lebhafter Kauflust wurden Mr Ferkel 100, 120 und 150 Mark, für Läufer 180, 210 um. 250 Mark gezahlt.___________________

Gotter-ienftordnnng.

«ie deutschen Dokumente

* zum Kriegsausbruch.

5ie int Auftrag des Auswärtigen Amts heraus- KLj(,ent Veröffentlichung derDeutschen Dakun.eute

Kriegsausbruch" ist eine umfangreiche Sammlung regier Bänden. Nachdem der unabhängige Sozialist «»atsky in den Frühtogen der Rerolution im Auf- * , her damaligen Revoiutionsregierung die Sichtung La* 3ufammenfteUung der Dokumente begonnen und mehreren Mitarbeitern im Laufe einiger Monate ^"»bildet hatte, wurde die Vorbereitung für den Druck t® Zusammenarbeit mit ihm von Graf Max Mont- (og und Prof. Walther Schücking zu Ende ge- L>rt. Die Akten sind zumeist im Wortlaut wieüer- ^ebcn. Die Sammlung unterscheidet sich sehr we- dnliich rcn den bisher üblichen Veröffentlichungen di- ^omatifcher Auseinandersetzungen, indem sie nicht haend etwas zu rechtfertigen oder zu verteidigen bc- «sen ilt; vielmehr kennt sie nur eine Tendenz: o b j e k- n v i as Material zu liefern, das für die Beur- lung ter Geschehnisse im Juli 1914 deutscherseits zur «terfÜBunfl gestellt werden kann.

Leider ist die Veröffentlichung der deutschen Regte- _.ng die ihren guten Willen beweist, Klarheit zu schas- kn von einem sehr üblen Zwischenspiel begleitet ge- »kn. Kauleky hat die Akten seinerseits auch zu einem »i«nen Werk verwendet. Es ist hier nicht davon zu reden, datz er die Dinge, wenn er zu ihnen Stellung nimmt, einseitig vom Parteistandpunkt aus ansieht. Das Reinliche liegt darin, daß sein Buch schon seit etwa vier- «hn lagen, also vor Herausgabe der amtlichen deut- «Sen Veröffentlichung, im Auslande, und zwar in Eng- C,h ,md Holland, verösfenlticht worden ist. Und so jsl es geschehen, daß das Ausland zuerst die ten­denziöse Darstellung erhalten hat, während man Maschen mutzte, daß es, gleich dem Inland, ein un- voreingenoinmencs Urteil aus den Akten allein «winnen sollte. Kauisky hat versichert, datz ihn keine tzchuld an der vorzeitigen Veröffentlichung treffe, auch sein Verleger hat eine lange Erklärung oerösfentlicht, die üble Tatsache aber wird dadurch nicht aus der WeU geschasst.

In ihrer Objektivität sind die Herausgeber so weit gegangen, wo erreichbar, neben den endgültigen Fas­sungen auch die ursprüngliche der Schriftstücke mitzu­teilen, weil sie und wohl nicht mit Unrecht diese als wertvoll für die Beurteilung der entscheidenden Ideengänge der Urheber solcher Schriftstücke an­sehen. Aus ähnlichen Gründen hat man bekanntlich die Randglossen, insbesondere die des Kaisers, mit in den Abdruck der Aktenstücke ausgenommen. Dabei lassen iedoch die Herausgeber die Frage offen, welche grundsätzliche Bedeutung den kaiserlichen Randglossen beizumeffen fei. Und darin kann man ihnen nur recht geben. Gelegentlich ergibt sich, wie schon betont wurde, aus den Aktenstücken selbst, daß die Randverfügungen des Kaisers zu spät eintrafen, um für die Entschei­dung nach irgendwie verwertet werden zu können. In anderen Fällen ergeben die Akten, daß es sich um Weisungen handelt, die nicht zur Ausführung gelangt find. Sehr häusig handelt es sich offensichtlich nur um den Ausdruck momentaner Stimmungen.

Bei der ersten flüchtigen Durchsicht ter Dokumente fallen die Berichte des deutschen Botschafters in Lon- don, des Fürsten L i ch n o w s k y, auf, die warnen, sich ins Schlepptau der österreichischen Politik gegenüber Serbien nehmen zu taffen. Die Urteile Lich- nowskys scheinen vom Kaiser und Unterstaatssekretär Zimmermann eine ziemlich geringschätzige Behandlung erfahren zu haben. Doch ist in den amtlichen deutschen Schriftstücken, die mit unwilligen Bemerkungen des Kaisers versehen sind, stets die Absicht zu erkennen, die Wiener Politik zu bremsen. Auf ter anderen belle suchen die Weisungen des Reichskanzlers an un- kr.i Botschafter in London die österreichische Politik Echrttt für Schritt zu decken, entsprechend ter Auffas­sung von der deutschen Bundespflicht. So konnte die mutsche Politik, die von Wien gedrängt und gezerrt «scheint, In London den gegenteiligen Eindruck erwecken, als sei sie die Anstifterin ter Wiener Balkanpolitik mit all den verhängnisvollen weltpolitischen Verknüpfungen.

Bemerkenswert ist auch, daß von Anfang an nach ben Berichten des deutschen Botschafters in Rom, Flo- tow, die italienische Regierung, wie es scheint, ziemlich ernst erklärte, Oesterreichs Vorgehen sei gegen Italiens Interesien, solange Oesterreich nicht gewähre. Direkte Verhandlungen mit Wien würden zum Bruch

Katholischer Gottesdienst.

Sonntao, 14. Dez. Dom. Voll!. Ablaß. (KeUekte f. b Boni atiusuerein)/«<>, 6,<»1 u. 7 aK., /« arc. u Korn. f. b. Iungft.-Sob i? b. Marien! u. f. b, christen. lebrpfl Junaft. i.S'rme, 8 Pfarramt m. Pr., ^0 Käthe-

Geliefert n-erten auf sede Zeitkarte bet beiden kommenden Wochen 100 Gr. Margarine zu 5, «44 das Pfund und öO Gr. Auslandsschmalz zu 2U,* das Pfund (also zusammen auf 2 Karten 200 Gramm Margarine und 100 Gramm Schmalz). Die Kranken- karten werden se nach Vorrat mit hiesiger oder Aus- lante butter bedient. Aus sete Aleischkarle der beiden Wochen werden geliefert: 100 Gramm Frischfleisch und 50 Gramm geräucherter Auslandsspeck zu 5,20 M das Pfund (also zusammen auf 2 Karten 200 Gramm Frischfleisch und 100 Gramm geräucherter Spea).

Abgabe an die Verbraucher: Fett: Samstag den 20. und Montag den 22. Dezember, Frischfleisch: Samstag den 20. und Speck: Dienstag den 2_. Dez.

Ärargarineausgabe an die Geschäfte: Donnerstag ten 18. Dez. bei der Nahrungsmitte.stelle, Schmalzausgab« an die Geschäfte: Freitag den 19. Dez., von 9 bis 12 Uhr im Schlachlhos. Speckansgabe an die Metzgereien: Montag ten 22. Dez. bei Metzgermeifter Sänket.

Sonderocrteilung für stillende und werdende mat­ter: Gegeben wird voraussichtlich 1 Pfund Schweine­fleisch in Dosen zu 3, «Al oder 1 Pfund ger. Schweine- fleisch zu 5, «Al, 1 Pfund Weizengries zu 92 L, 2 Pfund Reis zu 1,50 M, % Pfund Kakao zu 7, «Al das Pfund und 2 Pakete Keks zu 39 bezw. 60 L. das Paket. . . .

Die Karten hierfür werden gegen Nachweis der Dezugsberechtigung am Mittwoch den 17. b. SR. auf der ftartenausgabeftette ausgegeben, die Fleischwaren am greifag bei Metzgermeister Franz Schultheis, Hm- terbura; die anderen Waren am gleichen Tage in dem Geschäft von C. Th. Schultheis, Langebrückenstratze.

Sonderoerleflnng für Kinder bis zu fünf Jahren: Gegeben wird % Pfund Eierzwieback (Feldzwieback) zu 1 50 M das Pfund, H Pfund Bienenhonig zu 5,80 «Al das Pfund, 2 Pakete Keks zu 39 bezw. 60 L das Paket.

Die Karten werden gegen Nachweis der Bezugs- berechtigung am Mittwoch und Donnerstag in der Kartenausgabestelle ausgegeben. Die Ware ist am Samstag den 20. Dez. gegen Abgabe der Kar. ui dem Geschäft von Konrad Hein, Bahnhosstr., erhältlich.

Aus die lausenden EierVezngskarlen wird in de» kommenden beiden Wochen ausnahmsweise die dop- I pelle Wochenmenge geliefert. Die Ausgabe findet in der Verkaufsstelle am nächsten Donnerstag und Frei- tag, sowie am Dienstag den 23. Dezember statt. Die Gesamtmenge für die beiden Wochen kann auf einmal I bezogen werden.

Ein vorhanden« beschränkter Bestand in Pferde- fleischkonserven iPferdesleisch ohne Knochen in 2 Pfund- Dosen zu 5, «AI die Dose) soll im Wege der Voran- Meldung ausgegeben werden.

I Anmeldungen sind schriftlich mittelst Postkarte bis spätestens zum Dienstag den 16. Dezember, wie folgt, I an die Nahrungsmittelstelle zu richten:

I Anmeldung auf den Erhalt von Pferten-'sch.

I konserven:

I Gewünscht werden: . . . Dosen.

Eejamtkopfzahl im Haushalt: . . .

Name, Stand und Wohnung: . . .

1 Nr. des Lebensmitielausroeises: . . .

Sollten die Anmeldungen die vorhandene Dosenzahl übersteigen, so müssen die bestellten Mengen im Der- I hältnis ermäßigt werden; gegebenenfalls werden die I Bestände unter die Besteller verlost.

In der städtischen Derkaufsstelle wird in den näch­sten Tagen, soweit der Vorrat reicht, ein noch vor­handener Rest Zwiebeln zu 20 das Pfund verkauft.

* 102 Fefdplündrrer verurteilt. In Deumen waren beim Rittergut während der (Einte nachts Hunderte von Perwnen erwischt worden, als sie ein Eibfenfeld plünderten. Die Felddiebe sind zum größten Teck ermittelt. Jetzt wurden vom Schöffen- geliebt Weißenfels 102 von ihnen mit je einer Woche Haft bestraft. Emire, die scharf geschaffen hatten, i 13 Dezember 1919.

erl)*1 leuergefccbT milPosiräubern. Wie stark in bet Die Vorbereitungen zur Durchführung der Vertei- ietziaeu Zeit das Verbrechertum in den Großstädten ge- lung Nr. 10 konnten noch nicht zu ®n5e.SeMug(FV' Sn Ht SnXi Sorfätte, die sich beide in einer den. Die Waren werden im Laufe d-r nächsten Wach Nacht im Bersine? Osten abspielten, und bei denen es den Geschäften angeliefert. Näheres über dre Ausgabe in beiden Fällen zu regelrechten blutigen geuergefediten und Kopsmengen wtrd noch bekannt gemacht, zwischen ter Polizei und den D«brechern kam. Aus ---------

dem Postamt am Schlesischen Bahnhof waren zwei $« Zucker auf die eingereidjten Dezemberzucker- Kisten greaubt worben, die Wertsendungen in Höhe farten> sowie das Haustzallungsmehl auf die eingeretch- von 138 060 M?. enthielten Der Verdacht lenkte sich ien Mehlkarienabschmtte Rr. 49 flöhen vorn Dienstag auf zwei Brüder Vogel. Kriminalbeamte überraschten 0&et Mittwoch ab in den Geschäften zur Abholung be- diese an einem Abend in ihrer Wohnung, wo sie eine | rejt Ladenpreis: Sackzucker 1.*, Kandiszucker größere Gesellschaft versammelt fanden, angebflch ju 54 Mehl, 45 H das Pfund, einer Geburtstagsfeier. Während die Beamten eine ---------

Durchsuchung ter Zimmer vornahmen, krachten plötzich $er verkauf von Zwieback und Keks auf die aus«

aus Verstecken hervor 14 Schüsse, die alle drei Beamten benen «w, Steckkarten findet am nächsten Donners-

zu Boten streckten. Das Gesindel entfloh dann. Zwei » unb *rclag in den Konditoreien von Rottler und Beamten erhielten Kopfschuffe und mutzten sofort ope- werten auf jede Karte 3 Pakete

riert werden, der dritte verlor em &uge. Alle drei »wicback zu 44'bezw. 65 und 1 Paket Keks zu liegen fchwerverwundet batmeter. Auf die Flüchtlinge 'g b 60 , bas Paket. Am Donnerstag werden ist eine Belohnung von 5000 Mk. ausgeletzt. Gluck- I Nummern 1 bis 1600, am Freitag werten die sicher war die Polizei in dem zweiten Fall. Es war gtummern 1G01 bis 35OO bedient, ihr bekannt geworden, daß ein Postwagen, ter vom I _________

Anhalter Bahnhof zum Postamt 11 fuhr, beraubt wer- . . .. ...

den sollte. Es legten sich also eine Anzahl Kriminal- Die Fell- und Zleischansgabe wird für tee betten beamten auf die Lauer und folgten dem Wagen. Kurz kommenden Wochen gemetnsam Ende nächster Woche

vor dem Ziel fuhr plötzlich ein Militärauto an den Post- ftattfinten. Infolgedessen sind die ?kkl- und Fleisch- wagen hnan, drei maskierte Männer stürzten sich auf 1 ** ------M,,h m"*u

die Postbeamten, hielten ihnen die Revolver vor die Brust, raubten einen Postsack, ter Wertsendungen im Werte von 200 000 Mark enthielt. Unterdessen waren die Polizeibeamten herangekommen, doch die Räuber

sordert worden. . .

Diese Anteutungen sind natürsich nur etn klemes Beispiel ans der unalückseligen Verkettung aller Um« tönte, die sich in den Dokumenten widerspiegeln. Wenn­steich nach dem Vorwort der Herausgeber die Akten tes früheren Ktiegsministeriums sowie des General- . "" . »-»Hrrz Mariä-

und Admiralstabs bei ter knapp bemeßenen Zett ntcht drawrnt rn Pr.,N Chr,^ M. m^PrPr. u. bearbeitet werden konnten, scheint doch eine ziemlich ,,"2| m" Sc-en i d. Marienkopelle.

lückenlose Wiedergabe des aus deutscher Sette vorlieoen- ^^"5 a.j - Stadtpsarrkirne- (Kollekte

den Materials in dem Werke enthalten zu fern. Mn | & ^^jsatjucverein.) 5'/, stom., 5S/* M. u. Kam.

ehrsichen Willen zum Besten auf deutscher Seite wird ! , Dlenftmäschen-Kon rega'ton, 61/« M. u Kon. f. d.

kein Unbefangener leugnen können. Aber das Buch I Pun, fr., 8 M. u. Pr. (t. «djulgb ), 9V«

schildert auch die Tragödie halb ohnmächtigen Sich- I Pr., 11 M. u. Pr <2. «rtulflö.i, 9*/, C r. f d Jungt,

treibenlasiens von Schlammfluten, die fest Iahrzehn- t b. Sevcrik L>/. Bruderschaft °-d. Todesanch d Scrrn -Ä« BSäSS

XzWfSÄWtt

bemerken:Eine völlige Aufhellung aller Vorgänge I rcrii'afl3 >,,7 MichaclSkirch«. Än allen Werktagen

wird sich nur dann erreichen taffen, wenn die ehemals I 6ct Abve-iszelt mit Ausnahme der Montage mordens 7 feindlichen Staaten sich entschließen könnten, Roraieamt, vorher Ausl. d. Kom. Herz-Jeju-Hetm. mit derselben rückhaltlosen Offenheit ihre Urkunden dem g zruhm., 8 Amt m. Pr., 2 ä. (Mittwoch abends 8 Publikum der ganzen Welt vorzulegen, wie es die A.) Frauenberg. 5. «/«6,. */87 u. 7 M., 8 »ruber- ßen und kleinen Zwischen Kabinetten, Regierungen und S- *-9ren b. unten. cmp!anuni» m. -pr. Bölkern könnte dann vielleicht trotz allem zum Abbau Evangetttcher Wotieebkn*

des Haffes, der die gegenseitigen Beziehungen vergiftet, I Sonntag, 14. Dezember. Vormittags 9S ®up. heitraaen. I Ruhl, 11 Kinder lotlesbienst, nachmittag» 2 Psarrer

oeutußen. , I ^eber. Blederftein. Vormittags 9 Pfarrer Rctch.