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Freitag, 12. De-em-er (Sil#.
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Köhler.
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In einem Telegramm vom 24. Sufi teilt der Bot« Matter !r Paris, Schoen, an den Auswärtige Amt mit, man sei in Paris der Ansicht, daß Oesterreich-
mit" Serbien zu diskutieren. Hier steht folgende Bemerkung: „UÜimata erfüllt man, oder nicht. Wer man diskutiert nicht mehr! Daher der Same/;
Fulda, den T"Viv.x^-y 1919.
Sreis-Lmtah-Stnreromk. 5. D
ig -.ft auch e*cc5
4,— * 2-50 «M.
1, 50 «M. IM <ti 1,50 M 1,— <M,
Besonders ungnädig geht der Kaiser mit einem Bericht des deutschen Boftchafters in London um, «eichen der Staatssekretär Jago« am 25. Juli 1914 dem Kaiser unterbreitet. 3n diesem Bericht werden die An- schcu'tngetr Sir Edward Treys über die Lage wie« dergegedcn. Die kaiserliche Randbemerkung lehnt entschieden febes Einmischen Greys in den Gang der Dinge ab. In dem Bericht ist auch die Rede davon, daß Grey erwarte,daß es deutschem Einfluß m Wien gelänge, unerfüllbare Forderungen zu Urtier= drucken. Dazu bemerkt der Kaiser: «Wie tonrnre >ch dazu! Geht mich gar nichts an! Was heißt uncrtuH« bar? Die Kerle haben Agitation mit Mord gcmchen —v —r.rr. . —k.» * der weiteren Be-
Die Technische R-thUfe.
Von Dr rer. pol A. Schidlitzk y-Verlin.
In unterer starkbewegten und unsicheren Zeit, wo Ordnung. Moral, Pflicht- und Zusammengehorlgkeit-,- aesühl durch beit Krieg fo gelitten haben, ist es nmwv-- dig geworden, tatkräftig bte ALgememheck meKbem je iy schützen. Es gilt ein Chaos, tote es b«e schichte bis jetzt rielleicht nur in Rußland zu verzech- nen hatte, in unserem Vaterland« zu verhüten, und nur rnüsie.1 nach diesem blutigen Kriege wieder 'n eine Zeck hineinkommen, in der das Menschenleben wieder hc-h-r
flrwa^cK»' i>Br Personc'i ron <*■
aus -M Nachdargeöiet.
H-- ütifieL Im Gastwirts- und Hoielgewerbs ist ein T a r i s o « r t r a g zustande gekommen, wonach vom 1. Januar ab die Trinkgelder in Wegfall kommen. Die Angestellten erhalten alsdann feste töt« mstung bei zehnstündiger Arbeitszeit. Auf Sie Sprckru und Getränke werden Zuschläge von 8 bis 25 Prozent erhoben. -
A 3*n<L Der Referendar Hans Venator aus Des,ar: und besten Gattin Sötte geb. Körner aus Halle, p r o- msvierten vor der juristischen Fakultät unserer Hochschule gemeinsam zum Dr. jur. Das Thema der Dokiorarbeiten war dem staatsrechtlichen Gebiete entnommen. Es dürfte wohl bas erste gemeinsam-- Doktoreramen eines Ehepaares an einer deutschen Universitär gewesen sein-
»Wer hat ihn daza ermächtigt? Das ist f«hr bumm! «rht ihn garnichis an. da es lediglich Oefterr«chs Sache ist, was es hierbei z» tun gedenkt! Nachher heißt es bann, •emw schrei acht, Deutschland hat nicht gewallt! Tschrr- ichky soll den Unsinn ge*äfiiaft losten! Mit den Serben muh aufgeräumt werden und zwar seht! bald.
„^abe ist bis ernt S: :ur Afttze!'. Eine ruhice
Regierung zu beklagen, deren 'Benehmen sei völlig korrekt." Dazu schreibt der Kaiser an den Rand: „Don- nettoeiiCk i ' Pöunales teilt des weiteren die Demrch- iungen Saionows mit, daß das Ziel, die Vernichtung Serbiens s-i. Hierzu bemerkt der Kaiser: „Wäre auch
Niederschrift!)
Aul eine Telegramm der- Reichskanzlers vom 26. Juli 1914 an den Kaiser, in welchem der Kanzler rät, solange Rußland keine feindliche Aktion vornehme, ruhige Haltung tii bewahren, schreibt der Koster:
'........ - «- Mtz»» imoirr
ldes Mimatums) völlig unmöglich machen würde. Die '^Randbemerkung des Kaisers lautet hier:
»Den Samtkchak räumen! Dann ist der Sra» kehl iofart ba. Dvn mich Oesterreich unbebrngt so- ‘°rt mieherheben, um hi« Eiirtgnng Serbiens, Montene- oto< mtb das Erreichen des Steele seitens der Serben zu hi/tbernl*
An dem gleichen Bericht finden sich bte weiteren langen ..Blödsinn mtd kindisch", letzteres als da- die Rede ist, daß der österreichische Kriegsmmister '«ui Urlaub gehen wolle, um jeder Beunruhigung vor- äi-beugen. In einem weiteren Bericht des Botschafters selben Tage wird mitgeteilt, daß die Rare so > ‘ sein werde, daß bereit Annahme so gut wie tei". In einer Randbemerkung fordert rr -r ' ! . ft aß inan ..unbedingi" zu einem ..energischen ftr.nchlusie" ivMmen müste Es ist mehrfach in dm ^‘rickien von diesem Tage die Rede davon, daß bte Uk!-?igabe des Ultimatums an Serbien bis nach der M-reiie des Herrn Poincare aus Petersburg verschoben sollte. Duveils schreibt der Kaiser hier an den
Eggten bekannten Bericht des ,Beri. Lok.-Anz." I gogi 1? Stmi 1914, in welchem die alarmierenden Mit- teihmgm von den russischen Kriegsrüstun- |tB mthaltm waren . Der Kaiser schrieb salgendes enben Rand:
JJta, endlich haben Me Rusten hie Starren aus gedeckt! ®et” in Deutschland jetzt noch nicht glaubt, baß vom Msto-Gallien mit Hochdruck ans ehren baldigen Krieg ! »eatn uns hingewirkt wird, und wir dementsprechende H^wmßregeln ergreifen mästen, der verdient, umgehend in; Irrenhaus noch Dalldorf geschickt zu wer- tat! Stramme neue E-eitern und Monopole md die 38 000 nicht Eingestellten sofort in »ie Armee und die Marine hinein! ®.e
Die knedrizianische Tonart der kaiserlichen Randbemerkungen setzt sich noch eine MchiWmlefort.N ändert sich aber doch erheklltch, als dte Dingek r r t nch wurden und als der Ausbruch eines Krieges von filchem Msmatz nicht mchr zu verhüten tii. ©cni ichrchies Urteil über England und namentl.ch über Gr^. den er -''nmal in einer Randbemerkung etnen .fcüschen einen Ästchen Halunkenft nenn ehrt auch 'n Beurteilung der Vku'dnisstage mck Pulaarien und der Türkei, in den Erörterungen m-.t Satten imb C - A--[anb über ihre Stellungnahme vneder. ® rfc. «> unterlassen, diese Acußemngen des Kasiers,dte zum Teu peinlicher Natur sind, hier zu wiederholen.
Die bisherigen Auszeichnungen genügen ift amtz, um darzutun, h: welcher Atmosphäre der Kaiser sich be- .-ueate und in welcher er von gewissen Seiten gc-l.M.^- lich' gehalten rvuxde. Auch dieser Umstand trug nu,,t zuletzt zu unserem Unglücke bet
st-vrr Botschafter in Petereb'irg, . - s u 12 l e e. teck- “ti Kater dem 21. Juli einen Be-icht an b:r. Reichs- *®yler über eine Unterredung, dir er m-r dem, Mr- fftller Sasonow hotte. Daselbst kommt u. a die Sendung vor: „Des Wiener Kabinett habe nicht den dEkingstrn Grund, sich über die Haltung der iecbischen
Is,a,st1ttch,r tSDiteebUie.
Tamstag, 13. Dezember. BorabendgotteSdiemt 4,15, morgens 8,30, nachm. 3,30, SadbathauSuang S,10 Uhr.-- WochengotteSdtenst: morgens 7,15. nachm. 4,15, aben. S 5,05 Uhr.
_Em« brillante Leifitmg fist emc Frist von blvs 48 Siunhcrt. Das ist mehr, als man eraxirten. birrfte! Ein großer moralischer Ersolg für Bien; ober damit fallt ■ - - -------d fort und Orefel (der Se-
! ruhig in Belgmd bieibm sollen-
Der Kreicauoschuß bat auf Grund dc 5 1 Abf. •_ des Umsatz-Steuergesetzes rem 26. Sali 19 ■ den steuer- pilichstqrn EiMivrrbrnvch der eardwirke frr dar Saftr tf.-X'- -ach mlrend-in ERdeüsstlsiett Mgo.ttz»:
fallende Tier zu berechnen. , 2. Ergänztmgsbchchau.
Die Tierärzte erholten für jeden Fall der Ergtüt^ zvngsbeschim ohne Rücksicht auf. die ItergoUur.g ent» GrMhr von 6 X Bei Untersuchungen außerhalb des Wohnortes (trenn die Entfernung des Wohnortes ^vom. Befchsvort mehr als 2 Km. beträgt! stehen den Ater 8rycn neben den Gebühren an s-ayrtkasten biejemgeck Satze zu, die noch den jeweistgen Bestimmungen über die 'Reiiekosten der Staatsbeamten den Beamten der 5. Rangklaffs zustehen. Die Tierärzte dürfen ber aus. toadigen Ulüerinchungen nach ihrer Wohl (Sebuyreu oder ein Tagegeld von 10 «M berechnen. Werden »So bühren herecknet, fo dürfen für den gleichen TaZ Wagegelder nicht gefordert werden. Umgekehrt schließt der Bslua von Tagegeldern für den gle'chen -rag dte Berechnung don Gebühren aus. Tagegelder dür-en fve ei''.kn Tas nur einmal gefordert werden.
Hinsichtlich der Kosten der Untersuchung der in tvt öfietuliches Schlachthaus gelangenden Schlachtiure und der Kosten der durch Deichlüsie der Lchlachthansgemctn. den anyevrdneie« Untersuchung des nicht im dffechKHeu Schlachüreus ausgefchlachtetm früchen Fleisches, sowie hinstcktlich der für diese Utckersuchjmgen -n, erhebenden Gebühren perdlristt "es bei den b-f-nderra ßSsstzltH-m Lest'mvmntzen. .
Dee rorstfhendr neue EchühMrarft irtit mit rem 15 Rovewbcr 1919 in Kraft. (L. IL $594;)
Kassel, am 8. November 1910.
Der Ue^erungs-Präsideril. 3. L: Lewald.
Dsrstchende, im Amtsblatt vorn 1-tz- d. M . e. -?5’, sersfreniftch-e Gebkhrenvrdnrrng bringt ich hiermn zt:c Kenntnis der Beteiligten.
F n l-d a, der: 23. N-s-mL-r 1919.
Der Lundrat. 3- D: Köhler.
r dem 21. Saft 1914 schickt der Botschafter in tinoyel, Wanzenheim, ein Telegrvmrn an das iige Amt, in welche-n er sagt, daß nicht >«r ss l ll a r i e n, iondern auch Rumänien und dte . ■■ 11 e t sich ruckhaillos auf die Seite des Dreibundes Nelle:; — hier schreibt der Kaiser dazu: „Na?" -- wenn - -eftorrnch Serbien eine gehörige Lektion erteilt, -.n -witr fehlen1 Satz schreibt der Kaiser: „Das gebe der
vemischtes.
* ft$« Hälfte oller Diamanten in Amerika. Dir Amerikaner haben in der letzten Zeit Riesenmengen von Diamanten angekcust. Schätzungsweise in btefem Jahre allein für 10 J Millioner. Dollar. Dte Hälfte aller Diamanten der West im Gesamtwerte von 4 Milliarden Dollar, durste sich fetzt in Amerika befinden.
»«ndbemerkimge« Kaiser Wilhelms IL
«^deutschen Dokumentezum K r i r g s- »asbruch. die soeben der Oeffentlichkeit übergeben
sind, stellen nicht etwa eint Auslese, sondern vollständige Sammlung aller beutfdicn f^totnente, die für den Kriegsausbruch und feine Br- Teilung io Frage kommen, dar. Sie sind von Karl züsarmnengestellt und von Graf Mar Mont» und Prof. Walther Schücking herausgegeben.
Ey hat die Dokumente durchaus in ihrer urlvrüna- Fasiung gelaffen. Selbst .Schreibfehler wurden übernommen Die Aktenstücke sind vollständig für K gestellt, jegliche Kritik, oder auch »onftige, ein Wtrt- StU darstellende Bemerkungen find unterlassen.
Lui die Dookumente selbst wollen wir in diesem -dchlmmenhaug nicht eingehen. Wir möchten uns viek- “X^ben Randbemerkungen Kaiser Wil- Helms H. zwvenden, die sich hie und da auf den „
L^tinercn Aktenstücken finden und von denen schon I und müfftn geduckt werden.* Zu der weiteren Be>
i, fange im Sn« und Auslände gemunkelt wird. Es j merkung des Jagvw-Berichtes, wonach Grey mit Dr-
aber gleich bemerkt, daß selbst nach der Fest- I stimmtheit bamii rechnet, daß wir mit Forderungen,
tiittung der Herausgeber einen entscheidenden I die offenkundig den Zweck haben, den Krieg herbe^u- einfluß auf den Gang der Dinge diese kaiserlichen I führe», uns nicht identifizieren würden, beme'st der Randgloflm nicht hatten. Bielsach sind, soweit es I Kaiser: „Das ist eine ungeheure britische UnvMchamt- r.4. Um Weisungen handelte, diese gar nicht zur I hxst. Ich bin nicht berufen, » la Grey Se. Majestät Ausführung gekommen, andere Verfügungen oder I dem Kaiser (Franz Soseph) Lorschrift"n über die Watz M-nserklärungen kamen für die Entscheidung ; u l xung seiner Ehre zu machen'/' Iagow versah den Bot- tpät un6 wieder andere Bemerkungen erklären sich I schaiterbericht mit der Bemerkung, daß der Bvnqafter
Aeußerungen einer momentanen Stimmung. I in London Instruktionen erhalten habe, daß wrr die gerade m den letzteren aber wird man vielfach geneigt I österreichischen Forderungen nicht klmnten, sie aber als un — und die Gegenseite ist schon sehr eifrig dabei, I interne Fragen Oesterreich-Ungarns betrachteten, auf Siese Dinge entsprechcrid pelstüch auszunutzen, — eine | feie uns Einwirkung nicht zustande. Dazu bemerkt der -umzeichmmg der ganzen Umwelt, in welcher sich der I Kaiser: ' . . t'***
tsito baoegie und in welcher er durch bestimmte I „Richtig! Das fall Grey aber recht emft uns deimich y; fJW, Umgdmg «* fori«eW *.d», M jrt«! 'sÄ« ’ ÄS
I® f£. fRrt«?v»rnRert tefee« «Ui iw» Smm rinn I Dettctteidj'Uugiirtt ttnb anderen Großmächten auf eine
Ke kwseEchen A'Nibglosie. > e^en * bet bein .bm I fteKeS Das ist uneihört! Serbien ch eim
rotge$tgien bekannten Bsüht des ^Berl. Lok.«Anz. I Räuberbande, bte für «erbrechen gefotzt werden mutz. f -T -mix ---m------' 9(6 merbe mich in nichts einmischen. was d«
Kiiiser zu beurteilen allem befugt nti 3ch habe mefe Depesche erwartet und sie überrascht mich nicht. Echt brit. Denkweise und hemblasiend befehlende Art, bte -ch abgelehm hoben will! Wilhelm, I. R.
Diele Randbemerkung ist dem Auswärtigen Amt noch am 23. Sufi von Balholm, wo der Kaiser sich auf der Nordlandrcise beiemb, telegraphisch miigetetit worden und am 24. Juli, 5.55 Uhr vormittags, dort etn«
Aotschaster in Wien, Herr von Tschirsky, an den Reichs« furnier. Er führte aus. es fei vielfach der Wunicki, „es , ------ — — ------- —, .
mfifle einmal gründlich mit den Serben abgerechnet I aus den übrigen Randbemerkungen ersehen^ konnte, werden". Diesen Satz hat der Kaiser unterstrichen und I nicht sehr groß. Mer auch wrdere hohe Permnlichkci- dazu bemerkt: „Setzt oder nie!" Tschirschky schreibt I ren mußten sich in diesen ftandschriMchm Anmerkmt- weiter in diesem Bericht folgeitins: „Sch benutze jeden I gen des Kaisers eine herbe Kritik gefallen lassen. 4n Anlaß, um ruhig, aber sehr uückdrucküch und ernst I einem Bericht des Getondten tn Belgrad au das Aus- vor übereilten Schritten zu warnen." Dazu bemerkt märtige Amt vom 24. ^uh l914. rn welchem es -lci^. bc Kaiser: ' I daß her Ministerrat unter dem Vorsitz des ^ronp-mz-
.Wer hat ihn dazu ermächtigt? Das ist sehr bumm! I Regenten getagt habe, knüpft der Kaiser die Bemerkung:
Ni»!.. ;i—--:L. — s~- uuu runI gg scheint» S. M» haben sich gedruckt!
" Wie der Kaiser mit dem Reichskanzler Bethmau Hollwea und feinen Anschauungen umging, wog noch in Kurze vermerkt sein. Der Reichskanzler richtete unter dem 25. Sufi ein Telgrgmm an den Kaller, 3n ' wHrfmtter« in Wien I m welchem er mittellte, daß er vom Eher des Mmiral-
Em weiteren Bericht des Boftchafters tn ®5tc ftQbcs fc?r Marine erfahren W- daß der Kaiser mit jn das Auswärtige Amt vom 14. Sufi 1914 hecht es, i . . M^ssr.«r-l»aramni feer i^lotre Be-
daß der Kaller Franz Soseph der Ansicht zuneige, „daß Rücksicht W^f.TÄegramm^ der ^o^e.« m Serbien 3» Ä ! W SifTeStitt S- ^Der Kanzler bittet mit Rücksicht
& ..AfcLgtt I auf die BeunnHiguna. die durch eine solche Maßnahme
Wei^iittg tschirschky. emerkt M I entstehen könne, feine certrüb'e Heiwrsik feer Flotte
-dench., daß man noch darüber ..achsinne, welch. Fo I < Telearomm ist im Original "om
dir Serbien eine Mnahme | 3«^* Zahlreiche
Worte sind vom Kaller zweimal, unterstrichen, mit Ai:s- rufmms- und Fragezeichen versehen. An der Spitze des Telegramms steht die Bemerkung^ „Unglaubliche Zumvdmg!" Unter Bezugnakmie aus die Worte „ein Wolis-Tclegramm" schreibt der Kaiser:
„Unerhört! Ill mir gcrnid)t emgekallen'.!! Aus ine Melbuna meiner Gesandten von -bei Mobilmachung m Belgrad! Diese tatxr Mobilmachung Rutzlands nach 'ich ziehen! Sn diesem Falle muß ich meine Streitmacht zu n-ftrtz, und zu Waller b s i s a m m t n Haden. In der Osts« llt kein einziges Sch-'"!! Ich pflege im übrigen miiitärllche Maßnaht'ien nicht noch einem Wolsitele- aramm zu treffen, sondern nach d« allgemeinen Lage Md d« da! der Zivilkanzler noch mmt begriffen! Wenn Rubtznd mobil macht, nn-tz meine g'otie fchon in viüre s»m, di» föhn llr nachhause!" (Die Sperrungen bezeich« nen bte Üm-nrrmchunmn des Kaisers im Lrigmal bet
Ämtli iuzeigeu
ertufrxnethiune für Zi« Schl-chtviA' B1* SW' , beschau und Irichivevbeschav.
Unter Aufhebung bet Gebührenordnung vom 12. «Qrm5- <gig (2L Bl. S. 21 und 22) bestimme ich «ft Ä b« O4 Ads. 2 des Gesetzes, betreffenb die Ausführung des Schlachtvieh- und Fleifchbeschau^fetzes vom AI. Suni 1902 und mit Ermächtigung der Herren Minister für Landwirischaft, Domänen und rzorften und für Bolkswoblfabrt widermflich bis auf weiteres .o.gcnhei» Ordentliche Beschau.
Den Fleischbeschauern (ohne Rücksicht kirauf.^od sie approbierte Tierärzte oder Laien sind) und dm ^ri- chinenbeschauern stehen für bte innerhalb tag* bigfeit der Laienbefchauer vorgenommene SGachtmeh- unb Fleischbeschau zusammen und für ine Trichinenschau salzende Gebühren zu:
1. für ein Rind (ausschl. Kalberi
2. für ein Schwein (einschl. Trichmenichau)
3, für ein Schwein (ausfchl- Tnchinen.chau)
4. ür ein sonstiges Stück Klemv-eh (Kalber, Schafe, Ziegen ujw.)
5. für ein Schwein (Trichrnenfchau oaetu) a) einen ganzen Tierkörper b) eine Speckseite oder em sonstiges
Flrischstück
Die Gebühr fiir die ausschließlich dsn Dera^ton sorbeholtene Schlachtvieh« und Fleischbeschau , bei Em- husern betragt 6 -Ä, dazu Fahrtkosten wie bet der Er«
4 und W voller Höhe auch dann zu zcihlen. wenn W viehbeslbau ohne nachfolgende Fleischbeschau oder wenn lediglich eine Fleischbeschau stattfindei.
Liegt der Befchauort 2 Km. ober mehr von dem Wohnort des Beschauers entfernt, so erbohen sich me Gebühreir zu 1 bis 3 um 50 vom Hundert, wenn e»
1 sich nur um die Untersuchung eines Tieres handeir.
Gebühren sind sür ein Tier m voller Hohe zu entrichten, wenn der Beschauer sich<wf Anmeldung M Schlachtstätte begeben hat, eine Untersuchung aber nicht vornehmen kann, well der Tlerbefitzer die veabfichtigie Schlachdma tiufgegeben oder verschoben hat. -
Werden auf gleichem Wege m dem gleichen Gehöfte wehrerr Tiere unterfuHt, so ist m dei'' -u 1 bis 5 nur fiir ein Tier die volle Gebühr uno für die übrigen nur die Hälfte der Gebühren zu> oe- redmett. Gehören in solchen Fallen die Tiere verschiedenen Brntzsm. so ist, wenn die Tiere unter dw gleiche Gebährenklasse fallen, ine hiernach eintretendr Kmz-mg gleichmäßig au? alle Tiere zu verteilen und wenn es sich um Tiere verschiedener Gedührenklasirn handelt, die volle Gebühr für das unter die höchste Gebuhrenkiaste
Mißstände nickt treffen. Wir rvctden nicht zu, einer besieren ftukunit gelangen, wenn nicht jeder Einzelne von uns dazu beiträgt, unb den Dillen Hai, baß es -rndsrs werten muß Unstr ganzes Volk muß aus feiner LÄstW^ö wtiber erwachen.-es dan n'cht-osatten. htz #6 m'fpb.' Mft frischem Geiste und-'W ?an H-:r»si Einzrlne daran erb?!.'rr.. Wn r?i>
Li.i rtclv- r'rrtchenbes Feld in tiefer vir« n-t feie „Techmfchr Aothstfe".
S Die Revolution Hai dsm werktätigen Balke das Koalitions- und Streikrecht gebracht, ta. j bis dahin nur teilweise bestanden hat. Don unvenmi- l wörtlichen Dolksgenollen wird nun bicfes rem wtrt« I schostfiche Kampsmittel zu politisch-terroristischen Zwef- I ken gebraucht. Gelegenüich des letzten Metallorberter- I ftreifs in Berfin konnte einwandfrei leftgestclli werden, I daß ahne wirtschaftliche Grunde, und unter VorlMge« [i$nq falscher Tatsachen Arbeiterkategorien w den «treck getrieben wurden. Dabei hat es sich vorwiegend nicht um Arbeiter in reinen kapitalistischen Belneden ye- I hanbelt, sondern um solche Kreise der Arbeckerschost. dn. in Beiricben beschäftigt waren, die der Allgemeinhe.t, I , B Gas und Elektrizität liefern. Es fern ber. I Fuhren: nicht darauf an, wirtschaftliche Forde- I runaen der Arbeiterschaft burchzusetzen, sondern polt - I tische Ziele sollten erreicht werden: bas Maos, bas l in einer plötzlich verdunkelten Stadt wn> Berlin entstehen mußte und der Umsturz. Dabei tollte keine I RÜckfinn aus bas Volksganze genommen Werden. Aus dem Munde einer dieser Führer konnte man Horen, daß es einerlei sei, ob die Säugfinge chck Milch erhielten oder ob Kranke operiert werden konmen. Rur der persönliche, pol'ckische Ehrgeiz schreibt diesen Menschen die Richtlinien ihres Handelns vor und nicht Mck- gesuhl mib Rücksicht auf die Allgemeinheit, aus den em« -einen Mimenschqn. . I
Neben üsn bereits erwaymen lebenswichi'.gen Le- I
werde keinerlei serbische Territorien be- « roi_ und Elektrizität gibt es noch eine R-ihe anfprucken". Dazu bemerkt der Kaiser am Rande: I anfcerer, Qn fernen die Allgemeinheit stark mterehteri qt, „Nel! den Samtschak muß es wiedernehmen, | Don denen das Leben und die Gesundheit emes i^ctt fgr.ft kommen die Serben an die Adria." Den ganzen I Mttgiiedes der Allgemeinheit abhöngt; es.sind dies I mnt„- i Bericht kennzeichnet der Kaiser in einer Schlüßanmei- I <;S'<agermfrfe. Poft, Telegraph, Eisenbahn, Landwrrt-
I kvna als: „Schwächlich!" Nachdem nun aber b;e serbl- «Ag* und Bergl'au. Sn all diesen Betrieben ynd Ar- - - q - ■ । Mw Antwortnote auf das österreichische Ulttmatum dem Seiten, Notstands- Erboltmtgsarbesten erforderlich, da- Kaiser befannigtgeben worden war, hat er seinen mit unser Volk nicht plötzlich auf einem TrurnrnerM Standpunkt, daß mit aller Energie durchgegriffen wer- j iteM größer und schrecklicher wäre, ais das dulden müsie. geändert. Offenbar ist auch chm das I tiqfte Schlacht feld des vergangenen Krieges. Sei ettil« ’ ~ *— vollständig überrascht gt« I Icoun£, tiefer Betriebe gingen nicht nur Menschenleben
betreffende Note folgende I Grunde, nein, auch die Ärbeitsmöglichkeiten für viele | Taufende der Ueberlebenben würden für die Zukunft unwiederbringlich verloren gehen. Wir, die mir in einer Gemeinschaft leben, die wir voneinander abyanmg sind, dürfen nicht achtlos daran vorbeigehen, wenn Dte Eftstenz dieser Gemeinschaft, die Grundlagen unseres DÄeins und di« Fundamente unserer Kultur auf dem
5n demselben Telegramm stellte der Kanzler die Bitte um 5J: iticilunc, wo und ivann der Kaiser „an Land steifen" werde, damit er zum Vortrag kommen für re. Die Forte „au Lmid steifen" uniert reich', der «tnifer n. verficht fit am Rande mit zwei Ausrusun^s- -e-chch. Ä: den Tckiutz ick^eibi der Kaller: ..<3 r "< 2ftnmttn*. Sch towmr drrfti! 6t;-; Lftdpchk: Au; Zn t-ctere: -ft.'sr chftchrs Ersüche-, des Kaml»rs rorn 26. Ätli um Zmückhft'.ung drr HvH- ffi-ftatte 'n Norseorn.- kchol ter .ftoistr 'errrrgu.ch a'». Er schreibt an de« Rand:' „Meine Flotte Marfchsrd-u: nach Kiel und dahin fährt sie!"
Randbemerkung als „Quatsch!" Dieses Wort erfreut sich überhaupt einer außerordentlichen Beliebtheit beim Kaiser. Es kehrt in Verbindung mit den anderen War- » - -7- ™ .. h . rA
fern „Blech!" und „Blödsinn!" immer wieder. An die °n emer anberen Stelle Dochtes sü^de. sich die
Schltchbemerkung des Artikels, daß Rußland neu« Ratchbemerkung .Quatsch! und WM «chluß sicht de.
kolossale Rüstungen laut Abmachungen mit Frankreich I Hondvermkrk.^oerklau.ufiertes Ltzch. Sn, fögt b« Kaiser die Aeußertmg an: „Was Der Botschafter m ® mein Generalftab behauptet Hai." And« Spitze ] dem 24. Susi an das Mswart^e^ ^erreich des Blattes, auf welchem der oben erwähnte Artikel oerzeichnet ist, schreibt der Kaiser: „Das verlangt eine klare bündige Antwort durch die Tat!"
Bon größter Erftsr^idimg für den Beginn des Krieges war bekanntlich das österreichische tt 111 ‘
a n Sc r b t e n ttnb die Stell'-rngnahme der Regierung dazu. Die früher veröfseMichten Dokumente hoben den Nachweis zu führen versucht und auch er« kracht, daß die Reichsleitung alles unter« , --- -< nahm, um auf Oesterrei ch«Ungarn dämp« I ftE' 9e > •
fand einzuwirkeu und die letzten Konsequenzen I ®ntgcgentomnw btr <5erb«t za vermeiden. Die kaiferlichen^andbemerkungen * «r schneb unter bte m ben betreffenden Aktenstücken geben freilich nicht I a$ort£ ; dasselbe Bild, haben aber, wie gesagt, auf bin Gang Sh"X"4 S
der Dinge keinen Einfluß gehabt. Wir führen nach« stunden. Das ftt mi
stehend einige dieser Randglossen zu den wichtigeren I stiegsgrunl Bsstchten der Botschafter usw. an, ohne uns im ein« I sandte in Belgrad) hätte —
zelnut auf ihre Rrftik emzulassev. I Daraufhin hätte 'ch niemals Mobilmachung de°
- .*» W !*£««*« *” !”* I »•«f.’-Lfe. ]_ « Ww Wkta 51« & «i«6 «W «i»l -u-, N*
I-UN die Zusammenfassung >der Kräfte zur Aufrechtexhsl- tuna der lebenswichtigen Betriebe betrifft, so ist von Reichswegen bic „Technische N 01hilfc" geschaf- sen worden. 3n ihrem Rahmen kann feder nach seiner Veranlagung und Vorbillumg soziale Arbeit. Arbeit nn. Interests der Allgemeinheit, leifien; jeder trägt durch den freiwilligen Beitritt zur „Techischeu Rochüse" zur Erhaltung der Lebensmöglichkeiten seiner Angchorigen, seiner Bfftmknschen bei. Die „Technische otoihtlfe" ist keine politische Kampforgantfation. sie steht über allen Parteien, üe bient nicht den Interessen Einzelner, sondern der Eesamtheir. Und damit dies auch gewährleistet ist, muß jeder ohne Unterschied der Partei unb des Standes in der „Technischen Nothilfe" Mitwirken. Die , Technifchr Nochilse" ist keine Strcikbre<hereraon'- iativn, und die Notbelfer leisten keine Streikbrecherar« beii. Es werden ja nur hie Arbeiten geleistet, dis von allen gewerlschoftlichen Richtungen in Fällen vv't Streiks stets als unter allen Umständen ftt serrichtends bezeichnet wurden. Das Streikrecht hat dn ferne natürlichen Grenzr», wo die Existenz der Alltzsyieinheit und das Leben unserer Mitmenschen auf dem Speie stehen. Sie stehen aber am dem Spiele, wenn Gar. Wasicr. Elektrizität fehlen, wenn die Lebensmsttevrans« porte ovsblsibsn. Wenn die Denmhnchtigungsmittel ierfegen. wenn die Ernten bei unserer Lebensmtttel- knoppheft verderl-sn und dis Bergwerke versaufen. Es erübrigt nrn. tie Möglichkeiten mit efi «hren Folgen m dieser Hinsicht avs.zumalen, da jedem Einzelnen aus dem. täglichen Leben Beispiele genügend zum Nachdenken Deranlasiung geben werden.
Ist einma! die Organisation geschaffen, haben sich genügend freiwillige Nothelfer der „Technischen Not- Hilfe" vir Perft-gung gestellt, dann wirb die Zeit poli- ttiich-terroriftiftl-er und wilder Streiks vorbei fein, Dan» wird auch das Ausland wieder Verlrauen zu der LeistungsfSdigkest des, drmfthen Balkes bekommen. Das bedeutet aber, daß untere Mark auf dem mternaitonalen Markt an Kaustrsst gewinnt, und wir zu billigeren Pr-eifen Rohftosie und Lebensmittel erhalten. Die Fvlae davon ist. daß dem Warenmangel entgegengear» drftet wird, und wenn erst der Warenmangel beseitigt ist. wirb auch dos Schieberttim verschwunden fein. So nrdft das eine m bas anbete über. Es können noch soviel Veriügungcn und (stesetze erlassen werben, sie cS»: werben die Wurzel des Uebcls der herrschenden