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Huldaer

Versammlung zeigt«, daß der Bollsverein eine vor-

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März

Erste GewimlzleLmg

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MWüW«8i>er5Me ob den ZeWsikl

ehr, und der Alte Laden.

Druck der Fuldaer Aetiendruckerei in Fulda

weilte, und der tu die richtige Durchfi Deutschland wieder

Er wandte sich an den ^ommeryerr», wie

der ZentrumrprogrammS hteter Weltstellung bringen

Aller ist überragt von dem Gedanken, datz d,e aufnchkg« Nächstenliebe daS Kennzeichen des wahrm Heiland». janaerS ist. AuS dem flutenden Berliner Leben hera^ sind die einzelnen Gestalten genommen. Psychologisch fein sind sie gezeichnet. Prachtfiguren find die drm gräflichen Schwestern Alma, Adined, Anna, dre Hofdame Gräfin Handell, der Dominikaner Pater Eusebius, d«i

digr Diskussion. Auf alle gegni nur so hagelten, folgte prompt i

den). BerlagSanstalt

Der Verfasser, ein standen, in einer von

katholischer Priester, hat c§ bet* Anfang bis zu Ende spannenden , wie die Liebe eine Brücke zwr.

Menzchenherzen schlägt, tote sie dre Kluft zwr«

beschlagnahmten Z lion Kilo beliefen-

JS. 283.

Ti-nStag, 9. D-icmd-r 1919.

UUUliy gutuu-K*.!*#*** LZ, . .----*--e r

möchten daS schöne Buch als Gefchenkwerk f*ir nachten bestens empfehlen.

cher gerichtet, im Bezirk eines jeden zur schleimigen Lburtälung von Schlei Preistreiberei und anderen damit zusamrm «n Skaftaten an. Für da- Verfahren der $

-c.-u___,r_______ ich diese Ser«

sammlung hcü'merNich zur ÄusNänmg und Scheidung der Geister beigetragen.

um eine Lkrieg-rvereinrsahne hmchev. - ,

dem Bastwrck mneckkimsichen OMiMm r^ Kaufpreis von 1OOO Mk. angeboten. Der Kauf wurde aber abgeiehn». Es

vermischter.

« «««rutsch im Saargebiet. Durch ba$ «rhal- tende Regenwetier der letzten Tage rst auf der Saar« bahnstrecke »wischen Ganzen und Wiltrngen ern ge- waltiaer Bergrutsch eingetreten. Dre Erdmanen haben beide Gleise 'überschüttet, sodatz der Verkehr »wischen Trier und Saarbrücken vollständig unter- t rochen ist. Der Personenverkehr wrrd »ach Mog« lichkeit durch Umsteigeu aufrecht erhalten.

Deutsche Mrdd-figke«.^ 5» der m

Jakob Sonntag, Gastwirt in Oppenh-mfew onparb. Es wurde

Jugendbüryereren dieselbe beifall,ae Aufnahme finden wie die vom gleichen bewährten Herausgeber geleitete Bibliothek wertvoller Novellen und Erzählungen zu der sie eine bedeutsame Ergänzung bildet! Möge auch fie dazu beitragen, oie Familie und Jugend r« so de-, denklichem Maste bedrohende Flut der Schmutzliteratur, fernzuhalten: die stärkste Wehr dagegen ist eben die Darbietung guter Lektüre l

Die Brücke bet Liebe. Eine Erzählung aus Berlin von Hubertus-Kraft Grat Strachwitz (Kurt von Letz«

rfonen vom Handel. Wir dürfen annehmen, daß ch diese Wuchersserichte mV ihre« Möglichkeiten v«. rfter Bestrafung eine tetidgenbe und abschreckende rfung ausgeübt wird.

Neben diesen Maßnahmen, die der Bekämpfung bes

wirb für besonders sltzoere Fälle bes Schleichhandel g-h ber vorsätzlichen Preistreiberei Zuchthaus bis m 5 Jahren angedwht.. Schließlich ist eme nttw Lars« Etrafvorschrist gegen das in jüngster Zett im« E mehr überhandnchmrnde Derschleben le« ,11«®e8-«98. i»-.

Fi . al <n. (*n Ma Mi Iwinnii0T4

Der Schatten.

:R»U1O!I onn Arthur »inckler-Tomienbero

Großenlüder. Vom 1. Januar 1920 an werden hier drei Bezugsstellen für die Fuldaer Zeitung einge- richtet. Die erste Verteilungsstelle in der Bahnhofstraße hat Herr Kauimaim Andreas Odenwald übernom­men. In der Mitte des Ortes übernimmt Herr Gast« wirt Valentin Hasenau und am Ende der Orte« Herr Agent Wilhelm Möller die tügllche Ausgabe der Zeitung. Die Bezieher der Fuldaer Zeitung »er­ben gebeten, jetzt schon die Bestellung bei her ihnen am bequemsten liegenden Bezugsstelle für da» 1. Viertel­jahr 1920 zu bewirken, damit keine Unterbrechung im Bezüge entsteht. Wenn die Zeitung bei einem dies« Agenten abgeholt wird und bas ist sehr zu empfehlen, ermäßigt sich her vierteljährige Bezugspreis um 60 Pf., sie kostet also nur 4,20 Mk., statt 4,80 Mk. Wer bte Zeitung ins Haus getragen wünscht, hat 4,80 Mk. zu Alen. Di» Bettage find, rote seither, stets mit der Bestellung im voraus zu entrichten. Damit wird end­lich für unseren Ort ein ficher« Zeitungsdienst einge« richtet, der es jedem Bezieher ermöglicht, alsbald nach Eintreffen des Zuges das Neueste des Tages zu lesen. Ohne Zweifel wttd sich die Bezirherzahl in Großen« (über jetzt noch weiter vermehren. Auch für mwere Orte der verschiedenen Bahnstrecken ist die Errichdmg fa cher Agenturen in Vorbereitung. Hoffentlich gelingt es, die Durchführung bee Plane» noch vor dem 1. <a« ! rmar zu ermöglichen.

Schlitz. Unsere Gemeindevertretung bringt de- Obstbanmzucht rege3 Interesse entgegen.

Aus dem Nasvargevier.

Scheidung der Geist«.

Bachrain. In der am Sonntag cchgehalteneu Berlämmlung des hiesigen kath. Arbett«vereins. zu welch« alle Arbett« von Bachra'm eingeladen waren, erschien auch zaktteich« Besuch von auswärts, beson­ders von Fulda. Mim erwartete wieder einen Kampf der Weltanschauungen und wollte diesmal die rote Sache besser verteidigen als da Ge­nosse Haase, da kl'mllch in Künzell so glanzend herein- gefallen war. Nach den Referaten des Pfcwrers Rilez und,des Sekretärs Holler gab es eilte fast dreiftün-

imW^sten"zu mrstopfen, fowett «möglich kst. Es ist natürüch unmöglich, zwischen dem besetzten imvdrm unbesetzten Deutschland eine Zollgrenze zu errichten, da hie Zollgrenze nur mit ben Neichsgrenzen zusammen- fflUm tonn. Ab« man hat unmittelbar vor dem be­schien Gebiet eine Auffanger-Organisation zur Er-as-

hüt« und neue Nummern in buntestem Durcheinander wurden hervorgeholt, um das Christentum und dir Christlichen mundtot zu machen. Ader ber von den betben Rednern vertreten« Standpunkt, daß man n t ch t Überzeugter Christ und (Hel$jeitig überzeugter Sozialdemotrat s^ konue, ist so fest, daß feder Ansturm ohne Muhe glatt abge­schlagen wurde. Selbst die Genossen von sfafaa kann« ten dem Herrn Pfarrer Ruez ihre Hochachtimg und Anerkennung nicht versagen. Daß die (Bemmen den Sekretär Holler nicht mehr zum Schlußwort kommen ließen, war ebenso ein Zeichen ihr« mangelhaften

er iKKiHJfe ihm seine Eröffnungen g Haupte der Familie. Er schrieb'.

Exzellenz! I-urch wunder!) sehmlg «mkfen, daß Orgcs 2k?

Er wcren sergilbte Dlätt« bis htech« Des aut ihnen kind. mutzte sicherlich schon vor vielen» vielen Jahren ge­schrieben und seitdem vermährt worben fein

Auch die Schrift war etwa» ander» «ff bat Papier der neuen Paketes, das der Handelsherr ergriff. Er em» dielt weitere Aufzeichnungen, die bi» m die Mitte des | lachenden Jahres datiert waren, Bankauszüge, Rechmmgen >md zuletzt ein Testament. Dies Testament war ganz kurz und bestimmte Haß, falls bei des Erblassers Tod« Btt- mögen vorhanden fei, es ebenfalls wie fein sonstiger Aach laß zwischen Meta Merffchitz.unb ihrem Sohne Bruno ge­teilt werden sollte.

Röhere erbberechtigte Verwandte besitze er mchi

Diesen Peil legte Ruskin beiseite.

*;r mochte ipater erledigt werden.

Zunächst vertiefte er sich auf neue in Salzmanns Ge- stlwdnis

Ta hieß es:

«Ich arbeite und arbeite, aber es ruht teilt Segen auf fernem Tun. Wie faHte es auch feint Ich bi» ost ganz «lend und krank! Wenn ich Gellt habe, ekelt es mich cm. ®ir rst'z, o[s an jedem Stücke etwas von meiner ^mide klebte. Ich werfe es förmllch von mir und wo ich's hinweffe, stiftet re auch Verderben. Einen Faulenz« be- fiärke ich damit in seinem Tagetiebstahtt und er lernt nie­mals arbeiten. Aber ich will's nicht, das Geld. Oft komme uh dadurch plötzfich in Rot. Dann gehe ich auf meine cit£n Tage wied« betteln, wie ich einst cis Knabe ge­bettelt habe.

Aber damals war ich glücklicher, ich konnte schlafen.

Jetzt! Wie endlos lang sind die Rächte und wie IW* llch die Träume! Die Träume kommen auch, wenn ich nicht schlafe. Und dayn sind sie am schlimmsten, d:nn es tst alles wahr, was sie bringen und es gibt kein ertejen- bEs Erwachen daraus.

Wir oft habe ich im Traum vor Gericht gestanden und ich träumte, man habe mir nichts beweisen köimen,

Gemarkung 160 Apfelhochstämme angepflanzt.

he fiaffat Das hiesige Wohnungsamt hatte ge­gen drei hiesige Z« tungen Strafan- trag gestellt, weil sic sich an eine Verordnung des Wohnungsamtes nicht gefetjtt hotten, die ihnen die Auf- nähme von Wohnungsanzeigen untersagte. 3n dem Termin vor der Sttafkammer beantragte der Staats« anwall eine Geldstrafe von 1000 Mark. Das Gerecht erkannte aber auf Freispruch, da die Verordnung des ' teungültig sei.Dor-mi­ch nüt dem Gedanken getragen,

bat gestanden. Genehmigen Sie, drtz Konrad sofort kommt zu Ihrem sehr glücklichen Ruskin.'

Der Handelsherr stand auf. Das Paket schloß er l» ein sicheres Fach des Geldfchrankes, dir Depeschen nahm er art sich Er wollte sie selbst mffgebem

Aiff einmal blieb er stellen.

Roch lebte Salzmmm, noch konnte er leben.

Aber die Bedenken des Gewlssenhafteu zerstostcn so- «ort. Mochte er leben! Sa, mochte er gar, xos zwar un­denkbar schien, genesen! Das Bekenntnis war bedingungs­los des Empfängers Eigmtum und übrigens bei ihm, bei Inge und der Familie Evens gut aufgehoben. Unb dann jenen anderen allen Halle er noch keine Ra men genannt. Sie würden feinem Worte glauben, selbst sann, wenn er sich vorbehiclt, ben Namen erft später zu offenbaren.

Er zog dm Mantel an und ging nach dem Tele- grckphenamt.

Wie elastisch er schrill, wie frei und fest!

Sa, in dieser Stunde war der Schallen gewichen, für immer, für alle Zett. Nur ein beklemmendes Schmerz- gesühl ergriff ihn noch, wenn er der Armen gedachte, bte damals einer verruchten Tat zum Opfer gefallen warm Vor allem feiner so namenlos glücklichen Schwester unb Alfred Mattens.

Als Ruskin von feinem Gange zurückkam, zog eben ein Radler an der tzausmeisteralockeEin Brief für Herrn Ruskin," sagte er, als dieser ben Schlüssel hervornahm.

Der Handelsherr erschrak.

Der bin ich selbst." Er empfing das Schreiben aus ber Hand des Loten.

Der hatte schon fein Rad bestiegen unb mar ttn Dunkel verschwunden, als Ruskin unter der Laterne stand und kos:

.^eiT Solzinonn ist soeben fünft entschlasin. ©ein letzter Wunlch war, daß ich es Ihnen sofort melde.

Dr. Schleedors.

In früher Morgenstunde fRusfin hatte vor Auf­regung fast gar nicht geschlafen scheuchte ihn das Ant­worttelegramm Inges empor. Es lautete:

Innigstgelicbter Papa!

Ganz wirr vor Glück. Begreife noch gar nichts Labet-? sihieibt, ich diktiere. Wir fahren morgen heim Weitz Konrad alles ? Seine dankbare Inge *

kFortsetzung folgt.).

Tonnen unb Oete und Fette mit 650 Tonnen. An Obst unb Gemüse wurden 270 Tonnen unb an Eiern 5% Tonnen beschlagnahmt. Die Menge de» beschiaa- mhmten Zuckers belief sich aus fast 50 Tomten. An weiteren Nähnnttteln fielen mchr als 70 Tomen m die Hände der Beamten. Dtnu kamen noch die nicht «Nttheblichen Oetreibe- unb Startoftetaengen, die ber stonfiskotton verfielen. Wes in allem handelt es sich um recht erhebliche Mengen, bte ben Schiebmi und Schleichhändlern abgejagt und der Mgemeinhett der Versorgungsberechtigten zugeführt werden konnten.

man müsse mich nun fteisprechrm, bann trafen plötzlich die Toten selbst herein, gingen an dm Richterttfch in» legten Zeugnis wider mich ab. , , , , !

Wie ost stand ich unter*m Galgen und bet Henker legte wir den Strick um den Hals!

Sn Schweiß gebadet bin ich dann erwacht Das Herz schlug mir zum Zerspringen.

Manchmal dachte ich: Mach' ein Ende! Das ist fern Sebert, mach' em Ende! Sende diese Aufzeichrurngen ber Staatsanwaltschaft, damit du gerichtet wirst und Ruhe be­kommst. Ruhe des Todes.

Wer wenn ich so well war, kam die Feighell über mich unb ich konnte es nicht tun, nicht einmal zulassen, daß es andere taten.

Reiflich «ar ich an meinem Schreibtische emgefchla- fcn. Die ganze Nacht vorhtt hatte ich wieder einmal wach gelegen, und nun übermannte mich die Tlübigfeit. Ms ich aufwachte, stand Meta am offenen Schreibtischfache, in bem diese Papiere lagen. Mll Entsetzen erfüllte mich ber (Bebaute, dass sie etwas gesehen, gelesen haben könnte. Rein, ich werbe mich niemals stellen unb so die Qual enden. . .

, Ruskin hat viel für mich getan. Er weiß w nicht, wie unwürdig ich feiner Güte, gerade seiner Güte bin.

~ Man hat mich bestohlen! Nir fehlt ein Blatt, und ich weiß nicht, roer es hat, weiß nicht, was es emhält! Schreckliche Tage habe ich verbracht. Ich traue niemand

I mehr!

Kann ich tiefes BÄermtttts einer Bank zur Dermal,- | rung übergeben?

Wenn nun tüt Einbruch geschähe! Wertpapiere muß die Dank ersetzen. Mein Geheimnis kann sie mit niemals wiedergebmi. Ich bin bann in eines Diebes Hand'

Bei einem Notar bin ich am sichersten. Er verwahrt bei sich keine großen Summen. Er lockt die Spitzbuben nicht. So will ich denn alles versiegeln, und erst roctm dies etenbe Leben ein Ende genommen hat, darf er die Siegel lösen.

Dann werden Menschen meinem Andenken ;:ue;en, aber Manschen rache erreicht mich nicht mehr.

(5ott weiß auch so alles, ohne daß ich e ch^nsch n beichie ihm mutz ich's anheimstellen."

| Ruskin richtete sich aus m seinem Stuhle.

Aufwendung erheblicher Dritte! eine ^trttrtfft fdjanen, die PensionZvieh au 8 a llenT eil en Thür ing e nS aufnehmen soll. Ter Vertrag nut der hiesigen Ge­meinde ist bereits abgeschlossen.

AuS Oberheffen und den hrfi. Aemieeu.

(t\ Riederklein (Kr. Kirchhain). Dem Ruft des B olksv er eins f ür das kath o lisch c Deutsch­land waren die Einwohner von Nredernem am Sonntag, den 7. Dezember, tit ftattilget L>ahl ge« folgt. Herr Pfarrer Hild legte zu Anfang dre rrch« tiae Aufklärungsarbeit des Bolksvererns dar und forderte zur Werbearbeit für diesen wrchtrgen Verein auf. Hierauf schilderte Parterftkretär Muller- Marburg die Lage des katholischen BolksterlS tm neuen Deutschland und seine ZukunftSausgaben aus sozialpolitischem und kulturellem ©ebtete. Pfarrer Stlb gab dann ein anschauliches Bild von der Tätialett der Zentrumspartei und von den Pariet- verhLltnisien tm Kirchhainer Kreistag. Mit beson­derer Freude lauschte dre Versammlung der Rede des Herrn StudienratS Dr. Feldpausch aus Gelsenkirchen, der als Gast in ferner Hermatgemeinde

Dalken des allen Gebäudes bte au' dem Scheunmi- bstoden verborgen aufgcftapelten öu Zentner Kartoffeln nicht zu tragen vermochten.

Aus Gerfa und Umgebung.

(Si Dermbach. Unter Deteüigung ber GutsbLsitzer und Landwirte des 4. Verwaltungsbezirks wurde em Arbeitgeberverband der Landwirte ms Leben 9erttAnSaIteniwtbbditt. Die hiesige Hut tn einet Ausdehnung von etwa 400 Hektar wird gegenwärtig

mürbe weiter versucht, die Fahne an den tm Koblenzer Kasino befindlichen Offizterklub zu verkauf«.

* Münchener Theaterikandate. Bei der Grstanf» führuna vonSchloß 23etterftein", einem sehrfreien Stück, in den Münchener Kammerspielen, kam. es z» einem Theaterskandal. Die Vorstellung mußte zeitweise unterbrochen werden, Darsteller und Esffellerter ver­suchten vergebens an der Rampe duS Publikum zs beruhigen. Biele, vor allem Frauen, verliehe« daS Theater. Dann wurde weitergespielt, aber zum Schluß gab eS neuen Skandal. Aehnlich, nur etwas geltnder oing es im Münchener Schauspielhause zu, wo die Uraufführung von Heinrich Lautensacks Schaufpiel DaS Gelübde" mit der Darstellung katholischtt KulluShandlungen auf der Bühne einen Teil des Publikums in Helle Entrüstung versetzte, so daß ge­zischt und auf Hausschlüsseln gepfiffen wurde.

Literarisches-

guraewTHIte Novellen von Theodor ^Stoitn. Mit einer Einführung, Einleitungen unb Anmerkungen, 6erau3aeaeben von Pros. Dr. Otto Heliinghou» Geb.. Stüchienrat, Ghmnasialdirektor a. D. Zwei Bande« Freiburg i. Br. 191», Herdersche Verlagshandlung» Geb. Mk. 16. ,

Erster Band: Marthe und ihre llhr. Im Saal. Jmrnensee. Ein grünes Blatt Drüben am ^Martt. Abseits. Unter dem Tannenbaum. In Sr <>urgen. Beim Bette- Thrilttan. Pole Poppenspalcr. Ern ttrller Musikant. Zweiter Band: Die Söhne des Sena­tors. Zur Ehronik von GrieShuu». Boffer Bai.ch- T er Schimmelreiter. Die vorliegende Ausgabe enthM, eine Auswahl vmi nicht weniger als funszehn der wertvollsten und beliebtesten Novellen SiormS, tn be* alle Gattungen feiner ErzählungSkunft vertreten und. und die zugleich ohne Bedenken sowohl m bte Volks­büchereien eingestellt, al» auch der JuZend'n dre Hand gegeben werden kann, lieber Leben, Per^onttchkett und Bedeutung des Dichter», besonder» als Novellisten, unter­richtet dieEinführung", über die einzelnen Novelle« die jeweils vorangehenden Einleitungen, unter sorg-

Er will sich nur noch seiner liierarischen Täiigkeit widmen.

Dtt bestrafte Sarloisefhamsterer.

(?) Acs dem Taunus. In Bad Sodenfim Tamrus ftürxte^bie Scheune der Landwirte Gebr. Schaer zu­sammen, wobei mehrere Kühe getötet wur-

E^e?materialffttsche Teil enchAt drei wichtige Neue- Egen. Zunächst tLd der Tatbestand des Schleich, ^ndels, der sich bisher nur auf Lebensmittel und vermittel erstreckte, auf alle öffenttich bewirtschaftete Anstände ausgedchnt. Außerdem wird nicht mehr ^Sewttbsmäßigkett des Erwerbs gefordert, sondern

Wohmmgsamtes r e ger hatte man ------ -

die biefigen Bäckereien zusammenzuleaen, um dadurch eine Ersparnis an Kohlen berbeizufichr«!. In Kassel gibt es 140 Bäckereien. Eine eingehende Prüfung ergab jedoch, daß man bet ber Zusammen- elaung wöchentlich rund 70 Zentner Kohlen sparen könne, während dadurch jedoch 90 Personen arbeitslos würden. Aus diesem Grunde wurde von der geplanten Zusammenlegung Abstand genommen.

=^eiut. Der Professor der Philosophie, Dr. Rudlof Eucken, tritt von seinem Lehramt zuruck.

Die rttffzeichmmgen selbst waren zu Ende. Es folgte nur noch eine Anweisung an den Notar» ihm, dem Staub mann Ruskin, die Papiers zu übergeben mb das Testa­ment zu vollstrecken. Eine Defttmimmg, die durch die letzt' ivilligr, persönliche Setmtbuug eigentlich gegenstandslos ge- netben war.

De« alte« Handelsherrn nm wundersam zumute.

Er Mi« dem zweifachen Mörder, dem Deimtchter sei­nes eigenen Lebensgluck« finden mögen ut aunsuGenbem Grolle. Dann wieder faßte Ihn tiefes Mitleid mil diesem Menschen, ber ja noch viel, viel unglücklicher gewesen war als er.

Ja, es kam etwas über ihn, als habe er Dalzmann zu danken! Hätte er nicht dahingeben können ohne Ge­ständnis? Wäre nicht dann der furchtbare Schatten ge­blieben, aus dessen Dunkel sie nun hrnmstraien ins sonnige Licht des Glückes und der Ehre? Sie: Inge und er! Jene guten, edlen Menschen in Leitzingen, di- so bitter mitgetttten!

Der Gedanke «n Inge und an die (inens riß ihn vollends aus allem Leide.

Jetzt gatt es zu handeln.

Richt eine Stunde länger sollte ihnen die Kenntnis von dem wunderbaren Wandel der Dinge vo-enthaltcn bleiben.

Er griff nach Feder und Papier.

Nacht mar's und die Depeschen schreckten Schlafende aus ber Ruhe, Aber wie könnt: Glückesg.wißhei: schreckhaft

! Ex Brietz Inger Adresse auf ein Blatt und bann fol­gende Worte:

Meine geliebte 2nxe! Ein Wunder geschehe, sicin Schatten mehr auf dem Namen Matten Unschuld er­wiesen Kehre bald zurück. Aller wend: fich zu vollem Glücke. Dein Sätet*

Das zweite Telegramm richtete er nach Wettzinoen. An wen? Einen Augenblick schwantte er Dann aber wer

Die 61er gekennzeichneten Maßnahmen bedeuten, wenn sie noch von der Selbsthilfe des PubMums unter- gtzt werden, ein wirksames Mittel, den Kampf gegen ucherer, Schleichhändler und andere dunkle Ehren­männer zu einem Erfolg zu führen.

Wucherer uuv Schleichhändler

- Wucher-, Schieber- und Schleichhändlertum ist VLX Krebsschaden ausgewachsen, der die wirtschaft- 6 imd moralischen Grundlagen des Reiches und 5 M zerstören droht. Wettefter Kreise des deut- 'stolkes hat fich aus diesem Grunde eine Unruhe atercofität bemächtigt, die nicht zu unterschätzen ist. KE« ist nun zu leicht geneigt, die Schuld für das JLitan dieses Unwesens der Regierung in die tu schieben. Es soll nicht geleugnet werden, was hätte geschehen können, unter- flehen ist', aber man darf auch die der Regierung 1,1 Verfügung stehende Macht nicht überschätzen.. Die imd wirksamste Hilft gegen den Krebsschaden des 2?L>rtutn5 muß vom Publikum selbst ausgehen, das ®Maft daran denken muß, fahfelbstzufchützen, L in erster Linie auf die5)intenherumbeschm- *7« unb damit auf die Unterstützung des betrugen- K« Schleichhandels verzichtet und mmachsichttich jeden ^uchttungsoerfuch zur Anzeige bringt. Daneben Ä der Staat mV feinen Mitteln Eingreifen.

ahirt ist am 1. Dezember 1919 die neue Verordnung '&te Sondergerichte gegen Schleich- , «fiel und Preis tretbereien in Kraft ge« Hl1 Sie zerfällt in drei Teile: einen strafprozeß« eimn materiellrechttichen Test und einige auf di« titibenmg des Handels von mlnuteren Elementen

tet, Ne bereits erfreuüche Ergebnisse ckrziett fytl M «ner einzigen Oktoberwoche wurden beifpielsweffe von ten vcricknidenenen Ueberrrmchungsstellen an den Nord- west-, West-, Nord- und Sudwestgrmz«t allein ins­gesamt über 950 Tonnen Butter, Schmalz und sonsti­ges Speisefett beschlagnahmt und der Reichs-