Fuldaer Aeitrrng
Truck ter Zulba« Setiendruckerei i.» ?\uibe«
Llamstag, 6. »ezemver 1919.
t; dieselben werben «mmssichtlich
non
reichteu Mrhlumtaufchksrt«,
rtefle statt.
Abholung stets pönkMch vor«
or-
Beobachtun-
Es wirb ie Zeit der
SchsräriMtm, dir sich ba bec Kartoffelversorgmig er< geben fiafeen, — es schien zur Zeit in der Stadt noch über 20000 Ztr., träte Harrshaüe Hoden noch fctnenct
8* die Lehe«mittelgeschSstte:
Dir Mehrausgabe fist die Anfang der Woche einge-
Ein schwerer Winter
steht für Jede Hausfrau bevor und «um wik. manch er Sorge um ek schmackhaftes Ensen flber- hoben, weun xer Herstellung von Sappen, Ge- müneo Salaten osw.aristaft Fleisch tmd Fett nur das
Küchen-Kleinod
Reine Speisenwürze Nr. SSV angewandt wird. Die Flasche von ca. 200 g, lange ausreichend, Mk. KTO, überall erhältlich, wo nicht, direkt vom Herkules - Nlhr- mittelwerk in Gelnhausen.
stelle zn Gunsten unversorgter Einwohner verfügt. E- ötrb dringend gebeten, die Kartoffeln anstandslos aus zuliefern, bannt UnMnchmlichkeiten erspart bleiben.
6. vezewbrr 1919. •
Sn der nächsten Woche entfällt auf jede Fctjkartc rin Zehntel Liter (90 Gr.) Speiseöl zum PrÄft van
IchO das Pfund. Die KrankenfettkortM werde» mit hiesiger Butter zu JL 6,20 bezw. .Al 5,50 das Pfund bedient. Abgabe a« b?e Dervravchrr: Freitag und Samstag. Oelausgabe «l« die Geschäfte: Lvumrstsg bei der Nahrungsmitteistrüe, Bullermmgabe: Donnerstag Nachmittag in der Molkerei.
langer der $fabt Fulda haben pro iter abzuliefern: über diese Menge
sofort atz: chluß
Kopfnumac der Selbstversorger von 5 auf 4 Zentner herabAlsesteu. Die im Kreise Fulda dadurch freiwer- dende Kartofirlmenge fall der Stadt zugeführt merbett, mck b« Erzeuger find zur Abliereruug innernctb einer bestimmt«! Frist aufgsfordert worden. Die Karteffeln sind von 6en Lcmüwtrtrrr ausfchlicßüch ter fiSdMchrv
AuckeravsMche für Dezanter:
Die DezemberzuCertarte:: steck den zur Boranmeldiwg zu ütergriwn. Dienstoa, den 4 Dezember, fist die GefiMe bei der Sortenkoairollfielle: den 10. D-zember.
Gegeben werden 2 Pfund auf den Kopf, auch etwa? KarLiszuchv' mit wrsgvgrben. T Abhotwrg wird noch mstgettat.
samtvrrband der christlichen Gewerkschaften. Da» erste Himberttausend der zroeiten Million, so lesen wir in der „Sozialen Praxis", ist schon erreicht, ein Beweis, für die Zugkraft der christlichen Arbeiterbewegung, die den (Entartungen eines überreizten Dttttcrialismus einen aufbauenden sittlichen W i l l e n gegenüber, stellt, ohne den es weder Disziplin noch Sozialismus gibt. Längst schon sind die besten Führer der Arbeiter- bewsgung anderer Richtungen von der Ueberzeugimg durchdnmgen, daß der bloße Klassenkampf- gedonkc nicht zm Befreiung der ArtMerltasie aus- reicht, sondern daß diese trr inneren der sittlichen Frei- beit, d. h. der Gebundenbett an Pflichten gegen die Ge- famchcit, bedarf, wenn aus der d-ievolvtion noch etwas Dauerhaftes zum Wohle des Proletariats herausfprin» gen soll. Die christlichen Gewerkschaften sind das Sol; der Arbeiterbewegung geworden, indem sie diese Not- wendigkctt frühzeitig erkanitten Ulld mit großem sittlichen Pathos verfochten. Mit dem Wachstum der christlichen Gewerkschaften wirb sich hoffentlich ihr starkes Etbos auch immer mehr m der übrigen Ärbeiter- fchaft durchsetzen; zunächst vielleicht erst ganz nn Men, allmählich aber auch als tiffenfimbige -reibende Kraft zum Wiederaufbau unseres wirtschaftlichen und morali-
GsLtc§dienstoc-«u»s-
Katüollfcher GotleSdtesO.
Sonntag, 7. Dez. Dom. VA6.u. Ti* 2?., V,7 peftift. M. f. d. gefall. Mitgl. t>. ManuexapLstolstrS. i. Vers. Ko«, u. Anspr.. 8 Pfarramt rn. Pr., */,10 Käthe- dralamt m. Pr., 11 Chr.. '/A2 M. m. Pr, */32 AdvrntS-2, 2 Chr.. 4 Pr. u. A., 7 A. m. «Segen u. Pr. i. d. Marienkopelle. — StatevfarrNrche. (Kollekte f. d. Bedürfnisse der Diözese.) 5V« Som.. 58/« 2S., 6’/* 'DL n. Kam. d. Männerapoftolates, 8 M. u. Br. (t. Schulgd.), 9Vi Pfarramt u. Pr., 11 M. u. Pr. (2. Schulgd.), 9V, C >r. f. d. Jüngl. i. d. Severi?., IV« Chr. f. d. Jungfr.,LV, Bruderschaft v. hl. Rosenkranz. — Pfarr- tirche zu» heilige« llleistr. »/#♦ Kam., 7 Frützm.,L Pr., Amt nt. ftont., *A5 EtzlU, 8 A. — Sodatildi. VslO. — Stocrie kirchr. Sonnrans und tnreftem-s */t7 M. — Michaelvkirchr. An allem Werktagen der Ldventszeit mit Ausnahme der Montage morgens 7 Rorarcamt. vorher Aus». d. Ko». — Hrrz-Jesu-Hel«. 6 Frühm., 8 Amt in. $r„ 2 A. (Mittwoch abends 8 8.) — Frauenberg. 5, */«6, */*7 n. 7 M., 8 Bruderschaft»«, m. Pr. «. General- kam. d. DruderschaftSmitzlicder, 9 Hochamt m. Pr., nach«. 2 Pr., A. ». ttrng. f. d. marianiscke Bruderschaft.
Montag, 8. Dez. (Fest d. unbcrL EurpfLugniS Mariä.) Dom. */«6 W. m. Segen, nach«. 5 A.) — greaenBexg. Tituterrfest d. »franziökancwrdenS (Mlatz- tag für alle Gläubigen). M. b. 5—7, 8 Rvfsnkranzm., 9 Festvr., darauf Sebitenamt m. Nuss , nachm. 8 feiert. Vesper, A. n. sakram. Stoen. Generalabsolution f. d. Tertiären. (Während d. Oktav findet jeden Nachmittag um V«5 eine Ä. z. Ehren d. unbefl. Empfängnis m. sakrament, Segen statt.)
«Svaggekisch« Gottesdienst.
Sonntag, Dezember. Vormittags 0V« Pfarrer Weder, 11 Kindergottekdienst, nachmittag» 2 Pfarrer Reich.
Dertrikung straßenweise, wie bisher, vornimrnt u. durch ihre Beauftragten die Bezugsscheine einziehm läßt. Die Verrechnung erfolgt unmittelbar zwischen dem Erzeuger und dem Verbraucher bei der Anlieferung. Für einen Zentner ist der vom Kreismrsschuß fest"' Preis von <* 11.— zuzüglich einer Anftchre ^'
Die Regierung glaubt, daß zwar dne Ausrottung dieser Dolksseuche nicht wahrschenstich fei, ober bas Frirümmmsche Mittel, nach den bisherigen beachtenswerten Ergebnissen doch für den Schutz und zurV b e u g « n g viel verspreche, so daß weitere Beobacht gen wigestellt und die Sache nachdrücklich »etter verfolgt werden löst.
Damit muß man sich vvrläostg zufrieden geben. Sn . derartigen Dingen ist die tetsdchNche Probe, die breite nnd nachhaltige Erfahrung die einzig zuverlässige Lehr- 'neisterin. Mtt persSnsichen Polemiken oder gor mit Verdächtigungen von anders denkenden Leuten wird
vormsfichtlich werden avsgegebcn: 200 ®r- IWs zu ,« 2r30, 500 Gramm Erbsen M Ji 1,40. 125 Gr. Teiawaren zu Jl 148, 75 Gr. Kartofselstärkemelst odr r Sago za 4t 0,78 bezw. 1,20 das Pftmd.
Aumevnmgen auf Derterlungskarte Mr. 10 on mi Nahwngsmittrlftelle; «nmeldfch»«ß: Mittwoch den 10. S^enÄer. " v
Die Binsgabe von Eiern für Kraute findet, wie früher schon mitgeteist. mt jedem Donaersiag «ob Freitag in der städtischen Berkarrfsstelle gegen Vorlage der vollständigen BezugsberechttgirngLkortc statt: an anderen Tagen stehen Eier m«t zur Verfügung.
Dir Streit um das Luberkulosemittek.
Die Landcsversammlung hat sich kürzsich auch mit tzxr Frage befaßt, die über die ärztlichen Fachkreise hin- = jnis die öffenllich« Meinung in lebhafte Bewegung ge- fetzt hatte: Hat Dr. Friedmann wirklich ein sicheres Hcilmittel gegen die Tuberkulose erfunden? Muß -er Staat für die allgemeine Anwendung des Mittels sorgen?
Das man wvnsäit. das glaubt man gern. So ist jmr natürlich, daß die Sranren und ihre Angchörigen fflgrä alle mitleidigen Beobachter der verhängnisvollen «ZchkL-cuche lebhafte Hoffnungen schöpfen angesichts der ozerichte über bisherige Erfolge und für die erhobenen Zweifel und Bedenken die rmr schwer Berständins finden können. Das ruhige Utteil wird auch dadurch noch besonders gefährdet, daß die Streitfrage leiber auf persönliche Gebiet ffefiboben worden ist. Bon de« Eiferern ist vielfach behauptet worden, daß die Gegnerschaft auf Neid, Eigenfmn und sonstige sirbsektioe Ursachen zurückzuführen fei. Gerade in einer solchen Frage sollten aber mir reine sachliche Gnmde und GegLngründe in Betracht kommen und ausjchlegsebend nichts anderes fein, als die gewisicnhafte Statistik der Eracbnrsie. Durch die persönliche Polemik unter den l Fachmännern ist dann leider in dem beteiligten Pubfi. Ium vielfach der häßliche Verdacht erweckt worden, die Mrückbalttmg mancher Aerzte erfolge wider befferes Astfen des persönlichen Vorteil« willen.
Die Regermig verhält sich nicht ablehnsch, über vorsichtig Sie erkennt die festgestellten Erfolge an, aber sie" glaubt iwch kein endgüMge« Urtest fällen zu können Wchemstch ist die Erklärung, daß fieaa &. Friedmann nrm feiten der Medizmalverwammg keine Schwierigkeite« gemocht werden.
2Sc«p die Haftung der Regiermkg wirklich impor- teiisch bleibt, so kann man ihr aus der Vorsicht keinen Dorwurf machen. Die Erfahrung, die wir vor einem Menschenaltcr in dem vielgepriescuen Tuberkulin de» weltb«ühmten Dr. Koch gemacht hatten, darf nicht «ergefiw werden. Der damalige Letter des Muiste- riums ftu Kultur und Medizinalwes«!, Herr v. Goßler ging zu eifrig vor in der Verherrlichung dieses ver- Metetstchon Allheilmittels, und trotz der anflmgLch gemeldeten Erfolge trat dann eine bittere Ernüchterung ein, ols sich bet näherer Prüfung zeigte, daß iter Sstm« fc>« größer war als der Nutzen. Das Kochfche Mittel >at sich dann auf die Hilfeleistung bei der Diagnose, der Erkctmtnis der Kranchett namentlich beim Bich, be- ichrichkM müsicn. Die Erinnerung an das Salvcr- sa n ist nicht ganz so bitter, aber auch diese» Mittel hat «ckchtt, daß von den ersten Hoffmmgen überraschend viel abgesttichen werden muß.
M die Heilmittel, die auf die Abtötung der Krank, heüsbazillen abzielen, leiden cm einer gewisien Emser- figfeif. Der Bazillus allein macht es nicht, sondern es kommt wesentlich darauf an, cb der Bazillus einen günstigen Nährboden findet. Die Widerstandsfähigtett des Körpers darf nicht außer acht gelasien werden. Der Regiennigsvertteter fichrte aus, die Entwicklung der Tuberkulöse in den letzten Jahren habe uns gezeigt, daß tiefer wirkende Einflüsse bei ihrer Berbreittmg mikÄkrken als nur die einfache lleberttagrmg der Bazillen. 9« der Tat ist es zweifellos, daß abgefchea von der Nervenerregung durch Angst und Not die Unterernährung bei der Berorettung der Tuberkulose eine wesentliche Rolle spielt. Darin liegt zugleich der Fingerzeig, daß bei der Hestung der Krankhett die beste Ernährung und überhaupt die Steigerung der Lebenskraft und Lebenslust in erster Linie zu beachten ist. Also dürfen mir auch in dem Falle, daß sich das Fried- maimiche Mittel weiterhin bewährt, nicht die ganze Hoffnung ausschließlich auf besten Anwendung fetzen, sondern müffen trä alten Heil- und Starkungsnnttel weiter anwmden.
Aus dem Nachbargebiet.
*♦ HLuseld, Hier hat sich eine Zwangsinnung für da? Schrsinerhandwcrk gebildet, bic am 1. Febr. nächsten Jahres in Wirksamkeit tritt.
<:) Ans der Rhön. Der Kreis Gersfeld hat einen Polizeihund beschafft, dessen Fühnmg dem Gen- darmeriewachtmeister Keil in Gersfeld übertragen worden ist. — In Thaiden bei Hilders ist die Scheune des Aloysius Zentgraf abgebrannt. — Der Kreisaus- fchuß in Gersfeld hat Mr Errichtung eines Kalkofens in Wüstensacks en durch die Hast. Hoch- und Def- bauaeseilschaft Govalski u. Co. Fulda dir Genehmigung erteilt.
* Main,. Der einstige RevolutionSgewaltig« der Stadt Frankfurt a. M., Hermann Stickelmann schüttelte, a!§ ihm vor 14 Tagen wegen schwerer Straftaten die Verhaftung drohte, Frankfurts Staub von den Füßen und begab sich unter den Schutz seiner französischen Freunde nach hier. Stickelmann wurde am 24. November auf Grund eines Steckbriefes der Staatsanivaltschast Frankfurt von hiesigen Schutzleuten auf offener Straße verhaftet und dem PolizeigefängniS zugeführt. Auf dem Transport dahin rief Stickelmann französischen Soldaten zu, sie sollten sofort der französischen Generalität Mitteilungen von seiner Festnahme machen. Der Appell verfehlte seine Wirkung nicht. Kaum befand sich Stickelmann im Gefängnis, als der maßgebende Polizeibeamte vor bie Generalität befohlen wurde, wo man dem Beamte« den Befehl erteilt, St. foforl zu entlasten, da dieser unter Frankreichs ^Schutz" stände. Die Mainzer Polizei mußte der frLnzösifcken Militärgewalt Weichen und St. sofort aus der Haft entlasten. Zu dieser Haftentlassung gibt die »Franks. Volksztg/ eine interessante Nufklärung: Stickelmann, den die Revolution 1918 vom Schloffergesellen zum Leiter des Frankfurter Marine-StcherungSdienstsZ hochwarf, «uterhieU von vornherein die engsten Beztehunge« zu den französischen BesatzungSbchörden, besonders zu den in Frankfurt weilenden französischen Offizieren. Liebe zog dte Franzose« wahrlich nicht zu vem kulturell noch wenig beleckten gewalttätige« Menschen, der tat Trunk seine Gegner niederschlug. Heut« kann es ausgesprochen werde», Stickelmann war Spion im Dienste Frankreichs und hat die Franzosen gut, nur zu gut über alle Vorgänge in der neutralen Zone und darüber hinaus unterrichtet, stellte die „schwarze Liste" über gewtfle Persönlichkeiten auf und wurde, als das Loch im Westen entstand, Schieber allerersten Ranges; er hat Hunderten Päße zur Einreise inS besetzte Gebiet von Frankfurt aus verschafft — vielfach gegen Bezahlung. Und diesen Menfcheü stellt Frankreich jetzt offijteß unter seinen Schutz. Es weiß genau, warum!
s Wiesbaden. Bei der Aufführung von „Wilhelm Kell" im Landestheater kam eS zu stürmischen vaterländische«Kundgebungen des ausverknuften Hauses. Die Folge war, daß die ftanzösische Militärbehörde jede weitere Aufführungen des floate» gefährlichen Schauspiels verbot. — Di« französische Behörde läßt durch zahlreiche französische Lehrer in kleine» Einzellchrgängen ftanzösische« Sprachunterricht en die Bevölkerung erteilen.
Weder der Wahrheit noch dem Volkswohl gedient.
Aus der christliche« «rbetterhewegmtg.
-lieber eine Million christlnher Ge- werkfchaftsmitglieder" mustert nun der Ge-
Ausgabe van Haoshallnngsmehl:
Ach bet «Sen Mehlkattenebfchmtt M. 49 werdet. 600 «ketttnt Htmsbaltungsstehl «Mäzemnehl »i 45 Pf ) tHtsaegeben. Die Abschnitte f«ck den Geschäften sofort zur Voranmeldung einzureichm. 2ldg<tbeschluß: Dienstag, den 9. Dezember. Ab^Seschtaß für die Schchäft» bet der 9 gttenkottkrollstellet Mmwoch, bett 10. Dezor.
vermischt«.
• SelbMori» eine? entdeckten E-irberS. Aus Äitr&i vor Straf« b« sich der Zeugfe.IdS-»/I Liedke von der Magbelnrrger TbwnÜ»«-ks«Le des «lrtisseri-bepittS e r f ck o s f e rt. Bei brr WerterbndS de? von den dbatonherftte' Geschützen gewonnenen zRe.
wurden urtter BeteNguna LiebkeS a n L- peiche Schiebungen führt. 2®d»r SO Personen rrmnnetr brütei ftt -eiraebt. wn bene« *** reite einige verbaftet worden find. E4 itat
utn STOi Ilio n c jitve tie. die verichNben «skStte find. HermlSsekommen tack» bte 11|:^5cIit^t6Bxrett durck einen an den Schieüevgefckäkten SfeteiH^en, der mit seiner ÄbfindimxSfwttme nick« zufrieden w«.
♦ PhoSPhMlaorr in bet daN erlichen Chery iol«.
im Ilchre 1017 wurde durch den Geologen^ Karner bei Amberg PhoSphsworiomm« feftgestcllt. Dte Erschdießnvr ilr fetzi in Angriff genommen worden, bic xtn gute» äteftrlraf zeitigte. Seit drei Dvche« wtuyee einige Hundert Tonnen PboSpberit rerl«tbibereit flC« fördert: einige Taufend Tonnen lind als förb-rprrett fest»stellt. Die Ausbeutung geschieht bttem bie Kt« «tgWereimgung deutscher Landwirte G. «r. b. H.
» Der eeee „Stbef". Noch MeKun-eri aus Ruzlanb haben die Bolschewisten febr einen «etwn AdeiO- fteati» eingefüBrt nämiich den des erblichen Proletariats"/ Infolge BesästusseS des „anSfuhreft, txh KomttocS" tvurden alle diejenigen T-xidjeWt'*’ darin aafgeiwttwttit. welche bei den letzten ttnttÄe« in WsSkau verwundet wirrdch,
* Die Stadt Venedig hat eine Krncknrrenz für täte Verbindung mit dem FestlondL «msgÄchrie- bsn. Die Bnicke — odett der Damm — soll für Autos, Wagen und Fußgänger bestimmt fein und den Eindruck der Lägünenlaudfchaft 'richt l««- trächtigen. Damit ist eint schöne künstlerische Aufgabe gestellt.
* Wilwne rechte Hand aelöhmt. Die „NOchork Tribüne" erfahrt aus' Washington, daß SSiWort die Un. terfdriften mit der lenken .Hand ausführen' muß, da die rechte gelähmt ist.
städtisch««
Der Schatten.
Asm«« von Arthur Winckler-Tannenberg.
-
Der Abeick kam. Wir sichren za Gust« Heinllch-
Ss mar der 27. Nmember 1892, der Tag, dem ich teusvoll fluchen muß, bi» ich sterbe. Ee war der Tag meines Verbrechen2, das ich mifschretbe, well ich es nicht verraten will tmd mich doch etwas zwingt, es zu be- fewen! Ich fm damals zu schwach, za feig gernef«, wich der strafenden Gerechtigkeit zu «7k>ergeben, imb ich bin imp«r schwächer, immer feiger geworden — ans tlugst nor dem Sterbe«!
Gülten Heimfch war ein wüster Gesell «nd grschap- llch rücksichtslos, verschlagen und brutal. Er btftmb sich «eiundheU'ch bester, als wir ermattet hatten, und war trvh feiner augehende« Jnlluerya trott einer Schäfte und Sfnrfjeit* der Gedanken, daß wir sehr entf der Hut feät mußten. ' •
Reben sich aus dem Schreibtische hatte er tat Mas sichen, wohl mit irgend einem fieberMenden, in Wasser »Pgelöst« Mittel. Dann imd wann nippte er daran.
Das käme von dem unsoliden Lebenswandel, sagte er I'Eend zu Malten, als er wieder einmal genippt hatte. D« fei er mit der kleinen Lame im offenen Wogen durch e Herbstnacht gefahren, und nun hätte er dte Strafe tf’te — muffe Wasser trinken, mit irgend einem ans tht O'r rtn endenden Zeuge —.
ßente! So hatte er in jenem Briefe Melanie auch genannt. Mir wirbelte es vor den Augen. Eine Weile höue und sah ich nichts. Malten stlbst führte das Ge- sprach. So bemerkte niemand den Mangel an Antell- nahme. *
llucn waren die beiden Küllkurrenten in Streit über ®,nc Kursnotierung. Heimsch stand auf, dreht e die Kurbel örr elektrischen Leitung im Rebenraum und tief: »Düte, Herr'Mallen, überzeugen Sie sich, hier häng! die Tabelle!" berufene ftoud auf und ging gleichfalls in den Ribenraum.
ilch war allein!
®ne Minute allein
-Z'er? Kerl vergift' ich'.' rannte es mir zu, mmvehte Luch in schäumendem Haffe —. Die Schocktet, die winzig
Heine Schachtel, schob mir ein unwiderstehlicher Awang in die Finger. Dies« öffneten mechanisch, und dann riefelte das Gleiche Pulver in das Wafferglas.
In diesem Augenblick tarnen die Streitenden auch schon zurück, und Hemisch sagte, in diesem Fall« Hütte sein Kon- kurrettt rocht. Dann seien feine Berechnung«! wirklich auf ganz falscher Grundlage ausgestellt, und er werde sie morgen neu durcharbeiten lasten. Freilich, eine Hoffnung auf Tmigung wollte er nicht erwecken, denn GeMst bleibt Geschäft. Da kenne er keine Gemütlichkeit. Was er allein machen könne, teile er mtt keinem anderen.
Das war feine letzte LrklSrung und wir gingen.
Ich bin im Traume, in einem fiedenvilden Traum« Me Stuten himck und zum Wag«! gegangen. Ms wir dann fuhren, zischelte ee in mir: Jetzt, jetzt trinkt er den Tod — tmd eiskalt schaff «s mir dmch die Adern.
Am anderen Morgen erschien bei «ns die Kriminal, polizei und verhaftete Alfred Matten. Zugleich wnrbe eine umfaffende und gründliche Haussuchung vargenommen. Ich selbst half dabei mit großem (Etter!
Hundertmal hetzte es mich auf, zu fliehen. Aber bann würde ich mich ja verraten haben. Deshalb blieb ich. In Todesangst zwar — aber ich blieb. Noch fchirn man nicht zu misten, daß ich an der Nnterhandliu^ beteiligt gewesen war. Ein Angestellter des Ermordeten hatte nur gehört, daß dieser mtt Malt«! für den Abend »entbreitete, und Malten hatte natürlich, als die Polizei zu ihm kam, ferne« Augenblick geleugnet, der Einladung gefolgt zu sein.
Aber er würde gewiß bei feiner Vernehmung erwähnen, daß ich ihn begleitet hätte, fchen um mich als Zeugen zu haben, lind dann? — Dann war ich iin gleichen Der. dachte mit ihm. Mich fchüitekten Angst und Grauen. Ein Gefängnisbeamter kam und forderte rntzh auf, 2) alten zu besuchen. Er wollte mir Lollmachten geben für das Geschäft während seiner Abwesenheit.
Frau Jngeborg Malten, die junge Gattin des Beschtll- bigten. lag vor Schreck auf den Tod krank. Tetegraphifch hatte fte chren Bruder noch rufen können, der erst in zwei Tagen erwartet werden durste. So fiel alle geschäftliche SkrantmOrtung auf mich. O, ich war ihr gewachsen, ich hatte fleißig und viel gelernt in den langem Jahren, da ich, von der Pieke auf, im Hause Alfred Malten war. Aber ine Seele hätte frei, das Gewi>7en rein fein müffen. so mies ftat»* ick te-s guter Sachverwalter und
ließ olles gehen, wie er ging, nur mit mir und meinen eigenen Sorgen beschäftigt.
Meinen .Herrn fand ich völlig oermchiot.
Man hatte ihn dem ersten 8er hör unterzogen und ihm das Zeitunarblatt oorgeleot, ans dem von seiner Hand die Todesdrohung stand.
Er unteftchrteb die Dollinach! und brach daun in tht verzweiflungsvolles Jammern aus.
Er wollte tot fern — nicht, anderes mehr, damit feinem Erben, den er bald erwartete, dir Schande eine« Ee- richtsurtells erspart bleibe. Er iah sich verloren, rettungslos verloren und lehnte jeden Trost ab. Ich habe nie geglaubt, daß ein Menn, brr fo sorglos hefte: durchs Leben schritt, mit einem Schlage so verzagt, so ganz mutlos fein könnte.
Da durchzuckte mich cm furchtbarer Gedanke.
Wenn ick feinen Wunsch erfüllte, erfuhr die Welt *• mefe, daß ich an jenem Abend mH bei Herrrstch gennftn war. Jeder Verdacht wich von mir, ich war'frei und sicher. In diese Erwägung Hinern klung sein letfts Flel>en, der letzte Liebesdienst, den ihm dn Mensch nach erweisen könnte, wäre — «rch ihm Gift.
Der gut«, alte Wörter, brr unser Gespräch beaufsichtigte, konnte nicht länger stummer Zuhörer fein. Er trat zu dem Verzweifelten und suchte ihn zu begütigen. Aus Gott verwies er ihn und auf die Richt-r, die auch Herzen hätten. ,
Mü fiteren Augen schaute Mollen über den Alten hin- nteg und sah, wie ich eine kleine Schachtel unter das Blatt Papier schob, dos er eb-m unterzeichnet hatte.
Es leuchtete out in dellen stieren Augen. Er h-ut mich fofort begriffen. Auch ich gab fein Sache verloren und hatte bie einzige Rettung bereit gehalten.
Barsch rotes er des Wächters Mitteid ab und tret auf mich zu. Er nahm meine Hand in die seine und dankte mit einem einzigen Händedruck. Darm ging er an den Tisch, ans dent das Papier lag. Es schien, als wolle er noch einmal leien, ob die 9 oHmadjt richtig sei. Dabei schob er die winzig ‘lerne Sckechtel in rte Tolch '.
Sein Schwager werde kememn und alles ordnen, dem übergehe er Meld und Kind, sowie all fein Besitztum, dem soll ich sagen, wie treu ich ihm gedient habe.
Und bmt-i wußte ich gehen.
Frei fichrr vor jckern Verdacht, aber «an tat zweifacher äRStaer.
D«k Katffmam! Eoch Ädakbrri Rurkta kam
Er far.b feine Schwester in hächster Lebensgefahr, seinen Schvmzrr tat.
Die ruchlose Lüge, auf der meine N-ttrng ruhte, mußte ich aistrecht erhallen. Müßte fit mtt Beun les stütze». Stuf dem Errichte gab man Ruskin in üte Akten. Er fast bas Aeitmtgsblatt mit ben Drvhworten von Mullens Hand. Ich »ervollst-mdigte ihm dir Grroihheit s-.o MrlllAts Schrkd. indem ich ihm tagte, dtesrr hab sie mir festf: eingrftondrn. Die ärztliche Untersuchung dtr Toten endlich ergeb, daß beide utt demselben E st gellorden tosten. Plan schloß die Akten. Sie Sache war aufgeklSrt, sc dunkel irmr.er di« Gründe bl-eiben mochten.
3e die GtSnbe.
Wer Malten konnte, »ermochte nicht zu glaube«, daß er um fchiiecken Geldes willen einen Mord beging. Auch hatte nur der Verlust von Tauferchen, een vielen Tausenden, aber ktanswegs feine Existenz auf bem Spiele gestanden. Dazu war das Geschäft zu fest begründet. Malten selbst zu reich.
Wer wollte da die Gründe erforschen?
Und wer sollte cs auch tun?
Ein Kind, em kleines Kind, bei d-ffen Geburt llngr- borg Ratten starb, war übrig und bas nahm Nuskin mit in se-ne ferne Heimat. Das Unternehmen ging ein, da das Kind ein Mädchen uw. Ich selbst leitete die ?lbwick» lung aller Geschäft-.
Ruskin war mir dankbar und wollte rmck, b-en ein« ftgen Mftwissrr der Tat, stumm hakten- Er geb mir e!n reiches -Legat aus der ttarchlaflenschait der Firma Steifen und forderte mich auf, mit ihm zu kommen, mich selbständig zu nmchen. «ch tagte mir ferne volle v.nterst>itzung für alle Arten ju.
Der der Seit war ich frei und rein.
Also auch ser dieftm Manne, über dellen Geschwister ich bas furchlbarite Unglück gebracht batta.
Bor Gott bin ich oerslucht, hier auf Erden jetzt und einst im 3enfttte. Oder ist seine Gnade fo unendlick, b-r wenn ich's recht bereue, er auch mir rergrben tarnt? P da« wüßtet —
^finrifetzung folgt)’