Einzelbild herunterladen
 

Auldaer Leitung

>,er Acitensrrr er.! i* 1 * ,?alda

4'

Die Elektrisierung.

uns auch zwang, bac bereits in sie Fahrleuungsamagen K Eingebaute Kupfer für die Derteftzigung des Bater- ; (anbes zu opfern. Zu nennen find noch bereits eiet» irisierte Teilstrecken im fchlestfchen Gebirge, in Baden unb In Bayern. Die gesamte Länge der Strecken, die

■ fftunvv!cyuiiy vu uuyviivtiuiiuj«i W9V ****1 )***,»■ *■***,

> 30Q Millionen Mark beziffern kann. Drittens eine Verringerung der Kohlenkosten auf die Hälfte. Augen-

Sland der Liga-Spiele -er hesfischen «reifer.

t und jedenfalls leichter auszubessern als maschinell: I am I Einrichtungen. I in i

to i! tu Jillitr n» tt-m» trfili-

Kleines zeullleton

I

l

die Flecke aus.

pw

i

i

i *

1

i

t

Entstehung der christlichen Gewerkschaften" berzu« wohnen. Der Bonrag wurde mit großem -versau ausgenommen. In der Diskussion wurden von den Herren Schmidt, Matt und Parteisekretär Fuller u. a. die Organisation der Waldarbeiter und Un­regungen zu sozialen Wahlen besprochen.

Haltung des mecklenburgischen Ministeriums, das sich schützend vor den ekelhaften Magnus Hirfchfeld- Schmarr stellt. O Deutschland hoch in Ehren!

Literarisches

„Die za tzäupten Zrährst Haren", Gedicht- von Heiur. Ruppe l. (^m Pfeil-Verlag Reuters (Oberhessen) 1919).

Ruppel» Gedichtsammlung aehört «n dem Schönsten, was die Slot der Zeit geboren hat. Wie einst Heinrich d. Kleist, so nagt R. der Schmerz um sein Vaterland am Herzen; aber er ist glücklicher, er glaubt doch noch an einen neuen Tag, unsere Kinder werden das „Früh- rot- einer besseren Zeit genießen. Ruppels Lieder vom großen Sterben da draußen in Flandern, vor Dpern klingen ergreifend schön. Sm „Gräberfrieden" hat dem Bluten ein Ende bereitet und des deutschen Volkes Herrlichkeit begraben; das Buch des Friedens ist das Buch der Schande. Mitten in das Elend schrillt Baz und Fiedel, die Toten werden vergessen; der „Toten- tanz- erweckt Stimmungen aus Bürgers „Leonore". Aber auch andere Töne weiß der Dichter zu schlagen. So treffen den echten Volksliederton: „Lied einer Braut-, „Stückknechtlied im Maien", „die Soldatenbraut-, „Rosen im Oktoberschnee-; es sind Perlen für einen Komponisten. Seine Lieder sind voll Glauben an Gott, Liebe und Heimat, die hessische Scholle. Ruppel ist ein Sohn unserer engeren hessischen Heimat, er lebt in Homberg a. d. E. Dr. Th. M.

Rundschreiben Nr. 24,19.

Nach einer Mitteilung des Landesfleischarni-L ^allt vom 1 Dezember d. I. ab das Reichsdrittel aus dem. Hautemehrerlös weg. Der Häntezuschlag für die Tier- Halter beträgt von diesem Tage ab sechs Zehntel; der Reü verbleibt dem Kommunalverband, den dieser ;e- doch nicht in bar einzieben darf, sondern zur Senkung der Fleischpreise zu verwenden hat.

Kassel, den 28. November 1919.

VezicksfleischsteNe.

Str Vorsitzende: gez. v. Papp enheim.

herabgemindert. Dadurch werden also 80 Proz. Fracht- schesen erspart aber auch ebensoviel Frachtraum, was von ungeheurer Bedeutung ist. Obenorem benyi Trockenei eine ganz unbegrenzre HaltbarkettWre ver«. lautet, haben sich mehrere chinesische Gesellschaften ge^> bildet, welche getrocknete ©ter nach Europa begw. Teutschlmtd liefern wolle«.

— Gefährdet das Rauchen die wechstche Schön­heit? In einer Zeit, wo die Frau noch Gleichberech­tigung mit dem Manne strebt, glauben viele junge Damen diesen Anspruch auf Gleichberechtigung am besten dadurch zu beweisen, daß sie sich neben anderen männlichen Gewohnheiten das Rauchen angewohnen. Und in der Tat sind wir noch nie früher so meiert zigarettenrouchenden Mädchen und Frauen begegnet, wie in der letzten Zeit. Und nun ist es interessarü zu hören, was ein Porträtmaler in einem Londoner Blatt über das Rauchen der Mädchen sagt. Er habe näm­lich an meist bildhübschen Mädchen zwei Fehler mr Antlitz wahrgenommen, die auf unmäßiges Rauchen zurückzusühren seien: erstens frühzeitige Falten an den Mundwinkeln, sowie zweitens eine hervorstehende Un­terlippe. Beide Schönheitsfehler habe er, so bemerkte der Maler höchst ungalanterweise, anfangs erst auf vermehrte Schwatzhaitigkett der jetzigen Generation des schwachen Geschlechts zurückgesührt. Das moderne Mädchen sei aber in Wahrheit weniger schwatzhaft als das früherer Generationen und ziehe es vor, statt eine vernünftige Unterhaltung zu führen, sich auf Sofa und Stühlen hernmzurekeln, mit den Beinen zu wippen und dabei zu rauchen. Die Falte in den Mundwinkeln und die heworstehende Unterlippe feien nun nichts anderes als Wirkungen des starken Verbrauches von Zigaretten. Er habe dies einwandfrei festgestellt und zwar durch die Gegenproben. Denn im Gesicht hüb­

scher junger Mädchen, die höchstens dann und wann dem Genüsse einer Zigarette frönten, seien keine der , beiden Fehler zu scheu. Es ist daher an der Zeit,

vor dem Zigarettenrauchen der Mädchen und Frauen

zu warnen. Mädchen und Frauen, die in Punkte Schönheit etwas zu verlieren haben, seien die Beobach­

tungen des Londoner Porträtmalers ans Herz gelegt. Das Nichtrauchen hat noch niemandem geschadet, be­sonders der Schönheit nicht.

— Ein in den Schmutz gefallener Regenschirm läßt sich am besten reinigen, wenn man den Schmutz mit trvcknen läßt, nachdem man den Regenschirm daheim ausgespannt hat. Dann bürstet man 'hn einfach mit einer weichen Bürste sauber. Sollten doch noch Sch'.nutzflecke vorhanden fein, was von dem Sion abhängt, der zum Ueberzug verwendet wurde, so reibt man mit einem in Brennspiritus getauchten Läppchen

vermischtes.

* Aus bem Raubzug getötet In Fürstenwalde versuchten zwei Männer den vor einer Äaerne stehenden Posten zu überreden, die Regrmentskasse -u rauben und das Geld zu teilen- Als der Posten sie verhaften wollte, ergriffen die beiden die flucht. Ter Poüen ’*n6 und töee beide.

* Cin Zentner Silbergeld beschlagnahmt. Der Schmuggel mit gemünztem und ungemünztem »über steht infolge des hohen Silberwertes in voller -Blute. Auf dem Schlesischen Guterbahnhof in Berlin war eine Kiste, die angeblich Senfenten enthalten sollte, da­durch ausgefallen, daß ihr wirkliches Gewicht mst dem auf dem Frachtbrief angegebenen nicht übereinfnmirae. Um sich davon zu überzeugen, ob Diebe einen Teu des Inhalts der Kiste gestohlen hätten, wurde sie gcoftnet Es fanden sich darin deutsche, österreichische und russi­sche Silbermünzen. Die Kriminalpolizei stellte fest, daß alle Angaben in dem Frachtbrief scilfch wären und auch als Absender eine falfcnc Adresse angegeben war. Als Empfänger war der Berliner Vertreter einer wurt- tembergischen Metallwarenfabrik angegeben, der, als er vernommen wurde, nun auch noch erklärte, daß er weder den Absender kenne noch von dem Inhalt der Sendung etwas wisse, also auch als Empfänger nicht in Betracht komme. Anscheinend ist aber der Name des Adressaten die einzig richtige Eintragung in dem Fracht­brief. In der Wohnung des Industrieoertreters fand die Kriminalpolizei auch noch weiteres Silbergeld.

* Die Kinos stehen ht München infolge Streikes leer, sie sollen auf einen Antrag des Magistrats für MöbeNagerungZräume und für Notwohnungen' ver­wandt werden.

auffällige Wandlung? Nun. es handelt sich lediglich um einen feg. „geselligen Fehler", der durchaus nichts Schlimmes zu bedeuten hat Und auch leicht beseitigt werden tarnt, wenn man nur Geduld besitzt und die rechten Mittel anwendet. Die Hauptsache ist, das Kind öfter mit anderen Kindern, ja auch mit Erwachsenen zusammen zu bringen, es möglichst viel in andere Set» hättnisse einblicken zu lassen, ihm öfter eine andere Umgebung, einen gewissen Verkehr zu verschaffen. So nach rmd nach kommt das Kind dann „aus sich her­aus". Schüchterne Kinder muß man beizeiten in eine derartige Behandlung nehmen, darf sich aber die Mühe nicht dadurch erschweren und das Kind auf andere Weise wieder ängstlich machen, indem man ihm z. B. Märchen erzähtt, die Furcht und Grausen erwecken, man darf ihm nicht drohen mit heimlichen Mächten, wie dem schwarzen Mann usw. Die kindliche Phan­tasie ist außerordentlich rege, wieviel mehr bei einem schüchternen, furchtsamen Kinde. Auch große Kinder sind oft sehr schüchtern. Hier liegt allerdings Mangel an Mut, Energie, an Selbstvertrauen vor, und es be­darf großer Liebe, dem Kinde das Bewußtsein seiner Persönlichkett„. seines Eigenwertes beizubringen. Der Wortkargheit gegenüber muß man dem Kinde reich­liche Gelegenheit zum Gedankenaustausch auf Gebieten verschaffen, für die es besonderes Interesse hat, und die beliebte Einsamkeit ist in schonender Weise fernzu­halten. em

Reber den Selbstmord. Son Bischof Ioh. Mich. Sailer. Neue Ausgabe. Freiburg i. Br. 1919, Hcrder- sche Verlagshandlung. Kart. 2 <M.

In dieser auch von der Fachlüeratur meist über­sehenen Schrift des. großen Menschenfreundes und frommen Regensburger Bischofs 3. M. Sailer werden alle Gründe in treffender und herzerhebender Weife bargelegt, die den Selbstmord als frevelhaftes Attentat gegen dir Königswürde des Menschen wie gegen den absoluten Willen des Schöpsers erweisen. Ebenso trefflich sind alle Scheingründe, die alter uni) neuer Wahn für den Selbstmord vorgebracht, eingehend wi­derlegt Das Büchlein kommt in der jetzigen Zett der moralischen Depression und seelischer Verwirrungen außerordentlich zustatten und sollte in Predigten und Vorträgen recht ausgenützt werden. Was Sailer über das Watten der göttlichen Vorsehung sowie über die Standhaftigkeit in Trübsal und Leid schreibt, gehört mit zu dem Schönsten, was die deutsch« Literatur her-

— Die neue Melak Sprihpistole. Es gibt jetzt virie Gegenstände, die vergoldet, versilbert, vernickelt, verzinkt ober sonstwie mit einem Metall überzogen sind, welche nicht in einer der allgemein bekannten chemischen Methoden hergestellt wurden, soweit die Herstellung den Metallüberzug betrifft, sondern auf rein physikalische Weise, mit Hilfe der Metall-Spritzpistole, einer Erfindung des Schweizer Ingenieurs Schoop. Diese hat sich so außerordentlich bewährt, daß man

schon von einem Siegeslauf durch die ganze Welt spre­chen kann, wie er wenigen Erfindungen zuteil gewor­den ist. Sie besteht darin, daß Metalldraht in einen kleinen, handlichen, pistolenartigen Apparat eingeführt und ständig nachgeführt wird. Zugleich erhält der Apparat vermittelst Gummischläuchen Sauerstoff. Was- serstoffgas oder auch Leuchtgas und Druckluft Zuge­führt. Wird der Apparat nun in Betrieb gesetzt, die Pistole „abgeschoflen", was freilich dann ununter- Krochen geschieht, so verbrennt das Wasserstossgas »m Sauerstoff, es entsteht eine gewaltige Hitze, der Me­talldraht schmilzt und die Druckluft schleudert die Me- tollteilchen in Form von Nebel aus der Pistole heraus. Man hot dann nur nötig, die Pistole nahe an irgend einen Gegenstand zu bringen. Dieser ist immer bedeu­tend kühler, der Metallnebel setzt sich sofort auf ihm ab. und bildet nun den gewünschten Metallüberzug vom leichtesten Hauch bis zur sonst gewünschten Stärke. Aus diese einfachste Weise lasten sich ohne weitere Voc- bereitungen olle möglichen Materialien, nicht nur andere, rohere Metalle und Gußartikel, sondern auch Holz, sogar PapM, Textilstoffe ufw. mit einer echten Metallschicht überziehen, und manche billige Gipsfigur kann zur vornehmen Bronzefigur werden, denn selbst­verständlich läßt sich auch jede Legierung verspritzen. Die Erfindung hat noch eine gewaltige Zukunft vor sich. it

—» Ansückt auf getrocknete Eier aus China. So lange wir nicht unfern Riesenbedcrrf an (Stern selbst er­zeugen, sind wir auf Auslanbsware angewiefün. Rund 1000 Millionen Mort' gaben wir jährlich schon im Frieden für Geflügel- und Geflügclprvdukte aus, für Eier allein ca. 300 Millionen Diark. Jetzt mußten wir in Anbetracht der Valuta gegdt 5000 Millionen

-rl für dieselbe Menge zahlen' Bon überallher er- Kielten wir Eier, t-umeist aus Galizien Rußland selbst aus Aegvvren. Selbstverffändlich entstand dabei viel Schaden unterwegs durch Bruch und Verderbern urid die Eier konnte man auch wabrlich nicht mehr als frisch anfprechrn. Nun aber bekommen lrnr voraussichtlich Eier aus China. Zwar nicht in der bekannten Form zwifchen Häcksel in Kisten verpackt sondern als Pulver in verlöteten Blechbüchsen. In China ist die Hühner­zucht so außerordentlich ausgedehnt, daß man ein Ei für einen Pfennig kaufen kann! Es in also Ware genug vorhanden, aber es fegst an Transvortmureln, und zudem würde die lange Reise einen Bezug illusorisch machen. Ein Deutscher. Emil Paßburg, ist schon vor dem Kriege auf die Idee verfallet,, die Eier zu trock­nen. Amerika war ein guter Abnehmer solcher ge- trockneier Eier. Die Trocknung erfolgt entweder im aanzen oder Lilreiß und Eigelb getrennt im Vacnum- apvärar und erfordert nur wenige Minuten. Zufolge Entfernung des Wassers und der schale wird das Gewicht der ive'enllicben Einibitanz auf 20 Proz.

Amtliche Anzeigen.

Bekanntmachtms*

1. I4t Abänderung der SSefihmnungen untttIg meiner Verfügung vom 25 Mär, 18SS (Amtsblatt S 74/76) öemntme ich für den Bezirk Stadt- und SmtireifeS Fuldal, daß rot Barbar-, Krisen» unb Perückenmachergewerbe Gehilfen, Lehrlinge und Arber, ter am zweiten Oster-, Pfingstl- und Deihnacht-ferer, tage nur von 7—9% Uhr vormittags beschäftigt wer­den dürfen .Ausnahmen sind nur nsowett statthaft, als eine Beschäftigung zur Vorbereitung van ofsent. lichett Tbeatervorstellungen und Schaustellungen erfor­derlich ist Im übrigen bleiben bie Deff tmmmgen vom 25. Marz c. a. O. unverändert in Kraft.

2 Auk einstimmigen Antrag der Barbier-, Fmseur - und Perückenmacher-Zwangstnnung in Fulda tmrb / Grund des 8 41 b der ReichSgewerbeordnung für den Bezirk des Stadt- und aLndkretses Fulda dor^schrre- bat?, daß tm Barbier-. Friseur- und PeruLcnmacher-Ge- werbe am zweiten Osrer.. Pfmmt- und Werhnacht--- feürtage ein Betrieb von 7—0% Uhr. Vertrags statt- unden darf. Ausnahmen sind nur insoweit ftm: -- als eine Beschäftigung zur Vorbereitung von offene lieben Theatervorstellungen und Schaustellungen erfor­derlich ist. Ein Verkauf von Waren an d'.esen Tagen ist jedoch nicht statthaft ... „ <—

An allen übrigen Sonn- und Festtagen nct M» Gewerbe vollständig zu ruhen

Während der Betrtebsruhe dürfen auch keine Stim* den in den Wohnungen bedient werden.

Nach § 146 a der Reichsgewerbeordnung wird tttü Geldstrafe bis zu 000 M., im Unvermögenssalle uns enffprechender Han bestraft, wer den vorstehenden An- ordnungen zu 1 und 2 zuwiderhandelt.

Diese Anordnungen treten mit dem Tage der Ser. öffenüichung in Kraft.

Kassel, den 20. Novastber 1019.

Der Regieruugspräsiden t

Wird veröffentlicht.

F ii ld a. den 25. November 1919.

Der Canbrat 2. B.: Köhler.

entfalten, well sie fein totes Gewicht an Vorräten mit» zuschleppen braucht Das wichtigste ist bie wirtschaft­liche Ausnützung bet Kohlen selber. Heute werben von bet Lokomotive bie Kohlen direkt verfeuert, wobei ihre getarnten wertvollen Nebenstoffe verloren gehen. Der elektrische ^Betrieb sieht die Errichtung großer Bahnkrgstwerke direkt am Fundort der Kobw vor. Braunkohle und Tors gelangen in diesen Werken zunächst in riesige Gefäße, wo ihnen unter verschiede­nen Temperaturen die Wertstoffe entzogen werben. Es fällt habet der Teer ab'(Grundstoff für Arzneien, Färb-, Riechstoffe, Desinfektionsmittel), aus bem weiter Tretd- unb Schmieröle für den Bahnbetrieb gewonnen werben, es entsteht Benzol, schweselfoures Ammonmm unb bte nitrosen Aboase der Gasmaschinen lasten sich zu Sol- peterfäure verarbetten. Die wirtschaftlichere Ausnutzung der Kohle ist elf 3 um ein unendliches vermehrt. Die Kraftwerke werden außerdem nicht nur den Strom

vcraebracht hat. Befand«, für »«wirrte und mdan- chosifche Gemütsstimmungm bietet Sailer die ttestlichfte Arznei. vt*

6stterdkenßordm»g

Donnerstag, 4. Dez. D-«. «achm..’AS Beicht, gelegenheit. - Frauenberg, «ach» teierl. Vefper zn Ehren der hl. Barbara mit Aussetzung.

Jtl 278.

Mittwoch, S. Dezember ISIS.

— kennst bu das ranb, wo SstMchreit im Kreise

froher Menschen wählst? Gegen dm Bürgermeister I — Schüchterne Kinder. Gar manche Mutter wird von Grevesmühlen in Mecklenburg-Schwerin, Dr. von I es schon peinlich empfunden haben, wenn eins ihrer Leitner, ist von einem Kinobesitzer in Hannover ein I Kinder bei Besuchen, die ins Haus kommen oder die Prozeß angestrengt worben, besten Vorgeschichte sehr I sie selbst mit bem Kinde in diesem Kinde noch fremde bemerkenswert ist. Bürgermeister Dr. v. Seltner ver- I Familien macht, befangen ist, oft so sehr, daß es von

öffentlicht darüber folgende Mitteilungen: „Unser Ki- I einer Art Angst befallen wird und durch nichts über-

nowirt kündigte den Film „Anders Äs die anderen" I redet werden kann, wenigstens Fragen zu beantwort (§ 175) an. Ich ließ mir den Herm kommen und I ten. Da erkennt die Mutter manchmal ihr eigenes

tagte ihm, nach Berliner Zeitungen wäre dieser Film I Kind nicht wieder, um so mehr, als es zu Hause doch

unanständig, es wäre bester, die Aufführung unter- I ganz anders sich benimmt und hier ein Wildfang ist, bliebe. Einige Tage später geht auf dem Rathaus eine | eher naseweis als zurückhaltend. 3ßoran_ fieg^ biefe Beschwerde des Filmfabrikanten ein, ber er Presse- ™

stimmen beilegte, aus denen „bis zur Evidenz hewor- Sing, baß der Film künstlerisch einwandfrei ist". Ich antwortete wieder, daß wir eine Aufführung des Films nicht wünschten. Wir hätten genügend Presse­stimmen gelesen, die diesen Film als große Schweinerei bezeichnet hätten. Darauf schrieb der Fttmsabrikapt an meine Behörde. „Ich verbiete Ihnen jede Ein­mischung in Sachen, die Sie nichts angehen. In Deutschland gibt es keine Zensur. Es ist unerhört, <a6 Sie es wogen, einen Film, den Sie nicht kennen, als Schweinerei zu bezeichnen. Ich mache Sie jetzt schon darauf aufmerksam, daß, falls Sie Ihre durch gerechtfertigte Drohung ausführen sollten, ich

Ihnen einen Schadenersatzprozeß anhängen werde, des­sen Hohe wahrscheinlich über das Gemeindevermögen der Stabt GrMsmühlen geht." Nun griff das Mini­sterium auf eine Beschwerde des Filmfabrikanten in den Handel ein. Es machte den Bürgermeister darauf aufmerksam, daß es in Mecklenburg keine Vorzensur S.cbe, und ordnete an, baß bas Ausführungsverbot zu- ruckgenomrnen werden müsse.

Jetzt ist gegen Bürgermeister a. D. v. Seltner beim ^untsgericht Hannover eine Privatklage anhängig ge- Machi worben. In bieser Klage heißt es: „Der Pri-- "?"Iager fühlt sich durch die Bezeichnung des Films S5 swße Schweinerei aufs schwerste beleidigt. Der Mrwurs ber „großen Schweinereien" richtet sich nicht ben Film selbst, sondern gegen diejenigen, bie versaßt, hergestellt unb vertrieben haben. Der Pri- ”®angeflagte wirft bem Hersteller des Films vor, „ein

Schwein zu fein". , Das bedeutet eine Verächt-

"Ymochung des so Bezeichneten."

Die grobe Wortoerbreherei des Film-Mannes ist ”?3 * km.zig Bewundernswerte an ihm. Iniereflanier fetne Auffassung, daß ein großes Schwein sei, wer . etDBc Schweinereien im Film vertreibt, scheint uns bie

Die Elektrisierung ber Eisenbahnen, bte der Ber- i | Egiuinister Defer vor einiger Zett angetünbigt hat, * «'ein Projekt, besten Ausführung, wenn es für das «r,« Reich in Betracht gezogen wird, und die Eifen- FK.„;n gehen bekanntlich in den Besitz des Reiches über, i Äp stattliche Reihe von Jahren in Anfpruch nehmen wild Es ist da nicht nur mit ber Einrichtung der totoinotinen und mit der Kabellegung getan, sondern «muß auch, namentlich für die Schnellzuglinien, der verbau verstärkt werden. Die Ide« war schon ge- raume Zett vor dem Kriege von bem damaligen preu- c.Mxn Gijsnbahi'.mimster ausgenommen worden. Jetzt jü dazu tm Ministerium eine besondere Abteilung i Leitung des Wirkt. Geh. Oberbaurats Dr. ing. jjjilifelb errichtet worden. Dieser gab über die £'■ MffrifiemnasvlSne folgende Auskünfte: , ------- —»— , - ,.. ..

Das Elektrisien-ngsproblem beschäftigt E schon für weite Bahnstrecken tiefem, so^u'^^chdteum- rom Beginn des 20. Jahrhunderts ab. Auf d« Mli- liegenden Sandstrtche mit elektrischer S. att und elektrt- .-rbahn Berlin-Zossen begannen damals die berühm- I schem Strom versorgen. s.-

ftn Schnellbah'wersuche, die bewiesen, daß mittels etek- I Tue Elektttsiemng muß tn^1 lc^°Slrn ™ rt" Äscher Zugbeförderung Fahrgeschwindigkeiten bis I vollsten Fruchte für unseren Wiederaufbau .ragen, etwa 210 Kilometer in der Stunde sicher erreicht wer- I -------—------------

SÄm.ÄmÄm aus bem Nachbargebiet.

«ar hierbei, daß schon damals eine verhältnismäßig I hrer das Gerücht auf, daß bet der hiesigen . a Lriae Wechselzahl (25 Perioden in der Sekunde) fasse UuregeImaßtg etcnr.tbdttoorben unbeine für jene Zeit hohe Fahrleitungsspannung (6000 seien, »a Tn be? «reife m Stetlt Wir? m.fA zweckdienlich erfonnt wurden. Die bahn- I befannt. Wte jetzt tn ber Preße inttgeteut wt o, I Eckende Wirkung dieser Versuche blieb nicht aus. Es I soll es sich um einen unterschlagenen Betrag von ; fn'ate die elektrische Zugbefdrdemng auf der Stabt- I 6000 Mark banbetn, bte Unterj<blet?6 reiche^ bis

S BororÄn ÖneS8onal-5ainburg- 1916 zurück. 5000 Mark haben Deckung gesunden

Ahlsdorf, es kam die Elektrisierung von Fernbahn- I durch Hinterlrgungsgetder be§ Ctabh;eWner3, ber f «recken, zunächst ber Tellstrecke Dessau-Bitterfeld. Die seines Dienstes vorläufig enthoben ist. Die etnoe

Fortsetzung der Versuche hat ber Krieg verhindert, der I kettete Untersuchung Wird wohl Aiifklarung in du:

uns auch zwang, daoberrits in die Fahrleitungsantagen 3Tr"eget Agitation rüstet der Volks-

I v er ein. Nachdem im Laufe des Sommers drei große ' I Versammlungen des BolksvereinS itattgefunden, sprach 1 I am Sonntag abend in einer von Männern und Frauen „„ _. , . „ , „ ! I stark besuchten Versammlung Herr Parteisekretär Karl

bereits elektrisch betrieben werden, beträgt mehr als 300 I Müll er-Marburg in packender, von warmer Begeiste- «äometer und wird am Ende des lausenden Jahres I tun« getragener Rede über die Stellung des Katholt- «if etwa 370 Kilometer ausgedehnt fein. I zismus im neuen Deutschland. Im Anschluß ani den

j 'Mr hoffen, in 30 Jahren die elektrische Zug- I Vortrag widmete der Geschäftsführer deS VolkSveretn» teSrhrntna auf sämtlichen Strecken durkbaefübri zu I dem dahingeschiedenen hochverdienten kathol. Führer und tcförbemng auf sammchen errnren ountjgetugn zu i c>g_Be_et BolksvereinS, Adolf Grober, em dank- . haben. Das wrrd zunächst einmal eme Erhöhung der I bar£g Gedenkwort. In der Aussprache wurden die ver- Schnelligkeit des Verkehrs bedeuten. Zwestens eine I j^ebenen katholischen Bildungseinrichtmigen, Bolks« erh'bliche Erspamis an Personal, bie man unter Zu- I BereiM> DolksvereinSltreratur, BorromäuSverein, kathol. W «unbelegung ber augenblicklichen Sohnsätze auf jährlich I Presse in ihre Bed-mtung aewürbitt und emvfodlen. ------ ------ 1— Ä"I‘J— ‘“il h Aranksurl o. HL „Es ist auf Erden Mts zu „ ,------,----, .. „ • I dumm, es findet doch fein Publikum". Die Wahrhest

bl-ckltch geben wir 1,3 Milliarden für Kohlen auf der dieses Verses konnte der frühere Noturheilige, Schrist- Staatsbahn aus. Die Erfparnifle an Kokste und Per- I ftelter und jetzige Geisterbeschwörer Kart fonalkosten würden etwa, wenn man ein aktuelles I Waßrnann mit Vergnügen feststrllen, als zu feinem Zahlenbcispiet wählen will, genügen, um das dies- I Dortrage: „Die Toten leben!" ber große Saat des jährige Defizit der Bahnen, das etwa 700 Millionen I Zoologischen Gartens vom sensationslüsternen Publi- Mark beträgt, zu decken. I kum buchstäblich aeftürmt wurde — trotzdem der Ein-

Daß wir heute nicht mit bet CEIeftrifterung schon I tritt pro Person 3 Mark und 2 Mark betrug. D-t ge­weitet sind. liegt zunächst am Kriege, ferner daran, baß I riebene Geisterzttator hat also ein Bbrnbengeschäst ge- auch vor dem Kriege erst gewisse technische Voraus- I macht. Was er dem Publikum bot, war, in gutes fchungen geschaffen werden mußten und drittens daran, I Deutsch übertragen, Unsinn, Btäbsiwi unb Quatsch, daß man sich früher aus militärischen Gründen über- I leider doch geeignet, unzählige Personen jerrüdt Haupt mit ber Elektrisierung ber Bahnen nicht be- I 3U machen. — Wie verlautet, wirb die Polizei diesem fretmben konnte, weil in vielen Fällen bie leichtmögliche I mobernen Zaubermann in Zukunft alle derartigen Zerstörbarkeit einzelner Telle, die Bettiebsfähigkeit des I Geiftervorträae untersagen.

ganzen Betriebes matt setzen konnte. Die Friedens- I --------------

EÄXÖ! Atts EfrttW» ««v dStt höff. SfctVfcttU

zweste Reihe. Außerdem haben wir im Kriege gesehen, i

daß auch die Dampfbahn viel verwundbare Stellen hat. I * Treysa. Ein beim hiesigen Backer Cr oe be« iSRan braucht nur durch Brandbomben die Kohlenlager I schäftigter russischer Ktiegsgefangenel, dcr in Btaiid zu fetzen und konnte den ganzen Bahnbeirieb I sich mit seinem Gefährt auf dem Wege nach Stegen« Ichm legen. Ein sorgfältig verlegtes elektrisches Sei- I Hain befand, wurde auf offener Straße von einem tuiigsnetz mtt Mehrfachfpeifung ist nicht so ganz ein- I Unbekannien angefallen und durch mehrere Messer- fadj zu zerstören, wie es auf ben ersten Blick erscheint, I stiche am Kopf derart zugerichtet, daß er bewußttos

■ - - "• ~ 1 t Boden liegen blieb. Der Täter hatte den Wagen

die Schwalm gefahren und das Pferd in Ziegen- Die Elektrisierung der Dahnen sichert uns gewaltige I Hain zu veräußern versucht. Er wurde verhaftet, ist wirtschaftlich« Vorteil«. Zunächst ist dar- I aber wieder entflohen.

auf hinzuweisen, daß die Kohlen nicht mchr in bem I (m) Schröck bei Marburg. Arn vergangenen Maße, wie bisher spazieren gefahren zu werden brau« I Mittwoch hatte sich die christliche Arbeiterschaft in djen. Es fällt weg der Kohlentransport von den @ru» I großer Zahl zusammengefunden, um dem Bor,rage ben zu den Kohlenlagem an ben Strecken unb bis I des Gewerkschaftssekretärs Schleichert- Frankfurr Lokorvottve vermag eine größere Leistmigsfähigkest zu I über „die Geschichte ber Arbeiterbewegung und die

Lisa-Veret«

ÄLk.

Spiel.

S3U

latent- schied.

Torr geg.

Pkt.

Kurhessen Kastel

8

7

• i

—

27

8

14

Sport Kassel

8

5

i

2

28

17

12

Borussia Fulda

8

5

2

1

18

11

11

T.-u.Sp.-B. Kassel 48

7

4

3

18

12

8

Spielverein Kastel

7

3

3

1

16

11

7

Hermannia Kassel

7

2

4

1

8

12

5

Rasenspoiw. Kastel

6

2

4

—

11

12

4

Göttingen Vgg.

3

1

1

1

4

5

3

Geimania Fulda

5

.1

3

1

7

21

3

Göttingen 05

3

1

2

—

3

13

2

T.» u. Sp.«D. 86 Kastei

7

—

7

—

7

25

0