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Fuldaer Heilung

<$* Dnuk der Fuldaer Lrtirndruckerei tu Fulda.

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K Kafh. Oberlyzeum und Lyzeum § n des Instituts St. marla.Mndenstr. 27. jn

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Tages-Ordnung:

statt.

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Die finanzielle Notlage der EMaMaiMr und Hlfsiaai*.

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Das Erscheinen aller ist dringend geboten.

Ergebcnst 3- Aürkec.

Mitglied des Bundes deutscher Rassegeflügelzüchter e. V. u. des Verbandes der Geflügelzuchtvereine für den Regbez. Kassel,

Deutscher Eisenbahner-Verband

AIBgem. Eisenbahner-Verband.

CRufif und Gesang, Vorträge ernster und heiterer Art). Eintritt frei. Mitgliedskarte vorzeigen.

neten wurden Landrat b. Sleiniück hier und Bür« aermeister Vetter-Breitenbach gewählt. .

G Treysa. Ein mehr als 200 Personen zah­lende Prolestversammlung drang in den Sitzunasiaal dcS Rathauses und verlangte und er­reichte die Abdankung deS Stadtverordneten Vorstehers Tierarzt Höchster. Ebenso erreichte sie, daß die Gebr. Katz die KreiSgetreidestclle abgeben, die nun nach Ziegenhain Verlegt wird.

morgen Sonntag von H bis I2Vi Uhr

SklMSWüii - Scaietl

Täglich nachmittags und abends

Sonntag, den 30. d. M., morgens 10 Uhr

findet im Stadtsaale eine

Zu zahlreichem Besuch ladet ein

Der Vorstand.

(Willig M SWlSNsMUlW te Stund-1 naosdelUet-BetelM Saida «I S imsfag, 28. Roo.» abends V.8 Ahr in der Harmonie.

Tagesordnung:

-s 1, Bericht über Mietprei-bllduag nach festzulegendeu Grundsätzen.

2- Bericht über Festsetzung von gesetzlichen Hidhstmieten - und Sozialisierung der Wohnungen.

3- Verschiedenes und freie Aussprache der Mitglieder. $127 v« Vorstand.

zum Beifen der Kriegsgefangenen Sonntag, 7. und Montag, 8. Dez-, nadim. 5 llhr.

Marlsnlebsn

Kantate nadi Worten der hL Schrift mit Deklamationen und lebenden Bildern. Kcmpemet P. Piel, o,« m.

einfrtffstarten i S Mir. mrr nn Voiveriraal Madtnshasse 27. Kn der

Laste werden keine Karten abgegeben.

veranstaltet vom

Geflügelzucht verein Fulda

am Samstag, dea 6. und Sonntag, l Dezember d. Js.

im Stadtsaal zu Fulda.

Eintrittspreis: pro Person ML 1., Mitglieder frei.

Natucheilverein e. v.

........-;== FulSa. .

Sonntag, den 30. November 1919, von 7 Uhr ei in der »Harmonie" zur Feier des 14. Stiftungsfestes

JK 275.

SamStag, 29. November 1919.

Sportplatz Gläjerzellerstraße.

Morgen Sonntag den 30. November

Eogs 1 Uhr spielt die 1. Mannschaft bei Futziureaver- tins »Edelwe.s" Neuenberg gegen d>e 2. Mannschaft bes Zürn- und Sportvereins 09 Horos,

^chiniUags 2 30 Uhr spielt die 2. Mann chaft des Spiel- »ereins Germania 09 gegen die 1 Mannschaft des . « $arn' und Sportvereins 09 Hora». 5369

zahlreichem Besuch ladet ein Der Spielansschuh.

nach Dellen zugeiagt. I kundungsstellen etfteruttb Besitze zur Leit vrachtvol Wohnung und Küche nut^

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Erste und älteste Firma am Platze.

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| Kai|er-Caf6lwÄr

Hauptforderungen erst noch kommen wird. Es ist vielmehr vorouszufehrn, daß die Steuerüberwachung sich verschärfen wird, llebrioens ist es. keines­wegs unmöAich, daß ein Umtausch des Papier­geldes, schon wegen der dauernd wachsenden Mengs der Falichsrücke, ebenso überraschend kommen kann, wie es bei Einführung de» Devotzwanges für die Effekten der Fall war Setzt dabei eine Kontrolle ein, wie fit wohl möglich wäre, so treten neue Schwierigkeiten ein. Der ausgedehnte Freundeskreis wird nicht ausreichen, um alle« Bargeld unterzubringen.

Deshalb und nicht weniger aus volkswirtschaftlichen Gründen ist es ratsam, entbehrliche Geldbetrag« ver, zinsttch aitzulegen, wie es früher geschah und die Wert­papiere in Verwahrung und Verwaltung zp Zeben, sw fern man sich picht dazu entschließt, die Sßertpapien Verzeichnisse in doppelter Ausfertigung den Steuer, behorden vor zulegen.

Durch das Ausbleiben der Ausftihrunasbsstimmuw gen zu diesem Gesetz und bte dazwischen den Steuer« behörden in die Hand gegebenen «weiterten lieber^ wachungemöglichkeiten sowie durch den Depotzwang ist eine Beunruhigung in das Publikum getragen. Er wäre fchr zu wünschen, daß die Reichsregierung m» neuem einen Generalpardon in Vorschlag bringt HoffeMch fände er diesmal beim Reichsrat und. der Nationalversammlung die Annahme, die ihm bis« her versag' war

Zurückgezogene Sparguthaben.

Von Stenersachverstöndigen Kurt Fenner- Kassel.

Mgestchts der seit längerem erwarteten und in- Sischen zur Tatsache gewordenen Auskunftspflicht der inten und Sparkassen sind in manchen Fällen bisher verzinsllch angelegte Kapitalien zurückgezogen und neu­erdings auch infolge des eingetretenen Depotzwanges, Wertpapiere 'm größerem Umfange veräußert worden, um das bare Geld dafür ins Haus zu nehmen (veröl, auch den gestrigen Aufsatz: An alle, die es angcht). Aus dem gteichen Anlaß sind häufiger die über den Haushalts, und Wirtfchastebedarf hinaus vorhandenen Geldbestände, die sonst verzinslich angelegt zu werden pflegten, im Hause behalten worden. Die damalige Unsicherhest der Lage sprach hierbei mit. Eine vermeintliche Unkontrollierbarkeit solcher Bar­bestände könnte dazu verlöten, sie der Steuerbehörde gegenüber zu verheimlichen.

Solches wird ja in der Regel geschehen, um wirt­schaftliche Vorteile zu behalten. Dabei macht sich viel- leicht mancher, abgesehen von den Folgen einer Be» I strafung, folgende zwei rein wirtschaftliche Fragen nicht klar. Was kostet die Steuer? Welche Einbuße er« leide ich dadurch, daß ich Kapital unverzinslich liegen lasse? Ist nämlich einmal Kapital verschwiegen, so wird es meist auf längere Jahre hinaus verborgen, also zins« und ertragslos Regen bleiben müssen. Die Verwendung zu unnötigen Anschaffungen ist infolge der Teuerung oft noch unwirtschaftlicher, als ein un- verzinsliches 'Liegenlassen. Beispiele werden am besten zeigen, was dabei gewonnen oder verloren wird.

Jemand läßt ein Kapital von 15 000 Mk. zinslos liegen, um es der Steuerbehörde nicht anzugeben; für diesen Betrag beläuft sich die Kriegs<dgabe auf 1000 Mark (die ersten 5000 Mk. sind abgabefrei) oder 6.66 Prozent. Rach Abzug des Abgabebetrages verbleiben 14 000 Ml-, die bei einer Bank oder Sparkasie oder in Wertpapieren angelegt bei 4 Proz. bereits in zwei Jahren 1120 Mk. (also mehr als die ganze Abgabe) und in 5 Jahren mit Zinseszinsen 3020 Mk. Zmsen tragen. Bei einem Dermögenszuwachs von 25000 Mark beträgt die Abgabe 2500 Mk. ober 10 Proz. Der Rest von 22500 Mk. zu 4 Proz. verzinslich an- gelegt, bringt jährlich 900 Mk., in 3 Jahren 2700 Mk. (also mehr als die ganze Abgabe), in 5 Jahren nut Zinseszinsen 4860 Mk., desgleichen in 10 Jahren 10 800 Mk. Zinsen. Bei einem Dermögenszuwachs von 40 000 Mk. beträgt die Abgabe 6000 Mk. oder 15 Proz. Der Rest von 34 000 Mk. mit 4 Proz. verzinst bringt jährlich 1360 Mk., in 5 Jahren mit Zinseszins 7 344 Mk., desgleichen in 10 Jahren 16 320 Mk. Zinsen.

Dies: Zinssummen können bei unverzinslicher An­lage verloren gehen und der Nachteil erheblicher sein als der Betrag der Kriegsabgabe und die weiteren Steuerlasten, auch wenn man die höhere Reichseinkom- mensteuer auf die Jahresei-mahmen, die Kapital- ertragssteuer und den Betrag des auf das Kapital ent. fallenden Reichs notop fers voll in Rechnung stellt, da» bei mäßig hohen Vermögen und Einkünften ost unerhoben bleiben wird. Kriegsabgabe und Reichs» notopfer-Rente werden zudem häufig aus den laufen- den Einnahmen bexstichen werden können. Die Bei­spiele sprechen für sich. Auf erheblich höhere Der­mögenszuwachs« sind sie allerdttigs nicht anwendbar. Hier ist wegen des größeren Objektes mft einer um so schärferm Ueberwachung durch die Steuerbehörde zu rechnen. Auch die mangÄnde Sicherheit bei einer Ver­wahrung^ im Hause ist in Betracht zu ziehen.

Man Kante nun annehmen, daß der Steuerdruck und drunit die Steuertoirtrolle bald Nachlass?« würde. , Dem ist entgegenzuhalten, daß selbst mft Hllfe der neuen Steuern zur Zett noch nicht einmal volle Deckung für die laustnden Ausgaben des Reiches er- reicht wird, und daß die Entente mit ihren finanziellen

Ein Küchen-Kleinod

in dieser fett- and fleischarmen, für jede HaasA frau sehr schweren Zeit ist die

Reine Speisenwürze Nr. 550

Sie gibt nur mit Wasser gekochten Suppen und, sonstigen Speisen höchsten Wohlgeschmack, als ob sie mit Fleischbrühe zubereitet wüten. Ein Versuch kostet nur Mk. 1.70 und wird Jeden sofort von dem hohen Wert der Speisenwürze Nr. 550 für die Küche und Ernährung über« zeugen. Die Flasche von ca. 200 g, lange aus­reichend, überall erhältlich, wo nicht, direkt vom Herkules - Nährmittelwerk in Gelnhausen.

vSrsenwochenbericht

tz« Hessischen Banfoetein», Aktiengesellschaft, Zweigniederlassung Fulda.

Bei fester Grundtendenz war der Börsenverkehr ruhig, besonders an den letzte« Tagen, an denen sich der berannahende Ultimo durch weniger entwickelt« Geschäftstätigkeit bemerkbar machte. Eine AuSnahwa bildeten die Valutenwerte, von denen Canada in scdars fern Tempo von 785!» in der Vorwoche auf 1125 % stiegen, dann allerdings auf 1040 fielen. Bet biefei Aktien wird gerttchtweite bekannt, daß Käufe für bei« gisch« Rechnung vermutet werden und daß die Regelung der Divtdendennachzahlung günstig geregelt würde. Auch andere Bahnenwerte wie Schantung und South Wert, verbesierten ihren Kur»; erstere von 232*/, au? 825 »/. auf angeblich günstigen Stan» der Verkaufrver., Handlungen. South West erhöhten sich von 250 °/» auf 895 e/e. Auch Kolonialwerte hatten gute« Geschäft Atavi Ant. waren mit 373. und Genutzscheine m't 821 gegen 365. bezw. 306. gefragt. KolonialanL konnte um ca. 150 «/. auf 3025/« anziehen, Pomona; um 800 % auf 5000 ♦/», Oelwerte waren zum Schluh gebessert, Steaua streuen schwankend auf 1080 »/», Dt. Petroleum 462 %. SchiffahrtS« aktien, die recht schwach standen, zogen zum Schluh merklich an. Norddeutsche Lloyd 123 gegen 120/$ Packet gegen die Vorwoche unverändert 118. Montan, werte lagen still; Phönix 285 gegen 800, Dt. Luxbg. 191V«. Gelsenkirchen waren mit 283 gegen 212 put be­hauptet; ebenso Buderw» mit 220« » Wenig verändert lagen Lhemiewerte. Scheideanstalt 534 gegen 512, Bad. Anilin mit 487'/« ziemlich unverändert. Von Elektrowerten zogen Dt. Uebrrse» Eleltr. wieder stark von 506 auf 588'/».

Am Markt der festverztn»!. Anlagewerte trat eine leichte Besserung ein. Kriegsanleihe ging allerdings weiter von 78 auf 77'/, zurück, dagegen besserte sich die 3'/, Reichsanleihe um IWVe, Kurs 62/», und die 8°/» Reichsanl. um 2'/,»/» Sie steht also mit ihrem Kurs von 63»/» über der 3'/,'/, Aul. Pfandbriefe verzeichneten eine leicht« Besserung.____________________________________

kreise m verwqmig. nett rette». 6*3ttntner>

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^urnebme u. tüchtige Tarnen bitte ich frenndltch ttm Einsendung ihres neneften Bildes unter genauer Darstellung aller Berbä'rnine unter R. S. 5351 an bte Geschäftsstelle derFuldaer Sta.

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Die Angst vor Deutfchlaud.

flyjen in den sinnlosen Jubel unserer Gegner, *K* immer noch in dem Wahne berauschen, daß ^Tüchtigkeit dieBesiegung" Deutschlands zuzu-

sei, hallen immer lauter Töne der Angst und -chreckcns und der blassen Furcht vor der wieder- Aenden nationalen Kraft der Deutschen. So die Kundgebungen, die Hindenburg bei seiner Neuheit in Berlin gebracht worden sind, nament- 5 England und Frankreich eine grenzenlose Auf- hervorgerufen. In Frankreich ist man iauter Triumphgeschrei über den Ausfall der Wah- welchc einen unbestrittenen Sieg des von Cle- geführten nationalen Blocks bedeutet, aller- voch nicht zu einer näheren Erörterung der Dinge imen. Dort ist ja nach der geradezu entsetzlichen klage der französischen Sozialisten, die annähernd , Mandate verlieren, obwohl sie es an Haßpolitik jf« dem deutschenMilitarismus" den ärgsten sl?n Schreiern gleich zu tun suchten, jetzt eine itsfront zur rücksichtslosen und inMacksichttichen fghrung der Friedensbedingungen gckchoifen. Man [ feiner Sache unbedingt sicher zu sein und tfaiti) für absehbare Zett in wehrloser knechtücher erei am Bcden gelten zu können, sinter dieser t wu.de bei französische Wahlkampf gefüytt und Parole hat gestegtl Wie sie gesiegt Hot, w-r«eu demnächst zu spüren bekommeni

Li England ist man nunmehr dabei, allerlei ckdilder an die Wand zu malen. Die größten chen Blätter sprechen davon, daß in Deutschland Ajederauftichtung der Monarchie und damtt die eraufnahme des Krieges gegen die Alliierten be- .« werde. Wieder findet man in enMchen Blät- das alle Märchen, daß in Deutschland eine Armee einer Million Mann heimsich sich versteckt hatte - der Bund der Osiziere in Bereitschaft fianbe, auf gegebenen Wink sofort aktionsfähig zu sein, englische Presse macht nachdrücklich darauf aufmerk. , daß bei solcher Stimmung in Deutschland, die e Augenblick zur e Explosion kommen könne, Meranlwortttch von der Entente wäre, wenn sie deutschen Kaiser nur ein paar Kllometer von der scheu Grenze entfernt sich aufhalten lasse.

Dtefe englische Furcht zeigt das stolze Albion in h greadezu armseligen Lichte. Diese Pressemache jchoch eine weit über das Tagesinteresse hinaus» rübe politische Bedeutung. Es ist vorab dafür be­ut, nach Amerika hmzuwirken, um durch Ein­nahme auf den amerikanischen Senat die dortige Frieden von Versailles abholde Stimmung zu wan- Die engttsche Presse übernimmt weiterhin mtt m Kindetschreckmärchen die Rolle der Einpeitscher die vielgestalligen Ueberwachungskommissilmen, denen wir demnächst beglückt werden. Lägen die je nicht so furchtbar traurig für das deutsche Volk, _ Mer dieser hetzerischen Mache ungeheuer leiden tnufj, so könnte man fast eine Genugtemng darüber Mpsinden, daß das arme milttärisch, politisch unb Mschaftlich zusammengebrochene Deutschland auch jetzt )' seinen Gegnern aus fünf Erdtellen solche Angst solchen Schrecken einjagt. Das sollte uns ein Wink it fein, wie notwendig es ist, daß wir alle netto« m Kräfte im Lande zusammenrasfen, um uns vor i Welt, und zumal vor der feindlichen, durch das, wir leisten und schaffen, wieder in Respekt sitzen. 1

Aus dem naqvargedlet.

Hlntdmerkskammerlngnng.

§§ Kassel. In der Sitzung der Handwerkskammer mdte sich der Vorsitzende des Gesellenausschusses, ifier, mit scharfen Ausdrücken dagegen, daß di« der indwerkskammer geschenkten Bilder des früheren Äsers und des Fürsten von Waldeck-Pyrmont noch n Sitzungssaal hingen. Aus dem Geschäftsbe­richt über di« Täfigkett der Handwerkskammer feit 14. April 1919 wurde berichtet: In der jetzigen Zett P das Handwerk mehr als sonst auf seine eigne Kraft «Pwiesen und mutz allen Einfluß aufbieten, um seine berechtigten Forderungen an den maßgebenden Stellen -AckWsetzen. Ramenllich mußte ee sich gegen die Be- ikebungen wenden, auch bte Handwerksbetriebe zu kommunalisieren. Die Mchrhett der preu-

ßischen Landesversammlung hat am 9. Juli 1919 einen Antrag ihres Handwerker- und Gewerbeausschusses zu­gestimmt, der darum ersucht, die Sozialisierung und Kommunalisierung von Handwerksbetrtebcn abzuleh­nen, weil dadurch zahlreiche für die Dolksgesamtheit un­entbehrliche selbständige Existenzen ausgeschaltet wer­den. lieber das Lehrlingswesen sagt der Ge­schäftsbericht, daß der Andrang von Lehrlingen zum ^lndwerk erfreulicherweise weiter zugenommen habe. Gegen die Lehrlingszüchierci in den Handwerken der Elektro-Jnstallateuve, Mechaniker und Schlosser will die Kammer jetzt s ch a r f v o r g e h e n. Di« Herabmin­derung der Lehrlingszahl kann allerdings nur nach und nach erfolgen. Die Gesellenprüfung haben in der Berichtszeit 1967 Lehrlinge und 188 Lehrmädchen ab­gelegt. Der Meisterprüfung haben sich 343 Handwerker unterzogen, 326 männliche und 27 weibkiche, 131 selbständige und 216 Gehilfen. 9 Prüflinge haben nicht bestanden. Zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung finden an 21 Orten des Bezirks Lehrgänge mit» 759 Teilnehmern statt. In Kassel sind außerdem noch zwei Lehrgänge für kriegsbeschädigte Hand- werker abgehalten worden. Der Zusammenschluß des Handwerks macht gute Fortschritte, so daß seit der letzten Vollversammlung eine große Zahl von In­nungen neu errichtet werden konnte.

X GerSfeld. DaS Fest der goldene« Hoch, zeit begingen die AuSzügerSeheleute Philipp Wei- kard und Marianne geb. Gutmann zu Mosbach.

Hersfeld. Um den im Kresse Hersfeld sehr im Argen liegenden D b st« und nebenbei auch den Gemüsebau zu fördern, hat'der Kreisausschuß die Anstellung eines Fachmannes auf diesem ®e» brete beschlossen und den KreiS-Obstbauinspektor Gutz- mann berufen. Den Eirtwohnern der Stadt und den Landgemeinden ist hierdurch Gelegenheit gegeben, sich durch Beteiligung an noch näher bekannt zu gebenden obst- und gemüsebaulichen Beranstaltungen belehren zu können. Eine rege Beteiligung bürfte im allgemeinen Interesse liegen. Durch Vorträge deS Obstbäuinspeltors in den Gemeinden deS Kreises soll aufklärend gewirkt werden.

. (h) Friedberg. Die Leitung der Oberhessifchen Milchzentrale richtet an die Landes-Milch- und Fett­stelle in Darmstadt den dringenden Vorschlag, im Hinblick auf die wachsenden Futterpreise eine er­hebliche Milchpreiserhöhung auf mindestens 1 Mark pro Liter frei VerwendungSort vorzunehmen. Sie weist darauf hin, daß infolge der steigenden Unkosten in allen landwirtschaftlichen Zweigen und der geringen Bezahlung. der Erzeugnisse die Er- zeugung der Milch auf rin Minimum zurückgeht und dann jegliche Zufuhr nach bet Stadt aufhören wird und daß bann viele Landwirts die unrentable Rindviehhaltung aufgeben. Für die hieraus ent­stehenden Folgen lehnt bte Milchzentrale die Ver- antwortung ab. (Mit einer Ei Höhung der Milch- Preise ist auch anderwärts zu rechnen. D. Red.)

Aus Oberheffen «nd den heff. Aemirrn.

(w) Amöneburg. Dergangeuen Sonntag sah Amöneburg eine anregende Zentrumsversamm­lung, bte Herr Kaplan Becker mit einer freunb« lieben Begrüßung einleitete. Parteisekretär Mull er- Marburg sprach hierauf über das Thema:Wie steht daS Zentrum zur Regierung und zu den übrigen Parteien?" Nach dem Vortrage wurden besonders von Herrn Kaplan Becker mehrere Anregungen S' en, wie man durch Teilnahme an sozialpolitischen en und durch Werbung für Parteikasse und Presse den Zentrumsgedänken verbreiten kann.

Marburg. Das Schöffengericht verurteilte ehe Kriegsschwester/ die in einer hiesigen Klmik krank gelegen und bte dort gemachte Bekanntschaft einer Frau dazu benutzte, diese dort sowohl wie in deren Behausung zu bestehlen, zu 6 Wochen Ge­fängnis. , , .

# Ziegenhain. Der Kreistag beschloß den Neubau einer Kreissparkasse, und die Anstellung eines 2. Lehrers an der Landwirtschaftlichen Wrnter- schule. Für die Berbilliaung der Auslandslebens- mittel hat unser Kreis 100000 Mark aufzubringen, bte durch eine Kreissteuer von 27 pCt. aufgebracht 8 werden sollen. Zu Kommunallandtaqs-Abgeord-

ans

Heirat! ernstgemeint!

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UL iudit Nm>tande halber

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