HolMSt ttn» ihre Abwenvung
Literarisches
in
Märkte
■*,
otte dem v. H a n« und mit von Dr.
Zur gefl. Beachtung!
Während derAdventSzeit werden Tarrz- nnd dahinzielende DergnSgnngSanzeigen in der „Fuld. Ztg." nicht veröffentlicht. GeschäftssteAe der „Fuld. Zeitung/
M 272.
Mittwoch, 26. November 1919.
lwu;tu M ______ „________ . ,,________nnser« bedeutend-
e^em Monat, durch fein'schweres Leide» gezwungen, I ftenf katholische» Dichterin Eing-mz in das Gebier der fernen Kirchendienst ab. In ihm hat die Gemeinde I Schullektüre verschafft hat. D
ein musterhaftes Vorbild eines christlichen Mannes 1 --------------'' f
verloren, dessen offener, echter Charakter im Gedächtnisse aller, die ihn gekannt haben, weiter leben wird.
Der Schatten.
RamW von Arthur Winckler-Tannenberg.
36] -----------
... Ja, sir harte recht getan. Wer ihr Verhallen branwe doch als hertze Wunde m Konrads Herzen —. UrÄ wenn e feine arme, traurige Mutter ansah, wie sie sich gewaltsam zusammtnrosste'." Auch sie hall« bei der H-immkrt
• damals nur wieder inti) wieder das eine gesagt: Dres Mädchen lehrt uns, was recht ist — aber das Recht kann gnmfam, das Unrecht miüeÄng fein!
Setzt blieb der morgendliche Liebesgnch aus.
Inges Brief war alltäglich ein Sonnenaufgang für Konrads Seele gewesen. _
Jetzt blieb graue Dämmernng um ihn. her, Md des herbstes Sterbeftimnnmg packte ihn mit unheimlicher, früher nie gekannter Macht.
Er hatte sich den Eifenichimmel salleln lagen und war seewärts geritten. Erst über die eigenen Felder, dann durch den Kieseihang, der langsam zum Meer« a .tteg. Ziellos war er weiter geritten, und nun tauchte platz, lich hinter einem Streifen alten Buchenwaldes das Turmtor van Sülleichöck auf.
Da hiell Konrad fein Pferd an.
Wallt« er zu Roderich-Jachem? Wahchastrg nicht. Der würde chm wieder von feinen hachfliegenden Plänen erzählen. Don der Etrglandfahrt, von Tautropfens gewachsenem Ruhm. Das hallte dann an feinem Ohr vorbei wre l'richgültiger Iahrmarktslärm.
Da kam ein Hofgespann die Sttahe da!>er. Der-alte, tki'haarige Knecht grühte und fetzte unaufgefordert^hinzu. • Der Herr Daran is mch tu Hus, nur gnä gräten.
.Ich danke," sagte Konrad, und nun ließ er den et$ny etti die Schloßdüne empariteigen. Babette konnte — wallte « sogar sprechen. Sie war ja Inges Freundin
Er gab sein Pferd ab und lieh sich bei Babette mel- frn.
Sie tarn ihm entgegen und bot ihm die Hand.
War das dieselbe Babette wie sonst, die ewig spöttische, ewig neckische Schelmin? Tiefernst blickte sie vo. sich hin. Sie reichte ihm die Hand und sagte:
»Seien Sie rmllkommen, Herr van Caens, weshalb immer Sie kommen. Roderich-Iochm freilich finden S'« nicht. (& ist vor einer Stunde in die Stadt gefahren zu einer Unten ebuna — natürlich mit dem Inder. Wtro
„Wenn Sie es so zu nennen belieben, meine Gnädige, ; ja. —"
„Und das altes des sogenannten Schattens wegen. Na, den will ich doch mal ordentlich beleuchten. Sie dürfen offenbar nicht reden. Also frage ich keine Silbe mehr. Aber Inge und dem Schatten' will ich den Stopf waschen! Ja, ist denn lne ganze Well umgekugÄtl — Sie lieben doch Inge noch?"'
Mehr als mein Sehen, mehr Äs altes auf Erden.
„Das genügt. Und Inge liebt auch (Sie noch
Er schrie auf vor Jubel: z
„Fräulein Babette — schreibt sie das?"
„Rein, aber ich lese es zwischen den Zeilen. Dafür hat unserem- scharfe Augen. Also persönlich ist nichts zwischen Euch — Verzeihung — zwischen Ihnen beiden?"
„Mchis! Sage weist mich ab."
„Und will setzt vor Ihnen flichen. An den Genfer See will sie gehen. Wohin, sage ich nicht, denn Sie wären imstande, auch dorthin zu kommen und alles zu verderben. Aber ich soll mit, und ich will mit. Geht Roderich-Jochen nach Cnaland, warum soll ich nicht nach der Schweiz gehen! — Doch, nun entschuldigen Sie mich. Der Iagdwagen wird eben aus der Remise geschoben, die Rappen vom Felde sind auch da. Ich muß mich zur Fahrt rüsten." —
„Ve^eih'mg, liebe, verehrte Baronesie, wenn ich Sie noch" eine Minute aufhalte. Aber, wo« wir hier setzt de- sprechen, ist vielleicht von derselben Wichtigkeit für die Zu- kuirst zweier Menschen, als was Sie zu Inge ruft. Was immer Sie erfahren werden, wag immer Ihnen Inge an- vertraut, das eine vergessen Sie nie: Meine Liebe für Ing. ist unerschütterlich. Ich warte, ich halte die Treue. — Sie werden nun immer um sie fein. Sie werden lind und focht ihr Herz beeinflufsen können. Tun Sie es, m::m Sie sie wieder und immer wieder willen lasten: Konrad von Svens hat dich nicht aufgegeben, gibt dich niemals auf und wogt den Kampf um dich gegen alle, sogar gegen dich selbst! Wollen Sie mir diese innige Ditte erfüllen.
(Fortsetzung folgt.)
grotzer Ehrenhof mit hohem Gitter trennt den reich, geschmückten, bornehmen Bau von der Straße, der ze-, dein auffällt, der ihn noch nicht getehen hat. Das vier Häuser südwärts gelegene ReichSkanzlerpalmS zetft dte, selbe Anlage, ist aber nicht so stattlich. Dre Wltbetm- stratze die von den Linden über die Leipztgerstraste fort btt zum Belle Alli^replatz führt, ist in ihrem oberen Teil ausschließlich eine Straße der Palais und Mutt- sterien. ihr früherer ruhiger Charakter ist freilich ichon durch den gewaltigen Geschäftsverkehr der nahen Lerp- zigerstratze und durch den Bahnhof der Untergrundbahn, der an ihr liegt und viel Verkehr gebracht hat, beern- frädjiigt- "b.
— hyüicve im geheizten Zimmer. Es gibt eine Menge Menschen, die im geheizten Zimmer sich nie recht wohl befinden, die sogar stösteln, wenn eme Temperatur herrscht, die sie im Sommer unertraglim finden würden. Dieses Gefühl des Fröstelns kann mehrfache Ursachen haben. Falsche Ofenbeheizung, schlechte Lust, Mangel an Feuchtigkeit und natürlich auch krankhafte Zustande. Die Zimmertemperatur sollte man immer aus 14 bis höchstens 15 Grad R. (18 bis 19 Grad C.) halten, denn bei dieser Wärme fühlt sich ein gesunder Mensch am wohlsten. Eine aroßere Wärme wirkt ähnlich wie der Alkohol: sie ist auaenblicklich angenehm, aber sobald sie nachläßt, empfindet die Haut Unbehagen. Unbedingt notwendig ist ein öfteres Lüsten des geheizten Zimmers. Man glaube nicht, daß dieses dadurch kalt wird; schlechte, verbrauchte Lust erwärmt sich viel schlechter als frische, kühle, reine Lust. Diese bringt auch ein größeres Maß von Feuchtigkeft herein, welche für das Wohlbefinden durchaus erforderlich ist. Trockene Lust entzieht dem Körper zuviel Feuchtigkeit, sie kühlt also die Haut ab, und dadurch eben entsteht das unbehagliche, fröstelnde Gefühl. Deshalb sollte man ebensowohl einen Feuchtigkeitsmesser im Wohnzimmer haben, nre ein Thermometer. Die gesunde Luft muß 60 bis 70 Grad Feuchtigkeit enthalten. Nötigenfalls laste man Wasser verdampfen. Die geheizten Amtsräume bei den Behörden weifen in der Regel viel zu wenig feuchte Lust auf, so daß es nicht wundernehmen tarnt, wenn die Beamten krank werben und die Zimmerwärme ungenüaend finden, während das eintretende fßubiitum vor Hitze umkommen möchte. gf
— Auch eine Frage. Klein-Elfe: „Mutti, du sagtest doch, zu jedem Kind gehört ein Vater, nun sind Wir ober doch dr« .Kinder, wo sind denn dann die andern Zwei fßaMS?" mo
Kraft. * D
3erlitt, bett 21. Oktober 1919.
Preußischer Staatskamwiflar für Dostsernäheung:
- ■* ..... ^r. Pet er s. ■ • “»■
fitvtacn daß in der Nähe der Srädre Grubenholz und I «EXfc zu Brennholz aufiteschuiüen werden mutz, weil Tan enteren Brennstoffen, eigentlichem Brennholz, ÄJ*®id)tigc Folzerungen ergeben sich aus vorstehenden I Ausführungen: . . ■ I
1. Die Meinung vieler Leute, man könne ruhig in den i deuffchen Waid gehen und hort beliebig viel Holz Wo- I gen. um der Br'ennstossnot abzuhelsen, erhält durch vor- I stehende Darlegungen einen barten Stotz. DemfMand, das noch auf lange Jahre hinaus nicht mehr so nut 5kohie versorgt werden wird rote es bn Frieden war, mut I auch mit jedem Raummeter Holz kargen, weil sonst die letzten Dinge ärger werden rote dte elften, wir werden zumal bezüglich unterer Starkholzer m adiey- barer Zeit vom Auslande abhängig, das Ausland kann uns die Preise hierfür dann einfach diktieren. Der verlorene Krieg hat uns nicht nur in große Kohlennot, sondern auch in große Holznot gestürzt.
2. Es ist notwendig, daß der ungestüme Drang nach Waldrodland, der th manchen Gegenden Deutschlands ganz außerordentlich stark ist, m geregelte Lahnen geteuft wtro. Dir für Erhaltung und Pflege des deutschen Waldes verantwortlichen Stellen sind sich der Schwere tyrer Aufgabe Mischen den Anforderungen, die in dieser Htnficht aus kleinbäuerlichen Kreisen an den Wald gritrilt roerben und der Pflicht der Walderhaltung für dte Gelmntyett auch oe- . int. Man hat mit Rücksicht auf dresen Ausgleich den Grundsatz ausgestellt, daß nm solche Heute -Bauern, bte noch lerne 2-4 dir höchstens 3 Hektar eigenen Grundsitz haben, mit Waldrodland berückstchttgt und daß auch diesen vorerst nur ca. V= Hektar Waldrodland »ugetetit werden bürten.^ ^sondere Pflicht erwächst aber i-r Zukunft für alle Prwaiwoldt-f'tz«, zumal dte kleinen und mittleren, ihren Besitz in eine bester« Ve^asiung zu brm.
I gen, als dies meist jetzt der Fall tft. ^te großen Pri- Mtroatobeiiner, die Gemeinden mit grotzem Waldbesitz und
I Die Waldungen des Staates haben einen angemessenen I Holzvorrat, deren Waldungen find durchweg tn etnem gu.° I gepflegten Zustande, die ForstroMfchatt Deutschlands. wate vorbildlich für dte SbriVn KMufttaaten daß «lltehrich
I Eng'attd und z. T. auch Holland lungere 6orststudterende I au ^längerem oder kürzerem Aufent!?alte stoch Deutschland I tenbten zmn Zwecke des Studiums der deutschen Forst- I wirtschaft. In den kleinen tmd mittleren Prwatwald'tngrn | ist jedoch nur ein geringer Holzvorrtt Müstrnsauch I m ihnen eine schlecht renherenbe stockansfchlagw'.rtschast I betrieben. Das muß unbedingt anders werden.
I Wenn je. io gelten für den W-ttd tMd feine yefler I und Pfleger jetzt dte herrlichen Worte ^töerg dte I er ter feinem Sohne, der Forstmann gttwrden ivar, I csnen kleinen Einblick in die. Waldwtttchaft getoann: I feget ten Wald: — Er ist des Wohl'MndeS frchere I Quelle. — , ,
I Schnell verheert ihn die Axt, ltrng;sm nur ivackgr et
Die arme Margaret. Ein Bolksroman alten Stehr. — Die Kreuzesbrant Bon E. diel Mazetti. Für dre Schule gekürzt Einleitung und Anmerkungen hersttsgegebst I. H-ngersbach. Haufen Derlagsgefellschaft, Saar. louiZ. lötl. 4,20.
Der Versuch einer gehtoltjamen Bekehrung. Dte io unglücklich für den katholischen Betvftlttger der Seele der prvtestanttschesi Heldin entegt, bildet den Istha t des Romcms - „Die atme Margaret . Zu .wahrer Toleranz will uns dieser Roman erPehen. nt<M zu einer Tnildsamkett, die uns rinreM, alle Komesitonen seien gleich^ sondern irr Geist der Duldung soll Ms be Kerrschen, der durch das Dersptel etnes chrN« chen Lebenswandels den Andersünkenden von der Wahrheit überzeugen mäebte. Nicht Gewalt ist am P.latze.w'e bet der armen Margaret, da .dte Baume tut blühen auf BefeN" — Der Wrencr Romain ,.T»ude.rletn wnb Schwesterlem", der in vorliegender Umacke-.nma „Dte Kreuzesbraut" hciht, zetgtnns ite Vertesiemn so recht afe eine christliche Tragbi'n. , Richt das kalte, allwal- tende Schicksal berrschr 'n dtesem Werke, sondern e- spielt bi« ein Moment mtt. das Gottleugrtende Kunst- ler nicht in Ansatz bringen könmen: die aus dem Htm- . göttliche Gnade. Nur durch^ien^Glauoen
_ Die neue Reichörestdea;. Da? 'chönste Hans in der Berliner Wilhelmstratze ist das Hans Nummer 73 pgH merte von den Linden auf der —mtsette, tu der .Reichspräsident trbert Wohnmtg genommen bat und vor dem deshalb ein Doppelposten steht. Schön ist cs, obwohl e, schon 170 Jahre alt rst, denn um 1750 hat es der damalige preutztsche Landjäger. ' meister den Schwerin, für sich erbauen lassen. Em
p Hersfeld. Der Diknstags-S chivei ne markt „ ... . 4 । hatte einen Auftrieb von 153 Ferkeln und 3Läufer-
DCtntlfWieS. I schwrinen aufzuweisen. Der Handel war flott, es
* Ein IMLhriqer Prozeß beendet. Der Mühlen« I wurden sämtliche Ferkel abgesetzt. Dte Preise be= bescher Äahner in Sttgwitz (Schlesiens kaufte die I wegten sich zwischen 100 und 200 Mark.
Mühle in Lenig-Rakwitz vom Fabrikbesitzer ^rauke in Birkigt.' Durch diesen Kauf hat ein Prozeß fern Ende gefunden, der über 300 Jahre der „Wanerge. recktigkeit" wegen zwischen den seweiltgen Besitzern beider Mühlen geführt wurde. Schon Frredrrch der Große hat sich mit dem Prozeß im Srebenfahrrgen Kriege beschäftigt. .
* 580 Prozent Kommunalsteuer. Dre «raok Tborn will, um einem fürs laufende Berwaltungs- fahr drohenden Fehlbeträge von l1/« Million Mark «u steuern, vom 1. Oktober ab die Zuichlage von 330 auf 580 Prozent der Staatseinkommensteuer und von 300 auf 500 Prozent der Grund-, Gevaude- und Gewerbesteuern steigern. .
* Studenten and Wohnungsnot m Wren. <Jn dem Bericht der Wohnungsverurittlungsstelle der Lirtschaftdvereinr der Diener Hochschüler wird mit- geteilt, daß zu Beginn des Wintersemesters vrele Studenten, die auS der KriegSgefangeuschaft oder den besetzten Gebieten nach Wren strömten, vergeblrch Wohnstätten suchten. Die Wohnungsnot war fo moß, daß die Studenten auf den Banken '-N den Parkanlagen und in öffentlichen Telephonzellen übernachteten. „ ... . . -y.»
* Infolge falschen FeuerlarmS entstand tu Brlle- plate (Loursland, Amerika) in einem Ballokal eine Panik. Bisher wurden 26 Leichen geborgen.
»«folge teS Rresenbcdarss und des berrinigerten I । & an Holz in' Deutschland worüber in dem I T« „Große Holznot in Deutschland" (vergl. Nr. I z «tngehevd berichtet wurde, wird dieser begehrte 1 Ltff in die Höbe getrieben und erreicht Preise, die I
«o<b vor nicht allzu langer Zeit in den höchsten I «phatttasien nicht für möglich gehalten hätte. Bei | Ansgebot von .Holz in Kreuz an der Ostbahn aus I m„£afL von der Schulenburgseben Forst Filebne I 5500 Fesüneter Kiefern-NutzHolz wurden dies« I für Kiefern-Grubenholz 83—102 Mk. je Fest- I L. gezahlt (int Frieden 12 für schwaches Bau- 1 115 Dkk. je Festtneter (in? Frieden 14—16 3ä.) I für starkes Kiefern-Scheithoiz 240 Mk. je Fest- I „ iät (Frieden 26^—32 M? je Festtneterl. _ In I ritfier Preislage betoegen sich jetzt alle Holzverkäufe. I ’Vteie ungeheure Preis^öhe bat tret Hauplursachtn: I l^Sie (in Nr. 266) ncchgewiesen, ist her H.olzoedars I 8tel gröher tote der normale Mnutzungsias, der I n^-rfchted kann nicht tote früher dstrch Import aus I S Au^ande ausgeglichen werden, ?lngebol unt> Rach. I bedingen jedoch die Preishöhe.
i1 2 Ter erwartete Erport ins Ausland wird von I «mtiennern auf das Fünffache' dos Friedensvertrages I schätzt. Während in friedlichen Tagen eine Million I tetatetcr Holz an das Ausland gittg, erwartet man, I jjy, «aufe der nächsten Zeit je fünf Millionen I Efttneter Holz jährlich an die Entente geliefert wer- 1 tat nähten, ungerechinct die Holzmengen die jetzt schon I : . Ausland verschoben werden. , , |
g Das große Unglück der geringen Kaufkraft un. I Geldes im Auslande und dementsprechend auch I ■L^lfnbe in Verbindung mit der Tatsache, daß jeder I -ick nach Srämfien mit Rohstoffen versehen will, weil 1 höher bewertet werden als daS Geld.
Die Ursache zu Nr. 1 kann nur dadurch etwas ge- I -rißeri werden, daß wir mehr Holz einschlagen wie | xj, normalen ALnutzitttigssätze erlauben. — da? ist nun I otbtani Das Reichsivirtschastsnttnisterium, das mit I wem Jcchresbedarf von 59 Millionen Festmeter Holz. I rechnet, allerdings unter der Eingttngs erwähn- I -m Dor«uSseHung von nur Vi Raummeter Brennholz I sährlich je Kopf der Bevölkerung, timt einem Amport I Son 7 Millionen Festmeter Holz und einem normalen I Einschlag von 39 Millionen Festmeter, hat' angeordnet, I hrfe die fehlende Menge von 13 Millionen Festmeter I jyteb Mehreinschlag in allen Waldungen aufgebracht I tgexjye. — Stimmt allerdings die Annahme nicht, daß vir 7° Millionen Festmeter Holz aus Finnland erhalten mid daß die Bevölkerung nicht mit » Rammneier Acenftcholz Zuschuß zu den sonstigen Brennstoffen, Kohle, Koks. Torf, auskommt, so ist auch die Berech. tning des ReichZwirtschaftsministeripmS hinfällig. W'-r treten im Walde jetzt in eine ähnliche Aera ein tote beim Abschlachten unserer Viehbestände in der Landwirtschaft. Beim Walde dauert aber alles langer, es bauert länger bis em Nachteil in die Erscheinung kitt, | 'tS dauert aber auch länger, bis tcS liebel geheilt ist. I Mhrend unsere Schweinezucht in vier fahren wieder hoch kommen kann, dauert es bei unteren Otiubürefr- \ beständen wohl die doppelte Zett und beim WaDe. wenn! der erst einmal jahrelang überhauen ist, Jahrzehnte, bis erst Normalborrat wieder einttitt.
"Es müssen deshalb alle Mittel angewendet werden, «n unseren schönen deutschen Wald vor dem^Uebel be§ Heber hauenwerden zu bewahren. Eines bietet Mittel liegt darin, daß die Devölkerung das Stvckholz d. h. das nach dem Storrteb des Bestandes ht der Erde bleibende Stück des Stammes nist) die fiarteit Wurzeln zmn Stetere Men in höherem Maße als bisher gewinnt. Dre Arbeit ift nickst einfach, aber mit den modernen Sprenge Mitteln und eigens hierzu konstruiierten Maschinen Lßt sich viel erreichen. Ein zweites Mittel ist, daß möglichst wenig Holz in rohem oder selbst in gesagtem Zusmnds von uns an das Ausland abgegeben ttnrö, dabei darf der Verkauf nur in NuslastdSgeld und mög- Mit im Anfall an die Auslandspreise erfolgen — Liefern wir das Holz als Rohstoff an das Ausland, st verschlechtern wir mehr tut Jnlande unsere totrte Sftlichcn Bedingungen durch das ungeheure Hecke ben der Holzpreise, in deren Folge innere inländischen wirffchastlichen Beztehungs-., nicht gesunden konp nen, als daß wir unseren Valutastand bessern.
Der Versand^ von Holz tnS Ausland in. nicht bearbeitetem: ober nur tecnig bearbeitetem Zrritande wirkt auf unser rmrifchaftlich-S Leben tote ein scharf getchttf. jenes zweffchneidiaes Schwert. Ein drittes Mttiel ist eine mögliM Holzsparande Bauweise.' Es ist wo» be- tarnt, daß toeaen deS Fehlens der übrigen Btwzwfte gtröie dem Fachwerkban mit Lehmsack, das Work gee ;«bet wird, wenn Holz der einzige Rohstoff fest den wir in genügender, ja retchlicher Menge tn Vorrar hätten Was hiervon zu halten ist, geht cmS dem Vor- «soyten hervor. Beim Fachwerkbau wird unbeschadet der Dauerhaftigkeit auf em Mindestmaß in der Bal- Lnstärte hinzuwirken fein. Als viertes Mittel endlich ist reichlichere Förderung und reichltcheres Her- enbrinaen der Sichle, dieses Lebenseltxiers unseres wirtschaftlichen Lebens, «forderlich, nicht nur mn ne BrensiteteM zu lindern, sondern vor allem «mH, um jene unwirtschaftliche Verschwendung zunt Aufhören zu
wieder ’ne fange und ’ne teure Nacht werden. Aber Sie kommen auch gewiß nicht, um Roderich-Iochm zu besuchen —"
„Nein." , „ ‘
„Sondern zu mir. Ich habe Sie erwart«."
„Sie haben mich epnortet? fragte Konrad erstaunt.
„Io. — Roderich-Jochen war eben abgefahren, als Die Post kam. Eine Stunde später roä« er nicht allein ge- fahren, sondern ich hätte ihn begleitet. Ich W einen Brief non Inge dekommm. Einen Sritf, bet mir einfach unverständlich ist —"
Konrad erblaßte:
„Ist sie krank? Wie steht es mit ihr?"
Babette fah ihn ernst, forschend an:......
„Ja, Herr von Evens, das möchte ich^eigettckch cie fragen. Sie müssen doch von dem Schatten wissen, der ihr Glück verschlungen hat —"
Konrad geriet noch mehr außer Fasiung.
„Das schreibt sie?" stammelte er.
Babette aber bekam einen Teil ihres Temperaments zurück und sagte:
.Was ist's mit dem Schatten?" Dürfen Ste darüber reden?"
„'Rein." _
„Gut, dann werde ich Inge fettet fragen, denn sie ruft mich in ihrer Herzensnot, und ich habe mir tchon, da .Robe« rich-Iochen die Schecken genommen Hai, ein Dckergefpann com Felde holen lassen. Ich fahre natürlich sofort zu ihr. Es ist mir lieb, Sie noch vorher gesprochen zu haben. Jedenfalls eine Frage dürfen Sie mir beantworten, Herr von Evens, dürfen es unbedingt, wenn ich Ihnen sage: Ich weiß, daß zwischen Inge und Ihnen alles aus ist." —
„Fragen Sie Baronesse —", sagte Konrad ergeben.
Hub da blitzten die eben noch traurigen Augen ihn entschlossen an: ,, ’
„Haben Sie Inge sitzen lasten?"
, Ein heißer Erschrecken flog durch Konrads Züge. Einen Augenblick versagte chm die Sprache.
Babette redete weiter:
„Sie sind iprachlos. Na ja, 's :>t ;a auch ganz unglaublich, ganz unmöglich’. Es gibt keinen Mann, der ^nge Ruskin sitzen lassen könnte. Also umgekehrt: Inge hat Sie abgewimmelt?"
So weh ihm war, er muhte lächeln. Die alte Babette brach immer mehr durch, Jetzt nahm sie ihn ganz einfach ms Verhör.
Wird' deröffenÄichf. Jede. NoiffchlaKtung ist soft«r der KreiSflrischstelle Fust« (Fernruf Nr, 146) ober dem Vertrauensmann A. M. Nutzbaum hrer s.Fernru Nr 142) anzuzeigen. Die Entscheidung über die Verwendung des' aus der Noffchlachttmg ffttoonnenen Fleisches trifft ist meinem Auftrage ine KrmSfl«sch. steile.' Zmuiderhandlungen wevdeni nach tz 7 der Verordnung der Bezirköfloischstelle vmn 15. Februar 191, bettrefferrd Nöffchlachtungen bezokm.
Fulda den SO. November 1919.
, Der Canbraf: Frhr. 0. Doernberg.
Amtliche Anzeigen.
Verordtt««g.
Die von dei» damals zuständigen! Ministern für Hchndel und« Gewerbe, für Landwirtschaft, Domänen und Forsten, sowie des Innern unter dem 8. September 1916 erlassene «uSfüürungöanweisung zu der Be- kannttnachirng des RerchSkainzlsrZ über Fteiichversor. aung vom 27. Marz und 17. August 1916 — (Reichs. Gesetzbl. S. 199 935) — und zu der Verordnung über di« Regelung des Fleischverbrauchs vom 21 Au- gust 1916 — (Reichs-Gesetzbl. S. 941). — wird tote folgt abgeändert: 1
1. Ziffer 15 Absatz 2 fällt weg.
2. An seine Stelle treten folgende Bestimmungen!: a) Notgeschlachtete Ziere sind einschlietz. lich der Haut gegen eine vom Kommunalverband zu bestimmende und im Streitfälle von der Promnzml- (Dezirksi -Fleischstelle enbgültiy feststehende Enttcha. diarma an die von dcm Leiter des Kommunalverbmr. des zu bezeichnende Stelle obzulieferst und von diesen nach Anweisung M Verbandes.3» Vertverten ^ber ist dafür Sorge zu tragen, datz «n Verderben des iches unter allen Unfftanden verhütet werd Sosern und solange besondere Stellen vom Kommunalverbande nichr bezeichnet sind, hat die Mlieferuntz des D«reS an dem Gemeinde- (Guts-)Vorsteher zu erfolgen. Die- 1 fet hat alsdann für die Verwerttrng Sorge M tvage» und dem Kvnnmtnalverband Anzeige ,u entatten. j
Beti Nöffchlachtungen. bei denen das Les a mt« Fl-isch des notge schlachteten Stetes dem Delbstversor. aer in Anrechnung auf die ihm n<teb den Grundn^mt für HmiSschlachnmgen zustehmtde Fleuchmenge bdaf- sen wird, verbleibt ihm die H-wtt zur eigenen, V«. Wertung. > .
b) Die SnffchädigiMa ist vom Komnnmasvervar«, noch siolgcnden Grunds^en fÄstzustellen: '
MW das Fleisch des DrereS für, volltauglrch tt- I Mrk ss ttt dem Tierhalter dstr toltoeite gHende I SchlMtvtebhöchstpreis zuzüglich des Hautezmchfay-S. I wie bei der Mieferung des lebenden Teeres t» I len. Wird das Flesch als nur bedingt tm-gttch oder | minbertoetig befunden, so ist diese Enffchädl^mg um I einen* der geringeren Deschaffcn^M des FletscheS enh- I sprechenden Betrag zu kürzen. WM .. . , ___
I Wird das Fleisch für mstauglrch erSärtsofft dem I Besitz«, sofern Nicht auS veterinarpölrzettichen Grün- I den auch eine unschädliche Beseitigung der Hmtt zu I erfolgen hat. nur der Häuttt-nieil zu erstatten, I ' c) Ist das Lebendgewicht des notgefchlachteten I Bieres vor der Noffchlachttmg nrchi mehr feststellbar I gewesen so ist e3 nachträglich Mt. errechnen, und zwar l-uff Gnmd des nach den Defnmn-mwen über das | ZLachten utft» ” ‘ " tilupg des «-chlchchtMlM^ I d-v einzeln titergttfiungen nach dem
des Zrrn 5 r? für Landwirffchast
I ME, und F-rsten oot^ö. 1900 zu emnttelnden I Ahlochtgewichts rind einer SchlachtauZbeute bm Rm« I dern von. 40 v. H.. bei Kälbern von 65 vH., bet I Schafen von 40 v. H., bei Pferden ufto. von 40 v H. I g. Diese Anordnung tritt mit dem heutigen DoM
heran. „ . r .___.
— M Euer Deuten und Tun — die tontet werden . .R ,
Soxsen mit Fleitz wir zur Zett, datz sie uns lvSen I Gestalten wie
. —--; I voll begreifet,. _ .
Aus dem Rachbargebiet. I Mim See öÜÄeMtthrn Dichtevin ^ablen. 6e.
Wirtshauses im nahen Mosbach wurden am ^oun- I - Die arme Margaret" find mehrere Kapitel des taq morgen durch eine Feuersbrunst völlig etn- I Ariginals gänzlich toeggelaffen wordetz, solche, die für geäschert. Die Hausbewohner konnten nur das I Verständnis und den Genuß am eSelten entbehrltch nackte Leben rette»." Der Besitzer, Landwtrt Marttn I schient. Di- Haupterrbeit widmete der HeraM^r Baier, der sich erst vor einioen Wochen mit einer I kr biographischen Etnlmttma und den t^uhruchen r-chtz- tiM 'S,
-»dw«»»» I« »«*• I
versichert. Die Mutter tft nur gering versichert. I greifen. — „Die Kreuzesbram" enthält eine
Der Schaden der Abgebrannten i|t bet den gegen- I «iwas geenterte Einleitung und ebenfalls
wärtigen Verhältniflen unersetzlich, zumal die ganze i einen >roaneniar, der bei den zahlreichen 2Bte*cr ShtSftattnna der junaen sfrau total verbrannt tft. I zfauderwelsch-MSdrücken gute Dienste leistet. In diesem
ein« HI-- b-i bin’sitern »oysenomm«« I tafeln! «-!.
Haussuchung förderte gestohlene Lvafchestucke I * ^Ln. Genatt des Frieders taucht noch
1 im Werte von etwa 10000 Mark zu Lage. 1 £-u ma£ unmittelbar ufub mittelbar auf und er-
(’m) MalacS bei Eiterfeld. Am Sonntag abend I regt beim unbefangenen Leser nur Befremden, da sie ,'chich nach kurzem, aber schwerem Leiden unser hoch- I vMg in b-r
verdiertter Kantor, Herr Kaspar Bogs! auS m I jj^auftese dürfte dtesen DLrngel zu beseittgen Leben. 49 Jahre lang versah er den Dteust ,ur | - aber sind diese Schstlausgöben.
äußersten Zufriedenheit der ganzen Wememde und I jemerft such einen ™
mit außergewöhnlicher Pflichttreue und Gewissenhaf- 1 Ieien berinenrit, trefflich gelungen.
tiokeit. Trotz seine« hohen Altertz gab er erst vor I hachers-rckick. daß der Herausgeber