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Aus dem Nachbargebiet.

nrcht fo peng unftfidötg fein soll und von den Berge::- gen tm Rubrrenier.

Dann sah man ivedcr e.u.llai.1 ben LnabhSanftie«

)( Blankenau (Ä'r. Fulda). Da in den letzten Sei­ten der Mangel an Petroleum sich immer mehr fühl­bar machte. wurde im August d. 2. in hiesiger Gemeinde mit dem Bau einer elektrischen Anlage begonnen Am Montag konnte nun schon ein Teil der Ortschaft zur vollen Zufriedenheit der Bürger ejef- irisch beleuchtet werden. Unser Herr Bürger- meister Hal es verstanden, die Wasserkraft so auszu- nutzen, daß die beiden Mühlen unseres Ortes nicht

Heraus mit unser« Gefangenen!

. Q II. Stob. In den rKiesensälen der Berliner 6Iie ftoo lreutr abend die etite große Brrsaäünlung

Warnm der Berliner Genrralstreik scheiterte.

In einer Kommunisten-Versammlung in Ld-rr- lottenburg sprach sich der Spartaki'ienfüdrer Meiert über die Gründe aus, die bat Scheitern des Berliner Generalstreiks verursacht hätten. Er gestand zu, daß seit Anfang dcS Jahres die beftipsten Meinungk-ver- schiedendetten in der Zpntralleituna der Kommuinst.-n zum Ausdruck g<kommen seien darüber, ob em General, ureik möglich und zweckmätzi i sei oder ni tt Der Brr. Unet Generalstreik sei deshalb > escheiwrt, weil diese Memun Sverschieden''etten zu einer Z 'r ctzun i de- Kommunismus geführt hätten. Jetzt harren sich aber die Führer geeint t in der Erkenn ins, daß ein General, streik nur rnöüick fet, wenn er glerchzeitta im po n gc n ?l e i ch c zur Durchführung komme Es dürfte also künftighin ein Generalstreik nur prok.amierr wer­den, wenn die einh ttiicke Durchführung gesichert sei

25is werden also den OencraifireiZ tn neuer Auf­lage uab in erweitertem Usrjaass eines schönen Tages

* Student:» als Bergarbeiter. Studierende der Wiener technischen Hochschule beschlossen in einer von 600 HZ etn besuchten Versammlung, an Son«, und Feier tage« im Z üingdorfer Bergwerk Kohl« zu ichüifen und zu verladen, am die Schließung der Techni chen Hochschule wegen KohlenmanzelS zu verhüten.

* Kohlennot herrscht auch in Frankreich. In Eons mußte die Lichtzenkrale tnfol.ie' essen schließen, wo ans tn 3800 Fabriken in der Umgebung von Paiis die Arbeit eingestellt werden mußte. Aus allen Teilen Fiankreichs kommen ähnliche Meldungen.

erleben. Aber wenn e-5 sogar unmöglich war, in einem beschränkten Bezirk wie Berlin eine solche Massenaktion durcbzufnhrcn, wie anSsi btSloS erscheint erst einGeneial- streik, der ein ganzes 60»Millionen.Volk treffen und umfassen iout

DerVorwärts" schreibt zu dem Endedes Me­tallarbeiter st reiks:

Teuer erkauft find dir Lehren, die die Ar- beitet aus dem Streik zu ziehen haben. Sie zeigen ein­mal, daß im wirtschaftlichen Kampfe zimachsl alle Mittel erschöpft sein müssen, ehe zu der letzten Waffe, der des Streikes gegriffen werden kann, und zum anderen, daß radikale Phrasen und großsprecheri­sches Draufgängertum durchaus noch nicht Ge­währ für eine wirksame Anwendung dieser letzten Waffe bieten. Daß diese Erkenntnis sich immer weiteren Krei­sen bemächägen wird, dafür tragen die unabhängigen Ge- werlschaftsftrateren selber am besten Sorge. Das Hinein­tragen parteipolitischer Tendenzen in die Ge. werkschaftsbewerung, wie das wieder auf dem Mttall» arbeileroerbofdstaoe in Stuttgart der Fall war, find fprr- chende Beweise."

-.rSlaqa im Ruh gebiet hat sich, wie

jetzt mitneteilt wird, wieder seit Beginn der Personen- veikehrsiperre in her vorigen Woche wesentlich ge­bessert. Die Fchit'ffer in der Wa'engettellunz ging von 9400 aus 32<O herunter und regen Schluß her Woche fehlten nur noch einige hundert Wagen täg­lich. Infolgedessen konnten seitens der Zechen Vor- februnqen zum Aw > cm Sport der Haldenbestände ge­troffen weiden. Da sich der Wassersrand des Rhems noch nicht wesentlich gebessert hat, konnte aber die Besserung in der Vetkeh'slane bisher nicht tn dem gewün chlen Um ange zur Geltung komme».

Aus dem besetzten Gebtet.

Tie Deutschen können hungern. Irr

ch-trte nut tlncn BeisüllSb. zerrgnnarn nidji. $>ctt !pp>l oerinoiten dadurch aeiehädiat werben. Besondere

redete den Unck>aäugig-n scharf inö Gewissen; er wrack gering,teil vaouny geilyumgr w-rvri,. -oe]onoerc

von Weif eilt en, an denen ter Unabhangi e Ludwig

Preussische Landesversammlung. A

Sitzung vom 12. November. (Tel.)

Cs will scheinen, als hätten die ruhigen, sachlichen 5ct3anolun en über den Lergban-Etat schon zulange gebauert. Denn v 8 gegen Ende der Sitzung herrschre ödeste Barteigezänk. bei de« die L-ellen der Erregung außerordentlich hoch schlnaen. Es sprach kein einzelner Redner, sondern daS ganze Hau», daS sich bei diesen Lürmszenen überraschend füllte, redete, schrie und gestiku tert-.

H rr R.ppcl ton den Deutsch-Nationalen stand ans der Tri. unc und iprach plötzlich vonoftattichem So» iaiivmub". Der Egor der Unabhängigen tobte; se dst 'bolr Hoff nanu könnte mit seinen Zwisckenru e r daö j Tohuwabohu nicht mehr durchsrin en, er le ie die « Hände als Spiachrohr an den Mund. Die Reckte

Siadivetordnetensitzunq von Saarbrücken wurd. mitgeteilf, daß die Aussichten für die Versorgung der Stadt und des Saargebiets mit Milch trostlos seien. Der bisherige Bezug aus Elsaß-Lothringen werde voraussichtlich aufhören, so daß Milch nut noch für tue kleinsten Kinder und für solche Kranke geliefert werden könne, bei denen der Arzt Todes­gefahr festslellt. D-e französische Militärverwaltung verfügte indes, daß den im Saargebiet wohnenden franM cken Familien unter allen Umständen ge­nügend Milch ohne Rücksicht auf die Versorgung der Saarbevölkerung geliefert werden muss-. Französische Zumutungen. Die Stadt Wies­baden hat auf Anordnung d/r französischen Be­hörde bereits in zwei Wohnhäusern in der beleb­testen Gkgenb Freudenhäuser für die Offiziere und Mannschaftender BefatziitigStruppecinrtchken müssen. Das genügt über nicht, die Stadt hat jetzt ein drittes öffentliches Haus gegenüber der Kaserne sertigsteilen muffen und zwar mußte innerhalb 24 Stunden den Mietern gekündigt werden. T'vtz des. vorhandenen Koblenimnigels und des Hinweises, daß bte Bürget bei der Kohlenbeüekerrtng doch wohl vorgehcn, ver­langen die Frank en eine bessere Beheizung der Freudenhäuser. Tas von der Stadt int Sdnmer geschlagene und für diese Ze t der Kohlennol aufge- stapelte Holz ist von den Franzosen beschlagnahmt worden. ~ Ein stanzösicher Offizier, der im siädu- scheu Lebensmittelamr Milchfür sein Kind" for­derte, gab bei der Flüge nach dessen Alter die be­zeichnende Antwort: Wiesbaden könne es sich zur Ehre anrechueu, einem französischen Offizier Milch zu liefern.

Ein Frankfurier Ausflügler bmt Franzosen et» schosseu. Als eine Gesell chaft Frankfurter Ausflüg­ler Sonntag abend bei Kelsterbach in der Nähe eines allen, von fclWirzen Franzosen befttzteu Schuppens vorbrikam, krachte plötzlich ein Schuß und der l9iährige Kaufmann Alfred Birnbaum aus Seanksurt fank tn den Kopf getroffen tot zu Boden, ie Kame>aden wollten bte Leiche mit nach dem Ort nehmen, wurden ober durch die drohende Hal- inng der Schwarzen daran gehindert. Erst "mit Hilfe französtfcher Off zieie konnw der Tote fortge- bracht weiden Die von den Freunden veilangte Anzeige ber grundlo en E> sckießung des Birnbaum bei beut A ntsgeiichl Groß-Gerau und der Staats­anwaltschaft zu Mainz wurde von den französischen Behm den abgelehnt. Bon den Angehörigen be6 Toten und den Zeigen des blutigen Vorfalls ist bei den Frankfurter Behörden Anzeige erstattet.

Abzug bet Rumänen ans Budapest.

Len Weisungen bet Entente nachkommend habe» die rumänischen Trappen nun die ungarische Haupt­stadt Budapest geräumt. Ser Abzug der Rumänen wird von der Bevölkerung mit großer Freude begrüßt.

der ReichSveremigung eh-malirer Kriegsgefangener unter ungeheurer Betcrli 'ung statt. Freiherr v. LerSner schilderte die schrecklichen Leiden der deutscien Stic s. gefangenen und oft unterbrachen Schluchzen der Frauen und Mütter und ZorneSruse und Verwünschungen der Männer ge en Ciemenceau, den allein: en U Heber nnb Verlängerer dieses Elends sein! '.Worte. Nach einem drin enden Nus an die Front und einem Aufruf an die Berimer Bevölkerung zur Massenbeteiligung an den dreißig Protestversammlungen des nächsten Sonn, tn 8 wurde sol enge Entschließung eiustunmig an­genommen: Zusammen mit den i'inneböri'en, bte sich Volksbund" und imBund Deutscher Frauen" ver­einigt hoben, rufen wir auf5 neue in die Heimat hin. cu$: Deutsche Heimat, tritt für deine schar ach. tenden Brüder ein, denn sie leiden für eitel Die Zu. rütEjalhr .g unserer deutschen Gefangenen ist ein Z u- rückfallen tn t ic Zeit der Sklaverei. Wenn mich besiegt, so wollen wir Deutsche doch für das oberste Recht der Menschen, das höchste Gut des ein- gelnen eintreren, um bat seit Jahrhunderten hie Völ­ker ringen, die Freiheit, liebet Parteikcrmpf und Klas. senhaß reicht euch die Hände; ruft e§ hinaus in bij ganze Welt: Freiheit für wehrlose Menschen! He r- aus mit unseren GefangenenI

Aranzösisches Satze- und Mausspiel.

DK Franzosen haben, wie verschiedene Blätter melden, mit fcan Abtransport ber deutschen Kriegsgefangenen begonnen. Es handelt sich da wohl um bie Sanitätsperfonen, deren bevorstehende HeimfcnLung dieser Tage ongekündigt wurde. Ein erster Zug mit solchen lief Dienstag mittag in Essen ein. Inzwischen sei, so wird wester berichtet, von Paris aus plötzlich, der Befehl ergangen, den wei­teren Abtransport einstweilen einzustellen. Ungefähr zehn Transporte, die sich noch auf französt- schem Beden befanden, feien angehallen und z u r ü <f» geleitet worden. Welche Vorgänge diese Maß­nahme veranlaßt Höllen, laffe sich noch nicht ermitteln.

Deutsches Reich.

o. Die preußische Landesversammluug wird sich am 19. Aov. bis zum 27. vertagen, um den Abge­ordneten, die fetzt durch die Verkehrs perre.aur längere Zeit in Berlin sestgehalten werden, Ge­legenheit zu geben, auf kurze Zett nach Hause zu fahren, sowie um den Ausschüssen Gelegenheit zur Bewältigung der ihnen vorlregendr« Arbeite« zv geben.

* Neue Millionen. Der preußischen Landerver­sammlung ist ber Entwurf eines GeetzeS über wei­tere Hei Hilfen zu den KriegSwohlfahitSausgoben der Gemeinden und Ginneindevsrbänds sowie zur Verbilligung von Lebens Mitteln und Un­terstützung öffentlicher Notstandsarbeiten zugegangen.. Nach dem Entwurf soll der Staatsregierung em weiterer Betrag bi- zu 215 Millionen Mark für diesen Zweck zur Verfügung gestellt werden.

* E n falscher Schluß. Ter Aus all der Geme'.nve- wahlen in Schlesien har zu der Befürchtung Anlaß gegeben, es könnte bte kommende Abstimmung bte Löstrennung großer Gebiete von Dentchland bringen. Von derUeußischen Req ecuna wirb diese Befürchtung als unbegründet oder doch gewaltig überirtzben bezeichnet. Wenn man das letzte Ab- ftimtnitngeergebnio in Schlefien richtig werten wolle, fo muffe mau die besonderen Verhüll niffe in den einzelnen Gemeinden beriuksichtigen. Es sei Tat­sache, daß jetzt sehr viele polnisch gewählt haben, tveil sie ihr« Jntetefie«' in ber Gemeinde von den Polen besser vertrete« glaube«, die aber zweifellos bei der Abstimmung über die Zugehörigkeit zum Reich sich für Derrtschkand entscheiden nrrben, da sie gar keinen Grund haben,. mit besonder! r Hast zu dem entsetzlich verschuldeten polnisihen Staat 31t kämmen,, dessen »itWWW ^erhSMiffe'noch wesentlich ter- rüftetet feö, ö!3'bie des Detf fchrn Reiches. Man DÜife mich dte Hoffnung hegen, daß die. laue Wahle beteil'guttä der DeUrfchew sich bei ber Abstimmung über die Reichszugehörigkeit nicht w ederholen werde.

* 125 Kaliwerke still tekat. Aus Kreisen bet Kalsinor-stris kommen folgende Mitteilungen: Jn- wlge der Me" Jndustrww gleichmäßig treffenden Kobkennot [ieae.t in Deutschland zÄrzeik nicht toeui-tr als 325 Kaliwerke still. Es ist aller Wahr­scheinlichkeit nach damit zu rechne«, daß diese hob« Zahl eher noch eine Steigerung erfährt. Nm bte Gefahr der Stillegung weiterer Betriebe abzuwenden, trägt sich jetzt bad Äalisvndikat mit. der Absicht, amerikanische 'Kohle einzuführen. . Zum Ausgleich für die lehr hohen Preise dieser Kohle foll. dafür Kali zum Dvllarpreis nach den Vereinig!«« Staaten exportiert werden. Aus den Bereinigte« Staaten liegt eine Anforderung von 70000 Tonne« Kali vor, ein Beweis dafür, daß das kehr teure amerikanische Kali-Ersatzprodukt den Bedürfnissen des Landes in keiner 'Seve Genüg: u leisten ver­mag. Die d.'.ttsch-am'rikantschep Df handlnngetk habet: bereits erkennen laßen, daß bie amertfam dien Anforderungen weit über bas hinausge 'en, w rs nach dem heutigen Stande der deutschen Kaltp> odukiton von Deutschland geliefert werden kann. Hier soll ?t: mit Hilfe der Einfuhr amerikanischer Kohle die Produktionserhöhi'.ng bewerkstelligt werdet!.

HeldenvaierS «bete er, um ju betonen, ^»5 « nichts wisse. Wen« man ihm glauben will, find bte Unabhängigen reiner als die Erigel.

Nach ihm Adolf Hoffmann. Geladen dtS oben, env lud er sich in attbefter Leidenschaft- fr(^e -® überschlug sich, a'.S er immer w-eoer bte ©enter ~iel! inecktS und Rosa Luxemburgs zitierte und «is er seckst Haase alS Opfer der Revolution hnrstellte und andere Lieb-ttSwürllgketten warf er ber Aechttn an den Kopf und veranlatzt» immer neue sturmlflye ' ^Mäd«nd dessen aber friert daS Volk und vertrau», daß seine berufenen Vertreter t^te ÄrbettSirart unb ihre ganze Sorge an btt Hebung bet Koy-ennot wenden, llönntr man ihm nur tn em- «tymta wie e.rtn kurzen Blick gewähren zahlreiche d.ezer gewaltigen Schreitr würden dann stcherUch bet den nach- fier. Wahlen nicht mehr da« ehren-, aber aad) betone wortung-volle Sinti eines Bolksv-rtrLterS.ertza.ten.

Donnerstag: Beihülfen zu. WohlfahrrsuuSga-e» der Gemeinden. . .' '. .

Kurland.

Stu haWudisch-be^ischer ZwischeufaL M BreuSvenS auf hvllandifchem Gebiet art der Scheldn war b»e von entern belgischen Schiffe gehißte vel- gische Flagge beruntergerissen und verbrannt,worden. Die belgische Regierung iMt nun nach BlätterMel- dungen beschlossen, von den Riedsrlandsn nicht nur ritte Entschädigung für den dem belgischen LchiffL zugefügten Schaden zu verlangen, sondern auch «ns feierliche Wiedergutmachung für den der Fahne zu- gefüqren Schimpf zu forder«. Ei« belgisches Tor­pedoboot soll die Schelde hinunrerfahren, und die Fahne soll von den holländische» Behörde» gegrüßt werden. . .

« I« Frankreich spitzt sich der Wahlkampf immer mehr zu einem Ringen zivilsten OrdnungS- Parteien u«' Bolschcwi'ten zu. Die Partei bet' unifizierte« Sozialisten nähert sih von Tag zu Tag mehr dem ruffischen Bok'chewiSinus. So faßte die Bereinigung bet Seinegewerkschaflen einen Beschluß, die Ägiiatio« für den Generalstreik einzuleiten unter dem Borwandr, die russische Revolution zu retten.

. Die neuen Forderungen der Entente.

Sn 6«; SArigen Kabiuettssttznng ist über «« Rote des Verbandes wegen des Zusatzproto- E® *12 Mr Friedensratisikarion beraten worden. Sn« ^|en haben bte Beratungen zu einem Abschluß noch nicht geführt. Die Note fordert bekanntlich bie Erfül» «W von Verpflichtungen aus dem WaffenMstand, zur Frieb«rsratisikation geschritten werden kann. Mr^tts müssen gewisse Fragen, wie die Einsetzung ^ll^Eralliterten Öberrommission im linksrheinischen

Tatigkeft der mllftärischen Kontrollkmnmis- h Regelung der Souveränitäts-

trage im Memeler und Danziger Gebiet, die llebergabe «r Reg«tung im Saardecken, die llebergabe ber zeit- wutfien Regierung in den Abstimmungsgebieten Ober- lchlefien und Schleswig-Holstein, ferner die Festsetzung Kr Raumungsftisten noch vor ber Ratifikation gelöst ^röen. Zur Regelung dieser Fw:gen ist die Reichs- «gierung auf gefordert worden, bevollmächtigte Ber- LV1 er nach Paris zu entsenden. Die .Deutsche 3ifl erfährt, daß diese Mission demnächst nach Paris abreisen wird.

Die Frieden Znntersnchnng.

Die technische Byrbereitung des U-^ootkricges.

Zum Sckluh der Sitzung des UntersuchuugSvuS. schusseS der 3?ationalt>eriammlunfl am Freiing wai noch al» Sachverständtger der frühere fortschrittliche Aba. St. tneb. Strupe vernommen worden, dessen lange Aursiihrunge« in dem Borwurf gegen Tirpitz und Ca­pelle gipfelten, daß sie nicht genügend U-Boote gebaut hätten, und daß Capelle den HauptauSschntz des Reichs» taaeS durch feine Erklärungen getans*t hätte. .Sn der SitzmiF «ä Dienstag »erteitigfe sich nun ter ebe. malige Niarineftaatssekretär. Aümirrck v. Capelle, gegen diese Vorwürfe: Während des Krieges wun­den im gangen 810 U-Bsote gebaut, davon gaben in Auftrag Lirpiy 18« und fein Ltachsolger Cavelle 579, und stoar 1916 90, 1917 269 und 1918 220. Schlecht wegseloNimen sei laS Jahr 1916, weil dwchals der U-Booikrieg auf Drängen der politischen Seite prastlsch versKnd-r-werr, infolgedessen, nobrn ja «mchLirpitz sei­nen Mschied. Sei dieser Situation konnte Tabelle älso. Wie er bärleyt, gar kein großzügiges U-BootLaupro- grmnm ans stellen. Pach den Ausführungen EapelleS «rät bie Untersuchung wieder in das Fahrwasser einer Debatte. Die Fragen gehen ins Uferlose, so!, wie der S-schderständige Professor Bonn sagte, es nur sehr schwer möglich ist, sich"ein klares Bild der festzustellen- den Angelegenheiten zu machet:, da immer wieder neye, teilweise ganz fremde Gebiete, angeschnitten wer­den, die natürlich, hier nicht erschöpfend beantwortet werden Lnnen.

Jnteiessanr ao3 ber Debatte ist die Feststellung Capelles, daß er in einer RetchStagsrede vor der UebeS- schätznng des U-BootkriegeZ gewarnt habe, und daß em die Möglichkeit, England radikal von seglicker Zufuhr abzitsperren, kein deutscher Nlarinc sachverständiger ernstuch geglaubt Hecke. Dr. Stricke und die Kapitäne Bartenbach und Trüningh«us streiten sich in scharfen Worten. Kapitän Brüninghaus wies di- Be­schuldigung, Dr. Struves zurück, dem Reichstag falfch- Angaben hinsichtlich ber im Ban befindlichem Boote ge» macht zu haben. Wenn er die Auskunft gegeben habe» daß 479 U-Boote im Bau feien, fo hxbe dies durchaus den Taisachen entsprochen. Das Jnüaugeben fei ein fachmänischer Ausdruck und gleichbedeutend mit ?gibe- stellunggeben. Kapitän Barfenbach bemerkte, daß bei Beginn des unbeschräi kten U-BootkriegeS im Fe­bruar 1917 eS sich für dis Marine N'ckt um einen vollkommen neuen Kriegsabschnitt gebarb lt habe, son­dern um die Ausführung des Planes, dem WirtschaftS. leben Englands einen gehörigen Aderlaß zwufügen. Die neu auSfahrsnden U-Boote hätten sich durch nichts von den früheren unterschieden; sie hätten nm andere Verhaltungsvorschriften an Bord geh-abt. Es kam bann noch zu einem heftigen Zufammsnstoß zwischen Lr. Struve und Brüninghaus, der Herrn Struve eortoarf, bte Unterlagen, bie er besitze, könnten ihm nur durch -«st- Md landesverrat-rische Handlirngen anderer Personen zugeflossen sei«. Struve entgegnete in auf­geregtem Tone. Mit diesem Streik schloß die Sitzung, die den Wagen d-3 StaatgerichkshofeS nicht um Hsrrss. breite vorwärts gebracht hat. 9in der nächsten Sitzung wird Staatssekretär Dr. Helfferich berrnvstmen.

Generalfrlvmarschall v. Hindenburg, ber gemeinsam m5t Suibanbor ff nach der Vernehmung Helsfa- rrchs vor dem UnrersuchungSaukschuß erscheinen soll, ist in einem an einem Güterzuge an gehängten Salon­wagen Dienstag vormittag aus Hannover in Berlin eingetroffen. Der Feldmarschall, den ßnbenborff auf dem Bahnhof empfangen hatte, wurde vom Publikum mft Hock- m b Hu rarufen begrüßte. In dem Augen, blick, als er die Straß- betrat, wurden ihm gewaltige Hnldigimpen von den nack vielen Tai'senden zählenoen, draußen harrenden Menschen darpebracht. Nach der Abfahrt des Feldmarschalls kam eS zu unermüdlichen Szenen. Nn ber Men^e versuchten einige Personen, darunter eine Frau, von dem «Dtassenschlächter" zu sprechen und brachten ein Hock auf die Internationale aus, wodurch es zn schweren Prügeleien kam. b's das Militär endlich die beiden Parteien trennen konnte.

Woher der Kulturkampf*

Wen» bte Völker aufeinander loSichlagen, bann [ fftÄt in ber R-ael jeder Teil die Schuld an dem I Srirge auf den Gegner,zu werft«. Auch wer jahie- lang den Krieg voibereitet Hst. wäscht seine Hände hi Unschuld, und wer bte ersten Kuaeln abschießt, U-thauplet ftierl'ch, er tue das nur au3 Notwehr.

Aehnlich gebt. eS manchmal bei inneren L 0treitigfette». Neuerdings so >ar auf dem Gebiete E tzeS Kulturkampfes. Die Herren von links, die auch - ht ber Kirchen- und Schulpolitik Revolution machen L' Aöniett, zeigen auf da- Zentrum als den Friedens­störer, weil eS sich erlaubt, seine Interessen zu ber- k leidigen. So bringt j. B. dasBerk. Tageblatt" , eiten Artikel, der Nachweisen will, das Zentrum st hübe die Kulturkampfparole aukgeaeben und dahinter stecke ein proßaiti-er Plan. Den enthüllt der schlaue st Rann anknüpfend an die Rede des Erzbischofs UFaulhaber auf dem Münchener Katholikentag in , folgende« Worten:

.Die Deutfcknationaleu und die Zentrumkleute, Ne unter Führung des ErzbisckofZ Faulhaber stehen, wollen auf dem Umwege des Kulturkampfes den dem o- 'tra tischen Staat wanken machen, Sem fte politisch ' nicht gewachsen sind: deshalb mchen die L-utschnatio. uale» allmählich engere Fühlung mft dem Zentrum in der richtigen Annahme, daß bie Kulturkampfparole 5» Deutschland noch immer eine ansehnliche Schar zu gemeinsamem Handeln vereint hat".

E, Diese? Märchen erinnert an dieFestrede", die PhU'pp Scheidemann am Revolutionstage in einer bet Berliner Gedenkfeiern hielt und tn der er wie­der einmal die Ansicht vertrat, der Hauptseind deS Menwäriigen Staates stehe nickt kinks, sondern rech:S. Jn gewissen Kreisen verschißt man die A <gtn krampfhaft gegenüber der umnürzlerischen Agi- totion der Nnabhängigen und Spartakisten, um da» »«gen das Schreckaeipenst der monarchischen Revo­lution in den grellsten Faiben au die Wand der «irderstube zu malen.

Die Deutschnaiionalen mögen sich ftlb-r bettet- ditzen. WaS das Zentrum angeht, so weiß doch je­des Kind, daß ihm die Abwehr des Kulturtampfts, die Sicherung ber religiösen Rechte und Jntereffen, «ine Hauptsache ist, und daß e8 gar nicht daian denken kann, diejen Berteldigungskampf als Mittel »» einem anderen Zweck herabzudrücken. Wenn sie Rechtsparteien, die auf christlichem Boden, stehen, fick fn der Abwehr dem Z »ntrum att'ckließen, bann Sb sie natürlich herzlich willkommen. Aber eine Ver- wörung zur Gegenrevolution wirb bamtt nicht be* gntobti. Wie käme auch bas Zentrum dazu, sich in em fo verwegenes Abenteuer verstricken zu taffen, pochdem es bie Aufrechterhaltung der bestehenden örbnuufl als StaatsnotWendigkeit erkannt und durch die rvcfentüche Beteiligung cn der Regierung unb der GenMsbung fest Jahresfrist treulich betätigt Hartz , Wellten wir nun atuietjmen, auf der Linken herr- sl^e wirklich fo große Furckst vor einer Gegenrevolution Mittels der Kulturkampfparole, bann bliebe doch bie Frage: Warum lassen denn diese Turmwächter des deknvkralifchen Staates ihre kulturkämpkerische Be­strebungen nicht ruhen? Sie brauchen ja nur bte Angriffe auf Kirche und Schule einzustcllen, dann ist Ätcjoßi Kulturkarnpfparole verpufft, div vermeintliche Verschwörung vereitelt, der demokratische Staat ge-

Jßrer sie geben keine Ruhe, weil sie vom Angriffs, wrd Ervberutrgsgeiste besessen sind. Sofort imch der wurde der Krieg eröffnet unter dem Gene- WlsÄLmurichull Adolf Hoffmann. Di- Trennung von »rrche und Staat, die Aushmigermrg der Kirche, die Vrrtrerbung des Religionsunterrichtes aus der Schule, We Entchristlichung ber Jugenderziehung das alles wurde im Handumbrchenverordnet". Inzwischen ist «m fteillch Herr Hoffmann aus dem Kultusministe- «um htnauskomplimentiert worden, aber der Kultur- jsilmpf wird doch fortgesetzt, in etwas milderen Formen styd^e3 bcb6^tiserem Dempo- jedoch zielbewußt

Das Zentrum hat in Weimar alles mögsiche getan, tm ölejen inneren Zwist von dem Daterlande fernzu- yokten. lieber die Grundlagen des Kulturftiedens 2 « auch in. der Reichsoerfaffung mit vieler Mühe «n Scmpromin erzielt. Aber wirb es durch geführt ? Jn tnebreren Gliedstaolen und vor allem in Preußen man trotzdeur den christlichen Interessen ein kt^tlen. Soeben haben wir ja noch in der *2^6Wn Landesversammlung aus Leibeskräften uns «chrm muffen gegen die arge Zumutung, die " radikal- ^urkunrpfMfche Verordnung über den Austritt *«£7 Ktrche zum Daucrgefctz zu machen. '3X,Sdn«be" nichts anckeres. als daß die friedlichen Vechoimisie auf dem Geoict bet Kirche und Schule, die

Revolution bestanden, gewahrt'bleiben.

Fr-edswstonmg g^t nur von denen aus, die den *51«^ Monarchie benutzen wollen, um auch die KM' Ktrche und Schule zu stürzen. Das sind di- S??M?cd!T,rS^pJC5- 86,116 »Kriegslüge" kann us die Schuld zuschieben.

fir 262. I für den redatticmellen Teil: Karl Schütt-, I Art 11 TT1Q1O I Ttrlaq der Fuldaer Lcsiendruckertt in Fu^e. I 46. löhtQ

fc III» I für di- A-zr:gen: I Pareeller, Fulda. - Rotationsdruck > »X LisveMyer 1.1N Mk. - F-rnfpr. Rr. s T-legr-Adresse-. Fuldaer K-Üung I

Anerkennung gebührt ihm auch, daß er es trotz *er größten Hindernisse verftanden hat, dir nöngsi Materiallen schnell deizuschasfetr. Der Bau der Lei- _____ tung liegt in ds- bewahrten Händen des Herrn Elek» ßübwix gut ber -i-rthüne. Diri. dütti Pathos eines aUs» i trsrechriilsrs Lackes, Fulda, bet die Lrrlo«. iswest sitz.