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Preußische Landesversammlung.

Sitzung vom 11. November. (Tel.)

Die Brratunq de» Berghantzhalt» wurde fortgesetzt.

Zunäckft dielt der lluoohän<>i,e Ledwing eine etwa» breit on^ele^te Rede, die alle.möglichen Sachen behan» Veite, ab?r-da,ür mit dem Bcrgetat auch nicht da» Min- deiie -u tun kalte, wie dies der Präsident unter dem Beifall des Hause» sefistellte.

E» sprayen dann noch der Redner der Deutschen BellSoartei, der Mebrw itrio-lalist und der Demokrat,

* Der Etraß-nbahnerstreik im Industriegebiet ist beendet.

* ein (Scifelmörbrt. Der der Verhaftung einer sünfköpfi en Embrecke'bande in Hamburg wurde als deren Fnbrer der Sek'etär des el'emaligen 'Porta, kistischen Polizeipräsidenten von München Kellner Slo aoS f.ftpenommen. Dieser ist am Münchener Geiselmord mitschuldig.

Die Grldqncllcn dcS Spartakusbundes. Durch die -im Roien BollruoSrat und den anderen Zentral- i'ellen der Kommünisrischen Partei Deut chlands vo.gegli denen Abrechuunoslisten wurde bestätigt, daß, die Moskauer Sowsetregter «ng seil November vor. IhrS. der Kommunistischen Partei Deutschlands ständig Zuwendungen gemacht bat und bi§ diele Zuwendungen im einzelnen ost Beträge von einer halben bis zu einer Million er- reicht haben.

* F'nme. Am vergangenen Mittwoch ist zu einem leb' asten Gefecht »wischen italienischen Regie» t ungstruppen und d'AnnunstoS Soldaten gekommen, das mehreie Lpier sorderte.

stand mit Rußland und dem Zusammenbruch Bulga­riens liegt, werden dem Verfasser für seine schöne Gabe Dank wissen. E. !).

Die neuen Forderungen der Entente.

Tie ReichSreqieruna hat während der letzten Tage Gutachten von Sachverständigen zu der Note de» Entente über die Nichterfüllung des Waffen» stillnandsvektrages einoesoroeri, namentlich auch über die Frage, ob wir überhaupt noch tm Beiitz von 400000 Tonnen on Baggern, TockS und der­gleichen sind. Da diese Gutachten nunmehr vorliegen, Wird das Reich kabineu beute zu der ßiitentenote Stellung nehmen.

Frankreich »erlangt die Auslieferung

von 6000 Deutschen.

Die die Pariser ZeitungLiberie" mitteilt, ver° langt Frankreich die Auslieferung von 6000 Deunchen auf Grund des Artikels 223 biS Fiiedeneverirages,

Der Oberste Bef.

. Aus Paris wird gemeldet: Der Oberste Rat Hst beschlossen, die deutsche Negierung wissen zu lassen, daß die Gemeindewahlen in Oderschlesten von den Alliierten als null und nichtig betrach­tet werden, da sie der Freiheit der Volksabstimmung zvwiderlaufen. Ferner stimmt« der Rat dem Ent­wurf der Antwort auf die beutfdye Note betr. Eupen und Malmedy, wo die Deutschen eine Volks- abstimmung verlanget xu; die Antwort wird ablehnend sein. Schließlich beschloß der Rat, Marschall Macken, fen, der sich gegenwärtig in Saloniki befindet, mit Rücksicht auf sein hohes Alter und seine Gesundheit nach Deutschland heimkehren zu lassen.

Eine Liebesgabe für unsere Kriegsgefangenen.

Die deutsche Regierung beabsichtigt, neuerdings 20 Millionen Mark zur Beschaffung von Winter­kleidung und für besiere Beköstigung für die in feindlicher Hand befindlichen Kriegsgefangenen auszuwenden.

Hus Kirche und Schule.

* Köln, 11. Nov. Kardinal von Har. mann, der in der Nacht zum Dienstag verichier war ein Mann von wahrhaft priesterlicher Gesinnung strenger ASzese, tiefet echter SerzeuL fromm igkeu.

Einige Stunden waren vergangen, da rollten Räder und vor dem Portal des Schlosies Weltzingen hielt eia Dagen. Als Jean den Schlag öffnete, stieg ein fremder Herr aus.

.Exzellenz erwarten mich," sagte er.

Wie furchtbar bleich und kränklich der Ankömmling aussah!

Jean schritt zur DchentÜr, öffnete sie und wat zur Seite. In bet hochgewöldten Vorhalle, die durch bunte Butzenscheiben ein ungewisse» Licht empfing, trat der alte Kammerherr dem Gaste entgegen.

»Willkommen, mein lieber Herr Ruskin! Din hoch­erfreut, Sie begrüßen zu können" Auch, er hielt erschrocken Inne:Aber, ist Ihnen nicht wohl? Um Gottes Willen, wie sehen Sie aus?"

Er griff nach de» Kaufherrn Hand. Dabei fühlte er, daß diese Hand zitterte und eiskalt war.

Rasch öffnete er selbst die Tür zum Salon, legte seinen Arm stutzend unter den Ruskin» und führte ihn hinein. Drinnen erst nahm er ihm den Pelz und den Hut ad.

Sie sind leidend, mein lieber Herr Ruskin," begann der Gastgeber wieder.Ein plötzliches Unwohlsein? Darf ich Ihnen irgend eine Stärkung anbitten? ®n Glas Portwein'?"

Er schritt zu dem breiten Drokatklmgekzuge.

Ruskin, der sich in einen Sessel hatte fallen lasten» winkte hastig ab.

Nichts, Exzellenz, wenn ich bitten darf. E» geht schon vorüber, eine Augenblicksschwäche."

aber, um Himmel» willen, was ist denn geschehen? Ist Inge ist unsere liebe Tochter krank?"

Inge ist wohl."

Gott sei Dank!"

Ruskin suchte ersichtlich nach Worten.

Der Kammerherr wollte ihm en;gegentommen und knüxsle an da» Schreibest an, das er bekommen hatte:

Sie können sich denken, verehrter Herr Ruskin, daß mich Ihr Bries sehr erfreute, weil er Ihren Besuch mel­dete. und doch auch erschreckte, well Sie wünschten, daß 6« mich und nur mich träfen. Da muß doch etwas geschehen sein! Was?"

Es ist etwas geschehen. Aber nicht setzt, vor langer Seit. Dor zwanzig Jahren

Eoens hatte dem Sprecher gegenüber Dlatz genommen. iRccttefcuufl folgt),

Deutsches Reich.

* * Berlin, 11. Nov. Im Titzunes'aale des Reichstages wird am Donnerstag eine T'aucrieier für den »erftorbenrn Aba. Haase unter Zulassung von Deputat onen stattfinden.

* Verbot der.Vossischeu Zeitung. Amtlich wird durch Wolffs Tel. Büro nutgf teilt: Im Mpntag Morgendlait der »Vositzchen Zeitung schreibt deren Chefredakteur Georg Bernhard, nachdem er die for« me>e Berechtigung Frankreichs, die deutschen Kriegsgefangenen zur ückzudehalten, aner­kannt und die Zurückoehaimng bei mehr ob eltivem Denken durchaus verständlich erklärt har, fol­genden Sah:

Der Erfolg irt, daß die deutsche Regierun--, die aerobe in oer Gefangeuenfrage ein unerhörtes Maß von Schuld flehen die eigenen 2anaeS« linder auf sich geladen hat, die ganze Schuld allem auf Frankreich abwätzt."

Diese Behauptung schließt ein solches,Maß be­wußter Verleumdung in sich und enthält rne so ungeheuerliche Beschimpfung, daß die Neichsregie- rttng einstimmig beschlossen hat, dir e an Landes­verrat grenzende Unwahrheit zur allgemeinen Kennt- n,8 zu bringen und damit an den Pranger zu stelle». Die,Voss. Ztg.' hat äuherste Aufregung tu Hunderttausend« von Angehörigen der Kriegsge­fangenen getragen und hat die innere Ordnung auf das schwerste gefährdet. Ihr Erscheinen ist daher nach dreier Verantwortungslosigkeit auf drei Tage Untersaat.

** IHiniffer Heine gegen die Rcichsresiirrnng. Eine Rede, die der preußische Minister des Innern, Heine, am Sonntag in Deffau hielt, hat großes Aufsehen erregt. Der Minister betonte, daß die So­zialdemokratie anläßlich unseres heutigen Elends kei- nen Grund Härte, Feste zu feiern, und richtete scharfe Angriffe gegen di« Reichsregierung, insbesondere gegen Erzberger. Das Kompromiß mit dem Zentrum ver­letze die Gefühle «mis schwerste. Die Pläne -Erzber­gers in der Steuerfrage machten, wenn sie restlos ver­wirklicht würden, nickt nur die Länder, sondern auch die Gemeinden tot. Wenn so weiter regiert wird, dann brech« das ganz« Reich zusammen. Die Dundeestaaten müßten sich mit aller Macht gegen die Erzbergerschrn Theorien wenden. Wenn sich die Ianuarereigniffe in Berlin wiederholten, dann würden Bürger und Beuern nack Berlin ziehen und nickt nur die Snartaf fteberr« schäft,, sondern auch die Freiheit im Blute ersticken. Das deutsche Volk sei von aller Welt verlassen; die Internationale habe versagt. Es ist allerhand, daß der Vertreter einer Landesregierung gegen die Reichs­regierung öffentlich in dieser Weise Stellung nimmt. Herrn Heine gefällt nicht das Zusammengehen der So- zialdewokratre mit dem Zentrum. Das beruht auf Ge­genseitigkeit. Auch wir haben ganz und gar keine Freude daran, daß Zentrum und Sozialdemokratie in der Regierung betehianber sitzen und im Parlament sich zusammentun müssen,' um die Staatsnotwendig­keiten zu besorgen: aber wir sehen zur Zeit in dem Handinhandarbeiten der feindlichen Brüder die einzige. Möglichkeit, überhaupt etwas zustande zu bringen und zu verhüten, daß Deutschland rettungslos versinkt. Die Crzbergerschen Finanzpläne sind gewiß kein Volksver­gnügen, mit Freuden werden fte nirgends begrüßt, aber weiß Herr Heine eine andere Möglichkeit, mit der riesenhaften Schuldenlast des Reiches fertig zu wer­den? Mit dem Schimpfen auf Erzberger, das Herr Heine von der Rechten gelernt hat, ist die Sach« nicht gemacht. Uebricens darf daran erinnert werden, daß die emzelstoaMchen Regierungen, auch die preußische, den Vorschlägen Ewderaersuacftirrrrl hc-^en. Herr Heine hat als Minister des Innern im größten Bun- derstaat sicherl-ck Gelegenheit gehabt, eine solche Menge

N? r~*t

hobenen Klagen zum Teil ihn selbst treffen. Anschei­nend ist es ihm aber nickt recht wohl dabei. Verant­wortliches schaffen zu müssen; er möchte lieber w eder die dankbare Rolle der Opposition übernehmen. Schimpfen ist immer bequemer als selbst etwas leisten

Der Schatten.

Ärown von Arthnr Winckler-Tamrenberg.

wi- HAI I Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Karl Schll111, |ll. XV»« | für die Anzeigen: I Parzeller, Fulda. Rolaiwnsdruck

I Mittwoch 12. November 1919. | I 46.3ahrg.

die alle auch ihrerseits wie die ißarte tterner der vorher gehen, en Tage nur Wünsche uns ur re jungen zur Be- heburiu der Stoblennr t vertrugen.

Der bisherige Verlauf Ser Debatte bat bewre en, daß alle rnatzgebendezt Instanzen zu ihrem Teile enlsckteffen sind, an der Behedun ! deS Koalcnubets mitiuwirken. Leider aber stellen sich diesem Vorhaben eroße ni. t er­wartete Hindernisse in den Wen. Einmal bereitet der Schneefall erhebliche Perkehrsschwieri^ketten, bann ober fehlt es an dem nötige« Handrnhand arbei­te n, der in erster Linie zur Hebuni der ttobiennot be» ru'».ien Stellen. So ist der Güterverkehr jetzt erheb­lich gestört worden, !vcil die für die Kohlenver.eilureg zuüäudieen Stellen die Eisenbahn nicht rechtzeitig mtk Kohlen beliefert haben. In der Sitzung vom Montag hatte der Eisenbahnnr.ni'ter hierauf Ginge fr feit. Da­gegen wendet sich nun der Koblrn'ornnnfsa^ in einer Krindgebut.g an die Orffentlichkelt. Wenn di« Herren selbst durch d'.e Nm der Seit nicht dazu sii.'tz toerden» zürn LLc>hls bc5 DolkS- ganzen von ihrem RecktLstandpankt etrvnk pi>iszu eben, fo^foHen sie doch Kleinlichkeiten unter sich anS der Welt zu schliffen suchen und sie nicht zum Ge genstand öffent- lichlr Prefepolemtk machen. Sie machen sich 6aD rch in denJlujen breitester Volkkkretse nicht nur lächerlich, sondern sie zeigen dadurch auch, das; sie m so schwerer Zeit ihrem verantwortun svollcn An te nicht m der durchaus wünschenswerten Weife gereckt werd n.

Hoffentlich wird hierzu in der beute stattfinoenden Fortsetzung der Beratung deS LergctatS noch ein kräf­tiges Wörtlein gesprochen werden.

Cin Jahr in d-r Reichskanzlei.

Das sctt einiger Zeit angekündtgte Buch') des Ritt­meisters Karl Graf von Hertling liegt nun vor. Nach «iner längeren Einleitung schildert der Verfasser (der «ahn des vorletzten Reichskanzlers) seine Erlebnisse in ft>r Reichskanzlei uuö gibt ein anschauliches Bild der «oßei und schweren Zett, die dem Zusammenbruche Deutschlands unmittelbar vorausging. Es sind zwar tzjne senlationelle Enthüllungen, die er uns bietet, aber tzach v' lfach recht interesiante Dinge, und auf der gan- yn Darstellung ruht die Frische des unmittelbar Er­lebten.

Es ist ein schönes Denkmal, das der Sohn dem 83a» ta pietätvoll In diesem Buche errichtet hat. Wir er- fafjrtn, wie es kam, daß Graf von Hertting im Alter 74 Jahren das schwere Erbe Michaelis übernahm. Sein hohes Pslichtbewußtsetn und seine Liebe zum Va- Nlande, dem er bis zu einem glücklichen Friedensschluß jte innere Einheit zu erhalten hoffte, ließen ihn alle Bedenken beiseite setzen. Es ist ihm nicht vergönnt ge­wesen, Deutschland den Frieden zu verschaffen, aber es war ihm, wie der Verfasser erklärt, alles daran gele- jen, mit den Feinden an den Verhandlungstisch zu kommen. Zu diesem Zwecke hat er die v i e r P u n k t e Wilsons, die einen Extrakt seiner früheren vierzehn Punkte darstellen, als annehmbar bezeichnet, ja es ist mit seiner Zustimmung ein deutscher Bote nach Amerika gegangen, um mit Wision in persönliche Perbinduimg zu treten, aber ein Echo aus Amerika, tin Einschlagen in die ausgestreckte Friedenshand ist nicht erfolgt. Es war eben den Feinden, wie der Verfasser bemerkt, an einer Verständigung nichts gelegen, da sie sich des endgültigen Irdnnphes über Deutschland und seine schwachen Bun- desgmossen sicher fühlten.

Wir lernen den Kanzler kennen als einen vornehm denkenden Edelmann, der jedem Menschen Vertrauen eMgegenbringt, solange er sich nicht von seiner Unzu- verlässigkelt Hal überzeugen muffen. Wir lernen ihn kennen als eine geistesstarke und doch durchaus irenische Statur.Mein Einfluß", so sagt er von sich selbst, geht nur soweit als sich etwas durch Vernunft und gütliche» Zureden erreichen läßt." Er zeigt sich uns ferner, obschon oder vielleicht gerade weil er so viele Jahre Parlamentarier gewesen, als absoluten Gegner de» Parlamentarismus. Mit scherz- Infter llebenreibung sagte er einst zu feinem Sohne: am liebsten wäre mir beinahe ein gemäßigter Abiolu- tl-mus, vorausgesetzt natürlich einen homo integer (Ehrenmann) als Monarchen und ebensolche gewissen- bafc und tüchtige Minister! Das Parlament ist eine Einrichtung, um die einfachsten Dinge im Leben des etaalcs aus die schwierigste Weise zu regeln." , Interessante Streiflichter fallen aus zahlreiche Per- smen. zu denen der Kanzler und sein Sohn in Be- pehvng traten: auf Kaiser Wilhelm, zu dem

Kanzler vom ersten bis zum letzten Tage seiner Amtstätigkeit in ausgezeichnetem Verhältnis stand, auf Sctf?r Karl von Oesterreich, auf Bethmann-Hollweg, Wmann sowie aus Hindenburg u. Ludendorfs. Wäh­rend Gras Hertting zu Hindenburg bald ingute und angenehme Beziehungen" trat, ist er Ludendorfs inner« nahe gekommen; so sehr er die miütärischen gaben des berühmten Strategen anerkannte, so wenig tonnte ihm dessen persönliches Auftreten angenehm fein.

n? Gcistcsrichtung der beiden warm zu ver- fchteoen (S. 19),

-.^as vornehm ausgestatlete Buch, aus dem »arme aÄÄ ^lt- Wertschätzung gegen den Lsewigten sprechen, w,rd vor allem von den zohl- ^^h^.Ü ern nnb Verehrern des verdienten Gelehr- m»6vattsmionne8 freudig begrüßt werden. Aber diese, sondern alle, denen es um eine an- und emdrucksvolle Schilderung der ereignis- ^ewn^Zeit zu tu« ist, die zwischm dem Waffenstiü- run«»®^, in, derReich,kanzlet, (tonne. S k^slerfchoft meines ÄaterS von Ritt- hmswn?^ls "on Hertling. Hcrberfche «erlag».

L treibt»,g, zg- ©eucn. Preis 12 DU. U

»enfT 5n0t rwei Jahre bi Dsvey gewesen. Eine firfit.V Literatm, nach guten ethischen @e»

hatte ihr Wissen bereichert.

war st« mm befähigt wie selten ein Mädchen ihres be« -4. * ^lEers, eine» Mannes Weggenoffin zn fein, - m« Ernst nnb Liede sich geiftig eusleto. Zielklar M zugleich.

D*2ncf* Eemeinschast mußte alle Me Innigen Bande Herz- «nr hw»8Mn® "och fester knüpfen. Hier pochte nicht «I vulsschlag be» sugendwarmen Blute» einander entgegen, hier rankte unentwirrbar Seift k Seist le * ®ede- Die zuversichiNche Gewißheit, baß ?7tt gehörten, daß eine» dem anderen im» JÖr ha ganze Erbendafein, goß ihren de- 2roen Sonnenglanz über die Zukunft au».

** eine tiefere Befriedigung geben?

Beft^ er"* Ältlich« Trennung verlor einen Teil ihre» O!ebe^ i>ori,er ^nans bewährte sich die Stärke Sanze Rocht hatte Konrad seinen Deobach. ^Sen.odgelegen. Der Himmel war für die Jahreszeit ""»?"09n.i(h klar gewesen, und das muhte er benutzen, batte, al, er feine Morgenarbeü begann, hn Licht gesehen. Er wutzte fiir solche ^ichnd. Er ging in die Küche rmd besorgte Früh- - Damtt stieg er dann die Wendeltreppe empor und »n der eisenbeschlagenen Tür:

es zurück: Jjerein!"

fcL* 5hD0* blaffe, übernächtige Gesicht de» fimren Ti!» 008 den Papieren, dle auf einem großen

"eSren«t lagen.

Sitten Morgen, Herr Baron!"

Morgen, Jean. Ist es schon so wett?"

Baron, die Sonn« wird bald auf. öugeian" .®°ron haben wieder kein Auge

da &09 Adlest nieder, zunächst aus einen Stuhl, XT ^'ich frei war.

Serjn® ^ahr, Jean. Aber in solcher Nacht muß kve» mtn- "k ^ttgen offen behalten, wenn er was

Ans dem besetzten Gebiet.

Die Franzosen gegen das deutsche Schulturnen Die franzö sche MrtUärbeüörde liefe, wie derMainzer An» zeizer- bcricktet, tm Bereich der 10. 'Armee den Schu!» leitern folgende Verfügung zustellen;Es wurde dem General-Kommandeur nutzeteilt. daß wirkliche militä­rische Vordere,tungsübungen (Äppelle, Settionen zu biet' Manöver mit Stöcken usw) m den Schulen der besetzten Gebiete aukgesübrt werden. Die Direktoren aller rin« statten werden benachrrchtt.. t, dafe alle Uevungen, welche im Rahmen der persönlichen LurnübuNien uns der Sporte einbegriffen sind, gestattet, baaeacn alle Sam- melmanöver und persönlichen Hebungen, welche auf militarif.iie Borbereittmg abzielen, streng verboten sind. Jede Uebertrelung diewr Vorschrift zieht die Bestrafung der schuldigen Lehrer und der verantwortlichen Direk toren nach sich. gez. Fovolle." -Vlud) aus diesem Er­laß spricht die maßlose Verblendung unserer Gegner, die nächstens ihre Erlasse vie-eicht noch gegen Säuglinge richten werden.

Bingen, 8. Rov. Die Borwendimg von farbigen Truppen zu Besetzungszwecken durch bi» Franzosen hat bekanntlich Anlaß zu leb hosten Klagen gegeben «hm» mehr nimmt die französische Verwaliung Gelem-nhett, sich in linksrheinsche Zeitungen wegen der Verwen. düng ihrer schwarzen Regimenter zu verteidigen. <si« behauptet, e» handle sich um sehr sanfte und sehr d s. ziplinierte Leute, die französischen Männer brauche man zum Wiederaufbau in der Heimat. In Wirklichkeit haben die französischen Truppen in den ersten Mo­naten so widersetzlich sich gezeigt und da und dort immer wieder gemeutert, daß man sie schließlich, so. weit e3 irgend ging, durch die geduldigeren Afrikaner ersetzt. Wiesauft" unddiszipliniert" diese Horden sich benehmen, davon können die Bewohner der befet­ten Gebier« schaudernd erzählen.

worden. Sckon in den letzten Ta en hatten sich in den Betrieben zahlreiche Arbeitswillige gemeldet.

Die Ledeuöm fiel aus Amerika bleiben aus.

Seit etwa vier Wocken sind tn Hamburg nur toenine in den letzten Tagen überhaup.eine LebenSmittelschiffe mit Gen ei de, Fertvareu usw. mehi angekommen; sie bleib-'n tniolae Oe« in N.wyork immer noch andauein» den istreiles der Hafer arbeiter aus. Auch aus anderen amerikanischen Häfen laufen zur Zeit n..r wenige Schiffe mit Leve> smtttein in deutschen Häfen ein. WaS an Bedensmitteln jetzt in Hamburg unb anderen Rord- seehäsen emtrifft, kommt auS Enftland, Holland und Norme en. DaS Auedleiben amerikanischer Fettwaren wud sich in unserer ErnährungSwirlschaft bald bemerk­bar macken, wenn die Veriorgung aus Amerika noch lau e unte:brocken bieibt und die räuber,jeden Stn/.rtffe in die Hamburger Kühlhäuser, in welchen Fett- und Fleischw.uen im W.rte von etwa 175 Millionen Mark lagern, nicht energisch verhrndert werden.

Butzlandz Aritdevsoarfchläffe,

Londoner Blätter melden, daß die russische Räte­regierung England folgende Friedensbedingungen un­terbreitet hat:

1. Alle innerhalb der Grenze des früheren russischen Kaiserreichs bestehenden Regierungen bleiben bis zu einer endgültigen Entscheidung im Amte, keine darf mtt Gewalt gestürzt werden.

2. Aufhebung der Blockade und Wiederauf­nahme der Handelsbeziehungen.

3. Der Räteregierun'g muß das Durchgangs­recht auf allen 'Verkehrswegen und in allen Hafen des ehemaligen Zarennnches zugrsichcrt werden.

4. Freier Zutritt aller Bürger des bolsche­wistischen Rußland in allen alliierten Ländern unter der Bedingung, daß sie sich nicht in innerpolitische Der- hättniise einmischen. Die Räteregierung bietet Gegen­seitigkeit an.

5. Vollständige gegenseitige politische und mllttärische A m n e st i e.

6. Rückzug der fremden Truppen aus Rußland, Einstellung der wilitanscken Hine > urck uie Alliierten und gleichzeitige Verminderung der bestehen­den T nippenverbände.

7. Die Raiereuirrung anerkennt alle Finanz- Verpflichtungen des früheren russischen Kaiser­reiches.

fluslonö.

PrSfibeni Polneare bat fick nach Lonbem begehen Am 14. d. M. kebrt er nach Paris luriitf.

Lloyd Georae hielt beim Amtsantritt deS Lon­doner Huigrrmeiner-k eine R de, in der er ffch sehr I Pesiimistisch über die Bekämpfung des BolschwismuS t äußerte.________

Der Melallardetterstreik beendet.

Rachem die llrabstimmuna in den berliner Be- t leben eine Mehrhertfur die nrbeiteaufnahme er eben hatte, ist der Mrtollarvettrrsircrk für been c< erklärt

'-Das verstehe Ich nicht," sagte der Diener bescheiden. -Ich meine halt immer, 11 der Nacht wird e» dunkel, damit der Mensch schlafen geht, Mensch unb Tier."

Während be» Sprechens hatte er die Tür zum Neben- zimmer geöffnet Ratlos blieb er stehen.

-Aber Herr Baron, hier ist'» ja hundekalt. Der Herr Baron hätten doch ein Dort sagen können, dann wäre geheizt worden. Ab« da drinn'"

Wozu? Oben auf dem Dache hatte Ich den Petz an, rmd hier war'» warm"

-Selbst--?"

-Ja, Frnmd Sean, mMrllch hab' ich mtr selbst ge- hetzt E» fft doch nicht das erftemat"

»Rein, wirklich, das fft's nicht!" seufzte der Dien«.

Ra, nun holen Sie mal einen Tisch von nebenan und stellen 6k mir dar Frühstück zurecht Dann tin Bad"

»Brennt schon"

»UnO alle» in Ordnung."

Also schlafen wollen der Herr Boron gar nicht?" Konrad reckte sich.

Sean, Jean, ich verschwör'» nicht ganz. Bin doch etwas mürbe geworden. Gestern der lange Ritt und nun die Nacht Wollen sehen, wenn mich da» Bad hübsch schloflüftern macht, hol' ich vielleicht gleich alle» nach. Jedenfalls soll sich unten niemand beunruhigen. Also bitte, sagen Sie, wenn ich bis neun Uhr nicht erschienen bin, ich fei zu Bett gegangen"

-Wäre schon das beste, Herr Boron. Man darf doch mit seiner Gesundheit nicht wüsten. Haben der Herr Baron sonst noch Befehle?

Nein. Der Inspektor weiß Bescheid, habe schon gestern abend, al» die Sterne so hell aufgingen, mit ihm alles besprochen. Also: Schlafen lassen."

Zn Befehl, Herr Baron"

Jean hatie den Friihstückslisch hergerichtet und ging.

Dom Tische her duftete verlockend der starke Saffet. Da gab Konrad nach. Er schob die Papiere zusammen, blätterte sie noch einmal durch und legte sie dann in ein Fach des Tische».--

Und er hatte izchtto vorousgefthen.

Rach dem Frühstück und dem Bade kam eine so tiefe, so wohlige Müdigkeit über ihn, daß er nicht länger widerstehen konnte.

Durch die Fenster büßte da» Goldgliches der ausgehen- den Sonne, als er in Schlaf sank.