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| Derlaq Lei Fuldaer AcNendruckerei in Fulda. - Dreis mono«. I 46.^0^^ | 1,10 Mk. Fernjpr. Nr. 9. Telegr.-Adresie: Fuldaer ZeNung J_______

der Serien von der

Nicht ge en die Ablehnung und

Friedens»

rden, denn Lin Zeil da. )?it Ziffern nften Dienst

zu richten, um Vcutschla .d curfzufordern, in Ooerschle- sie» Cie geplui.tn Kommun > wählen nicht vornehmen fien die geplanten Kommunalwahlen nicht vornehmen zu lassen, da vor der Ankunst der internationalen Kam- Mission, die zeitlich das Land verwalten solle, keine Neuwahlen stattfinden könnten.

. * . 4 I Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Karl Schütte, I (IO 3$ , Oktober 1919

f[f. 252 I für die Anzeigen: I Parze11er, Fulda. - Rotationsdruck. |

Nach Erledigung von Petitionen wird die Novelle -mm B annlweinsteucrgeseh angenommen.

Es folgt die dritte Beratung des ReichShauShaltS, HanptauSfprache.

Reichsfinanzminister Erzberger. Ter Etat für 1918 hatte eine Gesamtausgabe von insge,an7i 79 Mil­lionen Mark. Für 1919 konnten wir zum ersten Male wieder einen spezialisierten Etat aufstellen. Für 1920 hoffen wir bedeutend weniger mit Panschquanten ar­beiten zu können. Bisher wurde überall mit vollen Händen gewirtschaftet. Das hat aufgehört. kBeifall.) Ter Etat für 1919 bal anziert mit

wir können diese Summe nicht schätzen, von ist in der Reichsschuld e: chal Würde men dem deutschen Volke den ,ch-

Zum Abtransport der deutschen Truppen im Osten.

Fahnenflüchlig.

Das Reichskabinett hat sich wiederum mit der Lage im Baltikum beschäftigt und Labei hat festgestellt werden müssen, daß der Abtransport der deutschen Truppen leider nur sehr loncsam und ganz unzureichend vor sich geht. Es muß also nunmehr zu den schärfsten Maß. nahmen gegriffen werden und es ist beschlossen worden, eine Erklärung zu erlassen, daß sämtliche Angehörige dieser Truppenteile, die nicht bis zum 11. Noven^ber die deutsche Grenze überschritten haben, für sahnen, flüchtig erklärt werden. Sie verlieren dann auch die deutsche Staatsangehörigkeit und damit gehen ihnen selbstverständlich auch alle Dersorgungsansprüche ver­loren.

Die KohlenkrlstS.

Mit Rücksicht auf den Kohlenmangel ist für Nordbayern folgendes verfügt worden: 1. Alle in­dustriellen Betriebe haben Samstags und Sonn­tags still zu stehen, ausgenommen die lebenswich. ligen, darunter auch die Zeitungen. 2. Der Straßen, bahnvelkehr ist in der Zeit von morgens 7 Uhr bis abends 7 Uhr gestaltet. Einschränknng von Licht und Gas auf das Unentbehrlichste. 3. Vergnüg, ungen, die Licht und Heizung beanspruchen, sind verbo en. .

Die Amerikaner haben bei Koblenz 2 rbemi­sche Schiffe mit Ruhrköhle, die für Mann­heim bestimmt traten, kurzerhand beschlagnahmt. Unter den heutigen Umständen bedeutet diele Will­kür einen schweren Schlag für die süddeutsche Koh- lenveriorgung. Die Käbne wa>en für die Elekuizi« tälswerke und Znckersabiiken bestimmt. Ein Ein­spruch bei der Waffenstillstandskommission ist sofort ergan ge n. _____________

Zwangsmittel der Entente zur Versorgung von Wien. Die Entente droht die Länder Deutsch-Oester. reickS, welche trotz angeblichen eigenen UeberflusieS an Nahrungsmitteln an die Hauptstadt Wien nichts liefern wollen, zu blockieren, um die Stadt Wien selbst mit dem Nöligen zu ver orgen.

* Brasilien und Kaiser Wilhelm. Die Friedens- kommission der brasilianischen Kammer hat der Ratifikation des Friedensvertrages zugestimmt, mit -Ausnahme desjenigen Teils, der die Versetzung Kaiser Wilhelms II. in den Antia ezustand verlangt.

Hus dem rracl vargevier,

Die Gelnhäuser Kreismuhle niedergebrannt.

wtb Gelnhausen. (Tel.) Ein Groß feuer äscherte in der vergangenen Nacht. Die h efige Kreismühle ein, in welcher- die gesamten Ge­treidevorräte für die Versorgung des Kreiies Gelnbaulen lagerten. Das ©ebäitoe ist vollstän­dig niedergebrannt. Auch einige Nebengebäude, auf die das Feuer Übergriff, sind mitverbrannt. Z-vei Personen wurden schwer, rnehreie andere leicht verletzt. Ter Schaden beläuft fid) auf mehrere Millionen Mark. Die EntstebungL- Ursache deS BrandeS ist bisher noch unbekannt.

(::) Hünfeld. In einer Versammlung, die von der Zentrumspartei des Kreises Hünfelo einberufen war, wuide Rechtsanwalt Cramer-Hünfeld zum Vertreter auf-den Zentrumsparteitag gewählt. Die Neuorganisation der Partet wurde in die Wege geleitet.

g Eschwege. Die Stadtverordneten bewillig» ten rund 810000 Mark, die zur Zahlung von Entschul- dungSzulagen an städtische Arbeiter, Nachzahlung von Teuerungszulagen infolge Ueberführung der Stadt Eschwege tn die fitaffe der teueren Orte, Erhöhuni der Ortszulage an VolkSschullehrcr und zum Bau von Klein­wohnungen Verwendung finden tollen. Der G a s p r e iS muhte von 45 auf 60 Ptg. erhöht werden; ferner war die Heraufsetzung der Miete für GaSmesier und der Gebühren für Kraftpausä-almengen, sowie die Einfsth» rung einer Grundgebühr für Krafianschtüsse notwendig. Gegen Landwirte und Gemeinden, die sich der Kar« toffellieferuna entziehen wollen, soll energisch und nötigenfalls mit Nnternützun, der Re chcwchrtruppen voreeean en werden. Ter Man ei an Betriebsstoff für dieMotore tm städtischen ElektrizitätSwe k ift so groß, daß bei einer Fortdauer dieses Zustandes der Betrieb tn den nächsten Tagen eingestellt roroen mutz.

Bad Orb. Ueber das Schicksal des Truppen- übungsplatzes Orb kann das Cibet Lokalblatt mitteilen, daß derselbe bestehen bleibt.

h Frank urt a. M. Die Kriminalpolizei kam gewalti en Beraubungen von Eisenbahn­wagen auf dem Hauptbahnhof auf die Spur. In den letzten Ta en verschwanden durch das An- kleben falscher Beg eit;eltel und Unierschiebungen gefälschter F-achibrefe 4 Waggon Corited Bees, 2 Waggon Kaffee, 2 Waggon Kakao und 1 Wag on Leder im Ke amtwert von trcbieien Mill onen Mk. Tie Verickiebungen geschahen mit Hfife bestochener Ei enbabnbeam'en, die die Wagen nach tle neu Var- orinationen ,ollen ließen, wo sie von der Räuber­bande auszcpiünvrit wuiden. Als irüh em Waggon Leder das gleiche Schicksal teilen sollte, ton den die Räuber überra'cht und festgenoinnien. Das Öaupt der Bande ist der 41jährige Gastwiit Jostpg Hamdi, der als Ringkämpser Petersen roeit» hin be.annt ist. Ferner wuiden Drei A >gehörige des hiesigen Marinesichei u g-dienstes und ,ihlreiche Eisenbahnbeamte als Diebe verhaftet. Die Uu-

ibre Laltuna zu begründen versuchen. Das Treiben der Deutsch-Nationalen ist vaterlandsfeindlich un ärgsten Sinne des Wortes. ' ..

Abg. Scheidemann (Soz): Ich freue mich über bte Fortschritte, die die Rechte gemacht haL MS w t ri den Etat ablebnten, waren wir .eaterlanb-loie Grellen . Die ix einen ihrer Mißwirtschaft sind es, unter denen tolt De^ Etat wird gegen D'utschnationale, Deutsche Dolksparwi und Unabhängige anaenommen.

Der Entwurf der siebenten Ergänzung dcs Be­soldungsgesetzes wird in zweiter un, dritter Lesung angenommen. Eine Reibe von P etr tio ne n sowie Berichte des Ausschusses für Volkswirtichast und deSjcnipen für fokale Angelegenheiten we den erledigt

Die nächste Sitz..ng findet am 30. Rod. statt.

Deutsche Nationalversammlung

Sitzung vom 30 Oktober.

auf Geienseitiikeit.

as zum Aussuck gebrachte Mißtrauen wehren wir m5. Ich verwahre mich nur gegen die jedes Beweises entbehrende L -auvtung, mit der Sie nach außen hin

gegen die Regierung.

Reicksfinanzmi ist»r Erzberger: Da, Mißtrauen Rechteneie.i Die Sie ier.mr beruht

Deutsches Reich.

c Verlegung des Rclchsparteitages. ffle wir hören, hat es sich als notwendig herausgestellt, den Partei, ta g der deutschen Z e n t r um s Pa r t e i, der in den Togen vom 1416. oNvember ftattfmbcr. sollte, um einige Tage zu verschieben. Der Parteitag wird nUn. mehr vom 16.18. November und zwar toie bc= reits mitgeteilt, im Sitzungssaal des NeichStagsgebau- deS ftattfmten. Die Verhandlungen des Parteitages werden ösfenllich sein. ....

Ovligaloriiche ixlternräte bei den preugtschen Schulen. Tas preußische Kultusministerium hat neue Verordnungen über die Bildung von Estern« beträten an den Schulen erlassen. Durch sto werden "alle bisherigen Anordnungen auf diesem Gebiete für ausgehoben erklärt. Tie Elternräie werden fortab obligatorisch fein. Für die Zu'ammenietznng der Ellernbeiräte sind genaue Richtlinien geschaffen wor­den. Das Veihäl'niswahlrecht wird zur Anwendung kommen. Eine Mitbestimmung der Eltern bei Schul- maßnadmen ist inwweit vorgesehen, als Falle, in denen Schüler aus einer Lehranstalt aiisgefchloffen werden, oder Vermerke über das sittliche Betragen in den Abgangszeugnissen erfolien füllen, erst in den gemein amen Konferen.en des Lehrerkollegiums mit , den ElternausMffen zur Sprache gebracht werden müfien. , . . , ,

» Ein Parteitag der badischen Zentrum Spartet be­gann am "28 Oktob.r in Karlsruhe Finanzminister Dr. Wirth berichtete über die politische Lage. Er stellte in den Vordergrund die Gerahr deS kulturellen Zusammenbruchs des deutschen Volkes, weshalb die mo­ralische und Weitanfckauungsfrage als Grundlagen aller Ku tar die wichtigsten seien. In materieller Beziehung, in der die Lage zwar düster fei, aber wenn alles zu- sammenstehe und eine Politik der Tat, nicht der un» fruchtbaren Kritik geführt werbe, dann daubc er an die Rettung des Volkes; er habe die Ueberzeu.zuni, day eS relinge, auch über den Winter bte Ordnung aufrecdtzuerhalten. Die finanzielle Lage sei sehr ernst, doch sei die Rettung auch hier möglich, wenn die nötmen Opfer gebracht werden. Die Sklaverei deS grie- denSvertiageS könne em Volk, wie das deutsche, zwar beu en, aber nach einem Wort Benedikts XV.:Nationen sterben nicht", werde auch das deuts.be Volk ro^iterteben. aber das Volk und die Partei müsse sich auch auf den Boden der Internationale stellen, aber nicht der roten, sondern der christlichen, die den Geoanken der sozialen Gerechtigkeit und ©olibautät ver. echte. Scharf wendete sich Redner gegen die Bestrebungen gewisser Kreise, die Stadt und Land zu trennen versuchten. Die darauf folgende Aussprache bewegte sich im Rahmen meist wirtschaftlicher Einzelfra en und Vorschlä e auf Abhilfe. Die Politik der Fraktion bezw. der Partei erntete all- gemeine Zustimmüng.

Zeutsch lanvs Protest

gegen die Ostfeevlockade.

Die deutsche Regierung hat in Paris eine Note J,n her O tsecsperre überreichen lassen.

wird darin auf den Funkspruch der Alliierten vom verwiesen, wonach wegen des damaligen Anguss - minfl die Ostsee für die Schiffahrt vorübergehend ge- C'J! ,, qu* die Küstenschlffahri verboten wurde. Erst lPcr qm sei die Sperre der Küstenschlffahri wieder Erhoben worden. Dann heißt es weiter: Rach den l - Regierung zugegangenen Mitteilungen befinden der Reede ron Reval 8 deuische Schisse, welche W . '[itAen Seestreitkräften eingebracht wurden. An- *** zKjiffe werden in Libau festgehalten. Sämtliche SSre batten die erforderliche Fahrterlaubnis und waren Ausbruch der Sperre ousgefahrcn. Im übrigen Hai Maßnahme zu einer schweren Schädigung des ».»ticken Wirtschaftslebens geführt. Zahl- ® deutsche Schisse liegen in den Ostseehäfen fest. Un- Ehrliche Lebensmittel und Rohstoffe können der Wirt-

Mt zugeführt werden. Durch die Erstreckung der aus die Fischerei, dir innerhalb der Küstengewasier ^schränkt möglich und wenig ergiebig ist, entsteht ein empfindlicher Ausfall an Rahrungsmit- 7 n für die Großstädte des Binnenlandes und schwere «-»öden für die Fischereibevölkerung. Durch die bloße S^iaabe der Schisfahrt in den Territorialgewässern tön« Sm bieft Schädigungen nicht wieder gutgemacht werden. Rar aller-i wird Mese Beschränkung auch die Heransüh.

I der zur Vermeidung des völligen Zusammenbruches dm Wirtschaftslebens in Ostpreußen notwendigen Koh- irnmcnaen wesentlich erschweren. Das hat bereits Einstelluna des Betriebes des Elektrizitätswerkes In »nttiflsberi geführt, wo auch Gas- und Wasierwerk mit ctilleaung bedroht sind. Die Note kommt dann auf die Vorgänge im Baltenland zu sprechen. Indern auf ihre Stellungnahme im einzelnen in der Note vom 16 Ott. Bezug nimmt, weist die deutsche Regierung darauf hin, daß an' den Unternehmungen bei Riga, die ausreichender Anlaß für die Sperrmaßnahmen ange­führt wurden, die deutschen militärischen Stellen unbetei- fioi sind Sofern etwa unter westrussischem Befehl stehende frühere deutsche Truppen daran teilgenommen haben Uten tonn die deutsche Regierung nur wiederholen, daß Be ihrerseits alles versucht hat, um dies zu verhindern. Wenn trotz dieser Sachlage die Sperre verhängt und da- bei car zeitweise über die nach anerfannnten wölterrecht- lithen Grundsätzen Deutschland zustehende Gebietshoheit über die Küsteiigewäsier hinweggegangen wurde, so muß die deutsche Regierung gegen diese ungerechtfertigten D e r- «ellungsmaßnähmen, durch bft zahllose an den Bomänge'n im Baltikum unbeteiligte Deutsche schwer ge» ichüdiqt werben, nunmehr feierlich var aller Welt Verwahrung einlegen. Andererseits vermag die deutsche Regierung irgendwelche mifitärische Gründe für Den Fortbestand der drückenden Einschränkung nicht zu er« femun. Die deutsche Regierung ersucht daher nochmals dringend, die Maßnahmen, die bei dieser Anordnung aus» trvdlid) als vorübergehend bezeichnet wurden, nunmehr röHiq ai'fzuheben und Anordnungen zu treffen, daß sie 'sestaebalt-nen Schiffe, die sich zur Zeit ihrer Fest- havung in' Nnkenntnis der angeordneten Sperrung befun­den haben, ii.ren Eigentümern zurückgegeben werden.

Gegen die Blockade Rußlands.

Dir deutfchg Regierung bar gestern in Paris die Antwort n otr auf dieÄuffotderungzurTeilnahme

H en der Blockade gegen Sotojetirußland überreichen lassen.

Eingangs der Note wird darauf hingetotesen, tvelche Wirkungen die Hungerbl ockade in Deutsch.

I land halte, daß unter ihr in erster Linie Greise, Frauen zu leiden hatten und daß die Blockade ans die Geistesverfassung der B 'völkerneg in zersetzendem Sinn gewirkt und anarchistische Strömungen geför­dert habe, statt sie zu hemmen. Es stehe zu befurch­ten, daß diese Erfahrungen sich in Rußland toieder- holen würden. Hinzu kommt, daß so vdhl nach den allgemeinen völkerrechtlichen Grundsätzen» toie auch insbesondere nach der Satzung des künftigen Völker­bundes im vorliegenden Falle die Voraussetzun- zen für die Verhängung der toirtschastlichen Blocka e nicht gegeben fein dürften. Aus allen diesen Gründen halte die deutsche Regierung nach toie vor dir von ihr bertetene Politik der Nichteinmi­schung in die inneren Verhältnisie Rußlands nicht nur'für grundsätzlich berechtigt, 'andern auch für tatsächlich imecfentiprerhenb. Tie deutsche Regierung Ick bereit, sich an einer Aussprache über die in Be­tracht kommenden Fragen zu beteiligen. Sie werde sich allen irgendwie zweckmäßig erscheinenden Maßnahmen, «e das gemeinsame Ziel des Schutzes gegen den Bolschewismus erreichen helfen, gerne arischste- pen- Die deutsche Regierung könne jedoch nicht umhin 'n ernster Form daraus aufmerksam zu machen, daß «n Zusammenwirken der Mächte nur dan ersprießlich nm könnte, wenn neben der Erkenntnis des gemein« tamen Interesses, auch die Achtung und loyale Aner- kfflwng der gegenseitigen Rechte gesichert sei. Dies wnne aber solange kaum angenommen werden, als die Murrten Mächte es für angängig erachteten, über die "Mischen Küsten und Schiffe selbst Blockademaßregeln i" verhängen. _

L Fachs Hatzpottttt.

Zwischen Foch und ein men französischen Re.iierungs- mfllttbetn scheint es hin' chtlich der Durchsührung Fliedens zu einem offene* Konflikt gekommen W fern. Foch will einen Bericht vorb aen, in dem er 1 ?te iQbhetctien Verletzungen des $8 affen ft t II» vbs durch Det^schland auf$ä >lt. Er zieht daraus »e iiol-ierung, daß die mtlitärische Kontrolle ^utchlands zu verschärfen fei. Er fordert 'ongins Wiedereinsetzung in Mainz. Ferner fordert st. -E. Entsendung "b ä General? Fayolle als tosischen Geschäft-träaer nach Berlin. Dagegen

. Regierung für die dauernde Beteiligung und die Ernennung des gegenwärtigen uJJuet für den Wiederaufbau, Loucheur, als Ge« 'VQft5träger Frankreichs in Berlin.

angebliche Verletzung des Waffenstill­standes durch Deutschland.

ttnfaufla en"

S?® Versailles, 30. Okt. Der Fünferrat hielt nach» Ä 3 elne Sitzung unter dem Vorsitz Clemenceaus Kenntnis zu nehmen von den Berichten der $ert«Letenen technischen Kommissionen betreffend die s^Iungen, die Deutschland bei Ausführung des Waf« tn»' '^fiondes in militärischer, finanzieller und mariti» (Ain{1 , begangen haben soll. Der Fünserral tc« Sßoff rrf --Temps", Deutschland an die Erfüllung der ff^^^ftillstandxklausel zu erinnern und erörterte die Se!nUJö Straf auflagen gegebenen Falls werden könnten. Der Fünferrat beschloß als-.

u- eite .Hole cn o.e ücui.chm Frieden.^i.'gidrt n

(Beifall.) Ter Etat für 1919 bal anziert insgesamt 57417000000 Mark. Ich, werde eine Verordnung erlasse!, taß sämtliche Ansprüche, welche aus Anlaß deS Krieges erwachsen sind, in der Frist von drei Monaten anzumelden sind. (Beifall.) Bis zum 31. März 1920 muß und kann das alles en« Tcbigt fein. Für die Ausgaben für 1920 kann das Reichsfinanznniiisterium erklären, daß es sich streng an die Beschiüsie des Hauses chal'en wird. Werden aber die Einnahmen auch eingehen? Nach dem Ergebnis der ersten fünf Monate kann das bejaht werden Nach soigfältigeu Schätzungen werden die alten Steuern jedenfalls den Erwartungen entsprechen Ein fester "Posten für die Ausführung des Vertrages konnte nicht eingesetzt

^rauzöst'che Mordtaten.

Die französische Soldateska hat in K a i f e r s l a u - tern eine neue Mordtat verübt, deren Opfer der 27- jährige Kaufmann Richard Moebs geworden ist. Die Zu« samnienhänge sind folgende: Moebs machte Mittwoch obend in Begleitung seines Freundes einen Spaziergang und tarn an zwei Mädchen vorbei, die mit einem fran­zösischen Soldaten dastanden. Moebs machte eine abfäl­lige Bemerkung, worauf eines der Mädchen ihm ins Ge­sicht schlug. Er erwiderte diesen Angriff durch einen Stock- schlag. Der Franzose, der nicht im geringsten beleidigt war, eilte davon, kehrte aber bald mit mehreren Kame­raden zurück und gab auf Moebs einen Revolver- schuß ab, während die anderen auch mit dreinschlugen. Als Moebs zu Boden stürzte und sich erheben wollte, gab einer der Franzosen drei Schüsie auf ihn ab, von denen einer Moebs tödlich in den Unterleib traf. Der Beglei- ter Moebs erhielt einen Streifschuß. Moebs ist das 3. Todesopfer französischer Soldaten in diesem Monat.

Diese drei Mordtaten werfen ein grelles Licht auf die Leiden der Bevölkerung und die Zustände In der Pfalz. DieBadische Landeszeitung" bestätigt, daß die Dörfer in der Nähe des Flugplatzes S p e y e r h o f schwer unter den Franzosen zu leiden haben. Selbst Offiziere scheuen sich! nicht, die Bevölkerung zu quälen und in brutal° st er Weise zu belästigen. Die Osfiziere gehen in di? Häuser und beerben Sittlichkeitsoerbrechen an den Mädchen. Diese Zustände haben sich soweit verschlimmert, daß sich niemand mehr nach Einbruch der Dunkelheit auf die Straße traut. Sogar Schulkinder werden von den Franzosen mit Revolvern bedroht. Masimhast finden Obst- und Felbdtebstähle statt. Die Feldhüter sind gegen die Räuber vollständig machtlos, da sie bei etwaigem Vor­gehen Gefahr laufen, ihr Leben aufs Spiel zu setzen.

Englands Länderraub.

Londoner Blättern zufolge wurde im englischen Nntethauie am Montan üb r das Schicksal der deut­schen Kolonien gesprochen. Auf mehrfache An­fragen, ob daS Mandat Englands über die Kolonien nur ein vorübergehendes sei, erwiderte Lloyd Georae, er habe die Ueberzrugung, daß daS Mandat ein dauernde- für England bleibe.

erweisen. Eine noch so hohe genannte Ziffer wurde von der Entente bald als zu niedrig bezeichnet werden, Tie Gegenseite muß veranlaßt werden, die deutsche Lei- stungsfähigkeit zu prüfen und die Summe herabzusetzcn. Wir wollen den Vertrag loyal innihalten. Aber mehr als möglich ist, können wir nicht leisten« Man sollte drüben einsohen, daß überspannte Förde­rin gen unerfüllbar sind. Der Friedcnsvertrag kann nicht mit Geld und Gold erfüllt werden, sondern durch Güter und Leistungen und Abtretung von For­derungen. Darum ist eine klare Umschreibung unserer Leistungen mis dem Vertrag auch für die Gegenseite das notwendige. Tie Transportschwierigkelten und der Nohstoffmai.toel hindern uns schon jetzt an der Er- füllung unserer Verpflichtungen. Nur von dem Mehr­wert über unser Eristonzminimnm hinaus können wir zahlen. Tamm muß die Leistungsfähigkeit Deutsch­lands über das Vegot eren hinaus erhöht werden. An­dernfalls leidet auch die Leistungsfähigkeit Frankreichs. Werden wir zu sehr auSgesogen, so werden wir mit unserer Einfuhr uns zu sehr beschränken müssen, und unsere Ausfuhr müßte sich iuS Ilngemessene steigern. Wir kämen als Absatzmarkt für das Ausland gar nicht mehr in Betracht. Tamm Hal die Entente und die ge­samte internationale Arbeiterschaft daS dringendste Jn- tereffe daran, daß unsere Leistungen aus dem Friedens­vertrag baldigst verni'k ftig umschrieben werden. Tie- selben Folgen werden von unserer ungünstigen Valuta gezeitigt. Die Länder mit großer Exportindustrie ha­ben das größte Intereffe, die Salut afalamität Mitteleuropas zu beheben. Die S.opfung dcs Loches im West en, die Wiedereinführung der alten Zollgrenzen und Maßnahmen gegen die Kapitalflucht werden hoffenfiich wirksam sein. Tie Schieber ma» chs-! ihre Geschäfte ohne jede Rücksicht auf die Valuta. Leider hat sich ein Teil der Kaufmannschaft dieser Praxis angeschkosien. (S'hr wahr.) Das geht nicht so weiter. Wir werden die Bestrebungen, den Kredit durch den Deredelungsverkehr zu heben, in jeder Weise fördern und die Einfuhr von Luxusartikeln möglichst

' eindämmen. Di-e Herabminderung der Schuld ist meine größte Sorge. Was der Reichstag bis jetzt an Besteuerungen genehmigt hat, ist mehr als alle Besitz st cuern während deS Krieges. Der Krieg hat uns nicht bloß 90 Milliarden Kriegsanleihe gebracht, sondern auch noch eine schwebende Schuld vo" 50 Milliarden. Diese mußte wachsen, weil ter ganze KriegSvlan und seine Politik mifgebentt war auf den Sieg und die Hoffnung, alle Kriegskoftan den Feinden aufzubürden. Wir tragen die Folgen des Hindenbrtro- progrmnmS. An NeumiSgaben haben wir nur 5 Mil. liarben für Lebensrnittel und weitere Ausgaben für NotftandSunterstühn'gen gehabt; alles andere find Kriegsausgaben. .Dazu kommt, daß Jrir nicht einmal während deS Krieges den Zinsendienst durch Steuern aufgebracht haben, ebensowenig die Ausgaben für das stehende Heer und die Pensionen. Wir brauchen neue Anleihen. Mit den Sparprämidn glauben wir dem Volke gedient zu haben. Wir sind einen Schritt weitergekommen und werden trübt rast-n. Wir bedür­fen aber der Mifarbeit deS ganzen Volkes, (Beifall bei der Mehrheit.)

Es beginnt die Einzelberatung. Beim Ka­pitel Reichskan-ler bemerkt

Abg. Dr. Mumm (Dnat. Dp.): Es sei ein Fehler gewesen, daß man in der Frage der Flamen rote der Balten nicht auf die Stimme deS BsicteS gehört habe Erzberger habe 1914 fr gar tie englischen normannischen Inseln annektieren wollen.

B-im Kapitel AuswärtiaeS Amt erklärt

Minister Müller auf ein« Anfrage des Abg. fßfe'f» fer (Ztr.), eS habe sich ergeben, daß in Deutschland natürlich keine belgischen oder französischen öeftmne. neu mehr sind. Tie Rückführung unserer Gefangenen wird bald beginnen. Ein volnifcher Hauptmann habe annekündigt, daß dieieni- gen ©efemoenen aus Don-ig, Posen und OberWefien, die für Polen sich entscheid n, sofort zurückkehren könnten, die anderen aber bleiben müßten. Dagegen fei schärfste Verwahrung eingelegt worden.

Beim Kapitel ReickShser erklärt

General Reinhardt: Tie Ansätze für die Verpfle- gnng unserer Truppen sind sparsam. Eine Aufbefferung ist nötig, wird aber dem Wirtschaftsleben zugute kom"- men. Ungerechtigkeiten sollen M'Sgeglichen werden, doch kann bei der Beschglfungsbeihilfe eine Anrechnung der erhobenen Bezüoe nicht ganz en'dehrt werden. Die Unterkunft wird geregelt werden könne«!, sobald die Truppenstärke f-stst I«h bst, nicht hoffnungslos auch nicht für die nächste Zeit, wo man urS die Dau­menschrauben deS Friedcnsinstrumeutes ansetzen wird. Wir wollen die Zähne zusommeubeißen. (Beifall.)

Es folgen nunmehr die Erklärungen der einzelnen Parteien über ihren Standpunkt gegenüber dem Etat des Reichssinanzministeriums.

Abg. Schulz-Bromberg (Dnat. Dp.) lehnt namens feiner Partei den Etat ab. Er sagt: Dle Partei wolle dadurch ihrem Mißtrauen gegenüber der Re­gierung Aufdruck geben. martei fei nicht in

der Lage, die Verantwortung für dle Gebahnmg der Re­gierung zu übernehmen. Der eingebrachle Reichshaus­haltsplan fei durchaus nicht geeignet, die feit der Revolution herrschende Mihwirtfchaft zu beseitigen. (Lebh. Unterbrechung durch die Regierungsparteien.) Was uns bestimmt, den Haushalt abzulehnen, sind durchaus sach­liche Gründe.

Abg. Dr. Heinze (Dnat. Dp.): Wir find nicht ln der Lage, der gegenwärtigen Regierung unser Vertrauen aus­zusprechen. Wir werden daher gegen den Etat film- men. (Unruhe.)

Abg. Seger (Unabh.): Mr lehnen - selbstverständlich den Etat ab.

Relchsflnanzmlnlster Erzberger rchebt sich zu einer kurzen Erklärung. Als Finanzminister muffe er die Ab­lehnung des Etats bedauern, als Parteimann freue er sich darüber, denn der Standpunkt dieser Partei werde dem Volke zeioen, was es von ihr zu halten habe. (Wider­spruch rechts.) Die Partei habe durchaus keine sachlichen Einwendungen vorgebracht und die Erklärungen des Aba. Schulz zeigen nur, daß ihr jetziges Handeln im Gegensatz zu ihrem bisherigen Vorgehen stehe. Denn gerade die deutschnationale Partei sei es gewesen, die wiederholt Anträge einaebracht habe, deren Erfüllung den Etat u m viele Millionen belastet haben würde. Don Sparsamkeit sei von ihr durchaus nicht die Rede ge- wesen, und jetzt spreche sie von einer Mißwirtschaft des Finanzministeriums. Er verwahre sich en.jchieden da­gegen, daß dem deutschen Volke und insbesondere dem Auslande gegenüber derartige unwahre Begründung rt forcebradjt würden, die pegeignet feien, das deutsche Volk in seiner Gesamtheit schwer zu schä­digen. Den Standpunkt der deutschnat'onalen Partet muffe er als oaterlanbsfeinblidj im höchsten Sinne bezeichnen.

Abi. Pack» cke (Dem) weist darauf bin,. daß die Rechte selbst beocutenee Erhö^un i enbeantraat hotte.

Ab-.. Schulz-Brornber i (Deutichn ): Unsere Er klärung.ist bemurue amen aus ticfitem Mißtiauen