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, | Montag 27. Oktober S919

fir. 248.

Wird, soll fünf

Mit-

den

dem Mün-

«nter Dor

Bände umfoffen.

* Ta« Münchener Blutbad

Milderung der Ostseesperre.

Don der Marmestation der Dftjee wird mstge- leil,: Tie Ostseeiperre ist insoweit gemildert worden, daß die Ho eiisgewässer jetzt a!s außerhalb der Be­schränkungen stehend b-Iiachtet werden können, wo­durch die deutscke Ostjeeküstenjchiffahrt wieder ermöglicht Wird.

GeneralfeldmarfchaN o. Haefcler f.

Generalseldmarscholl Gott!, v. ßaefeter ist auf feinem Gute Harnekop bei Wriezen ganz plötzlich einem Herzschlag erlegen. Er stand im 84. Lebensjahr.

Graf Haestter galt als ein Original unter den deutschen Militärs, als genialer und eigenartiger Tak­tiker und Truppenführer. Seit 1864 im Dienst, war er während des Feldzuges 1870/71 im Generalstab der zweiten Armee, dann als Oberquartiermeister bei de- OkkupationsMnee. 1890 wurde er kommandie­render General des 16. Armeekorps. An feine Tätig­keit knüpfen sich eine ganze ReiheHaeseler-Anek- boten". Dor allem leuchtete seine fast väterliche Für- sorge für den gemeinen Mann hervor. Er stellte zwar hohe Anforderungen an Mann und Pferd, schonte sich aber auch selbst nicht. Trotz seines hohen Alters nahm er noch am Weltkriege teil, fast wir als einfacher Soldat.

gliedern des kath. GescllenvereinS. chener Volksgericht wurde in der

vereinbart.

Einrichtung einer Wucherzenlrale.

Eine Besprechung von Vertretern aus Barmen, I Delbert, Remscheid. 'Düsseldorf, Essen und den Rach- barorten, welche sich mit der Errichtung von Wucher- I Ämtern befaßte, beschloß die Errichtung einer Wucher- I zentrale für die rhemisch-westfälijchenJndustriegebiete mit dem Sitz in Elberfeld. Die Versammlung war der Ansicht, daß Geschäfte nur Waren führen dürfen, welche zur Branche gehören.

. Auch die von der Regierung angekündigten

Maßnahmen gegen die Kapitalflucht

treten nunmehr, wenn auch etwas sehr spät, in Kraft. I Eine von dem Ausschuß der Rationalversamm- I lung verabschiedete und nunmehr mit der Derösfent- llchung In Kraft tretend« Verordnung vom 24. Ok­tober will das in inländischen verzinslichen Wertpa- I Pieren festgelegte Vermögen auf eine neue Art er­fassen. Sie stellt die Auszahlung der Zin­sen unter die scharfe Kontrolle der Banken, die dann den Finanzämtern gegenüber A u s k u n f t geben müssen. Eine Ausnahme wird nur denjenigen Be- sitzern von Effekten gegenüber gemacht, die sich frei­willig der Auskunstspflicht unterziehen, indem. sie ihren zuständigen Finanzämtern ein Verzeichnis ihrer Wertpapiere einreichen. Diese können bann mittels I der Zweitschrift ihres Weillpapierver^eichnisirs, das von den Finanzämtern mit einem Destätigungsvermerk versehen wird, die Zinsen erheben. Für ausländische Besitzer deutscher Wertpapiere wird die Abgabe einer I eidesstattlichen Erklärung (Affidavit) zur Bedingung für die Zinszahlung gemacht, die besagt, daß der Zinserheber auch wirklich Eigentümer der Papiere und I m Deutschland nicht steuerpflichtig ist. Die Banken und sonstigen Kreditinstitute werden nun verpflichtet. I den Finanzämtern bi? März 1920 Verzeichnisse ihrer Depotkunden einzureichen und weitere Zugänge zu melden. Die Danken werden in dieser Tätigkeit durch be'ondere Beamte des Staates kontrolliert: bei Zu­widerhandlungen kann ihnen nach § 7 Abs. 2 des Ge­setzes gegen die Kapitalflucht der Geschäftsbetrieb untersagt werden. Wer fein Vermögen nicht vollstän­dig angibt, dem werden die hinterzogenen Werte Zu­künften des Reiches für verfallen erklärt. An- Zeixen, Schriften und sonstige Drucksachen, die i.i oste- ! ner oder verschleierter Form zur Kapitalabwanderung -oder Steuerflucht Wege weisen, werden unter Strafe Srsetzi.

e

Der Kampf gegen die Steuerflucht wird durch diese Verordnung eneraif* ausgenommen, nachdem die

.geplante Abstempelung der Wertpapiere für un- - durchführbar erklärt worden ist.

Die angeordneten Maßnahmen führen zu einer ge­wissen Belästigung und

/tjem viel 21 er per erregen. Aber wer sie kritisieren will, darf nicht vergessen, daß einen*if,"se Mabn-b---- iinbebingt notwendig sind, da die Steuermoral lehr M gesunken und nur Zwangsm'M?. « » *

daß gerade der leistungosähsifte Test de» _-r- ssiooens sich der Besteuerung entzieht. Was die ^er« Wepper und Verstecker dem Fiskus entziehen, das wutsen die Besitzer von immobilen ißerrnögen bur-b ®ei!ere Erhöhung ihrer Abgaben ausgleichen, und such o>e Einkommensteuer vom Arbeitsertrag muß weiter ^steigert werden, wenn das Kapital sich druckt, schließlich wird dir ganze Finanzwirtfchaft des Rei- ?e.s zum Zusammenbruch getrieben, wenn der Kapital« sich zum großen Teil' der Steuerpflicht entzieht.

In derkapitalistischen" Presie ist sofort wieder ^.Schlagwort aufgetaucht, der neue Plan feibittet« Das ist man schon gewohnt gegenüber allen Maßnahmen, die von Erzberger unterschrieben werden.

vorliegenden Falle hat aber der persönliche Ausfall ^it recht keinen Wert. Die Verordnung ist erlassen worden im Einvernehmen mit dem berufenen Aus.

wtiici ... .. letzten Woche der I

Prozeß gegen vier Retchswehrloldaten verhandelt, die nach der Einnahme Münchens am 6. Ma, abends durch böswillige Anstiftung eines Unbekannten zur Ve>Haftung eines harmlosen GesesienveretnS veranlaßt worden sind und aufgebracht durch , eine unaufgeklärte Schießerei während de? Transportes unter den als vermeintliche Spartakisten verhafteten 26 harmlosen Geseflenvereinlern im Haftlokal Prinz-Georg-PalaiS ein Blutbad anoerichtet haben. Sieben der Der« hafteten wurden bereits im Hof erschaffen, vierzehn im Keller maflakiiert und fünf mehr ober weniger schwer verwundet. Am SamStag wurde ba8 u 11 e 11 I aeiprochen. Gegen die Angeklagten D!uIler und Makowski tombe auf je 14 Jahre Zuchthaus und je 10 Jahre Ehrverlust erkannt, gegen den Ange­klagten Erobert auf 1 Jahr Gefängnis. Ter Angeklagte Krein er t wurde freigesprochen. Die sehr umfangreiche Urteilsbegründung schildert die Vorgänge, die zur Festnahme der Mitgl eder des Katholischen Gesellenvereins und zu deren Transport in das Prinz«Georg«Palai4 führten, bann die schweren Mißhandlungen, denen die Gefangenen auf dem Weoe auSoe^etzt waren. In allen Einzel- beiten wird daS Wüten der Angeklagten geaen die wehrlosen Opfer geschildert. DoS Gesicht eineS der Opfer wurde hierbei nach ärztlichem Ausspruchwie eine Briefmarke" breitgetreten. Auf jeden, der noch zuckte, tour e mit den Füßen getreten sowie mit Seitengewehren einaescklagen und eingestochen. Einer der Soldaten versuchte einen Schwerverwundeten mit den Füßen totzntreten. Hierbei fielen fortge etzt wüste Beschimpfungen. Nach dem Blutbade bat, wie daS Urteil feststellt, noch ein schandvollcs be­rauben der Leicken und der vermeiniltchen Toten be- gönnen. Einem der lieber lebender, der nnier d n Toten lag und sich gleichfalls tot stellte, wurden nicht nur'die Wickelgamaschen und bie --chuhe, son­dern schließlich auch noch die Strumpfe von den Füßen gezogen. Unter unflätigen Aeußerungen wurde den Opfern alle» irgendwie Werwolle be anbei« Uhren, Geldbörfen, Brieftaschen uiro. weggerissen und bann begann ichl'eßlich not, daS Feilschen der Leichenschänder bei der Verteilung der Beute. Die Mehrzahl der Täter, die auf etwa zwanzig geschätzt werden, war nicht zn ermitteln; einige werden noch in einem spä eren P>ozeß zur Aburieilung kommen.

In gan, Elsatz-Lothringeu ist, so melden bte fron- zSsiscken Zcitun en selbst mit sichtlichem Unbehagen, tue Agitation für die Erlangung einer elkatz.loihrinaischen Selbstverwaltung mit aller Entschiedenheit ins Werk aesetzt worden, und besonders die Arbeiter ver­doppeln ihre darauf gerichteten Anstrengungen. Sie boficn au? amerfanische Unterstützung aber die Aus­sichten aus Erfüllung dieser Erwartungen sind wohl nur schwach. In Paris will man nicht vonseinem Nest- ab eben, daS heißt, Eisatz.Lothring>n hat nichts von wirtlicher Freiheit zu hoffen. Daß die Bewegung wieder emsch.äst, ist aber kaum anzunehmen.

Ter ametikanische Senat hat den Gesetzentwurf, noch dem bie Kneg-bestimmungrn für die Ein­schränkung der Einwanderung noch etn Jahr lang in Kraft bleiben sollen, angenommen.

* Peibot deutscher Opern in Renyork. Der Bür­germeister von Reiiyork bat bte Polizei ermächltot, eine weitere Aufführung der deutschen Opernge.ell- ickaft nicht mehr zu gestatien. Ter Gemeinerat be- stüt gte dies mit der Begründung, daß zwischen ? M rika und Teutichland noch der Kriegszustand beiiebe. Bei den beiden ersten Auffüsrungen hat­ten deulschseindliche Elemente Radu» gemacht. Ter

schuß der Rationalverfammkung und dieser wird sich selbstoerftänblich vergewissert haben, daß bie Sache vor­her von den Sachverstönbigen geprüft worden ist.

Als sachliches Bedenken wird geltend gemacht, daß die beigefügte Ausnahmebestimmung für auslän­dische Besitzer van deutschen Wertpapieren wieder ein Loch rissen, durch das auch die inländischen Be­sitzer entschlüpfen könnten; es sei unmöglich, den f)in« terlegungszwang auch auf die Ausländer auszudehnen. Als Ersatz forbert man von dem ausländischen In­haber eine eibesstattliche Erklärung, baß bie bezeich­neten Stücke sein Eigentum sind, baß er mcht fteuer« pflichtig ist in Deutschland und baß er nicht für Rech­nung einer dritten Person handele, weder unmittelbar nach mittelbar. Es müßte alsoeidesstattlich ge­logen und betrogen werden, wenn durch diese Spalte der inländische Steuerpflichtige entwischen wollte. Gegen solche Ehr- und Gewissenlosigkeit ist freilich kein Kraut gewachsen. , .. , . ,

Ferner wird eingeroenbet, daß die Banken zu viel Arbeit'aufgehalst bekämen. Ist wirklich die einfache Depotverwaltung mit der zeitweiligen Liffeneinrei- chung eine so schwere Belastung? Eher konnte man jagen, die Banken bekämen durch den Zwang zur Hinterlegung eine Masse von neuen Kunden zugetrie- ben .wofür sie dankbar setn mußten. Im Hinblick daraus legen wir besonderen Wert darauf, daß den Steuerpflichtigen die Möglichkeit bleibt, auch ohne Vermittlung der Banken sich unmittelbar mit der Steuerbehörde zu verständigen.

Ob die Danken etliche neue Strafte anstellen muffen und ob sie ihre Provisionen erhöhen wollen und kön­nen, das ist nebensächlich gegenüber dem großen Zweck, das flüchtige Kapital für den brennenden Bedarf des Reiches möglichst lückenlos heranzuziehen.

Wer das Vorgeschlagene bekämpfen will, muh et­was Besseres vorschlagen können. Aber sofort; I kenn die Drückeberger find schon allzu lange an der

Ein wissenschaftliches Werk fiber bie Versailler Verhandlungen. Die führenden Mitglieder der Deutschen Friedensdelegation zu Der'atlleS arbeiten an einem umfangreichen wissenschaftlichen Werke, das die FriedenSverbandlungen, den Notenaustausch, die Ansschußberatungen usw. -um Gegenstand einer objektiven Darstellung bat. DaS Werk, daS alles amtliche Material veröffentlichen I \

Verantwortlich für den redaktionellen Test: Karl Schütte, für die Anzeigen: 3. Parzel 1 er, Fulda. Rotationsdruck

drückung jeder freien Willensäußerung in bezug auf die Abstimmung erblickt. Die deut,che Regierung legt gegen die Ausweisungen, die nur der Einschüchterung Der Bevölkerung dienen Ur.nen, nach- drück! ich Verwahrung ein und spricht die Erwar­tung au5, daß die belgischen Militärbehörden unver­züglich Anweisung erhalten, die getroffenen Maßiiah« men auszuheben.

Belgische Mogelet.

2,,r Abstimmung in Enpen-Malmedy hebt die /Poft' die interessante Einzelheit hervor, daß die Belgier eitoa LOO.) nicht in Eupen verheiratete Kaufleute, Bierbrauer, Rentner und Fabrikarbeiter nach Eupen geschickt baden, die als Einwohner eingeschrieben totuden, aber nur bis zur Abstimmung dableiben, um für Belgien zu stimmen.

I Verlag der Fuldaer Aclimdrttckerel in Fulda. drei» mono ll. 1 46. 3^1*9

I MO Mk - Fernipr. Rr. 9. Tetegr-Adresse: Fuldaer Zeitung

Arbeit.

204 Mill arden Mark Reichsschuld.

In der öffentlichen Sitzung des Reichsrats vom Samstag, die unter Leitung des Ministers Noske ftart« fand, wurde die furchtbar« Finanzlage des Reiches be­sprochen.

Die Schulden des Reiches haben sich in einem Jahr« um 40,9 Milliarden vermehrt. Die gesamte Reichsfchuld betrug am 31. Dezember 93,7 Mil- Norden; sie wurde durch Rückkäufe aus 90,4 Milliarden ermäßigt. An unverzinslichen Schatzanweffungen, alfo an schwebender Schuld sind zur Zeit 82 Milliarden im Umlauf, fo daß die gesamte Schuld sich auf 172 Milliar­den Mark beläuft. A m 1. April 1920 werden die Schulden des Reiches, wenn alle Kredite realisiert wer­den, die noch offen sind, lnsgefatot 204 Milli>r- den betragen. Die Abwicklung der Folgen des Krie­ges wird uns ebenso viel kosten wie der Krieg selber, in dem wir noch mit 26 Milliarden jährlich ausgekommen sind. Für außerordentliche Zwecke sind im Etat allein 32 Milliarden vorgesehen, darunter 17 zum Vollzug des Friedensoertrages. Die Hauptlast der außerordentlichen Ausgaben entfällt auf die U-Verführung des Heeres und der Marine in den neuen Rahmen. 3 Milliarden sind für die Beschaffung von Lebensmitteln ufw. er­forderlich.

Das alle» sind nur zum geringsten Teil Ausgaben zu werbenden Zwecken, und der Grundsatz der Derfas- fung, daß Anleihen in der Regel nur für werbende Zwecke ausgenommen werden sollen, ist in dem vorliegenden Haushalt noch nicht beachtet. Der Ausschuß des R^chs- rats war sich darüber einig, daß da, Reich eine Fort­dauer dieser gegenwärtigen Ausgabepolitik nicht mehr lange wird aushalten können, und ein einschneiden- der Abbau der außerordentlichen Aus­gaben unnachweisbar ffi. Auch der tmrmturltche Stand der schwebenden Schuld bot dem Ausschuß Sliucfj zur Sorge. .

Der Finanzminister selbst konnte an den Aus- schußberatungen nicht teilnahmen, aber sein Vertreter versprach, daß demnächst der Wunsch erfüllt werden solle, hem Reichsrat mitzuteilen, wie sich dar Minister bte Zurückführung der Reichssinanzen in eine geordnete Dahn I denkt und welche Pläne er dabei verfolgt. Der Retchsrat stimmte dem Ergänzungsetat zu. Weiter wurde mtige- ! teilt, daß unter Einrechnung aller Ergänzungseta.s der I Etat für 1919 in Einnahme und Ausgabe mit nmd 5 8 Milliarde n balanzier«.

Al, vertret« Preußen» bemerkte MtnisterialdireNor Robis, daß ein solcher Sriedensetat Über- Haupt auf der Erde ohne Beispiel fet So kSnn« «« unmöglich weiter gehen. Es fei I nicht gelungen, den an die Spitze der Beratungen ge« stellten Grundsatz der Sparfamkest restlos zur Durch-

I führung zu bringen. 3m ganzen sei nur eine abgesetzt worden Er hoffe, daß wenn diese Ziffern ösfent- lich bekannt werden, dies weite Kreise unseres Volke, nachdenklich stimme«' werde. Ein bayerischer

I Regierungsvertreter schloß sich namens sein« Regierung diesen Ausführungen an.

Die Ausweisuuqen w

aus Malmedy und Eupen.

Diedeutiche Waffenstillstanvskommi sion tnDüffel- darf ha' folaende Note überreicht:

-.wer Sebrertinr.cn her höheren Tochterschicke m Mal« medv wogentendenziöser und aktwer We.be«b«t «,? dem Kreise Malmedy -u-gewiese n worden Tie ausgewiesenen Personen Hecken

buna der Sicherbeil der belgischen B_^?,ngStruppen schuldig gemacht, sondern ünd lediglich für das Derbl.i ben der Kreise Euven t« d Malmet bet ^emich^and einaetreten. Ter FrwdenSvertag gibt ten!S.too.ncrn biefr Kreis« da? Reckt, ihre Wiinscke diesem Smne mi äußenn, und di« avtierten Mochte haben keicr.tch versichert, daß die A b st i m m un fit * v ol er K r «. heit vor sick gehen werde Mtt diesen ^uffcherungen stellt e-3 in WiderwruÄ, wenn unter der Vevolkernng jede Regung für da? Verbleiben bet - en tick! and ge- malisam unterdrückt, andererseits cber b e I g t f ai e 1 Provaganda mit allen Mitteln betrieben totA Der Bevölkerung von Malmedy hat nck durch die Ars- Weisungen eine tiefgehende Erregung e» l mächtigt, da sie in ihnen Zeinen neuen wtoetS für Die > pgn den belgischem Beborden vorbereitete u n t e r»

Der Kampf gegen die Schfeper.

Maßnahmen zur Bekämpsttng des Schieber- 9 und Schmitstglertums.

seit langem geforderten Maßnahmen zur Be- gtyng des in den Nhetnlanden !o üppig wuchern« edttebet« und Schmuoglertums werden j-tzt aus- *!rckrt m atterschärfster Form. Die Bekämpfung gilt

der Kapitalabwanderung, der Warenveisch e» unb dem Warenschmuygel, wie der Ueber- t*mentmnng des rechtsrheinischen Deutschland mit vieren ausländischen Luxusartikeln und LebenSmi'- 5« An der vorläufiten rechtsrheinischen Stuffang- en?e sind von der Regierung alle Vorbereitungen «noffen worden, um jede ungesetzliche Ein- und «ißnibr von Waren zu unterbinden.

Alle auf unrechtmäßigem Wege nach dem rechis- ckeinischen Deutschland verschobenen Waren werden beschlagnahmt und den Gemeinden alle über- «eben. Eine Entschädigung der Besitzer beschlagnahm- «r Waren findet nicht mehr statt. Dagegen werden «fle'bei Waren schmuggel gefaßten Personen dem Strafrichter zur unnachsichtigen Bestrafung un« mittelbar zugeführt werden. Auch gegen die Ver- sichttungsgesellschaften, d'« sich weiter mit der 53er- icherüng verschobener Waren besaffen, soll auf ba3 allerstrengste vorgegangen werden.

Die Verstopfung bcS Loches im Westen.

C« find u. a. folgende Maßnahmen getroffen, mn die durch die feindliche Besetzung an der Grenze verhinderte Kontrolle durchzusühren;

Nach einer amtlichen Mitteilung de§ heisilchen Landes - Ernährungsamtes in Darmstadt hat die Retchseinsuhrstelle für Lebens» und Futtermittel nunmehr eine Einsuhrkontrolle für auSländi- sche Lebensmittel an der Grenze zwischen dem besetzten und unbesetzten Gebiet eingerichtet. Diese Maßnahme ist lediglich im Jntereffe der deut­schen Valuta getroffen worden. Vorläufig sind be­schlagnahmefrei: ReiS, Hülsenfrüchte, Kaffee, Kakao und Sckokolode Be'chlaanabmt werden, vorerst olle Fette und vele, Seife, Kondensmilch, Fleisch fauch Konservensleisch), Fische und Kartoffeln und daraus hergestellte Lebensmittel, Getreide, Mehlprodukte, Ge­würz, Zucker. Um eine Schädigung der Handelsfir­men durch den plötzstchen Uebergang von dem bisher freien Handel zur Absperrung des Grenzoerkehks zu cenreifcen. hat das Londerernährungsamt mit der Reickseinfuhrstelle gewiffe Uebergangserleichtorungen

iU Bki" der "liSfprache nahm die Verkehr-not einen ein. Alle Redner aus dem Hause be.

Kotier ^So?) glaubte auch eine Mitschuld der

»« hi» Derkehrsnot die ArbeitSrmlrrst rn den E^nbahnwerfftätten mit verantwortlich Er ickwg u. c cor, zur Behebung der VerkehrSnot den Personen- verkehr auf 8 Tage gänzlich einzustellen und alle Kr^- wagen, auch die Luxuswagen, tn den Dtec.st des Der- kebrs zu stellein. Als Daher weinte der Abg. Schirmer L verlorenen Eisenbahnhoheit Bayerns nach, wobei er allerdings dem Verkehrsmmtsterium das ^trauen aussprach, daß e8 bemüht sein werde, die Bedenken, b,t Minister Bell', ^er^noch mehrfach in bie ^uSsvraÄ- telfett »x» ««t«u6te TOanihtnft 6«8 »>e Sntente eit ift S die Miticilung des Ministers, daß «ne völlig Einstellung des Personenve kehr, auch nur für kürzere Zett ntcht geplant ' Da das Redebedürfnis einzelner Mitglieder beS tzmiieS auch in dieser Woche wieder außerordentlich 8 war^so sah sick der Präsident Fehrenbachwieder einmal genötigt, daS HauS zu größerer Selb'tbeschran. knna zu ermahnen, da eS sonst völlig unmöglich sei, die ta-rn Hause so dringend notwendige Pause zu gewahren Die ursvrünaliche Absicht, vor dem Eintreten der Pause außer dem Etat noch die ReichSabgabeordnung und daS Reichs«!otovfer zu erledigen, ist bereits fallen glasten Wie der Präsident auSfüfirte, kann aber Rest

Etats nur dann bi8 zum Ende dieses Monats er ledigt werden, wenn sich das £xru? die beschränkung aufleist. Dte Mahsiutig des Präsidenten machte zunächst mif das HauS sichtlich Fmdruck denn Redner einzelner Parteien gaben ihre Zustimmnng zu den Vorschlägen deS Präsidenten ^nd bet Ew°- druck war augenscheinlich kein nachhaMger, denn sÄn, nach wenigen Stunden mußte der Prasst«nt Löwe aber- malS zur Kürze mahnen. Das RedebedürfniS e,n- zelner Abgg. ist augenscheinlich garmcht einzudmnmen, nicht einmal die gähnende Leere, tm ^ufefie I ab-mschrecken, und so darf man einige Bedenken haben- I o&$ tS gelingen wird, biS zum 80 Oktober ben Graf toie eS geplmst ist, auch in fetter Lesung zu erledigen.^ r^niag: Reichs wirisLaftSmiinsterium.

Dürgermeisier bat sich anschemend verpflichte, geiühtt diesem Drängen nachzugeben. Wann wird endlich die Vernunft in die Welt wieder einkehren.

Deutsche Nationalversammlung.

Sitzung vom 25. Oktober.

Ta9 HauS beriet den Etat deS ReichSverkehrSmInU ReichSverkehrSministerium ist eine der Neu»

Ä7Ä Sft-W

mit einer längeren Diebe über das Arbeitsprogramm seines Ministeriums emleitete, der Sckwere ,e n

Amt-S voll bewußt, aber, wie seine Rede beweist ist e^r mit f isckem Mut und enermschem Wollen an die i. suni der seiner darrenden dornenvollen Aufgaben her anieireten DaS neue ReichsverkehrSmiNisterium soll, wie schon sein Name besagt dengesamten Verkehr m deutschen Reick organisieren und leiten ^eoen

JXSÄ'« ' 6rfl*t im Interesse der Neichselnhelt, und der Verkehrs. . Master Dr Beu wird, wie er ausdrstcklick versicherte,. den EinAt'aaten das Opfer nach Mögest ^zu er- LMWWW MWM-MZ bahn Personals^ beim VerkehrSmini-ter.m nu.neh.nbiat, eine Maßnahme, die beweist, wie hohes Verständnis: tee Minister den Bestrebungen der Beamten und Ar bester kl?,.»".".'

Wfr/tat nicht nur das Bedürfnis nach einer ein-

MZSWM D-WMD'WW atter Verkehrsmöglichkeiten eine der Ursachen der ^er- ist Gr Dcrfprad) in bicf'CT Hlnslält Rin

EeS zu tun und mit allen Mitteln der Verkehrsnot

ventscher Reich.

* Verbot der Schüierstreiks. Ein Erlaß deS Ministers Haenisch droht für den Fall neuer Schüler- streikS die BerweUung von allen preußischen Staats- iehulen an. Herr Harnisch selbst ist eS getoe en, bet mit seinen ewigen Erlassen die erste Unruh in die Scku!säle hineinaet agen hat. Diese künstlich erregte Unruhe hat bann immer weiter um sich ge­griffen und, unter Mitwirkung von Parieiagitatoren, schließlich zu regelrechten Widersetzlichkeiteit gegen Schulleitungen und, tote zuletzt in Essen, zu heftigen Kämpfen in ganzen Schulgemeinden geführt. Herr Haenilch tut vollkommen recht daran, wenn er een um sich greifenden Schülerstreiks jetzt bestimmt ent« geqentritt. Nur sollte er fernerhin auch dasltr sor­gen, daß die Ur'ache dieser Bewegung endlich auS« geschaltet, daß insbesondere den übereifrigen Jugend- Agitatoren einseitiger Parteifärbung das Handwerk gelegt wird.

Ausland.

König Mons von Spanien ist zum Besuch des englischen KönigSpaates in London eingetroffen.