I Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Karl Sch ü t t e, ' |tr. I für die Anzeigen: I. Parzeller, Fulto.^—Rotationsdruck
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Der SeemannSstreik.
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zu verlassen. v
Wir wallen den Völkerbund, das heißt den rechten, getreulich im Auge behalten, zunächst jedoch unser eigenes nationales Leben retten. Wenn uns das gelingt, dann dienen wir auch der hohen Idee, die von der anderen S-ite verkündet und dann verraten worden ist.
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Die Ratifizierung des FrirdcnsvertrageS durch Italien
soll, wie verlautet, nicht bis nach den Kammer- wählen hinausgeschoben werden, sondern vorläufig durch ein königliches Dekret genehmigt werden.
Errperr und Malnredy.
| Donnerstag 2. oktaler 1919. | 1 46~
führt zum Ruin.
Abo. Bolz (Z-ntr.): Ich betrachte es aber als zweck- los, immer nur die Revolution einzuhauen und dabei zi übersehen, daß die Rechte mit Schuld tragt an ihrem Ausbruch. (Große Unruhe rechts, lebhafte Zustimrnmr bei der Mehrheit.) Ich glaube nicht, daß die fetzige Re gierung sich über die gegenwärtige Situation m Illusion« befindet. Sie leidet nur an dem Feh len der notige« Autorität und grade die Rechte tut ihr Möglichstes um diese Autorität herunterzudrücken. (Widerspruch utf Beifall.) Die Redner der Rechten sehen das Allheilmittel in der Beseitigung des Reichsfinanzminllters. Wenn wirk-.
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Die Streikbewegung.
Streiklage in Berlin.
Auf Veranlassung des Oberbürgermeisters Wer- muth hat ReichSarbeitSminister Schlicke Bermitt- lungrversuche im Metallarbeiterstreik unternommen. Qu den gestern nachmittag begonnenen Verhand- | Zungen hatte der Verband der Metall! nbusiriellen sechs Vertreter, der deutsche Metallarbeiter-Verband drei seiner Mitglieder entsandt. Die Verhandlungen werden voraussichtlich mehrere Tage dauern. Die Hauptschwierigkeit liegt darin, eine Einigung über die Giltigkeit der kürzlich gefällten Schrebs!prucheS zu finden. Vorläufig stehen beide Parteien in ihrem j Standpunkt noch weit von einander entfernt.
Durch den Metallarbeiterstreik ist die Gefahr eines G e n e r a l st r e i k s in greifbare Nähe gerückt. Für Donnerstag vormittag sind 30 Versammlungen aller gewerkschaftlich organisierten Arbeiter in Groß- Berlin einberufen worden. Es läßt sich nicht verkennen, daß diese Versammlungen das Signal zum Generalstreik bedeuten können.. Auch 30 kommunistische Versammlungen, die Dienstag ah->nd ohne Polizeierlaubnis emberufen und mfolge- desien von der Polizei aufgelöst wurden, dursten mit derartigen Absichten in gewissen Kreisen der Aroetter- schäft im Zusammenhang stchen, zumal festzustellen ist, daß sehr starke Kräfte am Werke sind, um tue Lohnbewegung der Metallarbeiter in da» P° ’ tische Fahrwasser zu führen. Em politischer Generalstreik aber, der zugleich von der kommumst!- schen Partei (Spartakusbund) zur Vorbereitung etner gewaltsamen Umsturzbewegung ausge- | nutet werden würde, bringt mit der Gefahr neuer Dürgerkämpfe und der Lähmung ’
Versorgung der Städte dem deutschen Wirtschaftsleben und damit der gesamten Bevölkerung d,etisfgehend- sten Schädigungen und ziehen unabsehbare Folgen
I ""^Dre^Krise im Zeitungsgewerbe wurde bei-
Der Seemannsstreik in Stettin ist beendet, während der AuSstand in Lübeck noch tortbaucrt c*n Eckernförde ist die Lage unverändert. In Bremen ist der Hefenarbeiterftreik bereits zu Ende und auch in Hamburg wird er baid beige
9 Die Akkordarbeit exf den deutschen Werften.
Aus Hamburg wird gemeldet: Auf sämtlichen deutschen Werften wurden gestern über den vom Arbeitsamt gestellten Schieds'pruch F«estrm>nt der eine Entschuldungszulage von «00 Liark und Em- führunq der Atkordarbeit vorsieht. Die Abstrm mung ergab, daß 25 000 Arbeiter für und 35 000 Arbeiter gegen den Schiedsspruch waren. Ix: Hamburg war die Mehrheit gegen die Akkoidarbett während in Elbing, Danzig, Bremen und Kiel d-e Mehrheit für die Einführung der Akkordarbeit vorhanden war. . .
Die Streiks im Ausland.
Der englische Eisenbahner streik soll, wie die englischen Blätter behaupten,, bereits Valoren sein. Die Korrespondenten der hollarwischen Blatter sind nicht dieser Meinung. Der eine -der andere von ihnen bezweifelt die Richtigkeit der offiziellen beruhigm- den Meldungen über die Anzahl der noch laufenden Ei-
Boeder nordamerikanischen Arbeiter- bewegung wird gemeldet, daß eineAnzmst Fabriken in Ptttsburg und anderen Plätzen wieder arbeiten. T-a- s gegen begann der Streik in den Fabriken der Bethlehem
Alte» «nd Neues vom „Völkerbund".
Ein französische? Blatt hat untersucht, woher die lanav ollen Worte vom Völkerbund und der Gesell- iAaft der Nationen eigentlich stammen. Es spricht > £rrn Wilson die Ehre des Erfinders ab und nimmt । ( «w einen Landsmann in Anspruch, nämlich für geistreichen Joseph de Maistre, der vor 100 labten schon die Frage aufgestellt und beantwortet I , Yflf Warum hat der Mensch es nicht einmal ver- xch't fich bis zur Höhe einer Liga der Natjonen, . mt«S Völkerbundes zu erheben?"
Wenn man weiter nachforschen will, finden sich I , ,,n,iß auch noch frühere Redner oder Schriftsteller, I ^te vielleicht mit etwas anderen Ausdrücken, aber in einem ähnlichen Sinne von einem Zusammenschluß der Völker gesprochen haben. Der Fedanke ist wirklich schon sehr alt. Denn bereits »,or HOO Jahren wurde ein großartiger Versuch «macht, eine Völkerfamilie auf der Grundlage deS Christentum» zu begründen. Die Wiederherstellung römischen Kaisertums durch die päpstliche Krönung Karl-deS Großen als be$ christlichen RaifetS war von dem hohen Gedanken der christ- I tichen Völkergemeinschaft getragen. Die neue Ordnung hat viele Früchte gezeitigt, süße und saure. Sie hat im Laufe der Zeiten sich nicht zu behaup- I ien vermocht, waS eben nicht ihren Urheber zur Last «elegt werden darf, sondern den menschlichen Schwächen der Nachfolger und den elementaren Triebkräften in der Entwicklung der Erdenbewohner. Die Zusammenfassung aller christlichen und zivili- fierten Nationen scheiterten im Drange der Zeiten, imd man suchte hier oder da einen Ersatz zu schasten durch Bündnisse zwischen den einen und den anderen Staaten, durch die Bildung von kleinen Gruppen, die freilich den doppelten,Mangel hatten, i daß sie nicht auf einer festen moralischen oder recht- tichen Ordnung beruhten und unter einander rn Reibung und Gegensätzlichkeit gerieten. Diese verschiedenen Völkerbünde dienten mehr dem Kriege als dem Frieden.
Bei dieser Sachlage war Joseph de Maisire zu I der Ansicht gekommen, daß die Menschheit überhaupt I «ickst zu einem allgemeinen Völkerbund berufen sei. | Er meinte: das barbarische Faustrecht sei überwunden worden durch die staatliche Rechtspflege; aber wenn die internationalen Beziehungen m den Tausenden von Jahren noch nicht eine Rechtsordnung gefunden hätten, so sei das ein Beweis, daß die göttliche Vorsehung einen Zusammenschluß der Völker nicht gewollt habe und der Menschheit den immerwährenden Krieg alS Zucht- und Entwicklungsmittel bestimmt habe. Der „Beweis" ist nicht strch- I haltig. Mit demselben Rechte könnte man sagen: ba$ Christentum sei nickt göttlichen Ursprungs, Werl in ach'zehn ober neunzehn Jahrhunderten noch nrcht einmal die Taufe der Mehrheit der Menschen er- reicht sei, geschweige denn die allgemeine Betätigung oIS Christen. Vor Gott sind taufend Jahre wie ein Tao, wir dürfen die Fristen deS göttlichen Weltplaner nicht mit dem winzigen Maßstab unserer Lebensdauer messen wollen. , .
Wenn die Menschheit die grausame Methode der ! kriegerischen AuSeinandersetznugen noch immer nicht überwunden hat, so ist daS ein Beweis für bte Schwäche der menschlichen Vernunft und Tugend; aber wir brauchen deshalb nicht zu glaube«, daß bd zum jüngsten Tage die KriegSfurre ungebanbtgt teilet toben müsse. Eine Beseitigung oder wenigstens Einschränkung de» Krieges ist immer noch denkbar, wenn die Menschheit auf eine höhere Kulturstufe sich allmählich hinausringt. ,
Aber ift die Welt schon jetzt reif für emen all- gemeinen, rechten und haltbaren Völkerbund, ®tefe Frage muß man leider noch verneinen, ohne Herrn Wilson Unrecht zu tun. Er hat die.Frage wieder einmal angeregt und sogar auf die Tagesordnung gebracht: aber er hat nicht den rechten Willen ooer nicht die gehörige Kraft gehabt, um den blendenden Vorschlag aufrecht zu erhalten. Der sog. Volker- bund ist zur Fortsetzung der gewalttätigen Entente geworden, und bet Friede, den er der Welt sichern sollte, ist nach Clemenceaus Zeugnis nicht? Anderes, als die „Fortführung des Krieges mit neuen Mitteln.
Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht, die der salbungsvolle Wilson angekündigt hatte. Seme 14 Punkte mttsamt dem Konkurs des ewigen Friedensbun- des sind wieder verwelkt. Sollen wir wegen dieses traurigen Rückschlages an der Entwicklung der Mensch- hett verzweifeln? Rein, wir wollen die Hoffnung aus Die Zukunft auch am Grabe unseres nationalen Glückes noch festhalten, Aber in dem Bewußtsein, daß uns diese Spekulation in der schlimmen Gegenwart nicht helfen kann, sondern daß wir zunächst aus e t g e- n e r Straft mit zäher Arbeit uns wieder emporrmgey müssen, ohne uns auf die Gutwilligkeit anderer Volker
S'S w‘Xn' Hugo (D. Vpt.) stellte , bei der ixmg der Interpellation bte alfeetrretne politische I teuhmg der «alut^rage in den Mittelpunkt und be- mchte die Gelegenheit su heftr^n AiSfallen ssgm Erzberger Er behauptete, den letzten Stoß habe tm- fere Valuta durch die Politik de? Reichöünmizmmrster; erlitten, der von bet Möglichkeit eines Staatsbankerot te? sprach, mit der Wchernpelrmg der Noten drohte und i« fort Wie sei e5 möglich, daß em Minister noch an I seinem' Platze ist, mit besten Politik die Mehrzahl der Volksvertretung nicht einverstanden ist? ..
Reicksfinanzminister Erzberger: Die Begründung der Interpellation hat mich enttäuM. Sie hat keine neuen Mittel angegeben, tote wir Dalutaheton könnten Daß der Notenaustausch nrcht durchgefuhrl ist, liegt nicht am Firchn,Minister, sondern <-n unüberwindlichen technischen Hindernisten -gn der Nationalversammlung sollte man mit der ^hauprung nichtrnehr kommen, daß die Pläne gegen bte Kap'taltootoande. rung einen Valimrsturz um 3o Prozent ^rbel^fubrt hätten, denn auf die Nachricht hin. daß daS Reichs, finanzministerium auf die Notenabstempelimg zu ver- «iSten aedenke, trat nach einer kaum nennenstoerten Kungln neuer Sturz ein Auch die Behauptung von der Wirkung de? Wortes über den ®taat»D<mIerott ist völlig imynreffenb. Der Vorredner W, bet Finanzminister mäste gehen dann wurde die Valuta bester denn daS Ausland habe fetn Vertrauen, so lange dieser' Minister im Amte sei. Entgegen dieser bewers- losen Behauptung kann ich mtttetlen, daß gestern nut Hollan d ein V a l u t a a b k o mm e n abge- schlossen worden ist. Das Ausland kennt unjet« Verhältnisse und weiß, daß sich auch der Wiederaufbau nur langsam vollziehen kann, daß Nicht von heute au f morgen wieder geschaffen werden kann, toa-5 ein luns jähriger Krieg weggeristen hat. Ich vertraue, daß da? deutsche Volk unter den nötigen Voraussetzungen, d h. bei ausreichend kräftiger Ernährung Bei ch«fsung Rohstoffen und Erfüllung der wirst chchtlichen Forve- tunger. der breiten Schichten sich wieder tn bte Hohe arbeiten wird. Mit Zwangsarbeit ist e5 nicht getan, aber die Steuerlasten werden so groß werden, daß es nur noch wenigen Nie rischen möglich sein wird, Nicht zu arbeiten Deshalb sollte der Vorredner recht bald tte Finanzrefvrm, namentlich das Reichsnotopfer, verab- schieden helfen Tie ÄrbeitSlofenunterstützung werden wir dtoauen ’imb zu einer A r b ei t Sl o 11 e ober» 1 icherung übergehen, die ck- dl,ch für die gmize Welt sein kann. Die Bora : ciNgeleitet. Zur
Die letzte Note Clemenceaus über Eupen und Malmedy, deren Inhalt wir in Nr. 225 mitgeteilt haben, enthüllt bte ganze. Schamlosigkeit, mit dcr bie Entente diese beiden deutschen Kreise Beizten einverleiben will. Die Note ist die Antwort aus deutsche Vorstellungen wegen unrechtmäßiger Maßnahmen, die Belgien getroffen hatte. ES handelt I sich einerseits um eine belgische Weisung an den Landrat von Eupen, er sdlle schon jetzt, also bür I Inkrafttreten d-S Friedens - Vertrages, von seinen vorgesetzten preußischen Dienststellen keine Befehle mehr entgegennehmen, andererseits um eine belgische Aufforderung an den 8-chnhofS • Vorsteher von Herbestal, er solle zurücklreten, wobei gleichzeitig den anderen deutschen Eisenbahn-Beamten anheim- I gestellt wurde, in belgische Dienste zu treten. Die Antwortnote gibt nun den Belgiern durchaus recht. Zwar ist der FriedenSvertrag noch nicht m Kraft getreten, und also besteht noch die deutsche Oberhoheit, aber die Belgier sollen doch befugt sein, so sagt uns die Note, sich als die Herren oufzu- spielen, denn ihre Anordnungen feien nur „borbe* | reit-nde" Maßnahmen und dienten lediglich dem .Interesse der Bevölkerung". Das ist eine verlogene AuSrede, denn jedes Kind steht, daß die belgische Regierung nur ihr eigenes Interesse im Auge hat, um die Volksabstimmung in ihrem Sinne zu beeinflußen. Dabei ist von einet wirklichen Volksabstimmung gar nicht mal bte Rede. -Mit bem Tage beS Inkrafttretens bes Vertrages sind die beiden Kreise einfach annektiert, un» wenn die-Bewohner deutsch bleiben wollen, dann können sie baS durch Eintragung ihrer Namen in bte bon den belgischen Behörden öffentlich aufgelegten Listen I bekunden. Wo sonst Abtretungen stattfinden werden, ordnet man geheime Abstimmung unter einer interalliierten Verwaltung an. In Eupen und Mal- medh vollzieht sich alles in der Oeffentlichkcit unter bet alleinigen Kontrolle bet Belgier. Und selbst wenn eine Mehrheit sich für Deutschland entscheidet, fallen die Gebiete noch keineswegs an Deutschland zurück, sondern der Völkerbund hat noch darüber zu entscheiden. Ter kann ja sagen, kann aber auch nein sagen. Wie, glaubt man wohl, werben, bte Belgier in ihrer Rücksichtslosigkeit mit ben Be- wohnern bon Eupen und Malmeby umspringen, bte es wagen, öffentlich für Deutschland zu stimmen!
Eintritt der Demokraten in die Regierang.
Die Entscheidung in bet Frage bet SBieberbetei« sigung der Demokraten an der Regierung ist gefallen.
Die Verbanblungr» zwischen bett beteiligten Parteien über die Umbildung bcS Kabinetts ünd abge- schlossen. Sie haben zu einer bollen Verständigung | eeführt Mit ihren Wünschen auf politischem und sozialem Gebiet fanden die Demokraten beim Zen- trum und bei der Sozialdemokratie Entgegenkommen. Daß dabei auch b«S Räteqesetz «ne Rolle gespielt habe, wie betriebene Blatter berichten, wnd von beteiligter Seite bestritten. Der Entwurf des Be- triebsrätegesetzeS sei bon ber Sozialdemokratte als unantastbares Minimum erklärt worden, ettte ffit* flärung, bte bon ben Demokraten auch als selbstverständlich entgegengenommen worden sei.
Den Demokraten werden tttt neuen Kabinett Wieder drei Sitze zufallen, sodxß ste also m gleiche Stärke vertreten sind tote bei ihrem Außsthetdem Tie Zentrums - Minister Erzber ger und Bell, deren Aemter die Demokraten für fick, beanspruchten bleiben indessen. Die Demokrat^ durften vielmehr b-S Reichs-Justizministerium, da? Mnitsterinm deS Innern und ein Ministerium für den Wiederaufbau und die Durchführung ceS Friedens - ScrtraficS er- .halten und für eine »efebunft btefer Polten de Herren Schiffer, Koch (Kassel) und «neu Nicht. Parlamentarier vorschlagen. Die Personal »Ressort fragen werden in werteren Verhandlungen der Par teifÜhrer geregelt werden. Die endgültige Entscher- bung dürfte erst fallen, wenn der Reichskanzler I Bauer nach Berlin znrückgekehrt ist, also am ~on«
Besserung ber Verhältnisse wird «uch mittvirken daß die Arbeiterschaft immer mehr von der^
durchdrungen torrd.chatz bre A . Emen wird. Die fern oder jenem Sinne wteder amg gjOio»
Valuta sank imAuMit auch deshalb, west
nen Papiermark aus dem Osten rn bdfcine
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bei d^m Safer und dem Leder gemacht haben, 5Ä»t4 SM 3u6S«.«”ffi $ I Kaffee inS MSland. Den Luxus können wir uns nicht leisten. Wir müssen uns Maßnahmen dagegen über- legen. Die Aufhebung der Zwangswirtschafti hat i s Folgen sofort nach .sich .Een.
solche Stoffe ernfuhren, bte absolut für iw unentbehrlich sind. Das alle? muß zentralisiert und geordnet werden. ES geht nicht an,, daß einzelne Gemeinden für Millionen im AuSlande einkaufen De
I Remeruna tut alles, um den Export zu tzeoen. I Die Steigerung unserer Ausfuhr hängt eng jufammen mit der Kohlenversorgung unserer Industrie. Geldgeber können in großem Umfang, nur die Deretrngten Staaten sein. Aber mit dem Märchen, daß Deutsch.nd nur nach Rewyork zu fahren braust^, um große Kredite
I »II bekommen, muß aufgeräumt werden, ulte -oaiuiu I frage fft eine internationale Frage geworden. _pa.^bP;
länder mH einer glänzenden Valuta sind mcht mehr in S zu exportieren und in Wettbewerb zu treten, weck s:, hnrticen Gestehungskosten ebenfalls ungeheuer hoch ünd D^s eine Land stirbt an schlechter Valuta, das andere erstickt in feiner guten. Auch k» sind ^eniano- itandes unterer Valuta seine Waren viel zu billig an das Ausland verkauft. Amerikanische Großindustrielle, die m Leipzig und Berlin große Abschlüsse gmiacht ^ben ihr Erstaunen darüber ausgedruckt, kwß sie so vMig Y toben laufen können. Unser deutsches Geld mugt M) ab für die ungeheure Differenz der Valuta und. das ~u» tanb lacht über die deutsche Unterbietung. Diese Unter- bietung auf dem Weltmarkt muß au tzoren. Erne Rege r.ma muß herbeigesührt werden, teils durch selbst.,.Ise, s durch Regierungsmaßnahmen. Unsere Valuta kann E gesunden wenn die-Kapitalslucht so fort- dauert? Es wird mit der größten Strenge dag^cn vor ZL Die Steuerreform muß schleu-
vf^u^SrrtWrfiiebet werden Das bedeutet eine Gesundung X S Twtz mimL Rückschläge di- noch er. folaen können, geht es doch schon tm deutschen Vo.ke a>., märts Alle Berichte lauten übereinstumnend dahin, daß llm.
fange zugenommen hat, daß mehr aus oen 6 briten und Bergwerken herauskommt, als bisher -'S Reoieruna wird alles tun, um tue Verhältnisse weuer zu besstrn ^Die Politik der Senkung unserer Lebensmittel- presse wird mit aller Energie sortgescht werden Be fnmrrrf imf« Arbeiter mehr Nahrungsmittel, namentuch S fo bebt sich auch stine Arbeitslust und Arbeitskrast.
I Maßnahmen zur Förderung des Güterverkehrs, gege e- n-Nialls aus Kosten des Personenverkehrs, stehen bevor. Alle diese Fragen werden aufs Energischste erwogen. Die Nationalversammlung darf das Vertrauen zur Regierung haben, daß sie bestrebt ist, auch die Dalutasrage zur besten Lösung zu bringen. (Beisall.)
2n ber Aussprache traten verschiedene Redner w.eder für die Aufhebung der Zwangswirtschaft em. jäte betonten daß eine zu lange andauernde Zwangswirtschaft und ^'e zu weitgehende" Sozialffierung das Vertrauen des Auslandes zur deutschen Wi-dererstarkung ^nicht ge rade fördern könne. Hier zeigten die Reglenrngsoert.eter, außer bem Reichssinanzminister Erzberger auch Reichs nütlfchefftsminifter Robert Schmidt, aber mcht nur^kem EMaeoenkonimen, sondern sie kündigten sogar die ~ Hmma torTeien Wirffchast selbst aus den Gebieten an, aS denen die Regierung den Zwang schon ausgehoben batte So/soll die freie Einfuhr von Kwsfee wieder, auf. nZZn Xntrton Auch sonst schwebten ernste Erwagun- gen ^ww die Ein- und Ausfuhr schäffer überwacht werden kann Freilich wird auch die schärfste Ueberwachung so lanae veraebliche Mühe bleiben, als die Entente das Loch ÄÄffeu Mb So lauge «us, so führte M.n.stet Erzberger aus, die Entente nicht Herr unserer Zoll arenTen im Westen werden läßt, so bange kann un- ^re Wirtschaft nicht gesunden. So lange hat Beut;-Jetti) auch nicht die Kraft, seine Derpflichtungen aiw dsm Fne- beisn-rtraae zu erfüllen. Wir haben tm Westen dteie stets blutende Wunde, durch welche die hecksamsten Dolks. «rx», ahftrBtnen, ohne daß die Entente emen Gewinn Ä A iİr° Vorstellungen, die gleich nach dem Abschluß des Wassenstillstcrndes bei der Entente gema^ wurden? sanden keine Beachtung. Es namentlich vow der beusschen Regierung da^f^Esen worden daß die Einsuhrverboisliste, wÄche Deutschland ausgestellt hat, I auch im Westen unbedingt Güliigkett haben muß. Endlich I toben wir durch den Einfluß der mglffchen Regierung
finden sollte, die bte Frage W-stgrenze und der er Hebung der Zölle in Gott, desinttw entscheiden sollte. 3m letzten Augenblick ist die Konferenz lecher auf ben IQ.
I DftoBer verschoben worben. 3ch habe den Wunsch aus» sprechen lassen, daß di« Konferenz sosort ftatffrnden möge. Di- ieteiaett Verhältnisse sind unhaltbar fuk tos deusstze WirtschafislÄen. FrMZMche. en-lisch-, arne- I rikanische Waren kommen nicht über Hamburg, auch mcht I Waren von Kopenhagen, sondern sie gehen über -Roder- 1 tom oder Antwerpen durch tos besetzte Gebiet und wer- ton unverzollt unter Mißbrauch toi Amtsgewcckt eingesührt. 3n einem Fall sind Waren über Lesterre,ch, I die ^Schweiz und Elsaß-Lothringen nach Mainz und Dresden transportiert worden. Auf diesem Gebiet muh une endgültige Löfung gefunden werden. Es muck ate^s getan, um die Wunde im Westen zu stopfen. Wtr müssen der Entente klar machen, daß uns die Wiedergutmachung | unmöglich ist, wenn diese Wunde bestehen bleibt.
Abg. Schiele (Dntl. Dp.): Es ist eine ungeheirre Leichte fertigtet!, zu sagen, unsere Industrie, wurde sich nach dem Friedensschluß schon wieder aus eigener Kraft ..hown I Das ist nicht möglich, wenn bte Sozialisierung droht, --e
Steak Corporation. Im Staate Pennsylvania hat der I Wirtschaftskampf blutige Folgen angenommen. Bisher sind 6 Tote zu beklagen gewesen. -----■<- |
Cchkechte VrrkehrSlage im Ruhrgebiet.
Die Eisenbabnverkehrrlage im Ruhrgebiet erfuhr in den letzten Woclien eine weitere bedenkliche Verschlech- ter uns" Im W-rktagsburchschmtt gingen dre Gestel- lunaszissen' aus fast 14 000 Sagen, die Aehlzrffern auf fast 3900 Wogen in die Höhe. Gegen Wochenende r»urbe die Gestellung noch ungünstiger. Die Zechen sind infolge dieser Verhältnisse gezwungen, täglich er- UeMirto MenaSn der Forderung auf Lag er zu nehmen Eine Besserung ist vorläufig nicht abzufehen. Der Wasserstand deS Rheines geht noch weiter zuruck. Auch die Ausnutzung des Wasserweges wird daher tag- lieh noch ungünstiger.
Unter französischer Geißel. Der sozialdemokratifche Stadtrat Ober in Speyer, ber bereits längere Seit tn Uickersuckunoshaft sitzt, wurde vom Oberpolizeigericht der 8. französischen Armee zu 5 Monaten und
2000 J« Geldstrafe oder weiteren 6 Monaten Gefangms verurteilt. Er war beschuldigt, Plakate ohne behördliche Eenebmiaung zum Anschlag gegeben zu haben. .
Die Franzosen im Elsass. Aus Straßburg wird berichtet? Der Generalkommissar von Elsaß-Lothringen Millerand hat einen Erlaß herausgegeben über Neuor- ganisation der Schwurgerichte. Dieser Erlaß enthalt die Bestimmung, daß n u r F r a n z o s e n oderftam- sisch sprechende Elsaß-Lothringer das Amt eines Ge- chworenen in Elsaß-Lothringen ausubm. dürfen Da- ! mit sind 75 Prozent der einheimischen Bürgerschaft mit einem Federstrich eines ihrer wichtigsten Bürgerrechte
Di? Abstimmung des Fried««» - Vertrages im amerikanischen Senat ist nunmehr auf den 22.Okto- ber festgesetzt. Die Aussichten für die Annahme sollen sich gebessert haben.
Lie ^eimschaffung der Kriegsgefangenen ans Frankreich.
Die schtoeizerische Gesandtschaft in Paris teilte offiziell mit, baß bte in französischer Hand befind- lichen Krieg»gefangenen alsbald nach der Ratifizierung des Frieden? in die Heimat zurück- transportiert werben. Da bie Ratifizierung wabr- fcheinlich in den nächsten Tagen vollzogen wird, kann somit mit bem baldigen Abtransport gerechnet werden. Die deutsche Regierung wird baun felost- derständlich alles tun, um ben Abtransport, soweit dies irgend in ihrer Macht liegt, zu beschleunigen.
Die Gesamtzahl bei bisher zurückgegebenen Kriegs- gefangenen belänft sich auf runb 130 000 Mann.
Die Entwaffnung DeutfchlandS.
Clemeneeau hat am Dienstag bei der Ab- stimmung über den Antrag Lefevr«, der die restlose Entwaffnung Deutschlands vorsieht, nur eine geringe Mehrheit für feine Regierung erzielen können. Das Lertrauen»votum, welches bte Verschiebung bes Antrags bis nack ber Ratifizierung vorsieht, würbe mit 262 gegen 181 Stimmen angenommen.
nerS tag ober Freitag.
Drrrtsche Natt-«Alverfammrrt«L.
Sitzung vo«7 1. Oktober.
D-Z Tumultschadengesetz würbe nach km- jtt Beratung an einen besonderen AuSsapiß veNme,en mid dann bie Interpellation der Deutschen BolkSpartei
T^?effland der deutschen Valuta torbantelN, eine Frage von grötz^ auß-npolitisi^c und wirtschaftlicher Bedeutung der toeite ”oI^h,Lt noch Iraner nicht bcB notwendige VerstnndmS ent