| vonaerata, kS. Sept 1919. | I 4S. Zahrg.
Dsr Gt?<bL?df-Zrrrr nach tfitime,
Es sind sechzig Jahre her, seitdem der italienische
i Nationalheld Giuseppe Garibaldi seinen kühnen Lug I noch Sizilien unternahm, der ihn und seine Freiscka-
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wenn er mit hätte, aber er hte Italiener ilich äe &>.
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ren berühmt machte und mit der Einverleibung des Königreichs Neapel in das moderne Jfassen endete. Allerdings mußten schließlich die italienischen Truppen sehr bedeutend helfen, Garibaldi allein hätte d'es Stück nicht fertig gebracht. Aber den Italienern steckt diese Tat noch heute als eine der größten Taten der Neuzeit im Sinne, und bei jeder paßenden und unpassenden Gelegenheit verlegt sich ein politischer Schwarmgeist darauf, den Nachfolger Garibaldis zu spielen, dessen Ruhm bekanntlich 1870 in Frankreich kläglich untcrging. So Hot denn auch jetzt der Dichter Gabriele d'A n n u n z i o die Fahrt nach der früheren ungarischen Hafenstadt Fiume unternommen und diese, die dem südslawischen Staate von
Eine revolutionäre Verschwörung in England.
Die englische Regierung soll einer Arbeiterver- schwörung auf die Spur gekommen sein, die revolutionäre Streifs, Gewalttaten und die Etmoiduuz öffentlicher Persönlichkeiten zum Ziel gehabt habe. Sie habe e8 auch auf die Aneignung der ReaierungS« gemalt abgesehen. Ter Mittelpunkt der Verschwörung sei der Bund der Mannearbener gewesen, denen sich Hafenarbeiter angeschlossen hatten.
Frankreich braucht ««». Die französische Regie« rung ist an die deutsche Regierung mit der Bitte herangeireten, ihr für die von Deutschland auf Grund bei Waffenstillstandes gelieferten Dampfpflüge Lehrperlonal zur Einarbeitung französischer Dampspflugführer zur Rerfügung zu stellen. Benötigt werden etwa 35 Mann. Für völlige Be- wepungsfreiheit, oute Behandlung und Schutz gegen jeglich« Belästigung hat die französische Regierung alle Garantien übernommen.
* Stillegung der Mauser-Fabriken. Die Waffenfabrik von Mauser in Oberndorf (Schwär-,Wald) stellt vom 15. Oktober an den Winter über den Betrieb ein.
* Zu großen Lebensmittekplünderüngen kam eS am Mittwoch in Köslin. Eine größere Menschen
menge, die haupliächl ch auS jungen Burschen bestand,
stürmte und plünderte Lebensmittel-, Zigarren-,
Schuh- und Manusaklurwarenge chafte. Die Polizei
war den Plünderern gegenüber machtlos.
* Po ruscher Staatsdankrott in Sicht. Wenn
Nichterfüllung von bestehenden Berpfliri-tungen Ban
kerott bedeute', so ist der neue Polenstaat bankerott,
bevor er so reckt ins Dasein getreten ist. Tie Polen Mrcn: lassen wir unsere Gläubiger so lange chreier- u3 sie fcetfer geworden sind. Wurstigkeit gezen t der Bezahlung von Schulden bat ja auch schon die früheren polnischen Regierungen ausgezeichnet. Heute wird in Warschau allerdings noch mit einem de;onderen Faktor gerechnet, mit der Zah- lunzSfähizkelt und Steuerlust der Deutschen in den an Polen abzutretendea Gebieten. Darin wird aber wohl sehr viel anders kommen, als die polnische Regierunz d«kt.
Polnischer Vormarsch auf Moskau. Rach einem 6^«» »?■« Pole, an Beresina
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Die Lage in U«§arn.
In Budapest dauert das politi che Chaos fort. Auf der einen Seite weigert sich Friedrich, die Leitung d«S Kabinetts abzuaeben, trotzdem er bisher die Anerkennung der Entente nicht erlangen konnte. Auf der anderen Seite herrscht bei den Gegnern Friedrichs nicht das geringste Einvernehmen. I» der sojialdemokrati'chen Partei ist eine große Absplitterung festzustellen. Ein Teil der Arbeiterschaft, der erst unter dec Herrschaft KsrolihS in die sozialdemokratische Partei eintrat, ist in der letzten Zeit zur christlich-sozialen Partei übergetreten.
Tie rumöni cke Regierung bet de n Drucke der Entente nackaegeben und beschlossen, ihre Truppen aus Budapest in allernächster Zeit zurückzu- ziehen. ______
Verantwortlich iür den rebaftier.eucx Teil: Karl Schütte, ftr ite Xn$Msrx: Serieller, gelte. — Xetetieelttu<.
Wirtschastkichcs.
Zur Kohstnsrsqe.
Die Ve kehrrverhältniffe im Ruhrrevier haben sich im Laufe der vorigen Woche toieder verschlechtert. De infolge Zurück,-ehens de« Rdeinwaffers der Umschlag in den Tuisoure-Rutzrorter Hüten abmwimt. muß der Versand in größerem Um ranne durch äogi« auf der Bahn erfolgen, sodaß die Umlautzeit der Wagen bedeutend erhöht rst. Dazu kommt das Einsetzen der HerdütrcmSporte, »ie ickon einen großen Teil der offenen Wagen beanspruchen.
Streik der - erliurr LrbenSmitlelgesckmste.
In Aussübrunz eines in der vorigen Woche gefaßten Ve chiusses hat gestern ein großer Teil bet Berliner Lebensmittelgeschäfte als Protest gegen die ' Kostmuna.isic ung des LebenSmtnelhandels und gegen die Zwangswirtschaft nm 10 Uhr vormittags dis 4 U«r nachmittags die Läden geschlossen. In der Zwrs-tzenzeit fanben u,. r große Protestvev- imntlitngen statt, in benett bewnrers gegen die tellungnahate des Deuts«en ktädtetages zu.' Frage cc Kommunalisierung Ein pruch erhoben wurde. Lic Versammlungen verltefen ruhig, nur im Lehrer- ; Bereinstzaus am Aleranderplatz kam zu Zu- i sammenfiößen mit Arbeitslosen.
Aus detzi Elsaß.
In Mülhausen, in Straßburg und Gebweiler haben Kundgebungen dK Arbeiter für die Selb- st ä n d i g k e i t Elsaß-Lothringens stattgefunden. Französisches Militär hat verschiedene Umzüge gewaltsam aufgelöst. In zahlreichen Gemeinden und Landorten des Ober- und Unterelsaß wird die Bewegung unter der Bevölkerung beständig größer. Sie" Franzosen machen bekannt, daß sie die Förderung der Unab- hängigleitsbestrebungen innerhalb Elsaß-Lothringens als Landesverrat bestrafen werden.
Der General st reik der Eisenbahner in Elsaß-Lothringen wurde beendet, da alle Forderungen der Eisenbahner bewilligt wurden. Inzwischen haben aber die Eisenbahner schon wieder neue Forderungen aufgestellt und verlangen u. a., daß der Regierungsrat Wolf, ein Elsässer, zum Präsidenten der elsaß-lothringischen Eisenbahnen ernannt werde, was die französische Regierung bisher ablehnte.
Hebet Metz wurde der verschärfte Belage- rungszustand verhängt. Bahnhof und öffentliche Gebäude sind militärisch besetzt.
Die französische Regierung hat in der letzten Woche völlig unerwartet etwa 12 0 Oberlehrer von allen höheren Lehranstalten Elsaß-Lothringens gleichzeitig nach dem Innern Frankreichs versetzt. Diese Maßnahme hatte großen Unwillen hervorgerufen.
der Entente zugesprochen war, „für Italien annektiert". Diese Tat wird kaum einen Konflikt entzünden und sehr bald ungeschehen gemacht werden. d'Annunizio wäre auch schwerlicy dorthin gezog ernstlichen Kämpfen zu rechnen ge
Der Friede.
Verschleppung des Friedens durch Frankreich.
Die Hoffmmg auf die endliche Ratifikation des Friedensvertrages durch Frankreich scheint wieder eine Enttäuschung zu werden. Negierung und Opposition befleißigen sich in der Kammer größter Langsamkeit. Für die DerschleppungspolM sind einzig und allem Gründe der inneren Politik des Landes die Ursache. Je länger man über den Friedensver- trag diskutiert, um so weniger bleibt dann für die Interpellation betr. die allgemeine Politik übrig, denn -ie Wahlen stehen vor der Tür und die gegenwärtige Kammer kann nicht ewig tagen. Die Opposition operiert mit einem Mißtrauensvotum gegen Clemen- eeau, indem sie eine Resolution einbringen wird, die das Schaltern darüber ausspricht, daß das Parlament bei der Ausarbeitung des Friedensvertrages absichtlich ausgeschaltet wurde. Man hasst, daß Cle- menceau die Vertrauensfrage stellen und daß ihm das Vertrauen verweigert werden wird.
Vor dem amerikanischen Senat.
Die Debatte über den FiicdenZvertrag km ernte ri= konischen Senat wurde mit einer Rede des demokratischen Senators Jones cms Neumexiko eröffnet, der energisch auf Annahme des Vertrages, ohne Abänderungen drang Jones sagte, daß der Friedensvertrog und der Völkerbund zunichte gemxrckt wurden, wenn der von der Mehrheit des Senats-Ausschusies für auswärtige Angelegenheiten anempfohlene Vorbehalt angenommen toürbe. ,
Wilsons Gegner.
Die Finanzkommission des amerikanischen Repräsentantenhauses hat das Verlangen des Präsidenten Wilson auf Ausbezahlung der Kosten für Unterhalt der amerikanischen Frie» denSdelezation in Versailles, die Wilson auf 8,24 Millionen veranschlagt, verworfen. Diese Kreditverweigerung stellt einen Akt offenen W i- derstandes gegen Wilson dar und beweist, daß die amerikanisch« Volksvertretung sich nicht auf die Kri- kik des Pariser Friedenswerkes beschränkt, sondern entschloffe» ist, bet Politik des Präsidenten auch praktisch zu widersprechen.
Nur darf man bei uns nicht glauben, daß toegen dieser 8 Millionen der Friedensdertrag, bet dem eS sich um vorläufig noch unbegrenzte Milliarden handelt, in die Brüche gebt.
Ein neues Orienk-Abkommen.
Ein französisch < englisckes Abkommen betreffend den Orient, das zwischen Lloyd George und Clemen- ceau abgeschlossen wurde, bestimmt, daß die englt« schon Truppen am 1. November mit der Räumung der Gebiete swtschen Palästina und Syrien hrrrinnen 'ollen. C5 * * * ne Anrastl F'iitz'e. bereiter Damaskus undAleppo, sollen nach dem Abzug der britischen Truppen nicht von französischen Truppen besetzt werden, da sie in der Zone liegen, in der die Errichtung eines arabischen Staates vorgesehen sei. Nichtsdestoweniger aber müßte in Zukunft die arabische Macht Ratschläge und Unterstützungen nicht mehr von der britifchen, sondern von der französischen Regierung für diese Gebiete verlangen.
Am Kisutschau.
Japanischen Blattern zufolge haben die Vereinigten Staaten Japan aufgeforbert, einen endjiltigen Zeitpunkt für die Rückgabe KiaulschauS an China festzufetzen.
Dir Saar-Berglrute für Deutschland.
Eine Kundgebung der Bergarbeiter im Saargebiet hat am letzten Sonntag für das Deuttchtiun stattgefim- den. Es nahmen nicht weniger als 80 000 Bergarbeiter barem teil. Nach Schluß der Versammlung zogen sie durch die Straßen Saarbrückens in geschloffenen Zügen und fangen vaterländifche Lieder. Die Franzosen wagten es nicht, dieser Demonstration ein Gube zu machen.
Keine Znrückgabe der dentfchen Lokomotiven.
Von der nach dem Pariser „Mann" gemeldeten Rückgabe der von Deutschland abgegebenen Lokomotiven tst noch einer Meldung de? Wolff chen Büros an Berliner amt,i*en Stilen n > ckts bekannt.
Da hätten wir uns also zu früh gefreut auf die Milderung der Berkehrsnot durch die Heimkehr unserer besten Lokomotiven.
Skreikgefahr in der Berliner Blelallindustrie.
Die Berliner Metallarbeiter haben acht der größten Firmen der Metallindustrie ein Ultimatum auf Bewilligung ihrer Forderungen gestellt; bei Mchtde- willic-ung wird mit dem Streik gedroht. Die Forderungen besagen, daß die Arbeiter zwar mit dem Stundmlohn von 3,20 M einverstanden sind, daß für die Transportarbeiter aber ein Stundenlehn von 2,85 cM. verlangt wird, während der Schie-d.spruch für diese einen Stundenlohn von 2,25 M festgesetzt hatte. Die herausgesuchten Betriebe sind diefeninen der Metallindustrie, die zurzeit stark beschäftigt sirck>, für die alfo der Streik eine wirtschaftliche Schädigung bedeuten würde. . ,,, , —
Reichsarbeitsminister Schlicke richtete aus Anlaß des Abbruchs der Schlichtungsrerh6.nl lunren em Schreiben an den Metallarbesterverband, in dem er darauf bmweist, daß zu einem vorzeitigen Abbruch der Verhandlungen umsoweniger Veranlassung vor- kiege, clls durch den von beiden Parteien angenomme- nen ersten Schiedsspruch jeder Abbau der derzeitigen hohen Löhne vollkommen aueges^lossen ist. Es scheinen auch in den Kreisen der Arbeiter gegen solche Maßnahmen, soweit bekannt, erhebliche BÄenkcn zu bestehen. ........ |
Rmerikanifchr W.rtschaftshils*?
Wie verlautet, stehen bi- Verhandlungen zwischen amerikanischen und deutschen Finanzleuten wreen einer gründlichen B-fleruuz der deutschen Valuta unmittel, bar vor ihrem Abschluß Die ametIraner haben au-en- b'icklich weitgehende Hilfe zugeüchett, die sich muh auf nichtamerikanische Plätze erstrecken soll.
Gabriele d'Annunzio (geboren 1864) heißt eigentlich Rapagretta und hat seinen Namen zur Bezeichnung der von ihm selbst gewählten Mission als Ler- kündiger italienischer Größe angenommen. Er ist als i lyrischer Dichter bedeutend gewesen, aber schtießlich i zu einem Schwätzer geworden. Als Politiker, er wurde j zuerst 1890 zum Abgeordneten gewählt, ist er nichts anderes als ein Phrasendrescher von maßloser V-.«' keil gewesen. Er war es, der zu Pfingsten 1915 die erste unverhüllt: Kriegsrede gegen Oesterreich-Ungarn in Genua hielt, der auch bald die Kriegserklärung folgte. Als aber dann das Wasfenglück Italien nicht günstig war, wurde er sehr still, um erst nach der Wendung der Kriegslage wieder von sich reden zu machen. Damals unternahm er auch einen Flug nach Wien, hütete sich aber weislich, mit seinem Apparat bis zum Schußbereich herab zu steigen. Für die Vereinigung von Fiume mit Italien ist er in überschwängliche!'. Worten und Artikeln eingetreten und hat jetzt als Patriot auf eigene Faust gchandell, wo alle Truppen aus Fiume abberufen waren.
Dieser Streich bedeutet nichts mehr als eine posi- tische Komödie, denn gegen den Willen der Entente und gar seiner eigenen Regierung könnte d'Annunzio von vornherein niemals daran denken, das 50 000 Bewohner zählende Fiume zu halten, auch wenn ihm größere Mengen von Soldaten und Freiwilligen zu Hilfe kom- men, aber es bleibt für ihn in den Augen feiner für alles Aeußere so empfänglichen Landsleute eine glänzende Reklame. Uni) dadurch kann später allerdings der übertriebene Machtrausch sich in der auswärtigen italienischen Politik mehr und mehr einnisten. Denn Italiener sehen heute schon ihr Vaterland als den Staat an, dem die Vorherrschaft im östlichen Mittelmeer und an dessen Küsten unbedingt gebühre. Mit Rumänien, Bulgarien, Griechenland und dem Serben- land, wie es früher war, muß Italien rechnen, aber den neuen Südslawenstaat sieht es als etwas sehr । überflüssiges und für sich schädliches an.
D'Annunzio hat mit seinem Streich von Fiume ins Wasser geschlagen, aber den Kern der Frage hat er aufgedeckt, nämlich, daß Italiener und Südslawen als Nachbarn wie Hund und Katze nebeneinander leben werden trotz Völkerbund.
►b. fr
irn.. manches an der Einrichtung des nhLne?^ deutschen Volksstaat dem gläu- n nF. ^"ivlischcr Kreise nicht, entsprechen. h nicht zu verzweifeln, wenn wir ,^nd anlegen und alles, was ■if.,.5aj?en steht, tun, um die kon- J:JP1 Erziehung der Lugend zu fördern.
riaen politischen Lage ist es gelungen,
L Schrrrkompromitz urrd die
Erziehungsverechitj trn.
gort Geheimrat Marx (Düsseldorf).
■Lm seit langem haben sich Volksverein und W^rtisation bemüht, den katholischen Eltern als strenge Eewisseuspflichi einzuschörfen, sich
W z, tpie früher um das Schicksal und die Ein- MTAi-q Schulwesens im Staat und in der Ge- kümmern. 2m alten Deutschland konnten
^-vielfach auf die bewährte Gesetzgebung, zum M wch auf die Berwaltung verlassen, die die kon- Lneile Erziehung der Jugend in mehr oder minder Etan llmfcmg sicherte. Nunmehr haben wir mit M«uen ^Verhültnisien zu rechnen. Im demokra- W» Lestsslaat muß sich das Volk und muß sich KL ein seine als Teil des Ganzen seiner Macht, MMechte, aber auch der damit in gleichem Ver- K Vcchsendc" Pflicht bewußt sein, mitzuarbeiten rjgoh[;' bes Ganzen. Zu wiederholten Malen W in den letzten Monaten die Eltern aufgefordert BL t-e christliche Schule und Erziehung vor den ^tedrohcnden Gefahren zu retten und zu sichern. Wehr ist durch das Zustandekommen eines Kom- Kjfefi über die Gestaltung des Schulwesens zwischen MhciHifczialisten, Demokraten und Zentrumspartei A dir Festlegung desselben in der Verfassung ein Ehr Ruhestand eingelreten. Jetzt werden sich die M Rechenschaft darüber abzulegen haben, welche Etfe sie im Interesie der christlichen Erziehung « Kinder zu tun haben. Für heute sei folgendes Mtxet,oben:
Fi, Ne Verfassung legt die G r u n ds ä tz e fest, nach L zukünftig das Schulwesen im Deutschen SteK« ^richtet werden soll. Das Nähere wird demnöcki Michsschulacsetz anordnen, das, rote die Verfassung gt, „baldigst zu erlassen ist". Die nächsten stichstagswahlen werden mit unter diesem Wchtsxunk: auszufechten fein. Der nächste Reichs- g wird auf absehbare Zeit das Schulwesen für das ifamte Reich zu ordnen haben. Die Aufstellung^ der wldidaten und die Wahl der Abgeordneten wird des- 6 in gan? besonderm Maße nach Weltanschauungen i erfolgen haben.
2. Lis zum Erlaß dieses Reichsschulgesehes blei- | die zurzeit des Inkrafttretens der Verfassung in n Einzelstaten geltenden Vorschriften bestehen. Die iyelstaale.. sind also nicht mehr in der Lage, die !s das Schulwesen bezüglichen Bestimmungen, seien iSesetze oder Verordnungen, insoweit zu ändern, als
wird sich in jedem Falle jetzt als der GegeEart prcticn. Das Zeug, teil, besitzt er dazu.
Einwandfrei festzestellt.
Zum Falle Reinhard Ian« mitgeteilt werden, daß die Nämlichkeit bet G?orZ Neuendorf, dessen Strafregister von amtlicher Seite üeröffenk licht toorbtn ist, mit dem Offigierstestvertreter der Reichswehr Neuendorf, der d< bekannten Angriffe gegen Oberst Reinhard richtete, aus der Uebtt- einstimmunz der Papiere ebenso wie auch aus ZeugenauSsaxen einwandfrei fe st ge st el It worden ist. Insbesondere hat die in Berlin lebende Ehe- fron des Neuendorf die Nichtigkeit der Feststellung der Persönlichkeit deS Nenendorf bezeugt.
Gleichzeitig wird von znstänbiger Seite mitgeteilt:’ Tie Vertrauensleute der Brigade Reinhard haben gestern gemeinsam und einstimmig die Gr» kliruna abeegeben, baß Oberst Reinhard feit Bestehen ber Bri,ade niemals eine ^egen die Republik oder gegen die ReickSreßiernng gerrchtete Propaganda^ getrieben habe. Oberst Reinhard habe im Gegen- teil stets sehr energisch betont, baß er selbst unbedingt hinter der Reichsregientng stehe und die gleiche Haltung auch von feinen Untergebenen ver- lange. Die Bertranenskeute waren einstimmig in, der Zurückweisung der Berbächtigung, daß Oberst Reindarb, der dies ja auch selbst energisch bestreitet, irgendwelche monarchistisch« Propaganda betrieben habe und sprachen dem Oberst Reinhardt ihr unbedingtes Vertrauen aus.
Sine französische Fälschnng.
Die französischen Besatzungsbehörden haben im be» setzten Rheinland an verschiedenen Orten, so in » acken, die deutschen Zeitungen «ezwunren, auf der ersten Seite und unter fett#eorudtten UeberfAriften Mitteilun- pen aus einer De nkschrif t wiederzugeben, die ein deutscher Referendar und Staatsanwalt namens Zraust en den zuständigen Minister gerichtet eaben sollte und worin er Beschwerde führte über unerhörte Grau- f am letten, 6te »en deutscher Seite im Besetzungs- gebiete während des fitie es verübt fein sollten.
Eingehendste Untersuchungen haben ergehen, daß kein deutscher Referendar bzw. Staatsanwalt dieses Namens existiert bat Der Fall ist typisch für die Art, wie die Franzosen die Deutschen im besetzten Gebiet bearbeiten, um sie gegen ihr Vaterland einzu- nedmen und Frankreich zuzuführen. ES muß gegen diese Praxis aufs entschiedenste Verwahrung emgelegt werden.
Handelsschiffe als Minenleger.
Mit einer bemerkenswerten Enthüllung ist setzt bet englische Kommandeur Gwbnne betboreetreten. Er spricht von fcer Herstellung und der Auslegung der Minen während des Krieges und gibt nunmehr, ba bet Krieg vorbei ist, unumwunden zu, daß vierFünftel sämtlicher englischer Minen von Handelsschiffen aufgelegt worden sind.
Man bat hier ein englisches Geständnis dafür, baß die britische Handelsmarine an bei Kriegfüh. rung beteiligt war, was ovn der britischen Regierung stets bestritten tourte; .«
j die verfassungsmäßige Anerkennung der konfessionel- > len Schule durchzusetzen. Daß nun auch tatsächlich die 1 Konfessionsschule mindestens in dem bisherigen Um- ; fang beibehalten wird, dafür zu sorgen wird eine ernste Pflicht aller christlichen Eltern feilt
Das Schicksal der Jugend ist nunmehr in weit höherm Maße als je in die Hand der Eltern gelegt. Mögen sie sich beizeiten ihrer wichtigen Aufgabe bewußt sein. Die christliche Erziehung und Schule ist dann, aber auch nur dann gesickert, wenn das katholische Volk einig und opferbereit für sie eintritt.
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W. "-erricht und am Schulciottesdienst ver- Gren ' ................ “
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Kerben selbst darüber stets Kontrolle ——,2 daß ihre Kinder auch regelmäßig B br^ ^^bericht, am Gottesdienst und an son- ■hL meiern teilnehmen. Bei der Ein- Mtz Indern wird der Sicherheit halber stets abLn ?Re ausdrückliche Erklärung in dieser P-en werden müssen. Auch in dieser isseii fcEL-e!,ten eine Aufklärung der Eltern steil ' v” tie dekannt zu machen mit den ..['..f ihnen die veränderte Sachlage ächtet auferlegt.
lH au: die konfessionelle Einrichtung des Schulens beziehen.
De Verfassung stellt als Regel für die Meinridüurtfi im Deutschen Reich die S i m u l t a n- »le hin. Das ist tief bedauerlich. Angesichts der Mhestsrerhältnisse in der Nationalversammlung war b trotz aller Bemühungen der Zentrumspartei nicht Mhindern. Auf der andern Seite ist es aber ge- ri, auch d'e Konfessionsschule in mög» weitem Umfange zu sichern. Eine Konfes- Whnle muß in der Gemeinde eingerichtet werden, M Erziehungsberechtigte einen dahingehenden A n- stellen. Die nähern Voraussetzungen, also c. dio Zahl der Erziehungsberechtigten, die einen gen Antrag stellen müssen, um Berücksichtigung zu werden demnächst vom Reichsschulgesetz, dessen »gung für den kommenden Winter in Anssis BL'ft geregelt werden. Außerdem ist bestimmt, Wnast da, wo keine öffentliche Schule einer Zion vorhanden ist, private Schulen die- msesswn zugelassen werden müssen. So- m betreifenden Gesetze erlassen sind, haben also ^lijchen Eltern die ernste Pflicht, sofort alle
-iu tun, um die Einrichtung kon- oneller Schulen in ihren Gemeinden etzen. Uebcrall muß in weitestem Umfang eine primg. einsetzen, damit am Tage der Ent- ... ssder über die Wichtigkeit der Entscheidung, M^uber die Schule, um die Zukunft der Jugend gfl01 >st, sich völlig im klaren befindet. Volks- —katholische Schulorganisation werden wes Feld der Betätigung finden.
fntLer Religionsunterricht ist durch die ordentliches Lehrfach der Schulen - Er muß also in den Schulplan aufaenom- , lFundsätzlich von allen Schülern besucht so sagt die Verfassung ausdrücklich, Aufsichtsrechts des Staates in Ueber- ^en Grundsätzen der betreffenden Re- ^.ichast erteilt werden". Nach.diesen Bcr- ^nmmungen muß das kommende Reichsschul-
Lrf-* 1 * * **et werden, das aber im übrigen die 6toi>rr,.^imun9en l"^er die Erteilung des Reli-
Eftlhalten wird. Im Interesse der Ktterhtileit ,fer"er bestimmt, daß die Erzie- fre’ darüber zu bestimmen haben, p a,jPrner religiösen Unterricht und an kirch- ^Kn.,n unö Handlungen teilnehmen sollen. „Die Steen cf“;1 religiösen Unterrichtsfächern und an Kerfth fn un^ Handlungen bleibt der Wil- ■tegf, °rcr “ " 9 desjenigen überlassen, der über K inse^9 der Kinder zu bestimmen hat,"
E r < „r Verfassung. Infolgedessen erwächst pettfc^- ;.1 n eme besonders wichtige Pflicht zur Bw ih’L e'"?er Fürsorge für die religiöse Er-
Zwder. Die Eltern werden also in Wv E!nf ausdrückliche Erklärung
■>t,( vajj sie die Teilnahme ihrer Kinder
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