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ich und Deine Mutter, ro'rr brauchen ja nicht viel, nicht

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die ihm lächelnd zunickte. Und etwas Hof!« ich schon noc1

.Das ist einerlei, Vater", versetzte Joachim heiter.

erschreckst mich!" mischte sich es Zeit, Joachim! Wenn glücklich zu werden, so löse

zu em. worden in den

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was ich verdiene, reicht bei einfacher Lebensweise für uns alle. Und wir wollen redlich miteinander teilen!"

wir sehen, ob ihre Liebe :»b, daß alles so gekom»

Der Oberste Rat in Verlegenheit.

Die Aeußerung der Entente auf

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Nein, Mutter! Mein Wort werd« ich halten. Ein gegebenes Versprechen ist für mich bindend! Ich kann nicht heute so und morgen so sagen, obwohl mir Verlas Charakter schon viele Sorge machte während der kurzen

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ihrem Onkel ein großes Vermögen zu erwarten, wie sie oft genug durchblicken ließ. Als ich sah, wie mir unser Vermögen fast unter den Händen zerrann, da glaubte ich, es fei am besten, wenn Du eine reiche Frau belö-rjt."

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* Die Lcindesfinanzamker. Die Vorbereitungen zur Einrichtung der Landcsfinanzämter sind so weit ge«

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hm. Sn seinen Augen schimmerte es feucht.

Visr ein braver Junge, Ach'M, Du ahnst nicht, wie leicht und frei mir ums Herz ist, mm ich die Last her- untereeredet habe! Gott segne Dich, mein fieber Junge!

Zügen den Entwicklungsgang vom alten zum neuen Deutschland schildern und seststellen, daß nicht zum we­nigsten die wirtschaftliche Zukunft unse­res Vaterlandes den meisten Kriegsgefangenen am Herzen lag. Das gab ihm den Mut, die Hoffnung auszusprechen, daß die deutsch« Jugend, die in Fein­desland schwer litt, in der Heimat das ernste Bestreben haben werde, mitznarbeiten an dem wirtschaftlichen Wiederaufbau Deutschlands.

November den Beginn des allgemeinen Streiks piehlen, falls bis dahin keine Einigung erzielt ist. In Boston sind die Schutzleute Streik getreten.

entarische Untersuchungsausschuß «stumm t.

Ludendorff und Hintze.

Enthüllungen.

ein Telegramm aus Berlin meldet, aer- .Deutsche Allg. Ztg." den Wortlaut utsch-russischen Rückversiche- -rtroges vom 18. Juli 1887 nebst

n 3 geheimen" Zusatzprotokoll.

alten Artikel wird festgcstellt, daß für den .em« der vertragschließenden Teile sich mit mi Kriegsmacht im Kriege befinden 'ollie, wohlwollende Neutralität be- hme Sorge darauf richten wird, den Streit N. Diese Bestimmung soll auf den An- enter der vertragschließenden Teile gegen -Ungarn oder Frankreich keine Anwendung

h Artikel 2 erkennt Deutschland Rußlands ", a u t der B a l k a n h a l b i n s e l an, ins- hie Rechtmäßigkeit eines entscheidenden Ein-

L Bulgarien und Ostrumänien. Beide Höfe sich, keine Aenderung des territorialen der genannten Halbinsel ohne vorheriges nis zumlasien und sich jedem Versuch, die- quo Abbruch zu tun, zu widersetzen.

Artikel 3 erkennen beide Höfe den europäischen Charakter des Grundsatzes der Schlie- rie« Bosporus und der Dardanel-

Eic werden gemeinsam darüber wachen, daß j reine Ausnahme von dieser Regel zugunsten gner Regierung dadurch macht, daß sie die für die militärischen Operationen einer n Macht hergibt. Im Falle einer Ber- oder. mn einer drohenden Verletzung vorzu­werden beide Höfe der Türkei erklären, daß nfalls sich als im Kriegszustände gegen» verletzten Teile befindlich und die ihrem ter- Status guo im Berliner Vertrag verbürgte it als verwirkt ansehen werden.

kel 4 setzt die Dauer des Vertrages a u f d r e t t fest.

einemganz geheimen" Zusatzprotokoll, das baren Bestandteil des Vertrages bilden bestimmt, daß Deutschland wie bisher Ruß- istehen wird, in Bulgarien eine gesetzmäßige wiederherzustellen. Es verspricht, in keinem leine ZustimmurV zur Wiedereinsetzung des von Dattenberg zu geben. Für den Fall, daß Iser von Rußland selbst die Verteidigung Zuganges zum Schwarzen Meer , verpflichtet sich Deutschland zu wohlwollen- litöi und zur moralischen und diplomatischen ng der Maßnahmen- des Kaisers von Ruß- um den Schlüssel seines Reiches in der Hand

st die Mitteilung au» den geheimen Ab- n zwischen Deutschland und Rußland, die it, daß die deutsche Diplomatie der Zeit nach ck unendlich viele und wertvolle Beziehungen ilbmachungen, die damals angeknüpft waren, oder unfreiwillig preisgegeben hat.

Sie diplomatische Borgeschichte bei Kriege».

Reichsrnmisterirrm hat Professor M e nd eIs­ar t h o l dH-Würzburg, General Graf Mont, und Professor S ch ü ck i n g beauftragt, die Lichung der Urkunden über die diplomatische 'ne des Krieges unter voller Benutzung des und Frau Kautsky gesammelten Materials iten. Professor Mendelssohn soll die Urkun- r die politischen Vorgänge in den letzten Iah- dem Krieg gesammelt herausgeben, damit der mhang der österreichisch-serbischen Krise, die 8 geführt hat, mit dem gesamten Komplex <tik ersichtlich wird. Die Arbeit des Grafen wird sich auf Dinge beziehen, die im Augen- nissischen Gesamtmobilisation sich entwickelten. Schücking wird die diplomatischen Verhand- zwischen dem Mord von Serajewo und der ruft «famtmobilisation bearbeiten. Die Arbeit soll beschleunigt werden, da am 23. September

Brautzeit. Aber jetzt werden die Probe besteht. Es ist mir men ist!"-----

Ter Vater 1 egann klagens ich eine Entii lchung erleben!

Ludendorfs hat eine Broschüre her- , worin er gegen das amtliche

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Der Deutfchenhatz der Tschechen.

DieBohemia" schreibt: Der grenzenlose Haß auf alle Deutsche macht nicht einmal vor den To- ten Halt. Auf dem katholischen Soldatenfriedhof in Prag-Wolfchan wurden an den Gräbern mit deut­schen Aufschriften die Nknnen und alle Daten mst Farbe überstrichen und unleserlich gemacht. Die tsche­chischen Aufschriften wurden vor solchen Akten der Gräberschändung bewahrt. Bei den Offiziers- gr ä b er n ist das Werk schon vollbracht. Nun sollen auch die Mannschaftsgräber an die Reihe kommen.

deutsche Weißbuch über die Waffenstillstands­angebote Stellung nimmt und bchauptet, daß die im August angestrebte Vermittlung der Königin von Hol­land durch den österreichischen Ministerpräsidenten Gra­fen Burian und vornehmlich durch die Unfähigkeit un­seres Auswärtigen Amtes unterlaßen wurde.

In derVosi. Ztg." beginnt der frühere Staats­sekretär v. Hintze eine Reihe von Artikeln über die Vorgeschichte des Wasfenstillstandsangebots. Er stellt noch einmal fest, daß auf seine Mitte Juli 1918 an Ludendorff gestellte Frage, ob er sicher fei, mit der jetzigen Offensive den Feind endgültig und entscheidend zu besiegen, ein bestimmtes Ia geantwortet wurde. Dieses Ja sei die Grundlage sei­ner Politik bis zu den ersten Augusttagen gewesen. Als Ludendorff am 13. August erklärte, diese Sicher­heit nicht mehr zu haben, habe er, Hintze, diese als dienstlich aufzufassende Mitteilung als neue Unter­lage seiner Politik betrachtet.

Also auch bitt muß meinte es doch ;a gut,

Joachim wandte sich etwas unwillig ab.Das hat meine Werbung wahrhaftig in keiner Weise beeinflußt. An das E«ld dachte ich nicht. Ich werde auch in Zu­kunst von dem Gelbe meiner Frau nichts beanspruchen, ich kann für mich unö Euch auch ohne dieses Vermögen so viel erroetbem, daß es reicht. Ich bildete mir tatsäch­lich ein, das Mädchen zu lieben, aber ich nahm zu meinem Schrecken erst in den letzten Tagen wahr, daß dem nicht so ist! Ich habe einen wunderschönen Traum geträumt", er ftchr sich über die Stirn und fuhr bann, in gänzlich verändertem Ton fort:Doch sei dem, rote ihm wolle, jedenfalls werde ich noch heute mit meiner Braut sprechen und ihr klar machen, was sie von der Zukunft zu erwarten hat. Ich wollte sie ohnedies diesen ütbenb besuchen."

Ist sie sehr traurig über den Tod ihres Onkels?" fragte die Mutter.

Bei diesem Anlaß bemerkte ich eben so recht, baß sie herzlos und kalt berechnend ist! Sie ist nicht imstande, ihre Freude zu verbergen, daß der alte Herr, der ihnen viel zu lange lebte, endlich gestorben ist. So vergnügt wie jetzt waren die Damen, so lange ich sie kenne, noch nie. Und während sie stundenlange Konferenzen mit der Schneiderin und der Modistin haben wegen der Trauer­kostüme, die sie nicht elegant genug bekommen können, machen sie sich lustig' über den alten Mann, der sich nicht dis geringste gönnte, der sein Vermögen zusammenhielt mit Zinsen und Zinseszinsen, um es lachenden Erben zu hiwerlasien! O, wie häßlich ist das! Mich ekelten diese Reden geradezu an, und ich ging gestern viel früher fort, als ich anfangs beabsichtigt hatte. Es war mir unmög­lich, dieses Geplauder länger mit anzuhören. Sie nahmen sich ja nicht einmal die Mühe, in meiner Gegenwart ihre Freude zu verbergen! Dieser Onkel Gottlieb hätte ihnen eigentlich keinen Pfennig vermachen sollen."

Iooch'm griff nach seinem Hute und entfernte sich nach herzlichem Gruße. Tie MMter trat ans Fenster und schaute der hohen, edlen Gestalt des Sohnes, mit wohl­gefälligem Lächeln nach. Sie war stolz auf ihren Ein­zigen. und Freud« erfüllte ihr Herz, als sie daran dachte, welch' liebevoller Sohn er immer gewesen.

^Fortsetzung folgt.),

deutsche Antwort bezüglich des Ultimatums wegen Deutsch-Oesterreich ist immer noch nicht erfolgt. Die Blätter der Entente melden jetzt, der Oberste Rat fei zu der Ansicht gekommen, daß die deutschen Bürgschaf­ten unzulänglich sind und die deutsche Regierung be­vollmächtigte Vertreter nach Haris entsenden müsse, die das Protokoll unterzeichnen, worin alle Artikel der deutschen Verfassung, die mit dem Vertrag von Versailles unvereinbar sind, für null und nich­tig erklären werden. Dieses Protokoll muffe ebenso wie der Vertrag von der Nationalversammlung ratifiziert werden. Eine offizielle Mitteilung in Berlin liegt aber noch nicht vor. . Der Oberste Rat ist sich offenbar über die Fassung seiner Mitteilung noch im Unklaren. Die Verzögerung wird allgemein in vtesem Sinne gebeutet. Saint Brice sagt imJournal", diesmal springe die Uneinigkeit in die Augen, selbst nach der fünften Beratung, die in St. Germain stattfand, konnte der Oberste Rat noch keine Entschei­dung treffen.

Von deutscher offiziöser Seite wird gemeldet' Eine Bemerkung in derNationalzeitung" wurde dahin auf- gefaßt, als ob die Reichsregierung beabsichtige, die Nationalversammlung zwecks Aenderung des Artikels 61 der Verfassung einzuberufen. Es bedarf kaum eines ausdrücklichen Hinweises darauf, daß diese Auffassung u n r i ch t i g ist. Die deutsche Regierung stellte bekanntlich in ihrer Antwort auf die Ententenote in bindender Form fest, daß Artikel 61 Absatz 2, um den es sich handelt, bis zur Entscheidung des Völkerbundes, auf Grund des Artikels 178 der Verfassung, als kraftlos zu betrachten ist und daß^dem- nach eine Aenderung der Verfassung nicht in Frage kommt.

Dir (Entente in Oberschlesien.

Aus Grund des Berichtes der Militarkom- miffion der Entente, die vor kurzem Ober­schlesien besucht hat, ist von den Ententeregierungen eine Note an die deutsche Regierung gerichtet worden, die das deutliche Bestreben zeigt, die Verhältnisse o b - jektiv zu beurteilen, und die nicht auf bevorstehende Gewaltmaßnahmen schließen läßt.

Um Gott, Junge, Du die Mutter ein.Noch ist Du befürchten mußt, nicht das Darb!"--

Die deutschen Gefangenen in Frankreich.

Major D r a u b t, Vorsitzender der deutschen Hauptkommifsion für Kriegsgefangene bei der Frie- bensbelegation, stattete den Kriegsgefangenenlagern in Boulogne-fur-Mer erstmalig einen Besuch ab. Major ©raubt fand unsere Kriegsgefangenen in guter Verfassung, gut artesehend und zufriedenstellend gekleidet. Dos erste Wiedersehen der Kriegspefange- nen mit einem Vertreter der deutschen Heimat stimmte sie wehmütig, jedoch fand Major Draudt unendlich viel Interesse bei den Sri ege gefangenen für b i e jetzigen Zustänbe in Deutschland. Er wurde mit Fragen bestürmt. Sie wollten wissen: Wie steht es mit der Heimat und wie stellt sich Deutsch­lands Zukunft dar? Major Draudt konnte in kurzen

williges Geschöpf: soviel ich bis jetzt wahrzunehmen ver- mochte, ist sie auch herzlos und kalt!"

statt besten verlor ich immer mehr! Das Unternehmen, an dem ich mit großen Summen beteiligt war, meldete plötzlich Konkurs an, mein Vermögen war dahin, alles schlug fehl: Das Unglück heftete sich förmlich an alles, was ich anfing! Und wenn ich heute den Schluß ziehe, so bleibt mir nur eine verschwindend kleine Summe übrig, kaum genug, um ein elendes, verfehltes Leben weiter zu schleppen. Wenn wir uns mich noch so sehr einschränken, es reicht doch kaum! Und bafj ich Euch beide, die einzigen, liebsten Menschen, die ich habe, mit hineinreißen muß in das Unglück, das ist es, was mich quält! So, mm wißt Ihr es. nun verurteilt mich!"

Er schwieg. Joachim atmete erleichtert auf, während seine Mutter beide Arme um den Hals des Gotten schlang und chre naste Wange an sein Gesicht lehnte. Um des Mesters Mund spielte sogar ein Lächeln, als er sagte: Ist das alles? Und darüber quälst Du Dich so furchtbar? Hättest Du doch längst gesprochen! Nun werde ich Ge­legenheit haben. Euch meine Dankbarkeit zu beweisen! Ich will für Euch beide sorgen, wie es meine Pflicht ist! Wir werden den ganzen großen Haushalt auflösen, alle unnötigen Dienstboten entlasten und uns draußen in einem der Vororte eine kleine behagliche Wohnung mie­ten, oder ein Häuschen. Ich weiß sogar schon, wohin wir ziehen werden! Dafür laßt nur mich sorgen! Und Du sollst sehen, Vater, rote gut es sich da leben läßt! Viel Sonne, reine frische Luft und Blumen die Fülle! Ge­sellschaften geben wir auch nicht mehr, die waren niemals nach meinem Sinn. Das wird ein Leben werden, Vater, dort wirst Du ganz gesund!"

Der Kommerzienrat streckte feinem Sohne die Hand

An dir Red« Scheidemannr schloß sich etne leb­hafte Diskussion an, in der sich em starker Anhang der Unabhängigen bemerkbar machte.

Die Rede beweist, daß Scheibemann die Lage Deutschland» ganz unter dem Gesichtswinkel de» sozialdemokratischen Parlelmann» beurteilt. _

als ich Dir riet, um die junge ?ame zu werben. Sie scheint total in Dich vernarrt, u d außerdem hat sie von

s kleine Marables.

Roman do» Irene v. Hellmuth.

XII.

Akssor Held an einem der folgenden Tage nach smd er seinen Vater m sehr dusterer Stirn» "olbtuhl liegend. Er beugte sich liebevoll übet We ihn nach Kräften aufzuheitern. Die Mut- jjten eintrat, hatte Tränen in den Augen und " J® »«den den Gatten.

knn, Mutter, Du weinst?" fragte Joachim P? ®tb sah benommen von einem zum andern. Effi*1 si>ßte die alte Dame bei der Hand und ----- °uf sie ein:Willst Du mir nicht sagen, SM?*

krönen flössen reichlicher.

*9 ks nur selbst wüßte," klagte sie.Soll ich

0« | för Sie »nzeieen: I Verteiler, ÄulM«. Xotettenibrutf. | greifag 12« September V9I9<

tSertae btt Fnldaer »etienbrucketei - Preis «onav.

1.10 Mk. - it«rnt>t.Xr. 9. relttr.-Abteste: ft*"-« Zertu^.

Arbeiterfragen.

Probeweise Tkk^starbeit in den Vahntoerkstätten

Di- seit einiger Zeit im ReichSarbeitSministerlum »toif.ben d<n Vertretern her Regierung und den Be- auftraqtc« der E.senbahnerverbande geführten Bt- sprechunaen nähern sich letzt ihrem Ende. An Hand des statistischen Material« wurde nach^wtesen daß der Rückgang der Produktion tn den Ei-enbahn- ton in ät en geradezu katastro p h a l 'st' namentlich die Reparaturarbeiten nicht binnen kur. Hefter Fr st auf den früheren Stand gebracht wur- den, fei ein Zusammenbruch bei Wirtschaftsleben- unvermeidlich. Tie Kohlenkrise fei zum Teil durch das Velkehrselend beö.ngt. Der allgeme ie Elien- bahnerverbcmd steht auf dem Standpunkte daß man utoar prinzipiell dem Akkord ystem n'cht zuinmmen könne, daq aber in einzelnen Werkstätten die Ak­kordarbeit probeweise auf 3 Monate errege« führt werden olle. Noch im Lause der Wocbe wird eine weitere Konferenz zwischen den maßgebenden Stellen stattsinden, in welcher der Eisenbahnmlnister ferne Voischläge zur Hebung der Produktion bekannt geben wild.

Tie Arbeitszeit im Verqban.

Die von dem Anschuß zur Prüfung der Frage der Arbeitszeit im Bergbau de» Ruhrgebiets ge- stellten Anträge, fanden in folgenden Punkten die Zustimmung de» Reichsarbeitsmlnister»: 1. Dlk siieichs'egierung wird von dem Ausschuß gebeten, an die anderen Mächte mit dem Vorschlag heranzu­treten, sofort eine internationale Beschluß- fass u ng über die Einführung der SechSftunden- schicht im Steinkohlenbergbau unter Tage herbeizu­führe.-. 2. Der Ausschuß wird von dem ReichSar- beitSminifter mit den bisherigen Befugnisien in Per mane nz erklärt. Er prüft fortlaufend durch sachkundige Ausschüsse, ob auf den Zechen und von den Behörden alle technischen und sonstigen Vor­bereitungen zur Ermöglichung der Einführung der Sechsstunden chicht geh offen werden. Ende Novem­ber tritt »er Ausschuß wieder zusammen, um Be­weise zu erheben, ob ohne Gefährdung der Kohlen­versorgung Deutschlands die S e ch s st n n d e n s ch i ch t vom 1. Februar 1 920 ab einzusühren ist.

Streiks in aller Welt.

J-n Metz streiken die Lokomotivführer, infolge dieses Streiks steht der Güterzutzdicnst voll- kommen still. Der Expreßzug nach Paris blieb ohne Lokomottve im Bahnhof stehen. Es verlautet, daß, wenn die Lokomotivführer nickt binnen 22 Stunden befrie­digt werden, das ganze Personal des Elsaß-Lothringer Netzes den Streik erklären werde. In Marseille ist ein Generalstreik ausgebrochen. Es handelt sich um Erzwingung des Achtstundentages. DemTelearaaf" zufolge wird aus N e w y o r k gemeldet, daß die B e rg. a r ble iterlonbention beschlossen habe, am 1.

K|7 5*r f° lange treu war, zwingen um» i 8^;. , Verluste wurden gemeldet, Ich aber r> bossle, den Verlust decken zu können,

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Scheldemarrrr über d!e politische

In einer grofe-n Seriammlung in Raf fei sprach der aus der Schweiz zurückgekehrte frühere Minister- präsident Scheidemann übet die gegenwärtige Sage.

Er wandte sich geaen die Radikalen auf der Rechten und der Linket. Eine Regierung von rechts bedeutet die Monarchie, eine Regierung von links bedeutet die sogenannte Rätediktat ur. Beide sind ohne sckwerste innere Kämpfe nicht denkbar, beide trmrden Experimente darstellen, die mit dem Zusam­menbruche enden müßten, beide bedeuten die Ge­fahr sckwerster äußerer Konflikte. Scheidemann sagte: Wir erleben jetzt bas sonderbare Bild, daß nach einem Kriege, der von'der Entente im Namen der Demokratie geführt wurde, di- monarchische Gefahr von der Enten.e kommt. Aber was immer in Rußland kommen mag Ivo der bolschewistische Wahnwitz so trefflich den Boden für jede Reaktion bereitet hat das wollen wir uns geloben, daß Deutschland eine Repub l l k bleiben soll! In diesem Punkt wenigstens ist sich die ganze Arbeitersckast und mit ihr auch ein großer Teil des Bürgertums einig, und ich hege ein viel zu festes Vertrauen in den entschiedenen Willen des Vol- keS, als daß ich für Deutschland den Erfolg einer monarchischen Gegenrevolution furchten konnte! Jene aber, die vielleicht dennoch daran denken, mit 6te)cm Feuer zu spielen, mögen gewarnt sein! Tie Novem­berrevolution ist mit den Trägern und Vertretern des alten Regimes so großmütig verfahren, wie me etne Revolution zuvor. Dian hüte sich, diesen Großmut noch einmal auf die Probe zu stellen!

Weiter führte er aus: Die Regierung von links bedeu- tet die sogenarereteRätediktatur unö damit aber­mals den Bürgerkrieg! Ich sage: die sogenannte Rote- dittattrr, weil es eine wirkliche m der ganzen Welt nicht gibt, auch in Rußland nicht. Es ist ein Märchen, daß Rußland von gewählten Vertretern der Arbeiterklasie re- giert wird und daß das, was in Rußland geschieht, Aus­fluß des Willens der Arbeiterklasse ist. Sn Rußland herrscht die nackte Despotie einiger Parteiführer, die weder durch eine allgemeine Volksvertretung, noch auch durch die Presie kantrolliert wird. Das ist ein System, das sich das deutsche Volk, die deutsche Arbeiter- klaffe keine vierzehn Tage lang gefallen^ ließe. Der Red- n<*r polemisierte baren gegen die Unabhängigen und Kom­munisten. Was die Unabhängigen und Kommunisten pre- tnaen, ist nicht Sozialismus, denn es ist nicht Wiffenichast, sondern Aberglaube, mit dem sie hausieren gehen im Ver- trauen auf die Unwissenheit der Maffe. Dorum sehe 1 h stn Punkte Emigkeit, die ich im Sntercfie der Arbeiter- l.mft und des ganzen deutschen Volkes sehnlichst wünsche und für die ich auch wirke, vorläufig recht trübe in die Zukunft. Die Einigkett wird erst kommen, Wenn die belehrbaren Elemente der Opposition zu sich gekommen fein werden und wenn es ihnen gelungen fern wird, gewisse, ganz besonders geroiffenlose Demagogen, d.e sich in ihre Bewegung gedrängt haben, wieder loszu- werden Die Frage der Unterzeichnung der Friedensbedingungen war vielleicht nicht weniger verhängnisvoll als die Frage bei Bewilligung der Kriegskredite. Eire Teil der Fraktlon, zu dem rch ge. hörte, war der Meinung, daß dieser Vertrag nicht un- terzeichnet werden dürfe, und er hoffte wie »ch sagen darf auf Grund sehr wichtiger Berichte aus dem AuSlande daß einige Wochen der Steigerung ge. nügen würden, um eine gründliche Revision des Vor- träges durchzusühren. Der F r i e t e n S ö e r i r ag hat uns zu einem Sklavenvolke gemacht. Um kein Mißverständnis aufkommen zu taffen, will ich klar und deutlich hinzufügen: Ich selbst hätte den Vertrag nimmermehr Uilterschrieben; nachdem er aber unter­zeichnet worden ist, müssen wir bemüht sein die ein. gegangenen Bedingungen zu erfüllen. Ich halte die gegenwärt ige Parteikon st ellatron toe. der für glücklich, noch für dauerhaft. Wenn wir nicht eine Arbeiterregierung bekommen können, zu der me ganze Arbeiterklasse Vertrauen hat, so halte ich es für gut, wenn zwei bürgerliche Parteien vor- Händen sind, die in gewissen Fragen sich gegenseitig die Wage halten, so kaß wir wenigstens nicht einem einseitigen Drucke ausgesetzt sind.

Aber Deine Braut, was wird sie zu den gänzlich veränderten Derhältnisfen sagen?" begann der Kammer, zienrat zögernd.

lieber das eben noch so heitere Gesicht Joachims flog ein Schatten. Er seufzte tief auf.

Ich werde mit ihr sprechen", entgegnete er langsam. Es wird sich dann ja zeigen, ob chre Liebe wirklich so groß ist, daß sie alle Schwierigkeiten überwindet. Außer­dem sie hat die Wahl, entweder sich mir zu fügen, ober sich von mir zu trennen!"

Der Vater sah den Sohn scharf an.

Würde Dir denn die Trennung so leicht werden?"

Joachim antwortete nicht sogleich. Wiederum entfloh ein leiser Seufzer seinen Lippen. Der Kommerzienrat hatte es aber doch bemerkt.Junge, sage mir, bist Du nicht glücklich?"

Der Affessor wischte ein Stäubchen von seinem Aermel.

Vater, Du hättest mir nicht so dringend Zureden sollen, Du ließest mir nicht eher Ruhe, bis ich um Berta Man- ders warb. Ich fürchte, es wäre bester gewesen, ich hätte Deinen Rat nicht befolgt. Sie ist ein launenhaftes, eigen-

_ nrenn ich sehe, daß Dein Vater schweren ? "ix er Tag und Nacht nicht zur Ruhe weiß, er verbirgt mir etwas. Ich ertrage 'Weit nicht länger! Ach Joachim, Du ahnst K; .leifce! Arzt verordnet Ruhe, immer

Mn armer Kranker wälzt sich schlaflos die herum, ich höre ihn stöhnen und seufzen 'sicht, wo das Hebel sitzt, ich muß zusehen, und bin unfähig, ihm zu helfen! Ach

'Mn i$ nur tun' um ihm klar zu machen, btegie sich

zu dem Kranken, der unruhig die- »J* ungehört hatte, und bat sanft:Weshalb

^"9 und uns, Vater? Sprich Dich doch aus, ejj?,'e» wir wollen es zufammentragen! Die mst vor Sorge um Dich!"

nickte mit ernstem Gesicht.Du' mneu cicvn Vul>u |cyut .....=-

ri «tt. ^?i)N, wir wollen es zusammen tragen, . Gar so sehr werden wir Dir nicht zur Last fallen, denn

KJ?* inir verzeihen, wenn ich Euch sage, daß ich und Deine Mutter, wir brauchen ja nicht viel,^reicht

Haushälter war, daß ich längst schon, wahr, Schatz?" wandte er sich scherzend an seine Frau

^«vas ahnte, mit schwerere Sorgen kämpfte? I die ihm lächelnd zunickte. Und etwas hoffe ich schon noc" . > uh opferte meine Nachtruhe, ich wollte : aus dem Schiffbruch zu retten!"

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