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Druck »er Fvkdaer Actrendrrrckerei 1« Fulda.

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unesberechtigten iff. möglichst zu berücksichtigen. Nähere bestimmt die LandesAesetzgÄung noch Gründeten eines Reichsgesetzes."

M 202.

ittwvch. 3. S-P<«mber 1916.

Amtliche Anzeigen.

Mir ist berichtet worden, daß mit der Bestimmung, wonach di» Ziegeleien monatlich bis zu 5000 Stück Ziegelsteine ohne Freigabeschein der Ziegelbewirt. schaftungsstelle auf eine Baustelle abgeben dürfen, häufig Mißbrauch getrieben wird. Da die Abgabe nur gegen eine Bescheinigung der Ortspolizeibehörde über die Notwendigkeit derselben erfolgen darf, sind diese dringend zu ersuchen, bei Prüfung der Anträge und Ausstellung der Bescheinigungen für diese Abga­ben von weniger als 5000 Steinen außerordentlich vorstchlig zu verfahren. In Zroeifelsfällen ist bei der mir unterstehenden Abteilung für Ziegelbewirtschaf­tung, Kassel, Bahnhofstraße 1, anzufragen.

Kassel, den 17. Juni 1919.

Der RegleruugH»rösidenk als Dezlrkswohnungs- Kommissar.

Vorstehendes bringe ich, nachdem nunmehr Zei- geleien im Kreise in Betrieb gesetzt sind, zur Kenntnis der Ortsbehörden.

Fulda, den 28. August 1919.

Sm Einvernehmen mit dem Arbeiterrat. Der Londrak: I. -L: Lötzler.

Ergänzung und Berichtigung zu dem Artikel: -Fuldaer Maler km achtzehnten Jahr­hundert". Aus Nr. 196Fuld. Ztg.".

In dem biographischen Abriß:Joh. Ignaz Albin ist versehentlich des Malers Sterbedatum weg- gelassen tvorden. Derselbe ist am 8. Oktober 1760 zu Fulda verstorben. Seme Gattin Christina, geb. So» zarin, starb am 9. April 1764.

Der Taufpate eines Sohnes dieser Eheleute hieß nicht Joh. Adam Körenfink, sondern L ö tv e n f in k. Er war der in der Geschichte der Porzellanfabrikation bekannte Emaillemaler, der 1736 trott Meißen nach Fulda gekommen war und hier vermutlich die Ent­stehung unserer erste« Porzellan- oder Faverlcesabrik veranlaßt hahext still. <- -*- - . .

S'^nu Württembergs letzte Kloster- und Leben von Dr. Paul Wilhelm v p3 ,'m Breisgau, 1906. S. 166 ff.

51, 134.

Stengel, sürstäbtlich fuldischer In- i Jfs biftnrUA oon Karl Lohmayer. Mit- ^ÜeLors tqi"i ® ~einq, kür die Saargegend.

Leibesübung und Nskroualversammkuug. In einer ihrer letzten Sitzungen hat die Nationalversamm» lung die in einer Petition des deutschen Reichsaus­schusses für Leibesübungen aufgestellten Fordemngeu der Reichsregierung zur Erwägung überwiesen. In der Begründung wird u. a. gesagt, daß besondere Maß­nahmen zur körperlichen Gesundung um so nötiger sind, als die uns auferlegten Friedensbedingungen auf eine weitere Schwächung der Dolkskrast ausgehen. Die sieben Forderungen lauten: 1. Gesetzliche Verpflichtung der Gemeinden zum Bau von Spielplätzen, 2. Gesetzliche Verpflichtung der Su-

Za den Gemeinden sind indessen auf Antrag der HchmqKerechtigt'en unter Möglichster Berücksich- pu ihres Willens auch Schulen ihres Bekenintnss- I oder ihrer Weltanschauung zu errichten, soweit trdrrch ein geordneter Schulbetrieb im Sinne des isches nicht beeinträchtigt wird. Der Wille der

£iferarlff e$.

Modernes A. B. E." Kurze Antworten aus die zahl« r-l-hen Angriffe gegen die katholisch- Kirche von Fr. X. B r o r S S. J. Neueste vermehrte und verbesserte Auflage. 151.158 Tausend. Ver-

lag Buhon u. Bercker, G. 6t. b. H., Kevelaer Ta­schenformat. 640 Seiten. Broschiert 3 Mk kar­toniert 3,75.

Di- Angriffs auf die katholische Kirche stammen zum grössten Teil aus der Unkenntnis der katholischen Lehre und der Einrichtungen der Kirche; sie srützen sich, vreffach auf Publikationsn sehr bekannter Broteitanti/' scher Gelehrte« und werden gutgläubig von den Lesern, hmgenommen. Da setzt nun P. Brorz mit sichert» Geschick ein- Er widerlegt Harnack, Tschackert und Paulsen ruhig, maßvoll, aber gründlich; gegen andere geht er mit Recht schärfer vor, so gegen Häckel.' Das Buch bietet die Karechismuswahrhestem in einer dem Volke zusagenden Form, klar dargelegt und kurz ver­teidigt. Da cS 173 verschiedene Gegenstände behan­delt, ist daS Büchlein eins der inhaltreichsten und dar­um nützlichsten für unser Volk, namentlich für unsere Männer auS dem Volke, die mitten int Kampfe gegen den Unglauben stehen.

Km dem- KssvargMe;.

[] Himbach (Kr. Schlüchtern). Endlich sind unsere Schwestern in ihr neuer Heim emgezogen. Das große Haus, unter Herrn Pfarrer Hild er­worben, eignet sich vorzüglich, nachdem die baulichen Aenderungen vorgenommen worden waren, für die Wohnung der Schwestern, auch für Aufnahme von kranken, invaliden und alten Leuten. Der große Saa', früher Verkaufsraum, wurde für die Kinder» verwatzrlchule umgebaut.

(::) Aus bet Wetterau. Die Hamsterei von Roggen und Wetz en durch berufsmäßige Schleis Händler und Schieber hat auf dem Land in solch er- schreckender Weise um sich gegriffen, daß an eine ge­regelte Brotversorgung nicht gedacht werden kann, wenn das Unwesen so weiter geht. In erster Linie silud es wesffälische Händler, die vor allem die 28 ei» terau überschwemmen und für daS Getreide fabel­hafte Preise bieten.

(!) AoS Thüringen. Die weimarische Regierung hat eine Vorlage ausgearbeitet, die die E r r i ch - tung von Elternräten an allen Schulen vor- sieht. Aus dem Eltern rate soll auch der Schulvorstand gebildet werden. Die Vorlage tote den Landtag be­schäftigen. Der Arbeiter P. Liebermann und Frau aus Erfurt-Nord gingen nach dem Bahndamm in der Nähe des Gefangenenlagers in Erfurt-Nord, um dort nach AvkSresten zu suchen. Sie führten einen Hand­wagen mit sich, aus dem sie das Material forffchaffen wollten. In den schräg ansteigenden Bahndamm gru- ben sie ein W» Meter tiefes und 2 Meter breites Loch Plötzlich lösten sich die über und seitlich von ihnen be­findlichen Erdmassen und begruben bte beiden unter sich. Städtischen No stau dsarb eitern, die in der Nähe beschäftigt waren, gelang es, beide leblos zu bergen.

der der verschiedenen Stände, Schichten und Klassen einträchtig beieinander säßen. Das wird in vielen Fällen ein falscher Trost fein, über die trennende De, kenntinisschule werden wir auch 'n zahlreichen Orten zur sozial trennenden Schule kommen. Aus folgendem (Srunbc: Dis Erfahrung hat gelehrt, daß sich "in er- ter Linie die sozialdemokratisch organisierten Arbeiter ür tie weltliche (d. h. 'religionslose) schule entschsi. >e«, daß dagegen di« Eltern der Schulkinder, die heute ifron eine höhere Lehranstalt besuchen, in erdrückender Mehrheit für eine Religionsunterricht erteilende Schule eintreten. So wird die alte Scheidung weiter bestehen:

die rein weltlichen Schulen der Großstadt werden hauptsächlich von den heutigen DoffssLülern besucht, die andern Gruppen vorzugsweise von den Kindern der heutigen höheren Schulen.

Es ist bezeichnend für die KampfeSweise einer Gruvpc glaubensloser großstädtischer Lehrer, mit solch eiuustlgen und berdaSfigenden Ausführungen die eigene oft betätigte Unduldsamkeit und den immer üppi­ger ins Kraut schießenden Rat ikalismus notdürftig zu verhüllen. Sollte man im deutschen Lehrerberein wirk­lich so naiv sein, mit solchen Gründen, die auch für politische Blätter bestimmt sind, denkende Manschen zu überzeugen? Das Ziel der Reise ist doch zu offen- sichtlich.

Die gesamte EinheitZschulbewegung kommt zunächst immer nur den Stadffchulen zugute; die Durchsührbor- leit auf dem Lande wird an der Kostemrage scheitern Schon der Gerechtigkeit halber muß der Hebel zur Aust wärtsbewegung unserer Volksbildung und -erziehung da einsehen, wo die Vorteile für Stadt und Land ge- msinsam zu erwarten stehen. Man kann hier nicht vor­sichtig genug prüfen und abwägen; denn zum Epperi- mcnneren ist die.Kinderfeele doch ivohl ein zu kostbares Gut.

Zum Schlüsse noch einen Blick auf die Lehrer, bildung, über die die Verfassung ebenfalls Bestim­mungen enthält! Auch hier find die Gegner eifrig an. der Arbeit, die konfessionelle Scheidung der Lehrerbil- dungSanstaltsn zu beseitigen. Das kahcllische Volk har aber dos größte Interesse daran, gläubige Lehrer für kathol. Schulen zu behalten. Ohne Kampf tote cs bei der Lösung dieser Fragen nicht abgeben, und es ist des­halb nicht voreilig, schon jetzt die Aufmerksamkeit wei­tester Kreise auf diese wichtige Angelegenheit zu len- ken. Es handelt sich um die heiligsten Güter!

Nur regste Erörterung und Mitarbeit aller Volks­kreise lassen uns den erforderlichen Einfluß aus ein zukünftiges Reichsschulgesetz gewinnen, um es so zu gestalten, daß unsere Schulen zu Stätten werden, denen jeder Bürger des Reichs ferne Kinder gern und freudig anvertzraut.

Neftor 5zserman n-Kafsckl.

oend beiderlei Geschlechts zu körperllcher Hebung von der Schulzeit bis zur Mündigkeit. 3. Verbindlicher Turnunterricht in den Fortbildungsschulen. 4. Der- mehrung des Schulturnens auf 6 Stunden. 5. Beibe­haltung der Sommerzeit, ß. Unterstützung der Turn- und Sportvereine durch sinnnzielle Mittel. 7. Erwei­terung der Selbständigkeit und Ausstattung der Dienst­stellen für die Pflege der Leibesübungen. Die Sport- fteunde Deutschlands hoffen, daß sich die Reichsregie- nmg bald mit den Forderungen des Deutschen Reichs- ansfchußes beschäftigen und sie im Sinne aller Freunde der Leibesübungen erledigen wird.

** Auch Berlin klagt Über die Galizier. Infolge der unzureichenden Grenzkontrolle kommen in Berlin tägüch Hunderte von Galiziern und Po­len an, welche aus ihrer Heimat geflüchtet sind, um der zwangsweisen Einstellung in die polnische Armee zu entgehen. Ein großer Teil der zumeist mittellosen Leute verfällt in kurzer Zeit dem Verbrechertum; nach Angaben der ständigen Taschcndiebskontrolle sind 90 v. H. der täglich festgenommenen Langfinger Flächt- linge aus Galizien und Polen. Der Schuhmacher Raphael G e l b b l u m war von einem Kriminal­wachtmeister dabei abgefaßt worden, wie er auf der Straßenbahn am Stettiner Bahnhof einem Herrn im Gedränge mit fabelhafter Geschicklichkeit die Brieftasche entwendete. Gelblum wurde zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt. Der Händler Maische W a s s e r s ch l e i m und der Satller Josua Mandelblüth hatten sich das Gedränge auf dem Untergruickrbahnhof Leipziger Platz zunutze gemacht, um hier einem Ingenieur Sil- lack die goldene Uhr abzuknöpfen. Das Gericht er- fannte gegen Waflerfchleim auf 2% Jahrs und gegen Mandelblüth auf 3 Jahre Gefängnis.

** Fünf lebende Generationen. Der feltene^Fall, daß in einer Familie 5 Generationen vorhanden sind, hat sich in der Familie der Witwe Meta Janßen zu vandsffühlriege im Amte Jever (Oldenburg) zugetra­gen Der im 94. Lebensjahre stehenden Greisin ist am 26. August ein Ururenkel geboten worden, wodurch ste zur Ururgroßmutter wurde.

* Den Sprelklnbs in den CftfeeSfibern gehen kie Behörden jetzt Überall scharf zu Leibe. Nach der Schließung der Spielbanken in Swineinünde, bei der es an einigen Stellen zu erregten Szenen gekom­men tst, wurden auch m Heringsdorf die Spiel- klubs von len dorthin entsandten Berliner Kriminal­beamten mit Unterstützung der Ortspolizei geschlossen. Fast überall handelt es sich, wie die Feststellungen er­geben haben, um Berliner Spielklubunter- nehmet, die, als ihnen der Boden in Berlin zu heiß geworden war, an die Ostsee gegangen sind. Ein großer Teil dieser Spstlhalter stand mit gewerbsmäßi­ge»! Spielern und sogar^auch Falschspielern in Verbindung, mit denen sie sich zusammen getan hatten, um den anderen Gelegenheffsspielem ihr Geld abzu­knöpfen. Das in Stoinemünde beschlagnahmte Spiel- gerät füllt zwei große DVbelwaaen. Dort wurden allein 10 Sptelklubs auSaehoben.

t Dec Siegeszug des Aluminium-!,. Im Laufe de- Krieges fft das Aluminium als Ersatz für zahl­reiche andere Metalle verwendet worden. Es hat sich dabei so bewährt, daß man die Verwendung von Aluminium auch in die Friedenswirtschaft mit Übernommen hat, s^gar im Auslände. So wer­den z. B., wieStahl und Eisen" berichtet, in Amerika jetzt gegossene Aluminiumtüren für eiserne Personenwagen hergestellt, und zwar als Ersatz für Türen aus Stahlblech, zwischen deren Doppelwän­den sich stets Schwitzwasfer ansammelte, so daß sie schnell verrosten. Neben ihrer Widerstandssähigkeil gegen Wasser haben diese Aluminiumtiiren den " Bar­tell, daß sie leichter find und, wenn sie beschädigt sind, eingeschmolzen werden können.

** Die neuesten Tänze des kommenden Vinters. Man rechnet in den Kreisen derer, die sonst nichts zu tun haben, für den Winter mit einer besonders leiden­schaftlichen Tanzmode, und allerlei Ueberraschungen für den Ballsaal werden bereits vorbereitet. So wird gegMwärtig in Paris ein neuer Tanz studiert, der als Tango 1920 zu einer langsamen orientalischen Musik getanzt werden soll. Ein anderer neuer Tanz Mrt ben NamenHindustan"". Eine dritte choreo­graphische Neuheit erscheint unter der MarkeTau­send und eine Nacht", ein Intermezzo-Onestep, der Visionen von Springbrunnen, Minaretts und Ka» rn-len Hervorrufen soll. Mein Liebchen, was willst Du noch mehr.

Pst die Uebergangszeit soll es bei der bestehenden Äaye derbleiben. Bei Schaffung des ReichSsckml.

soll auf die Bezirke, in denen eine Gliederung kchulen nach Bekenntnissen gesetzlich nicht besteht, W genommen werden.

iveifellos bedeutet diese Neufassung eine Verwäffe- [ «uch die präzise Fixierung des Wortlauts ist Haufikamg des Wortesmöglichst" sehr gefähr- Die Begnffsbegrenzung ist dadurch dehnbar ge- »n, und das kann in solch wichtigen Fragen leicht rhvgeseLene Folg an in der Zukunft haben. Es der mchkz mehr daran zu ändern.

kd«f auch nicht übersehen werden, daß fortan vmmltanschule, d. h. die allen Bekenntnissen ge- Me Schule, in Deutschland die Regel ist. Reine mnisschulen (Kcmfesfionsschulen) können nur aus p. ^...ErZ'ehungsbcrechtigi«n errichtet werden, meier Mchtung bedarf es weitgehendster Aufkla-

damit alle christlichen Eltern, insbesondere !k iacholiichsn, auch einsehen lernen, daß ihr eise. ®ule, also der Wille der Erziehungsbe- ^'Sren, in Schulfragen die Entscheidung herbei. hierdurch ein vermehrtes Änter. ° des Eltern Hauses an der Schule Mng «folgen muß, darf bei der Wichtigkeit ter Wvgffrage begrüßt werden. Es tote aber auch L.®. Fällen fehlen, daß in einzelnen Ge. n ? enter liberalen oder gar chriftentums-

Iki l>ie Umgehung der Bestimmungen

J43, Los. 2 durch allerhand Ausflüchte ver- iPhT Deshalb heißt es, beizeiten auf» 2 roriI- Kämpfe tote es nicht abgehen.

man den Eltern sagen, daß es in

kulvrer Maler

im achtzehnte« Aahrhrrndert.

(Fortsetzung statt Schluß.)

Coca Mnfonio Colanba.

^ringer Bedeutung für die Jnnenilus- IbCnfml?65 ®°mes war der Freskomaler fiucn S bnh sa' ^en Gemälde in der großen Kuppel Ur Blick in imposanter Wirkung darbieten, ein Tessiner und ist, wie eine tonen besagt, von Stuttgart zu uns «ort ist « am ^ofe beschäftigt gewesen. Sn Kg.® überhaupt tat südlichen Deutschland, 18m S tctI& und die bedeutsamen Aufträge, mit |e1ra^1 rec^e Klöster betrauten, beweisen, i jadur ^®^Leiwssen als Deckenmaler überaus ge-

fränkischen Baumeister Dien, bim Leonhard) begonnenen, oon Ballhasar Wche n. c8!-^rten und beendeten Essterzienser- hesten m k * °m * an der Sagst hat Columba *L') Gewölbebogen des Langhauses aus. t 8, n ^llen die Felder so klein sein, daß sie, ,fab. bemerkt, kaum mit bloßem Auge zu t toch ein1^ It3eIe^rte Bischof von Rottenburg et» «s ra ^"sephsbild von dem genannten <etn rtA? ®* einem Nebenaltar der Kirche des »h h, s,7?® Zwiefalten befindet.^)

1 r o n n hat Columba die Deckenmale- mor L.u.mseftolteter. Deutschhauskirche gefertigt. I%g. n tm Königlichen Schloß zu Ludwigs»

f£int Wirksamkeit in Frauenalb dl n, ebenso in Ettlingen, wo er die < bx-in "Hannes Nepomuk in der Schloß. h1? ine Decke gemalt hat.

mitteilt, besagt eine noch vor- L'0« «raßen Architekten Maxi-

Pi«, b?tz?lsch vom Sahre 1729, daßHerr 5eihin0 Freskomahler", unter

nn Schlosse von Sdstein gearbeitet

Leitung wirkte er mit Emanuel "1 Det ben prunkvollen Ausschmückungen

6et deutschen Kunstdenkmäler.

drstens drei Grundschulen nebenebnander haben; eine ür alle Kinder gemeinsame, eine weltliche und eine oft mehrere) einer Bekenntnismiirderheit. Die ____

leidiger dieses Zustandes trösten sich bamti, daß trotz alledem ja die soziale Einheitsschule gewährleistet sei, da ja in jeder der Grundschulen einer Gemeinde Kin.

Schule in der Verfassung.

. -um Ausbruch der llkevolution bestehenden pes Deutschen Reiches sind durch das neue frVrrricualvecscrmmlung ersetzt. Durch die er.

Verfassung ist ein neuer gesetzlicher Boden ^-emiche Vaterland geschaffen.

vf.-n Beratungen der Nationalversammlung IL Lömng der »chulfrage im Brennpunkt her

Hier schieden sich die Geister; hier war der KrTlI zwiscken ©en gegensätzlichen Weltanschau- Entscheidung ist gefallen. Bei der- ^sten die chrisü-ichen Kreise unseres Volkes Zu. macken müssen, aber auch Sozialdemokra. 82 Liberalismus mußten ^tn erhebliches Stück 3rL ursprünglichen Forderungen abrücken. Nach Kerhandlungen wurde auch hier die goldene KLfe aefimdem, stand und fiel doch das gesamte »Estuerk mit der glücklichen Lösung der Schul. F" gelle Zufriedenheit wird nun zwar das geschaf- IfcntprcnttR auf keiner Seite auslösen, aber daS IckkN tat Wesen eines Kompromisses, das beider. t ^Geständnisse heischt. So blieb dem Deutschen LLt Kulturkampf, den es unter den bestehenden EyL Verhälnisseu schwerlich überstanden hätte, ELfrerife erspart. Die Wachsambeir unseres EtS, die Aufklärungsarbeit her katholisö^n Eyti) nicht zuletzt unsere Abgeordneten suchten *rttüMic6er Zusammenarbeit die Gefahr zu ban. gber au(6 in den Kreisen der MehrheitSsoziali- Lgn sich die Einsicht durch, daß es unmöglich sei, dttsschen Volke nach den Wünschen des Linkslibe- L,! eine Schule aufzuzwingen. So wurde, ll-»» erst nach mühevollen Verhandlungen, das Lotische Prinzip, das auch der Minderheit alle u grj> Freiheiten zubilligt, zur Geltung gebracht, ^i-z am 14. Juli war zwischen Sozialdemokvafie Zentrum eine Einigung erzielt; gegen die aber die Kt Agitation der Demokraten und einer Anzahl Dmtlicker KilltuSministerien einsetzte. Zwar war ßöwpromiß bereits in zivei Lesungen durchgeaan- ktnnwch war eine Aenderung vor der enSli'chen *ne vomuszusehen. Fn der ersten Fassung lau- HMel 143, Absatz 2:Ob die Schulen innerhalb femeinbe für alle Bekenntnisse gemeinsam oder gefeitntnifiem getrennt oder bekenntnisfrei (Welt, "jeht sollen, entscheidet der Wille der Erziehungs- stigken, soweit dies mit einem geordneten Schul- st zu vereinbaren, ist. Näheres bestimmt ein bal­zt, erlassendes Reichsgesetz. Bis zum Erlaß dieses SzesetzeS bleibt es bei den bestehenden Dorschrif- H dagegen einsetzende Kampf ließ am 30. Juli 5» Fassimg (§146), die zwischen Zentrum, So- mtofrden und Demokraten vereinbart toar, ent. , stlgettden Wortlautes:

standen chm doch bet der Ausmalung des erhabenen Eot- teshaufes Gehllfen zur Seite für alle mehr inferioren Arbeiten?) Einen solchen Gehilfen Eolumba's vermute ich in

Johann Jakob Bogner.

Dieser hat 1713 alsAusländischer" in Fulda den Bärgereid geleistet und steht in her Bürgerlifte in einer Gruppe von Künstlern und Kunsthandwerkern verzeichnet. Auch ist für diese Zeit ein Freskomaler namens Bogner nachweisbar, namltch Hans Georg Bogaer aus Bamberg, der 1696 mit dem Italiener Lazaro Mana Sangmnetti die jetzt allerdings nicht mchr vorhandenen Fresken im Gräflich Schönborn'schen Schlosse Gaibach (bei Lolkach in llitierfrcnftn) gefertigt hat.fl (Daß die Vornamen, nicht ganz üfeeremitinrnen, ist durchaus kein Gegenbeweis.) Das Schloß Gaibach war 1694 von So« Harm Leonhard Dietchenhofer, dem Bruder unserer Dom- baumeisters, renoviert worden, wodurch sich offensichtlich Beziehungen des letzteren zu dem genannten Maler her- leiten lassen.

Laut Kirchenbuch der hiesigen Stadtpfarrei vermählte sich Sakobus Bogner am 16. Sanum 1711 mit Maria Margaretha Bartholomäus. Zeugen waren Anton Bnrtholomäi^) und Soh. Adam Scher. Sm Sahre 1741 ist Sakobus Bogner (reffte) hier verstorben.

*) Leider sind mir die im Marburger Staatsarchiv bewahrten Fuldlschen Rentkammsrrechnungen, aus denen sich wohl manches herüber feststellen ließ, zur Zell nicht zugängig.

s) Bergs. A. D. Wetamann,Eine Bamberger Beu« meifterfamUte um dis Wende des 17., Jahrhunderts", Straßburg, 1902. S. 114.

3) Anton Bartbolome (Bartholomäus) von Cschweth,

wahrscheinlich der Vater der Braut, hat 1700 den Büraer- etb geleistet. Liborius Bartholome schentte 1725 dem Kloster grauenberg eine Monstranz. Georg Ludwig Bar­tholomäus (Bartholomä) war um 1780Bufftret an der Fuldaer Porzellanfabrik.

(Forffetzung folgt.)

des Biebricher Schloßbaues; und mit demselben Kunst­genüssen wohl auch m Mainz in der Favorite?) Aus allen diesen Ausirägen erhellt aber, welche hochenge- febene Künstlerstellung Luca Antonio Columba seinerzeit eingenommen hat. Sndessen darf auch nicht veffchwlegen werden, daß neuere irunstschriftsteller Meister Columbas Leistungen wett geringer taxieren. So nennt ihn 0. A. Weigmann* * 3 * * * *) ,^men nur mittelmäßig begabten Künstler, welcher den feinen Schöpfungen mangelnden taneten Wert durch möglichst komplizierte Zeichnung zu erfetzen versucht".

Sn unserer Domkirche Hai Luca Antonio Columba ur- kmtdltch nachweisbar die vier Evangelisten in den fieQiem der Bogen, welche die große Kuppel stutzen, eigen­händig gemalt, und ebenso über den Galerien der nach dem Kreuzschiff gerichteten Chörchen die Brustbilder der ProphetenHabakuk, Ezechiel, Seremios, Mtchaus, sowie über den nach dem Presbyterium ge- richreten Chörchen die Brustbilder von Moses und 3 f a i a s.

Die obenerwähnte Rentkammerrechnung vom Sahre 1711 gibt uns Aufschluß, was ihm dafür gezahü wurde. Dieselbe lautet:550 ft. Einem Mahler m fteseo von Stuckart Columba geben, hat in die vier Zwickel der Stifts-Kuppel die vier Evangelisten vor Jedem 100 fl dann die metaillen 6 Brustbilder pro 150 fl. gemahlet, zahlt den 24ten Octabris."

Gewiß kann nicht geleugnet werden, daß die gewal- tigen Eoangelistengestalten: Matthäus mit dem Engel, Markus mit dem Löwen, Lukas mit dem Ochsen und Sohaunes mit dem Adler, die noch heute in imerheblich getrübtem Farbenglanz von den Zwickeln der Bietung herableuchten, den feierlichen Stimmungsausdruck des Kir­chen innem recht wirksam begünstigen.

Allerdings wagt sich des Meisters Pinsel mich kecklich über die Grenzen der ihm zugemessenen Mächen hinaus, indem er die Malerei die Architekturlinien willkürlich durchschneiden läßt, oder er läßt sogar seine Malkunst in die Plastik übergehen, wie der aus Stuck modellierte rechte Fuß des Evangelisten Matthäus zeigt. Smmerhin dürfen wir aber nicht vergessen, daß das barocke Kunst­empfinden solche Auswüchse nist anderen Augen aniah und daß es darin keine Verwilderung, iw-lcrn nur eine effektvoll gesteigerte künstlerische Kvestleistung bewunderte.

Außer den hier getrennten Gemälden, bei denen also Columba's Urheberschaft urkundlich seststcht, ist unser Dom aber noch weiteren Fresken geziert. Auch die reiz- vollen kleinen Kuppeln, die in der Achtzahl über den Altären der Seitenschiffe sich wölben, sind in chren Zwickeln mit symbolischen, durch Bibelstellen erläuterten Bildern geschmückt. Indessen darf wohl angezwetfell werden, ob Columba auch diese Fresken ausgsfüyft hat. Jedenfalls

*) A. a. O. S. 78.

=) BergtEine Baumeifterfamilie um die Wende des 17. Jahrhunderts", von Otto Albert Weigmann. Studien zur deutschen Kunstgeschichte. Heft 34. Straßburg, 1902. S. 146,

(ihrer Hand liegt. Schulen ihres Bekenntnisses zu ver­langen, daß sie von diesem wichtigsn Reckte ausgieoig Gebrauch machen müssen.

Der erfreulichen Tatsache, daß die Elternrechte auf die Schulecziehuna anerkannt und in der Verfassung seitgelegt sind, reiht sich die andere an, daßderRe-- ltgronsunterricht als ordentliches Lehrfach der Sckttlen beibehalten wird Die rata, kale'n Ansichten eines Adolf Hoffmann haben sich also noch mchr durchsetzen können. Aach hier ist der Wille der Eltern magsejuent, ob ihre Kinder am Religions. unterricht tesslnehmeu oder nicht. Für katholische Eltern ist das jedoch von geringerer Bedeutung, da man doch kaum annehmen darf, daß wirklich religiöse Eltern ibre Kinder von diesem Unter--i 'te fernhalten werden. Eben so selten werden auch katholische Lehrer von dem Rechte, die Erteilung des Religwnsuntecrichrss ablehnen zu können, Gebrauch macken. Sollte das aber doch in vereinzelten Fällen geschehe»:, so würde das wenn es auch an sich beklagenswert ist für die ihnen au- vertraüten Kinder ein Segen sein, denn ein solcher Er­zieher, der sich auf dem Boden seines religiösen Bc- tentniff&a nicht mehr heimisch fühlt, kann niemals die Kinder mit lebenspendender Wärme und treuer Ueber- zeugung in das rechte Glaubeusleben einfichren.

In ber Verfassung wird auch bestimmt, daß p r i- bate. Sch ulen überall ztmelassen werden, wo eine öffentliche Schule des betr. Bekenntnisses nicht besteht. Das ist für weite Diasporagebiete von Dichtigkeit. Sie unter Andersgläubigen wohnende Minderheit hat also das Recht, für ihre Kst.der Privatschulen mst Volks­schulzielen zu gründen. Die Gefahr der Auflösung sol­cher bestehenden Schulen ist also gebannt. Das läßt manche kaiholiscke Gemeinde, von banger Sorge befreit, erleichtert aufatmen. Im übrigen hat bis zum Erlasse eines Reichsschulgesetzes alles so zu verbleiben, wie es am 1. August 1919 zu Recht bestand.

Wie bereits zum Ausdruck gebracht, bleiben man­cherlei Bedenken durch die bisher erörterten Berfa?« ftmaSbestimmungen unLcschwimtiar, immerhin ist eS unter den obwaltenden Verhältmssen als ein gn.ßer Erfolg der Zemrumsvolitik anzusehen, daß eJ gelungen ist, grundlegende Gedanken «'s dem bewährten prer» ßischen Schulunterhaltunasgesetz tarnt 28. Juli 1906 in die deutsche Reichs Verfassung hinüberzunehrnen.

Kurz streifen ivill ich noch den BegriffEinhefiS. schule", tote die Verfassung ihn ausgenommen hat. Der betr. Artikel besfimmt; Das öffentliche Schulwesen ist organisch auszu gestalten. Auf einer gemein­samen Grundschule baut sich das mittlere und höhere Schulwesen auf. Für diesen Aufbau ist die Mannigfaltigkeit der Lebensberufe, für die Aufnahme eines Kindes in eine bestimmte Schule sind feine An­lage und Neiomilg, nicht die wirtschaftliche und gefeit» fckaftliche Stellung eher das Religionsbekenntnis sei­ner Eltern maßgebend." Es handelt sich also hierbei um Einheit in sozialer Richtung; dix Stsndesunterschiede sollen durch eine ein Beiß. Grund­schule verwischt werden, und auch bei der weitere» Ausbildung möchte man StatndeSunterschiede, wie sie in früheren Jahren so schroff zum Ausdruck kamen, zu- cückgedrangt und ausgeglichen wissen. Das ist unbe­treitbar eine gesunde Entwicklung des Schulwesens.

Dieser Forr-chrift genügt aber den radikalen Ver­tretern der Schulforderungen des deuffchen Lehrerver- oins noch lange nicht. Sie erblickten von jeher in der Einheitsschule, solange sie Bekenntnisschule bleibt, eine Gefährdung ihrer radikalen Ziele. Legten sie auch in ihren Forderungen die Simultanschule mnt Beibehal­tung des Religionsunterrichts aus, so weiß doch jeder Eingeweihte, daß diese Forderung nur eine Station auf dem Wege zur völlig religionslofen Schule ist. Die Verärgerung darüber, daß die Zwangs simultan, chule nicht durch die Verfassung festgelegt ist, wird Xuklich durch Auslassungen derMetern, deutschen Lehrerzeitung" belegt, in denqn es heißt:Auf die bisher wohl unbeachtet gebliebene Gefahr, daß auch die oziale Einheitsschule mit. der Bildung mehrerer nach religiösen Gesichtspunkten aufgrfxmtcn Grundschulen in die Brüche geht, muß mit allem Nachdruck aufmerksam gemacht werden. Wir werden an vielen Stellen min­