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| Zreitag 29. fluguft 1919. | I 46. Zahrg

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nern, die deutsch sprechen. Diese werden von den Sol­daten mißhandelt, sodaß der Kommandant von Kolmap sich genötigt sah, die strengsten Strafen anzudrohen, wenn derartige Vorfälle sich wiederholen sollten.

Die ans Belgien wegxenommenen kirchenglocke» soll Deutschland innerhalb vier Wochen dem belgischW Kommandanten in Aachen zurückliefern.

Note gerichtet, in der sie um Aufklärung der Vorgänge ersucht und schärfste» Widerspruch dagegen erhebt, daß das Leben der deutschen Kriegs­gefangenen in fahrlässiger Weis« gefährdet wird.

Zu der Ungewißheit über den Termin der Frei- lasiung unserer ix Gefangenschaft schmachtenden Brüder kommt nun auch noch die Meldung über die unverantwortliche Gefährdung ihres Lebens durch Arbeiten, für die man die eigenen Landes!:»der der Entente nicht heranzuziehen wagten. Aber was helfen alle Proteste, wenn unser« Regierung keine Gegenmittel in der Hand hat, um diese barbarischen Praltiken unserer Gegner zur Einstellung zu bringen.

man auf der Ententeseite über 20 Millionen Tonnen hinaus eine prozentmößige Mehrbelieferung. Wenn die Gesamtförderung hinter 108 Millionen zurückbleibt, macht man zur Bedingung, daß eine neue Prüfung der Frage in die Wege geleitet wird. Um die Produktion zu fteigem, will die Entente ein Uebriges tun, was sie nichts kostet, indem sie Deutschland durch Zuweisung von Lebensrnitteln, die die Arbeitsfreudigkeit heben können, unterstützt. So sehr zu wünschen ist, daß es gelingen möge, diese Arbeitsfreudigkeit zu stei­gern, irgend ein Grund zur Zufriedenheit mit dem Laufe der Verhandlungen kn Versailles ist nicht gege­ben. Ob wir 40 Millionen Tonnen abgeben, oder 20, das eine ist so verhängnisvoll wie das andere.

I Beran twerttich für tat redaktionellen Teil: Karl Schutte, f |vO* I für die Änzei,en: I. Parzeller, Fulda. Rotationsdruck

Ein schweres ExpIosionSunolück hat sich, wie erst jetzt gemeldet wird, bei der 98. deutschen Kriegsge­fangenenkompanie im amerikanischen Gefangenen­lager in Loube« bei Bordeaux Mitte Juli er­eignet Die Gefangenen waren damit beschäftigt, Schießbaumwolle und Pulverkisten u n- chädlich zu machen. Hierbei kam es zu einer tarfen Explosion, der eine große Anzahl Kriegsge- angexer zum Opfer fielen. 24 bi- 26 Mann ollen dabei getötet worden sein. Infolge dieser

Z«r Lage.

wan heute hört, überall begegnet man der 1* *71 Frage: Was soll nun' werden? Emeröen die kommenden Monate uns bringen? ^«^Deutschland hat jetzt Frieden einen Frie- L-Erdings, an dem es sterben kann die fürch- ®J,Motfaöe ist aufgehoben, im Innern ist es nach Lvmfturz vom 9. November immer wieder getan» B M Aufruhr niederzuschlagen, eine neue Bet- g .ha, rein äußerlich betrachtet haben sich die JXiffe schon ziemlich gefestigt und doch geht die Sorge um, man bangt vor der Ent- EX/bie Ne nächste Zukunft bringen kann. JBs Deutschland hat seine neue Verfassung, dRaolution ist formell erledigt, der Neuaufbau des t^mierten Wirtschaftswesens kann beginnen. Aber Eßen denn ernsthaft Anstalten getroffen, um mit l-band anzulegen an der Schaffung eines neuen, Qton Reichs, nach dem wir uns alle sehnen? Es E 06 ganz Deutschland auf ein Wunder warte, 14 etwas geschehen solle, das uns mit einem Mal 14 der Not und all den Schwierigkeiten hinaus- EL igle vielleicht zurück in die alten guten El vielleicht auch hinaus in eine ganz ungeahnt Et Zukunft. Wie viele sind sich denn ernstlich ^darüber klar geworden, was es für uns bedeutet, »Deutschland den Krieg verloren hat, daß | botz aller Abmachungen und Verträge vorerst ,Wkür unserer siegreichen Gegner ausge- jtjert sind! Die allermeisten haben davon kaum K Vorstellung; sehr viele träumen noch von inter- Maler Solidarität, ein Ding, das den andern Döl- Eschon immer nur ein Begriff war, dem aber recht Deutsche wie einem greifbaren Glück nachgejagt

Unsichtige predigen zwar, daß wir g a n z a l l e i n ^-helfen müssen und uns auf keine Hilfe außen oerlassen dürfen, daß nur rastlose Arbeit se Srütfe in eine bessere Zukunft schlagen kann und H dumm an dem Vaterlande und an sich selbst am |Bttften der versündigt, der jetzt die Arbett scheut, vankmlos stimmen dem Hunderttausende zu; ja, M je ist in Deutschland so viel von Arbeit g e - «rochen worden; aber kaum je hat ein großes so wenig gearbeitet und ßufl zur Arbeit M wie jetzt das deuffche. In den großen Städten ngetn Hmiderttausende herum, denen die Arbeits- Imckrstützung als eine Selbstverständlichkeit er- jmt und weitere Millionen fassen dc»i Achtstanden- | so auf, daß drei Stunden Betriebsversammlung, 6 Stunden Erholung und, wenns hoch geht, drei toben der Arbeit gewidmet werden. 3m übrigen M regelmäßig wiederkehrende Streiks für Aus- htog und Abwechslung und wenn es mit uns ta weiter bergab geht, wenn unsere Valuta einen Mich niedrigen Stand erreicht, wenn der Eisen- Dmi'ehr lahm liegt, Gassperrstunden eingeführt «den, die Preise statt niedriger zu werden in die V gehen und die Schrecken des Winters uns immer M auf den Leib rücken, dann schimpft man auf 1 Regierung, auf die kapitalistische Wirtschaftsord- W und einiges mehr.

& gibt Leute, die sagen, unser armes deutsches F. würde nicht eher zur Vernunft kommen, bis es lspät ist und die Folgen seiner Unvernunft sich riebet werden gut machen lasten. Sie rechnen mit D Eigen Zusammenbruch, glauben auch, daß dann fschersehnten Wünsche der unabhängigen Sozial- Mnatie erfüllt find und daß dann auch das unglück- M Deutschland durch all das Elend hindurch muß, kZUlßland und Ungarn in so fürchterlicher Weise hat. Fast scheint es, als ob diese Leute M Men; bas deutsche Volk krankt nicht nur an ^Trägheit zur Arbett, sondern, was vielleicht FW« ist, an seiner Trägheit zum Denken. Pjflyie Folgen des verlorenen Krieges noch nicht Zenten, mag sich auch nicht die erbarmungswürdi- ^^wirkungen der kommunistischen Versuche in pww und Ungarn vor Augen halten.. Mästen Er* "st am eigenen Leibe all das Elend und K6®1" verspüren, die das blöde Zuwarten auf K.*®* phantastische Hilfe uns bereiten muß? L«. des deutschen Volkes zeigt 5 Minuten

®tt Essen handeln, ehe es zu spät ist.

Vorganges weigerte sich die 101. Gefangenentam- panie, ähnliche Arbeiten auSzuführen. Durch Ent- ziehung der Nahrung, durch Gefängnisstrafen und durch die Drohung, all Meuterer behandelt zu werden, zwang man sie schließ li ck>, die Ar­beiten auS,»führen. Die deutiche Regierung hat durch Bermittlung des Schwerzer Bundes- rat» an die amerikanische Regierung eine

Der Kampf ttm die Kohlenlieftrung an die Entente.

Die Versailler Verhandlungen mit der Entente, in denen von deutscher Seite eine Milderung der uner­träglich harten Kohlenlieferungspficht zu erreichen gesucht wird, gestalten sich nach wie vor sehr schwierig. Nach dem Friedensvertrag sollen wir jähr­lich vierzig Millionen Tonnen liefern, _ehe Menge, deren Aufbringung uns durchaus mimöglich wäre, und die das deutsche Wirtschaftsleben völlig ver­nichten würde. Selbst die Hälfte dieser horrenden Summe würde hinreichen, unseren sicheren wirtschaft­lichen Zusammenbruch herbeizuführen. Obwohl der En­tente diese Tatsache bekannt ist, besteht sie, namentlich Frankreich, doch darauf, das Unmöglichrzu ver­langen. Die deutschen Unterhändler haben in mo­natelangen Verhandlungen alles mögliche getan, um der Entente nachzuweisen, daß Deutschland unfähig ist, die verlangte Menge zu liefern, aber alle Versuche, diese Ziffern auf eine verständige Grenze herabzudrücken, sind mißlungen. Die Entente hält an den 40 Millionen Tonnen grundsätzlich fest, und sie bringt das auch da­durch zum Ausdruck, daß sie, wie schon früher gemeldet wurde, bereit ist, eine Lieferung von20Millionen Tonnen jährlich für die Dauer von 6 Monaten an­zunehmen, bei einer jährlichen deutschen Gesamtförde­rung von 108 Millionen Tonnen. Falls die Gesamt- förderung 108 Millionen Tonnen Überschreitet, verlangt

* Ordnungstruppen für di« neutrale Zone. Der Rat der Fünf in Paris hat beschlossen, in der neu- traten 50-Kilometer-Zone östlich de» Rhein», aus der vertragsgemäß alle Streitkräfte zurückgezogen werden mästen, für die Dauer von drei Monaten nachJnkrafttreten des Friedensvertr age» 20Bataillone, 10 Schwadronen und 2 Batterien zur Aufrechter- Haltung der Ordnung zu belasten, damit die Ordnung in diesen, Gebiet aufrecht erhalten werden könne ttine Entschädigung in Wild. Der ,Manitt meldet, daß mit Unterstützung des französischen Landwirtfchaftsminiflerium? der französische St. Hubertusklub bei der Entschädigungskommiision die Forderung gestellt hat, von Deutschlaxd und Oester- reich die Lieferung von je 230 Hirschen, 5000 Retzen, 800,000 Hasen und bret Millionen Rebhühnern zu verlangen, Oesterreich soll überdies eine Million Fasanen liefern. Die Tiere sollen lebend innerhalb zwei bis drei Jahren geliefert werden.

* In Saarbrücken beschlagnahmten di« Franzosen zahlreiche Gebäude und haben große GrundftLcks- Verkäufe obge chloffen.

Englischer Uebcrgtiff. Niederbayerische Blätter melden, daß in N a d e l d o r f bei Straubing der Bauer Aigner von englischen Offizieren in einem Auto da­vongeschleppt worden sei. Aigner hatte im vori­gen Ähr mit einem bei ihm beschäftigten Kriegsgefan­genen Streit bekommen. Der (Befangene war auf ihn losgestürzt und Aigner hatte ihn mit einem Beil er­schlagen. Vom Schwurgericht wurde Aigner steige- sprachen, weil er in Notwehr gehandelt hatte.

Im «erlösten- Lisch- Nach der ParsterLiberte" kommt es in Elsaß-Lothringen immer noch ;u Zusam­menstößen zwischen französischen Soldaten und Einwoh-

Sur dem Ha? bargtDitL

(;) Bad Salzschlirf. Der 5 000. Kurgast in der Kuweit 1919 ist in Bad Salzschlirf einattroffen.

Hilders. (Tel.) Leutnant Alfons Werner, Sohn des hiesigen Hauptlehrers Werner, der fett 17. Oktober 1918 in englischer Gefangenschaft war und beim ersten Gefangenentransport aus Eng­land sich befindet, schrieb am 25. August von Wesel aus an feine Angehörigen: Soeben sind wir hier im Durchgangslager bei SBefe langet om­ni e n und festlich empfangen worden. Wir sind glück­lich, wieder in der deutschen Heimat zu sein. Voraus- sichtlich treffen wir Ende dieser Woche zu Hause ein.

(;) Au» der Rhön. Die auf der Wasierkuvpe gelegene Fuldagnelle ist im Auftrage des HauptausschusieS des Rhön-Klubs neu gefaßt, verdichtet und durch Grotten, ähnlichen Ausbau verschönert worden. Auch eine Waft serschöpfstelle wurde vor der Quelle ausgegraben und vergrößert. Um den Rbön-Touristen und Schülern Gelegenheit zum Abkochen zu geben, ist auch in dieser Hinsicht durch 5fleuantaäe eine? diesbezüglichen Platzes, etwas abseits von der Quelle, Rechnung getra­gen und dieser Platz durch ein Schild kenntlich gemacht tootbe-.i. ,

(!) HrrSstld^ Umfangreich« Zuckerschte- bungeta sind"durch die hiesige Polizei aufgedeckt worden. Von dem Kreisaffisteitlen Pf., der am Sanbratiomt mit der Lebensmittelversorgung beschäf­tigt ist, sind unberechtigter Weise Zuckeibezugsscheine ausgestellt und diese durch Vermittlung eines Buch­halters an die hiesigen Bäcker und Konditoren Sp. und R. ausgebändlgt worden. Ferner sind durch Pf. öfters größere Mengen Zucker unberechtigter Weis» an den Konditor Sp. ausgehändigt worden. Die beiden Bäckermeister Sp. und N. haben den Zucker nicht alle für sich verbraucht, sondern diesen teilweise zum Preise von 800 und 1000 Mk pro Doppelzentner nach^Bad Kissing«» verschoben. Sämtliche Beteiligte wurden sesigi- rammen, nach Klar^g des Sachverhaltes «ibe-

veutjche« Reich.

» Preußisch« Laxdekversammluxg. Die nächst» Sitzung findet am 18. September statt.

Der christliche Bergarbeiter, verband begann am 25. August seine 15 General - Versammlung in Essen. Das wichtigste Ergebnis der Tagung ist die Einstimmigkeit darüber, daß keine Verichmeljung mit dem großen sozialdemokratischen Bergarbeiter- Verband« angestrebt werden soll, daß er aber diesel­ben praktischen Hauptforderungen in der augenblick- lichen Lage erhebt, namentlich hinsichtlich der Ein­führung der SechSstunden - Schicht. In einer Ent­schließung erklärt die Versammlung.

sie W volles Verständnis für die fetzige äußerst große Kchlermot. Die Bergleute erklären sich bereit, alles mögliche beizutragen, um diese große Ilotlage be­seitigen zu helfen. Unbedingt erforderlich fei aber str- für, daß die Lage der Bergarbeiter weiter verbessert und die berechtigten Wünsche der Bergarbeiter sofort erfüllt werden. Der Bergmann dürfe, weil seine Ar­beit so schwer, gefahrvoll und gesundheitsschädlich ist, in seinen Lohn-, ArbeitS- und Pensionsverhälmissen nicht mehr hinter anderen Arbeitenn zurückstehen. Ins­besondere fordere die Generalversammlung, daß noch in diesem Jahre den Bergarbeitern ein Urlaub gewährt werde. Von der Regierung,, den Bergbehörden und DerkSbesitzern seien alle technischen Vorbedingungen zu schaffen, daß bis 1. Januar 1920 im unterirdischen Bergbau die Sechsstundenschicht eingeführt werden kann. Lebensrnittel, Kleidung und Schuhe mieten aus­reichender und billiger geliefert werden. Ebenso sei Mehrlieferung von Rauch- und Kautabak dringend nötig. Ueberschichten in anderem Berufen müßten ver­hindert werden.

Bei der Begründung dieser Forderungen wurden eniste Worte gesprochen. Es werde nicht eher Ruhe geben, bis die Sechsstundenschicht erreicht sei. Die Führer übernähmen keine Gewähr, daß es ihnen mög­lich sei, die Bergleute noch lange in ihrem Unmut zu- rückzu^ttten. Wolle man die Produktion und die Ar- beitssreudigkeit steigern, so schaffe man auch zuerst ein­mal die öffentlichen Aergernisse aus der Welt, die Müßiggänger von der Straße, die Schlemmer, Schie- der und Kriegsgewinnler aus den Vergnügungsstätten. Im allgemeinen wurden die Redner der augenblicklichen wirffchaftlichen Notlage gerecht und mahnten die Berg­leute, alles auhubieten, um den weitern wirtschaftlichen Zusammenbruch fernzuhalten.

wtb Stuttgart 28. Aug. Reichspräsident Ebert und Reichswehrmimster N o s k e sind heute, von Mün­chen kommend, in Stuttgart eingetroffen, wo sie in Vertretung des erkrankten Staatspräsidenten Bios von dem Minister des Innern Dr. Lindemann em­pfangen wurden. Im alten Schloß fand eine Begrü- ßungssitzung des Sfaatsminifteriums statt. In dieser Sitzung sind insbesondere die Kohlennot, ihre immer schärfer werdenden Folgen und die notwendigen Einzelheiten zur befieren Besorgung der Industrie eingehend besprochen worden. Im Anschluß hieran sandte der Reichspräsident Ebert aus der Sitzung sofort folgendes Telegramm an den Reichswirtschafts- Minister Schmidt, Berlin:

,Mt der roürttembergifdjen Regierung haste ich eine Aussprache, bei der sich ergab, daß infolge des trockenen Sommers die Wasserkräfte stark nachgelassen haben. Dte Kohlenversorgung des Landes ist so schlecht, daß groM Werke bereits still liegen und die Stillegung einer Anzahl lebenswichtiger Betriebe in der nächsten Zeit nicht abm- roenben ist. Ich bitte dringend, nach Prüfung der be­sonderen Notlage Württembergs dieser nach Möglichkeit abzuhetsrn. gez. Ebert.-

Des weiteren wurde die Frage der Kriegsge­fangenen beraten, wobei der Reichspräsident mit- teilte, es werde unablässig gearbeitet, um die Gesänge- nen so rasch als möglich zurückzubringen. Mittags and im Gariensaal des Neuen Schlosses ein etnfaches Mittagessen statt, an dem neben den Mitgliedern der Staatsregierung das Präsidium der Kammer, Vertreter der Fraktionen, der Frauen, der Hochschulen, der schaf- senden Stände usw. teilnahmen.

Am xnfete Gefangenen.

Bemühungen des Internationalen Roten Hinbeförderung der Kriegsgefangenen Journal':

die. fett 6 Jahren Tay für Tag mtS l °"si-Anefen, wie von direkten * Zeugnifsen rit der ihren Familien und ihrem

B tn<n Gefangenen ersehen haben, wün. HlW daß dieses Elend so schnell wie 1% xL o.n. ®n b e nehmen möge. Wir wissen, ern ber Entente gleichfalls Millionen Neuner und Frauen dies ebenfo- ^eni -N^fotnehr, als die Heimbeforderung der * bon slsxMef^'Senen zu gleicher Zett Tau- vom Kriegsdienst befreien würde, tam ÄotJ» f Ertrvrten der Schritt des Interna- fteet öu Gunsten der feindlichen Kriegs- 8 Augenblick in den Enbentelän-

r5 biefe Stimmung Hervorrufen sollte, (b EMt» kit. sich daran erinnern, daß während x Efes selbe Komitee nicht auf gehört hat, W »Ur ^.^utentegesangenen einzugreifen. Es ®em Geiste des Roten Kreuzes, der o- c ^er Gesetzlichkeit ober besser noch «lebe ist."

^arizöfischr Unverschämtheit.

KriegsschiffSa Marseillaise" ist am ®onberburg weiter gefahren gftiürtpJSMnnorget1 dort eitigetroffen. Ohne dn Kenntnis zu fetzen und ohne Ge- att » -Narinebehörden legte es am Marine- Nri ht Kommandant der deutschen Marine- ^6 8nm2t^ur9 legte im Namen des Admirals FH) bQwTnhantEn der2a Marseillaise" Ver- Sh 11 wthLut Kommandant erwiderte,

W 5-Or?. "Untschen Empfangskommission aufge- Wht gemücP0^ Sonderburg zu kommen. Er "besiich^^ er in'einem marinefiska-

französischen Kommandanten 3»«tf der deutschen Rechte

' Ansehen Deuischlands zu schwächen

und die Abstimmung in Nordschleswig zu Ungunsten DeutWaickis zu becknfluffen.

Wie wir zu der Angelegenheit noch erfahren, hat die deutsche Marine-Wasfenstillstandsckommisfion sofort am 26. August bei der alliierten Marine-Waffenstill- standskommission gegen den Besuch des Schisses P r o- teft eingelegt und feine Zurückziehung verlangt. Es ist dem Takt und der Zurückhaltung der deutschen Bevölkerung zu verdanken, daß es bei dem eigenmäch­tigen Vorgehen des ftanzöfischm Schiffes nicht zu Zwischenfällen gekommen ist.

Belgien und Holland.

DK Verhandlungen zwlschm Belgien und Holland, die in Paris unter dem Borsitz einer Alliierten-Kom- rnission stattfinden, sind an einem toten Punkt ange­langt. Es handelt sich um die Revision des Ver- tragsvon!83 9, welche die Staatshoheit Hollands über die Ssteldmündung bestätigte und die Grundlage des bAgisch-holländifchen Bölkerrechtsverhältnisses bildet.

Die Belgier verlangen die Aufhebung des holländi­schen Hoheitsrechtes über die Scheldemündung aus militärischem Interesse. Aus Gründen der Sicherheit forderten sie auch die zwischen Belgien und Deutschland vorspringende Landzunge Holländisch - Lim­burg (Mastricht). Holland ließ sich zu einer Revision des alten Vertrags herbei, jedoch nur unter der Be» bingtmg, daß keinerlei Gebietsabtretungen in Frage kämen. Da auch die Entente sich auf diesen Stand­punkt stellte nicht einstimmig mußte Belgien nachgeben. Die Forderung auf Limburg fiel also. Die Belgier suchten nun ober auf Umwegen dennoch zum allen Ziel zu gelangen. Es ist bekannt geworden, daß die Belgier eine geheime Dienstanweisung haben er­gehen lassen, die die Propaganda in Limburg für die Lostrmnung von Holland organisiert. Es ist zu ver­stehen, daß diese Dienstanweisung in Holland viel böses Blut gemacht hat, da sie eine widerrechtliche amtliche Einmischung in innerholländische Staatsangelegenheiten darstellt und die tatsächlichen Annerivnsabsichten Bel­giens beweist. Da nun aber die Annexion kaum zu erreichen sein wird, kommen die Belgier nunmehr mit dem Vorschlag einer gemeinsamen holländisch-belgi­schen Militärkonvention zur Verteidigung Limburgs. Sir stellen dabei Limburg als eine gefähr­liche Einfallspforte für deutsche Heere hin, obwohl Deutschland die holländische Neutralität streng gewahrt. Es ist klar, was mit der Militärkonvention beabsichtigt ist: Holland soll seine Staatshohett in diesem Gebiet zum Tell an Belgien abtreten. Es wird ferner in eine Art Bündnis mit Belgien gegen Deutschland hinein- gezogen, das selbstverständlich von Paris aus geleitet wurde.

Holland läßt sich indessen nicht beirren. Mit kühler Ruhe Hot die Reglemng es grundsätzlich abgelehnt, sich auf Erörterungen über die militärischen Interessen Bel­giens einzulassen. Man erkennt noch nicht, ob damit auch die Frage der Scheldemündung abgetan ist. Jedenfalls aber ist das belgische Ansinnen in Be­zug auf Limburg erledigt. Ob die Alliierten einen Ausweg finden, um den Abbruch der Verhand­lungen zu vermeiden, mag dahingesteW bleiben.

Kabinettsbildung in Ungarn. __

Der bisherige Ministerpräsident Friedrich^hat ein neues Ministerium gebildet, in dem «r selbst den Vorsitz und das Ministerium d«S Innern übernimmt. Es ist aber kaum anzunehmen, daß seinem neuen Ministerium ein längeres Dasein be» schieden sein wird, al« den Kabinetten, di« sich ix Budapest seit dem Sturze Bela KunS gefolgt find. Auch das neue Ministerium ist «inseitig gebildet. Die bürgerlich«» Demokratrn und die Sozialdemo­kraten sind darin nicht vertreten. Di« Entrnt« wird auch diesem Kabinett die Anerkennung voraussicht­lich versagen.

Prewierrutnister Laut» Botha

wtb Amsterdam, 28. Aug. Ein hiesiges Presse­büro meldet auS Pretoria, daß der südaftikanische Premierminist«» Louis Botha gestorben ist.

Botha ist bekannt geworden als Oberbefehlshaber der Buren im Kriege gegen die Engländer, über die er anfangs große Erfolge errang. Nach der Beendi­gung des Burenkrieges hat er sich sehr rasch mit Eng­land ausgesöhnt, das In ihm als Ministerpräsidenten von Transvaal und nachher der Südafrikanischen Union einen treuen Anhänger hatte. Auch im Weltkrieg unterstützte er die Londoner Politik und bewältigte mll zehnfacher Ueberrnacht Südwestafrika. 1912 hatte er bereits ein Wehrpflichtgesetz durchgesetzt unter dem aus­drücklichen Hinweis, daß dieses nicht gegen die schwarze Gefahr, sondern gegen eine europäische Großmacht zu wirken bestimmt sei. In dem heftigen Kampf, den er als Berfechter der englischen Herrschaft gegen die Natio­nalisten zu fuhren hatte, zeigte er sich häufig nicht wäh- lerisch in den Mitteln. Sein Ansehen unter den Bu­ren war denn auch mehr und mehr gesunken.

RrichSkoxferexz der Betriebsräte.

In Halle tagte die Reichskonferenz. der Betriebs­räte Deutschlands, auf der nach demBerl. Lokalanz.- nur Teilnehmer gelitten wurden, die auf dem Boden der Diktatur des Proletariats stehen. Des­halb totes man ztoei Mehrheitssozialisten, die die 15er Kommission der Hamburger Werften vertraten, alsbald hinaus. ES touibe unter Ausschluß der Oeffenilichkeit verhandelt. Von den Rednern sprach sich Däumig» Berlin für die Ablehnung des Regterungsenttourss über die Betriebsräte auS. Nach dem Vorbilde des Berliner Rumpf > BollzugSrcrtes müsse mau sofort überall eigene Betriebsräte schaffen, um damit die Wirtschaft zu revolutionieren. Der Kommunist Körnig. Essen sprach sich für die Zertrümmerung der Getoeri- schatten auS, die durch das BetriebSrätesystem ersetzt toerden müßtet^ Wie ein roter Faden zog sich durch die Tagung die Klage, daß man leider dein deutschen Arbeiter keine revolutionäre Forsche mehr zutrauen könne.

Exd« des Streiks in Obrrschlesie«. .

Die ArbettSaufnahrn« hält an. Der General­streik gilt als erloschen.

Französische Schietzrreiex ans Schiffsbesatznxgrn.

Die Binnenschiffer und Flößer des Rheins erheben öffentlich Protest gegen dir zunehmende Schießerei der Krcrnzosem nach Schiffern und führen eine Reihe bon Fällen an. Im Juli a. I. wurde 'm Mannheimer Ver. Hindungskanal der Schiffer Valentin M e l i U i, Vater von vier Kindern, ohne Urfache erschossen. Im gleichen Monat wurde an der Spatzenbrücke der Matrose Ham­me r, als er an Bord ging, durch Schüsse schwer t*r» wundet. Am 27. Juli wurde in WvrmS der Mattos« Ernst Weiß vom Boot »RhenuS III" erschossen, und E: ereignete sich in Worms ein Vorfall, der besonders tlich erkennen ließ, daß das Schießen aus purem Mutwillen erfolgt. Ern schwarzer Franzose legte nach, einander auf sämtliche Schiffe an, di« sich im Anhang der BootesStachenhaus" undBuchloh" befanden. Aus das letzt« Schiff brückte er ab. ES war das Boot Balthasar II". Das Geschoß drang durch das Deck­haus und zersplitterte der Frau der Schiffers Brust auS Neckargemünd einem Oberarm. Bei feiner Ver- nehmung konnte der Franzofe nicht angeben, warum er geschossen hatte. Solche Vorgänge müssen die Schisfer- bevölkerung natürlich in Erregung versetzen. Die Leute bedanken sich dafür, den Franzosen als Zielscheibe zu dienen.

Explosioxr-UnglLck bei einer deutschen Kriegs- grfangrnen-Kompanir.