aer
n
W
«b
r
n nb
eit n«
♦ Seine Kohle zur Marmeladesabrikation. Wie aut zuverlässiger Quelle verlautet, hat der Reich-, kohlcnkommissat den Konservenfabrikanten erklärt, daß er ihnen für die Herstellung von Gemüsekonserven ein gewisse- Quantum von Sohlen zur Verfügung stellen könnte, für die Herstellung von Obst« aufstnch und Marmrlole sei e- dagegen völlig unmöglich, die nötigen Sohlenmengen beceitzustelle».
* Der spürst von Taldeck hat in der Frage der Abfindung für Domänen, Waldungen und Schlösser die gerichtliche Klage angel rengt. Auch der frühere Herzog Hari Eduard »an Koburg und Gotha reichte eine Klare auf Heiau-gabe feine- beschlagnahmten vermögen- ein.
* Sin italienische« Militärflugzeug abgestürzt. Anf dem Fluofelde A Peru bei Wien stürzte ein italienischer Flugzeug ah. Die Insassen, vier italie» Nische Militmper onen fini tot.
* Meuternd« en lische Soldaten. 200 englische So!da en jüngerer Jahrgänge, die vom Urlaub zurückkehrten und in Southampton eingeichifft werden sollten, meuterten, toeJ sie sich nicht nach Rußland tran-poriieren lassen wollten. Die Meuterer wurden entwaffnet.
* In den vereinigten Staaten wird ein Gesetz vor bereitet, da- die Einwanderung aus zwei Jahre verbietet.
Ter Leichenmüller al- Arbeitgeber.
Der Vorsitzende de- unabhängig-kommunistischen Dollzug-rat- in Berlin, Richard Müller, genannt „Leichenmüller", weil nur über seine Leiche der Weg zur Nationalversammlung gehen sollte, verlangt al« unentwegter Verfechter de» Räteshstem», daß a Ile Macht den Arbeiter» er tretnnaen anvertraut werden soll. „Sanz reckt", dachten Bit Angestellten de» vovzng-ratr der Unabhängigen, „fangen wir damit im eigenen Hanse an." Sie begeben sich also zn HerrnR ichard Müller, um ihr M i t b e st i m « u n g»« recht beim vollzng-rat zu fordern. Der gewaltige Rätemaun entdeckte da aber plötzlich eine zweite Seele in seiner Brust und herrschte die Fordernden gewaltig an. Der .Vorwär berichtet borüb*r:
Mit außerordentlicher Schärfe wandte sich Richard Mi'ller gegen die Sortierungen her Äncje« stellten. In schneidender Ironie waren seine Ansfiih. rungen betreffs des Mitbestimmungsrechte- der Ange« stellten in Personalangelegenheiten gekleidet. Er führte unter anderem cu8; „Ich muß offen zuzebcn, die Sorbe runden der Angestellten berühren eigentümlich. Die legem Zeugnis von wahrhaft rührender Bescheidenheit ab. Betreffs des Mitbestimmungsrechtes der Angestellten erkläre ich, e 8 fällt mir nicht ein, mir etwa Vorschriften machen zu lassen, welche Dame ich zum Beispiel als Stenotypistin neben mir haben will. Das bestimmt nicht der Angestellten. auSschuß, sondern letzten Endes f ch." Darauf ter Obmdim der Angestellten: »Ich mutz eS mir bet« sagen, an dieser Stelle die Antwort darauf zu geben, welche ein Unternehmer bekommen würde, wenn er dem Mitbestimmung-recht der Angestellten eine der» artige Auslegung geben würde.*
Da haben wir wieder ein Musterbeispiel dafür, daß sich bei den Unabhängigen die hohen Worte mit den Taten nicht decken. Wo ste die „Herren Im Hause" sind, donnern sie ihre Angestellten und Arbeiter an, wenn diese nach dem Programm der Unabhängigen hawdeln wollen, das ihnen in Dolksreden immer wie. der vorgekaut worden ist. Wehe aber, wenn andere Ihre Rechte geltend machen wollen. Ja, Dauer, da» ist was andere»!
, — Preismonatt. I AR SultaerBettung. | ‘tV.JUIJiy.
Vevffcher Reich.
• München, 25. Ang. Reich-Präsident Ebert und Reich-wehrminister No-ke trafen zum Besuch der bayerischen Regierung in München em. Dor. mittag« sand die Uebergabe de« bayerischen Militär- Kontingent- und damit der bisherigen bayerischen Militärhoheit an da« Reich statt. Reich-wehr» minister Ro«ke hielt eine An Prache, in dererdarauf hinwie-, daß die bayerische Armee eine ruhmreiche militärische Vergangenheit besitze. Tr werbe dafür Sorge getragen werden, daß die land-mannschaftltche Würde Bay«'»« auch in bet Reich-Wehr voll gewahrt bleibe. Lande-kommandant von Bayern, General Burckbarvt führte au«, daß die bayerische Armee da» Gelöbnis ablege, wie di-her treu ihre Wichte» zu erfüllen. Zum äußeren Zeichen tie« Uebergange« der bayerischen Heeresverwaltung und der bayeri chen Reich-wedrwrmation an da» Reich wurde um 11 Uhr in der MaiSfeldkaserne eine Parade abgehalten. Beim Mi tageffen trank Reichspräsident Edett auf da« Wohl Bayern?. Er führte cm», daß er selbst Süddeutscher sei und e« al» seine vornehmste Aufgabe detrach'e, die süddeutsche Eigenart, soweit e» nur immer die Reich-Veifaffung zu- laffe, zu wahren und zu fördern. Ec gedockte der schweren Bedröngniffe der Bö ter in diesem Augenblick und schloß mit dem Wunsche, daß die Pfalz für immer ein unlöslicher Bestandteil Bayern- bleibe.
beiter haben unter de» cm sich sympathischen System de» Zeitlöhne» neoen dem Recht auf Lohnforderung die ernste Pflicht voller Arbeitrieistung bergefien. Und Vie, die noch gewissenhaft wie sonst sich der Arbeit widmen, vermögen tite Situation nicht zu retten. So beschämend et ist, ein sehr erheblicher 3: eil der Eisen, bahnarbeiter bedarf eine» Zwang-mittel» zur Er» füUung der Arveit-pflickt, die jeder dem Staate schuldig ist Da» Milliardendefiztt der Etsenbahnen, da» au» den Taschen de» Loike» ou»geglichen werden muß, darf nicht mehr größer weiden. 6» muß abgebaut werden, koste es, toa» e» wolle. "
Dieses Zwangsmittel fleht der „55crtB8rts' in der Einführung de» Akkordfyltem«, der Entlohnung nicht nach Zeit, sondern nach der wirklichen Arbeitsleistung. Das ist in der Tat ein Weg, vielleicht der einzige, um aus der stroduktionskrise herauszukommen. Rur ist es interessant, dost der „Donvärts" jetzt bas Heil in der Rückkehr zur Akkordarbeit sieht, die er früher als Ausbeutung an den Pranger gestellt hat. Aber selbst die bolschewfftische Regierung Rußland» hat zu diesem Mittel greifen müssen, um die Ardeits- und Produktionslust zu heben.
Gine englische Warnung.
Der Verband der engsischen Gewerkschaften hat seinen Diertelsahrsbericht herausgegeben, der u. a. folgende ernsthafte Warnung enthält:
Die Zeit zwischen November dieses Lahres und Mal nächsten Jahres wird schicksalsschwer werden, wenn nicht gesunde Derhältnisse zurückkehren und die Produktion vermehrt wird. Di« Arbeiter sind zu Streiks verhetzt worden. Einige Streiks haben deutlich politkschen Charakter getragen. Politische Streiks müssen aber mißglücken oder zur Revolution führen. Die Wirkung aller Streiks ist nur die Verminderung der Produktion und die Steigerung der Preise. In anbetracht des ernsten Mangels an allen Bebarfeartitetn ist es dringend notwendig, daß die Mitglieder der Gewerkschaften nicht vergeffen, daß die Konkurrenz zwischen den Völkern wieder begonnen hat, daß Lebensmittel und Materialien von anderen Ländern hierher gebracht werden und daß sie mit Waren und nicht mit Papier bezahlt werden muffen.
Hoover prophezeN bett Zusammenbruch Mitteleuropas.
Der amerikanische Lebensmitteldiktator Hoover ist nach Paris zurückgekehrt und hat sich entsetzt über seine Eindrücke in Mitteleuropa und besonder» in Schlesien und Budapest geäußert. Mitteleuropa sei auf dem Weg« zum völligen wirtschaftlichen Zusammenbruch, so erttärte er. Er prophezeit den Ruin unseres Kontinents, wenn nicht die Produktionskräfte vermehrt werden. Der Feind, der bekämpft werden muffe, sei zunächst der Geist des Bolschewismus und der Geist, der da» Wirtschaftsleben umorganisieren will. Wir können, so erklärt Hoo- Der, Mitteleuropa nicht zugrutcke gehen lasten. Denn in den Abgrund, der dadurch entsteht, würden wir selbst stürzen._______________ ____________________
Eil-Güterzug auf einen das dem D-Zuggleise bensch' barte Fahrgleise sperrenden Zugteil ausiuhr. Diese, Zusammenstoß gefährdete und beschädigte stark den vorüberfahrenden D-Zug. Die Fenster tier fünf letzter» D-Zug-Wagen wurden zertrümmert, die Wagen selbst teilweise aufgeristen. Auf der Station Gelnhausen meldeten sich im D-Zuge 20, meist an den Augen und oberen Körperteilen Verletzte, darunter ein Schwerverletzter, die in den beschädigten Wagen gesessen hatten und nun blutüberströmt um Hilft bäten. Ein Arzt aus Freyburg und zwei Schwestern, die zufällig im D-Zug anwesend waren, leisteten dir erste Hilfe und verbanden in mehrstündiger Arbeit die Passagiere. Der Schwervetletzte mußte in Fulda ausgeladen werden.
(h) Frankfurt a. M. In Homburg wurde der 32jät)rige erwerbslose Karl Krau se au« Fttedber, bei einem Einbruch überrascht und verhaftet. Bei Kraue, der in Frankfurt eine wöchentliche Armenunter st ützung von 62 Mark bezieht, fand man zahlreiche Einbreckerwerkzeuqe vor.
# Frankfurt a. M. An der Universttat Frankfurt beginnt da« normale Wintersemester statt am 16. Oktober schon am 25 September und endigt am 31. Januar. Im Bedarftfall wird Frühjahr«znrischensemester daran ar.zeschlos- sen weiden. Der tatsächliche Bwinn der Vorlesungen ist für den 6. Oktober in Au-sicht genommen.
(b) Höchst a. M. Bei einem Einbruch in bi( katho lische St. Ju ftinian kirche fielen den Dieben für etwa 2000 Mark Lemengewänder in di« Hönde. In der evangelischen Kirche plünderte« Diebe die Opferstöcke au«.
△ Limburg. Am Samstag verschied dahier Herr Johann Paul Grandplä, Mitinhaber der altbe- rühmten Kolonialhandlung Peter Paul Cahensly. Der Verstorbene, ein Reffe des bekannten Katholikcnsührer, Cahensly und selbst ein eifriger Vorkämpfer der kattz. Sache, hat nur ein Alter von 55 Jahren erreicht.
I »et«*twettlt4 fit »en wtattiexeBeit teil: Sari Schütte, « BUncIaa OetAieft 1Q<Q I Brrlaa >«* g*l>aer ectiexlredereim toltia.
| für »i« «»geig«»: J.Parzeller, Fxl»«.— Rolattantdinü | VltnSlUq Xv« EllIljU!» «“«”♦ | z iy Mk __ z«rnfpr. Ar. ü. tei«,r.-«dreffe: ,
Kurland.
* Vermögen-abgabe in Holland. Der niederländische Finanzminister reichte einen Gesetzentwurf ein über die Vermögen-znwachrsteuer. Von dem vermögen-zuwach» feit 1916 wird eine einmalige Abgabe von 30 Prozent erhoben werden; autge- nommen sind Vermögen unter 50000 Gulden.
Heimkehr der Gefangenen?
«Eschen Büro zufolge wird vom Stab der «hxin über die Rückführung der in E n g ■ befindlichen deutschen Kriegsgefangenen ge- R> Mitteilungen de» englischen Armeeoberkomman- ’gm deutschen Generalstabroffizier im Brückenkopf die Rückführung der deutschen, in englischer kindlichen Kriegsgefangenen voraussichtlich um August beginnen. Die Abnahmekomrnis- «in.veuß würde etwa allezweiTageein Bahn- Mn 2000 Kriegsgefangenen anlaufen, «"»«lbsichtigi' die Züge von Hornburg aus abwechselnd "«mchoangrlagern Gießen und Meschede zuzuleiten.
es sich nur nicht wieder um ein Mißverstand.
Bisher haben sich alle derartigen Ankündi- •” mcht bestätigt. Es ist noch nichts davon ge- worden, daß der Oberste Rat in Paris feinen nti gegen die Heimsendung der Kriegsgefan- ^gegeben habe. .
Brilitärk-mmiffion in Oberfchlesten.
®ie interalliierte Militärkommission ist am Sonn- Breslau ringetrvffen, wo gestern mit den Vertretern -ine Besprechung erfolgte. Der und Staatskommissar foersing entwars ein Bild ten politischen Verhältnissen in Oberschlesien und den inneren Zusammenhang der spartakistischen nationalpolnischen Bewegung nach. Generalstabs. Hesterberg erörterte die militärische Lage und be- die Mitwirkung reguläre- polnischer Truppen an tandsbewegung. Der Kommissar der Militär» ,)orning stellte Material zur Dersügung, aus dik'umsasiende Vorbereitung des Aufstandes durch e Solen klar hervorgeht. Die Ausführungen der be- glichen Stellen wurden durch alle weiteren Redner t aderlchlesischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerschaft , einzelnen bestätigt. Die Kommission begibt sich jensiag früh zunächst nach Gleiwitz.
Zu einer durch die Blatter gegangenen Meldung, «eine Besetzung Oberschles'ens durch die utente früher als ursprünglich vorgesehen in Be- uht gezogen werde, erfährt die „Deutsche Allgemeine tihmg, daß von einer derartig vorzeitigen Besetzung ich! die Rede sein kann Man sei mit deutschem Wär Herr tier Lage geworden, die sich beruhigt hat.
Der Streik nm kümlschon.
Sie das Preffebüro Radio aus Washington mel- ch nahm tier Senatsausschuß für auswärtige Singe« Mheiten die vom Senator Lotige vorgescklagene Ab» übenmg des Friedensvertrages an, derzufolge China Btt Japan den Hafen von S ch a n t u n g übernimmt.
Der Hafen von Schantung, d. I. K i a u t f ch o u, ist nrtb den Friedensvertrag Japan zugesprochen. Diese ltstimmung hat bekanntlich die Weigerung Chinas, m Vertrag zu unterzeichnen, veranlaßt. Sie stößt «ch in den Vereinigten Staaten auf großen Witier« •nb. Das Verlangen des Ausschusses» den Dertrag k Sinne der chinesischen Forderung abzuändern, schafft i: Wilson eine recht unbequeme Lage. Denn, wenn v Senat sich diesem Verlangen anschließt, ist die Ra- syierung des Vertrages durch die Vereinigten Staa» • in Frage gestellt. Denn die geforderte Abänderung t erst auf Grund nochmaliger Verhandlungen mit mb anderen Vertragsparteien durchzuführen, — ein «fatpen, dem Wilson den entschiedensten Widerstand Menpesetzt hat. Er soll angeblich, falls tier Ser« "icht unverändert ratifiziert wird, mit seinem Rück» ii gedroht haben.
M eiee E»tschLdiz«»g für He „S»ftt«»U".
^'caܰ Tribüne verlangt Amerika Haupt- Auch al« Entschädigung für die Torpedierung bet “i’tsnta" bie kleine Insel Dap, die zu den »ttlmeninieln gehört, um dort eine Marinestation “ «’snber» eine Funkenstation zu errichten. ^-roß«r Schlag gegen Räte-Rußland, koie ein schwedisches Blatt aus zuverlässiger Quelle .0°ben will, soll der englische Kriegsminister urchtll in einer Sitzung des Pariser Rates mit» haben, daß England einen tödlichen 2.^8 gegen die ruf fische Revolution :./i°chdem England eine große Menge Kriegs- aller Art an die Grenze Sowjetrußlands ge» oef eV'°?e &er allgemeine Vormarsch auf bu2°LU,°e?’nnen' an dem sich die Truppen anderer »„Egen wurden. Der Vormarfch werde .Mi seinen Anfang nehmen. Churchill be» , oafj Petersburg noch im September und
®t0en Weihnachten fallen würden. Ruß« we tiann unter militärischer Diktatur regiert ©er« Sie ROrm,aIe Derhältnisse zurückgekehrt seien.
-Hamb. Rachr." melden aus Kopenhagen: Aus rc , w.’ril über Anzeichen für bevorstehende Ereignisse berichtet. Täglich treffen an der i»» ®_Ien6fi^e Trupvendampfer mit Freiwil«
»l Ellrmaterial ein. Die ankommenden »tfy- ,e unter dem Befehl des Generals Ramin- Sehen sofort zur Front ab.
Kur dem Aachbargebiet.
(?) Dipperz. In der letzten Zeit wurde zweimal bei Kaufmann Karl Blum dahier einqebrochen. Tie Diebe entwendeten SBarex, ein Kleidungtstück und Sck>üfseln und einen Geldbetrag.
(?) Hilders. Schwere Strafen verhängte das Hilderser Amtsgericht über zur Anzeige gebrachte Wucherer aus dem Dorfe Dietges. Ehefrau 2. W. geb. G. verkaufte 7 Pfund Butter für 140 M. Dwür erhiell sie 200 «AL Geldstrafe und eine Woche Gefängnis, ferner wurde das Wuchergeld — 113 J*. — eingezogen. G. W. versuchte 120 Pfund Fleisch nach Frankfurt zu schaffen. Dafür erhielt er 300 JA. Geldstrafe und 3 Tage Gefängnis. Die Schwester des G. SB., P. erhielt wegen Beihilfe 100 JA. Geldstrafe und 1 Tag Gefängnis. Das sind gewiß hohe Strafen. Aber jeder christlich denkende Mensch muß sagen: „So ist es recht." Wenn das christliche Gewiffen und die Furcht vor der göttlichen Strafe die Menschen nicht mchr von den himmelschreienden Sünden abhalten kann, dann muß eben das irdische Gericht einschreitcn. Schade, daß die großen Wucherer licht auch besser gefaßt werden. Würden zuerst die großen Spitzbuben gehängt, verschwänden die Heinen von selbst.
]:f Hilder». „Neue» Leben erblüht au» den Ruinen", ju welchem infolge de» unglückseligen Weltkriege» mit all feinen Hemmnissen auch unser blühender Rhön, klubzweigverein herabgesunken war. In der Hauptversammlung am Sonntagabend füllten den gt. sckästlichen Teil die DorbereitungSarbeiten für die am 20., 21. und 22. Sept. d. I. dahier abzuhaltende H an p t verf amm l u n g ldes @e f ati?t r 5 ö n- Hub» aus. Weil die rührigen neuen Vorstandsmitglieder im Einvernehmen mit dem zuständigen Gau- Vertreter alle» gut vorbereitet hatten,°war e8 für famtliche Anwesenden ein Leichte», den getroffenen Ent- sckließungen zuzustimmen. E» herrschte eine volle Einmütigkeit und rege Begeisterrmg unter bett Teilnehmern. Ein dreigliedriger WohnungSaussckmß wurde geknldet, der sofort in Tätigkeit trat, geftübt auf die von den Mitgliedern bereitwilligst zur Verfügung ge- stellten Privatnachtlager. Tie an der Hauptversammlung unbedingt teilnehmenden Mitglieder be» Haupt- dorstantir» und sämtlicke Abgeordneten der einzelnen Zweigvereine wollen sich umgehend jur Beschaffung einer guten Unterkunftsgelegenheit an Herrn Lehrer Hillenbrand wenden. Die Vortragsfolge für die einzelnen Veranfialtungem wird nach Vereinbarung mit dem .Hauptvorstande rechtzeitig veröffentlicht werden. Während be» gemütlichen Teile», an dem auch die verehrten Klubschpvestern sich beteiligten, erfreute unser neue» Mitglied, Herr Pfarrer Ludwig Nütilimg, Kleinsaflen, bet gefeierte Dichter und Volksschriftsteller, die Anwesenden mit Nezitationen au» seinen reichhal. tigen dichterischen Schöpfungen. Alle Zuhörer hingen mit wahrer Andacht, gespannter Aufmerksamkeit und sichtlicher Begeisterung cm den Sippen be» sprachgewandten Rezitators. Ein vorzüglich geschultes Streich» qutntett unter Leitung unsere- sehr verehrten und musikalisch gebildeten Herrn Bürgermeistier» Oskar Seifert wartete un» mit herrlicken, meist klassischen Darbietungen auf, sodaß auch da» verwöhnteste Ohr auf seine volle Rechnung kam Sehnliche Beranstaltun. gen mögen sich, den Versprechungen gemäß, baldigst wiederholen.
(§) Neuhof. Nachdem im Laufe deS Sonntag schon Ab chiedtfeieru be» Kirckenvorstande«, der Ge- meinbevertretungundde«Jungfrauenverein«zu Ehren de« von uxl scheidenden Herrn Dechanten Vermont stattgefundeu hatten, war abend« Familien abend und zugleich die Ab'chied«fetet im Männer» und Arbeiterverein, tiefte« Ehrenpräse« der Herr Dechant war. Der flrofee Hornung'sche Saal bat noch nie eine solche Menschenmenge gefaßt wie bei dieser Feier. Herr Kaplan Henkel bat e» verstanden, unter Mitwirkung be« H"rn Hauptlebrerß Brötz tier Feier entsprechende Darbietungen aufzuführen. Die Menge der Anwesenden war entzückt über diese lebenden Bilder, besonder« auch über den schön-n mehrstimmigen Kinbergesang in den Zwischenpausen und über da« Ab>cki«d-lied. Der Hcrr Dechant dankte am Schlüsse für die Darbietun reu unb nahm Vb- ichieb von den Anwesenden, um in feine neue Plarrei Steinbach im Kreise Hünfeld üderzusiedeln, wo ihm bet liebe Gott all da» Gute, dal er hier erstrebt bat, belohnen mai. — Zum Pfarrverweser in Neuhof ist Pastor Heinrich Dicke, bi«her i» Dermbach (Sbönx, bestellt worden.
△ Langenselbold. Der D-Zug Frankfurt-Berlln, der fahrplanmäßig Frankfurt um 9.55 Uhr oben'« verlassen soll, passierte am Sonntag abenu mit einftünbigir Verspätung die Station Langenfelbo'd, als ge^de ein
Keine Notenabstempelung.
Eingehende» Beratungen, welche die w‘t Vertreter« aller Be-ufe über tote 9,°en die Kapitalflucht geflogen bat, ^ilduna .E""che 3ifl " crfährr, nunmehr flbseti„„""kr kleinen Kommission beabsichtigt laiN«!?9 ^eT Iveiteren Vorschläge, die 1 fiiih m,e ^UT Verhinderung der Kapitalflucht ^'et e ‘ Vertreter oer Reich«regierung sind tote» JP^Ofion die maßgebenden Bankfachleute -i«aa .”/* dieser Naii, geht hervor, daß die «l'n i.js "bficht der Notenabstempelung hat ML "Jelt.
5er ^{Sün^ ^en Eisenbahnwerkslälle«.
\rtiT^rts“ beschäftigt sich abermals in einem pa sch der Kohlenknsis und stellt von
H*»«n*0 e® sich dabei in erster Linie um eine
Pch Qm-.1 r f e handele. Kohlen lägen zurzeit *nof;r ^".^ben, aber es fehle an den nötigen » Lokom « Waggons. um sie abzuiransportieren, habe feine Ursache in der völlig n»,.,f, . beit, die gegenwärtig in den Eisen- t hatten grleistet werde. Der „Dor-
M^»endi„.''*"^h"ker'stätten wirb nicht mehr mit 'it bet Kn Ernst gearbeitet. Und die Ursache wtanael an flibeiteiuft Diele Ar
5tadtv«r»rtinet«n-versammlung.
(i) Fulda, 26. August ISIS.
An bet gestrigen Sitzung, die umtet dem Vorsitz be» StadtvcrodnetenvorsteherS Justizrat Rang stattfand, nahmen 31 Mitglieder teil. Vom Magistrat waren anwesend: Obcrbürgermeiftcr Dr. Antoni, 2. Beigeordneter Fritz, Stadtrat Müller.
Errichtung von Wohnbaracken und Bewilligung bei Softru. Eine MagistratSvorlage schlägt auf Grund einer Anregung deS Wohlfahrtsamtes vor, eine Wohnbaracke mit 4 Wohnungen zu errichten. Die Baracke soll auf dem städtischen Grundstück in der Frankfurterstraße gegenüber der Filzfabrik aufgestellt werden. Das Wohlfahrtsamt seinerseits hat die Errichtung von 5 solcher Baracken in Anregung gebracht. Für iHe eine, zunächst zu errichtende Baracke sollen Kosten zum Noch, wci» bis zu 50 000 Ml. bewilligt werden. Stv. Prof. Dr. Thielemann wie» darauf hin, daß di« Schaffung von Wohnungen zunächst Dache deS privaten Unternehmertums sei, freilich im Falle dringender Wohnungsnot die Kommune eingreifen müsse. Zurzeit sind in Fulda noch 196 Wohnungen erforderlich, um all« WohnU.igSgesirche zu befriedigen. !fyn einzelnen fthle» 85 Zweizimmerwohnungen, 86 Dreizimmerwohnungen. 18 Vierzimmer Wohnungen, 6 Fünfzimmerwohnungen.. Um noch bestehende technisch« unb finanzielle Bedenke» gegenüber tier Herrichtung der Baracken zu zerstreue«, sei eine KommissicmSberatung wünschenswert. Mehrere Stadtverordneten fragten, ob das WohnungSbe- dürfni» in Fulda nicht teilweise auf den Z u z u g v o n G a l I z i e rn zurückzuführen sei, deren hiesiger Aufenthalt der Stadt nicht zum Vorteil gereiche. Gegen die Baracken wurde geltend ^enTacht, daß sie ohne genügende Heizmöglichkeit geiundheitsschädliche Unterkünfte darstcllten. Oberbürgermeister Tr. Antoni: BefondereS Heizmaterial werde für die Baracken nicht zur Verfügung gestellt werden können. Der Brennstoffmangel dauert fort.
Die Kohlennot wird immer schlimmer. In der Hauptsache ft für den kommenden Winter nur mit Holzheizunc zu rechnen, eine Tatsache, die von bet Bevölkerung nicht ernst genug genommen werden kann. Zu einer v ö l l i> gen Sten er un g bet Wohnungsnot werden wir wohl vor Jahresfrist nicht kommen. Die Wohnungsnot wird auch beeinflußt durch die große H e i r a t S l u st, gegen die man natürlich cm sich nichts sagen kann. Tie Baracken sind als besonders schnell wirkendes Abhilfemittel gegen beit Wohnungömang-l gedacht worden; sie würden nach einiger Zeit fast völlig wertlos werden. Ob deshalb nicht heftet Fachwerk- bauten von bleibendem Werte geschaffen werden sollten statt Baracken, wäre zweckmäßweriveise in bet Bau» koinmission zu erörtern. Die Statiwerordneten Frl. Grippentrog und Krönung klagten, daß i» einzelnen Fällen Vie Erfassung tier großen Wohnungen nicht energisch genug und nicht unparteiisch erfolgt sei, bei den Besickticnmgen auch nicht systematisch vorgegan. gen würde. Nachdem Stadtv. Dr. T h i e l e m a nn noch betont hatte, daß e» ein Werk christlicher Barrnhe rzigkett sei, wohnung-losen Mitbürger» zu Hilfe zu kommen unb Wohnungen mit ihnen zu teilen, wurde die Vorlage an die Baukonmnsfion ver- wiesen.
Herrichtung bet Warenverkauf-Halle an bet Rhaha- nnöstratze zu Wohnungen und Bewilligung bet Kosten. Mit einer Aufwendung von 12 700 Mk., wovon 8444 Mark die Stadt tragen muß, sollen zwei Dreizimmerwohnungen geschaffen 1 vertiert. Tic technischen Maßnahmen sollen derart sein, daß zulängliche Wohngelc- genhciten entstehen. Der Antrag wurde angenommen.
Bcwillignng be» Zuschusses zu den Ncbert«nerungS- kosten für ein Hans an bet Mabcrzellersttasre. Dei nack hier versetzte GendarmeriewnchUneister Sprenger bat, tic er keine Woh- nng erhalten konnte, mit tiem Bau eines Wohnhauses begonnen. Das Wohnhaus kommt an die Maberzeverstraßc zu stehen auf ein Grundstück, das Herr Sprenger von der Stadt in Erbpacht erhalten hat. Es werden zwei Vierzimmerwoh- nungen und eine Stallung gewonnen werden. Gemäß der Magistratsvorlage wurde zn den Itc6crtcuentng5= kosten die Summe von 9040 Mk. bewilligt für den Fall, daß Staat und Reich die entsprechenden Zuschüsse leisten.
RenntnfSgnDe van Schenkungen «n Gunsten dec Kinderkrippe. Schenkungen hoben in Hohe von je 5000 Mark gemacht Herr Dr. Theodor Engelhardt in Mülheim a. d. Ruhr und Fran Tirckior Tr.^G u n kel in Fnlda. Die Zinsen der Beträge sollen sährlich der Leiterin bet Kimdergrippe de- Chriflinenhcims zu« B rfügung stehen. Der Magistrat hat, die Sckeukunge» mit ^avk a 'genommen, wovon die Versammlung Kenntiär nahm.
Beschickung be» Qvatkasscnverbanbstaac». An tier Tag ing, die in diesem Jab-e in Arolsen statlfintic-, soll im Auftrag tie* Magistrats Herr Sparkassen-Ren» baut liebel tciinehm^u. Li« Sratitverordyetenpex-