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pwttfleber und Arbeitnehmer wurde in vielen Fra- p> llkbrreinstimmung erzielt. Insbesondere wurde Mossen, die Regierung zu bitten, auf eine Inter- Klonale Regelung der Frage hinzuwirken. "" verbleibende Unterschied zwischen den Ansichten im Wesentlichen darin, daß die Arbeitnehmer
Die Arbeitszeit im Bergbau.
Der Ausschuß zur Prüfung der Arbeitszeit imLergbav, der in Essen tagte, beendete am Samslog N 18 Sitzungen seine Beratungen. Dank den Ser- Mmngrbemühungen der wissenschaftlichen Mitglieder W durch manches Entgegenkommen von feiten der
In unserem Staatslcben geht es anscheinend immer weiter nach links. Tie radikalsten Parteien ge« toinnon zusehends an Anhängern. ES ist das gleiche Bild, das auch frühere Revolutionen geboten haben. Jede Revolution bat ein immer weiteres Ratsche» nach
Mer ist schuld an der Kohlennot?
Der „Vorwärts" erklärt in einem Artikel, daß die Menkrife in Wahrheit eine Transportkrise r $e würden z. Zt. in allen Kohlengebieten trotz r »ark gesunkenen Arbeitsleistung noch immer ,dr Kohlen gefördert, als abtransportiert werden Die Bergleute sähen auf den Schächten die Kencorröte immer höher anwachsen und nähmen K den Appell zur Arbeit mit Achselzucken auf.
müsse dafür gesorgt werden, daß mehr Verkehrs- — Lokomotiven und Eisenbahnwagen — be- gestellt werden, dann könne der Ruf an die Berg- Le erst wirksam fein.
Diese Darstellung des „Vorwärts" bezeichnet das ItaL Tagebl." nach feinen Informationen als teil« zutreffend. Auch ihm ist aus den Streifen der Lr-werksbefitzer gesagt worden, der erste Grund des Mmmangels sei das Fehlen der Lokomo- ggen zum Abtransport. Die Zahl der vorhandenen kkomotioen wäre ausreichend, ober fast alle sind re- «aturbchürstig, und in den Reparaturwerkstätten Lh nur noch ein ganz geringer Teil der früheren yitl geleistet. Die Wiederherstellung der unbrauch- j^geworbenen Lokomotiven müßte die dringlichste tigabe sein. Die Tatsache, daß die Arbeiter dieser ßeckstätten nicht zu Halbwegs genügender Arbeits- flhmg zu bringen sind, fei eine wesentliche, wenn Wh nicht die einzige Ursache der gegenwärtigen Lage.
■utfd)lonbi, schreibt in Nr.
33 vom 16. August folaendes:
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1 Zu der Verschärfung der Kohlennot haben nicht pß die streikenden Bergleute beigetragen, son- |nn auch die vielfach versagenden Eisenbahner. D wird schon richtig fein, daß die Eisenbahnverwal- ?tog nicht genug Wagen stellen kann. Das rollende ziehende Material, durch die Ablieferungen an die ijtinie ohnehin geschwächt, bleibt durch die lange bau- gnben Reparaturen weiter vermindert und die Sus- ichung sinkt durch die Lässigkeit im Betriebe Im Ser- Ach zu dem früheren Umschlag. Bedenklich aber ist 6, wenn der „Vorwärts" die Bergleute darauf Hin- Mist, daß riesige Kohlenmengen in den Halden lägen, ätaraus können die Streikhetzer die Nutzanwendung Mm: „Ihr Bergleute braucht euch nicht anzustren- p>, ms ihr fördert, liegt ja nutzlos da."
Demi man der Sache auf den Grund geht, so Mt die Schuld auf beiden Seiten. Die ßergleute haben bei ihren häufigen Streiks und bei eingerer Ergiebigkeit ihrer Schichten weniger geformt und die Eisenbahner haben weniger abgefahren,
links zum Radikalismus im Gefolge. Schließlich kam dann ein Diktator und schaffte wieder Ordnung.
Anscheinend soll e§ jetzt ebenso gehen. Auch jetzt werden weite Volkskreise von Tag zu Tag radikaler. Die Mafien fühlen sich enttäuscht. Man hat ihnen früher von der Revolution und der neuen Ordnung so. viel Schönes versprochen, daß sie jetzt schwer enttäuscht sind. ES kann ja nicht ander» sein. Tie Führer, die di« Revolution vorbereiteten und machten, konnten den breiten Volksmafien trotz besten Willens kein Paradies schaffen. Wie gewöhnlich glauben die enttäuschten Massen aber auch jetzt nicht, daß di« Durchführung ihrer Wünsche unmöglich ist. Sie nehmen vielmehr an, ihre Führer wollen nicht, ihnen genüge die Herrschaft, und nun sie zum Herrschen gekommen feien, kümmere sie ta5 Wohl der breiten Volksmafien nicht mehr.
Ein grenzenloser Haß hat sich dieser Mafien gegen die früher so vergötterten Führer bemächtigt. Di« Wut der radikalen Sozialdemokraten gegen Ebert, Scheidemann, NoSke kennt wirklich keine Grenzen. Häufig hört man von ihnen schon den Ausspruch: „Tie früheren Gewalthaber waren doch noch bester als die jetzigen." Mehrfach hört man schon, daß so ein radikaler Genosse sich zu dem Ausspruch verstieg: „Da war „Wilhelm" doch noch besser!"
Die Führer der MehrheitSsozialdemokrafse Bietern nun alles auf, um den weiteren Linksabmarsch zu verhüten. Sie wiffen, kommt e» zu einer weiteren Radi, kalisierung. zu einer neuen Revolution, zu ständigen neuen Unruhen, so kommt die Zeit der Reaktion. ES wird dann mal wieder die Zeit kommen, wo e’n Diktator von recht» Ordnung schafft und von breiten Volks» masten deswegen jubelnd begrüßt wird.
ES ist ehr interessanter Kampf, der augenblicklich in der Sozialdemokratie geführt wird. Leider ist er nicht nur interestant, sondern auch sehr ernst. E» geht bei ihm um da» Schicksal Deutschlands. Wir haben kein Interesse an dem Siege der Radikalen von link». Unter ihrer Herrschaft könnten wir un? nicht wohl fühlen, ebensowenig aber unter der Herrschaft der ihr folgenden Reaktion von rechts. Deswegen müssen wir wünschen, daß, abweichend von früheren Revolufionen, diesmal dem weiteren Linksabmarsch rechtzeitig gesteuert wird.
Friedrich Naumann f.
Der Abg. Friedrich Naumann, der Vorsitzende der demokratischen Partei, ist am gestrigen Sonntag in Travemünde, wo er eben zur Erholung eingetroffe« war, einem Schlaganfall erlegen.
Ein geistvoller Monn mit einer Fülle eigener -zoll- tischer Gedanken, voll des idealsten Schwun > und des bergeversetzenden Glaubens, ein Mensch voll Temperament und Willenskraft, ein hervorragender Schriftsteller und glänzender Redner Ist mit Friedrich Naumann dahingegangen. Bon Haus aus war er evangelischer Theologe (u. a. war er Vereinsgeistlicher für innere Mission in Frankfurt a. Dl.), trat dann mit Schriften zur sozialen Frage hervor begann so die spätere national"' sche Partei um sich zu sammeln, und widmete sich von Ende der 90er Jahre an ausschließlich der politischen Arbeit. (Er begründete die „Hilfe", die nationalfozialistifche Wochenschrift, die auch fortbeftanb, nachdem der natienalfoziale Verein sich mit den übri-
brtnä lterauW lotts.Z EinirM hau,^S
Die Lage in Oberschlesien.
Die Rübe ist überall bergeitellt worden Da» Militär ist Herr der Soge. Verschiedene polnische Uebersölle wurden zurückgeschlagen. Die oberschlesiichrn Grenzzeitungen veröffentlichen lange Listen der fort« gefühlten Bewohner. Wo sind diese Beu*«, deren Angehörige in Todesangst säiweben? ES ist unter allen Umständen darauf zu bringen, daß die Fort» geführten sofort an ihren Wohnort zurückzubringen sind. Die Eiregung in der Bevölkerung ist groß — Zur Streik läge ist mitzuieilen: Im Rybniker Revier sind die Belegschaften voll angefabren, im Bieffet Revier sind 15 bis 20 Prozent, im Zenrial- ubier zwilchen 30 bi» 50 Prozent der Beleaschaft. Insgesamt arbeiten in Oberschlesien 60 bi» 70 Prozent der Belegschaft wieder.
Reuter meldet: Der Oberste Rat entschied, daß die deutsche Regierung berechtigt ist, die Ordnung in Oberschlesien aufrecht zu erhalten. Polnische Truppen dürfen nur nach Oberschlesien kommen, wenn Deutschland darum ersucht.
Die Abstimmung in Schleswig.
Die deut chen politischen Parteien in Schleswig fordern alle in Deutschland wohnenden, in Schletwig Geborenen auf, an der Abstimmung für ober gegen Dänemark zugunsten Deutschlands teilzunehmen. Kein stimmberechtigter Schleswiger darf fehlen. Auf die Auskunfts-Stellen de» Deutschen Ausschüsse» in FlenSburg, Norderhofenden 20, und in Berlin C 2, Burgstraße 30, wird besonder» hingewiesen. Jetern, der sich rechtzertig meldet, ist freie Reise znge- sichert. Daß die Behörden den Beamten und die Arbeitgeber den Arbetrern len zu den Reisen erfor- versichert Urlaub bewilligen weiden, wird al» selbstverständlich angenommen. ES wiid eine Ehren ache für die Arbeitgeber fein, ten Arbeitnehmern für die Zeit dieser Reise den Lohn unverkürzt zu bezahlen'
'N -Ei'* jüd’V*"t|ciuuiycn uuiui, vag uie «roeiineymer s madti 2* «wmif verzichten zu können glauben, daß jetzt anders em bestimmter Zeitpunkt für die Einführung der • Bem* 5*2®stundenschicht festgelegt wird, während
M jäl I lSerentwitlich für den rebakttonellen keil: Karl Schütte, Hf. | v T« I für »ie Nn»e,«en: I Verteiler, Äotahon»»rua
^ssenschaftlichen Mitglieder und die Vertreter der "mgeber eint Entscheidung nicht treffen zu können ^en, bevor ein Urteil über den Umfang der dro- « Koh len not möglich ist, was Ende Ro- T; der Fall sein wird.
J. «erlaufe der Beratungen kennzeichnete Geh. ^rzsinrat Klöckner die trostlosen Aussichten Kohlenverforgung. Nach seiner Auffassung B in sechs Wochen einem Zusam- IsJ'6,!”ch entgegen, wenn es nicht gelingt, die Vssly^U^etgorderung zu steigern. An Lieferung von auch fr/" Millionen Tonnen Kohlen an die Entente sei nicht zu denken. Interessant war es, daß fr/Wiretung von Arbeitern aus dem Berliner J/r^tbe ein Mitglied nach Essen entsandt hatte, bewegten Worten die Bergarbeiter e i n b r i n g- E ,u bitten, die Kohlenförderung zu s^-?Er n, da schon jetzt auf dem Berliner Baumarkt frO, Hunderte von Arbeitern entlassen werden Im,es an Kohlen zur Herstellung der nötigen E~".e fehle. Bei einer Verschärfung der Lage fr/ 6ne Katastrophe unvermeidlich sein.
5V >rb,jt jn ^etJ Berliner Eisenbahnwerkstättrn. ^rtz».!?^uba8nMinister Bat eine Verfügung für alle Mi i„ ?r Eisenbahnwerkstätten und Betrieb« er- |Fi\-, "er er sich gegen die Massendieb st äh le ff Werkzeugen usw. wendet. Er fordert
L*iee«f Angestellten auf, besondere 53er- zu wählen, welche dem Hebel Ein- ■jZr”. f°nen. Weiterhin sollen diese beftx.b.-ren MT^dleute für die Hebung der Arbeit p |n!„Aen- Die Arbeitsleistung habe in einer gro- kdie 2??? Werkstätten einen Stand erreicht, der Mch»i,^chführung selbst der notwendigsten Repara» bcs Schlimmste befürchten lasse.
fr^MIchst Eroße Lohlensörderung in England.
r^n'inie, der Präsident des englischen Berg- erklärte, daß als Ergebnis der ge- n si, j"1 Vorbereitungen Englands Kohlenförce. Zeit um sieben Millionen Tonnen er- <?minie stellte in Abrede, daß unter eine Bewegung im Gange sei, um t strb,j.„ ?..uknon herabzusctzen. ftm Gegenteil, je» ? hnf, i^whrer erkenne die dringende Notwendig, ^leü Möglichst großen Kohlenförderung. Smillie " »uch ern ' Sinken iwr Koblenpreise.
nroüiie M in den Reparaturwerkstätten und auf den Bahn- nickt so flott und stramm gearbeitet wird, wie
eine Mark --- 20 Pfennig.
Dir haben schon oft darauf hingewiefen, von wel- chem Einfluß es auf unser ganzes Wirtschaftsleben ist, wie die Mark im Auslande bewertet wird. In den letzten Tagen hat die Mark einen neuen außerordentlichen Tiefstand erreicht. In Zürich galten 100 Mark letzthin nur 25 Franken: Eine Mark — 20 Pfennig! In demselben Maße, wie die Mark im Auslände sinkt, steigen bei uns die ausländischen Zahlungsmittel. 100 holländische Gulden, die im Frieden 169 Mark wert waren, stehen jetzt auf 817 Mark, 100 schweizerische Franken, die im Frieden mit 81 gewertet wurden, gelten jetzt 377!
Welches sind nun die Gründe für den gewaltigen Sturz der Mark In den letzten Tagen? Es gibt Leute, bei denen ist es eine ausgemachte Sache, daß an allem Unheil in Deutschland der Reichsminister Erz- ber ger schuld ist. Auch hier wird er wieder als Sündenbock hingestellt, weil er mit der Ankündigung des Umtausches und der Abstempelung den Sturz der Valuta heraufbeschworen haben soll.
Gewiß bringt die Drohung, daß das alte Papiergeld eingezogen und umgetaufcfjt werden soll, große Störungen des Geldverkehrs mit sich. Guthaben, die von Steuerhinterziehern im Auslande in Markwährung angelegt worden sind, wurden in Bewegung versetzt. Die Furcht, daß der Notenumtausch ein wirk- ames Mittel darstelle, den Steuerhinterzieher $u fassen, führte naturgemäß den Inhaber dazu, seine ur- prünglicke Absicht, das ins Ausland gerettete Vermögen in Markwchrung zu behalten, aufzugeben, er sucht es schleunigst in fremdes Geld umzuwechseln. Ferner gab es im Auslande noch eine Reihe Spekulanten, welche Markwährung aufgekauft hatten in der Ermattung, daß der Kurs sich in absehbarer Zeit wieder bessern werde, und die nunmehr durch den Umtauschplan ausgestört worden sind und danach trachten, das deutsche Papiergeld wieder los zu werden. Das alles sind Erscheinungen, die zur weiteren Herabdrückung des Kurses führen. Ob es deshalb zweckmäßig war, den Plan des Umlaufes oder der Abstempelung bereits anzukündigen, ehe er fest beschlossen war, kann man bezweifeln. Man darf aber die Wirkung solcher Zwi- schenfälle nicht übertreiben. Wenn der Plan wieder aufgegebcn wird, was angesichts der schweren technischen Bedenken wahrscheinlich geworden ist, dann wird sich bald die künstliche Herabdrückung der Valuta wieder ausgleichen .
Die natürliche U r s a ch e der Entwertung liegt auf anderem Gebiet. Der Geldstand hängt vom W a« renaustausch ab.
Der starke Rückgang der Arbeitsintensität und die fortwährenden Streikbewegungen haben die Produktion auf das äußerste geschädigt und die Industrie, die Wa- ren für die Ausfuhr in das Ausland liefert, auf das empfindlichste geschwächt. Das trat natürlich in den ersten Wochen nach Friedensschluss nicht sogleich in Erscheinung, well bei uns noch immer große Mengen von Erzeugnissen lagerten, die während der langen Kriegszeit hergestellt und infolge der Absperrung keine Ausfuhrmöglichkeiten hatten. Inzwischen werden die Läger so ziemlich geräumt sein. Mittlerweile wurden die Grenzen für die Einfuhr geöffnet, größtenteils freiwillig, zum großen Teil aber auch unfreiwillig, denn es strömten nicht allein die unbedingt notwendigen Waren herein, sondern vor allem auch entbehrliche. Von den Maßnahmen der Regierung, die bezweckten, die Einfuhr von Waren, insbesondere über das besetzte Gebiet, zu hintertreiben, war und ist augenblicklich nicht» zu merken. Der Schmuggelhgndel ist auf das beste organisiert. Es kann aber fein Volk nur einkaufen, ohne gleichzeitig zu verkaufen. Durch die planlose Ein- fuhr gelangen deshalb immer grössere Riefenbeträge von Marknoten nach dem Auslande. Normal wäre es, wenn wir mit deutschen Waren bezahlten. Wir haben aber feine Waren mehr, die wir ausführen tonnten, also müssen wir mit deutschem Papiergeld bezahlen und das bekqmmt im Ausland einen umfo schlechteren Kurs, je massenhafter das Angebot ist. Es wird in Deutschland zu viel gestreikt, zu viel politisiert und de- monftriert, zu lässig gearbeitet, zu wenig produziert. Das sind die Ursachen der Entwertung des deutschen Geldes.
Der Mangel an Fleiß ruiniert unseren Geldwert und es gibt nur ein Heilmittel, das ist angespannte Arbeit.
Verzicht ans de« Noten«mta«sch?
Im Reichsfinanzministerium fand am greifag eine Beratung mit Sachverständigen tru» allen Berufskreisen über.den Plan de? Umtausches der Reichsbanknoten zum Zweck der Erfassung de» darin versteckten Ber. mögen» statt. Von allen Beteiligten wurde die lieber- zeugung zum Ausdruck gebracht, daß wirksame und scharfe Maßnahmen gegen die Steuerdrücke, rei und Kapitalflucht getroffen werden müßten, und es wurde die Dereitwillig!e«t zu erkennen ge. geben, der Reichsfinanzverwaltung zn diesem Ziele mit allen Kräften zu helfen. Gegen den zunächst borge- schlazenen Umtausch aller Banknoten wurden dagegen von allen Seiten sehr ernste Bedenken wegen ihrer technssck^n Durchführbarkeit und Zweckdienlichkeit erhoben. Tie Deratungem über weitere Maßnahmen zur Erfassung des Vermögens, da» sich der Desteue--ung zu entziehen sucht, werden in ten «reisen der Sachverständigen forlgeführt werden.
Soweit der amiliche Bericht. Wie e» heißt, soll Erzberger erklärt haben, daß er auf seinem Plan in der jetzigen Form nicht bestehen wolle, aber von den Sachverständigen Vorschläge erwarte, die zu dem von ihm anaestreblen Ziele führen. Selbstverständlich must man die Absicht, der Steuerflucht und der Kopita!»flucht einen Siegel vorzu'ckieben, billigen. Dar ist ein Ziel, ca< mit den schärfsten Mitteln erreicht werden muß. Nur wäre e» wohl richtiger gewesen, die Sachverständigen vorher zu befragen. Diese Ver äumni» und die Ankündigung von Maßnahmen, die nachher wcht auSgefuhrt ober umge- ändert werden, tragen ba;u bei, den deut chen Finanzen Schaden zuzufügen. Ta» wäre zu vermeiden gerne en._______________
Tas Treiben nach links.
Der .Bergknappe^, Zeitichrlft de» Gewerkverein»
Die Entente gegen Erzherzog Joseph.
Der Oberste Rat in Paris hat ein Xekgtamm nach Budapest gerichtet, in dem es u. a. deißt:
Tie alliierten Regierungen glauben nicht, daß sie mit dem ungarischen Volke zu einem dauerhaften Frieden kommen können, solange die gegenwärtige Regie- rung an der Macht bleibt. Sie hat zum Chef ein Mitglied des Hause» Habsburg, das durch seine Politik und durch seinen Ehrgeiz zum großen Teil bet- anttoortlich ist für da» Unglück, unter dem die Welt leidet. Ern von einer solchen Regierung abgeschlossener Friede tonn kein dauernder fein. Andererseits tonnen die alliierten Regierungen die wirtschaftliche Hilfe nicht leisten, deren Ungarn bedarf. Unter den Umstön- den, in denen sich Ungarn gegenwärtig befindet, ist e» schwierig, durch eine Abstiirrnn»^ den genauen Willen des volle» festzustellen. Die alliierten Mächte bestehen daher darauf, daß der derzeitige Präsident von der höchsten Stelle de» Staate» Ungarn sich zurück z i e h t, um einer aus den Parteien zusammengesetzten Regierung Platz zu machen.
Infolge drejer Note ut Erzherzog Joseph zurückgetreten und verabichtedet sich mit einer Proklamation vom Ungarischen Volk. Zugleich hat da» Ministerium Friedrich bemifiioniert
Drei Milliarden verlottert.
Die SBienet „Reichspost" schrieb dieser Tage u. a.: Auf drei Milliarden wird das Volksvermogen geschätzt, das während der bolschewistischen Rätediktatur in U n« garn beschlagnahmt und verlottert worden ist. Drei Milliarden, abgepreßt einem von einem unheilvollen Kriegsende heimgesuchten, mst einer Riefenlast von Staatsschulden beladenen Lande. Innerhalb vier Monaten drei Milliarden. Aus dieser Rlejensumme ist ein einziges soziales Werk, keine einzige Volkswirt» chastltche Leistung, nicht einmal ein einziges Haus ge- chaffcn worden, nicht ein einziger ehrlicher Arbeiter Ist tadurch glücklicher und freier geworden; die einzigen Gewinner dieser drei Milliarden sind jene, die nun mit vollen Taschen auf allen Wegen aus Ungarn flüchten, um ihre Verdienste dieser vier Monate in Sicherheit zu bringen. Diese Verschleppung von drei Milliarden, mit verwegenen Vorspiegelungen eines neuen Weltheils umkleidet, lötete die Industrie und das Erwerbsleben, brachte fast augenblicklich den Wirtschaftsverkehr zum Stillstand, verurteilte die städtische Bevölkerung, die das erste Opfer der zerrütteten Finanzen wurde, zum Hungern. Es gibt in der ganzen Vergangenheit der mitteleuropäischen Staaten kein Beispiel einer ci, .lichen Beraubung eines Volkes. Diese Siltr*ur . — kommunistischen Boltsbeauftragten
Die heilsamen Ermahnungen muss man also cs», nach beiden Seiten richten. Einerseits dient jede bei aün| Förderung von Sohlen zur Linderung der beut« Siergong I® und europäischen Kohlennot; andererseits würde «ine Auffrischung des Diensteifers In den Reparatur«
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mb 'Setriebswerkstätten der Eisenbahn wesentlich die Itoeroinbung dieses schlimmen Winters erleichtern.
, Forscht man nach dem letzten Grunde, so Ist es Äi ■ Tchwinden der Arbeitslust und Arbeitszucht, die ^^W°hmung des Arbeitswillens, die sich ja «er nicht mir in den Bergwerken und Im Bahn- unb teilt Eiriebr geltend macht, fottbetn eine allgemein ver- «vitte Zeitkrankheit ist.
musste kommen, um zu vollbringen, was nie ein Röntg oder eine verfassungsmäßige Regierung gewagt hätte.
Zuerst versuchte man dem arbeitenden Volke nut hohen Löhnen Sand in die Augen zu streuen über das, was geschah. In einem Budapester Betriebe, dessen Führung noch im letzten Kriegsjahre, einschließlich der Entlohnung für die Aufsichtsorgane, insgesamt 60000 Kronen gekostet hatte, schnellten die Löhne der Arbeiter allein auf 1200 000 Kronen tm Sabre hinauf. Der Oberoerircmensmann, ein Anstreicher, bekam 612 Kronen wöchentlich, Mindesttaglohn war 40 Kronen. Doch die Riesenlöhne zerrannen m der Hand wie Luft. Was die kommunisttsche Herr- schäft mit der einen Hand den Arbeitern gab, nahm sie doppelt mit der anderen. Die rapide Steigerung aller Waren des täglichen Bedarfes, der durch die gewaltsamen „Sozialisierungen" h-rbeigeführte Abbruch der Fabriksbetriebe wälzte die schwersten Losten auf dte Arbeiter. In diesem Lande, in dem Milch und Homg fließen konnte und das selbst fünf Kriegsjahre ohne sonderliche Beschwernisse seine Verpflegung aus eigener Ernte zu leisten vermochte, erreichten die Lebensmittel wahnwitzige Preise. Wohin man blickte, in der Ernährung, In der Volkswirtschaft, im Rechtsleben, in der Verwaltung — überall vollständiger Bankrott. Man hatte die alten Beamten verjagt, und dem VoEe erklärt, daß es sich fortan selbst regieren werde. Diejenigen aber, die im Namen des Volkes zu verwalten vorgaben, stahlen wie die Raben, und ohne Bestechung war überhaupt nichts mehr zu erreichen. Das bolschewistische Ungarn wurde zur Holle. Und die Kommunisten hatten den Arbeitern doch das Para- d I e s auf Erben versprochen gehabt!
Niederlagen der Bolschewisten.
Nach einer Helfinaforser Meldung kam e« vor Kronstadt zu einem Gefecht zwischen einem enalischen Geschwader und der Sowjetflotte. Die Engländer veiloren drei Motorboote, acht Offiziere und drei Matro'en. Tie Russen tollen die Linienschiffe „Sankt Andrea-" und „Petropowlowsk" und drei kleinere HilfStchiffe verloren haben.
Kiew ist von d n Bolschewisten geräumt, ttfrat- niiche Truppen unter General Peljura sind im Be- griff, in die Stadt einzumarschieren. Odessa ist bereits in den Händen der Ukrainer.
Heimkehr aus Serbien.
Die Reichszentralstelle für Kriegs- und Zivilgefan- gene teilt mit, daß durch die Unterstützung der ameri- konischen Kommission in Berlin aus Serbien 5000 deutsche Kriegsgefangene in drei Zügen abtransportiert worden find. Der erste Transport ist Im Durchgan-lager Lechfeld bereits eingetroffen, der zweite hat Wien passiert, während der dritte sich zur Zeit noch in Agram befindet.
Reichspräsident Ebert sandte zur Begrüßung folgendes Telegramm:
Den nach unerträglichm mühevollen Anstrengungen ber Reichsregierung endlich freigelafienen aus Serbien rückgekehrten Kriegsgefangenen sendet beim Betreten deutschen Bodens einen herzlichen Willkornmengruß und den Ausdruck meiner wärmsten Teilnahme an den bisher aus- gestandenen langen Leiden und Entbehrungen. Mögen Sie, die so lange fern von Ihren Lieben und dem schwergeprüften Baterlanbe sein mußten, sich bald betätigen mit allen Kräften an dem Wiederaufbau der Heimat.
Sie Sühne für Bottrop. In dem feit dem 17. Juli vor dem Essener Schwurgericht verhandelten Pro- zess wegen schweren Landfriedensbruches, in dem es sich um die Bottroper Affäre vom 19. Februar, die Beschiessung des dortigen Amtshauses in den Kämpfen gegen die Bottroper Polizeimannschaften und die Ei- cherheitswehr handelt, ist am Samstag cbenb das Urteil gesprochen worden. Bon den 21 Angeklagten mürbe ein Teil zu Zuchthausstrafen von drei Jahren sechs Monaten bis zu anderthalb Jahren, die übrigen zu entsprechenden Gefängnisstrafen verurteilt. Vier Angeklagte wurden freigesprochen.
* Brutale» Vorgehen Gerard» in der Pfalz. Der Oberbefehlrhob'r der BesatzungSarmee in der Pfalz General Gerard ordnete an, daß in den pfälzische» Städ eit eine Anzahl Hau«'uchungen vorgenommen werden, um nach Gegenständen zu forschen, die während be» Kriege» durch die deutschen Heere au» Frankreich oder Belgien entwendet sein sollen. Be! dieser Gelegenheit wurden viele Bürger rücksichtSl»- und unschuldig verhaftet.
* Die Hamburger Bankleitnnqen haben den Echiedr'pruch de» Schlichtung»aurschusse« abgelehnt.
Haussuchung beim Berttuer Koten Vollzugsrat. Si» eigenmächtige Ausschreibung von Neuwahlen für die Berliner Slrtciterräie durch den Dollzugsrat der Unabhängigen und Kommunisten hat die Reichsregierung zu energischem Einschreiten gezwungen. Das Haus des Roten Vollzugsrats wurde am Samstag von Regierungstruppen im Auftrage des Reichswehrministers durchsucht in einem Augenblick, wo zahlreiche Mitglieder der unabhängigen und kommunistischen Partei versammelt waren. Den Anwesenden wurde versichert, daß ihre persönliche Freihest nicht angetastet werden würde. Bei der Durchsuchung wurde umsangreiches Material gefunden und beschlagnahmt. Es handelt sich um verbotene Flugschriften und Aufrufe oe die Berliner Bevölkerung, an den vom unabhängige« Bollzugsrat ausgeschriebenen Arbeiterratswahlen teilzv- nehmen. Die Regierung steht auf dem Standpunkt, daß der Bollzugsrat nicht berechtigt ist, eine Derartige Dahl vorzunehmen. Es wurde lediglich einer der Anwesenden, ein gewisser Ludwig ©reiner aus München, sestgenom- men. Die Bollzugsratsmitglieder mußten das Gebäude verlassen, woraus die Büros abgeschlossen und versiegelt wurden.