Einzelbild herunterladen
 

reck«!

ni

Mii

hi

n.

:ni<

31

I»1

ma» eck«

inet njJ n® «

65.

It »:

(9 = von« iinj. tm#

nm anal nai

irren.

ig-*5 en I n « nnel

»S

lairf

zialisten, noch ein Kabinett Lovaszy schien danach bis­her zustande gekommen zu sein.

Inzwischen ist die r u m ä n i s ch e A n t w o r t auf die Vorstellungen der Entente eingetroffen. Die Ru­mänen tun darin sehr höflich und erheben Einspruch gegen die Beschuldigung, daß Rumänien sich gegen­über Ungarn Verbrechen hätten zuschulden kommen lassen. Cs sei Rumäniens gutes Recht, sich mit den Vorräten, die es in Ungarn angetroffen hat, zu ver­sorgen. An die Bevölkerung von Budapest, die vor der Ankunft der rumänischen Truppen vor hunger umkam, habe es Lebensmittel abgegeben.

Wie das Budapester Amtsblatt meldet, können die Stuf di arbeiten im Lande wegen des Koh­len- und Benzinmangels nicht ausgeführt werden. Das bedeutet für Ungarn eine Katastrophe und ist geeignet, auch den Ernährungskommissionen der Ententemächte gesteigerte Sorgen zu verursachen

Pttften unter engttfcher Herrschaft.

Sn auffälliger Weise verbreitenTemps" und Journal des Debats" die Nachricht, daß der Schah von Persien infolge eines mit England abgeschlossenen Abkommens und der deshalb in Teheran entstandenen Unmhen nach Europa abgereist sei. Durch das Ab­kommen wird Persien, ob zwar ihm Unabhängigkeit zugestanden wurde, unter englisches Protei- t o r a t gestellt. Die persischen Finanzen und die per­sische Armee kommen unter englische Kontrolle. Kein Staat außer ihm darf noch Beamte nach Persien ent- senden. England gewährt Persien eine Anleihe von ungefähr einer Milliarde Franken, leistet aber vorher nur zwei Millionen Pfund Sterling Anzahlung, eine Summe, dieJournal des Debats" als in keinem Verhältnis zur politischen Bedeutung des Vertrages stehend bezeichnet.

I Samstaa 16. 11 ft 1919 I Verla« der Fuldaer »cttendmlcker-itn Fulda. - Preis monatl. I IfthrA

,v« s 1.10 Mk. - Senftpr.Str. 9. kelegr.-«dreffe: FuldaerZettuu,. |. jUIJiy

alt* U3'* jrt J

IU llll n d ende« 13,171 5,39 5,561

98, U5,| 137,1 153,1 172,1 193J 210,1 239,1 25U 277,1 i RW

e, M ntat]

D«e .Deutsche Zeitung^ in Berlin, das Haupt- organ der Alldeutschen, ist auf Befehl der Reicks- reflierunn wegen eines Artikels in einer der letzten Nummern verboten worden.

* «eine Fischzufnhr an, «ohlenmanzes. Die Stockungen tm Fischdampferbelrieb infolge de, Kohlen- mangel, gestalten sich immer umfangreicher, Zur» .eit liegen in Cuxhaven 14, in Geestemünde-Bremer- Haven 30 Flschdampser still.

*eue armenische Greuel? Englischen Blättern vom 13. August zufolge erklärte in der Unterhaus- fitzung vom 12. August. Ceeil HarmSworth, daß Meldungen über neue Christen- und Arme- niermetzeleien au» Mesiul und dem Kaukasus etngetroffen sind. 1

* Argentinischer Weizen für Deutschland. Auf 13 englrschen, 7 amerikanischen und 6 südamerika- mschen Schiffen hat die Befrachtung der aroentini- scheu Werzenladungen für Deutschland begonnen.

<Ä7 I Verantwortlich für Sen reialnonellen Seil: Karl Schütte, lll. I für die Anzeigen:J. Parzeller, Fulda. - «siation,druck.

i nachsuchen, daß das Reichrnotopfer nicht erhoben wird. I Jetzt haben Sie (nach rechts) keine Ausrede mehr, jetzt I können Sie also an dieser Abgabe Mitarbeiten. Die I Behauptung des Abg. Mumm, daß die Mini st e r P e n- I {ionen erhalten, weist Erzberger als unrichtig zurück.

Die Minister haben vom Tage ihres Rücktritts den Teil chres Gehalts, den sie im voraus erhalten hatten, zurück­zahlen müßen. Nach dem Umsturz hatte Scheidemann, der bisher als Staatssekretär ein Gehalt von 36 000 Mark bezogen hatte und vom 9. November als Bolksbeauftragter nur auf eine erhebliche geringere Entschädigung Anspruch hatte, mehr eis die Hälfte seines Gehalts an die Staats­kasse zurückgezahlt. Nur die Beamten-Minister, die auf Grund des Beamtenbesoldungsgesetzes Anspruch darauf haben, erhalten eine Pension. Daß die Verbreitung meiner Rede vom 25. Juli Herrn Mumm Leibichmer- zen macht, verstehe ich. (Heiterkeit.) Auf Grund des I Beschlusses der Nationalversammlung werden wir dafür sorgen, daß diese Schrift bis in das letzte deutsche Haus hineinkommt. (Lebh. Beifall bei der Mehrheit, große Un­ruhe und lärmenbe Zurufe rechts. Abg. Traub ruft: Rede der Unwahrheit!) Herr Traub, Sie sind mir d richtige Prediger der Wahrheit. (Große Unruhe rech s Psirirufe und Rufe: Schämen Sie sich! Lauter demon­strativer Beifall links.) Von der Berufung des früheren Presiedezernenten Dr. Viktor Naumann ins Auswärtige Amt habe ich keine Kenntnis gehabt. (Zurufe rechts: Das war ein Irrtum.) Wenn einer von Ihnen einmal etwas sagt, war nicht wahr ist, dann ist das in Ihren Augen ein Irrtum, ein ganz kleines unschuldiges Kindlein. (Hei­terkeit.) Wenn aber dem Finanzminister Erzberger ein­mal ein solcher Irrtum unterlaufen sollte, so wird ein Riesenelefant daraus gemacht, den Sie durch dar ganze Land treiben. (Sehr gut und Heiterkeit.) Die Behaup­tung, daß Reichsgelder in unverantwortlicher Weife aus- gegeben würden, ist vollkommen unwahr. Die Reichs- finonzverwaltung arbeitet mit der größten Strenge. Sie können deshalb di« notwendigen Steuern ruhig bewilligen. Das Geld wird ausgeworfen für Zwecke des Gemeinwohls, für Kriegsbeschädigte, Kriegsgefangene, Kriegshinterblie- bene. (Lebh. Beifall links und im Zentrum.)

Abg. Dr. Mittelmann (D. Volksp.) versuchte es, eben­falls einen Vorstoß gegen Erzberger zu unternehmen, den er als ein Unglück für das deutsche Volk bezeichnete. Nicht die Finanzgesetzgebung gebe seiner Partei Anlaß zur Oppo­sition, sondern die Tatsache, daß sie die von der Regie­rung vertretenen Grundsätze für verderblich und gefährlich hält. Seine Freunde hielten den Minister Erzberger für ein direktes Unheil.

Reichsfinanzminister «rzbrrger erwidert, daß es ein Unglück fei, daß man ihm in den Jahren 1916 und 1917 keine Folge gegeben habe, denn sonst würde es bester um dos deutsche Volk stehen. Den Vorwurf des Abg. Mittelmann, daß die Reichsregierung nichts tue, um die Streiks zu verhindern, entkräftete Erzberger mit der Fest­stellung, daß die Reichsregierung fortgesetzt bemüht sei, Streiks zu verhindern, wie es ihr auch tatsächlich in vielen Fällen gelungen sei. Wie man die Arbeiter zur Arbeit zwingen könne, das habe der Abg. Mittelmann nicht an­gegeben.

Hierauf griff Minister Dlkler Jtaumann vom Aus­wärtigen Amt in die Debatte ein. Dieser Beamte spielte in dem Haufen übler Nachreden und verletzender Andeu­tungen der vorangegangenen Debatte insofern eine Rolle, als ein von dem Abg. Traub gegen ihn gerichtetes Pam­phlet von Erzberger in der Abwehr gegen die Deutsch- nationalen zitiert worden war. Minister Naumann konnte überzeugend nachweisen, daß die Behauptung Traubs, er habe im Dienste des Reiches mit der Herzogin von Parma und der Kaiserin Zita antideutsche Politik getrieben, und Verdächtigungen ähnlichen Kalibers völlig grundlos waren, und Abg. Traub sah sich schließlich genötigt, seinen Rück-

Aus dem besetzke» Gebiet.

Die englischen und französischen Desatzungsirup- pen haben sich neue schwere Hebelgriffe im besetzten Gebiet zu Schulden kommen lassen. Ein Polizeimei- ster ist bei Reis holz bei Düsseldorf innerhalb der neutralen Zone, ohne Grund erschosien worden. Eine Deschwerdenote mit der Forderung auf Unter­suchung ist abgegansen. Eine Frau Augs, Gattin eines deutschen Ingenieurs, geborene Französin, wurde unter Demütigungen verhaftet, nach Desancon trans» porf.eit, kehrte zurück und wurde von neuem verhaftet und nach Frankreich verschleppt. Hebet ihren Der- bleib ist nichts festzustellen. Auch in diesem Fall for­dert eine Note Aufklärung.

Wie dieSüdd. Zeitung" erfährt, haben die Fran- zosen vor einigen Tagen das bekannte Kaiser Fried- rich-Denkmal in W ö r t h i. Els., sowie die 14 deutschen Kriegergräber durch Dynamitfprengungen dem Erd- boden gleich gemacht, nachdem sie schon kurze Zeit zu­vor die Kriegerdenkmäler in Sttaßburg, Metz, St. Privat und anderen elsaßlothringischen Orten zerstört haben; auch in der Pfalz und im Kehler Brückenkopf- gebiet wurden innerhalb zweier Wochen neun Denk- mäler teils beschädigt, teils beschmutzt. Am 6. August dem denkwürdigen Tage der Schlacht bet Wörth von 1870, kamen zahlreiche französische Generale nach Worth, um die Trümmer der Kriegergräber in Augen- schein zu nehmen.

Auch die Engländer schuhen Dr. Dorfen.

Dr. Dorten aus Wiesbaden, der sich auf der Durch- reife einige Stunden bei der Familie des Dr. Zacherl in K ö l n aufhielt, wurde auf Befehl des Kölner Po- lizeipräsidenten in Schutzhaft genommen und mit fei­nem eigenen Automobil zum Polizeipräsidium gebracht. Auf direkten Befehl des britischen Gouverneurs er­folgte nach einer Stunde feine Freilassung. Am Abend fanden vor dem Hause des Dr. Zacherl Kund­gebungen gegen Dr. Sorten statt. Sie Freilassung er- gedungen gegen Sr. Sorten statt.

Dr. Sorten wurde am Freitag von der britischen Behörde aus Köln entfernt. Sie mehrheits- sozialistischeRheinische Zeitung" ist wegen scharfer Angriffe auf Sr. Sorten von der britischen Besatzungs- behörde auf drei Tage verboten worden.

Revolutionäre Bewegung in Luxrmdurg.

Auch in Luxemburg mehren sich die Anzeichen einer starken Erregung. Am Mittwoch sammelten sich etwa 20000 Arbeiter vor der Deputiertenkammer an und verlangte» eine Teuerungszulage. Da die Forderung nicht unterstützt wurde, brangen die Arbeiter in die Kammer ei« und feuerten Schüsse ab, die Mitglieder der Kammer wurden gefangen genommen. Die Befreiungtver uche waren trotz militärischen Aufgebots veraeblich. Die Un- ruhen tragen einen rein bolichewistisch-rev'lut'onären Charakter. Sie Abgeordneten mußten über Nacht im Kammergebäude bleiben. Sie Krawalle sind vorläufig unterdrückt.

Tschechische Spionage in Berlin.

Der einem Einbruch in ta5 deutsch-österreichische Konsulat in Berlin wurde der tschechische Emiffär Bar. t o 3 von der Polizei ertappt und mit einem Komplizen verhaftet. Ter Leiter eines tchecho-slotvakischen Bureaus in Berlin narrten3 Hurkai ist in die Ange­legenheit verwickelt. In einyetoeihten Kreisen in Ber- lin war man fest längerer Zeit davon unterrichtet, daß von tschechischer Seite in Deutschland ein regelrechter Spionagedienst organisiert worden ist. Die Spionage sollte sich erstrecken 1. auf Feststellung aller Einzeihei, ten ter Beziehungen zwischen Deutsch-Oesterreich und Deutschland, 2. genaue Ueberwachung der in Deutsch, land lebenden Sudeten-Deutschen und ihren in Berlin tätigen Vereinigungen.

Die Neuordnung in Ungarn.

Die Budapester Berichte lauten so widerspruchsvoll, daß dis gegenwärtig die Entwicklung der Verhältnisie nicht zu überschen ist. Nach Wiener Nachrichten war dort gestern über die Konstituierung des neuen un« garischen Kabinetts noch nichts bekannt. Weder ein ausgesprochenes rechts gerichtetes Kabinett Friedrich, noch ein Kabinett Heinrich, unter Mitwirkung der So-

Ekn englisches Weißbuch ytt den Friedensschritt deS Papstes.

Die englischen Blätter vom 13. August melden, daß | Weißbuch veröffentlicht worden ist, welches die Kor- BLmheiu, die im Zusammenhänge mit den vom st im August 1917 gemachten Friedensvor- uggen geführt wurde, enthält. Von besonderem I «tdtreffe in dem Weißbuche ist ein Schreiben, das französisch e Ges ch äst s trag er am 27

Lord Robert Cecil überreichte. Darin heißt es: Meine Regierung hat sich der dem Vatikan gemachten kMiellung angeschloflen, sie sollte mündlich erfolgen und ItoHe die Aussicht, eine bestimmtere Antwort unnötig zu Run ist sie aber schriftlich erteilt und hat IJü Frage über das Schicksal Belgiens zur Diskussion Ijjjdt.' Monsieur Ribot bittet mich, Ihnen seine Befürch- iSLtt mitzuteilen und zu erklären, daß er nicht zulasten | Igm, daß er auf den Weg geführt werde, von dem der legtifcn anscheinend wünscht, daß er ihn beschreitet. Er kmoanet, daß die britisch« Regierung seine Ansicht teilt Grafen de Salis Instruktionen geben wird, um s.lle weiteren Versuche des Kardinalstaats. Ilekretärs, die auf eine offiziöse Intervention zwischen rlg Kriegführenden hinzielen, zu entmutigen.

Das Hindernis für die Anbahnung von Bespre- I Ayjgen hat also nichtin London gelegen. Frankreich l«chnehr war es, das von einer päpstlichen Vermitt- Ljrög nichts wissen wollte. England hatte dem Papst | tzotz der Abmachung mit England eine schriftliche Ant- [gott erteilt und darin Deutschland das Thema Belgien | gis Anknüpfungspunkt geboten. Frankreich gefiel das Eft Ware aber von der Reichsregierung eine frei» [gütige Erklärung über Belgien gekommen, dann hätte äanb mindestens aufs Neue mit Frankreich Nettere »Hshandlungen eröffnen müffen trotz der Absage Ribots.

Hole zur Räumung Lettlands.

Die deutsche Regierung hat über die Räumung [Lettlands an die Entente eine Note gerichtet, in |ta es heißt:

Die deutsche Regierung tarnt den Vorwurf der alliier- p» Regierungen, daß die R ä u m u n g Lettlands von ihren [Organen absichtlich verzögert werde, nicht als be- [rechtigt anerkennen. Di« begonnene Räumung wird Feeiter fortgesetzt werden. Die Forderung der Adder u- hung des Grafen Goltz stellt einen Eingriff in die he deutschen Behörden zustehende Kommandogewalt dar Bei findet keine Stütze in dem Art. 12 des Waffenstill. Wrdsoettrages. Die deutsche Regierung bedauert daher, kdie Erfüllung dieser Forderung ablehnen zu mästen. |6ie behält sich vor, die Abberufung dann vorzunehmen, I »em die Räumung Lettlands entsprechend vorgeschritten ist.

Unser Dank an die Schweiz.

| Präsident,A d o r hat vom Reichspräsidenten Ebert |M Anlaß des Abtransportes der letzten deutschen litotfcn Soldaten aus der Schtvsiz eiti Telegramm todien, in dem Ebert in warmen Worten der Für- Ite der Schweiz für die gesunden und kranken Zivil- pckrmerten und Gefangenen gedenkt und Herrn Ador, W dem Präsidenten des Internationalen Komttses Wm Roten Kreuz, der Schweizer Regierung, den Mwsport. und Internierungsbehörden und vor allem snm gastfreien Schweizer Volke den herzlich st en IDank der deutschen Regierung, des beut. Bra Volkes und insbesondere der Jnterniertn selbst Wr bas schöne Werk, das die Schweiz damit ausgefüchrt liusspricht. Solange Schweizer und deutsches Sant' fw, werde dieses Werk wahrer Düenschlichkit geprie. 8? a!net^cn- Bundtespräsident Müller antwortete m Jtaman des Bundesrates und des Bundespräsiden» M Ador in einem Danktelegramm.

lieber die Heimbeförderung unserer Gefangenen

£ folgendes mitgeteilt: Nach Beginn des TranS- sollen zunächst alle 48 Stunt en, spater alle 24 iwaien je ein Transportzug mit 1000 heimkehrenden ltiLrCn9encn durch jede Wnahmeswlle laufen. Eine Meliere Zugfolge ist aus eisenbahntechnischen Grün. W unmöglich, sie würde auch die Aufnahmefähigkeit ^Airchgangslager übersteigen. Der Rücktransport Kriegsgefangenen würde dann in einem Zeitraum E* - o 4 Monaten beendet sein. Eine Wnveforderung aus dem Wasserwege wird infolge des ^uagemangelz nur in sehr beschränktem Umfange in gWe kommen. Die Weiterbeförderung der Gefan- den Durchgangslagern in ihre Heimat wird st ^s^rrziiacn erfolgen.

L Wf^J Mattern zufolge erklärte Sonar Law M«mrhause auf die Frage, welche Schritte unter. Efc r tPu?>rl< um die deutschen Kriegsgefangenen SS? jetzt, wo die deutsche Regierung den Frie-

s hat, in ihre Heimat zurückzu.

TI ib'e Gefangenen fo bald wie mög. iS."?? °er_ Ratifizierung des Friedensver- Ez.T^fefärbert werden. Dies sei aber eine An- Ect, die dem Friedensvertrag zufolge ge.

mit den Alliierten behandelt wer- iftc nun schon oft genug zu hören bekom- Kka m-n kiwr Ratifikation durch die Gegner tew t/liilen, um unsere gefangenen Landsleute wie- Eju jto- Darin liegt ja eben die skandalöse Bru- ka _toe Potentaten in Paris und London beite» EL/? sw UNZ warten lassen, bis drei ihrer Haupt.

'^edensvertrag ratifiziert haben und bis und die italienischen Parlamente rat!- fcjWoen toerden, von den amerikanischen ganz zu Set 'cn*11 no<$ IcnSt, mindestens noch einen P ^"Gerechtigkeit der alliierten Regierun- össtst Himmel. Haben denn die Feinde jedes

EfS* ®eTübI verloren?

Berfchärfunq des

U. oberfchlefischen Streiks.

»^.DemLhungen der Obleute, auf die Arbeiter be- einzuwirken, sind als geschettert anzuschen. iftüst£r haben sogar noch neue Forderungen auf- ^«ben ^onnersta9 früh sind wieder neue rau den Streit eingetreten, darunter auch Wtornm die Mittwoch die Arbeit wieder

hatten. Insgesamt streiken 90 * üllaew^ Bergleute, so daß von ei»

6itb r^enen ^ireik geredet werden kann. In We p!r nLur die Gruben des Rybniker Bezirks. I die Spl? Hai sich weiter dadurch verschlimmert, :*toerf efin9 auf Elektrizitäts- und Hüt- r betrieb erpegriffen hat, von denen verschiedene iNfoiot. N^kstellt haben. Durch die am Donners- es ch'Osirlebseinstellung des Zaborzer Licht- M ajn Erregung in der von diesem Werk be- ber Er»». gestiegen. Sollte der allgemeine r e ftütto^^^^^Erke eintreten, so dürften noch

es ?um Schließen gezwungen wer- zu pl0n diesem Falle unabsehbare Berwick- jst . 2m Bezirk Hindenburg und

M leder leglicher Verkehr lahmgelegt, da die

jug vorzubereiten.

Abg. Heute (Unobh.) führte aus, daß der Reichrsinanz- mmifter Erzberger mit feinen Steuervorlagen die Gebre- I chen des Volkes auch nicht heilen könne. Die neuen Steu­ern belasteten die volksmaste bis zur Unerträglichkeit.

Roch weiteren unerheblichen Debatten ging das Reichs- I notopfer, die Reichsabgabenordmmg und die Umsatzsteuer I an die zuständigen Ausschüsse.

Dann wurde mit der ersten Beratung der Vorlage I über die Erhöhung ber Post-, Telegraphen- und $ern- I sprechgkbllhren begonnen.

I Postminister (Siesberfs rechtfertigte die Erhöhung mit I dem unaefjeuren Fehlbetrag. Er will in der Postverwal­tung feine Ueberschüste erziehen, aber die Defizitwiriichast beseitigen. Die Löhne der Beamten hätten in weitgeheu-

I dem Maße erhöht werden wüsten. Zum Ausgleich soll I eine Deremfachuna der Verwaltung erstrebt werden. In einigen Jahren hofft der Reichspostminister wieder zu nor­malen Tarifen zurückkehren zu können.

I Die Redner der einzelnen Parteien sprachen ebenso wie [ der Minister. Sie bedauerten die Erhöhung, erkannten ober I die Notwendigkeit eines Ausgleichs an und behielten sich I Einzelheiten für dir Ausschußberclung vor.

Freitag: Kohlenfrage.

Sitzung vom 15. August.

I Sine Anfrage der deutschuationalen W»lkspartei I will wissen, ob Herr von Rosenberg, der Leiter der I politischen Abteilung des Auswärtigen Amtes, seinen I Abschied genommen hat, weil er die Darstellung Erz- I bergers über den sogenannten FriedenSfübler für I wahrheitswidcig gehalten hat. Außenminister Hermann I Müller lehnte es im Namen der Regierung grundsätz- I sich ab, Auskunft über die Gründe zu erteilen, di- I einzelne Beamte zu ihrem Rücktritt von ihrem Amt I berantaffen.

Sodann wurde die Vorlage über die Nay,«ste«er I erledigt. Der Ausschuß hat die von der Regierung I vorgeschlagme Steuer abgelehnt und die Ausarbeitung I eines bobenreformerifdxn Gesetzentwurfes verlangt, nach dem das von den Rahonbeschränkungen freigewor­dene Gelände der Bodenspekulation entzogen und zu krrneinnützigen Zwecken in den Gemeindebesitz über­führt werden kann.

Der Antrag Lobe (Soz.), Gröber (Ztr.) auf An­nahme eines Gesetzentwurfes über Wochenhilfe und Wochensürsocae wird ohne Erörterung dem sozialpolit. Ausschuß überwiesen.

Es folgt die I,nterpellation der Deutschen Volks. Partei und der Deutsch-Nationalen über den Rückgang der Kohlensördernng, mit der die Beratung der No- volle über das Kohlenwirtschaftsgesetz verbunden wurde.

Abg. Dr. Hngenberg (D. nai.) gibt zur B-grün- düng der Anfrage ein äußerst trübes Bild von der durch die verminderte Kohlenversogung geschaffenen Notlage, die im kommenden Winter zu einer Katastrophe führen müsse, wenn nicht fofort Abhilfe geschaffen wird. Hu- genberg führt den trostlosen Zustand auf die vermin­derte Arbeitszeit, die vielen Stteiks und die durch den Terror der Kommunisten bewirkte Abwandenrng der gelernten Bergarbeiter zurück. An positiven Vorschlä­gen verwies er auf eine sofortige Verbesserung der Er. nährungsla-« der Bergarbeiter, Vermehrung der Berg­leute, insbesondere der gelernten und die Sicherung des Eisenbahnverkehrs.

Reichswirtschastsminister R»bert Schmidt erklärte, daß er fein rafch wirkendes AbhilfSmittel kenne, zu­mal die unerhörten Bedingungen des Friedensver- ttages die schon an sich schwere Kalamität noch in? Iln- gewestene vergrößerten. Man werde mehr als bisher Holz anstatt der Kohle selbst unter Raubbau verwenden müssen. Dian denke auch an die Einfuhr von Kohlen aus dem Ausland, aber das werde nur in geringem

' elektrische Kraft und das Licht völlig fehlen. Sie haben nur schlechte Ersatzbeleuchtung. Das Erscheinen der

Zeitungen ist in Frage gestellt.

Die zunehmenden Marktplünderungen in oberschle­sischen Städten deuten auf ein organisiertes Vorgehen hin. Jedesmal machen ßeute in Matrosenkleidung, die von auswärts gekommen sind, den Anfang. Das war der Fall am Donnerstag in K a t t o w i tz, als er um 10 Hhr zu einer Marktrevotte kam. Es wurden Verkaufsstände und Läden zertrümmert und ausge­raubt. Bald herbeigerufenes Militär machte von der Waffe Gebrauch, wobei zwei Männer und eine Frau verletzt wurden. Einige Rädelsführer wurden ver­haftet. Auch in B e u t h e n kam es zu erheblichen Hn- ruhen.

Staatskommiffar Hörsing ist ins Streikrevier abge- reist. Er hofft, daß es ihm gelingen wird, den Streik beizulegen.

Ablehnung der Bsenbahnerstreikr.

Eine Versammlung des Lokomotivführer-VerbandeS in Kattowitz, an der über 600 Mitglieder sowie die Vorsitzenden de» Reichs» und Landesverbandes der Lokomotivführer teilnahme», verurteilte auf das entschiedenste die Best-ebungen auf Bildung eine« mitteldeutschen Blocke» zur Lorbereitun, eines Streiks

Im VolkShause z« Görlitz tagte eine Versammlung deS Reichs- und Landesverbandes der Lokomotivführer, an der zahlreiche Mitglieder einer großen Reihe preußi-' scher und sächsischer Ortsgruppen der Verbände teil- nahmen. Da» Vorgehen einzelner Erfurter Beamten­kreise zur Schaffung einer Streilorganisation wurde scharf gegeißelt. Die Versammlung wies eine Beteiligung an diesen Bestrebungen weit von sich und forderte die Organisationen auf, mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln für die Aufrechterhaltung des Betriebe» einzutreten.

Zummitteldeutschen Streikblock" der EisMbahnbeam- ten erklärt derGewerkschaftsbund Deutscher Eisenbahn- beamter, eine Streikabsicht oder Streikpropagantza habe der Erfurter Bundesbezirksleitung völlig fern gelegen. Sie habe lediglich eine Durchorganisation der übrigen Bmi- desbezirke Magdeburg, Halle, Frankfurt und Kaffe! auf gewerkschaftlicher Grundlage nach den Richtlinien der Bun- deslettung beabsichtigt. Die Leitung des Gewerkschafts­bundes lehne es nicht nur in gegenwärtiger Zeit, son­dern überhaupt ab, einseitigem Streitoor» gehen ihre Billigung zu geben oder ihr Un- terstützung zu gewährm.

Demtsche Katron«lverfammlU«ß.

Sitzung vom 14. August.

Die Deralnng Ober die Steuervorlagen wird fortgesetzt.

Abg Bnrfage (Zentr.): Die Umsatzsteuervor- läge ist em kühner Entwurf, ja vielleicht ein verfehlter Entwurf (Hört, Höri, rechts.) Ein Entwurf mit lo hohen Steuern ist noch keiner gesetzgebenden Körperschaft vorgelegt worden. Sie Unbilligkeit, in der indirekte Steu- PS bei kinderreichen Familien.

Meine Fraktion hat -mich beauftragt, zu erklären, daß für diese m irgendeiner Form ein Ausgleich gefunden erben muß. Wir müssen uns fteilich an den Gedanken gewöhnen, daß die indirekten Steuern mm einmal nicht l« umgehen sind. Deshalb sollte ihnen auch seitens der Linken mehr Ruhe und Freundlichkeü entgegengebracht wer- den. Drefe Steuern haben auch eine Lichtseite. Sie wirken angenehmer, weil man es selbst in der Hand hat, wann man sie bezahlen will. Von den Luxussteuern oer- sprechen wir uns auch eine volkserzieherische Wirkung, to« tonnen dazu führen, daß wir wieder ein schlichtes Volk werden. Wenn man 'männliche und weibliche M o - befaßten in Berlin, aber auch in kleinen Städten Herumlaufen sieht, so drängt sich einem der durchaus ver­nünftige Gedanke auf, wenn ihr so urnherspazieren wollt, dann sollt ihr auch dafür Steuern bezahlen (Hetterkeit.) Wir werden im Ausschuß versuchen, den Entwurf in allen Einzelheiten noch anders zu gestalten. (Beifall im Zentrum.)

Abg. 2Rnmm (Dnat.) wandte sich gegen den Vorwurf der vteuerscheu und griff den Fmanzminister Erzberger heftig an. Aus allerlei Tratsch und Klatsch schichtete er euren Berg von Anklagen gegen Erzberger auf.

Reichsfinanzminister Erzberger erklärt, fett der Aus- schußberatung fei er sich über die Stellung der Rechten klar. Die Rechte stimme gegen grundlegende Gesetze, die zum Wiederaufbau des Deutschen Reiches nötig seien. (Starke Unruhe und Lärmen auf der Rechten folgen den Ausführungen des Ministers.) Das Tempo, in dem wst arbeiten muffen, gefällt auch mir nicht, aber es wird von der äußersten Not des Reiches vorgefchneben. Mit dem- Schneckentempo, das der Abg. Mmnm wünscht, müßte man auch den Ruin des Deutschen Reiches in den Kauf nehmen. Eine Zwangsanleihe wäre eine wirt­schaftliche Unmöglichkeit. Daß die Wünsche einer Minder- beitspartei maßgebend fein sollen für die Gestaltung des Kabinetts, ist geradezu eine politische Naivität. (Hefter- tot.) Die Herren auf der Rechten wollen mich unter allen Umständen beseitigen und haben sogar dafür Geld gesammelt. (Heiterkeit. Große Unruhe r-chts und erregte Zurufe.) Wenn Sie sich darüber beschweren, daß ich Sie anschaue, kann ich Ihnen auch den Rücken wenden. (Der Minister tut das unter stürmischer Heiter­keit des ganzen Hauses.) Wenn Sie glauben, daß gegen­über einer solchen Kampfansage die Regierung wie stumme i Hunde dastehen wird, bann täuschen Sie sich. Der Haß der Deutschnattonalen gegen mich ist sehr groß. (Rufe rechts: Sehr richtig! Große Heiterkeit.) Das Maß mei­ner Verachtung, das ich diesem Treiben entgegen bringe, ist noch größer. (Vizepräsident Haußmann: Es ist nicht zulässig, Verachtung gegen Mitglieder des Hauses auszusprechen.) Ich habe ausdrücklich gefügt, ich Haffe keine Partei und keine Person, aber ich verachte dieses Treiben. (Vizepräsident Haußmann: Also das Treiben des Hauses ist nicht gemeint?) Nein! (Heiterkeit.) Jeden- falls bleibt der Finanzmini st er Erzberger im Amte, so lange er das Vertrauen der Mehrheit hat, und dafür ist in erster Linie entscheidend das Vertrauen seiner eigenen politischen Freunde. Also es wird Herrn Mumm trotz alles Liebeswerbens nicht gelingen, einen Riß und eine Trübung in dem ausgezeichneten Verhältnis zwischen dem Zentrum und dem Reichsfinanzminister her- I beizuführen. (Sehr gut! im Zentrum.) Wir kennen ja die Absichten der Rechten. Es ist den Herren nicht wohl in ihrer Isolierung, und deshalb möchten sie eine bürger­liche Partei zu sich hinüber ziehen. Das Zentrum wird auf diesen Leim nicht kriechen. (Beifall.) Ich wiederhole eine Erklärung: in dem Augenblick, wo die Entente versuchen sollte, den Ertrag des Reichsnotopfers zu beschlagnahmen, werde ich bei der Nationalverfannnlung die Ermächügung

$Kiä

ML

>/i9 j

NMA llhtsl icr »i Songn irdje.1 ereil

jung I W

d an! onnfl eltch!