Aitttvoch, 13* Airgltst 1919
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’ n’ -'mkeiten zu hindern und den notleidenden Böl- *Ä| iRrroft und Linderung zu bieten. Insbesondere ich 1 Anklage erhoben von sozialdemokratischer I P ffi0 man neben dem Bürgertum auch die Kirche ak t’-'-'j Schrecken der vergangenen Jahre oerantwort-
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M JLjjjenen Ländern Europas nicht auf das Wesen £ '^;r^e und Religion selbst geschlossen werden beim, wenn vereinzelte Persönlichkeiten den
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Handel und Industrie.
allein eine« Zuwachs von
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katholische Kirche im Weltkriege.
^lkach ertönt in neuester Zeit gegen die Vertre- ^ katholischen Kirche die Anklage, daß sie im j£L,e versagt und es nicht vermocht hätten, die
ätzen und Lehren, die sie vertreten, praktisch treu geblieben sind, so bleiben diese Grundsätze alledem bestehen. Aber das oberste Haupt der Kirche, der gegenwärtige Papst,
I ein Ueberblick möglich wäre über die gesamte Kriegs, fürsorge nach außen und innen, wenn ganz besonders die umfangreiche Tätigkeit der kirchlichen Kriegshilfs» stelle von Paderborn geschildert wriden könnte, so würde sich ein erhebendes Bild liebreicher christlicher Caritas offenbaren, in dessen» Lichte alle Verleumdungen und.Anklagen in nichts zerstieben müßten.
Daneben muß auch noch die unablässige Tätigkeit des gesamten Klerus in Deutschland erwähnt werden, die Hingebung der Pfarrgeistlichrn bis in die kleinsten Orte, die während dieser Karten Jahre so manche fchwerbedrängte Familie in der bitteren Not unterstützten und aufrichteten. Es steht wahrhaftig den Sozialdemokraten, die seit dem 8. November 1918 ein noch viel schwereres Leid über das arme Vaterland gebracht hatten, als es während des ganzen Krieges geschehen ist, sehr schlecht an, den Vertretern der katholischen Kirche Mangel an Nächstenliebe varzuwerfen. Gerade der Geist, in dessen Namen jene reden, nämlich der Geist des Materialismus und des Egoismus, bat das furchtbare Unglück über die Menschheit gebracht. Solange dieser Geist maßgebend ist, :vird cs ir-tt besser werden, es ist vielmehr zu befürchten, daß wir immer noch tiefer in den Abgrund hincinaedrängt ^werden. Die wahre Liebe zur Menschheit ist gegründet auf die Lehre jener Religion, die Entsagung, lieber- Windung, Geduld und Hingebung lehrt, bi: Religion, deren höchster sozialer Grundsatz lautet: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
— Der dritte Mond des Jupiter, der größte und hellste Trabant dieser Planeten, zeigt nach den Beobachtungen des Astronomen Guillaume seit einiger Zeit nicht die übliche kreisrunde Scheibenform, sondern eine merkwürdig höckerige Gestalt und zugleich am nördlichen Pol eine weiße Polarkappe, ähnlich jener, die man schon beim Planeten Mars beobachtet hat. Die Wahrnehmungen Guillaumes werden jetzt mit den ganz großen Teleskopen in Amerika nach-
irch, ililöt •eteu 'ÄS i °ii-
tttu, das Ser!
Abfahrt und Ankunft der Züge auf der Eisenbahnstation Hulda.
^V—werktags, 8---sonntagS, V----Schnellzug.)
Richtung nach Frankfurt: 420 W, 451 D, 547 D, 640 w, 869, 259, 411 D, 441 D, 500 w bis Flieden, 665, 748 D.
Richtung nach Bebra: 440 W, 624 W, 827, 1004 b, 312 D, 822 D, 338, 505 W bis Hünfeld, 654, 1026, 1137 D, 1236 D.
Richtung nach Gießen: 434 W, 858,123 W bis Lauterbach, 441, 746 w bis Alsfeld.
Richtung nach Tann: 720, 512.
Richtung nach Gersfeld: 7io 8, 720 v/, 505
Daraus geht hervor, daß die in wärmeren, d. i. tieferen Erdschichten freie Kohlensäure um so mehr gebunden wird, fe mehr sich das Wasser der Erdoberfläche nähert unb abkühlt.
Bleibt das Sprudelwaffcr längere Zeit an der Luft stehen, so verliert es nach und nach fast alle Kohlensäure. Man nennt es dann S 0 0 l c. Aus diesem wird das Soolbad bereitet. Es wirkt nicht so anregend und erfrischend tote das Sprudelbad, auch Wohl des- toeqdn, weil es den größten Teil seiner Radio-Aktivi- tat" verloren hat. Aus sgroßen Erdtiefen kommende Wasser haben darum eine Äbere Heilkraft, weil sie ein gewisses Fluidum einer Heilkraft enthalten, die sich m«k> in dem ivunderbaren Metall Radium in erhöhtem Maße vorfindct.
Den inneren Grund der Entstehung und Bewegung eines Sprudels haben wir aber immer noch nicht ersaßt.
Ein Beispiel soll es klar machen: Man nimmt etn Brausepulver bestehend aus Weinsteinsäure (oder Essig) und Doppelkohlensaurem Natron und schüttet es in ein Glas mit Waüer. Sofort entwickelt sich Kohlensäure dadurch, daß das Natron mit der Weinstein- oder Essigsäure eine chemische Verbindung eingeht. Der beigegebene Zucker versüßt das Getränk.
Bringt man das Brausepulver in eine Flasche imb verkorkt sie schnell, so entsteht ein hoher Druck, der nach einiger Zeit den Kork mit einem Krach heraustreibt, Ivie bei einer Champagnerflasche; denn was im Champagner „moussiert", ist die freiwerdende Kohlensäure.
Treffen in der Erde kohlensaure Salze mit _ andern Mineralien und Salzen zusammen und mischen sich mit Wasser, 10 daß die Kohlensäure frei wird, so treibt diese dos Wasser durch einen natürlichen Spalt oder durch ein Bohrloch an die Erdoberfläche. Wir Baben einen Sprudel. Künstlich kann man dies mit einer Flasche erreichen, wenn matt die Flasche mit einem Kork verschließt, der von einer Glasröhre durchbohrt ist, die in das Wasser der Flasche reicht. Durch den Druck der Kohlensäure wird das Wasser heraus- gedrängt.
Tatsache ist, daß der Sprudel in Soden mehrmals stillsta u d. Jedesmal war ein äußeres Eingreifen der Anlaß. Da der Sprudel kalt ist und meßen des hohen Salzgehaltes große Mengen Kohlen, säure absorbiert festhält, so ist es schtver, ihn in Be- tvegurH zu bringen. Dazu kommt noch die Reibung an der Wandung des Rohres auf 450 Meter Länge, die überwunden werden muß.
Durch fortgesetztes Anfängen zweier luftleer gepumpter Kessel, die abwechselnd angeschlossen und, wenn vollgei» ugt, wieder entleert wurden, gelang cs, die .Kohlensäure wieder zum Moussieren und den Sprudel wieder in Tätigkeit zu bringen.
Gotterdlenstordnrmg.
Donnerstag, 14.August. Frauenberg, Nachm. '/»e feierliche Vesper u. sakram. Segen.
vermischter.
* Auf der Kieler Reichswerft erfolgte beute morgen um 8 Uhr beim Verladen von Munition eine Explosion, die eine furchtbare Verheerung anrichtete. Die in der Nähe der Nnglücksstelle weilenden Personen wurden zerrissen oder schwer verletzt. Bis jetzt wurden 4 Tote und eine große Anzahl von Verwundeten gezählt. Auch in der gegenüberliegenden Germaniawerft gab es Verletzte. Der Materialschaden ist bedeutend. Tausende von Fensterscheiben wurden zerstört.
* In dem große« Munitionslager bei Bail- leu l erfolgte am Sonntag abermals eine Explosion von 9000 angeblich giftigen Gasgranaten. Viele Opfer sind zu verzeichnen. Fast ei« 'ganzer Viertel von Bailleul wurde verwüstet.
* Die Tschechoslowaken werden buchstäblich unter einen Hut gebracht, Ihre Regierung hat die Hut- fabriken angewiesen, einen Ejnheits - Volkshut für 25 Kronen herzustellen.
Gedöchinisaufftischung.
Sic Vorgänge der jüngsten Zeit lassen es angebracht erscheinen, einmal darauf hinzuweisen, wie man zur Zeit des deutsch-französischen Krieges in der tonangebenden englischen Presse über die elsässisch e«F rage dachte. Am 20. August 1870 schrieben die „Daily News":
„Vor beinahe 200 Jahren Hot Ludwig XIV. das Elsaß gestohlen. Verjährung mag den Diebstahl decken, aber er deckt nicht die Berechtigung der Wiedereroberung. Die Bevölkerung des Elsasses ist deutsch durch ihre Abstammung, Sprach« und Lebensweise. Don den Bewohnern der übrigen Provinzen Frankreichs werden sie kaum als Franzosen angesehen."
Wenige Tage darauf — am 31. August 1870 — äußerte sich dasselbe Blatt folgendermaßen:
„Das deutsche Heer ist ein V e r t e i d t g u n g s h' e e r, ein Heer, das wissen muß, warum es sechien soll und nicht mit Leichtsinn die Wafie um die Hüfte schnallt. Die Geschichte Frankreichs, des Feuer brand es von Europa, singt ein anderes Lied. Gerade in dem jetzigen Krieg noch zog Frankreich aus, um Hand an alles zu legen, was ihm unter die Finger kam, und es ist kaum zu bezweifeln, daß, wäre ihm der Sieg zugefallen, „ber Kaiser mit seinen Ratgebern nicht die Kraft gehabt hätte, dem Geschrei des Volkes sich entgegenzustemmen und nicht zur Einverleibung Belgiens zu schreiten. Wenn wir es schon nicht lassen können, die Deutschen in England mit einer wenig edlen Geschästseisersucht zu betrachten, so wollen mir doch nicht mit unvernünftigen Befürchtungen den Charakter der großen Nation schmähen, die so macker für ihre Ehr« und die Sicherheit ihrer Heimat gekämpft hat."
Und die „Times", die sich heute im Haß gegen alles Deutsche und in erheuchelter Freundschaft für Frankreich nicht genug tun kann, sagte am 7. September 1870:
„Elsaß und Lothringen, mir meinen Deutsch- Lothringen, oder mit anderen Worten, den Besitz von Metz und einem schmalen Streifen von Lothringen mit den Vogesen und dem Elsaß, sind die niedrigsten Bedinaungen, rnelche die friedfertigen Deutschen als Grundlage zu Friedensverhandlungen gelten lassen. Unser Rai an Frankreich geht bei dieser Gelegenheit dahin, sobald mie möglich sich mit Deutschland zu einigen, selbst rnenn die hier aenannten Gebietsverluste tn den Bedingungen enthalten sind."
Das sind Aeußenmgen, die man heutzutage vermutlich in England bereuen würde, wenn man nicht ein festes Vertrauen auf das kurze Gedächtnis der Deutschen setzte. Und dies wollten wir hiermit auf» frischen. ______________
Sur dem Uaqbargedkt.
!! Hünfeld. Vom 15. August d. I. treten bei dem Personenzug 2212 folgende Aenderungen ein: Wenig en tast» Mansbach ab 4,27, Treischfeld ab 4,42, Großentaft ab 4,54, Eiterfeld ab 5,18, Leimbach (Rhön) ab 5,27, Steinbach (Rbön) ab 5,40, Burghaun Ost ab 5,53, Hünfeld an 6,05.
(§) Kassel. Infolge Meinungsverschiedenheiten über die Besetzung der Direktorstelle drohen die Straßenbahner in den Streik zu treten.
tTttS Obrrhesssn und vrn h«ff. Ae«trr«.
Marburg. Eine hier abgehaltene Dertrauens- mäimerversammlung des hessischen Dauern- Vereins beschloß eine freiwillige Eierab- [ieferung für die Kliniken und Kranken Marburgs herbeizuführen, weil die jetzt aufgekauften Eier nicht bis dahin gelangten. Die Eier sind an die Vertrauensmänner zum Preise von 50 Pfg. abzugeben. Ferner nahm man eine Entschließung an des Inhal- tes, dagegen Einspruch zu erheben, daß das Getreide unter Teilung des Kreises an den Händlerverband und an den Erzeugerverband abgeliefert werden muß. Es wird aufgefordert, daß die Bauern nach freiem Ermessen jedem mit einem Ausweis versehenen Aufkäufer beider Verbände verkaufen dürfen. Sm weiteren Verlauf der Versammlung wandte man sich gegen die Mühlen ko ntrolle und beschloß, das Landratsamt zu ersuchen, zu veranlassen, daß in jebem Dorf zunächst bie ortsansässigen Nichtselbstversorger mit Mehl beliefert werden, damit die Transport- und Vermittlerkosten sich erübrigen. Die Dreschlöhne wurden auf 7 (mit Presse 8) Mark festgesetzt. Weitere Beschlüsse richteten sich gegen die Stallrevisi0- n en die Probemelkungen, die schwarzen Listen wegen der Viehbelieferung und sonstige Mißstände. Die Milch- und Butterpreise sollen mit denjenigen der Nachbarkreise in Einklang gebracht werden. Geschieht dies nicht, hört die BeUeferung der Molkerei auf. Zum Schluß beschloß man, daß der Vieheinkaufskommission ein Vorstandsmitglied des Bauernvereins an» gehören soll.
# Ziegenhain. Wie in Friedenszeiten ging auch die diesjährige SalatkirmeS unter überaus großer Beteiligung aus allen Teilen der Schwalm imb der weiteren Umgebung vor sich. Zahlreiche Fremde wohnten dem Volksfeste bei und die Der« arfftaKung wies wieder jene? harmonische und charakteristische Gepräge auf, hem sie ihren Ruf verdankt.
Diese Uebcrtragimg brachte der Anstalt Zuwachs von 2343 Besicherungen über 2 176 653 Kapital. ' Insgesamt waren im Berichts-
7\ Hess.-Rass. Lebcusversicherrtngs-Anstalt. Dem Tätigkeitsbericht für das Fahr 1918 entnehmen wir folgendes: „Das abgelaufene Jahr hat für die Anstalt trotz der ungünstigen Zeitverhältniffe eine bedeutende Weiterentwicklung gebracht. Zunächst wurde der vom Verbände öffentlicher Lebens- Versicherungsanstalten im Reg.-Bezirk Kassel bisher abgeschlossene Bersicherungsbestand auf die Anstatt übertragen. Diese Uebertragung brachte der Anstalt
00m ersten Tage seines Pontifikates an es nicht ffen, stets aufs neue auf bVn Gegensatz dieses gegen den Geist des Christentums hinzmvei- geme gedankenreiche Antrittsenzyklika war eine große Anklage gegen den Geist der modernen ^maliftifchen Kultur, welche das furchtbare Un- m über die Welt gebracht hat und die Völker in 1 namenloser Weise für die seit Sahrzehnten begangen Frevel am Geiste der Religion der Liebe büßen J Mü allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln trotz aller Anfeindungen aus der Mitte der krieg- Menden Nationen hat er unverdrossen immer wie- g versucht, der schwerbedrängten Welt den Frieden 1 vermitteln. Er ist unermüdlich aufgetreten gegen tu um sich fressenden Völkerhaß, er hat stets, dem Wie der Friedensreligion getreu, zur Eintracht und n Liebe gemahnt.
Das gleiche gilt vom ganzen deutschen Epi- tvpat ohne irgend eine Ausnahme. Die deutschen kichöie haben in allen ihren Kundgebungen wahrend v Krieges sich fortwährend auf den Boden christ-
machen möchte. ist zwar noch nicht an der erschöpfender Weise darzulegen, mit welcher «»katzfcstigkeit gerade in Deutschland die Bischöfe christlichen Forderungen der Gerechtigkeit und eingetreten sind, aber es sollen hier wenigstens “L Hinweise auf wichtige Tatsachen gegeben wer» B%ie geeignet sind, diese Sachlage zu beleuchten. Zunächst darf nicht vergessen werden, daß aus -Verhalten vereinzelter Vertreter der Kirche in
Auffassungen gestellt, mit keinem Worte haben je den Geist der christlichen Liebe verletzt, nie ist Wort der Feindschaft gegen die übrigen Völker ihre Lippen gekommen. Alle Hirtenbriefe Mg deutschen Bischöfe in der Kriegszeit können vor Urteil der Geschichte bestehen, nie find sie mit der ihnen verkündigten Lehre in Widerspruch gera- Sie hoben sich vielmehr nach dem Vorbilds des in Rom und in Verbindung mit ihm unabbemüht, die Leiden des Krieges zu mildern und Einrichtung von Hilfswerken den Notleidenden p bringen, wobei sie auch der Angehörigen der Deutschland kriegführenden Nationen gedachten, fei hier nur hingewiesen auf die gesamte Tätigkeit kirchlichen Krieashilfsstelle in Paderborn, auf die rge für die Kriegsgefangenen in den deutschen nenlagent, auf die kriegsgefangenen ftemden riestern liebreich gewährte Unterstützung. Es wurde M ein eigenes Priesterseminar für die französischen Wogen eingerichtet, um ihnen die Fortsetzung ihrer Wen zu ermöglichen.
Durch die Vermittlung deutscher Bischöfe wurde k Beschießung der Kathedrale von Reims verhindert, »de die Gleichstellung der ftanzösiichsn Priester in i Behandlung mit den Offizieren, die Einschränkung 0 schließliche Aufhebung her Deportationen in Del- ”* und Frankreich, die Erhaltung der Glocken in Veilchen Kirchen durchgesetzt, die Milderung von Stra- n, ja die Lebensrettung von Belgiern und Franzosen reicht. Es kann hier nut auf vereinzelte Fälle hin- Miesen werden, weil so vieles unter der Hand ge- lajeji ist, daß davon nur das allerwenigste je in e Oeffmtlichkeit bringen dürfte. Der Heilige Vater ’ allen diesen Gründen den deusschen Bischöfen etzmals ausdrücklich feine Anerkennung für die niu- AMge Haltung während des Krieges in den wärm» ui Worten ausgesprochen.
v-fft nicht leicht, über alle diese Dinge in der DEchkeit zu reden, weil es nicht Sitte kathoüfcher ®9®Wen ist, derartige Betätigungen ihres Hirten- mes in weiteren Kreisen bekannt zu machen, Wenn tf®en A^ri über die Arbeit der deutschen Bischöfe ^fem Gebiet veröffentlicht werden könnten, wenn
„Sprudelstreik".
®on 8- I. Brau« (Soden-Stolzenberg)-Ulmbach.
und der infolge her allgemeinen Teuerung gegen früher bedeutend gestiegenen Verwaltungskosten hat die Anstalt in ihren beiden Geschäftszweigen mit Ucbcrschuß abschließen können. Der Ueberschmß beläuft sich in a) in der Großen LebenSversicberung auf 45 017,42 Mark, b) Volksversicherung auf 28 214,88 Ml. Ties« Beträge kommen uux den Versicherten zugute. Eine Regelung der Dividendenfrage konnte bisher nicht vorgenommen werden, weil cS infolge der mit der Besetzung von Wiesbaden cingetretenen Verkebrsein- schränkungen nicht möglich war, eine beschlußfähige Hcruvtversammlung zur Genehmigung der notwendigen Geschästsplanäuderungen zusammemzubringen."
(Nachdruck verboten.)
^^.^bleiben des Pmifikus-Sprudels in Soden ’ Zig." vom 11. August) regte die folgen» U?°to Legen wir uns die Beantwortung der Was ist ein Sprudel? Streng genommen Kj™ ^uell, der aus dem Erdinnern aus eige- E.-.aft hervorsprudelt und gewöhnlich Salze und enthalt. Während die Quelle aus der Erde vst^..«eigt der Sprudel mit einer größeren ssülle in die Luft empor gleich einem Spring' t gibt natürliche Sprudel, die den Weg
Sifina?-ohne Menschenhilfe gefunden haben $ h 1 $ e' ki« erbohrt sind. Man unterscheidet faft 5?dtc rind kalte Sprudel, je nachdem sie aus t frXnJSJ. geringerer Tiefe emporsteigen. Je näher _uln so kälter, je tiefer aus dem Erd- SSt oX 0 warmer strömen di« Wasser.
1 fixniln zur Beantwortung der Frage über, l bit ,-^vAch, daß aus großen Tiefen das Wasser Dch»^?flöche getrieben Werben kann? Diesen •ft fielen die in dem Wasser enthaltenen tt wird es Kohlensäure (C O 2) sein,
i C 1? .^toefeb und Kohlenwasserstoff (S H 4 I können bei manchem Sprudel schon durch SeS? sestMüellt werden.
Bt ngeheurc Kraft notwendig ist, um je Sprudel zur Erdoberfläche zu treiben,
'v'toiel zeigen. Der Pazisikussprudel in ütit ».'viunirer, der durch die Bemühungen des he Schulz erbohrt Ivurde, hat eine Rohr- K Metern ins Erdinnere. Wollte man
011. heben, so wäre eine Kraft von 25 Kl? < erforderlich: denn eine Atmosphäre hebt J 18 Meter hoch.
f Erfahrung bestätigt, kann der Sprudel ta<fi# ?jcn feines Ausflusses zum Stehen Ah. Das ist um so leichter möglich,
Nfitt fr-? ^fleralhaltiger ein Sprudel ist umd je d?'? er enthält. Auch kühlt sich der He r A-iepe auffteigende Sprudel umsomehr Len kälteren Oberschichten nahe kommt.
«stMemäß nimmt das Wasser aber umso- H. ’e' besonders Kohlensäure, auf, je kälter Bfatf ; s” ivärmer, so entweicht die Kohlensäure, der ein Sprudelbad nimmt, en, einströmenden Sprudelwasser ent- W ist vsäupe. Sobald ober bie Badewanne me Heizluft odep -dampf die Heizrohre '-^entsteigen hem Wasser reichliche Blasen:
■ES^ loure entweicht mit der zunehmenden Tem-
— Den Bedarf des TNenschcn ap den hauplnähr- skaffen im allgemeinen festzustellen, ist eine schwierige Aufgabe, zumal erhebfiche Derschiedenheiten nach Körperbau und Veranlagung des einzelnen Menschen, nach Jahteszeft usw. bestehen. Professor Boruttau kommt in der „Umschau" nach einer sorgfältigen Untersuchung zu dem Ergebnis, daß ein gesunder Mensch jährlich etwa das Zehnfache seines Körpergewichts verzehrt, nämlich bei 70 Kilogramm Eigengewicht rund 666 Kilogramm Nahnmgsmittel. Diese können sich zweckmäßig folgendermaßen verteilen: ein tüchtiges Kalb, ein schwerer Dorsch, ein halber großer Laib Käse, 7 große Milchkannen von etwa je 10 Liter Milch, Eier im Gewicht von zwei ausgewachsenen Hühnern, ein Butterfaß voll Butter (5 Kg.), ein Faß Pflanzen- fett (12 Kg.), Fischfett in Farm eines Riesenaals (5 Kg.), die Füllung einer großen Plakatsäule tntt Brot und Kartoffeln, eine Badewanne voll Gemüse, ein Sack voll Hülsenfrüchte und zwei Zuckerhüte.
— Daß die Volksmedizin bereits Heilmittel imb .Heilmethoden kannte, die die moderne Wissensöbaft tote»' der entdeckt hat, darauf weist Hofrat Dr. Ising in „Natur und Kunst" hin. So kannte die alte Volksmedizin vortreffliche Abfübnnittel, die fehr einfach waren, z. B. Seefand ober Leinsamen, und doch Vorzug, lich wirkten. Die Dauern in der Gegend von JoachimS- thal banden sich bei rheumatischen Schmerzen gewisse Steine auf die schmerzhaften Stellen. Die neuesten Forschungen haben ergeben, daß diese Steine aus Uran- vechblcnde bestehen. Tie Uranvechblende enthält aber bekanntlich einen radioaktiven Stoss, so daß die alten Bauern bereits eine unbewußte Radiumkur an wandten. Auch die Heilkraft, die in der Volksmedizin gewissen Döoosen und Kräutern zugeschrieben wird, enthält sehr wertvolle Beobachtungen, die die wissenschaftliche For. schung nur bestätigen konnte. Besonders bezeichnend ist dafür die Verwendung des ZinnkrauteS, dessen Hauptbestandteil die Kieselsäure ist. Erst allerjüngste Untersuchungen haben ergeben, daß Kieselsäure zum Ausbau unseres Körper?, vor allem seines Bindegewebes, absolut nötig ist. Die Volksmedizin abex hat eine
fahre 1918 an neuen Anträgen zu erledigen: 4879 Anträge über Mark 6 982136 Kapital. Dazu kommen noch 18 Anträge auf Rentenversicherung mit einer Einzahlung von Mk. 117 006,80 über Mk. 11 689 Jahresrente. Der Neuzugang an angenomme- nen und eingelösten Versicherungen beläuft sich im ganzen auf: 442ß Versicherungen über Mark 5 792 343 Kapital. Nach Abzug des gesamten Abganges verblechl für Ende 1918 ein Verficherungsbestand von 19 224 Versicherungen über Mk. 22 477 186 Kapital und 62 Rentenversicherungen über Mk. 40 014 Jahresrente. Der Verlauf der Sterblichkeit im Berichtsjahre wurde ungünstig beeinflußt durch den Krieg und die wiederholt auftretenben Grippeepidemien. Trotz der für die junge Anstalt erheblichen Schäden
Akademtter-Gedächtnis-Kirche.
Ein interessantes Kapitel der neueren Geiste"- geschichie ist die Art und Weise, tote Nationen den Dank an die Helden, welche ihr Blut für des Vaterlandes Freiheit und Größe Hingaben, sichtbar zum Ausdrucke brachten Auch auf diesem Gebiete zeigt sich in neuerer Zeit die Verweltlichung der Kultur. Während das gläubige Mittelalter auf der Wahlstatt eine Kapelle oder ein Kloster erbaute, wo fromme Mönche für ewige Zeiten das hl. Meßopfer darbrachten, damit die Seelen der Erschlagenen Ruhe fänden im Jenseits, sehen wir in unseren Tagen gewaltige, mit ungeheuren Kosten errichtete weltliche Denkmäler aus jenen Plä- ßen. Mit der Kunst fehlt auch der christliche Geist in der ganzen Epoche. Vielleicht lag es daran, daß der Sieger zu solchen Gedanken nicht gestimmt ist.
Heute ist die Lage anders. Stegesdenkmäler zu bauen, hat uns die Vorsehung nicht gegönnt; nur das Verlorene können wir beweinen, nicht tett Gewinn bejubeln. Wir Katholiken haben die Pflicht, in Fortführung der guten und christlichen Tradition, die bei uns niemals durch eine Epoche der Hingabe an die Welt wie in der modernen Kultur abgelöst worden ist, auch in der Totenehrung unfern katholischen Geist zu zeigen. Die katholffchen Akademiker wollen für die gefallenen deutschen katholischen Studenten und Akade- mike als Ehrenmal eine Gedächtniskirche erbauen, wo immerdar für ihre Seelen das hl. Meßopfer dargcbracht werden wird. Diese Kirche dient idbei auch zugleich den lebenden Akademikern da sie in einer Diaspora-Universstätsstadt erbaut werden wird. Die Mehrzahl der Akademischen Bonisatiusvereine bat sich für Göttingen entschieden, wo die dringendste Not am ehesten zu lindern ist. Es bedarf wohl nur dieses Ausrufs an die deutschen Katholiken, daß sie durch Spendung eines Beitrages einem Herzensbedürfnis nachkommen können: Die gefallenen Helden zu ehren,, den Lebenden zu helfen, das Vaterland wiederauszu- bauen. Gaben werden dankbar entgegengenommcn von dem Gencralsekretariat der Akademischen Bonifatius- vereine Paderborn, Giersstr. 29 (Postscheckkonto Amt Köln 37 950).
Richtung von Frankfurt: 621 W von Flieden, 818, 957 D, 255, Z04 D, 318 D, 538, 649, 841, 1022, 1227 v.
Richtung von Bebra: 443 v, 628 w von Hünfeld, 852, 406 D, 231, 436 D, 647, 740 D, 9oo W von Hersfeld.
Richtung von Gießen: 637 W von Alsfeld, 822 w von Lauterbach, 1129, Z33 W, 918 w von Lauterbach, 1016.
Richtung von T a n n: 637, 1112 W, 252 w, 430 8.
Richtung von Gersfeld: 635, 148 w, 425 tz.
Abkochung aus Zinnkraut seit langer Zeit gegen Gicht, Blasen» und Gallenleiden, sowie überhaupt gegen mannigfache Krankheiten angewendet. In der wissenschaftlichen Medizin ist die Kieselsäure erst in neuester Zeit zu hoher BDeutung gekommen, so daß man nun sogar eine günstige Beeinflussung der Tuberkulose uud des Krebses durch lange fortgesetzte Zufuhr von Kieselsäure feststellen will. „Wenn wir uns fragen", schließt Dr. Ising seine Ehrenrettung der Bolksrnedizin, „wie unsere Vorfahren vor hundert imb etlichen Jahren dazu kamen, ohne Kenntnis der wirksamen Bestaneteile der Pflanzen diese Pflanzen therapeutisch zu verwenden, so müssen wir minehmen, daß es sich da um ein zufälliges Experiment, um ein instinktives Verfahren bandelt, wie ja in so vielen Fällen die Praxis vorausgehk und erst lange später die erklärende Theorie nachhinkt. Wieder aber bewährt sich bei diesen Forschungen der alte Spruch, daß wir bei fortschreitender Erkenntnis immer mehr zu suhlen bekommen, wieviel wir noch uichl wissen." 'a-,
— Dar«« gehen Tarnen u«d Herren Arm m Arm. Jede Wirkung hat bekanntlich ihre Ursache, auch die Sitten haben ihren Ursprung, der manchmal recht sonderbar ist. Die Sitte, Arm in Arm zu gehen, nimmt freilich immer mehr ab, wenigstens auf der Straße. Nur in Gesellschaft huldigt man ihr noch unentwegt, es würde hier ein großer Ver- stoß sein, wollte man seine Dame nicht zu Tische führen. Dar eine ist ein Zeichen von Vertraulich, feit, da» andere ein Zeichen von Galanterie. Die Sitte selbst aber entsprang einer sehr nüchternen Veranlassung, sie stammt nämlich aus jener Zeit, in der bie Mode hohe Stöckelschuhe vorschrieb, daß die Damen fortwährend Gefahr liefen, zu straucheln, ganz besonders auf byt damals holperigen Straßen. So suchten die Dame» irgend eine Stütze, einen Halt zu gewinnen und henkelten sich an den Arm ihrer Begleiters em. Vorher kannte man so etwas nirgends und nie. All die sehr hohen Stöckelschuhe verschwanden, blieb bie Sitte bestehen und besteht auch heute noch. Die Mode der hohen Schuhe taucht ja immer einmal wieder auf, aber auch bag Straßenpflaster ist besser geworden, hingegen ist daS „Parkett" der Gesellschaftsräume noch schlüpfriger geworden, «nd deshalb muß man eben auch heute noch seine Dame zu Tisch und zu Tanze führe», während bie Führung auf der Straße nicht meh so notwendig erscheint.
uldaer Zeitung Druck der Fuldaer Actiendrrutrrei in Fulda.