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Samstag, S. August 1919

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.y w.® Feststellung der Äeinhett deines Glaubens verlangt, daß Wir bei der Verkündigung des ®ottäs, für welches durch die Gnad« Gottes Ans die Sorge anvertraut ist, dich als Gehülfen

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t reV?5* ,°te A7al)mmz bei, Bonifatius sollte bei der Tauf« sich an den Ritus des Apostolischen

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s®® und dem Römischen Papste Mitteilung machen, falls ihm in der Ausübung seines

- epofew* ^«Du^ein otejer ^ensung tm x/reetn nur oer Lreve Christi drängte nun unablässig den ,«iJ'^en Eann, tröstete ihn in der Trübsal, richtete ihn auf in Zeiten der Niedergeschlagenheit, Dd! ® feinen eigenen Kräften mißtraute, stärkte ihn das Vertrauen auf seine heilige Sendung.

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^wrtoen . Sodann äußert der Papst sich anerkennend über die Lehre, den Wandel und das Vor» r« »es Bonifatius und schließt in Ausübung der höchsten Machtvolckommenhett des Apostolischen 2bl® Bonifatius seiber angerufen hatte, mit diesem feierlichen Befehl:Im Namen tec nnteü« Jr" Dreifaltigkeit, kraft der unerschütterlichen Machtvollkommenheit des hl. Apostelfürsten Petrus, »eck 4®* ^r verwalten, und dessen hl. Stuhl Wir innehaben, befehlen Wir, daß du bei alle« Anglaubens befindlichen Völkern, zu denen du von Gott begleitet gelangen Er j? ^iche Gottes durch Verkündigung des Namens unferes Herrn Jesu Lhristi dienen sollstt^.

Bei der Erwähnung dieser völlig« Einigkeit und Harmonie taucht in Unserem Herzen -er leb» haste Wunsch auf, sie möchte bei allen wieder herbeigeführt werden, auf daßLhristus all« und in eßen* (Koloss. 2, X Y sei.

Nur mit wahrer Freude kann man jetzt, nach Ablauf so viel« Jahrhunderte lese«, was die Schriftsteller jener alten Zeiten, namentlich der dem hl. Bonifatius ungefähr gleichzeitige Willibald, in »chrheitsgetreuer Darstellung sowohl üb« die andern Tugenden und Taten des heiligen Mann«, wie auch besonders über -en Anfang und glücklichen Fortgang sein« im Auftrage Roms bei den "chen Stämmen vollzogenen Missionstätigkeit berichtet haben.

. Vorbereitet durch ein langjährig« Leben im Grdensstande, welch« « in der Anschuld d« ^«Mdjahre in seinem Vaterlande begann, machte Bonifatius gleichsam zur Probe einen Versuch d« «postolischen Wirksamkeit unter heidnischen Völkern. Doch « kam zu d« klaren Aeberzeugung, es " ßch ein großer und dauernder Erfolg nicht erzielen ohne die Zustimmung und Genehmigung, btfnt dir eigentliche Sendung und Beauftragung des Apostolischen Stuhl«.

Deshalb legte « die ehrenvolle Würde d« Abtes nieder, entwand sich dem Widerstreben und « Tränen feiner Grdensgenossen, sagte seinen Brüd«n Lebewohl, reiste durch weite Länderstrecken md aber unbekannte Meere, gelangte glücklich zur Stadt d« hl. Apostels Petrus und an -en damalige«

. d« Apostolischen Stuhles, den Papst Gregor II. sich wendend,offenbarte er ihm den An» btzMer Reise und sein« Ankunft und «öffnete ihm, welch brennende Sehnsucht « schon lange Da nahm d« Heilige Vater den heiligen Mcmnwat heiterem Antlitz und «stlnoen Augen* auf und redete nicht bloß einmal zu ihm, sondernhatte fortan mit ihm tägöch «w eingehende Besprechung* (Willibald, Leben d« hl. Bonifatius, Kap. V, (2. jtz) und über» tag 5?m schließlich mst ehrenvollen Worten und auch durch eine schriftliche Urkunde die Verkündigung Lvangttiums bei allen Volksstämmen Deusschlands.

jn dieser Urkunde erklärt und betont L« Papst noch viel deullich«, als die Schriftstell« jener « ? j Auftrag desApostolischen Stuhl«" oder desApostolischen Hohensmesters" errväh««i, swrcr und die Ausdehnung -er dem Bonifatius übertragenen Mffion.

Denn er redet zu ihm mit Worten von solch« Gewichtigkeit und Autorität, daß eine größere ^"^öglich ist:Die Offenbarung deines frommen, aus Liebe zu Lhristus gefaßten Entschlusses

fc Et diesem Schreiben ist klar ersichtlich, welche Liebe und Verehrung bet ^Lge Papst . «vntsattos gchegt hat, und welch väterliche Sorge für alle Völkerstämme Deusschlands, denen er w heuigen, ihm fo teuren Glaubeusboten sandte.

Bewußtsein dies« Sendung im Verein mit der Liebe Lhristi drängte nun unablässig den

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Wer möchte diese Einladung und Ermahnung des Vaters überhörsn? W« seine väterliche Be­lehrung, sein Beispiel, seine Stimme verachten? Lin Schriftstell« aus alt« Zeit, ein Landsmann.... Euch, hat ein Wort gesprochen, das fo schön zu der Jahrhundertfeier bre römischen Sendung des Bonifatius paßt:Wenn wir, fo sagt ex, nach der kehre d« Apostels unsere leiblichen (Eltern <ds Erzieher cmerkannt und verehrt haben, müssen wir nicht noch viel mehr unfern geistlichen Vätern gehorchen? Denn geistlicher Vater wird nicht nur der allmächtige Gott genannt, fonbern auch alle, öurch teren Unterricht und Beispiel wir zur Erkenntnis der Wahrheit geführt und zur Standhaftigkeit im Glauben angetrieben werden. Wie Abraham wegen fein« Glaubens und Gehorsams, -er für «He em Muster ist, bet Vater aller Lhristgläubigen genannt wird, ebenso kann d« heilige Bischof Bonifatius der Vater cssk« Bewohn« Deutschlands genannt w«den, da er sie durch die predigt für Lhristus gewonnen, durch sein Beispiel sie gestärkt, schließlich auch sein Leben für sie dahingegeben hat, was die höchste Tat der Liebs ist". (Gtloh, Leben des hl. Bonifatius, Buch, letztes Kapitel.')

Da mm seit jenen glücklichen Anfängen -er katholischen Religion \2 Jahrhunderte verflossen I -ch, rüstet Ihr Luch mit Recht, soweit die Aeitlage es gestattet, zum Jubelfeste, um Euch dankbar I es Gedächtnis zu rufen und würdig zu feiern das neue Zeitalter bet christlichen Kultur, das mit der siendung und der predigt d« hl. Bonifatius begonnen und durch die Tätigkeit seiner Schüler und Ächfolger fortgesetzt wurde, und mit dem all« hell und Wohl Deutschlands seinen Anfang nahm

Mr wissen, Ans« Geliebt« Sohn und Ehrwürdige Brüd«, daß Ihr nicht bloß die frohe Er. ®* tenmmg bezweckt, sondern auch eine Hebung der gegenwärtigen Verhältnisse und für die Zukunst die " «sehnte Wiedecherstellung d« Einhest und -es Friedens auf religiösem Gebiete. Denn allein aus der christlichen Religion und Liebe ensspringen die kostbaren Güter, die Lhristus uns« fjerr und Gott & »om Himmel gebracht und seiner Kirche und seinem Stellvertreter auf Erden, -em Römischen Papste, fa Bewahrung, Ausbreitung und v«teidigung anv«traut hat. Dah« jene enge Verbindung mit tem Apostolischen Stuhle, deren Lördrere und vorblld Euer Bonifatius in vollkommenster Weise --wesen ist; daher bas so innige Verhältnis gegenteiliger Liebe und Unterstützung zwischen dem LZmischen Stuhle und Eurem Volke, das zuerst von Bonifatius mit Lhristus und mit dem Stellv«» toter Lhristi aufs engste verbunden wurde. x

Indem mm Papst Gregor «wog, welch große Ausdehnung das dem Bonifatius zugewiesen« Arbeitsfeld hatte, wie erfreulich die Ernte heranreiste, wie viele schon für die Kirche gewonnen waren, entschloß er sich, Bonifatius jur höchsten Stufe des Priestertums zu «heben und ihm ganz Deutsch­land als bischöfliche Provinz zu übertragen. Seinem Freunde Willibrord hatte Bonifatius früher sich widersetzt, dem Papste aberfügte et sich gehorsam, da er diesem Hohenpriester, dem Inhaber des Apostolsschen Stuhles, nicht zu widersprechen wagte." Zu dies« hohen Ehre fügte d« Römische Papst eine weitere ganz besondere und für die Nachkommen der Germanen höchst bedeutsame Auszeichnung oder woPtat, indem er dem Bonifatius sowohl wie allen seinen Untergebenen für alle Zukunft Freundschaft mit dem 2lp»stossschen Stuhle zusich«te. (Willibald, Kap. VII, 2(). Diese Freund­schaft hatte Gregor schon vorher durch viele Bewesse bekundet, wie durch vreschtedene Briefe an Könige und Fürsten, an Bischöfe, Äebte und den ganzen Klerus, an die Dölf er selbst, teils noch heidnische, teils eben «st zum Glauben bekehrte, allen einschärfend, - sie diesem großenDien« Gott«, -er von d« apostolischen und katholischen Kirche Gott« zur Erleuchtung d« Heiden gesandt sei, Zustimmung od« Hülfe" leisten sollten. (Untre den Briefen des hl. Bonifatius (7 [al. 6].)

Das freundschaftliche Verhältnis zwischen Bonssalws und dem Apostolischen Stuhle wurde von neuem bekräftigt durch den folgenden Papst Gregor III., als Bonifatius nach bet Wahl Boten an ihn sandte. Diesewiesen hin auf das frühere Freundschaftsbündnis, welches von seinem Vorgänger dem hl. Bonifatius und seinen Untergebenen gnädigst bewilligt worden war", fernerberichteten sie über seine Bereitwilligkeit, auch m Zukunft dem Apostolischen Stuhle in Demut untertan zu bleiben" un- schließlich baten sie,gemäß der ihnen erteilten Weisung, - « zur Freundschaft und Gemeinschaft mit dem heiligen Vater und dem ganzen Apostolischen Stuhle als treuergeb«« Diener zugelaffen werde." Der Papst empfing die Boten mit groß« Gebe, verlieh dem Bonifatius neue Auszeichnungen, sogar das erzbischöfliche Pallium und entließ die Boten in ihre Heimat mit Geschenken und verschiedenen Reliquien bet Heiligen". Durch solche Bewesse der Liebehocherfreut, gestärkt durch die Gunst bes Apostolsschen Stuhles und unterstützt durch die Hilfe der gölllichen Barmherzigkeit" (Willibald, Kap. VIII, 25), nahm -re apostolische Mann voll Mut und Kraft die größten und schwersten Aufgaben in Angriff. Er baute mm Kirchen, Hospize, Klöster und Kastelle, durchellte neue Gegenden, das Evangelium verkündet, gründete neue, genau abgegrenzte Diözesen oder reformierte die bereite gegründeten, rottete in ihnen Laster, Spaltungen, Irrlehren gründlich aus und legte allenthalben die echten Keime des Glaubens und d« christlichen Lebens, die wahren Dogmen und die Tugenden. Mit Hilfe zahlreicher von ihm in der Frömmigkeit unterrichteter Schüler und vieler aus England herbei» gerufener Landsleute «zog et wilde und verwilderte Völker zu gesitteten Menschen und Bürgern.

Zahlreich und großartig waren also seine Unternehmungen; die glän^nden Erfolge sein« Msssionstätigkeit hatten ihn mit Ruhm bedeckt, mit Verfolgungen, Anfeindungen und auch Seelen» ängste« hatte er zu kämpfen, zudem war fein Alter infolge bet fortgesetzten Anstrengungen der Ruhe bedürftig, aber trotz alledem war er der Arbeit nicht übredrüffig und gönnte sich keine Ruhe, sondern schaute immer auf den Befehl und die Hllse bes Papfles. Dah«zog « zum dritten Male wegen sein« freundschaftlichen Beziehung zum Apostolischen Hohenpriester und zum ganzen Klerus, in Be­gleitung einer Anzahl feiner Schüler, nach Rom, um sich durch eine Besprechung mit dem Apostolsschen Vater zu erquicke« und in Anbetracht seines vorgreückten Alters der Fürbitte der Heiligen sich zu empfehlen." (Willibald, Kap. IX, 27). Und « wurde auch zmn dritten Male von dem Apostolischen Herrn liebevoll ausgenommen und abermalsmit Gaben und Reliquien bet Heiligen beschenkt" sowie durch ein huldvolles Empfehlungsschreiben geehtt, wie wir aus den auf uns gekommenen Abschriften ersehen.

Huf die beiden Päpste Gregor II. und Gregor III. folgte als Erbe des Römischen Pontifikates sowohl wie der besonderen Sorge für die Deutschen und ihren Apostel der Papst Zacharias, bet die alte Freundschaft nicht nur erneuerte, sondern bedeutend verstärkte, indem er noch vertrauter und liebe» voll« mit Bonifatius verkehrte, ihm wiederholt Boten sandte und einen freundschaftlichen Briefwechsel mit ihm unterhielt. Erwähnt seien nur die Worte, mit denen der Papst in einem dies« Briefe seinen Legaten anredet:.Teurester Bruder, wir hegen eine solche Liebe zu dir, daß Wir dich gerne alle tage persönlich bei Uns sehen und mit dir als dem Dien« Gott« und dem Verwalter Lre Kirchen Lhristi vrekehren möchten". (Unter den Briefen des hl. Bonssatius 5( [al. 50]).

Mit vollem Rechte schrieb also d« Apostel Deusschlands in seinen letzten Lebensjahren an Papst Stephan, der auf Zacharüls folgte:Der Züng« der Römischen Kirche erfleht mit innigster und inständigst« Bitte dies« eine, daß « durch die Müde Sr. Heiligkeit bet Freundschaft und der Der» emigung mit dem Apostolische« Süchte gewürdigt werde." (Brief 78).

Die treue Aechänglichkest an den Apostolsschen Stuhl scheint Bonssatius in der weltabgeschiedenen Schute des liSostrelsbens in sein« Heimat stierst in sich aufgenommen zu haben. Als er sodann in de« Kampf des apostolischen Lebens emtreten wollte, gelobte re sie in Rom am Grabe des hl. Apostel, fürsten Petrus unter Ablegung ein« Lides. Gleichsam als die Seele seines Apostcssatss und ccks"" Richtschnur für seine Missionstätigkeit nahm re sie mit in den Kampf. Standhaft hat re fte bis ans Ende bewahrt und auch alten andern, die re durch das Evangelium zu Kindren Gott« machte, aufs wärmste empfohlen und mit solchem Nachdruck eingeschärft, als sollte sie sein Testament sein.

Z«m Greis geworden und durch Arbett aufgerieben sagte re demutsvoll von sich selbst:Zch bin -re letzte und schlechteste aller Missionare, welche die katholssche und apostolische Römische Kirche zur Verkündigung bes Evangeliums «sgesandt hat." (Brief 67 [al. 22]). Aber im Bewußtsein -er von Rom empfangenen Sendung und ihrer allein im Herrn sich rühmend, pflegte er sich zu nennenden deutschen Legaten der katholischen apostolsschen Römischen Kirche" »nd bekannte, er wolle ein treu« Diener der Römischen Päpste, -re Nachfolger bes kfl. Petrus, und ihr untertäniger und gehorsam« Schüler sein.

So tief hatte sich in fernem Geiste festgesetzt und so fest hastete in ihm, was der Märtyrer «Cyprian als Zeuge der ältesten Uebrelieferung der Kirche so entschieden aussprach:Ls gibt nur einen Gott, nur einen Lhristus, nur eine Kirche und nur eine« Lehrstuhl, der durch das Wort bes Herrn auf Petrus gegründet ist" (Brief siA); was ebenso Ambrosius, jener große Kirchenlehrer, predigte:Wo Petrus, da die Kirche, wo die Kirche, da kein Tod, sonder« ewig« Leben" (Psalmen» erflärung XI, 50); was enMh Hieronymus mit großer Weisheit lehrte:Das Heil der Kirche ist an die Würde bes höchsten Priesters geknüpft; wenn ihm nicht eine unabhängige und alle über» ragende Gewalt zugestanden wird, dann entstehen in der Kirche so viele Spaltungen wie Priester." (Gegen die Luzssreianre 9).

Das w«d auch bezeugt durch die überaus traurige Geschichte bet alten Streitigkeiten und be­stätigt durch die Erfahrung all bet liebel, die aus ihnen hervorgegangen sind. Doch wir leiden selb« unter so vislrer Drangsalen und blutigen Ereignissen. Darum wollen wir jetzt nicht reden von be­trübenden Vorkommnisse« der Vergangenheit, wollen sie vielmchr durch gemeinsame Tränen und, wenn es möglich wäre, durch ewig« Vergessen auslöschen.

Besser also ist «, der früfjeren Einigkeit zu gedenken und den Freundschaftsbund zu feier«, welcher Somfatius, den ersten Apostel der Deussche« und ganz Deutschland mit dem Apostolsschen Stuhle verknüpfte, dessen Sendung den Deutschen ihre Ehristlanifierung und -en Segen einer gesell, schastkichen Organisation gebracht hat.

Wie Zhr wisset, Unser Geliebter Sohn und Ehrwürdige Brüd«, ließe sich hierüber noch viel« sagen, dessen Erwähnung *on Nutzen fein würde. Doch wir haben genug gesagt, vielleicht zu viel, da es sich ja um «ne sellssteerständsiche Sache handelt, die ein« langen Austenantersetzung und vieler Beweise nicht bedarf. Wenn Wir weitläufig« eis notwendig diesen Gegenstand besprochen haben, so geschah es, um in ter Erinnerung an die Vergangenheit einiges Trost ju finden und die (gegen, wart mit desto größer«: Ergebung erfragen zu lernen, in ter Hoffnung, daß diese Einheit uefr dieser Zusammenschluß der Kirchenin ter Fülle des Küedens und in ten Banden ter Liebe" baldigst sich erneuern werde.

Grene verweilten Wir bei diesenrinn«unge« und um so Sabre, weit wir die BesspÄe und die hervorragenden Tugenden «Eures Vorgängers Bonifatius, vor allem jene Freundschaft und enge Verbindung mit dem Apostolischen Stuhle, die Wir i« diesem Schreib« zu schildern Uns vorgenommen hatten, in Eurem Leben und Wirken ausgeprägt sehen und bewundern können. Ls lebt bei Euch und zwar in hohen Ehren Euer Apostel Deutschlands; es lebt, wie er selbst sich nannte,der deutsche Legat der römisch-katholischen Kirche", und noch jetzt arbeitet er an ter Erfüllung -es von Rom empfangenen Auftrags durch fein Gebet, feine Tugenden und seine Taten, durch die er in Wahrheit als Toter noch redet." Indem er so retet, scheint « die Völker, die einstmals die feinigen waren, namentlich zum Anschuß a« die Römische Kirche sinzuladen und aufzumuntern, als getreuer Dol­metsch und Herold unseres Lehrers und Heilandes Jesus Lhristus, ter den Seinigen am meiste« erfleht und empfiehlt, daß sieeins seien".

Die zur Kirche Gehörenden lotet er ein, fest und treu ihr anzuhängen; die von ihr Getrennten ladet er ein, Haß und Feindschaft und Vorurteile abzulegen und vertrauensvoll in den Schoß ter K«che zurückzukohren. Alle Lhristgläubigen, die neu in die Kirche auf genommen und die längst ihr angehörenden, ladet Bonssatius ein, daß sie aushareen im Bekenntnisse desselben Glaubens und in -er Eintracht des Willens, damit hieraus erblühe die göttliche Liebe und zugleich die Einigkeit ter menschlichen Gesellschaft.

Azykllka -es hl. Vaters Papst Venedikt XV. an die deutschen Bischöfe aus Anlaß des BomfatrnsjubilLums.

jßt Unseren Geliebten Sohn Felix der HeiNgen Römischen Kirche fiorbmal- fester Hartmann, Erzbischof von Köln, und an die Ehrwürdige« Brüder die Erzbischöfe und Bischöfe Deutschlands

k Papst VenedM XV.

Aaser Geliebter Sohn und Ehrwürdige Brüder Gruß und Apoftolischsn Segen!

> ter großen Menge von Sorgen und Nöten, die über die Maßen in dieser bitteren Zeit Uns _gn allen Seiten bedrängen es sind, um ein Dort des Völkerapostels anzuwenden,neben dem, ! LL, sonst sich zuträgt, der tägliche Andrang zu mir, die Serge für alle Kirchen" (2. Kor. U, 28) KZ- Wir in letzter Zeit mit gespannter Aufmerksamkest und schwerer Besorgnis die unerwarteten *5gntffe und die heftigsten Erschütterungen bes öffentlichen Lebens verfilzt, die bei Eurem und den j^chbarten Völkern sich abgespielt haben und bis zur Stunde die Gemüter in Spannung halten in gyyarhmg ter Dinge, die die Zukunft bringen wird.

in diesen düsteren Zeiten und in dre allgemeinen Verwirrung leuchtet aus Euren Landen te Schtflnchl auf, em Bote ter Freude und guter Hoffnung, nämlich die frohe Erinnerung an die tot wo vor 1200 Zähren bei ten Bewohnern Deutschlands das Lhrsstentmn feinen Anfang nahm, ichBomfatius zu ihnen kam, vom Römischen Papste zum Herold des Lvanseliums bestellt und vom zposislsschen Stuhle abgesandt, lieber dieses Jubiläum, bas uns ein Anlaß beiderseitigen Trostes E- einer väterlichen Beglückwünschung bietet, möchten wir gegenwärtig zu Euch sprechen.

Zndem Wir anläßlich der Zubelfeire aus aufrichtigem Herzen Unsere Hoffnung und Freude zum ; zerdrück bringen, bekunden wir Unsere Liebe $u Euch und Unsre väterliches Wohlwollen gegen Cure ganz« Nation, und ^gleich gebenden Wir jener alten Verbindung des deutschen Volk« mit »ufern Apostolischen Stuhle, teils an ihr Uns erfreuend, teils sie hrebeifehnend. Sie ist es ja, die bei Loch ten ersten Samen tes Glaubens ausftreute und zu dem erfteulichsten Wachstum brachte, nach» km einem so hervorragenden Manne vom Apostolsschen Stuhle die Sendung erteilt war, die dann küch ten Ruhm segensreichster Tätigkeit geatelt und zuletzt durch das Blut bes Märtyrers bekräftigt

5m ® lernen eigenen Kräften mißtraute, stärkte ihn das vertrauen auf feine heilige Sendung, j, sich sofort, als er bet fein« Ankunft in Bayern und Thüringen, wie Willibald berichtet ' 1 »kraft ter ihm gewordenen Sendung des Apostolischen Hohenpriesters mit einet ta fo. ^spräche sich an die Aeltesten des Vock« und an die Fürsten tes ganzen Santes wandte, F jttm wahren Wege und Lichte der Erkenntnis zu führen."

hft aarf.aS e Bewußtsein der ihm übertragenen Mission duldete bei chm keine Untätigkeit und hielt . &aDon Zurück, aus Liebe zu einer stillen Lebensweise sich an einem Orte festzusetzen und fcöricH T* 'n enem ^afen auszuruhen. Der Gedanke an feine Mission war ihm vielmehr ein toi x ' Schwerste und Niedrigste in Angriff zu nehmen, um fein einziges Ziel, die Ehrs Gottes Scherl der Seelen zu fördern.

folgt,' 11 terfelben Ergebenheit und Ehrfurcht, mit der er den Winken des Apostolischen Stuhles t^iinn er fe?ne Senkung empfangen, sandte er Briefe und Boten nach Rom. Gleich nach ter» .Apostolischen Laufbahnberichtete er dem ehrwürdigen Priester auf dem Apostolischen lnlieg«, "ach alles, was ihm durch Gottes Fügung begegnet war, und betreffs der täglichen fr &.(, ,.E. /urche und bes Wohles der Gläubigen erbat er in vielen Anfragen schriftlich ten Rat Äolischen Stuhles." (Kap. VII IY.) '

ÄL yJ tat Bonifatius mit einer besonderen, ihm chreokterißischen Anhänglichieit, die er selber

V köpfte Zacharias in einem Briefe mit diesen Worten funögab":Seitdem ich vor

MeRs .n ?"t der Zustimmung und auf Befehls tes Apostolischen Bischofs Gregor seligen Ange» Crrt Griübde ("ich öem Dienste bes Apostolischen Stuhles geweiht habe, war es meine L^&teibn 's -S' roa5 ,rnlr freudiges oder Trauriges begegnete, dem Apostolischen Hohenpriester <64 ,3in't wir bei frohen Ereignissen Gott gemeinsam loben könnten, und bei traurigen ich | I ss snm 5at S-stärkt würde." (Brief 59 [al. 57]).

% n stch ltoh viele ähnliche Zeugnisse, die uns zeigen, daß zwischen diesem seeleneifrigen

B ^Iforbar9 «1 Un^ Apostolischen Stuhle der Briefwechsel nie unterbrochen worden sst, und eine "* De«» va^-°n-e unkc Legierung von vier aufeinanterfolgenden Päpsten fortbestanten hat.

* jn ^mischen Päpste versäumten keine Gelegenheit, ihren trefflichen Legaten zu unterstützen

jte ilitft,. Unö andererseits vernachlässigte Bonifatius nicht das geringste, scheute feine Mühe und

unt.6en Auftrag dieser großen Päpste, die er wie Väter ehrte und liebte, anfs I "i «teste auszuführen und noch weit darüber hinauszugehen.

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