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* Die Bewegung der Alpe» nach Norden. In der letzten Sitzung der bayerischen Akademie der Wks- senschaften wurde auf Grund neuerer Feinmessungen festgestellt, daß die Dreieckspunkte auf dem Wendel­stein und an andern Orten des Nordrandes der baye­rischen Alpen sich im Verlauf des letzten Jahrhunderts

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l . ö lieber Eisenbahnersragen sprach gestern nach- «>ag in einer sehr zahlreich besuchten Versammlung ^evangelischen Lereinshaus der Generalsekretär des gemeinen Eisenbahnsrverbandes ts» Mitglied der Kätzchen Landesversammlung, Act Riedel. Mit . "u« Sachkenntnis ging er auf zahlreiche und be- ff^iGme Fragen ein, die zurzeit die Arbeiterschaft der leilbahn beschäftigen. Er legte die ungünstigen taR k n^e dar, in die durch den Krieg die Pensions- et i-A Eisenbahner geraten ist. Fermr beschäftigte mit dem Preisabbau und der Lohnregetung, iW wunschgemöße Gestaltung durch die traurigen ^.^azocrhältnisse des Staates stark behindert wird, ^ionoers interessant waren seine Mitteilungen über 5stlosen finanziellen Betriebsergebnisse bei der Äi'l- k Ein Fehlbetrag in Höhe von mehreren larden ist für das laufende Rechnungsjahr zu ge- u l’6en- Die Stimmung der Allgemeinheit würde iicfiJr<rEisenbahner wenden, wenn ein belrächt- üy:',dieses Fehlbetrages aus den Steuern jch^rocht werden müßte. Riedel sprach weiterhin ^rrgthcht von den in Erwägung gezogenen Ent- Don überzähligen Eisenbahnarbeitern und tintiik ^^chlassm der Arbeitsleistung. Die Wieder- iich h &er Akkordarbeit lehnte er aber ab. Schließ- er sich mit dem Problem der Angestellten-

Erlcichierungrn des «nsland^rlkchrs. Um Bedürfnissen 'des Verkehrs soweit entgegenzu»

„ ,vie es mit der Notwendigkeit, die Steuer- LT -u verhindern, vereinbar ist, hat der Reichs- itter der Finanzen, die Postüberwachungsstellen «wiesen, die gewöhnliche Briefpost künftig nur ^stichproveweise zu Prüfen. Gewöhnliche -,fe nach dem Auslande können deshalb ' ietzt ab verschlossen aufgegeben werden. Lfdrtiebene Briefe, Wertbriefe und Postan- britcen sowie die Paketsendungen unterliegen da- nach wie vor der Prüfung. Es sind indes ändere Maßnahmen getroffen worden, um auch diese Sendungen jede unnötige Verzögerung zu rmeiben- Die Telegrammüberwachungsstellen sind «roieien worden, künftig Telegramme ohne xchsung zu befördern.

v ,9) Beschleunigter Frühdrusch. An alle 2anb- •J, roirb amtlich die Aufforderung gerichtet, soweit jTmil den vorhandenen Kräften und Betriebsmitteln ist, den schleunigen Frühdrusch und die so- ®7tiae Ablieferung des Ertrages der n ernte vorzunehmen, da es int Jntereffe der -vrloraung unbedingt notwendig fei.

" /n Borläufig zwecklos. Da die Verhandlungen «t>er die Grundbedingungen für den Wiederauf- von Nordfrankreich noch nicht abgeschloffen sind, vt e$ zwecklos, jetzt schon Bewerbungsschreiben an 5 Behörden zu 'richten. Die nötigen Bekanntmach' «naen werden erlaffen. Vor einer Anwerbung durch Mvatunternehmer ist zu warnen.

post aus Frankreich. Vom 1. August ab ist U, Postverbindung zwischen Frankreich u. Deutschland für Geschäftsbriefe, Kataloge, Preislisten und Muster- sevdungen wieder ausgenommen worden. Für Pri- Hatkorrespondenz werden ledigllch Postkarten Elasten. Alle Sendungen können auch eingeschrie-

befördert werden. Aus der Meldung geht nicht bsvor, ob sich diese Bestimmung auch auf die Post- oabindung zwischen Deutschland und Frankreich ^'fSleu eingelegte Züge. Zur Entlastung der D- ^jjae 1 und 2 sind bis auf Wefteres sogenannte Bs- Äs-D-Züge von Berlin nach Frankfurt und umaekehn eingelegt worden. Die Züge verkehren wie Mgt- Ab Fulda nach Berlin 11,37 Uhr nachts; ab Fulda nach Frankfurt a. M. 5,47 Uhr früh.

A Die Viehzählung in beiden Hessen. In der Provinz Hessen Nassau wurden am 2. Juni in Sjg 990 viehbesiyenden Haushaltungen 85 715 Pferde, 489388 Stück Rindvieh, 233 433 Schafe, 329 180 ßchweine, 293 591 Ziegen, 1743 878 Stück Feder- hieb und 273 468 zahme Kaninchen gezählt. In Lesten-Darmstadt zählte man 158 221 viehbesitzende Haushaltungen mit 56 624 Pferden, 278086 Stück Lindvieh, 72807 Schafe, 183 462 Schweine, 160328 jitgen, 1041745 Stück Geflügel und 179 540 zahme Kaninchen.

(i) Do ist das Werbebüro für Japan? Diese Frage wurde uns dieser Tage am Telephon vorgelegt und dann von dem Anrufer, einem jungen Wann aua Wüstensachsen, erzählt, er habe von verschiedenen Seiten gehört, daß deutsche Kriegstellnehmer unter sehr günstigen Bedingungen für, Japan angeworben würden. Wir haben dem Anfrager sofort erwidert, daß Mißtrauen gegen eine solche Anwerbung sehr am Platze sei. Wir hieften eine solche Sache für Schwin­del. Die „Franks. Ztg." bringt heute unter per Spitz­marke „Japanische Stellungsangebote — ein grober Schwindel" folgende Enthül­lung: Eine Agentur S. van der Burg, Am­sterdam, Falkstraat 2 0, versendet Werbebriese an ehemalige deutsche Kriegsteilneh­mer, in denen ihnen verlockende Angebote für eine Anstellung durch die japanische Regierung gemacht wer­den: Ingenieuren, Verwaltungsbeamten und ehemali­gen Offizieren werden ein Monatsgehalt von 2000 Mark und überdies ein Handgeld von 5000 Mark, Handwerkern, Industriearbeitern und Kaufleuten ein Monatsgehalt von 1200 Mark und ein Handgeld von 3500 Mark — nach Kurs 1914 zahlbar! — in Aus­sicht gestellt. Die Ueberreiss ist frei, ja man darf so­gar Angehörige kostenfrei mitnehmen. Aber jetzt kommt der Haken: Bei Einsendung eines auszu- fullenden Fragebogens sind 2 0 Mark fürAnnon- c_tn, Schreibgebühren, Porto und auch als Garantie für das ernstliche Interesse des Bewerbers mitzu­schicken. — Das Frankfurter Blatt spricht die Ver­mutung aus, daß schon viele deutschen Kriegsteilneh­mer auf diese Weise um 20 Mark ärmer und um wir recht enttäuschte Erfahrung reicher geworden sind. Die japanische Regierung denkt gar nicht daran, deutsche vfsiziere und Soldaten anzuwerben, denn erstens ist kr japanische Frontoffizier selbst sehr tüchtig und zwei- mns würde sie, falls nötig, Fachoffiziere technischer Waffengattungen sicherlich nicht in Deutschland suchen, ^ne Anfrage aus Wüstensachsen legt uns die Ver­mutung nahe, daß auch in unserem Leserkreis das -Werbebüro Opfer gefunden hat.

0 Den Werl einer Zeitung schätzt man erst dann, ^enn sie ausbleibt oder, wie gestern, mit ganz bedeu- ®joen Verspätungen ins Haus kommt. Das ^.‘tätigten uns die zahlreichen telephonischen Anfragen, ^>t denen unsere Geschäftsstelle bestürmt wurde. In- >Ae eines erheblichen Maschinendefekts beim Elektrizi- Mtrwerc versagte die Stromlieferung. Erst um halb 6 sthr konnte der Druck der Zeitung beginnen, um Ae-lb darauf für einige Augenblicke unterbrochen und abe: energisch bis zum Schluß fortgesetzt 311 r^den. Kein einziger Zug ist erreicht worden und Stadt gelangten die Tagesneuigkeiten erst gegen ^nl> in die Hände der Leser.

. Bevorstehende Aufhebung der Sleider-Dezug- :,7^upflicht. Wie man in Berlin erfährt, steht die Erhebung der Bezugscheinpflicht für Web-, Wirk- Stückwaren unmittelbar bevor. Eine entspre- “me Verordnung des Reichswirtschaftsministers Bnti) in den allernächsten Tagen veröffentlicht werden.

ziehentllch Nordwesten verschoben haben. Der Nord­rand der Alpen ist also München um eine Kleinigkeit näher gekommen. Gleichzeitig trat, während Mün­chens Höhenlage unverändert blieb, östlich von Mün­chen, und zwar bis in das Salzburgische hinein, eine leichte Bodensenkung ein, die den auf das gleiche hinauslaufenden Beobachtungen in der Boden­see-Gegend entspricht. Man hat berechnet, daß die Senkung sich in tausend Jahren auf drei Meter be­laufen würde. Beide Erscheinungen, sowohl die Aus­dehnung der Alpen nach Norden wie die Senkung im Osten Münchens, sind als unbÄeutrnde Nachwir­kungen einer viel stärkeren älteren Dodenbewegung autzufaffen.

** Eine Hitzewelle in Amerika. ,Dailly Tele­graph, meldet aus New-Iork, daß die östlichen Staaten von Nordamerika von einer furchtbaren Hitzwelle heimgesucht werden. Die Durchschnitt» temperatur beträgt 100 Grad Fahrenheft im Schatten.

* Das Siegesdenkmal der Amerikaner wird nach einem Beschluß des Kongresses in Washington errichtet und ein gewaltiges Bauwerk werden, dessen Rohkosten, also ohne die innere AusstattutW, etwa 50 Millionen Mark betragen sollen. Das Gebäude dient zunächst zur Ausnahnne eines groß angelegten Kriegsmuseums mit einem Paradesaal zur Verherrlichung der am Siege hervorragend beteiligt gewesenen Männer, ferner wird es ein Archiv und eine Bibliothek enthalten und eine Menge Ver­sammlungsräume verschiedener Größe für na­tionale und internationale Kongresse. Das Denkmal wird den offiziellen Namen „Siegespalast" bekommen.

♦ 5000 Jahre alle Gräber. Ca. 200 Gräber aus der ältesten ägypttschen Geschichte wurden bei Elwosta in Aegypten entdeckt. Sie haben ein Atter von etwa 5000 Jahren, da sie aus der Regierungszeit der ersten Dynastie des Menes stammen'. Menes oder Mena gift der Sage nach als der älteste König Aegyp­tens. Er verstand es bereits, den Nil abzudämmen und soll auf einer so gewonnenen Stelle die Stadt Memphis gegründet und hier den Psahtempel erbaut haben. Die Ausgrabung und Untersuchung der Grä­ber wird von der Verwaltung der ägyptischen Museen, der auch diese hochinteressante Entdeckung zu verdanken ist, vorgenommen werden.

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die Schlagworte auf diesem Gebiete. Durch alle feine Aeußerungen ging der Gedanke, daß es wünschens­wert sei, wenn die Regierung den Eisenbahnern durch eine maßvolle Lohnverbeflerung guten Willen zeige, andererseits aber die Eisenbahner alles vermeiden müßten, was den Wiederaufixm Deutschlands schädi­gen könnte. Den Streik verutteitte er aufs entschie­denste. Nur wenn die Eisenbahner ihre Pflicht er- füllten, würde Deutschland durch den bevorstehenden schrecklichen Winter hmdurchkommen können.

= Jagdverpachtung. Die Jagd der Stadl- gemarkung, ungefähr 685 Hektar groß, wurde gestern auf zwölf Jahre für 685 Mark (früherer jährlicher Pachtpreis 265 Mark) dem Kaufmann Ludwig Otto verpachtet.

0 Den Aeidd'-ebslähleN schenkt die Polizei scharfes Augenmerk.- In vergangener Nacht erwischte sie wie­der zwei Siebe, welche dort ernteten, wo andere gesät hatten.

-L- Zwei Pseudo-Nimrode aus dem Kreise Fulda hatten sich gestern vor der Strafkammer zu verant­worten. Der eine, ein Maurerpolier, erhielt wegen unbefugten Sagens zur Schonzeit und Nichtablieferung der Schußwaffe drei Monate Gefängnis. Dieselbe Strafe mit Zusatz von 10 Mark wurde einem Mau­rergesellen auf erlegt, der auf eine Ricke schießen wollte, und dem ihn ertappenden Forstaufseher einen falschen Namen angegeben hatte.

s) Wegen Diebstahls eines Bleiblock-, den der vorbestrafte Schreinergehilfe 8t. F. von hier im Jahre 1916 in der „Krätzmühle^ gestibitzt hatte, schickte die Sttafkammer den AngeNagten auf vier Monate ins Gefängnis.

= RHSntnrnfest. Wie un» das kakhol. Pfarramt in GerSfeld mitteilt ist den Teilnehmern des Rhönturn. festes schon um 7 Uhr Geleaenheit geboten, ihrer Sonntagspflicht zu genügen. Hl. Ressen werden gelesen nm 7 und 8V« Uhr in der Pfarrkirche gu GerSfeld und um 9*/i Uhr auf der Wafferkuppe.

= Stadttheater. Wie bereit» mitgeieikt wurde, findet nach Schluß der Abonnementsvorstellungen eine Abschiedsvorstellung de» Hanauer Stadttheater» am Mittwoch, den 6. August, statt. Grillparzers schönstes und reifstes Bühnenwerk. „De- Meeres und der Liebe Wellen", gelangt an diesem Abend durch die Hanauer Gäste zur Darstellung. Eine besondere Note erhält dieser Abschiedsabend durch die Mitwirkung von grl. Katharina Reichert. Die Mnstlerin wird in der Rolle der Hero Gelegenheit haben, noch einmal 'alle Vorzüge ihrer großen Darstellungsgabe zu zeigen. Da weitere Gastspiele vorläufig nicht mehr in Aussicht gestellt werden können, wird auf diese Vorstellung «m Mittwoch den 6. August, besonders hingewiesen. Der Vorverkauf ist bereits eröffnet.

Letzte Rachrichtes.

wtb Berlin, 2. August. Wie der „Berliner Lo­kal-Anzeiger" berichtet, wftd sich Generalfeldmarschall von Hindenburg, nachdem er ins bürgerliche Leben zurückgetreten ist, der Deutsch-Nationa­len Bolkspartei anschließen und in ihr eine führende (?) Rolle spielen.

Berlin, 1. Slug. Der Nationalversammlung ist der Entwurf einer neuen Ergänzung des B e- folp u;n gs g«sstz e s zu gegangen. Den Unter- beamten in gehobenen Dienststellen bei der Rejchspost- und Telegraphenverwaltung soll eine besondere Ge- hätltSklasse 11c geschaffen werden. Die Gehaltssätze für diese Klasse betragen 1500 bis 2000 Mark in sechS verschiedenen Stufen. Die höheren Beamten der Post- und Telegraphenverwaltung sollen in ber höch­sten Klasse (57) zusammengefatzt werden. Die ent­sprechenden Kosten werden auf 2 150 000 DA. geschätzt.

— Köln. 2. August. Der Erzbischof von Bene- vent hatte im Namen der zu einer Konferenz ver­sammelten Bischöfe seiner Provinz in einem Schreiben an den Papst die Besttebungen der Geistüchkeit zur Besserstellung ihrer materiM» Lage geschssdett, wo­rauf Papst Benedikt XV. Ni tztmer Antwort die B e- rechtigung der @tani>esorganrfation des Klerus ausdrücklich anerkannte. Somit dürf­ten, bemerkt hierzu die „Kölnische Volkszeitung", auch einer Standesorganisation des Klerus 61 Deutsch­land keine Hindernisse mehr im Wege steh«,.

wtb Wien, 1. Aug. Das Ri esenf lugzeug der Deutschen Luftschiffreederei, das mit 22 Personen den Flug von. Kamenenz-Podolsk (bergt. Vermischtes im 2. Blatte) 'jnach Wien machte und auf den, Flug- felde von Aspern landete, wurde von ber in ter* alliiefrien Kommission beschlagnahmt. Das Flugzeug bleibt unter dem Schutze der Italiener auf dem Flugfelds stehen, da. es an einem entsprechend großen Schuppen mangelt. !'

r. Wettervoraussage. Sonntag: Wollig, ge- <inge Niederschläge, Gewitterneigung, warm, südöstliche Mnde.

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Hte Uzzlegkr

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Börssnwochenbericht.

des Hessischen Bankvereins, Akkiengesellschafl, Zweigniederlassung Fulda.

Währertt) der Berichtswoche nahmen die Kursbe­wegungen einen wenig einheillichen Berkaus, ohne daß die führenden Werte erhebliche Beränderungen erfuhren. Sm allgemeinen war die Stimmung der ersten Tage lustlos und die Kurse neigten mit wemgen Ausnahmen eh« zur Schwäche. Beeinflußt wurde die Bewegung haupssächlich durch das fortgesetzte Sinken der Mark im Auslonde, die gestern in Bafel mit Frs. 31,50 für M 100,— ihren bis­her tiefsten Stand erreichte. Gegen Wochenschluß festigte sich die Tendenz aus einzelnen Gebieten des Kassa- und Freiverkehrsmatttes und besonders sogen. Valutawerte zogen kräftig an. Canada gestern 446 Proz. Der Ren- tenmarkt lag bis an? gewisse Ausländer ausgesprochen matt. Wenn Reichsenlechen und Konsols sich auch zeit- wellig etwas besserten, so schließen ste doch 1 bis 2 Proz. unter den Schlutzkmsen der Vorwoche. Ebenso Hypothtten- pfantoriefe, während für neue Stadtanleihen gute Mei­nung bestand. Wir die kürzlich herausgekouunene 4proz. Kasseler Stadtanleihe innerhalb weniger Tage vergriffen war, so zeigt sich auch für die jetzt aufliegende 4proz. Eharlottenbmger Staütonleihe bei dem mäßigen Kurse von 93% Proz. starke Nachfrage.(8684

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** SInni Wothe, die bekannte und fruchtbar Romanschriftstellerin, ist in Le ipzig im 62. Lebens­jahre gestorben. Sie hat mehr als 50 Romane veröffentlicht, die zur besseren Unterhalttrngsliteratur gehören.

* Ein frecher Raub. In Dortmund wurden Beamte der Zeche „Hanfa Huckarde", die 575 000 Mark Löhnunasgelder von der Reichsbank geholt hat­ten, in einem Wagen von drei jungen Burschen über­fallen. Den Beamten wurde Pfeffer in die Augen gestreut, worauf ihnen die Räuber den Kof­fer mit dem Geld entrissen mtd in einem bereit ge- gehaltenen Automobil flüchteten.

** Tuwack kommt! Nachdem der Dampfer UranoS mit 4000 Ballen Tabak bereits in Bremen eingeiroffen und gelöscht ist, ist auch der Dampfer Helios von Amsterdam nach Bremen mit 5646 Ballen Tabak eingegangen. Weitere größere Tabak- einfuyr steht noch bevor.

** Las große Los — 7 Klafter Hol,. Im Bayerischen Kurier lesen wir von einer Veranstal­tung für die heimkehrenden Kriegsgefangenen. Ein Konzert wird angekündigt unb dieser Ankündigung hmzngefügt: „Als besondere Zugkraft wird wohl der RiesenglSckshafen (LoSPrerS nur 25 Pfg.) mit Tausenden von vollkommenen Gewinnen, unter anderem alS Haupttreffer Oelgemälde, zwei Stand­uhren und sieben Klafter Holz, im nunmehrigen Gesamtwerte von Wer 20 000 Mark zu benennen sein." Die sieben Klafter Holz bedeuten in München ohne Zweifel einen guten Gewinn. Infolge der Streiks und der Rätewirtschaft leidet München unter einem bedrohlichen Kohlenmangel. Werdie sieben Klaf­ter Holz gewinnt, wird sich wie ei» Schneekönig freuen, die Getvinn?r der Uhr und der Oelgemälde werden den Holzgewinner ehrlich beneiden.

* Ein modernes Jaserak. In einem Berliner Blatt sucht eine Möbel- und Holzbearbeitungsfabrik Tisch­ler für dauernde Beschäftigung. In der Anzeige heißt es: „Zurzeit verdient ein Bettmmacher bei mir in Akkord bei 48 Stunden Arbeitszeit 220 Mark. Trotzdem kommt vom Arbeitsnachweis niemand. Ich wende mich daher durch diese Annonce an Tischler, welche wirklich die Wsicht haben, zu ar­beiten." Der Tischlermeister, der hier in so eindringlichen Worten Arbeitskräfte sucht, ist recht vorsichtig, denn er verlangt „Tischler, welche wirklich die Absicht haben, zu arbeiten".

* Die Alugzenglechnik «ährend des firieges. Während des Krieges sind gewaltige Fortschritte auch im Flugzeugbau gemacht worden, von denen die A l l- gemeinheit bisher nur wenig erfahren hat. Wie sah ein Flugzeug aus vor rund 13 Jahren, als man bei uns mit dem Bau derselben begann, und wie sieht ein solches heute aus! Man erinnert sich noch der Bambusstäbe und vielen Drahkllrspannun- gen, welche die aus Segelleinen hergesteAen Trag­flächen miteinander verbanden. Jmmer^ mehr Ver­besserungen trater auf, um größere Leichttgkeit und größere Sickerheft zu erzielen. Am meisten Sorge machten die Drahtverspannungen, weil sie die Ursache großer Wirbel waren und diese zur Gefährdung der Flieger beitrugen. Um die Drähte entbehrlich zu machen, mußte man die Schwingen freitragend kon- stmieren. Das aefang denn auch schon im Herbst 1915 mit 6 Meter langen Schienen. Em Jahr später war maa so weit, 10 Meter lange Schienen frei­stehend herzustellen, die bequem von zwei Mann ge­tragen werden konnten, selbst aber eineBelastung von 42 Mann ertrugen! Ende 1917, also wieder ein Jahr später, tauchten die ersten Flugzeuge an der Front aus, deren Schwingen und sonstige Teile ganz aus Dur-Aluminium hergeftellt und so wirk­sam waren, daß sie von den Engländern als „Flie­gende Tanks" bezeichnet wurden. Wie in der äußeren Gestaltung, fo gab es auch neue Erfindungen im Mo­toren wese », im Antrieb ufw. Jetzt sind wir bei einem vollständigen Metallflugzeug an­gelangt, das keinerlei Holztelle mehr besitzt und sich durchaus zur Massenherstellung eignet In wenig Jahren wird mit Sicherheit ein Luftverkehr zu ver­zeichnen sein, der geradezu unheimlich sein dürste.

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