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Rücksicht auf die hohen Beträge, um die es sich han­delt, mit der gebührenden Raschheit erfolgen. Heute liegen die Verhältnisse auf diesem Gebiet z. B. in Preußen sehr ungünstig. Steuerbefchwerden liegen Monate, ja Jahre lang, eh« eine Antwort darauf erfolgt. Der Steuerzahler hat seine Steuer aber ohne Rücksicht darauf, ob der Einspruch begründet ist oder nicht, zu erlegen. Denn nun der Steuerpflichtige so lange warten muß, so wirkt das in einem weit schlimmern Maße verärgernd, wie die Steuerlast an sich. Bei einer Reichssteuerverwaltung wird auch ein flotterer Geschäftsgang erzielt werden.

Endlich darf man nicht vergessen, daß vom Stand­punkt der breiten Volksmassen aus eine Vereinheitlichung der Steuerverwaltung mit allem Nachdrucke gefordert werden muß. Nur wenn die direkten Steuern bis zur Grenze ihrer Tragfähigkeit ausgeschövft werden, wenn weiter jeder Steuerhinter­ziehung so gut wie irgend möglich die Weg« »erbaut Iverden, nur dann kann auch der Druck der indirekten Steuern ertragen werden. Würde durch eine Zer­splitterung in der Verwaltung der Steuern ein Teil der Steuerkraft nicht crusgeschöpft werden, so müßte dieser Teil auf die Schultern der unteren Vplksschichten abgewälzt werden. Eine solche Möglichkeit aber muß von vornherein besei­tigt werden. Schon die Interessen der Steuerzah­ler erfordern gebieterisch, daß mich in der Steuerver­waltung Einheitlichkeit durchgeführt wird, daß dqg Reich die Verwaltung der wichtigsten Steuer»! sechst iw die Hand nimmt.__________

Die Menschenopfer des letzte» Krieges.

Nach einer Angabe im französischen Parlamente ergibt sich auf:

Einwohner Tote

Auf vor dem Krieg d. Krieges

Frankreich 39 Mill. 1355 000 1 auf 28

Deutschland 70 1693504 = 1 . 42

Oesterr.-Ung. 49 ca. 1000000 = 1 . 49

England o. Kol. 42 , 618000 = 1 , 66

Italien 37 , 465000 = 1 79

Rußland 182 . , 1700 000 = 1 . 107

Nordamerika 110 51000 ---- 1 . 2000

Nicht zu vergessen sind aber die hier nicht bei­ge z ä h I t e n, wohl ebenso großen Zahlen von Krüppeln und solchen, welche mit schwer zerrütteter ®e< sundheit in die Heimat zurückkehrten und den Toten ziemlich nahe stehen.

Dazu bemerkt ein Blatt in der Schiveiz: Und dazu braucht man in den so schwer heimgesuchten Ländern noch das Verderbnis der kommunistisch­bolschewistischen Revolution? Der Zer­störungen, des Hasses, des Kampfes, der Vernichtung der Menschenleben, der Zerrüttung der Familien, der Zertretung ehrlicher Existenzen, der ungeheueren Schulden, der Steuerlasten, der Berdienstlosigkeit, der Brotlosigkeit, der Teuerung, der Lebensmittelnot, de» Jammers und der Unordnung soll noch immer nicht genug sein? Menschen, Menschen ... wo seid ihr? Wohin steuert ihr? War denkt ihr? Ist Europa zu einem wildheidnischen Zen­tralasien odereinem afrikanischen Urwalde der Menschenfresser geworden?

Aus dem llachvargedi«.

:: Gießen. Die Bauernbewegung gegen die Zwangsbewirtschaftung nimmt in Ober- Hessen immer schärfe« Formen an und erhall durch die bis in den kleinsten Ort getragene Organisation der Landwirte zumHessischen Bauernbund" starke Unterstützung. An verschiedenen Orten haben die Bauern in Auflehnung gegen die Fesseln der Bich­kontrolle die Kataster aus den Amtsstuben der Katasterhalter gcholl und beschlagnahmt oder auch vernichtet. So zog in Rodheim bei Hungen die Einwohnerschaft aufs Bürgermeisteramt und erzwang hier die Herausgabe der Eierlisten, bei einem Eier- aufkäufer beschlagnahmte man die Eier und gab sie für 27 Pf. das Stück an die Versorgungsberechtigten ab. In zahlreichen Versammlungen faßten die Bau­ern folgende Beschlüsse mit Verpflichtung strengster Durchführung: Allen Kontrolleuren den Zutritt zu den Höfen zu verweigern, Abschaffung der Wiegemeister bei der neuen Ernte, Ablieferung der Erzeugnisse nut Umgehung des Zwischenhandels, Einführung des freien Kartoffeloerkaufs und der freien Schlachtungen. Die hefsischtz Regierung hat durch ihre Beamten be­reits vermittelnd an manchen Orten eingegriffen unb Milderungen in Aussicht gestellt. Ein gewalttätiges Vorgehen der Bauern ist sehr zu mißbMgen. Das kann zum Bürgerkrieg und völligen Zusammenbruch Deutschlands führen.

h Frankfurt <l 2R. Am 21. März 1918 wurde der 21jährige Kraftfahrer Adolf FW aus Seelbach i. T. in einem mit Gummireifen grillten Güterwagen im Anschlußgleise der Adlerwerke ermordet und be-

müsfen! Es ist leicht, nachträglich klug zu re­den. Viel schwerer aber ist es, die Scherben wieder zu kitten.

Die Weltgeschichte soll itaS Weltgericht sein. Wohl­an. dann wollen wir der unseligem Weltgeschichte nicht lins Handweckk pfuschen. Unser Staatsgerichtshof ist kein wissenschaftlicher Lehrstuhl und kein Senat vom Weüjgericht. Ebensowenig wie bter sog. Gerichtshof, den die obsiegenden Mächte einsetzen wollen, um ihr Mütchen an Kaiser Wilhelm und seinen Gehilfen zu kühlen. Dabei werdchn nur Zänkechäen, Aergernisse und Angercchtigkeiten berauskornnren. Angeblich will man die alten Fehler aust ecken und fällt dabei in neue Fehler. Unter dem Vorwand, daß die began­genen Frevel gesühnt werden müßten, begeht man neue Frevel.

Bewahrt doch so lange Geduld imfr Ruhe, bis die Weltgeschichte zu einem klaren Spruch über die großen und kleinen Schuldfragen gekommen ist! Wir Haven ja inzwischen günug zu tun .mit der Genesung, mit ödrn Wiederaufbau. Auch die obsiegenden Völker; denn auch sie stecken in Scherben und Röten.

Es gebt im öffentlichen Leben wie im Vrivatleb-m. Die Rechthaberei ist eine schlimme Seuche. Der Eigensinnige setzt Kops und Kragen daran, um zu .be. weisen", daß er recht geurteilt und recht gehandelt habe, während auf der Gegenseite nichts als Dumm­heit oder Bosheit geherrscht habe, lind wenn kein Vorteil zu erwarten ist, vieckrnchr nur 2m"t und Opfer, das macht nichts, derEhrsnhandol" soll bis aufs äußerste durchgefochten werden, bis man selbst im Srrahlcnglanze der Unfehlbarkeit und der andere Teil kohlpcchraüenichwarg dasteht. Und was ist das Ende vom Lied? In der Regel fallen si« alle beide in die Grube. Die unparteiischen Zuschauer sagen schließ, lich: Ter eine ist nicht ganz weiß, der andere ist nicht ganz schwarz; sie sind beide Menschen und haben menschlich geirrt und gefehlt; statt zu streiten, sollten sie sich lieber vertragen und an die Arbeit gehen.

Gott, ich danke dir, daß ich nicht bin, wie die andern Leute ober gar tote dteser Zöllner." S, sprach der Pharisäer, und er ging nicht gerechff»rtigt »en dannen. Wohl aber der Zöllner, der sich nicht auf die Kritik feiner Mitmenschen verlegte, sondern einfach an seine eigene Brust schlug und sich als armer Sün­der bekat-nte.

Die Pharisäer spielen sich auch heute noch im politischen Tempel auf. Da sind zunächst die nati». n o l e u .Pharisäer, ins da behausten, chre eigene Ra-

raubt aufgefunden. FW sollte den Wagen von der Westfront nach Berlin führen. Den Bemühungen der hiesigen Kriminalpolizei gelang es, als Mörder die Soldaten Oswald und Schönfeld, zwei Deserteure, zu ermitteln und ihre Festnahme in Berlin zu erwirken. Die Mörder hatten die Fahrt in dem Wagen fort­gesetzt und auf jeder Zwischenstation von den im Wagen vorhandenen Waren reichliche Vorräte verkauft. Das Kriegsgericht in Frankfurt a. O. hatte die Mör­der im Juli 1918 zum Tode verurteilt, wogegen die beiden Berufung eingelegt hatten. Durch die Revo­lution wurden die Täter aus dem Gefängnis befreit. Oswald wurde später vom eigenen Vater, der aber in dem Sohn keinen Mörder ahnte, als Deserteur der Berliner Kommandantur zugeführt. Nunmehr hat das Oberkriegsgericht Oswald abermals zum Tode verurteilt. Schönfeld ist fett seiner Flucht aus dem Gefängnis unauffindbar, obwohl er an das Ober­kriegsgericht einen Brief geschrieben hat, in dem er um Zusicherung freien Geleits bat.

* Limburg. Auf dem letzten Wochenmarkt wurde zum ersten Male wieder Buller freihändig verkauft und zwar das Pfund für 9 Maik.

vermischt«.

' ' > .Pito UkraineBerlin. Das Großflugzeug R. 69" nahm auf dem Flugfeld Aspern bei Wien auf dem Wege von KamenezPodolsk nach Berlin, eine Zwischenlandung vor. An Bord waren 22 Per- fonen, darunter Herren der ukrainischen Gesandtschaft und 2 deutsche Kriegsgefangene, die schon fünf Jahre fern von der Heimat waren.

* Der Sänger als Modewarenhändler. In Forst (Lausitz) hat der Operettenfänger Hans Bauer, einer der bekanntesten und beliebtesten Mitglieder des dortigen Theaters, ein kaufmännisches Geschäft einge­richtet. Er macht imTageblatt" bekannt, daß er ein Damenmodewarenmagazin eingerichtet Hai.

* Die Kathedrale von Reims als Kriegerdenkmal. Die französische Regierung beabsichtigt die Kathedrale von Reims als ein Erinnerungsdenkmal für die im Kriege getöteten Soldaten der Entente wieder herzu­stellen und hat zu diesem Zwecke in der ganzen Welt eine Sammlung eröffnet, um die nötigen Mittel zu beschaffen. Schon jetzt werden in großem Maßstabe Besichtigungen des berühmten Denkmals veranstaltel.___

Auszug aus dem Standrsamk-Regifter

de» Standesamtes Fnlda.

Dterbefälle in der Zeit vom 25. Juli bi» 1. August 1919.

26. Juli. Chorjungfrau Maria Christina Reinhart 66 I. 5 M. 9 SC. 26. Juli. Köchin Olga Schuchardt 42 I. 7 M. 2 T. 28. Juli. Witwe Anna Karoline ClaeS, geb. Möhring, 68 I. S M. 7 T. 28. Juli. Ehe- frchl Maria Josefa Hillenbrand aus Margretenhaun 38*3 6 T. 29. Juli. Katharina Schmidt au, Klein- moior 14 I. 9 M. 22 T.

3um Eintrag gekommene Sterbefälle ortSangehöriger

- Krieger.

.23. Okt. 1917. Füsilier 11. Komp. Reg. 203 Philipp Georg Storck 19 I. 1 M. 22 SC.

Märkte.

Fulda, 2. August. Der heutige Schweine- markt wies einen Auftrieb von 167 Ferkeln auf, die mit 96, 130 und 170 Mark bezahlt wurden. Der Handel war rege; gegen Marktschluß sinkende

Eottesdienstocdnung.

Satbokischer EottelldienK.

So««tag, 3. August. Dom. (Portiunkulaablaß) «46, «, '/-7 u. 7V« M., V»7 gestiftete hl. M. für gefall. Mitgl. d. Männerapostol., i. ders. Komm. d. Männer- ctpoftoL m. Anspr., 8 Pfarramt m. Br.,MO Kathedral« amt m. Pr., 11 CbrI.,/»12 hl. M. m. Pr./,2 And. y. göttl. Herzen Jesu, 2 Chcl., 4 Pr. u. And., 7 And. in der Marienkapelle. (Montag abends^8 Uhr Rosenkranzandacht.) StadtpfarrNrche. 5'/, Komm., 5s/< hl. M., u. Kom. d. Männerapostol., 8 M. u. Pr. (1. Schnlgd.), 9V« Pfarramt u. Pr., 11 M. u. Pr. (2. Schulgd.), 9/i Christenlehre f. die Jünglinge in der ecbent,!1/, Chrl. f. d. Jgfr., 2V, Brdsch. v. h. Rosenkr. Pfarrkirche zum heiligen Geiste. */<7 Komm., 7 Frühm., 8 Pr., Amt m. Kom., l/«5 Chr.-Lchr-, 5 A. Svdalitüt.MO. Severiltrche. Sonntags M Uhr M, werktags 6 M. Hrrz-Jesn-Heim. 6 Früh-M., 8 Amt m. Pr., 2 Andacht. (Mittwoch abds. 8 Uhr Andacht.) Frauenberg. 57 6. M., 8 Rosen, kranzmesse m. Pred, 9 Hochamt m. Pred. Nachmitt. 2 Kreuzwegandacht mit Pred. (auf dem Kalvarienberg.)

Evangelischer bSotteödievst.

Sonntag, 3. August. Vormittags 8 Uhr: Sup. Ruhl. 94 Uhr: Pfarrer Weber. Bieberstein. Dorm. S>/, Uhr: Pfr. Reich.

tion sei ganz tadellos und ohne jede Flecke, während die anderen Nationen nichts wie ausgekochte Bosheit im Leibe hätten. Sann die patriotischen Phäri. säer, die ihre Anhänger für die einzig braven Bürger, ihre Führer und Helden für die unerreichbaven Muster von B»llkomu7emheit exft&ren, dagegen alle Anders­gesinnten als Idioten oder Schurken hinstellen wollen.

Solche Pharisäer behalten immer das letzte Wort, auch wenn die Tatsachen gegen sie sprechen. Wenn man ihnen vorhält:Eure Leute haben uns docki in das Verderben geführt," so sagen sie einfach: Nein, die waren auf dem richtigen Wege zum Heil und Sieg, aber Ihr nichtsnutzigen Zöllner habt sie gestört und behindert, also seid Ihr schuld an dem Unglück!

Wenn ich -sehe, wieviel Selbstsucht und Eigensinn in Deutschland herrscht, so drängt sich mir die Frage auf: Was wäre wohl geworden, wenn toi r gesiegt hätten? Die nachträglichen Ent­hüllungen zeigen ja klar, daß toeber die leitenden Stellen noch die Parteien sich über die KriegSMe klar zu werden vermochten. Auch dann noch nicht, al? schon die ernstesten SNarmmgen Vorlagen und die Erschöpfung der Kräfte schon sichtbar wurde. .Hätten wir doch noch den Endsieg erlangt, so würde die er- ^«wngssüchtige Richtung vollends in Uebermut gera­ten fein, und wir wären in einen häuslichen Krieg geraten wegen der Abmessung unserer Kriegs' ziele. Nun hat das Schicksal uns von dieser Aufgabe befreit. Wir brauchten uns nickt zu quälen trrtt der Abfassung von Friedensbedingungen. sondern sie tour den unS diktiert. Damit wir aber doch toaS zu zanken haben, greifen wir auf die Ereignisse in den letzten Kahren zurück, draschen das leere Stroh und schlagen uns mit den Dreschflegeln ex die brüderlichen Köpfe.

Soll die Schrrldfrage durchaus gelöst werden, fe wollen wir alle an die Brust schlagen und demütig bekennen: Wir sind famt und sonders mitschuldig. Die ganze Nation ist gewogen und zu leicht befunden worden. Die Herren da oben sind zu kühn und im» vorsichtig gewesen, und die Bürger waren zu ver- trauenSsellg. Wir haben all« erstrebt, was unmög­lich war; toir müssen alle büßen für das verfehlte Un- iernehmen.

Sie richtige Buße ist aber die Besserung, und darum sollten totr alle zusammen Hand anlegen zur Ausrichtung und zum Neubau, statt uns die Scherben und Trümmer gegenseitig an die Köpfe zu werfen.

Vorwärts blicken und strebens

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Kation in die Hände des Reises und der « gehen, um durch sie dann wieder in die

»ahler und eiirhettttche

Reichssteuerverwaltung.

besonderer Seite wird dem Zentrurnspresse-

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«hl'.i« und Steueriystern muß von Grund '"e * ne« aufgebaut werden. Vor- eine unge- 1 18 Aufgabe sieht sich der jetzige Reichsfinanrmini-

"wteöt, eine Aufgabe, wie fix noch niemals in der eti v» einem Finanzmimster und einem Lande gestellt °ni J Zoll dieses Titanenwerk gelingen, dann müs- r»ith>n Kraftauellen der Nation in Aninrncki

Jli 176.

Samstag, S. August 1919.

bie letzten Kraftquellen der Nation in Anspruch ten werden. > Und gelöst muß dto Fi­st frage werden, weil nur dann unser Wirt- Meben und damit jeder einzelne Deutsche sich wie- > erholen kann.

get gründ stürzende LLandel, der eingetreten ist, ist

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$1 Der

AnpoMische Zeitkäufe.

N. Berlin, 30. Juli 1919.

^che nach Vorne halten!" So rief Machbar einer Dame ' zu, die halb rückwärts ge. von der Straßenbahn absprang und habet in ^^»nkungen geriet. ,

&et Rennbahn hat neulich ein Reiter einen ®o «°000 Mark verloren, weil er sich wäh- k Rennens umguckte. Der Rückblick brachte ews dem Schwung. So wurde er im letzten nu noch überrumpelt, obschon er bereits den Ein Haben schien.

m», so®°t schlägt Während der Wasserfahrt um. v-.x? Klassen nehmen ein unfreiwilligs Bad. di.e tun? Sollen sie streiten und zanken, ebn- 77?^' an dem Unglück habe? Oder sollen enkL ^'iercS alle Kraft und alle Geschicklichkeit üne"'J*. sich vor dem Ertrinken zu retten?

t gftmtlto ist Heruntergekommen. Was noch Lerhhause ist, beklebt der Gerichtsvollzieher.

55e~n" Frau fitzen sich mit geballten Händen Bn.r.-j iverfen sieb gegenseitig die Schuld an hJrLCor- Geldbeutel und Brotkorb werden StrJt ^batte leider nicht gefüllt.

ch io alltägliche GeschiÄen erzähle. Weil P^^^rung und unsere Volksvertretung und un« j;,e letzt auch die Nasen rückwärts rrchten und et bas Ve rganaene streiten, statt die hf £ , und Kraft auf die Besserwig der Z u- JvL ^rwenden.

top a?? "enn das Mer mngeschüttet? Eine inter- to* a8ei 060 b>enn sie gelöst wird, ist das Dier-

1 an ^.all die Enthüllungen nur mit Kapffchüt- * sich no~le. streitenden Diänner und Parteien rei- jn 'j-^uieitig die Kleider vom Leibe und stehen unb ra^r §l?ße da. Das entspräche der Wahr­er xÄ,^chtigleit, sagen sie. Mag schon sein;

-.-tot Neuheit entspricht es nicht, denn wir haben by MpE^^.und Flecken, die lieber mit dem Man- bleckt sein sollten. Und Nutzen ist Tch st^-bapiernen Bruderkrieg nicht abzusehen.

brR 77'une auch nicht für den sog. StaatSgerichts- eitosctzen will. Der wird gewiß in ^rd s^Hrrbenhaufcn recht fleißig Herumstochern tat, ®°- Haban die Stücke aneinanderae- iütt« bat Pqrzesian gehaMaLt werden

.-schrieben:

^Krochen liegt der ganze frühere Finanzbau Lelands durch das ungeheure Geschehen und den rLen Ausgang des Weltkrieges. > Das ganze - nd Steuersystem muß von Grund

h«r liegt ein weiterer Gründ, der für eine - . Verwaltung der Steuern durch das Reich TO- Die Steueogesetze werden immer verwickelter, ^Veranlagung immer schwerer. Da muß ein S8e= "ienstamm geschaffen werden, der diesen neuen "»Mrüchen voll und ganz genügen kann. Auch die Mtolttr. der Steuerbeamten muß nach e in h ci t- Grundsätzcn erfolgen. Sie müssen be­ton, den Steuerpflicbtiaen rasch, sicher und nd Aufschluß in Zweifelsfragen zu ge- Äji Der Steuerpflichtige muß ganz genau wissen- Jnstanzenzug er zu durchlaufen hat Und die 3M Adlung der Steuerreflamationen muß schon mit

zurückgeleitet zu werden. Je größer diese Steuerlast, um so notwendiger ist es, daß ach gleichen Grundsätzen verteilt wird. Unterschied nach Ländern oder gar nach B e- ien würde zur größten Ungerechtigkeit führen.

Standpunkt der Steuerzahler muh es unter Umständen abgelehut toerden, daß ähnliche Zu­fortbestehen, tote bisher, daß hier der Steuer- siark, dort weniger stark fühlbar wird. Wenn dann muß es im Steuerwesen von jetzt ab : gleiches Recht für alle. Keine offe. unb keine geheimen Bevorzugungen. SSLrde in Teil des Reiches der Steuerdruck so, in einem anders wirken, so würde daraus eine Quelle größten ' und berechtigtsten Unzufriedenheit Les werden.

Die aus den Grundsätzen der Gerechtigkeit notwen- ie Einheitlichkeit kann nut durch das Reich , indem alle, wichtigen Steuerquellen auf L«s übertragen werden. Das geben auch die Bertre- ber Einzelstarten zu. Aber es genügt nicht, daß Reich die Steuern gesetzlich festlegt und bie Er- in in erster Linie für sich verwendet, es ist auch ingt eine reichseiigene Veranlagung ab Verwaltung der Steuern nottoeudig. allen anderen Gesichtspunkten abgesehen, ist dies 8 gefordert durch das Stytferefe der ©teuer« t selbst. Es genügt daß entsprechende setze gemacht werden, die für" alle Deutschen , nicht minder wichtig ist die Gleichmäßig- eit des Steuerbollzugs. Nur wenn bet apparat einheitlich arbeitet, wenn bie Wer- ng zur Steuer im Süden die gleiche ist wie im , wenn den Versuchen auf Steuerhinterziehung mit gleicher Energie und gleichem Erfolge ent- oirkt wird, kann der Ehrliche den so nottoen- Schutz gegenüber dem Skeuerhin. erziehet finden.

. b^pelter. Zunächst muß nicht mehr bloß ein ver­öl! »wiSmäß'S geringer Teil des Einkommens in ©teu­ft .entrichtet toerden, sondern es toird ein sehr Wf|t|Jet Anteil! des Gefamtesnkommens m Att tu St* fvmSn SnS «««.k S__

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M ober eine solche gerechte einheitliche Veranla- und Behandlung aller Steuerpflichtigen zu er« ti&n, wenn die Verwaltung der riesigen Steuer- vüs in die Hände der Einzelstaaten ge- . tp würde? Ohne ein« einheitliche Reichsabgabeord- mg ist dies ganz undenkbar Eine RechtsungleichHeit b diesem materiell so folgenschweren RechtsgAiet der l.J steuern kann aber vom allgemeinen Gerechtigketts- mdpunkt nicht ertragen werden. Jn einem demo- »tischen Staatswesen hriirbe eine praktische Verschie- > wheit in der .Handhabung der Steuergesetze erst recht W ® Hohn auf den iWNokratischen Gedanken sein. Nun 54 tocn, sagen; Kas Reich erläßt alle gesetzlichen Stimmungen nutz gibt auch die ganz genaue Bor- ,,, christ für die Lnsführung der Bestirn- r E'^rqen; die Einzelstaaten führen dieselbSn ta<m P Was würde «ine solche Ordnung zur Folge ha- toi für die Steuerschuldner? Zunächst könnte eine Me Ordnung nur durchgeführt werden unter aärfster Kontrolle Les Reichs. Auch be «uerreftantttionen müßte sich das Reich das Recht !r enchiltigen Entscheidung Vorbehalten. Hätten nun Keiner Steuerbeschwerde nach längererZcht die ein» "^Eichen Behörden eine Entscheidung getroffen, f&nnte der Reichskontrolleur kommen unb Cie ganze ,x ; tosckeidung wieder umstoßen. Was würde das für den *vtopsiichtigen für Aerger und Verdruß bedeuten, ~By abgesehen davon, daß die Entscheidung «er Beschwerden suh außerordentlich verzö- ini würden.

Fuldaer Zeitung

Druck der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda

Rochusottad zu Kämmerzell.

Freitag, 15. August. Von */«4 nachm. bis 7 Uhr abends Beichtgelegenheit i. d. Pfarrkirche, 8 Uhr And. nachher Beichtgeleqenheit.

SamStag, 16. August. (Fest beS hl. Rochus.^ Von 5 an Beichtgelegenheit, '/,6, 6 und 7 Uhr Messen, nach jeder Austeilung d. hl. Kom., um 9 ist Prozession m. d. Allerhlgst. zur RochuSkapelle, daselbst Levitcnamt und Pred. Während der Oktav Gottesdienst in der Rochuskapelle morgens 7, vorher Beichtgelegenheit. Am Sonntag t d. Oktav Gottesdienst um 9 i. d. Pfarrkirche. Nachmittags um */«4 ist Segensandacht m. Anspr. t d. Rochuskapelle. Das AUerheiligste ist bis abends V-8 in der Kapelle. Am Feste deS hl. Rochus kann bei Er­füllung der gewöhnlichen Bedingungen sowohl in der RochuSkapelle als auch in der Pfarrkirche ein vollkom Ablaß gewonnen werden.

2. August 1919.

Ausgabe von Srankeamehl in der städt. Verkaufsstelle: Dienstag an die Karten Nr. 6126 bis 6350.

Freitag an die Karten Nr. 6351 bis 6500.

Ausgabe von Zwieback und Keks in den fiontitorelea von Hoffier und Thiele:

Dienstag an die Karten Nr. 3001 bis 3250, Freitag an die Karten Nr. 3251 bis 3500.

Das auf die Sonderkarte Nr. 1 angemeldete weiße Auslandsmehl. ferner das auf Sonderkarte 2 angemeldete Kartoffelwalzmehl, forme der auf Verteilungskarte Nr. 4 angemeföete Heis ist voraussichtlich von Mittwoch oder Donnerstag ab in den Geschäften zu erhalten. Ladeu- pteife: Auslandsmehl 80 Pfg., KartoffelwalMehl 60 Pfg., Reis 2,90 J*. das Pfund.

Jn der nächsten Woche entfallen auf jede Fettkarte 60 Gramm Auslandsfchmalz z. Pr. von <At 5,50 das Pfi>.

Die Krankenkarten werden mit Butter bedient. Ab­gabe an die Verbraucher: Freitag und Samstag.

Schmalzausgabe an bie Geschäfte: Donnerstag vor­mittag bei der Nahnmgsmsttelstelle.

Buffeamegabe an die Geschäfte: Donnerstag nach­mittag in der Molkerei.

Am 2Ht>nfag nachmittag von 2 bis 4 Uhr wird in der städtischen Verkaufsstelle ein Posten Kümmel­käse aus der Molkerei Hainzell in Packungen von 1 Pfund Abgangsgewicht zum Preise von 1,40 Mk. verkauft. Bezugsberschligl find die Aleischersahkarlrn der Serie A Tlr. 1 bis 350. Was um 4 Uhr von den genannten Karten nicht abgcholt ist, ist verfallen.

Der Zucker für den Alonak August sst durch Abgabe der Augustzuckerkarten sofort in den Geschäften anzumelden. Gegeben werden 750 Er. auf die Karte. Abgabeschlnß: Dienstag, den 5. August. Abgabeschluh für die Geschäfte bei bet Larienkoulrollstelle: Donnerstag mittag 12 Uhr.

Amtliche Anzeigen.

LedevMMelveüellmrgln 6.£anögemeln6en ö. Kreises

Den Bemühungen der Kreisverwaltung ist es gelungen, einen größeren Posten Reis zu erwerben. Zur Bertei- lung tommen auf Abschnitt 4 der ofigenftinen Lebens- mittelkarte je Kopf 500 Gr. zum Preise von 2,90 M.

Fulda, den 1. August 1919.

3m Einvernehmen mit dem Arbeiterrat. Der Landrat. 3. 33.: Köhler.

Auf Grund des § 14 Abs. 3 der Verordnung über den Verkehr mit Zucker vom 17. Oktober 1917 (R -G.-Bl. 6. 914) sind für den Umfang des Kreises Fulda, mit Aus- Muß der Stadt Fulda, solgende Höchstpreise für den Ver­kauf an die Verbraucher festgesetzt worden:

a) für 1 Pfd. gemahlenen und Kristallzucker 55 Pfg. b) für 1 Pfi>. Brotraffinade u. Plattenroffinohe 57 Pfg. c) für 1 Pfd. Würfelrasfinade 59 Pfg.

Wer die festgesetzten Höchstpresse überschreitet, wird nach 8 6 des Höchstpreisgefetzes vom 17. Dez. 1914 mit Ge­fängnis bis $u einem Jahre oder mit Geldstrafe bis zu 10000 M. bestraft.

Fulda, den 30. 3uli 1919.

3m Einvernehmen mit dem Arbeiterrat.

Der Canbtaf. 3. B: Köhler.

Am 1. August wird die Reichsfifchverforgung G. m. b. H. bczw. die Salzheringe-Emfuhr-Gefellschast m. b. H. die von ihr eingeführten Salzheringe durch den freien Handel abfitzcn. Don diesem Tage an werden Salzheringe nicht mehr wie bisher den Bezirkszentralen zur Weitervertei- lang angedient, sondern seitens der einführenden Zentral- stelle durch Vermittlung der Smporteure dem Großhandel auf Bestellung übergeben, der in der Loge ist, die Ware unter Preisbindung frei innerhalb Deutschlands abzusetzen.

Ich bemerke jedoch, dnst hinsichtlich der Einfuhr non Salzheringen irgend eine Veränderung in den gesetzlichen Bestimmungen oder in der Handhabung nicht eintritt.

Dir Einfuhr erfolgt nach wie vor ausschließlich durch dir Reichssischverfoigung @. m b. H. oder ats oerrn Bc- «lftragie durch Me Salzherings-Einfichr-Geselkschast m. b. H., die einen Zusammenschluß der Importeure darstcllt.

Fulda, den 28. 3idt 1919.

3m Einvernehmen mit dem Arbesterrai.

Der Canbtaf. 3. D: Köhler.

Verordnung.

1. Auf Grund des § 5 Abs. 3 der Reichsgelreldeorb- nung für die Ernte 1919 vom 18. Juni 1919 (R.-G.-Dl. 6. 525) sowie der dazu ergangenen Ausführungsanwei­sung vorn 2. Sufi 1919 ordne ich hiermit für den Umfang der Regienmgsbezirkes Kassel an, daß alles Ausbreschen von Roggen, Weizen, Gerste, Hafer, Erbsen, Bohnen, Linsen und Buchweizen, allein oder im Gemenge, unter ottspolizeilicher lleberwachung zu erfolgen hat.

Zu diesem Zweck haben die Besitzer von derartigen Früchten, oder deren Stellvertreter am Tage vor Beginn des Ausdreschens der Ortspolizeibehörde ihrer Wohnfitz- gemeinde hiervon Anzeige zu machen und binnen 24 Stunöen das Ergebnis des Ausdrusches des vorhergehen- den Tages dieser anzuzeigen. Die Ortspolizeibehörde hat nach besonderen, von den Vorständen der Kommunalver- bande zu erteilenden Anordnungen, die Richtigkeit der Angabe zu überwachen unb ein Verzeichnis über das Drufchergebnis zu führen. Weitere Ausführuiigsbeftim- mungen zu dieser Dersrdnung zu erlassen bleibt den Som- munafoerbänben Vorbehalten.

2. Zuwiderhanblungen gegen vorstehende Ansrbnnng werben gemäß § 80 Ziffer 12 ber Reichsgetreideorbnung mit Gefängnis bis zu einem Jahr unb mit Geldstrafe bis zu 50 000 oft ober mit einer dieser Strafen bestraft.

3. Die Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in Kran.

Kassel, den 21. Sufi ISIS.

Der Regierungspräsident. 3. 53.: gez. ßewalb.

Wird veröffentlicht mit dem Bemerken, baß die An­meldungen des Drujchergebnisses unb die Führung genau wie im Dorjahre erfolgt.

Fulda, ben 29. Juli ISIS.

3m Einvernehmen mit dem Arbeiterrat.

Der Cacbrat 3. 33.: Segler.