Fuldaer A itung
Druck der Fuldaer Acsteudruckerei ia Fulda«
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IV. Wahlvorschlag Münster:
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Oeldene Medaille n. Silberner Staaisprel* 1919 Reichavedand für ipiraane Bauweise
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II. Wohlvorschlag Stüber: Landwirt Wilhelm Klüber-Büchenberg. Bäckermeister Eugen Neidhardt-Flieden. Bergarbeiter Magnus Diegmüller-Kerzell. Landwirt Karl Herget-Döllbach.
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1. Bauer und Bürgermeister Balentia Jonas-Rex.
2. Bauer und Bürgermeister Joseph Vieth - Langenbieber.
3. Hüttner Franz Schickling-Keulos.
4. Hüttner und Arbeiter Joseph Haas-Dipperz. 7^
II. Wahlvorschlag Hohmann:
1. Fabrikarbeiter Sebastian Hohmann-Petersberg.
2. Hüttner Valentin Dott-Dietershausen.
3. Lehrer Karl Agricola-Künzell.
4. Landwirt und Arbeiter Klemens Heil-Steinau.
3. 3m Wahlbezirk III. Ellers:
I. Wahlvorschlag Kohl:
oder zu einem „Skatchon", und wenn wir beispielsweise im Park Leopold um den MusiRiosk spazieren und ich nicht verfehlen werde, mich Fräulein Herminens zu versichern, so bleibt Dir nichts anderes übrig, als Mwna Jahneke__"
"Höre auf, Karl!" rief Letten und sprang empor, »ich sehe, das; Tu mein wahrer Freund und Beschützer bist", und er schab ihm lachend die gefüllte Zigarrenkiste hin.
Es war Künzertabend im großen Saale des Kurhauses. Die damals vielgenannte Vaitleront sang, und wer immer zur Elite der Kurgesellschaft zählen wollte, verfehlte nicht, sich einzufinden. Fritz von Letten vorab hätte einen Weg von sieben Meilen nicht gescheut, um die Vailleront singen zu hören. Obwohl er selbst weder sang noch spielte, so gehörte er doch nicht zu denjenigen, welche die Musch nur für ein angenehmes Geräusch halten, sondern brachte der edlen Musika ein warmes feinfühlendes Herz entgegen. Letten traf etwa» verspätet ein und fand den Saal schon überfüllt; doch da er als Abonnent Anrecht auf einen Stuhl hatte, war er wegen der bei derlei Vergnügungen so wichtigen ..Platzfrage" nicht in Verlegenheit. Die Abonnements- karten gestatteten überhaupt den Eintritt zu allen Festen, welche im Kurhause, im Kasino oder im Par! Leopold stattf'.nden. Ter prächtige Kursaal zeigt Ovalform mit abgerundeten Mauerecken und umfaßt nahezu 6000 Personen. Tas Orchester hat nennenswerte Kapazitäten aufzuweisen und zählt 40 Mitglieder.
Tas Konzert hatte begonnen. Letten schien indessen noch auf etwas zu warten, was nicht auf dem im Etablissement angeihefteten Progranune staeid. Sein suchender Blick glitt über die schweigende Menge dahin und blieb an den vereinzelt leerstehenden Stühlen haften. Da standen in der ersten Reihe acht hochlehnige Plüschsessel, welch« stets für die Mitglieder der königlichen Familie reserviert bleiben. Ta man den König in Ostende wußte — er war am frühen Morgen schon von Spaa, woselbst er stets längere Zeit des Sommers verbringt, herübergekommen — hoffte man, daß er dem Konzerte beiwohne, imb wartete über die festgesetzte Stunde hinaus vergeblich, bis das internationale Publikum ungeduldig ward und auf den, Beginn de§
Gotter-lenstor-nung.
Katholischer Gottesdienst.
Donnerstag, 1. Mai. Dom. Nach«. s/»ö Uhr Beichtgelegenheit, abends Vi8 in- der Marienkapelle Eröffnung der Maiandacht — Stadtpfarrkirche. Nachm. 5 Uhr Gelegenheit z. beichten weg. d. Lerz-Jesu-greit., abends 8 feiert. Beginn der. Maiand.
Freitag, 2. Mai. (Herz. Jesu. Freitag). Dom. Morgens 71/« HI. M. m. ©., nachm. 5 Herz-Jcsu-And„ abends V,8 Maiand. i. d. Mar.-Kap. — Frauenberg. AuSsetz. d. Allerh. von 5 UHU morg. bis 5 Uhr abends gut Anbtg. d. göttl. Herzens Jesu. 9 Uhr Levitenamt, achm. 4 schlußand. ur. Umg.
baut man nach der AM BI« Bauweise. Rohstoffe überall erreichbar. Dach-Ziegel durch die AM BI-Dachstein-Maschine für Handbetrieb
Aischkorleu, Aleischersah-Karken und Pferdefleisch- Lorken.
Die Ausgabe dieser Karten findet in der Kartenausgabestelle in den Dienststunden von 8 bis 12 Uhr norm, und 2—5 Uhr nachm. in nachstehender Reihenfolge statt:
Freitag den 2. Mai an die Haushaltungen der Straßen Abtstor bis einfchl. Friedrichstraße.
Samstag den 3. Mai an die Haushaltungen der Straßen Gartenstraße bis einfchl. Kurfürstenstraße.
Montag den 5. Mai an die Haushaltungen der Straßen Am Landkrankenhaus bis einfchl. Am Pröbel.
Dienstag den 7. Mai an die Haushaltungen der Straßen Nangstraße. bis einfchl. Zieherferweg.
Der Lcbensmittelausweis ist oorzulegen.
Pferdefleifchkartcn werden nur an die Haushaltungen abgegeben, die hierauf Anspruch erheben.
[Saatkartoffeln.
d«m. Keine wöchentlichen oder monatlichen Beiträge wie beim Kindheit Jesuberein, sondern außerordentliche freiwillige Gaben. Tann wird von den deutschen Bischöfen ein Werk besonders empfohlen: cs ist die Patenschaft für Tichporakinder. Wer einen Beitrag von 180 Mk. svender, der kommt bwti auf für den Unterhalt eines armen Kindes während eines JahreS in einer Kommunikantenanstalt. Dadurch ist er Schutzpate des Kindes. Einzelpersonen können diese Patenschaft erwerben» aber auch Vereine oder Pfarreien. Mehrere Personen zusammen können durch Teilbeträge von monatlich 15 Mark ebenfalls Paten werden.
IH. Wahlvorfchlag Möller:
1. Hüttner und Maurer Emil Möller-Ellers.
2. Vorarbeiter Albert Hack-Flieden.
3. Dreber Eligius Möller-Niederkalbach.
4. Hüttner und Bergarbeiter Ferd. Mahr-Rommen. Maurer Wilh. Diel-Mittelkalbach.
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Mittwoch, SV. April 1919.
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Landwirt Wilhelm Sander-Kleinlüder.
Hüttner Heinrich Schüler-Malkes.
Spenglermeister August Knobloch-Hosenfeld.
2. Im Wahlbezirk II. Langenbieber:
I. Wahlvorfchlag Jonas:
Äum Bezug der Saatkartoffeln können an der Kar- tosfelkassc die Bezugsscheine abgeholt werden, welche sorgfältig ausgefüllt der Kasse zum Einlösen vorgelegt werden können. »
Der Verkauf der Saatkartoffeln beginnt am Freitag den 2. Mai.
Die Ausgabe der Kartoffeln an der Kasse regelt sich wie folgt:
Montag, Dienstag, Mittwoch: Speisekartoffeln, Donnerstag, Freitag, Samstag: Saatkartoffeln.
Er wird darauf aufmerksam gemacht, daß die angegebene Kasicnzeit unbedingt eingehalten werden muß.
Den Geschäften von Wolf, Dern, Funke und Friedmann sind wiederum Bückinge zum Verkauf überwiesen worden. Bezugsberechtigt sind die Ausweise Nr. 3551 bis 4075. Gegeben wird höchstens y4 Pfd. zum Preise von Mk. 3,25 das Pfund. Der Lebensmittelausweis ist zur Abstempelung vorzulegen. Die am Freitag Nachmittag 2 Ufyt von den genannten Ausweisen nicht abgehoüen Mengen find verfallen.
Äeilimneit des KHemuntes.
Vrkkekkverteilung.
Am Freitag den 2. Mai 1919, vorausgesetzt, daß die avisierte Brikettsendung eintriffi für folgende Straßen: Ädalbertstraße, Buttlarstraße, Josephstr., Forststraße, Niesigerstr., Parkstr., Leipzigerstr., Kurfürsten- straße, Liobastr., Waides, Blücherstr., Scharnhorsistr., Sebastianstr., Waldschlößchen, Wörthstr., Artilleriestr., Bosestr., Hohenzollernstr., Moükestr., Dierzehnheiligen, Michaelberg, Paulustor und -Promenade.
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Charlottenburg 9
Bekanntmachung.
Für die Dahlen zum Srriskage im Wahloerband
Landgemeinden werden nachstehende Wahlvorschläge — nach dem an erster Stelle bezeichneten Bewerber benannt — zugelassen:
1. 3m Wahlbezirk I. Hainzell:
I. Wahl Vorschlag Breitenbach:
1. Darlehnskassenrechner Konrad Breitenbach-Großenlüder.
Arbeiter Theodor Joseph Münster-Hattenhof.
Bürgermeister und Landwirt Franz Buch-Neustadt. Bürgermeister und Müller Gregor Weber-Kerzell. Landwirt Ferdinand Klug-Rothemann.
5. Landwirt Karl Helfrich-Hartenhof.
Die Wahloorschläge I Kohl und II Klüber sind miteinander verbunden.
4. 3m Wahlbezirk IV. Bronnzell:
I. Wahlvorfchlag Herbert: Bürgermeister Karl Herbert-Zirkenbach. Gutsbesitzer Heinrich Dispink-Trätzhof. Arbeiter Ferdinand Hillenbrand-Pllgerzell. Arbeüer-Sekretär Anton Röder-Horas.
II. Wahlvorschlag Reinhardt: Bürgermeister Ferdinand Reinhardt-Lehnerz. Dahnarbeiter Gustav Pappert-Horas. Landwirt Damian Rippert-Marbach.
Hüttner Richard Kreß-Riesig.
Eingesandt.
Steuer und Kriegsteilnehmer.
In einem „Eingesandt" der „Fuldaer Zeitung" vom 26. April tritt ein Kriegsteilnehmer für gercchie Verteilung der Steuern ein und betont dabei, daß die Kriegsteilnehmer jedenfalls wieder die Dummen sein würden. Wie wert dies zutrifft, sei einmal klargelegt. Seit der Revolution sind die Löhne zum Teil bedeutend gestiegen. Tie aus dem Felde zurückgekehrten Krieger müssen nun für dieses Jahr das Einkommen versteuern, welches sic in bi efern Jahre mutmaßlich haben. Tie Nichtkriegsteilnelnner dagegen versteuern ihr vorjähriges Einkommen. Es liegt ja nun klar auf der Hemd, daß zwischen diesen beiden Einkommen e i n ganz gewaltigcr Unterschied besteht, zumal in verschiedenen Betrieben, z. B. auf der Eisenbahn die im vorigen Jahre erhaltenen Teuerungszulagen nicht miwersteuert werden. In diesem Jahre fallen nun infolge der Lohnregelung die Teuerungszulagen meistens fort. Es ergeben sich also zwischen denr ver- sieuerbaren Einkommen der beioen Jahre zum Teil Unterschiede bis 2000 Mk. und mehr. Der Kriegsteilnehmer versteuert also in vielen Fällen die oben genannte Summe mehr als fein zu Hause gebliebener Kollege. Im nächsten Jahre wird ja nun allen, also auch dem aus dem Felde zurückgekehrte» Krieger, das diesjähirge Einkommen bei der Steuerveranlagung zu Grunde gelegt. Er hat also das Vergnügen, das Einkommen dieses Jahres zweimal versteuern zu dürfen. Statt daß den Leuten für ihre vielfach 4jährige, fast berdienstlose Zeit jede Erleichterung gewährt würde, werden sie gegenüber denen, die ruhig ihrer Arbeit nachgehen konnten, besonders versteuert. Stets leuchtete und klang uns das Wort entgegen: „Der Dank des Vaterlandes ist Euch gewiß!" Hoffentlich bewahrheitet sich dieses Wort.
Ein Kriegsteilnehmer.
Mitteilungen
der städtische«
Nahrungsmittelstelle
30, April 1919.
Die Mitglieder des früheren Arbeiter- und Soldatenrates Herr Henkel und Herr Gläser, welche beauftragt waren an den Sitzungen der Nahrungs- mittelknmmission teilzunshmen, haben bei ihrem Ausscheiden aus dem Amte unaufgefordert erklärt, daß sie in ihrer mehrmonallicher Tätigkeit zur vollen Ueber- zcugung gekommen seien, „daß bei der Nghrungs- mittelstelle und in der Nahrungsmittelkommission alles in bester Ordnung sei und alles getan würde zum Besten der Bevölkerung."
Ln dieser Woche entfallen aus jede Fettkarte 125 Gramm Speisefett — Auslandsbutter, aus Heeresbe- ständen herrührend —. Der Preis steht noch nicht fest: er wird sich voraussichtlich auf Mk. 7.— bis Mk. 8- das Pfund stellen. Die Krankenkarten werden, ebenfalls^ mit dieser Ware, voll bedient. Die die zulässige Kopfration übersteigende Menge gilt als teilweise Nachlieferung für das Fell, welches in der letzten Zell gefehlt hat. Abgabe an die Verbraucher: wegen des Feiertags stühestens Frellag Nachmittag, vielleicht erst am Samstag.
Ausgabe an die Geschäfte: Freitag Vormittag von 9 bis 12 Uhr bei der Nahrungsmittelstelle.
Es sind neue Lebensmittelkarten eingeführt worden und zwar:
Aus dem Borrifaliusvereiu.
Der SonifathiSöerein steht im 70. Jahr seines se- MnSreiäen Wirksamkeit. Dieses Jahr stellt dem Boni- fastusverein vor Aufgaben, wie er sie größer seit den Tagen feiner Gründung noch nick: sah. Gier lange Kriegsjahre haben die Not der -Diaspora ins Angemessene gesteigert. Dazu die unabsehbaren Folgen der politischen Neugestaltung in Deutschland für die jätholische Kirche überhaupt, insbesondere aber für die Diaspora. Große Wüstenstrecken haben sich im Lause ttn 70 Jahren in fruchtbares Land gewandelt Aber vielfach droht eine Rückentwicklung. Wo jetzt blühendes Leben ist, da werden wir bald Ruinen sehen, wenn die Hilfe deS Bonifatiusvereins nicht verdoppelt werden fair.. Ter Sochwürdigste deutsche Episkopat hat in einem Hirtenschieiben an den hochwürdigen Klerus Deutschlands in eindringlichen Worten es als eine der wichtigsten Pflichten der katholischen Geistlichkeit hinae- fielt, für die weitere Verbreitung des BonifatiuSver- eins zu sorgen, 7 0—8 0 0 0 0 Seelen, so sagt uns eine genaue Statistik, gehen der katholischen Kirche all- jährlich in der Tiafpvra Deutschlands verloren, bannt, ter 40 000 Künder! ite Diaspora Deuffchalnds ist eben groß Nehmen wir alle Gebiete zusammen, wo die Katholiken weniger wie ein Drittel der Bevölkerung ausmachen, dann wohnen unter einer Gesamtbevölkerung von 37 Millionen noch keine 4 Millionen Katholiken. Mso auf hundert Einwohner kommen noch nickst zehn Katholiken tn den Tiasporagebieten Deutschlands! Fast ganz Preußen und Mitteldeurschland ist Diasplwagebiet, mit Ausnahme von Rheinland und Westfalen. Auch im Süden haben wir große Tiaspora- geBieie in der Erzdiozeie Bamberg und in der Diözese
Die E i n n ahm e n des Bonifatiusvereins reichen | bei wertem nicht hm, um der Not in dieser weitaus«- dehnten Diaspora zu steuern. Noch so viele Katholiken kennen die Traiporanot nicht, sie kennen auch nicht den Aonifatiusverein I Wir - lesen deswegen in dem genannten Hirtenschreiben: „Wenn die Priester und Gläubigen der katholisch«» Gegenden die Zustände in bet Diaspora besser kennten, würden sie ohne Zweifel alles aufbieten. um zu retten, was noch zu retten ist Wir werden auch in Zukunst für die Heidenmifsion alles 1 nm, was in unseren Kräften steht. Aber viel mehr noch als die Heide»Mission geht uns die Missionierung unserer gefährdeten Tiasporakattzoliken an. Und u n f e r wichtigster Missionsvorein heißt Bo- nifatiusb erein."
KaihKiken Deutschlands! Prägt euch dieses Wort der deutschen Bischöfe tief in euer Herz ein Der Boni- fähigerem ist unser wichtigster Missionsverein I Es darf in Zukunft keinen Katholiken mehr geben der nicht dem Bonifchiusverein angehört. In den meisten Pfarreien Deutschlands ist er organisiert. Man melde sich bei seinem Seelsorger. Bei einem Mindestbeitrag von 10 Dsg. im Monat bekommt man durch die atmm. I lermnen das Bonifatiusblatt.
Der Bonifatius-Sammelverein brachte im Laufe I ton '^ Jahren über 3 Millionen Mark auf durch das systematische Sammeln von Freimarken, Stanniol, Kor- I len ufto. Er hat auch Geldbeträge von besonderen I ijreunöen der Tiasporakinder in Empfang genommen I Tausenden von armen, verlassenen Kindern ist er ein I -?AeE half Nist Kommunikanten- I
önitaltcn und Kinderherbergen gründen und unterhal- I ten er gab Zuschupe für die Miete van Räumen, wo I Religionsunterricht in der Diaspora erteilt wurde, er I tozahlte den armen Kindern das Fahrgeld, die Reli- I gisnsbucker, er kleidete die Erstkommunikanten. Aber I wt ter ungeheuren Menge allerärmster Tiasporakin- I tor ist der BonifatiuS-Sammelberein mit seinen Ein- I iwnen, die jährlich noch nicht an 200 000 M heran- I reichten nicht imstande gewesen, durchgreifend'zu Hel- I bestehenden Anstalten brechen unter der I
öe n 1 ass fast zusammen, bei der allgemeinen I •wuenrng ivachten die täglichem Ausgaben ins Unge- I weitere, und infolge der politischen Neugestaltungen I
tn Zukunst riesengroße Aufwendungen notig I ” : »ur emem Teil der Tiasporakinder die Wohst E des katholischen Religionsunterrichtes zu- I toen&m zu können. ’ ° I
Bonifatius-Sammelverein müssen deswegen I neue CucDen für seine Einnahmen eröffnet tocr&m SE’tot waren sich auch die Hochwürdigsten deutschen Mose auf der letzten Bischofskonferenz in Fulda einig, »ra J^ne*V.llb^em' bte katholische Kinderwelt mehr I wK.r für tue armen Diasporakinder zu begeistern.
^...Mahnung unserer Oberhirien lautet: »Die Un- I 2er Kinderhilfe des Bonifatius-Sammelver- I
Sache der katholischen Kinder sLi?wst der Heidemnission die Unterstützung des ^Wtt-SeiureretnS." Damit ist der Bonifatius- I S™torem hinsichtlich seiner Wichttgkeit auf die ^iist 5h,noIexmtLbMn FE.^it-Jesuverein gestellt. TaS deutschen Bischöfe tvünschen. daß die armen »r- Bonifatius-Sammelverein von den I
Deutschland die gleiche Hilfe j«den tote die Heidenkinder im .Kindheit-Jesuverein I betnhf^? kteschehen? Durch das sogenannte Kin- I ote? Die Seelsorger sollen in allen Pfarreien ein »Sv,-?* ^Eremal tn? Jahre eine eigene kirchliche I SÄ "bhalren. Bei dieser Gelegenheit sollen Ze
* Opfer für die Diasporakinder geben. Auch I Schulen sollen wie bisher die bekannten I N^k^Ende gesammelt, aber auch Geldspenden
den Lehrpersonen entgegengenommen wer- I
; Olgas Irrtum.
L Original.Novelle von Alca Ruth.
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^»Glmchst Du denn, ich haste Tein bestes aus dem ®r rW*te sich empor zur Größe
Dein» T^b^rmutes, „Du darfst nun frei und unbehelligt ' tn letzter Zeit so verschwiegenen Wege wandeln, io tragisch ist Deine Rolle ja auch nicht."
- -.schon mehr tragikomisch/ lautete die verdrießliche ^tgegnung.
»Höre einmal zu, Freundchen," begann Eichbach 2 nS^cr heran, „gesetzt der Fall, ich hätte ge- %6n^en-?n*1 ^atosan über die Philister, d. h. Mama ESg" le über Dich hereinbrechen lassen — heute abend >chon unten beim gemütlichen Imbiß —' e;-r*4„ttor^ sie meinen Wünschen durchaus ent- ! 6eüfir'-r betten eifrig das Wort, „es ist bei mir - ^°,ienc Sache, mich bei den Jähnekes einzuführen."
'Hbach wechselte die Farbe: doch faßte er sich
lnöchte Tich darauf aufmerksam machen." er, unt Nachdruck, „daß, ivenn Du glaubst, , besetz Verfahren T einem Ziele näher Nnmen, Du Dich sehr im Irrtum be- Ien ‘ .. Kuweit ich die Frau Kommerzienrätin
E '",e. ^opal nicht, wenn Tu die Tochter
3ur Gesellschaftsdame derselben zu ver- tjt sobald Tu mit Deinen Absichten hervortrittst, - raulein Olga Gastrow aus dem Salon der Jäh- hinweggewischt. Vertraue meinem Urteile, W r f.ennc ,bie snädige Frau Mama durch und bri-ti ’’e Dich erst ins Schlevpiau genrnnmen, so ton unfehlbarer Sicherbeit die Sturmflut ihrer 'übende. Kahnpartien, Ausflüge — letztere gemeinig- ^^^per vedes apostolorum — über Dich herein, gar Ti lvrechen von den kleinen Verbindlichkeiten, die "s gebildeter, heiratsfähiger Mann obliegen.' Tu
Fräulein den Schal tyagen, bei zweifelhastem den Regenschirm und Gummimantel dazu — für
• c8 Zähneke allzeit bereit fein zu einer Partie Billard
1. Wagner und Bürgermeister Kohl-Ellers.
2. Landwirt Heinrich Klug-Mittelkalbach.
3. Landwirt Damian Leibald-Flieden.
Bergarbeller Joseph Schickentanz-Neustadt.
Gastwirt Emil Seng-Rückers.
Zur Erläuterung der rechtlichen Bedeutung der Wahlvorschläge und ihrer Verbindung wird folgendes bemerkt:
Der Wähler ist in der Auswahl der Bewerber be* schränkt. Er darf nur Namen aus einem einzigen der vorstehend veröffenllichten Wahloorschläge eittnehmen, muß sich also, wenn er s«n Wahlrecht giftig ausüben will, zu einem dieser Wahlvorschläge bekennen. Das Entnehmen von Namen aus v«schiedenen Wahloor» schlagen hat die Ungültigkeft des Stimmzettels zur Folge. Die Hinzunahme von „Wilden", d. h. von Personen, die auf keinem der öffentlich bekannt gegebenen Vorschläge benannt sind, ist dagegen unschÄ- lich, aber auch unwirksam. Sind auf einem Stimm- zettel nur Wilde benannt, so ist er ungültig.
Die verbundenen Wahlvorschläge bleiben bei der Wahl selbständig. Auch hier darf der Wähler nux Namen aus einem einzigen Wahlvorschlag entnehmen. Erst bei der Verteilung der Abgeordnetensitze gelten die verbundenen Wahlvorschläoe den anderen Wahl- Vorschlägen gegenüber als ,ein Wahlvorschlag. Die auf diese Weise der Gruppe der verbundenen Wahlvorschläge zugefallenen Sitze werden auf die einzelnen Wahlvorschläge der Gruppe nach dem Verhältnis der Stimmen verteilt.
Der Wahlausschuß für den Wahlbezirk Hainzell.
H a i n z e l l, den 29. Aprll 1919.
Hosenfeld, Appel, Knobloch, Sander, Dreftenbach. Der Wahlausschuß für den Wahlbezirk Langenbieber, Langenbieber, den 29. Aprll 1919.
Viech, Sondergeld, Vogel, Haas, Fischer.
Der Wahlausschuß für den Wahlbezirk Ellers. Ellers, den 29. Aprll 1919.
Kohl, Riefer, Diegelmann, Möller, Schickentanz. Der Wahlausschuß für den Wahlbezirk Bronnzell.
Bronnzell, den 29. Aprll 1919.
Hehn, Ebert, Dehler, Seuring, Schneider.
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Konzertes drang. Die leeren Stühle der übrigen Reihen I der Richtung aller anderen, nach der großen EingcriML» wurden während der rauschenden Ouvertüre von be* I tüte hin. |
kannten Spätlingen allgemach besetzt, nur vier blieben I Diese ward nämlich von dienstbeflissener Hand eil« ker Stach den ängstlich besorgten Blicken, mit denen I fertig geöffnet und ließ einen großen, hageren, etwas Karl Eichback^ der zwei Reihen vor Testen faß, die um» I gebeugten Herrn mit weißem Haar und langem weiße» lauerten Sitze beäugelte, mußten sie den Jähnekes ge. I Barte ein. Er hatte sich leicht auf den Goldknopf fei- goren, die, wie immer, streng nach dem Grundfatze hmt- I neS Stockes gestützt und schien etwas zu hinken. Seine delten, daß, wer etwas ist, auf sich warten läßt. I Begleiterin zeigte über Mittelgröße, war überschlank
Ein Punkt des dorgeschriebenen Reglements lautet, I und mit auSgewählter Einfachheit gekleidet. Beide daß alle nach dem erfien Stück noch leeren Stühle an» I schritten geräuschlos auf die steifbeinigen Plüschsessel ziz bertoeitig besetzt werden können; und so kam es denn, I — es war der König der Belgier nrit feiner Tochter, daß, als kaum der letzte Ton der ersten Programm- I der Prinzessin Clementine. Die Menge erhob sich uummer verklungen war, die leeren Sitze im Triumph I schweigend von ihren Sitzen. Testen dachte: .Welch von einigen Studios erobert und davongetragen tour» I trockene Ovation I" und rief mit Stentorstimme in den den, als gerade Mama Jähneke seiderauschend auf der I ®aal hinein: „Dive le rot!'
Bildfläche erschien; ihr folgten Hermine mit gleichgil- I Alle Köpfe fuhren nach ihm herum, man maß ihn ng herablassendem Blicke das Publikum musternd, Olga I von oben bis unten und lächelte; indessen der König Gastrow mit den vornehmen unbewegten Zügen und I nach der Richtung hin, woher der Machtruf drang, zuletzt der Herr Kommerzienrat, der sich vergebens be- I grüßend mit der Hand winkte Darauf nahmen bte mübie, seine Damen mit „ Götterhänden' zu schützen. I Herrschaften Platz, während die beiden Hofdamen, einen Sie Frau Kommerzienrat steuerte geradewegs auf Karl I leeren Sessel zwischen sich und der Prinzessin lassend, Eichbach zu, der in seiner Seelenangst noch einen Ian« I ohne weitere Zeremonie dem Beispiele der hohen Gäste: gen Assessor von seinem Sitze aufgetrieben hatte und I folgten
d^ÄsAEsen Schwiegmmtama in fpe mit strahlen- Leute Minen mich für verrückt zu halten,« z
* präsentiert^ Um Papa sandte sich Testen an Olga. 9 '
Ähnele und das Ge>ell;ckastsfrauletn regte sich keine I -. . -- ,
Hand. 1 I Stete erklärte mit feinem Lächeln:
-Ach du mein lieber —wimmerte der gute Mann Kmig weilt inkognito hier, das schließt jede
ratlos. Ta stand der Regierungsassessor Fritz von Det- 51B‘.a .dursten die Belgier auch nicht
ten neben Olga Gastrow und stellte ihr mit rittet- derartig begeistert für ihren König fern, um ihm ihvn kicher Galanterie seinen Stuhl zur Verfügung. Papa I Huldigung aufzudrangen.
Jähneke hätte ihn am liebsten aus Dankbarkeit in seine I 9n rauschenden Tönen setzte das Orchester ein und Atme geschlossen. Er sei ein Gentleman sagte er ihm, I schnitt ein weiteres Gespräch ab. Testen schien trotz ein ganz perfetter Mensch, und er freue sich, feine I des ungeträumten Glückes des heutigen Abends nicht werte Bekanntschast gemacht zu haben. — Ob ihm ein I recht befriedigt. Im Stillen ärgerte ihn der herab- Stuhl gefällig fei? — Bewahre, er ziehe sich ins Lese- I lassende, fast belehrende Ton, den sie ihm gegenüber, zimmer zurück, hier könne man ja ohnehin bei dem I anschlug. Sie zeigte sich so sicher, so ruhig, so domt» musikalischen Spektakel kein Auge zutun, und er habe I nierenb und voll edlen Selbstbewußtseins, daß er, an» sich schon den ganzen Tag darauf gefreut — und weg I in liebevoller gutmütiger Ueberlegenheit auf sie war er, der gute Mann I herabzusehen, sich angeregt fühlte, seine Geisteskräfte
Nun erst konnte sich Testen Olga zuwenden, hinter •*“ eine ebenbürtige Partnerin zu alarmiere^ deren Stuhle ex Posto faßte. Doch deren Blicke folgten j E«tfetzung folgt^j