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Ostern in Kümmernis

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München, 18. April. München ist vollkommen

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Der Bürgerkrieg in Bayern.

Die Lage in München.

zu rechtfertigenden Zumutungen einzegeben hat.

Der Weltkrieg sollte un$ doch durch die Erfahrung von der Solidarität des Leidens, die er uns gebracht

hat, über die Solidarität unserer wahren Interessen aufgeklärt haben. Eine Entwaffnung Deutschlands auf seiner Rheingrenze würde erträglich sein, wenn sie auf Gegenseitigkeit beruht. Unerträglich ist aber ein. fettiges dauerndes Besatzun-srecht Frankreichs hinsicht­lich der Brückenköpfe und Eisenbahnknotenpunkte der

Rheinlande. Der Gedanke, finanzielle Verpflichtungen ließen sich nur durch Besetzungen sichern, ist veraltet und mit dem Selbstbestimmungsrzcht der Völker nicht vereinbar. Die deutsche Regierung hält jedenfalls an der Notwendigkeit fest, daß mit Abschluß de« Friedens

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De«tschlan- unterzeichnet nur einen Wilsvnsricdcn.

Berlin, 17. April. In einer Unterredung des Korrespondenten der .New Sun-, Karl H. Wiegand, dem Reichsminister de» Neußeren erklärte Gras «tockdorff.Rantzau, er könne nicht glauben, daß ®it Erklärung der HavaSagentnr über die Regelung ter Taarfrage» und die militärische Besetzung der Rheinlande mehr als Versuchsballone seien, um festzuslellen, welche Zumutungen die öffentliche Mei- ®u,l9 >n Deutschland ertragen könne. Der angebliche Inhalt der Bestimmungen steht zu sehr im Widerspruch Mit den Grundsätzen, die Wilson als Unterlagen «ur den KriedenSsch. verkündet hat und die von den teiden KriegSparteien im November 1918 angenommen ®°rben sind. Die Bestimmungen über daS Saargebiet r*re nichts «18 eine schlecht verhüllte Annexion. Lch werde einen striedensver rag, der diese Bestimmun, jjen enihLlt, niemals unterzeichnen, und ich Mifs, daß ich damit nur die Auffassung der ganzen tze^enwärtixen Regierung »ertrete. Ich bin «der auch überzeugt, daß selbst, toenh die Delegierten zur Unter- »chrift geneigt wären, die deutsche Nationalversammlung orn ftriedenSvertrag ablehnen würde.

Selbstverständlich hat Frankreich einen Anspruch auf »chadeuerjatz für feine zerstörten Bergwerke.

Mißstimmung im Elsaß.

Nach den neuesten Berichte« aus Glsaß-Lothrin^ gen nimmt unter dem Drucke der ungünstigen wirt« ichaftlichen Lage die Abneigung gegen die fkanzviische Verwaltung,u. In der Industitebevölkerung herrscht Erbitterung über die Bestrebungen der Regierung, trotz der hohen Lebensmittelpreise die Lohne zu drucken. In Straßburg drohten die Elekltijitätsardeiter mit dem Ausstand im Falle der Nichtbewilligung ihrer, Forderungen. Ein bekannter ArbetterfÄvrer a tigerte sich, daß sicher noch mit schweren Unruhen zu rechnen- ei. Die französische Regierung habe zwar ihrs Lruppen zur Hand, allein sie scheine ihnen nicht mehr voll zu vertrauen. Die Disziplin ist gelockert; viele Soldaten tragen rote Rosetten; zur Verhütung von Ausschreitungen wechseln die Kommandos s'.an» big die Truppen. Die Straßburger Presse wagt allmählich einen recht kräftigen Ton gegen die Jian*; zwischen Behörden, die unfähig seien, die beriagitne: wirtschaftliche Lage deS Landes zu verbessern.

Stimmung im Lande ist schwül.

Unruhen in Wien.

Während am Donnerstag in Wien eine Abordnung' von Arbeitslosen und Invaliden beim Staatskanzler Renna verhandelte, hatte sich vor dem Grbäudr tute große Menge versammelt. Sie versuchte in das Ge­bäude einzudrmgen. Da die Tore verschlossen waren, entstand eine große Erregung. Zahlreiche Perwnen! begaben sich auf die Südseite des Parlaments unk» warfen die Fenster ein. Schließlich gelang es einigen,! ein Tor zu sprengen, doch wurden sie durch Poltztsteni am Eindringen verhindert. Aus unbekannter Urieme fielen einige Schüsse, worauf sich zwischen der Menge und der Polizei eine lebhafte Schießer er ent- wickelte. Gegen abend trafen starke Abteilungen von Volkswebr ein, welche daS Parlamentszebande be­setzten. Die Schießereien dauerten bi» in die Aben»- ftunsen, ohne daß der Zweck der Schießerei euren- har war. Um 9 Uhr abends sperrte die Bolkswehr dir Parlamentstore ab, worauf sich die Volksmenge be lief. Insgesamt sind fünf Personen getötet wo> den. Die Regierung bat die jüngste Drohung deS Enes» der englilchen Militärmisiton in den Straßen plaka­tieren lassen, daß bet Wiederholung der ^nrJ^tn ®te Lebensnmtelzusuhr sofort gesperrt werde. Die Ita­liener haben auf eine Genugtuung wegen des Um­standes, daß gestern vor dem Parlament eine Kugel zufällig ein italimischeS Milttärauto traf, verzichtet, nachdem sie von der Regierung genügende AufklSrunz dahin erhalten haben, daß es sich um ein?« 3ufa.i- gehandelt hat. Es scheint, daß für den Auzenblrck nichts weiter zu besorgen ist und daß Wien eurem ruhigen Osterseste entgegensehen darf. .

Wien, 18. April. Der Wiener Poltzerpral.dent äußert sich intWeiten Tag" dahin, daß die gestrigen Unruhen sich als ein seit geraumer Zeit borberette- ter Putschversuch der Kommunislen darstel­len, wobei der Einfluß der ungarischen Kom­munisten erwiesen ist. Die Blätter verurteilen die gestriaen Ereignisie aufs schärfste und ermahnen die Bevölkerung, Ruhe und Ordnung zu wehren und die landfremden Elemente, welche das Volk aufhetzen, abzustoßen. Daß es sich um einen vorbereiteten Puljch« vermch handelte, erkennt wen euch daraus, daß gestern nachmittag im Heeresamt eine Deputation Arbeiislo er die Räumung deS Gebäudes bis 8 Uhv nachmittags verlangte, da um 5 Uhr die Regierung der Räterepublik ihren Einzug halten würde.

Verhaftung des «rasen Ezernin.

wtb Wien, 18. April. Der frühere Minister bei Aeuhern Czernrn wurde vorgestern von Grrnzvetzor- den verhaftet, etS er »er,achte, ernte Pa» btc d^weizeL ©renje zu überschreiten. Czernin hatte karjiiw »te Wiener Polizeidirettion um Ausstellung eines j.ctie« passe» in die Schweiz ersucht. Der Pas war ihm aber verweigert worden int Hinblick auf die an esuch vo» ausgewenberten Aristokraten ia der Schweiz be.rieoeng, gegen Deutjch-Oesterretch gerichtete Propapunda.

b-mse und verlangten mehr Lebensmittel, besonder, Kartoffellieseruns. Ta diese nicht möglich war rot­teten sich flehen 300 Personen zu ammen und be­sänne« einen Raub- und Plüuderunqszu g. Mehrere Geschäfte wurden total aus^ep-unvert. Gemeindevorräte an Kleidungsstücken un Werte v»s 70000 Mk. wurden entwendet.

ZwangSabsctzung von oberschlesischen ,

° Berg- und Huttendtrektore«.

wtb Berlin, 17. April. Die Arbeiter- und Au- aestelltenaus chüsse der Bereinigten KönigS« und Lau'ahütre forderten beim Aufsichtsrat dieser G esell­schaft den Rücktritt des Generaldirektors Geheimrat Bergrat Hilger. Außerdem w rd noch von andere« Hütten und Gruben die Zwangsabletzuna lettenbet Per önlichketten auS dem Oberschlesischen Ei en- und Kohlenvevier gemeldet.

Berlin, 17. April. Auf die Forderungen der Arbeiterausschüffe und der Beamten der BiSmar.imtte Mberschlesien) auf sofortige Absetzung des irtzmen Generaldirektors haben die sofort einberufenen Mit­glieder des Aufsicbtsrates beschlossen, den Vorstand zu er luchen, alles für die unmittelbare Schließung der Werke vorzubereiten, da sie sich unter Umstan­den gegenüber den ihnen anbrrlrauten ^ntereHei» dußerstande sehen, die Verantwortung für de« Wes» teibetrteb der Werke zu übernehmen.

Einigung im Angestellenstreik.

wtb Berlin, 19. April. (Tel.) Die Ern gung«- Verhandlungen, die aeftern über die Betlegung de, Angestelltenitretks in der Metallindustrie unter bem Vorsitz des ReichSarbeitsministers Bauer geiiihrt worden sind, haben bis 1 Uhr nachts gedauert. ES ist gelungen, ein Ergebnis zu erzielen, das dre sofortige Beilegung deS wtreiks gewiß er­scheinen läßt. In Ergänzung deS vom Schlichtung«» ausschuß gefällten Schiedsspruchrs ist veretnbare worden, daß den Angestellten geordnete Mitwirkung^ bei allen Fragen des Dienstverhältnisses gesichert wird. _____________

Die mörderische Blockade.

Tine erschütternde zahlenmäßige Zusammen sielluna bet Opfer des hermtück.ichen , c den Menschen ersonnen, der Bio cka de, srbt Ge. Heimrat Äubner im neueste» -«ft bet .LeufichV

AuS dem Ruhrgebiet.

wtb Esten, 17. April. In der heutigen Früh­schicht hat die Zahl der Streikenden wieder um 10000 abgenommen. Ausständig waren 107958 Bergleute Igegen 117944 vorgestern. Mehr als die Hälfte der Belegschaften hak die Arbeit wieder ausgenommen. Trotzdem eS als sicher gelten kann, daß der Streik in Kürze beendet sein wird» geben die radikalen Elemente ihr Spiel noch nicht verloren und versuchen, die Arbeiter zu veranlasten, im Streik u verharren. In einer in Dortmund abgehaltenen Delegiertenkonferenz streikender Bergleute wurde be- chlosten, den Streik fortzusetzen. Mik dem Abbröckeln deS Streik« tritt wieder Starker der Terror hervor. Die Arbeitswilligen der Zeche Carolinenglück tour« ixn mit tätlichen Angriffen bedroht. In Langen­dreer empfingen die Streikenden die Arbeitswilllgen her Zeche Bruchstraße nach beendigter Schicht mit Knüppeln und Steinen. Mehrere Personen wurden verletzt. Eire Belegschafttzversammlung der Zeche Hannover sprach sich für die Fortsetzung des Streiks auS, sodaß Bochum auch über die Oster­eiertage ohne GaS sein wird.

Esten, 18. April. Der größte Teil der Eisen- bahnarbeiter des Dirrktionsbezirks Elberfeld tritt in den Aus stand.

Brannschlveig befreit.

Braunschweig, 17. April. Die Stadt Braun­schweig wurde in der vergangenen Nacht zwischen 12 und 1 Uhr besetzt. Das Schloß und alle an- deren öffentlichen Gebäude wurden sofort mit Beschlag belegt. Die Gebäude wurden nicht betreten, da sie unterminiert sind. Bei der Besatzung wurde keinerlei Widerstand geleistet. Auf dem Bahnhofe sind zwei Panzerzüge ein getroffen. _

Der frühere Berliner Polizeipräsident Elch» Horn hat in einem Flugzeug Braunschweig ver­losten. Dieses Flugzeug war jedoch in der Nähe von Holzminden zu einer Notlandung gezwungen und Eichhorn wurde bei dieser Gelegenheit von den um Holzminden verteilten Regierungstruppen f e ft» genommen. Der Exyräsident Merges und mehrere andere Spartakistenführer haben Braunschweig rn der Nacht im Automobil verlosten und konnten bis her noch nicht ergriffen werden.

Heute vormittag ließ General cker durch Flu v zeuge über der Stadt bekannt wacher-, daß öcc ...chs- präsident über daS Gebiet des ganzer Freistaates Braunschweig den Belagerungsstand verhängt und ein außerordentliches Kriegsgericht einge­setzt habe. Wer mit Waffen betroffen werde, werde nach KrieaSrecht bestraft. Die Zeitungen unterliegen bet Vorzensur. Auf dem Schlöffe, dem Landtagsge» jbäude, dem Ministerium, den Kaserne« uito. weht etzt an Stelle der roten Fahne die schwarz-weiß-rote und die braunschweigische Flagge. Zahlreiche öffent­liche Gebäude, Geschäftshäuser und Privatgebäude haben Flaggenschmuck angelegt. Mehrere 1000 Monn Regierungstruvpen find heute zwischen 12 «nd 1 Uhr mit Musik in Braunschweig einqezozen. Um Brauns criveiq stehen etwa noch 10000 Mann.

Braunsckweig, 17. April. Zwischen bet tont» schaftlichen Bereinigung braunschweigischer Industrien und den Vertretern der Arbeitnehm r ist gestern tn einer Sitzung die Vereinbarung getroffen woi.rett, die Arbeit am Tiensiag nach Ostern in alten Betrieben wieder aufzunehmen. Der Eisen­bahnbetrieb ruhte beute vormittag noch.

wtb Braunschweig, 18. April. Zwischen dem Ge­neral Märker und dem Aeliestenausschuß des Land- tages wurde eine Einigung in der Kabi nett s» frage erzielt. Danach würde das Kabinett bestehen au» vier oder fünf Mehrheiissozialisten, zwei Nn- abhäng jen und einem Domolraten. Es wird bts zum 28. April im Amte bleiben. An diesem Tage rotrb bet Landtag zu ammentreten und die Neubil­dung des Kabinetts vornehmen.

Oberschlcsien.

Wtb Beuthen, 17. April. In Kochlowitz -am eS gestern zu wüsten Ausschreitungen und Piünde- rur-gut. Etwa 40 Mana eufchienen vor dem Gemeinde«

hungern.

Die militärischen Maßnahme«.

* vamb rg. 17. Apr.l. Der Bormarsch gegen Mün­chen hat Unterteilung eines bekannten bayerischen Gene­rals begonnen. Auch würlternberzische Truppen nehmen daran teil. Preußische Truppen kommen, trotzdem der Aellcrlrn-Ausschutz des Landtages sein Äinv-rstindms hierzu erklärt hat, siir die »kttsn gegen München nicht in Frage. Das (Se?a«timinifferium Bayern» sowie dre polrtischen Parteien deS Land ages er laste« erneut dringend Ausruf» znm (Umritt in die 83 lliwt sr. um die rasche Betreiunq Münchens herdrizu.uhren. Dachau, das von be* Truppen des Ministerpräsidenten Hoffmann besetzt war, ist seit Mittwoch w-eder in den yänbett der Münchener Garnison. Die Dachauer Be> vsikernn?, die etne Beschießung der Pulverfabrik und damit ei» «rohes Unglück eer Or.fchaft befLvchtete, hatte

Deutschland ist bereit und fähig, diesen Schadenersatz zu leisten. Wenn an Stelle von Machtpolitikern er­fahrene Geschäftsleute dreseStaat zu regeln hätten, so würden sie einen Weg finden, der Frankreich sicherer zu einem hinreichenden Ersatz verhelfe und dabei zu einer Annäherung, statt zu einer dauernden En tfrem- bung der beiden Völker führen würde. Wir sind be­reit, den französischen RneDenSbele.ierten Vorschläge zu machen, und wir hoffen, daß sich bei den Friedens- Verhandlungen das Stift trauen zerstreuen läßt, ba­det Entente bisher ihre unzweckmäßigen und vom Standpunkt einer höheren politischen Warte au8 nicht

sich in einet Demonstration gegen die Truppen oewandt und ihren foforiizen Abzug gefordert. Die etwa 700 Mann starke Abteilung mußte, von der erhofften Ver­stärkung abgeschnitten, das Städtchen unter Zurücklaffung aller Waffen räumen.

Spattakistenterror in Rosenheim.

Bamberg, 18. April. Rosenheim, eine Stadt von 18 000 Einwohnern südöstlich von München, steht seit Wochen unter der Herrschaft der Spartakisten, die eine Willkürherrschaft schlimmster Art betrieben haben. Al­st ch am Sonntag da» Gerücht verbreitet hatte, daß die Räteherrschaft in München gestürzt sei, wurde da- Standrecht von den Spartakisten verkündet. Aber der Ingrimm der Bevölkerung war so groß, daß sie unbe» waffnet gegen die Spartakisten vorgina. Dieze brach­ten Maschinengewehre in Stellung und gaben scharfe Schüffe ab. Vier Opfer lagen schwerverletzt auf der Straße. Run stürmte eine Anzahl beherzter Männer das von den Spartakisten besetzte Bezirkskommando, holte sich dort ein Maschinengewehr und Gewehre. Einige mutige Leute drangen in die Spartokrstenburg ein und holten die 50 Verteidiget Herrn-. Inzwischen wurde die Eisenbahnstrecke nach München amaeriffen und vier Maschinengewehre an der Eisenbahnlinie auf. gestellt, um die Müncvener Spartakisten adzuwehren. Auf noch nicht aufgeklärte Weise wurde aber dieser Besatzung der falsche Befehl überbracht sich zursickzu- ziehen, und man brachte die Schienenitörung wieder in Ordnung. Inzwischen hatte sich die Nachricht verbrei­tet, daß in München wieder ein Umschwung zu Gunsten der Kommunisten erfolgt sei. Auf der wiederhergestellten Bahnstrecke kamen die Münchener Spartakisten in die Stadt. Die Rosenheimer Gegenwehr vermochte gegen fte nicht aufzukommen. Ein Maschinengewehr in der Bahnhofstratze leistete Widerstand und erschoß den feind­lichen fführer. Da» Maschinengewehr wurde dann von den Spartakisten genommen. Der eine der beide» Schützen floh, der andere wurde etfdiofien. ES folgten Der- Haftungen und Mißhandlungen. Unter den Verhafteten und Mißhandelten befand sitz auch der soziakikttscheBur- germeifter Göpfer. Insgesamt erforderten die Kämpfe 10 bis 12 Tote an den beiden Tagen. Die Spartakus- Herrschaft lastet schwerer al» je auf Rosenheim und Umgebung.

Bamberg, 18. April. In Rosenheim wurden zur Strafe für da» regierungstreue Verhalten der Stadt 10 Bür er erschossen und die Stadt von den Spar« tatiften mit einer Kontribution von 85,000 Mark belegt.

rt< I vemmtwortlich für den redaktionellen Teil: Kart Schutte. I <Q flwirtl 1Q1Q I Verlag der Fuldaer «ctiendruckerei tn I 46.

ULL | für die Anzeigen: I. Par,-11er, Fulda.- Rotattont-druck. | >aMSLKA »V. EipCU s tztz Pf«. - Fernspr. Ar.S. rel«gt..«d«ß-: Fuldaer Zmtung. ,

gier Mal haben wir Ostern gefeiert unter K».

-gnenäonitrr an den Fronten. Die Lasten und Sor- lL mären schwer, aber die Stimmung wat doch ge- Übe»; denn wir hatten damals noch Kraftgefuhl Lb Zuversicht. Die rechte, volle Fest- und Früh- «n-rsfreude hofften wir zu den ersten Ostern nach LrjtgSschluß »u gewinnen.

Ganz anders ist c8 gekommen. Die Kanonen Wweigen jetzt; aber das Elend schreit lautet zum Siatntel als jemals. Nicht bester, sondern schlechter L ($ geworden. Aus mutigen Kämpfern sind mir ewwetfelnde Sklaven geworden. Der äußere Femd läßt uns feine Ncbermachl bitter fühlen, al- während der Iahte deS Waffenkriegs», und noch schlimmer sind tzie innere SB irren und Kämpfe. Wir habe» das taftgtfüM und den Mut verlöten, wir verzagen an bet Selbsthilfe und stehen unter dem furchtbaren Truck der Erkenntnis, daß wir auf Gnade und Un» imobe erem Schicksal ausgeliefert sind, baS rott nicht felbft bestimmen können. Und dabei dürfen wir «jcht einmal sagen, daß wir an dem Verhängnis w ,.V1.

Ichuldlo» feien. Was die Feinde unS angetan haben I «runb'für'bie B e's e tz u n g deutschen'Gebietes durch ,bcr antu» wollten, hätten wir immerhin noch mit I feindliche Truppen weafallt. ungebeugtem Haupte eutgeaen nehmen können, wenn m

gut nicht im deutschen Volke bet wirtschaftliche unb Noch fCitU Einladung,

moralifche Zusammenbruch erfolgt wäre. Nicht als I wtb Berlin, 17. April. Die deutsche Waffenstill» getwunbeier Helb auf dem Schild, sondern al» beltrie» i standSkommiision teilt mit: Die von einigen Blättern tenöet Krankcr auf bem Sieckendett liegt bet deutsche I gebrachte Nachricht, bet Vorsitzende ber interalliierten tzolkrkötper ba. Vier Jahre Krieg gegen bie ganze I Waffenstillftanbskommisfion in Spaa Nuba»t habe Well haben wir ausgehalten; bas halbe Jahr be» bem Borsihenben ber deutschen Waffenstillitandskom-

Waffenstillstands brachte unS an des Abgrunds ! Mission Hamm et stein den Text bet von Wilson

b. , I gehaltenen Ansprache im Bieter.al über die Ein -

In unserer Ohnmacht finb wir auf Gnade an» I iabung der beuiichen Vertreter zum 25. April

gewiesen. Wo finden wir solche? Die feindlichen I »ach Versailles amtlich überreicht, trifft nicht zu.

^Machthaber haben noch nicht» von Mitleid oder I Weder General v. Hammerstein noch General Nu- idroming merken lasten. Die Ruhestörer im Lande I baut finb zurzeit in Spaa anwesenb. Eine offifielle bleiben an ihrer zerrüttenden Arbeit; wenn sie an I Einladung der deutschen Vertreter über Spaa bet einen Stelle behindert wird, schon richtet sie an j be« Vorfriebensvethandlungen ist noch nicht einer anderen Stelle neue Verwirrung an. Das folgt.

Streiffiebet tobt weiter: auch in ber Karwoche unb -----------------------

|ttt Osterzeit können Weite Volksschichten noch nicht St Erkenntnis kommen, baß sie in selbstmörberi» em Wahnsinn hanbeln. Keine Gnade von draußen, keine Gnade bei den tollen Mitbürgern.

Bleibt da noch ein Hoffnungsanker? Für den , . ------ - - -

xhristen freilich noch: die Gnade be6 Himmels. I der Hand der toten Arbeiterwehr. Tetle der Wenn die Vorsehung in ihrem Weltplan die Rettung RegterungStruppen bet Dachaui werden, ««i etn An» Deutschlands beschlossen hat, dann wird das kranke I von bet Roten Armee

Bott noch von feinem Krankenlager sich toieber er- I te"" ^un.^eR

heben können. Sonst ftnb wir verloren. I don Geiseln verhaftet woidcn. Es finben for

Wenn w r Hoffnung fasten, bann wollen tote ba» I Haussuchungen nach Lebensmitteln und Be- bei bie gebührende Demut bewahren und zugestehen, I W®Q"a$5?U!!9en VOrt ^axt- . daß unser Volk für seine alten Fehler uni nameiit» I wasche Wetuerwng fojiaUjert unb konfiSzmtt mit sich für bie jüngsten Missetaten strenge Strafe der- tusttscher Rou.tn- und "^Etichellofig.ett. ter- dient hat Die Buße muß die Einleitung zur 1 sch'ebenen wtrlfchaflltchen I">erei enten p^^tteren Rettung fein. Als Büßet und Befliffene der Bcffe» und sttetken. Dte Uiuversi.at uud^d-e Technische tung dürfen wir um Schonung unsere» Leben« Hochschule sollen schon balo nach Dftern mit l»m sichen. Mag bie Zukunft Deutschland» hart unb wunisttschet Organisation e-n neues 8e^n beginnen, bitter fein, wir müssen schon banfbat bie rettende 3nf°^ be8 'VfL1« b»s

Hand küssen, wenn überhaupt bie Zukunft gerettet I ** flefd)loifen. ^.^.e Schaufenster de»

wird. Unb in dieser Not bringt uns gerade das I Tietzschen Aarenhau eS om Bahnhofe find durch die Osterfest zum Bewußtsein: der'Erlöser ist aufer- Explosionen der leichten Minen schon seit ^onrttag standen au» den Qualen und dem Tod; bet alte °benb zerstört. Das Kaufhausselbst soll gepItti Gott lebt noch und läßt fein Erbarmen walte« über dert worden sein. Der. Trambahnverkehr, Ttte Gerechte und auch übet die Fehlenden, bie Buße I fltabb unb Telepyon, fonne tetltoet.e aueb bet Pf' tun. Aus ber Osterbolschäft hören wir bas tröst» I derkehr innerhalb bet ©tobt ^"^n vollttändi^ Tte siche Wort: Ich will nicht den Tob beS Sünbet« Autob-nützung von Privaten ohne Genehmigung sondern baß et sich bekehre «nb lebe! Wie ba# für d-S Stadtiommandanten ist verbo en. Für b e Ab- den Einzelnienfchen gilt, so wirb eS auch für bie «efetung der Waffen ist eine Frist von ISSmnden Völker gelten. Datum mag auch bas christliche I festgesetzt. Int Stabfbtlb begegnet man auf Echtttt Deutschland in feiner Not rufen: ,Auf dic^oHerr, »nd Tritt starkbew öffneten Ä-Vilp-, sonen mtt roten «eben."ö ' I nisten besetzt.b*!1' der Stadt an Bargeld.

Schöpfen wir so neue Zuversicht, so wollen wir Eine Verordnung erklärt, daß eine restlose Erfassung diuen Augenblick vergessen? daß die gnädige Hilfe de- zuruchaehaltenen Bargeldes unbeb t ngt not wen. Mn oben verdient werden muß durch Geduld unb I ^tfl Jeu Bei de« Banken fall deshalb das m i)n hurch Pflichttreue. Geduld ist erforderlich, denn Fachern befindlrche Bargeld entnommen und auf «S wäre eine sträfliche Anmaßung, wenn wir etwar« I ^onto gutgeschrieben werden. Abhebungen übet ten wollten, daß bet allmächtige Weltotbnet zu un- I besonders genehmigt werben.

ise«m besten mtt einem plötzlichen Wunder elngrei»

fen und mit einem Schlage alle- Uebel beseitige« schuffe» wird bei dieser Gelegenhett ter ruffische

'würde, was die Menschen tn ihrer Torheit undBoS- Revolutionär Axel rod genannt, ter sich b S vor

beit «»gerichtet haben. Unb eifrige Pflichtersül- ku^em m einem Sanatorium tm Js-rtal aufhielt,

lung ist geboten, weil sonst bie Buße nur Mund- Der Oberste Vollrugsrat b-ueht geZenwarttg au»

Werk bleiben würbe. Der Himmel hilft nur bem, Dr. Lev,en, Maenner, Duske unb Dtttrtch. Eine

der sich selbst nach Kräften ?u helfen sucht. Kundgebung bet Bümterger Mgrerung, b e von

Es wild schwerlich beffet in bet Welt, wenn nicht Fltegern über München abgeworfen wurde, teilt mtt,

die Gut gesinnten mindestens ebensoviel Tatkraft I daß sie eS mit Rücklicht auf Frauen und Kinder ob- ^etnünftiaen tm Volksleben nachhaltig ihren I tS fei bte höchste Zeit, baz sich die Bevölkerung bet «nfluß geltenb machen gegenüber ten betörten, krank. Herrschaft auswärtiger Pottt-ker unb gewiffenlo -t

sinnigen Elementen I Machthaber entlebige. Darum muffe eine Volks-

Dar erste Osterfest nach bem Kriege kann letber wehr aufgestellt werten, bie endlich reuten Tisch

Mn Fest ber jubelnden Freude sein; aber al« Fest mache und al«6alb Ordnung Waffe. SJe Jlunte de» Trostes unb bet Hoffnung wollen wir eS doch von ber Aufhebung der Hungerblockade <Jw- !» Gemütserhebung begehen. Der feine Pflicht tut meine Befriedigung 6erbotgerufen, denn tatsächlich

« Dulden und Schaffen, ber darf darauf rechnen hafte« sich Lernt« ernste Befurch,ungen für tte Ber»

daß ihm auch bet Ostergruß erklingt, bet seinerzeit 'otgung ber nächsten Tage eingestellt. Gestern den Jüng-cn hinter ber verschlossene« Tür das würbe auf em,gen L-nten mtt wenigen Zuge« em da»ge Le-z erautckie- Friede sei mit euch! ! bcfchtankier Bahnverkeht aufgenomnien. Heute

8 v » ff - ri I ist et bis auf bie Strecke nach Regensburg emgestellt.

I Bamberg, 18. April. In München herrscht, jetzt

Vtzckikdsrsf-Rsntzau | wahnsinniger Terror. V:ele 21,beiter unb Bürger

Über den kommenden Frieden. I werben bereits erschossen. Die Rote Garde, be- stehend aus Gesindel und bewaffneten rufftlchen Kriegsgefangenen, plündert und raubt und dehnt ihre Raubzüge bereits auf da? flache Land aus. Die schändlichsten Untaten werde« verübt. Die von ber Regierung für bie Bevölkerung nach Mün­chen geleiteten Lebensmitteljüge werben von der Violen Garbe bejchlagnahmt; ba« Volt muß