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rfr 77 1 Verantwortlich für den redallwriellen Teil; Kari Schütte.

»» { für die Anzeigen: I. P a rzel l er, Fulda. Rotationsdruck.

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Der Ausstand im Ruhrgebiet.

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Er wird mit dem Rat der Bier in dauernder Der« bindung stehen.

wtb Paris, 1. April. Wilson, Lloyd George, Orlando, Clemenceau, Balfour, Sonnino, Lansing und Pichon hatten gestern nachmittag eine vierstündige Unterredung, an der während einiger Zeit auch Marschall stoch sowie die Generäle Wilson und Diaz teilnahmen.

Werden die Bergleute bei einer französisch-belgischen Besetzung die Sechsstundenschicht mit Lohnerhöhung erhalten? Oder droht ihnen eine Zwangsarbeit un­ter der scharfen Knute fremder Gewalthaber?

Daneben steht die drohende Gefahr der. Hun­gersnot. Von den ausländischen Lebensrnitteln dürfen wir vertragsmäßig die Arbeitsverweigerer nicht unterstützen. Bei einem Generalstreik im Ruhr- revier würde also gerade der hilfsbedürftigste Bezirk von Deutschland leer ausgehen. Aber die Hungers­not würde sich darauf nicht beschränken. Wenn die Zechen keine Kohle liefern, können wir die verheiße, neu Lebensmittel nicht bezahlen. Durch den Man» gel an Kohlen würden zahllose Werkstätten in Deutschland zum Stilliegen kommen. Keine Arbeit und kein Brot in ganz Deutschland! Das Ende wäre der Untergang des deutschen Volkes.

Es ist eine wahre Schicksalsfrage, ob es den ver­nünftigen Führern der Bergleute noch gelingt, die Maffen den kommunistischen Verführern zu entwin­den. Letztere kennen ganz genau die furchtbaren Folgen, die der Streik haben würde, und sie w o ll e n gerade das Elend, weil sie an der Feuersbrunst ihre bolschewistsiche Suvve zu kochen aedenken. Wenn die Mehrheit sich ut solchem mörderischem Wahnsinn verführen lasicn sollte, so können wir unser Haupt verhüllen und alles verloren geben.

*

Für jeden der noch etwas Denkfähigkeit hat muß sich zunächst die Erwägung aufdrängen, daß das Ende dieses Frevels der Einmarsch der f e i n b= lichen Truppen in das Nphcrevier fein würde.

Berliner Besorgnisse.

Berlin, 1. Avril. In Berlin gehen seit einiger Zeit wieder Gerüchte um, daß die S parta k i st en für das Ende dieser oder de« Anfang nächster.Woche,

VeuWer Reich.

* Der Reichsbürgerrat beschäftige sich im wer» teren Verlauf seiner Taaunq in Berlin auch mit dem Räteshstem. Einstimmig und unter stürmischen Beifall wurde folgender Antrag angenommen:

So'ern eine verufsständige Vertreruni, tote sie mrt den Arbeiterräten für die Arbeiter erstrebt wird, verfassungsmäßig eimeri-btet werben sollte, fordert der Reichsbürgertag von der Reichsreuerung, der Nationat-- versammluna uno den politischen Barteten mit alle: Entschiedenheit, daß auch allen ande­ren erwerbstätigen Bevölkeruncs»Schichten ein- schließlich der freien Bernte völlige Gletchd er echt i- L»na mit den Arbeitern auf wirischaftlichem toi»

Gegen den Raub der deutschen Kolonien.

wtb Berlin, 31. März. Tagtäolich mehren sich die Proteste aus allen Teilen des Reiches gegen die von der Entente beabsichtigte Wegnahme der deut­schen Kolonien. Soweit bisher festgestellt wer­den konnte, fanden bereits in über 100 größeren Städten Mafsenversammlunoen statt, in denen von der Regierung verlangt wurde, daß sie keinen Frie­den unterzeichne, der Deutschland aus der Reihe der Kolonialmächte ausschließt. Die Nattonalver- iammlung in Weimar erlebt einen förmlichen Pe- tiiionssturm. Politische Versammlungen, Vereine, wirtschaftliche Verbände und Handelskammern hoben in geharnischten Entschließungen Verwahrung gegen die beabsichtigte Loslösung der deutschen Kolonien vom deutschen Reiche eingelegt. Eine Entschließung, die unter Anrufung des Punktes 5 der 14 Punkte Wilsons eine freie, weitherzige und vollkommen un­parteiische Regelung der kolonialen Ansprüche unter Mitwirkung Deutschlands verlangt, hat bereits über drei Millionen Unterschriften erhalten. Tagtäglich laufen noch Tauseitde von Zustimmungserklärungen .ein.

Ruhe in Spanien.

* Paris, 31. März. Nack Meldungen aus Spanien ist dort die durch den Streik ge chaffene Lage wieder ziemlich hergestellt. In Barcelona wird die Arbeit nach und nach wieder aufgenommen. In Madrid sind die Zeitungen wieder erschienen, doch weigern sie sich der g-fordeKen Zensur der Arbeiterorgani­sationen sich zu unterwerfen.

Die Lebensmittelversorgung.

web Berlin, 1. April. Die als Sicherheit für die -b^rm^llief-'runpen in Brüssel zu hinterlegenden II Millionen Pfund Sterling in Gold (zirka 225 Millionen Mk.i sind, wie die deutsche Waffen» stillitandskommiision mitteilt, in Brüssel ongekom- men und bei der belgischen Nanonalbank hinterlegt worden.

* Frankfurt, 1. April. Nach längeren schwierigen Verhandlungen geht heute von Rotterdam der erste Transport der von der englischen und der fran-

Esch en Regierung an Deutichland verkauften -tOOOO Tonnen Lebensmittel ab. Die Sendung besteht hauptiächlich aus Schmalz, Speck und kondensierter Milch. Das dritte amerikanische ~ebeit§mittel'd)iff Lake Eckhardt ist in Hamburg an- gelornmen mit 3203 Tonnen Wetten mehl.

* Berlin, 1. Apttl. Dte Ausfuhr der in unge­heuren Mengen in Norwegen für Deutschland lagern­den Heringe und Fisckprodukte bat begonnen. In Hamburg sind bereits fünf Dampfer mit Heringen und Fischprodukten eingetroffen.

, wo der RÄekongreß wieder zusammentritt,, neue I Putschversuche machen wollen. Es wird auch der Besorgnis Ausdruck gegeben, daß die Regierung ihrer Truppen nicht so sicher wie bisher sein dürfte. Es ist der Oeffenflichkeit nicht bekannt, was an die. sen Ansichten richtig ist oder nicht Tatsache aber ist, daß die Regierung überzeugt ist, die Pläne der Spar­takisten zu kennen, und ebenso überzeugt, daß sie im­stande sein wird, gegebenenfalls alle aufrührerischen Versuche mit der gebotenen Energie niederzuschlagen.

DenPol. Pari. Nachr." wird aus gewerkschafi- ltchen Kreisen berichtet, daß in den letzten Tagen sich die Zusammenkünfte, die deut Zwecke der Entfachung eines neuen Generalstreikes dienen sollen, gemehrt haben. Auch seien die Vorgänge im Ruhrrevier den Berlinern Generalstreiklern Waffer auf die Mühle. Immerhin sind die Kreise, die einen neuen General­streik wollen, nach den Wirkungen des letzten Strei­kes zu schwach, um ihre Pläne verwirklichen zu können. '

Zusammenstöße in Stuttgart.

Stuttgart, 1. April, lieber Württemberg wurde der Belagerungszustand verhängt. Trotzdem fand heute vormittag auf dem WilheHsplatz eine Ver­sammlung von etwa 8000 Menschen statt. Nach mehre­ren Ansp racken ->og die Menge mit Soldaten an der Spitze nach bc< Moltkekasexne, ico die Mannschaften des Regiments 125, deren Haltung als unsicher gilt, auf. gefordert wurden, sich dem Zuge an-uschließen. Die Mannschaften leisteten aber der Aufforderung keine Folge. Nach längeren Demonstrationen ging der Zug weiter nach der Ludwigsstrasie vor das Haus des unab­hängigen Blattes »Dar Sozialdemokrat". Plötzlich fielen einige Schüsse. Es wurde eine Person getötet und mehrere verwundet. Während des gan-en TageS sammelten sich an der Roiebühstaserne und an der Moltkekaserne größere Menschenmeug<-n an. Vor der Rotebühlkaserne wurde ein Proviantwagen mit Brot­laiben angegr ffen, worauf der Tedeckungsnanz^rwagen zu schießen begann. Auch hier soll es mehrere Tote g"geben haben. Bisher sind weitere Zusammenstöße nicht gemeldet. Die Regierung hat weitere Sicherheit?- Mannschaften mts den? Lande berbeigezogen. Im Lande selbst ist mit Ausnahme von Eßlingen und Göp- pingen, wo pleichfaW der Generalstreik proklamiert wurde, alles ruhig.

Stuttgart, 1. April. Die Streikleitung in Stutt­gart bat nunmehr auch den General streik für aanz Württemberg proklamiert. Darauf hat die Führung der wnrttembergischen Bürgerschaft beschlossen, den bürgerlichen Generalstreik ebenfalls auf ganz Württemberg auszudehnen. Die Radikalen arbeiten planmäßig auf den Sturz der württemdergischen Rs- Herum bin und hoffen dadurch die ReichSreaierung zu erschüttern. ES werden außerordentliche KriegSge. richte einaeseht, die in beschleunigten Verfahren all» Straftaten abguurtellen haben.

Arife auf der Friedenskonferenz.

Amerika droht mit Rücktritt ton der Konferenz.

11 April. Der Korrespondent der .New York Times- bei der Friedenskonferenz teilt seinem Blattern«, daß Amerika sich möglicher- weise von der Friedenskonferenz zurück- zfehe. Der Korrespondent ist einer der zuverläs- fiysten Vertreter und seine Berichte werden in Amerika mit größtem Ernst gelesen. Ein Auszug seines Telegramms lautet folgendermaßen:

2Benn die Zustände auf der Friedenskonferenz nicht besser werden, ist es wahrscheinlich, daß die W e l t e i ne große Sensation erleben wird. In Wirk- lichkeit sind die Sitzungen des Rates der Vier auf piuem toten Punkt angekommen. Die ganze letzte Woche kann als verschwendet angesehen werden. Gestern ist tatsächlich eine Krise eingetreten «nid die Lage hat sich v e r s ch li m m e r t statt gebessert.

' Weniger bestimmt, aber anbeutungstoeiie ähnlich Berühret der Korrespondent des »Daily Chronirle' der u. a. behauptet:

i Tie Frage der Wiederherstellung ist das ernsteste Hindernis für den Frieden. ES zeigt sich jetzt, daß die Franzosen mit allen Regelungen unzufrieden sind, die nicht in weitestem Maße ihren Wünschen entgegenkommen und dadurch ist ge­stern der ganze Zustand verändert worden. Ganz klar steht man noch nicht. Außerhalb des kleinen Rates hat Elernen.ceau geäußert, daß et sein Verbleiben un­ter den vier Oberhäuptern von der Lösung der S a a r- tzebietsfrage abhängig machen muffe. Tie Fran- zosen verlangten mit anderen Worten das ganze S a a r t a l als einen Teil der Vergütung für die durch Deutschland vernichteten französischen Kohlengebiete. Man nimmt bestimmt an, daß Wilson und Lloyd George hiergegen protestieren und sich auf den amerikanischen Standpunkt stellten, den die Alliierten im Prinzip ja angenommen hätten und wonach das Eelbstbestimmungsrecht der Völker nicht verletzt werden dürfte.

Ter Korrespondent nennt die Stimmung unter den bür Oberhäupternnicht die beste" und fügt hinzu: ^Sollte in Amerika die Ueberzeugung Platz greifen, baß d.e Regelung nichtamerikanischer Interessen Amerika A'en nichts angehe, und daß eS für Amerika am besten wäre, wenn WHson und seine Delegierten nachHausezurückkämen, so würde Wilson sehr dieser Stimmung rechnen. Man dürfe sich nicht tmfnbetn, wenn er auch ohnedies zu der Einsicht kommen sollte, daß er seine Zeit besser verwenden könne als mit 'Versuchen, eine Obstruktion zu überwinden, die nur den F x i e d e n s s ch l u ß v e r s ch l e p p t. Im Augen. bl,ck ist man soweit, jedweden Verzögerungsgrund $ öffentlich den Franzosen zuzuschreiben. Tas Aerger- lichste sei, daß sie sich an die ursprünglichen A b m a- chungen nicht halten, sondern alles über den Haufen werfen.

. ^zwischen, so schließt der englische Korrespondent, te» die Lage in Europa so schlecht geworden, haß man­ches Volk, um das es bei den Verhandlungen geht, di- Alliierten dieser Lago Herr werden lön- «en. Dre Wahrhe« sei, daß die Lage auf der fc'*tc.2>e nSIonf erens ernst ist. Wenn nicht bald eine Aenderung zum Guten cintrtte, könnten auf. Phenerregende Tinge eintreten.

Die BergarbeiterderbLnde warnen.

Die ,Voff. Ztg2 meldet aus Bochum: Die Vor- stände-Kovferenz der vier großen Bergarbeiter- verbände befaßte sich in euer eingehenden Be­ratung mit der Lage. Es wurde eine Entschließung einstimmig angenommen, in der u. a. betont wird, daß die Bergarbeitei verbände nachdrücklich alle bc» sonneven Arbeiter warnen, sich an dem General­streik zu beteiligen.

Abordnungen bei der Regierung.

* Auflösung des Großen Hauptquartiers. Wie aus Kolberg gemeldet wird, dürfte das Große Haupt- auartier in Kolberg voraussichtlich bis Juli aufge­löst sein.

* D'e Wiederaufnahme des deutschen Handel! wird von Amerika lebhaft gewünscht, ebenso bet Wiederaufbau der deutschen Landwirtsckiaft. Tabin- gehende Verhandlungen finden demnächst in Köln statt.

Ter Kommmidaut von Berlin Klawunde ist wegen groben Verfehlungen vom Reichswehr. Minister Noske bis auf weiteres des Dien sieS enthoben worden. Die Verfehlungen, über btt die Untersuchung Genaueres ergeben wird, werden aus gewissen Uitftimmigfetten der Rechnungen ge­folgert.

* Sämtliche Schülerrate ober Schülerausschüsse in der Pfalz wurden auf Veranlassung der fran­zösischen Ueberwachurwsbehörde aufgelöst.

* Eine englische Zeitung in Köln. Am Montag wurde in Köln die erste Nummer der von jetzt au täglich erscheiuendeu Zeitung ,Thhe Cologne Po ick gusgegeben. Die Redaktion der Zeitung wird von Offizieren der zweiten englischen Armee ausgeführt. Tas Blatt meldet, daß Sir Douglas Haia in Kürze he« Oberbefehl niederlegeu werde"

* Das Posener polnische Standgericht v«urteilre drei Deutsche wegen Ber«at§ zumTode, einen vierten zu 10 Jahren Zuchthaus.

* Eine blutige Judenverfolgung soll in Oppeln stattgefunden haben. Biele Läden feien ausgeplün- bert unb die Geschäftsleute mißhandelt. Das regn- Sre polnische Militär habe sich dabei besonders her« rgetan.

* Einer bolschewistischen Verschwörung zur Er­mordung WilionS und Clemeneeaus will man in Paris auf die Spur gekommen fein.

* 200 beut che Frauen und 300 Kinder aus Ostafrrka, die während deS Krieges in englischer Gefangenschaft waren, trafen in Berlin ein.

Dentschfreundlichkeirx« in Schweden. Die schwe. bische Preffe veröffentlicht einen Aufruf, der von drei Lehrerinnenfeminarien unterzeichnet ist. Er rorbert die schwedischen Kinder auf, eine Sammlung von Brotkartenabschnitten und Gelb für die hungernder: deutfchen Kinder zu veranstalten. Für die Abschnitte soll Mehl gekauft und durch das schwedische Rot- Kreuz nach Deutschland befördert werden.

§^erungen, bie Frankreich im Friebens- sind ganz offenkundig un- dasÄ®1*?" Wrlsonscheu Frjebensprogramm M8 SB Grundlage der kommenden Neuordnung der ^vmtuns wie von unseren sämtlichen Gegnern zrundsatzlich angenommen worden ist. Diese uner- horten Forderungen können und dürfen nicht im ^^^vertrage, unterschrieben werden. Noch $7* si<b 'N Frankreich der Revancherausch aus, jede ^Eudungfur das Unheil und Elend, daß mit die, sp^er verknüpft sein muß, ist einem |Men Teil dos französischen Volkes abhanden ge. teS S 'si^klich hohe Zeit, daß die Entente- xnoffen dem verblendeten Frankreich zu Gemüt« daß es nut einem Gewaltfrieden, wie es ihn ganzen Welt und sich selbst den schlechtesten

?urde. Ein Gewaltfriede, unter ^lchem Borwand auch immer er uns aufgezwungen KlfctÄem10 mCmal8 8« einem dauernden *rinv«gSverfchiedenheit auch in der Danziger Frage.

* Berlin, 1. April. DasSetL Tagebl." mel- aus Amsterdam, daß auch in der Danziger Frage der von England unterstützte Standpunkt ® 8?der die französische Auffaffung trium-

hat. ES scheine, daß Wilson in dieser wie »anderen Fragen bis zu verhüllten Drohungen Bruch geben muffte, nm Frankreich E -"«iberungen der Forderungen zu zwinaen. Nach Meldungen aus englischer Quelle ist es ferner nicht ^nsgeichloffen, daß Libau und Estland mit Polen toßtbe, damit Libau Haupthafen für Polen c?,Dea könne. Daneben werde die Jnternationali- erung der Weichselschiffahrt und die Schaffung eines

«rrwafens in Danzig weiter erwogen.

Die aus englischen und anteri- eit. Blattern und auch aus der französischen Lrksie stammenden neuen Nachrichten über die »..^uungsveschiedenheiten, bie, unter ben ta* ent der Entente über Annexsonsfragen und bnwLj.x ^te Ranziger Frage unverkennbar

bo6 sisr?' rnuchen es sehr ui>wahrscheinlich,

Liki.- ubet b,e Angelegenheit des Transportes der Km..*" $u einem Bruch mit Deutschland kommen be **Soba§ verbreitet eine Aeukerung desEcko

. worin eine gewaltsame Beetzung Danz-qs N'deu.et w.rd. Das macht hier als em leicht et- Än ^^^üchterungsverfuch nicht den beabsich.

Fach in Spaa.

Das ,Echo de Paris'meldet: ÄJ Joch tft heute nacht zur Front abgereist beuiiA«, "sorderlicten Instruktionen, um mtt den Bevollmächtigten in Spaa ru verbandeln. ,

Dre Reicksregierung bleibt bei dem in ihrer Kundge- _ . o .. ------- , bring eingenommenen Standpunkt, daß die sechs-

~a® wirkt_verführerisch auf stündige Arbeitsschicht zu einem völligen Erliegen V"T°" "* 1" des Bergbaues und zu einer schweren Schädigung un­

serer inne,,- und außenpolitischen Lage führen müßte. Tie von den Bergleuten aufgestellten politischen For­derungen würden bie Diktatur einer Klaffe bedeuten. Dieselben kommunistischen Forderungen wurden auch beim Streik im mitteldeutschen Braunkohlen- gebiet laut und sind mit Entschiedenheit von der llieichsregierung zurückgewiesen worden. Die Ein­richtung von Betriebsräten ist den Bergleuten be­reits zugesichert. Ein Uebergreifen dieses Rätesystems auf das rein politische Gebiet wird dagegen von der Regierung abgeiehnt. Bleiben die Bergleute bei ihren unerfüllbaren Forderungen, fo ist die Reichs, tegicrung entschlossen, ebenso wie seinerze'.t im mit« teldeutscken Braunkohlengebiet den Kanvof durchzu­fechten unb ben Bergleuten bie Verantwortung für bas Unglück zuzuweifen, bas sie banuf in dieser Inti, schert Situation über Deutschland heraufbeschworen.

Wenn der Beschluß der Konftrenz der Rsihrberg- leute, den G e n e r a l ft r e i k zu erklären, zur Aus­führung kommt, dann stehen wir wieder am Rande des Abgrundes im schlimmsten Sinne des Wortes, ^re Folge wäre Anarchie und Hungersnot- , ttst bie Mehrheit ber Bergleute für ben verhäng­nisvollen Streik? Nein, aber in biesen angeblich demokratischen" Zeitläufen entscheidet nicht die Mehrheit, sondern die gewalttätige Minderheit. Die Spattaliften und ihre radikalen Helfer reißen die Herrschaft an sich und nützen sie tyrannisch aus.

Die 11 Streikforderungen, die gestern mitgeteilt wurden, sind in schlauer Weise so zusammengefaßt, daß mit ben politischen Zielen sich verlockende St a n. desinteressen vermischen. In Berlin hatte lect Generalstreik einen rein I Weimar, 1. April. Aus dem'Ruhrgebtee sind Fe?yUIi?"to^rr?er^9ebe» ; -^e Zugkraft die- I heute zwei Abordnungen der streikenden Ar- sich v.cht ausreichend genug In I beiter bei dem Arbeitsminister Bauer zu Bespre- d/tt Narl?^^,^ stunden schichten chungen eingetroffen. Ter Minister wird mit ihnen

sPTrrt®r^nr uvb sifgt nach hinzu, daß Nicht I nach Berlin reifen, um dort in enger Verbindung mit SeÄ SajÄ 9e?o^s ^zn /i,rs.ble ^m Gefamtkabinett bie Aussprache fortzusetzen. Es £nhX 8 °?n TA Stunben, sondern kann aber keinerlei Zweifel darüber aufkommen, daß

wird den inÄ.^droLent Lohnerhöhung Daneben die streikenden Bergleute mit ihren kommunistischen SSti?^och d-e Regelung der K-app. Forderungen auf -ein Entgegenkommen bei der Ättennnna Wumchen und durch die Rcichsi egierung nicht werden zu rechnen haben,

nnertennung des Ratesvstems" auch die Herftck)aft 1 " -" -.....

über die Werke und die Beteiligung amGewinn" m Aussicht gestellt. D_5i_ b:ele leichtgläubige Naturen, die über die Möglich.

weiter nachdenken können oder wollen.

Q Mlt Speck fängt man Mäuse: mit unmöglichen Lolmverheißungen fängt man einen Teil der Berg- toutc ein für die bolschewistische Heber- üc e v o I it 11 o n, auf bie es abgesehen ist. Das geht aus den weiteren Streikforderungen deutlich hervor, zum Schuhe der Ordnung dienen kann, soll oeleitigt werden , Alle Freiwilligen-Korps sollen sofott aufgelöst, die Polizei soll entwaffnet werden, und zwar nicht allein im Industriebezirk, sondern im ganzen Reiche. Dageaen sollsofort" eine revolutionäre Arbeiterwehr gebildet werden d. st c'.ne Km-ipltrupve unter spattakisiischer Führung. Dann heißt es m Punkt 9tSofortige Anknüpfung aller politischen ilnd wrrtschaftji^n Beziehungen mit ber russischen Sowjet - Regierung". Atto wollen sie Deutschlanb in bieselbe Lage bringen wie Ungarn!

Bockmn, 1. Apttl. Bochum ist durchaus ruhig. In ber. Stadt hat man keinerlei An-eicken von Stre ks. Auck in ber Nachbarschaft ber ausständigen Zechen herrscht Ruhe. Wo gestreikt wird, geschieht es me st unter dem Druck einer Minderheit. So wurde auf ber ZeckeGardine" bie bereits angffahrene Beleaschast von einer Grupve Streikenber, die von den Tannenbaum"-Sckächten kamen, wr Wiederausfasttt genötigt. Tie Meh^ahl der Bergleute ist arbeits­willig imtf boll Erbitterung gegen bie Terroristen. Man hofft, daß der von den Essener WübierN prokla­mierte Genera'ltreik auch diesmal im Sande verlaufen wird. Tie Ank>'nd'giing der Regierung, daß b e strei- kenben Besirke von der Beisorg'-ng mit auslmdischen Lebensmitteln auZgescklosfcn werben sollen, hat tiefen ^Cindrrick gemacht, lieber bie aPgenyine Streik­lage läßt sich r Sti'nde noch kein klares Bild gewin­nen. Eine Anzahl Lechen sinb neu in den Ausstand eingeircten. Infolge der Gassperre konnten die Volksküchen in Bochum heute mittag kein Essen mehr verabfolgen. Wenn der Streik auf der Zeche Hibernia" noch anhält, wird Bochum in den nächsten Taoen ai'ch ohne elektrisches Licht sein, da daS El kiri- zitäiswerk Westfalen vonHibernia" mit Licht u.ib Kraft versorgt wird.

Dortmund, 1. April. Auf der ZecksFreier Vogel" ftreifen auch die Kesselheizer, so daß die Zecke vor dem Ersaukcn steht. Aus der ZecheWesthausen" herrscht ebenfalls Streik. Die Belegschaft vonTre-"onia" be­schloß, nicht eher zu arbeiten, als bis alle Forderungen bewilligt seien. In Annen verurteilte eine ' Arbeiter-

Waren für das besetzte Gebiet. I Versammlung den Mißbrauch des gewerksbatilichen

Berlin. 1. Avril Einer Moldiina au« ©Sht' I volitiscken Svrm-athiestreik und stellte sich

&r?tIlunb ^BbeleVen deutschen Gebiet den würde der«narSfreS rinMejS Export- und Jmportharidel aufnehmen. Englischs I Arbeiterrat wieder beseitigt. *

Waren werden in kurzer Zeit in beträchtlichen Men» I m . , , .

pen eintreffen. Deutsche Kaufleute haben um bie I . ®m9Cr bet Streikbewegung. Erlaubnis nachgesucht in England zu bestellen Doch I wtb Essen, 1. April. Nack den ans den einzelnen ist es dringend erwünscht, baß nur biejenigen Artikel Iergretoieren vorliegenden Meldunaen ist gegen den eingefühtt werden, bie wir unumgänglich brauchen. I Tag, an d-m bet Ausstand fast nur auf Im allgemeinen ist uns kein Einfuhrartikel notwen- I Todwunder, Witien r und Bochumer Bezirk biger als bas, was zum bringen bst en Le- ! deschrankt war, nur eine geringe Zunahme ber bensunterhalt gehört, also vor allen Dingen "senden zu verzeichnen. Die Gesamtzahl Nahrungsmittel. Jedes Stuck Ware, das über un- ref fnben ^uie auf 56 000 gegen

seren Bedarf hinaus eingeführt wird, verringert un, I 000 gestern erhobt.

fere Zahlungsfähigkeit für die vom Ausland einzu- r \84r*L Die Verhängung des Be-

führenden Lebensmittel, ohne die wir verhungern lagerungs-ustandes hat das Ergebnis gehabt, daß , V t wiyuuaeui. | sich immer mehr Arbeiier den Arbeitswilligen an- schließen. Die Mebrbeit ber Arbeiterschaft ist davon überzeugt, daß die Regierung ihre Forderungen in weitestgehendem Maße erfüllt hat. ' An zuständiger Stelle wird die Auffaffung berreten, daß binnen kurzem der sparlakist, che Terror gebrochen lein und die Arbeit wieder ausgenommen werden wird.