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vermischter.

. * Ein: öedevNche Typhusepidemle ist in Pforz­heim ausgebrochen. Es find bisher 800 Fälle fest- Sestellt worden. Diele Erkrankte sind gestorben. Ein­zelne Familien sind ganz ausgestorben. Die Ursache »er Epidemie ist, wie man vernimmt, auf schlechter Ikanalwasser zurückzuführen.

* Em Luftverkehr BerlinAugSbura-Münchm wird von Ende März ab täglich durchgeführt.

* Arge« die Arbeiterräte machte sich die Erregung pommerischer Landwirte in Pumpkoto Luft. 81» doit Mitglieder de» Belgarder A.- u. 8.-Rate» rintrafrn, ®1!t nach Vorräten zu suchen, wurden sie von etwa hundert Landwirten empfangen, die eine Durchsuchung 'tttoaltfam verhinderten. Sin Mitglied de» Soldaten, tttes wurde entwaffnet, ein Mitglied des Arbeiterrate» mcht unerheblich verletzt.

L * Fast klingt'» unglaublich. Am 1. März starb 3® Berlin ein junger Offizier, der der Feldzug mit Auszeichnung durchgefoch en und sich jetzt wieder oern Vaterland zur Verfüaung gestellt hatte. Der «lahrie Vater lebte in Thüringen, drei Stunden ^chnellzugfahrt von Berlin entfernt. Infolge der Au». vrucheZ drz mitteldeutschen Generalstreiks am 25. «ebruar, der Ei enbahn, Post, Telegraph und Telephon zum Stillstand brachte, erhielt der Vaier weder von 2?r Verschlimmerung der Krankheit, noch vom Tode Nachricht sondern bekam die Kunde erst am 6. M., 8* d«i Sah« fcho» bestattet Mr. Mancher Pa-

.. Eine amerikanische Lebensmittel. Kommisfio», i^ste^end aus einem Oberst, einem Major und einem Hauptmann der amerikanischen Armee, trafen inBe« Äeirung eines deutschen Delegierten am Sonntag E* Arastwagen hier ein und nahmen im Hotel zum Kurfürsten Wohnung. Sie war auf der Durchreise Berlin und benutzte die Gelegenheit, Erkundi« «ungen »ach den hiesigen Ernährungs-Verhältnissen «niuziehen und sprachen die Erwartung aus, daß psld eine Befferung eintreten werde.

(i) Aurhefsen-Freistaat? lieber diesen zeitgemäßen «egenstand sprach gestern abend Herr Pfarrer Web er im evangelischen Gemeindehaus Der Hebet- »Huß der Veranstaltung, die vom Evangelischen Mannerverein auSging und gut besuch^, war, soll tzem Volksbunde zum Schutz der deutschen KriegS- Zivilgefangenen zu gute kommen. Der Redner trat entschieden für die Beibehaltung Preu. t,nS in seiner jetzigen Ausdehnung ein. Die Ein­wände gegen diesen Zustand suchte er zu widerlegen betonte die Vorteile der bisherigen Ordnung. Folgerichtig warnte er davor, daß Kurhefien Lot» -losungS» und Selbständigkeitsbestrebungen nachgäbe. AuS der großen Zahl der Beweisgründe seien ein- «!ne hervorgehoben: Preußen sei al» Staat und Soll ein einheitliches Ganzes geworden. De», halb sei da- Bestreben, Preußen zu zertrümmern, rückschrittlich. Da- großePreußen würde mit seinen kul­turellen u.wirtschafllLeistungen etwaigen kleinerenFrei- staaten stet» überlegen sein. ES würde tn den Freistaate» «u großen Ungleichheiten in der Leistungsfähigkeit ao» ,ade für Kirch, und Schule kommen. Die Rhein- sande mit ihrer großen Steuerkrast würde ei« «twaigeö selbständige- Hessen weit überflügeln. Wenn e- darauf ankomme, die politische llebermacht Preußens zu beseitigen, so laste sich da- auch er­reichen, ohne daß der preußische Gebietsumfang ver­ringert weide. Nordamerika und der Schweiz fei die res tliche Gleichstellung der einzelnen BundeS- itaa e-i t 0 } verschiedener Gebietsgröße gewährleistet. Wirlichaftttche Gründe für eine Neueinteilung Wnnten nicht anerkannt werden, da ja Zollschranken jdmerhalb deS Reiches nicht beständen und die natürliche wirtschaftliche Entwickelung so nicht be- hindert sei. Die Begründung einer Neueinieilung »it Hinweis auf StammeSzusammengehörigkeit und Geschichte, die gerade in Kurhessen großen Anklang eefunben habe, dürfe bei der großen Tragweite der Angelegenheit nickt ausschlaggebend sein. Kurhessen wein würde im Reiche ohnmächtig sein, belastet mit den Kosten einer eigenen Verwaltung. Die im Versa stungSentwurf von Dr. Preuß vorgesehene» Gliedstaaten aber, von denen auch Großhessen einer swerden solle, würden nur Etappen zum deutschen Einheitsstaat darsi eilen u. sozu größter Uniformierung hen Weg bilden. Wenn Großhessen komme, so würden wir nicht von Berlin losgelöst, wie man eS vielfach wünsche, sondern zu Berlin würden wir nur noch Frankfurt a. M. hinzubekommen. Dieses nämlich würde die Hauptstadt deS neuen Staates fei«. An 'eine pflegliche Behandlung der hauptsächlich land­wirtschaftlichen Jnteresten KurhestenS sei dann wohl nicht zu denken. Nassauer, Kurhessen und gar Rhein- hesten seien ihrer ganzen Natur nach grundverschiedene Leute. Im Großstaat Preußen kommen solcheGegensätze nicht zumBewußtsein,um!omehr würde eS in einemFrel- float Großhessen der Fall sein. Preußen sei groß gewor­den durch den Ausgleich zwischen Ost und West. Tie kleineren Freistaaten würden an Ausgleich wenlg denken und nur für sich sorgen zum Schaden der Gesamtheit. Berücksichtigung kurhestischer Sonder- Wünsche würde sich in dem demokratischen Zeitalter auch bei der jetzigen preußischen Regierung durch­setzen lasten. Der Redner schloß mit einem Bekennt- «rs zum alten Preußen und zu den Hohenzollern, bie_ tn ihrer Eigenschaft als deutsche Kaiser Kur» Hessen an Preußen und Reich fest geschlossen hätte. Gesangliche, musikalische und turnerische Darbietungen umrahmten den Vortrag.

I Gastspiele. Da» Truppenübungsplatztheater Darmstadt gab gestern abend in Giesel» Feljenkeller bor fast ausverkauftem Hause die Berliner Gesang-- posteDer St ab»trompeter", Text von Weller, Musik von Steffen». Die Direktio» hat mit der Aufführung dieses nicht mehr ganz jugendlichen Werkes allen denen einen großen Gefallen getan, die Sern einmal herzlich lachen. Und von dem Recht zu »che», machten namentlich die zu Frohsinn hin- neigenden Naturen ausgiebig Gebrauch. In har­monischem Zusammensptel wurden prächtige Einzel­leislungen geboten. Der durch Aibettsamkeit und Fleiß emporgekommene, a!S Villenbesitzer sich nicht recht glücklich fühlende Konditor fand in Direktor Würtenberger eine urgelungene Verkörperung. Seine aristokratisch denkende Frau wurde durch Irene Wüvtenberger ausgezeichnet vertreten. Mit mili­tärischem Schneid gab Hugo Würtenberger die Titelrolle. Auch HanS Ühlmann (v. BorowSky), fo»ie die Damen Ella Ühlmann (Molchen), Marga Siegel (Dorchrn) und Frau Direk or Würtenberoer (Valeska) trugen zum Erfolg daS Ihrige bei. Da auch der gesangliche Teil klappte, regten sich nach jedemAktschluß eifrig die beifallSfreudigenHänoe. Heute abend wird die Direktion Würtenberg ihre besten Kräfte für die Aufführung der sieghaften Komödie «Im weißen Rößl", von Kadelburg und Blumen­thal einsetzen. Eine lustige Reise mit dem Glüh- strumpffabrikanlen Gieseke inS Salzkammergut dürfte sich lohnen.

* Jung - Zentrum. In der heute abend i« der Harmonie stattfindei.den Versmm ungtoirb u. a. auch er den Stand der Gesamtor,janisation der jüngeren ventrumZanhänger berichtet. Alle Areunde der Zen. irumspartei, namentlich auch diejenigen au» den «reifen der Akademiker und höheren Schulen, find treundiich eingeladen.

1er hat seine« Sohn im Krieg hergeben müssen. Aber daß es mitten in Deutschland jetzt, wo die Waffen ruhen, nicht möglich »ar, einem Vater Nachricht zu geben, daß er seinem sterbenden Sohn die letzten Stunden erleichtern oder wenigsten» dem Begräbnis beiwohnen konnte, wo doch die Entfern­ung nicht nennenswert war, da« klingt fast unglaub­lich. Und es ist doch bittere Wahrheit.

Aus de« Verlustlisten.

Wunibald Lotz, weide»««, gef. Fridolin Mehl er, Mederdaldach, verm. Jos. Kremer, Liedhards. oerm. Jos. Mihm, DofenfelS, vm. Franz Hochheim, vad Grd, dm. Kurl Euler, Lanterdach, verm. Friedrich Lachmann, Schlitz, dm. Wilh. Jordan, .tzstede», in Defgsch. Franz Nutzet, vbenode, in Befgsch. Herrn. Schäfer, Litede», vm.

Gstterdlenstordnung.

Dienstag, 18. März. Dritter Dienstag der Kovene zu Ehren de» hl. Antonius. Frauenberg. Au»s. d. Allerhl. von morgen» 6V« bi» zum Schluß de» Amte». Vt8 M. m. AntoniuS-A. Vi9 Leviten amt, danach Iaftenpr. u, Kreuzweg-A. Nachm. Vi5 AntoutuS-A.

Letzte Nachrichten.

wtti Cern, 16. Marz. Wie der ,Temp^ au» Brüssel meldet, hat die belgische Regierung be­schlossen, alle deutsche» Patente i»Belgien ein­zuziehen.

wtb. Haag, 16. März. Sn der holländischen Ersten Kammer erklärte Professor Wembdon, er protestiere gegen jede» Eingehen der Regierung auf ein Gesuch um Auslieferung be» deutschen Kaisers, gleichviel wie diese Absicht begründet fein würde. Der Justizminister antwortete, daß allein das Gesetz bei der Beurteilung eines derartigen Gesuches entscheidend sein werde.

Mitteilungen

-er städtische«

Nahrungsmittelfteve.^

17. MS-, 1919.

Den Geschäften von E. Wolf, E. Der», 3. Funke und A. Friedmann sind frische Seefische zum Verkauf übergeben worden. Bezugsberechtigt sind die Aus­weise Tlv. 2186 bi» 3325. Gegeben wird höchstens Vi Pfund auf ben Kops. Ladenpreise: Kabliau ver­schiedener Sorte -K 1,50, 1,70, 1,80, 2.10 das Pfund, Schollen M 1,40 das Pfund. Der Lebensmittelaus­weis ist zur Abstempelung vorzulegen; Papier und Körbe sind mitzubringen.

Die am Dienstag nachmittag 4 Ahr non den ge­nannten Ausweisen nicht abgeholten Mengen sind verfalle». . (2840

Aus besonderen Gründen soll die allgemeine Irtt- oerteilung für diese und nächste Woche durch Vor­anmeldung mittelst der Berteilungskarten, also genau wie bei Graupen, Grieß, Suppen, Nudeln usw., erfol­gen. Die ausgegebenen Zeitkarten für diese und nächste Woche (Nr. 12 und 13) werden daher hierdurch mit Ausnahme der Srankenksrten für ungültig erflärf; die Krankenkarten sind, wie bisher, durch die Geschäfte einzureichen. Für diese Woche ist die Anmeldekarte Nr. 82 zu benutzen und an die Nahrungsmittelstelle einzusenden. Anmeldeschluß: Montag, den 17. Mörz. Einzusetzen ist die wirkliche Kopfzahl.

Es wird dringend gebeten, sich richtig (auf Settel« lungskarts 82; die für Bohnen nicht benutzte An- meldekarte 81 Ist zu vernichten) und rechtzeitig anzu- melden; eine Gewähr für die Bedienung von Nach­züglern wird nicht übernommen. Die auszuteilende Menge wird noch mitgdeiü.

Amtliche Anzeigen.

Km Beachtung wird dringend gedeten!

Durch die beschleunigt Demobilmachung haben die

Übertragbaren Seschtechtskrankheiteu nachweisbar eine größere Verbreitung gefunden. Zur Bekämpfung und zur Verhütung einer weiteren Aus- Breitung derselben hat der Staat bi» zum 31. März 1919 eine kostenlose Behandlung dieser Krankheit bei allen Aerzten angeordnet, die mit den gegebenen Bedingungen einverstanden sind. Im Kreise Fulda haben sich bereit erklärt:

Tr. Vollmann zu Fulda

Dr. Brillerttz zu Neuhof

Dr. Cire zu Fulda

EanitStsrat Dr. Heltzmann zu Neuhof

Dr. te Kamp zu Bad Salzschlirf

Geheimer SanitiitSrat Tr. Kind zu Fulda

Lang zu Großenlüder

Dr. Willy Raabe zu Fulda

SanilStsrat Dr. Robrhirsch zu Fulda

SanitStSrat Dr. SchidlowSky zu Fulda Sanitätsrat Dr. Schneider zu Fulda Dr. Sebald zu Fulda Dr. Seubert zu Hvf^eber Dr. Stegmaier zu Fulda SanilStsrat Tr. Ster« t» Fulda Dr. TSlle zu Flieden.

Tie Behandlung und Beratung von Geschlecht», kranken durch einen Arzt ist unter allen Umständen notwendig.

Es suche deshalb jeder, der geschlechiSkrank ist, ober zu sein glaubt, einen der genannten Aerzte auf und führe die ihnen geratene Behandlung gewissenhaft durch.

Fulda, den 20 Februar 1919.

Ter Landrat: Frhr. v. Doernber^

ES ist in letzter Zeit vielfach borget»ntmen, daß die Bestimmungen, welche über den Verkehr mit K.-A.» Waschmitteln in Geltung sind, von mancher Seite nicht mehr beachtet wurden. So wird Seife und Seifen» pulver markenfrei angeboten. Dies ist durch­aus unerlaubt. Noch heute gelten die Bestimmun­gen, die s. Zt. mit den Erlassen des Reichskanzlers vom 9. und 21. Juni 1917 in Kraft getreten sind und wo­nach K.-A.-Waschmittel nur gegen Seifenkarten und ausnahmsweise genehmigte Kern- ober Schmierseife nur gegen Bezugsschein abgegeben werden dürfen. _ Ge­schäfte, welche gegen die Bestimmungen sich verfehlen, laufen Gefahr, für den Verkehr mit Waschmitteln ge­sperrt zu werden.

Fulda, den 10. März 1919.

Im Einvernehmen mit dem Arbeiter« und Soldatenrat. Der Landrat: I. V.: v. Dewitz.

Auf Grund der Verordnung über KriegSmatznahmon i zur Sicherung der Volksernährung vom 22. Mai 1916 S (ReichS-Gesetzbl. S. 401) und 18. Aug. 1917 (Reichs» » Gesetzbl. S. 823 wird verordnet:Tie Verordnung über Schilf vom 26. Febr. 1918 (ReichS.Gesetzbl. S. 95) J tritt mit dem Tage der Verkündigung dieser Berord- nnng äusser Kraft.

Berlin, den 4. Februar 1919.

Der Staatssekretär de» NeicbrernährungSamte»! | K«» Wurm.

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Scheel, Bürgermeister.

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