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| «erlag der Futbaer «ctiendrucketei in Fulda.-Preis monatl. I Iflhm | 05 Pfg. Fernspr. Nr. S. Teiegr.-Lbresse: Fuldaer Zeitung. I 21

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In der Nachmittagsfitzurrg bezeichnet

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gen und der Der, verhelfen vermag.

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w- Kl I Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Karl Schütte. I T1T* 1 tQfö

llr. | für die Anzeigen: I. Parzeller,Fulda.- Rotationsdruck. | LLkSNrag D* IlltttZ JVlV

M angenommen.

I« der dritten Deratitno bei lleberaangSge- letze, spricht

Wg. RSstcke (D. Rat.) äußerst scharf «egen ben Sesctzentwurf. Er bringt verschiedene AbänvenmgO.

infrage ein, die die Aufhebung der Vorschriften über bEknrtschaftliche yhxmgSbefteüimg verlangen.

Rach einer Entgegnung bei Abg. Brann.Düfselborf kkoz.) rtagt sich dai Hau» auf den Nachmittag.

deutsche Nationalversammlung.

Sitzung vom 1. März. {

1/ Tine von den Frauen aller Parteien gemeinsam ein» e Entschließung, die sich gegen die jedem Recht», l hohnsprechende Fortsetzung der H u n g e r b l o» ,de und gegen die Zurückbehaltung der deutschen riegSSefangenen wendet, wird nach Begrün.

durch Frau NeuhanO (Ztr.) einstimmig angrnom»

Üxt von den Parteien mit LuSnaLrn» der Uneb- «ioen eingebrachte Antrag, der die Anwendung der onschen F riede n ip rogr ammM auf rutschen Kolonien verlangt, gibt den: ialminister Bell Gelegenheit, entschieden für die insetzuna Deutschlands tn seine kolon. Rechte ten. Er unterstrich mit Nachdruck, daß das ihr Voll den Ausschluß von der kolonisatorischen ionSarbeit alS unauslöschlicher Brandmal empfin- müsse. Di« Antente könne zwar teS wehr lose and vergewaltigen, aber Deutschland werde nie -inet Ehre zugefügten Schimpf vergesse^ der Abstimmung wurde die Entschließung gegen Stimmen der Unabhängigen angenommen.

TaS Verbot des Agiohandel» mit deutschen Banknoten, dai Gesetz, betreffend die Einsiege» lu»g von Drucksachen, Schriften und Wertpapieren, te! der ReichSregieruna die Möglichkeit geben soll, auf in deutschem Besitz befindlichen ausländischen Wert» Papiere für Bezahlung der LebenSmrttellieferun. I m zurückzugreifen und schließlich da» Gesetz bett, die ! «»läffigkeik von Regierungsverordnungen zur Durch- , Mrung der Waffenstillstandsbedingungen usw. wer. jei nach kurzer Beratung angenommen.

! Weiterhin wurde daS Schutzgesetz für die durch di« Ersetzung wesentlich geschädigten Schuldner und ja Gesetz über Vergütung von Leistungen für die feindlichen Heere uach kurzer Debatte eben-

fcJMbaa VizevrWbenl Schul» die Redner zur Kürze hat, macht

hL®5. Behren» 'sDeuts^Nationeü) Ausführungen 8riE>eitenncnget auf dem Lande, und

»i» sckSjustizmimst« Landkieeg erbringt den Rach» gj*' daß ei sich bei den Ausständen im Braunkohlen, mch sonst nicht etwa nur um sozialpolitische und ^Mforderungen handle, baß vielmehr dort der Rück» lq** der Regierung und vor aller Dingen der ^rronalversammrung erzwungen wer.

Auch hier hätten immer wieder die Unaib» »wen ihre, Halnd im Spiel, die ja mH bei de« ,»^fr Spartakistenputsch den ganzen Plan vorher ErT^t hätten. Im Zusammenhang damit teilt bet itifJ Einzelheiten über die geplante sozialp».

1 i.ch e Gesetzgebung mit, die vor allen Din. et«e Kodifizierung des gesamten Arbeiterrechtö, Koalui«-»r^t. ein» LuSMgWjua

Diese Kundgebung der Regierung war im ,^8or» wärt?" am Samstag bereits angekündigt worden. Es hieß da, die Regierung glaube, daß die Entstehung der Streik» teilweise aus eilt Mißverständnis zurückzuführen sei. Man habe den Arbeitern, eingr» redet, die Regierung wolle ihnen die Betrieb», rate nehmen. Deshalb solle erklärt werden, daß bie Regierung daran nicht denke, sondern für die Aufrechterhaltung und Au-gestaltunss der Betrieb I. täte und deren Einführung in dar Wirtschaftsleben @crgt tragen werde.B'.elleicht", so meinte bat Blatt,zeigt sich hier eine Brücke, die au» dem jetzi­ge» Wirrwarr zu geordneter, Verhältnisse« zurück, führt" Wir haben wenig Vertrauen zu diese« Brü­dern. Die Ruhestörer wolle« biel mehr sehen, eil engtglieberte Betriebsräte; sie verlangen bie Herr, schäft der ZIrbeilerräte in Reich Staat und Gemeinde»; unter Ausschaltung der gewählte« Volksvertretungen. Das Kesseltreiben um Weimar Jfcum rafft» urtu Warr yy; WWu«t«S

Die Wirre» im Neiche.

Der Bahnverkehr ruht.

* Weimar, 1. März. Infolge bei Generalstreik! in Thüringen ruht bet BaHnbeirieb im Bezirk Er­furt, Halle, Magdeburg «nd Leipsig voll­ständig. Die Züge verkehren aul westlicher und südlicher Richtung vorläufig nur bil Neu-Dietendorf. Postsendungen für Erfurt und die Orte der in Erfurt einmündenden Strecken tut südlichen Thüringen werdech weder angenommen noch abgesandt. De? Tele-hozw und Fernsprechverkehr ruht ebenfalls.

VeberfSlle ix Eisenach.

Eisenach, 1. März. DerEisenacher Dageipost^ zufolge unternahmen heute »acht 2 Uhr etwa 70 ZitMtyz unb Holdsten einet U _<u$t

Regierung «nd NKtesystem.

Bersin, 1. März. 5n parlamentarischen Streife« retfjnet man mit bet Möglichkeit einer Kabinetts­krise^ hauptsächlich deshalb, well die Regierung in der Frage der Rate immer mehr gegenüber ben Unabhängigen nachgibt, und weil nicht an­zunehmen Ist, daß die bürgerlichen Mitglieder bet Ka­binetts mit dieser Entwicklung sich einverstanden er­klären werden. Die dieGermania" erfährt, denkt die Regierung an die Bildung einer von den Arbei­terräten beherrschten ständige« Kam­mer. Diese solle die Rechte der Nationawersamm- lung angeblich nicht schmälern, aber den Einfluß der Arbeiterräte auf die Gesetzgebung »er- stärken.

Berlin, 1. März. Richt nur innerhalb der sozial- demokratischen Regierungskreisen, auch innerhalb der Mehrheitssozialistm in Berlin hält man es für not­wendig, den Unabhängigen in der Rätefrage Zuge- ständnifle zu machen. In der gestrigen Sitzung der Berliner Arbeiterräte war die Stimmung in hohem Maße erregt und dem Generalstreik zunächst durchaus günstig; eine Rede des Mehrheitssozialisten Kaliski, der für die alsbaldige Einberufung eines all­gemeinen Rätekongresies und für die Aufnahme bet Räte ix eine beruf-ständische Kammer sprach, schuf aber bann eine gewisse Beruhigung, und es kam schließ­lich eine Verständigung mit den Unabhängigen zu­stande, die wenigstens für den Augenblick-unbesonnene Beschlüsse verhinderte. Inzwischen lenkt auch der Lorroätrs", der bisher jede Beibehaltung der Lrbei» terräte al» undemokratisch abgelehnt Hatte, insofern ein, als er sich damit einverstanden erklärt, daß einer ge­ordneten Vertretung der Arbeiterschaft da» Recht de» Vorschlages der Volksabstimmung eingeraumt werde.

- . . - T, Dis zwangsweise

mltung der Kommunalbehörde ist, wenigsten» bei in Bayern, miserabel ausgefallen. Den Bauern» täten, die oft aus Leuten ohne Lar und Halm be­tet«, kann man solche Entscheidungen nicht anbei, tauen. Der Zwang in der Verteilung der Sgrarpro» butte ist durchaus noch nicht entbehrlich. Wir werden mich in Zukunft nicht über einen Anbau»Wang hinweg, temen. Da» Schlimme aber ist die innere Sabotage, taturch die Landwirtschaft in der Arbeit gehindert wrd. Betreibe liegt noch ungebroschen, Mühlen stehen still, aller, weil keine Kohle da ist. Die Leute streiken, totil man ihnen Versprechungen von Sozialisierung «acht. Eie sozialisieren so ja den Hunger. Wir haben teh für Obi» 10 Woche« Lebens mittel.

werden die Hungernden von der Straße in die ser gehen und dann kommt da» zweite Stabium, die lünderungen auf dem Lande Bei Nürn» haben bereits Spartakisten das Vieh au» den Släl. Betrieben. 6» wäre dir höchste Seit, allen inneren it zurückzustellen und nur auf die Nvt de» Augen. » zu sehen. Wir stehen in Wirklichkeit r einem Abgrund. Die Situation ist so tra.

cnst, daß ich e» nicht verstehen kann, tote draußen "assen sich irreführen lassen und Vergnügungen en iönn*. Wäre e» denn nicht möglich, daß eine Formel finden, würdig dieser Versammlung, Unterschied der Partei vor dem ganzen Volk -Mi» zu werden? Die Hoffnung auf da? Ausland ebenso trügerisch, wie e» die Hoffnung auf den nkrai- Weizen war. Der VerttilungSplan im Innern sich immer mehr und mehr. Di« RLieorganisa. rn geben vielfach selbst den Anlaß zu Störungen in tt Hinsicht. E» wird der schreckliche Au. »blick kommen, wo wir vor dem Licht» fhen. Ist denn da» deutsche Volk wirklich so krank, e» stumpf geworden ist gegen das Furchtbarste, den ft s««junget? Alle», toa» das Frühjahr uw» Früchten bringen wirb, kann nicht den Mangel an » ersehen Verlieren wir uns darum nicht in De-

Mb Berlin, 9. März. 114 Mitglieder unserer Helden, mutigen ostafrikanischen Kampftruppen/ darunter 27 Offiziere, 87 Unteroffiziere und Mannschaften, unter Sühruna de» Eenerai» v. Lettow-Dorbeck träfe« eute nachmittag auf dem geschmückten Lehrter Bahnhof ein, mit ihnen der «ouverneur von Deutsch^stafrtka, Dr. Schnee. Auch 200 Frauen und Kinder tötete An­gehörige unserer Missionare kamen mit dem gleichen Zug an, der durch brausende Hurrarufe begrüßt wurde. Man überschüttete die Heimgekehrte« mit Blumen und stärkte sie durch ein festliche» Mahl. Während Wtautn und Kinder in mit Laubgewinden geschmückten Omnt« Buffen davonfuhren, nahm der Zug seinen Weg durch die Alsenstraße über den König»platz, die Etege»allee und da» Brandenburger Xor zum Pariser Platz, wo eine feteriich» Begrüßung durch bi« Reich», und städtischen Be­hörden stattfand. Staatssekretär de» Reichskolonial­amt» Dr. Bell hielt ein» Ansprache, die mit einem abermaligen Willkommengruß und einem dreifachen Hoch auf di» heimgekehrten Helden schloß. Nach ihm begrüßteKriegsministerOberst Reinhard die Tapfer­sten der Tapferen, die im deutschen Tochterlande unter Afrika» sengender Sonne aukgehalten hatte« bi» zum bitteren (Jnbe. Gedämpft spielte bie Musik: »Ich hat

Ein Aufruf der Negierung.

Während Nationalversammlung und ReichSregie. nrng in voller Lrkrnnmis und Würdigung der ihr vom freien deutschem Volk übertragenen großen Aufgaben am demokratischen Fundament der Republik arbeitet, dvr-lst wirt sch afeltche und politische Anarchie da» Reich zu zerstören. Terroristische Elemente wollen dir ent» dem freiesten Wahlrecht hrrvocgegangene Aationalbersammlung beseitigen. Jede» Stätte! dazu ist ihnen recht. Sie streben danach, Weimar vom übrigen Druischlaech abzusperren und dadurch ReichSregierung und Nationalversammlung gleichermaßen machtlo» zu machen. Demgegenüber erklären wir: NicküS darf b*t Abschluß der Versammlima aufhalten. Die Arbeit, der Nationalversammlung an Der Uebertoindung politischer und wirtschaftlicher Nöte darf nicht behindert werden. Sie soll i*i» den Frieden bringen l Diese ßebenSrot» Wendigkeit werden wir mit aller Entschlossenheit sicher, stellen. Cerleinrburto gefährlichster Art ist eS, wenn die gewalttätigen Ähürer de» Aufruhr» behaupten, Nationalversammlung und Reichsregienmg hätten sich den Aufgaben der Stunde entzogen, den Dotgänaen im Reich kein Gehör geschenkt oder wollten gar die Ar­beiterschaft um die Früchte der Revolution bringen.

Wir stehen u»ü> fallen mit den Grundsätzen der Demokratie. Hier gibt t» für un» kein Paktieren. Die politische Macht gebührt allein der freigewählten Vertretung des Volke» uns der von ihrem Vertraue« getragenen Regierung.

Da» SelbstbestinnnungSrecht de» deutschen Volke» noch irr en muß, so gut wie bc$ nach außen, gegen jede Gewalt gesichert iverden.

Noch größer als die politische Gefahr ist die wir t. schaftliche Notlage unsere» Lande». Wir kön­nen uns au» eigenem Vorrat nicht bi» zur neuen Ernte ernähren. Die Blockade zehrt am Mark unsere» Volkes. Tagtäglich gehen tausende an Unterer» u ä h r u n g zu Grunde. Die Kohlenföcherung stockt in erschreckendem Maße. Zahllose Fabrikbetriebe stehen still. Eine ungeheure Armer von Arbeitslosen ist angewachsen. Täglich werden neue Bahnlinien stillgeleat. Der spärliche Rest brauchbarer Loko­motiven bewältigt auch nicht mehr den nutioeribigen Teil von Verkehr und Transport.

Da lautet da» erste Gebot: An die Arbeit! Nur fee kann unS retten, jeder Streik führt un» einen Schritt näher dem Abgrund. Wie in allen Verhand. hingen mit den Vertretern der Arbeiter erklären wir auch heute: Gleich wichtig tote die politische ist im» die wirtschaftliche Demokratie. Nur ft» kann alle Kräfte wecken und am Werk halt em, die unseren völligen Un­tergang zu wenden vermögen.

Wir stich dabei, bas Gesetzbuch der wirt» schaftlichen Demokratie §u schaffen:. Da» einheitliche soziale Srbeiterredft auf freiheitlicher Krundlage. Wir loerden die Organe der wirtschaftlichen Demokratie auSbauen. Die Betriebsräte, wie wir sie schon in den Verhandlungen mit den Bergarbei. ter« vuS dem Rrchrgebiet und au» Halle vorschlugen, die auS freiesten Wahlen hervorgegangene Berufsver» treter aller Arbeiter sein muffen.

Wir werden da» Ziel, die wirtschaftliche Demokratie erreichen: D i» konstitutionell» Fabrik auf demokratischer Grundlage! , , ,

Alles daL in Verbindung mit der Sozialisierung der Wirtfaxiftrzweige, die sich wie vor allem Bergbau und Erzeugung von S n e r a i e zur Uebernahme in öffentliche oder sem>scht.toirtschaft!iche Bewirtschaftung eignen oder der öffentlichen Kvntrolle unterstellt wer­den können.

?tn neuen Deutschland soll Arbeiten soziale icht sein, Müßiggang und genußsüchtiges Droh- nenium mit allen Mitteln unterdrückt und auszemerzt werden.

Vorwärts drum auf dem Wege organisch aufbauen, der Arbeit! Wilde SozialisierungSverfuche. terrorifti- schen Zwang gegen die Arbeiterschaft, bewaffneten Auf. stand, Zerstückelung des Rviche« ioerven tote rück­sichtslos bekämpfen. Un» ist jede» Menschenleben heilig. Die Revolution gibt keinen Freibrief auf Raub, Mord und Gewalttätigkeit jeder Art. Ueber allem steht da» Leben des Balkes, wer sich an ihm vergeht, ist un­ser Feind I Tie Strenge deS Gesetze» wird ihn treffen I Narb vier Jahren furwtbartn LftiegeS, mit ungeheuren Zerstörungen an Kulturwertien und einen» Meer van Mut wollen toir nicht, daß auch noch die Echrecknisfe deS Bürgerkriege» mit seinen mörderischen, Bruderkäm. Sen, mit all seinem Haß und seiner, Zerrüttung unser aterlmrd zerstören. Friede «ach innen und außen, W i e herauf bau und W i e d e rge « e sun g: da» ist die Sehnsucht unsere» leidenden Volke»!

Eine gewaltige Mehrheit von 22 Millionen Wäh­lern hat un» zur Reichsregierung berufen. Steht zu uns, wie wir zu Euch stehen! Das ganze Volk schließe sich un» an gegen Vergewaltigung, Zerstörung und Zu­sammenbruch! Wenn wir einig sind, ist un» die Zu­kunft sicher! ,,

a «l ist für immer für Kriegs-und HandelsMfst aller Länder offen zu halte«. Die deutschen Fmck. fpruchstatio-nen von Nauen, Derlrn und Han. «oder haben ihre Tätigkeit auLfchlreßltch auf dr» Uebcrmittlung von HandelSnachrichten zu beschran­ken Sämtliche Schiffe der österretch:sch.ungartschen, türkischen und bulgarischen KriegSmarme sind de, Alliierten auSzuliefern. Für die Tardcmellen wuv eine internationale Garantie für frete Durchirrt ge» schaffen. Alle dort befindliche« Forti sind zu schlersen- »f'

»ekannillch soll ter neu zu schließend« dauernde «afsenstillstandsorrtrag den Charakter eines Dorsrte- den» tragen, der ten endgültigen Fnedensbestimmun- gen entsprechen soll. Wenn die vorstehende Nachricht über den dauernden Waffenstillstand den Tatsachen entspricht, dann wird der Lorsriede eine völlige Ent- wasfnung de, Reich, bringen. Man will un, der Waffen bi« zu einem Grad« berauben, daß wir gegen die zunehmenden inneren Wirrm und gegen das Grenzbrigantentum nahezu wehrlos sind. Dazu kommt die Schuldknechtschaft, in die man Deutschland stürzen will. Mit den WUsonschen 14 Punkten ist dieser Bei­trag unvereinbar. Es ist ein Eewaltfrieden, kem Rechtsfrieden. Es fällt deshalb schwer, zu glauben, daß die Entente für deren Entschliehungm Wilson selber einen gewichtigen Teil der Verantwortung mit zu tragen hat, wirklich einen solchen barbarischen Frie- den uns aufzwingen will. Es wird nicht übertrieben sein, wenn wir sagen: Annahme würde Sklaverei be­deuten.

«metUtmW Verstimmung.

Washington, 27. Febr. Die von der Prefle allgS> mein unterstützte Bewegung zugunstenein « r so­fortigen Friedensunterzeichnung fa&t die «olksstimmung in Amerika klar zum vusb-ck komm««. Die Bewegung ist entstanden infolp' Berichte der amerikanischen Journalist«« i« \ btt in Frankreich, Haltung da, einzige u- derni« für einen Rechtsfrieden erblicken und diese Aus- fassung i« der amerikanischen Presie unumwunden kundgaben. Da, hat zu einer Abneigung de, ameri- kanischen Lölkes gegenüber der ftanzösischen Regie­rung geführt und insofern zu einer Unterstützung de, Wilsonschen Programm», al» Amerika keinesfalls von den ursprünglichm Zielen Wilson, abweichrn wird. Wilson war bekanntlich teilweise dem Pari ser Einflüsse erlegen. Andererseits richtet sich die Bewegung in Amerika auch gegen Wilson. Man meint, daß Amerika dem Völkerbund fern blei­ben soll, weil der Entente-Völkerbund dieselben Macht- Probleme verfolge, wi« angeblich der frühere preußische Militarismus. Es herrscht vielfach die Meinung, daß bie Entente Amerika die Erklärung abgeben muß, baß sie sich aufrichtig zu dem Wilsonschen Programm de- kennt und dies ohne Vorbehaü annimmt, bevor Wil­son wieder nach Europa zurück geht. In Verbindung mit dieser Politik fordert die amerikanische Presse dte Aufhebungder Blockade oder Amerika» Ab- sage, diese noch länger zu handhaben. Au, allen Staaten treffen Proteste in Washington ein, we- Sen bet langsamen Rückbeförderung der omertloHl»

Herr Truppen. ____________

Heimkehr unserer Afrikaner

Uba. Nösicke den Entwurf al» eih Ausnahmegesetz Mn btt Landwirtschaft. Man sagt, wer seine Pflicht richt tut. muß gezwungen werden. Ich frage doch, wo bleibt bet Zwang zur Arbeit, um bte Stöhlen berat* Joelen? (Sehr gut! recht».)

da» RMI vor dem Atzgrund jt^t. (85t.

Fischbeck IDemvkrat). schlägt KvMMissionSprü- ber Derordmwgen vor.

Vraun^vüfleldarf (Eoz.) hält eint schnellt und e Prüfung für ortngenb nötig. <£» s« jetzt 3«t gn Experimenten, sondern bie Bestellung fn« in jebet Weift gefördert toerden. Er verurteilt ^Streiks und tritt für Belieferung der Landwirt, gchrstgend DLngemitteln ein. da wir sonst im u^-tatben Jahetz noch mehr vom L»Stande abhängig pL®» jetzt.

h ®G. .8Sitrm IhL @.V erklärt, die Arbeiter wollt«, ^Betriebsräte, vo sie do» geeignete Mittel feien, um ruhiger und fvtedlüher Grundlage die Soßialisie-

8u erreiche«. Sie verlangten nach dem langer SjsWJjen ftpch, da» sie getragen hätten, ba» Recht, ^?lch tnitgutirbeiten utw tnitgubetotnunen.

- °ituhS«rrbtitSli»inister Bauer beachtet dann in län.

Ausführungen Aber die Verhandlungen in Wei- tet bet Vertretern de» Ruhrreviers und de» Be- ^»atbeiterrate» Halle über bie Frage der Betrieb». ES-, Diese hätten zwar zu einer uebereinftinunung PjW» bte aber von den Vertretern nicht gehalten ^tofete«. Die Streik» seien lediglich aus politischen C~®«R entstanden. Ferner kündigt er dann eine Vor- ta, bie ala erste» die Hebe mahn« de» Kohlen- kMlot«» auf da» Reich vorsieht. Am Schluß E?* sich Rebner gegen ben Dorwurf, daß bie Re- unnötig Odtxtit anwende, leider sei sie dazu tret Gewalktätigkeiten, räuberischen Ervref. k/v*1 unb Plünderungex verbrecherischer Tlemente zu

und Lahmlegung der Nationalver« s a m m l u u g, und die heftige Agitation für ben Berliner Generalstreik fällt nicht zufällig mit der Ankunft der preunischen LandeSverfammlung zusam. men. Kampf auf Leben und Tod zwischen dem russische« Räfshsiem und der deutschen Demokratie.

Al» Zeichen der Zeit ist Wohl zu beachten, daß bie bolschewistischen Treibereien immer mehr Anhang finden in den Reihen der Mehrheitlsozia- l i st e n. Im Ruhrgebiet hat sich ja die überwiegende Mehrheit der Arbeiterschaft wioerstandlfähig erwie. fe« gegen die Verführer; in Mittel- und Suweutsch- land schon viel weniger. In Berlin scheinen die Reihen der Regierungssoziaiisten schon sehr bedenk­lich zu schwanken und sich zu lichten. Dal zeigte sich auch schon bei dem zweiten und namentlich bei dem dritten der jüngsten Wahlgängen bei der Berliner Stadtverordnetenwahl, bk den Unabhängigen über­raschende Borteile gtyenüber den MchrhmtSsoziali- sten verschafft. Bestätigt wird dies« Wendung zum schlimmen durch denÄorwärtS", der unbeanstandet eine Zuschriftau, Parteikvcisen" an leitender Stelle abdruckt, die entschieden der gegenwärtigen Regierungspolitik den Abfall und den Untergang an. kündigt, wenn man nicht sofort dieberechtigten Forderungen der Arbeiterschaft" erfülle. Durchaul im Gedankengange der Unabhängige« wird da gefor­dert, daß die Narionalverfammlung ihre gegenwär­tigen Arbeiten einstellen solle und daß allbald Not­gesetze zu erlassen seien, über die Frage del Woh- nungSwucherS, Lebensmittelversorgung, ArbeitSfta- gen, Demokratisierung der Betriebe usw. Also die Grundlagen der Staatsordnung soll man link» lie­gen lassen, um Hal« über Kopf die einseitigen Wünsck)« oer Arbelterklafse zu befriedigen. Durch bie Revolution und bie anfängliche Klassenherrschaft sind übertriebene Hoffnungen erweckt worden, und da die Erfüllung derselben oer Natur der Dinge nach auf sich warten lassen muß, so griff die Enttäuschung uno bie Unzufriedenheit auch auf bie Kreise über, auf bi» sich die sozialistischen Machchaber stützen müsse«.

Die Gewitterschwül« ist beängstigend. Mit 8er. Handlungen und Kundgebungen wird leider nicht viel zu mache« sei«. Er scheint, daß höchftenl N o I k« «ft starker Hand die Berführrr zu bandi-

Die Bedingvngert für -en dnrrernderr WaffenstMftand.

Genf, r. März. Lyoner Blätter toiffe« folgende Einzelheiten über feie militärischen Bedingungen der AassenstillstaudSverlängeruna zu berichten: Die deutsche« H eerelbestärche dursten 800000 Mann nicht übersteigen. Die Alliierten behalten sich eine genaue Kontrolle über die Art dieser Truppen sowie über die Artillerie, dal Flugwesen und bie deutschen Krieglinduftriebetriebe vor. Die deutsche Flotte wird auch, sowert sie noch nicht interniert ist, einschließlich der tm Bau befindlichen Schiffe doll, ständig beschlagnahmt. Me deutschen Befestigungen, die den Zutritt zur Ostsee hindern, werden geschleift. Die 14 überseeische« ft a b e I un Besitz von deutsche« Gesellschaften werde« Eigetaum der Alliierten.

Tie Zolleinnahmen Deutschland» werden zur Bezahlung der Schulden Deutschlands beschlag­nahmt. Außerdem werden für diesen Zweck Son. dersteuern geschaften. Deutschland muß jährlich etwa 10 bis 15 Milliarden an den Finanz, ausschuß der Miiertrn abfichreu. Diese Bezahlung wird wahrscheinlich 31* bie 50 Jahre beibehal­ten werden.

Es wird eine DemarkationMnie zwischen Deutschland und Pole« eincrfeitl und Deutschland und Oesterreich andererseits geschaffen, während dir militärische Besetzung der Rhein- linie aufrecht erhalten wird.

Rach einer MrLung derDailh Mail*' solle« die neuen WaffensiillstandSbedingunge« die Bestimmung enthalten daß sämtliche deutsche Unterseeboote nebst Zubehör, Dccks usw. innerhalb 1* Tagen aul. zuliefern oder zu zerstören sind. Alle im Bau vefindlichen U-Boote sind innerhalb dreier Monat« zu zerstöre«. Di« Befestigungen von Helgoland sind von de« Deutschen auf tbre eigene« Kosten zu zerstören, während bie Konferenz sich Vorbehalt, über dal endgültige Schicksal der Insel noch nähere De. fibWW ® ti&ift*, D« Aord-OKlee-Ka,

ber CtnigungRämtir und bie Betriebsräte bringen und mit bet Rechts Unfähigkeit ber BerufSvtreine attfrämmaii soll. Star! unterstrichen wurde in ber Ankündigung, daß ben Betriebsräten eine wichtige Rollt im Probat. tionSptoztß, aber auch nur im Produktionsprozeß, zu­gedacht fei.

Abg. C»h« (11. S.) ficht in der «mgekündigüen Aodifikation das Recht des Itrnfritutionellen Systems, da» bereits überholt fei unb bie Arbeiter nicht mehr befriedigen könnt, während

ArbeitSministtr Bauer diese Ausführungen toiber- lest.

ReichsteirtschetfiSministtr Wissel kündigt eine vor. lagt art, die btr$ AoalitionSprogrmnm ber Äegitrung bttr. Sozialisierung in bte Tat Umsetzer, wirb.

Damit schließt bie Aussprache. Eine Sptqtalbebaat findet nicht statt. In der Gesamtabstirmnmrg gelangt W Gesetz mit großer Mehrheit endgültig zur 6 n» nahmt.

Montag: Aortsehung der Beratung der ersten Le. fung des VerfassungsenttourfÄ».

»gehalten hatten bi» gum

_____lelit bie Musik: »Ich hat'

eint« Äameraben" unb manche heißt Tränt, manche» hetmtiche «chluchzen btlbett da» «cho feinet Borte, bie mit der Mahnung schlossen: »Hoch die Herzen l« tut dritter Redner schilderte Viztadmiral Rooge vom Reich» marin tarnt da» ruhmvolle Ende bte »Stoitig* berg'1 und begrüßte deren tapferen Kommandanten Kapitän zur See Loof, mit bet tzeimg^ehrten Besatzung. Die Schlußansprache hielt im Namen der Stadt Berit« Bürgermeister Dr Reife. Solang« die deutsche Zung, klinge, werde General v. Lettow-Dorbeck« kleineSchar al» eine Schar von 6eiben gepriesen werden unb f* lange e» ei* deutsches Baterlanb gebe, werde man derer gebtnien, die mit dem Mute bet Siebe für den enbertrauten Boden fochten. «Bentral v. Settoto.Bot» deck, bet hoch zu Roß vor ber Tribüne gehalten hatte sagte: Alte Kameraden bet Schutztruppei Für bte warmen Worte der Begrüßung danken wir au» volle« Seele. Sie sind un» tief in» Her, gedrungen und werden bei un» euf fruchtbaren ©oben fallen. Man wirb sich auf un» verlassen können. Da» deutsche Da» ttrlanb: Hurra! Martig brauste bet Ruf dreimal über ben Platz. Daun ruckten unsere Afrikaner unter den Klängen bet Kapelle nach den Quartieren ab, die Bürger ber Stadt Berlin ben Tapferen bereitet hatten.