9. Laß totr alle ffn.' btte' r frtSBtt halten müssen für di« weiteren Vechan>lungeu, die von entscheidender Bedeutung fei« werden.
Daraus ergibt sich Me weiter« tziutza.lwenduna, M im gegenwärtigen Augenblick iUe „Sl rise n" »der sonstige« Personenwechsel an den lei. senden Stellen vom liebel sind. T.af Brockdorss strebte die Unterstellung der Waffenstillstandskom» Mission unter da» Auswärtige Amt an und eS gab deswegen schon Krisengerüchte. Schließlich hat er sich aber mit der Sonderstellung, die un.rrer Waffenstillstandskommission durch daS Herkommen und auch durch ihre Verdienste zugefallen ist, abgefunden. ES wird gemeldet, daß die beiderseitigen drei Unter!nnmissione« für He Schiffahrt»-, Lebens, mittel-' und Finanzfraacn j.tt gebildet sind nnd t« Tätigkeit treten. LaS find hochwichtige Ang; egen, leiten, die einer dringenden Erledigung be. dürfen. Welch eine Verwirrung, Verzögerung und Schädigung würde entstehen, wenn man jetzt die Lei- jung dieser Tinge in neue Sande legen und den Instanzenweg ummodeln wollte.
Eintracht und Stetigkeit sind zur Zeit da» höchste Gebot für sämtliche deutschen Politiker.
Da» Lebensmittelastkommen.
, Berlin, 21 Febr. General Rubonr teilt in der Sitzung der Woffenstillstandskommission in Spaa «m 20. Februar mit, die Abreise der alliierten Delegierten für die Verhandlungen über bei Schifffahrt S-, Lebensmittel» und Finanzabkommen habe sich verzögert. Die Verhandlungen könnten frühesten» Montag, den 24. Februar beginnen. Nudant erklärte, e« handele sich nur um die Auf. »ahme eine» umfassenden Protokolls, wofür keine längere Zeit erforderlich sei. Den Vorsitz in den drei deutschen Kommissionen führt Unterstaal»» fekretir im ReichSernährungSamt v. Braun.
Die militärischen Forderungen der Feinde.
wtb Amsterdam, 21. Febr. Nach einer Meldung km „NieuweS van de« Dag* aus London berichtet die „Times* daß die Alliierten sich über folgende militärischen an Deutschland zu richtenden neuen Waffen still st andrbedingungen geeinigt haben: vebergabe von acht Schlacht, rreuzern, darunter die »Oldenburg* und »Helgoland*, von acht Kreuzern, 42 Torpedojägern »nd 50 Torpedobooten, die Deutschland sofort au», kiefern müsse. Alle U-Boote, U-Bootdock» und »Re. Paraturwerkstätten müssen innerhalb 15 Tagen abge- brachen werden; die Hilfskreuzer müssen abgerüstet und ihre Kriegsausrüstung zerstört werden. Ti« Schiffe werden al» gewöhnliche Handelsschiffe und Prisen betrachtet werden. Tie Befestigungen von Helcokand müssen von deutschen Arbeitern unter Aufsicht der Alliierten geschleift werden. Die Zukunft der Insel wird der Friedenskonferenz über, lassen bleiben.
In der gestrigen UnterhauSsitzung wurde mit» geteilt, daß bisher von Deutschland ausaeIiesert wurden alle schweren und alle Feldgeschütze, alle Maschinengewehre, Laufgrabenmörser und Flugzeuge; außerdem wurden noch auSgeliefert 4065 Lokomotiven anstatt 5000, 126836 Waggon», anstatt 150000 und 1276 Motorwagen.
Die Engländer i« Seebrügge.
'# Brüssel, 21. Fehr. (Tel.) Tie enol.sche Marine hat, so meldet ein Funk'pruch vom Eiffelturm, den Hafen von Seebrügge in Besitz genommen, wie eg heißt, um wicktioe AuSbesserungSarbeiten ausführen zu können. Auch beabsichngen die Eng» lander die Hebung der drei Schiffe, welche dort zum Zweck der Sperrung de» Hafeneingange» versenkt wurden.
Wilson ans der Heimreise.
'# Washington, 21. Febr. (Tel.) Ein Radio- wlegramm vom Eiffelturm meldet, daß der Dampfer „Georg Washington" mit dem Präsiden en an Bord bei schneller Fahrt am Sonntag abend in Boston ankommen wird. Wil ort kündigt für Montag in Boston eine Rede über die Notwendigkeit be# Völker- bundeS en. Nach seiner Ankunft in Washington wird der Präsident wahrscheinlich eine Ansprache an den Kongreß halten.
Weddlgens Ende.
Da»^ Hamburger Fremdenblatt' veröffentlicht an» bet ,Times' einen englischen Bericht über die Vernichtung von „11 29" und den Tod Weddiaens. In dem Tanebuche heißt es wörtlich am 18. Mär, 1915: .Um 12,30 nachmittai» kreuzte da» erste Schlachtpeschwader und Vizeadmiral Sturdee fi nalisicrte, daß
Unpolitische Zeitläuse.
N. Berlin, 19. Feb uar 1919.
Mit der Cholera, den Pocken, dem Flecktyphus, der Diphiheriti» sind wir fertig geworden. Aber eint schlimme Seuche stürzt den VollSkörper In Todesnot: das Streikfieber.
Cb ich auch von dieser Zeitkrankheii trgtiffen werde f Seit 36 Jahren schreibe ich regelmäßig diesen Artikel und habe keine einzige Woche gestreikt. Ein Zeichen, daß ich ziemlich gesund aber entsetzlich rückständig bin. Au» dem stämmigen Bet Ur Fritz ist inzwischen ein weißbärtiger tlib runzeliger Onkel geworden; wem» der immer noch ruhig im alten Gleise tveitcrstapft. so patzt er nicht mehr in die r»berne Zelt, die da» Umstürzen für schöner hält, als das Aufbauen, und da» Strecken für besser, eil da» Arbeiten.
An den Knechtischen ging trüber »in Spruch tmt Über die fünf Gründe zum Trinken. Bier Gründ« wurden ernsthaft aufgezählt und der fünfte lautete: Aul jedem » deren Grunde. Aehnlich steht el setzt mit den Streikgründen. Air Waffe im Lobnkampf. zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen trc der Streik gedacht und in der Gesetzgebung anerkannt. Doch heutzutage haben wir eine große Garnitur von Streik»; Sumpathiestreik», Proteststreik», Demonstrationsstreiks au» freudigem Anlaß und dito au» ärgerlichem Anlaß, schließlich auch Streiks ohne Anlaß und vernünlt gen Zweck, bloß zur Erregung von Unruhen und Lufstän. den. Gerat« jetzt, wo die Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit erklärt worden ist, gilt auch die strei. Willigkeit beim Streiken ruckst mehr. Eine radaulust ge Minderheit schwingt die Waffen, die sie irgendwo zusammengerafft hat, und erklärt: Stellt ihr nicht die Arbeit ein, schlagen wir euch den Schädel ein Huf Berlinisch lautet die Parole:
-RauS mis die Betrieb«!
Sonst setzt el Hiebe."
(Hner von den neuen Ministern hak unlängst beklagt, daß so viele von seinen roten Parteigenossen aus der Revolution eine Lohnbewegung machen wollten. Ach ja, die Lohnforderungen waren schon ge- fäfirlich genug, da sich die Forderungen in dal Maß. lose steigerten und die dringend notwendige Arbeitsleistung schwer geschädigt wurde. Aber jetzt beißt sich die Schlange wieder in den Schwan, Tte pol i t i- schen Streiks kamen wieder obenauf, und zwar d e richtigen Umsturzstreiks, die überrevolutionären S reikl. Wa» in Berlin in dieser Hinsicht geleistet worden, war nur ein bescheidene! Vorsriel. Im hochwichtigen Jndustriebezirk an der Ruhr soll von den Svartakisten und Kommunisten ein .Generalstreik" erzwungen werden, der nicht nur da» ganze deutsche Wirtschaftsleben,
im
Die Lage im Ruhrgebiet.
ist
Unter
schränkm.
m Sr.
Bürgerstreik in Gotha.
• OMo, 91. Febr. «iS Protest gegen ben Generäl- streik wurde heute die Einstellung des gesamten Ge- schästSverkehr» einschließlich der LebenSMittelgeschäfte, der Banken, Kaffen, Aerste und Apotheken, beschlossen. Die Maßnahme «oll erst aufgehoben werden, wenn der Generalstreik eingestellt wird.
Räubereien in Berlin.
• 8erlitt, 21. Febr. In einer Wohnung de» Hause» AuaSbur er Straße 72 fand sich jeden Abend eine Spielergesellschait unter dem Namen .Klub Deutscher Rennsport" zusammen. In der letzten Nacht drangen doit, all eine grötzeie Anzahl Peisonen beim Spiele war, 10 bewaffn te Männer ein, welche die An- wesenden ausraubten; alle Btieftaschen wurden geleert und den Damen bi« Schmuckiacüen abgenommen; eine Gräfin Hohenau büßt« ihren Schmuck im Werte von 40000 Mark ein. Einem der Besucher gelang el, dal nächste Polizeirevier zu benachrichtigen Die herbei- geeilte Bereitschaftswache wurde mit Handgranaten und Revolverschüssen empfangen, wobei ein Soldat getötet und ein Beamter schwer verletzt wurde. Den Verbrechern gelang e» zu entkommen. El handelt sich anscheinend um die gleiche Bande, die schon seit Wochen Raubzüge unternimmt, und von der erst wenige Mitglieder dingfest gemacht werden konnten.
laßt.
Do bleibt die vielgepriesene .Freiheit?" dem alten Regiment gab el mehr Beschränk man konnte doch ungebindert seiner Arbeit n»
Wo bleibt die .Gleichheit", trenn man sich bei Ge. fahr der Ermordung oder Avlplünderung unter die Aerrfdwfl einer rabiaten Minderheit ducken muß?
Und wo bleibt d>e .Brüderlichkeit" in den Brüder.
solche Fortschritte gemacht hat tote in Polen. D e fünfte und fech te tschechische Legion sind au» Frank- reich und Italien, wo sie gegen un» kämpften, in der Heimat eingetroffen und gelten mit Recht al» Elitet,Uppen Einige wichtige Kommandoitellen tschechischen Heer sind von Franzosen besetzt.
*?n Wiener politische« Kreien wird berlfoafV der Wahlen als einen Sieg des Gedanken , e9* schlusseS an Deutschland bezeichnet, auch diese Idee nicht die offizielle Wahlpa ose hJ? Aigner biete» Gedanken» bürften üderhai ganz verschwindender Zahl gewählt sein wählten der Deutschen Oesterreich» zu i' ___
Nationalversammlung, unter denen w.i alr^2^ sinnungSgenoflen ganz besonders die C istlich pril,' len begrüßen, dürfen wir daher ein herzliche« zM kommen zurufen. Bald wird Teutsch-Oesterrei»' auch in Weimar, in der allgemeinen deutschen Nasi» naiver ammlung, vertreten fein, und eS wird nur noch ein einige» Deutschland
sondern auch die neuaeflickte staatliche Crbnunfl plan, mäßig über den Hänfen werfen soll. Nieder mit der Regierung, nieder mit der Nationalversammlung! Bon btr Ruhr her soll Deutschland in bei russisch« Elend binabgestoßen werden. Sn Berlin hat man ben russi. scheu Aufwiegler Radek endlich in Nummer 6 cher ge- bracht und 80 von fetten Spießgesellen auch fest genommen. Westen aber gehen einige Hundert Ra- deks auf ein SchreckeuSregiment hinaus, dal alle an. ständigen Leute für ihr Leben und ihre Habe zittern
Die Wahlen in Oesterreich haben bei dem gleichen Wahlsystem (Verhältniswahlen, gebundene Listen) zu einem ähnlichen Erfolg geführt, wie in Deutschland. Die Soüaldemokratie ist die stärkste Partei, hat aber allein nicht die Mehrheit. Die chrtstlich-Sozialen haben zwar in Wien eine Sch'appe erlitten, im Lande ober sich gut behauptet und bleiben die stärkste bürgerliche Partei. Schwer geschlagen ist die bürgerliche Demokratie, die nur in W en, mit wenig Erfolg, einen Versuch gemacht hat, sich zu organisieren. Wenn sie im Endergebnis nahe an die Ehristlichsostalen heranrücken, so haben sie die» lediglich ihrem überwiegenden Anteil an den Mandaten der gegenwärtig in FeindeShand befindlichen Gebiete zu verdanken, vier, wo keine ordnungsgemäße Wahl möglich war, ernennt der Ttaattrat die Abgeordneten und al» VerteilungS- maßstab gilt no* da» Parteiverhältnis der letzten RetchSrat»wählen vom Juni 1911. Ernannt werden so 13 Christlichlostale, 86 Sozialdemokraten, 43 Demokraten. Somit stellt sich daS endgiltige Parteien- verhältni» wie folgt: 77 Ch> ist sich oriale, 107 Sozial- kemokraten, 65 Deut.chuaiionale, 8 Bauernbündler und 8 andere.
Ter Wahlerfolg bet Sozialdemokraten überrascht nicht. Sie sind wie in Deutschland RevolntionSae- winnler. Offenbar haben sich weite Wähler kreise, beten Denken und Fühlen von Hau» aus gewiß eine ganz andere Richtung hat, bei dieser Wahl sich von bet Sozialdemokratie ins Schlepptau nehmen lassen. Der Hunger und die Empörung über schamlosen Wucher waren ihr dabei sicherlich mächtige Bund »genösse«. Besonder» gilt die» wohl von Wien. Da» hungernde Wien hat überwiegend sostaldemo- krattsch gewählt. Und diese Großsladtbrvölkernng, die zu ben Sozialdemokraten überging, hat offenbar nicht begriffen, daß an dem Elend, unter welchem sie litt, ganz gewiß nicht die christlichsoziale Stadtverwaltung schuld war, die vielmehr da» Menschenmögliche ta1, um Lebensmittel für Wien zu beschaffen. Wenn ihr da», je länger der fltieg dauerte, um so weniger gelang, so war sie daran unschuldig, wie sie e» denn auch an Notschreien an die Regierung und zugleich an schweren Anklagen gegen die unerhörte Mißwirtschaft der den KriegSwucher fördernden .Zen- traten" (Kneg»gesellschasten) wahrlich nicht fehlen lieft. Die Krieg»,chmarotzet saften nicht im christ» liehen Lager!
Auf dem Lande haben die Christlichsozialen dagegen im allgemeinen gut obge-rtjnitten. Gegen sie trüb auch im neuen Deutsch - Oesterreich schwerlich regiert werden können. Es ist im Gegenteil anzunehmen, daß sie mit zur Koalitionsregierung gezogen werden.
kämvfen auf den Straßen?
In Weimar sitzen unsere Volksvertreter und b'e von ihnen berufenen Minister, um mit gefurchten St r- nen und gequälten Herzen zu beraten über neue, schwere Waffenstillstandlbeblngangen unserer auSwär- tigen geinde. Eie müssen in den sauren Apfel von Trier beißen, und sie seufzen dabei: Ach, wenn doch der Waffenstillstand im besetzten Sebiet unsere einige Sorge und Oual trärel Beiwi wir doch endlich ben Waffenstillstand im "Inner« hätten, daß Leben und Eigentum der ordentlichen Leute gesichert wäre, daß wir Ruhe und Arbeit im armen Vaterlande hätten!
Da» Schlimmste ist nickt die Niederlage nach mißen, sondern die Krankheit im Innern. Tie deuische Volk». feeTe ist krank: dal Streikfieber bildet ein ausfällige» und beängstigende» Symptom.
Wie diese Eeucste sich an «breitet «nb wirkt, bekundet sich soeben in Berlin in einer Weise, die zwar nicht so hochgesäbrlich ist wie die Krisi» im Ruhrgebiet, aber doch bezeichnend ist. Also die Arbeiter (Heizer, Packer ufto.) in den Kaufhäusern und größeren Spe. zialgt schäften traten in einen Lohnstreik. wie jetzt so üblich ist. Die Angestellten in denselben Ge- schäften, die sich soeben noch mit den Unternehmern ausgeglichen batten, traten zur Unterstützung in den Chmvathiestrelk. Al» nun die Verständiguna mit ben Arbeitern in Sicht kommt, da werden die Rollen e n- fach »mgetauscht. Tie Angestellten fiebtn von dem Sympathiestreik in einen neuen Lost»streik über, und der Arste terverband erklärt, narb Crled gung feine» Lohnstreik» werde er weiter streiken lassen aul vym. pathie für die Angestellten. Also auf jeden Fall wird weiter gestreikt.
Der Goetbebund hat verkündet, die Kunst wäre sich Selbstzweck itnb habe sich «m nicht» andere» im Himmel und auf bet Erde gu kümmern. Da« ® t r 1L ken will fetzt auch Selbstzweck werden und sich über alle fatalen, nationale» uni) sittliche» Rücksichten lia#
Duisburg.
• Duisburg, 21 Febr. Bor Duisburg hoben die Spartakisten Zechen und Zecheugebäude unter ilrtiileriefeuet genommen.
Verschleppung ottroper Bürger.
• Berll», 2t. ffebe Wie aul Bottrop gemeldet wird, Haven die Spartakisten die ganze Stadt besetzt. Die gestehen Kämpie haben, wie bisher feugesteUt wurde, 15 Tote gekostet. Die Mehrzahl her Koten und Verletzten befindet sich auf Seiten der Bertetdi er Bottrop», von den Bür ern wurden etwa 800, die sich zur Wehr gesetzt hatten, von den Spartakisten »ach Sterkrade abgeführt.
Generalstreik I» Bernte«.
Elberfeld, 21. Febr. Der Generalstreik soll in Barmen zwangsweise durchgeführt toerben. Ter bärtige A.- und S.-Rat beschloß heute, alle gewerblichen Betriebe müsse« geschl assen werden, ausgenommen die Betriebe für Lebensrnittel, Ver. kehrSwesen Wasser, und Lichtwerke.
wegsrtzen. »Raul an» dir Brtr'-bel" SPwim, wozu — da» ist gleichgültig. Wer nickst dem Streikruf gehorsam fo'ut da» ist ein G-nenrevolnUonär, ein Der. weiter, ein Dlut^ond, der niedergeschlagen werden miißl
Tie sittliche Erneuerung täte uni nnt, sagte dieser Tage der Minister Esti'fer. Er hat recht und normal» reckt. Die Mehrheit bei Dolle» strebt auch nach einem Auff*Nnmg der Seele wie die Wah. len bewiesen haben; denn zum össück l"ben die Däh- ler nicht gestreikt. Aber bei der sittlichen Erneuerung geht e» unz, wie einem S^stiffdrüchigen, der im Wasser liegt und Luft scbävfen und da» Land gewinnen möchte. Da« helfen ihm die Anstrengunoen, wenn er jedeSmal einen Schlag auf den Konf bekommt, b wie er den Mund über da» Wasser bringt Er muß versinken und umkommen, wenn nicht eine starke Hand die Burschen packt, die solche Gewalttaten verüben. Da muß der Spruch «eiten, den mich ein Minister schon vor Monaten geprägt hat: Gewalt läßt sich nur mit Gewalt bre. ckstnl p^bt hat die Regierung die erforderliche Macht regelrecht bei Heben erhalten. Sie bat auch schon in Berlin, in Bremen und an anderen Stellen aulgevrodt, daß sich mit eitern festen Griffe in» Wespennest viel erreichen läßt, siugleich fiat die Erfafinmg gelehrt, daß der schnelle Griff der beste ist. Also ohne Ver. zug und ohne Schwankt n d e Ordnung»-» acht zur Gel- hmg bringen.' Erst müssen wir cm3 der Tyrannei einer rabiaten Bande befreit werden: dann k-rnn die sittl-che Sriwuening In ben vernünftigen Volkskreisen sich entwickeln.
.Erst muß ich gesund werden", sagt der Mann, der auf dem Krankenbett liegt, wenn ihm die Streitig, leiten mit den Nachbarn oder die Vermögenssorgen ein. fallen. Er rieftet seinen Sinn und Streben in erster Vinte auf seine Genesung. ?u, äcbst gftt eil, den Tod abzuwehren und dar litbe Leben zu retten, und sei eä mich nur da» nackte Leben. In ähnlicher Lage befindet sich jetzt bie deutsch« Nation. ES ist ja sehr traur-g, wenn sie gedemüiigt, bedrückt. auSgevreßt und sogar amputiert wirb. Aber e» wäre noch traur'ger und schändlicher, wem sie zugrunde ginge an den lieber« stoffen, die in ihr Blut einaedrungen sind. ES kommt darauf an, ob die gesunden Stoffe im Leibe noch stark genug sind, um die Bazillen und ihre giftigen Ausscheidungen zu überwinden. Hat urfer VolkSkörver noch so viel gesunde Takte und Kräfte? DaS muß sich zeigen in der Unterstützung, welche die Kur bet regierenden Arzte» bei der großen Masse bei volle» for. bett. Wenn der vernünftige Teil de» Volke» sich nicht aufraffe zu Mut und Tatkraft, dann werden die Toll, häuller dem armen Vaterland« noch mehr milurefien all alle auswärtigen Feinde, nämlich den letzten Seufzer.
Sin große» Volk kann man nicht ermorden, ober el faM 6» 6eI6ftmfltb zugrunde gehe». - -----
Deutscher Reich.
* Der Natiottalversanmtlnnq ist die von fatt Reichkminister Erzberger angekündigte Denkschrist über die bi-bet geführten Waffenstillstand»- Verhandlungen zugegangen. Sie enthält b« getarnte Akienmaterial und die amtlichen Protokoll- übet den Verlaus der Waffenstillstandeverhandluno»» in Spa und in Trier.
* * Darmstadt, 21. Febr. Die hessische Volk», lammet wählte heute auf Grund des Notverfaffunaj, gesetze» den Ministerpräsidenten. AbgegeK» wurden 57 Zettel; davon lauteten 46 auf den hjz, herigen Ministerpräsidenten Ulrich (8oz.). Ulrich nahm die Wahl dankend an. Sodann wurden bet ihm al» Mitglieder der Regierung beruftt und von her Kammer bestätigt: Zum Minister bet Finanzen Ministerialdirektor Henrich (Demokrat), zum Justizminister Ministerialdirektor v. Brentano (Ztr), zum Minister be» Innern Ministerin» ditektor Dr. Fulda (Soz.); ferner wurden al» stände gewählt: Für das Bildungswesen Profess« Dr. Strecker-Friedberg (Demokrat), für da» Ernäh- tungsamt der frühere Ministerialdirektor Sleumaai (So,.), für da? LandeSarbeit»- und Wirtschaltta« der frühere Ministerialdirektor Raab (Soz.- und st- das StaatSfchuldenamt der Abg. liebel (Ztr.) — i
bet Nähe .Da» U-Boot steuerte offenbar südwärts im Zlck-ack-Kutse. Der Kapitän, der den Dreadnought kommandierte, änderte lealetd) seinen Kurl stark auf das U-Boot zu, folgte ihm mit vermehrter Sch.lelligkeit und rammte el Der Bug de» U-Boote» ragte aul dem Wasser und feine Za hl U 20 war deutlich zu sehen. @1 sank unmittelbar darauf. Die .B auche", die dicht bei bet Stelle vorbei fuhr, berichtet von einer großen Men e Wrackstucke, viel Oel und zur Oberfläche aufstetgenden Blasen, aber von keinen Uebertebenben."
Polnischer Vertragsbruch.
wtb Schneidemühl, 21. Febr. (Amtlich.) Wie au» einem durch Parlamentäre überbrachten Schrei, ben des Stabes der polnischen Hauptfront hervorgeht, erhielten die Truppen am 20. Febr. noch keine Anweisung zur Einstellung der Feindseligkeiten. Während wir seit der Bekanntgabe deS Waffenstillstandes streng unS jeder Angriffshandlung enthielte» und nur zur Abwehr von de« Waffen Gebrauch machten, setzten die Pole« ander ganze» Front di« Feindseligkeiten fort. De« Polen gelang e» eine Reih« von Ort. schäften zu besetzen. Zahlreiche sonstig« Angriffe wurden abgetotefen.
El« tschechischer Raubzug gegen Schlesien-
BreSla«, 21. Febr. Meldungen von tschechischen Truppentransporten von Prag in der Richtung auf die Grafschaft Glotz und da» Waldenburger Kohlenrevier beben sich bestätigt. Südlich von Oderberg und Mährisch-Ostrau und in der Gegend von König- grätz, ferner zu beiden Seite« bet weit nach Böhmen vorspringenden Grafschaft Glatz sind stärkere Truppen« anfammlungen festgestellt worden. Bei Heinersdorf an der schlestsch-böhmishen Grenze wurde eine tschechische Patrouille, bestehend au» einem Fähnrich und zwei Soldaten, auf deutschem Boden gefangen genommen. Alle notwendige» und möglichen militärische« Maßnahmen sind beutfdjerfeii» bereit» in die Wege geleitet.
Die Siärke de» p« amten verwendunpSbereiten tschechischen Heere» wird auf mindestens 150000 Mann geschätzt. Bi» «um Jahre 1881 sind alle Jahrgänge au»jefc»ben. Waffen und Munition sind in ausreichendem Maße vorhanden.
Alle» in allem werden die Tschechen für gefährlicher« Geg. et gehalten al» die Polen, vor allem weil der Vol chewikmu» in Böhmen noch nicht
. " Di« Spartakisten in Sterkral^
wtB Sterkrade, 21. Febr. An den Oberbürgermeister wurde sei en» der Spartakisten baS Er uchen gestellt, aus der Stadt lasse Zahlungen an dte Spartakisten zu leisten. Schließlich sah sich der Oberbürgermeister veranlaßt, au» eigenen Mitteln 18 000 Mk. an die Spartalisten zu zahlen. In der Stadtverordneien-Veriammlung erklärte der Oberbürgermeister, daß er unter den gegenroä tipen Verhältnissen fein Amt niederlege. Ungefähr 40 Mann mußten am Mittwoch abend den Weg von Bottrop nach Sterkrade mit hochgehobenen Händen zu Fuß zurücklegen. Tie Gefangenen wurden dann in Sterkrade interniert.
Berit«, 21. Febr. Die Lag« im Ruhrgebiet . noch Immer kritisch Die zuständige« Stellen sind indessen üb«, zeugt, daß bei Durchführung der jetzt getroffenen Maßnahmen in wenigen Tagen dte Ruhe wiederhergestellt werden könne. Von RegierungSteite legt man Wert darauf, zu betonen, daß es sich dabei lediglich um polizeiliche, nicht um politisch« Maßnahmen handelt. Wer al» Störenfried auftr>tt, muß zur Ruhe vervieen werden. Da» ist die Ausgabe der Truppen im Ruhrrevier. DaS gleich« gilt auch für die Verhältnisse in Thüringen, wo man in allerkürzester Zeit die Ruhe toiebet herzustellen hofft.
ans lkirche und Schule. I
1. Kloster Frauenberg. Die württem bergische W gierung hat nach Abschluß der schwebende« Verhanp hingen genehmigt, daß in Württemberg 3 Männer- Klöster eröffnet werden: durch die Redemptoristen auf dem Schönenberg bei Ellwangen, durch du Fuldaer Franziskaner an der Wallfahrtskirche im Weggental bet Rottenburg (Neckar) und zu Dein- garten. Für jedes der 3 Klöster sind je 6 Palrek nebst einer für nötig erachteten Zahl von Laienbrüdern bewilligt worden. Damit ist die Zahl btt Neugründungen der Fuldaer Ordensprovinz während der Kriegszeit auf vier gestiegen: Studienhsuß Hadamar (Fortsetzung von WaterSleyde; bie Ober- iekundaner von WaterSleyde machen Unter« uib Oberprima am Gymnasium zu Hadamar durch utch ab olvieren datelbst), Freiburg (Baden), Weggent» t und Weingarten.
Sur dem vachbargebiet. j
Hamm Im VelagerungVZnflantz.
jsi Hanau. 21. Febr. Zur Unterdrückung der Hanant» Unruhen hatte das Generalkommando des 18. Lrmeekottz» ' zwei Kompanien des Pionier-Regiments 25 entsandt, Mi | vorläufig in Groh-Auheim Standquartier bezog«. , Hiergegen wandte sich die Arbeiterschaft Graß-Vuhen«," die vorwiegend der Unabhängigen Partei angehört ins stellte dem Kommandeur ein Ultimatum, bis zur bestinwvq ten Stunde Groß-Auheim wieder zu räumen, widrig»- falls er bie schwersten Konsequenzen zu ziehen hätte. W | fanden Derhandlungen zwischen der Arbeiterschaft und bei Pionieren statt mit dem Ergebnis, daß die Pionier ko» panie wieder abzogen. — Einer der HaupträdelLtübr« bet den Unruhen ist ermittelt und verhaftet worden. JRj] heißt Otto Kuhn und Ist von Hanau. Ein anderer w delssührer, der zuerst auf das Militär geschossen hat. Namen Bergmann, befindet sich unter den bei MH Schießerei ums Leben gekommenen Personen. Der Sei- batenrat bes Manen-Regiments gibt im Auftrage sE sicher Unterofsiziere und Mannschaften öffentlich berat» daß er ben Roten Solbatenbund als Polizei trupp« nW anerkenne. Er ist der Ansicht, daß bie Hanauer GannW * ohne die Mithilfe des Roten Soldatenbundes Ruhe «W Ordnung Herstellen könne.
O Hanau. (Tel.) Infolge der blutigen DorkomimM der letzten Tage Hal bie Regierung ben Befehl gegö* zum Einschreiten mit militärischen Machtmitteln. Der Ai lagenmpszustand ist verhängt. Unter Führung en» Generalmasors wurden die Truppen in der letzten zusammengezogen und sind heute morgen in die elnperürft. Die Hauptaufgabe der Regierunastruppea,W es, den Unbefugten die Waffen abzunehmen, BlutoergikssW zu verhindern und die Ordnung wieder herzustellen., Polizeistunde ist auf 8 Uhr abends festgesetzt. — Wie - weiteres Telegramm meldet, werden die Mitglieder W „Roten Soldatenbundes" entwaffnet. Ihr iiührer ist - haftet worden.
r Hora». Auf Anregunq be» Herr« Landtag soll in Hora» ein Hau»baltung»kursu» »b*; halten werden. Dieser wurde gestern abend zahlreicher Beteiligung der Frauen und ®labWjj eröffnet. Herr Gewerkschaftssekretär Stahl »W Fn'da erläuterte ben Zweck be» Kur u». Eicken?cheid t 'prach über HonSbaltSfrage«, über Säu ling»- und Ktnnkerpflege. Der unttB r-cht wird von mehreren au»n?ärtigen Fachlcbrer'vitkft erteilt. In dankenswerter Weise stellte« bie bteltbR| Schwestern die Räume de» Schwesternhauses für «ff Kurfti» zur Verfügung ttn-' übe, nahmen auch Unterricht in Kleiderausbessern, Nähen, Flickm .
•+• Eichenau. Der Student der LandwntsässW W. Sckmitt, Sotzn de» Gastwir e« I. @<bmü, : stona an der landwirtschaftlichen Akademie zu g Poppel «doif bie LandwirtschaftSletzrer-Prüfuna. .
I‘J Dalherda (Rtzön). Hier wurde schon wab'em be« Kriege» eine schwerver^ächtige und rege ienbung beobachtet. Dte Vesörderuna gefdicb « mit der Post und teils mit der Bahn- r Nacht vom 18. ztim 19. Febr. ertappte rieivachtmeister Naumann zu Hettenhausen daa- zwei Männer, bie ein S ück G oßvieh ze> legte«, fie kurz vorher heimlich ge chlachte» datten. ^^ au» dem Stück Vieh herzustellenden feinen und Fietichwar- n ollien voraussichtlich al» del>an r Holztoarenpakit« nach auswärt» verjandt Tas Fleisch wurde beschlagnahmt. ^3
hl. Margretenhaun. Am Mittwoch älteste Niann unserer G<me nde, der La> Kilian Goeb. Er hat da» Alter von 94 3^hren reicht und war bt» in die letzte« Tage btnetn rui te. Bemerk, n»wert ist, daß et nie geraucht bot
* Hünfeld. LuS mehreren Döifer« bei S Hünfelb lieg-1« an amtlicher Stell« Meldungen Pfrrbediehstählen vor. In wenige« sind acht P erde gestohlen worben, unter a^y auch gleich mit Wagen und Geichirr t«.b«t Gem Roßbach. n
• Hünkekb. In Nr. 39 bet „Fuldaer Be.m » vom 17. d. Mt» erschien ein Artikel ou« 6»”^, in dem gejagt wird, daß bie Ernwohner v
tt kk^Böok 'r
gesichtet wurde. Aber noch ehe irgend eine Bewegung auepefutrt werden konnte, sichtete der toadt- haoendr Offizier jenes Geschwader» ein Periskop in