Einzelbild herunterladen
 

I^reitdQ 14. ^ebtuor 1010 I Verlag bet Fuldaer Actiendtucketet IN Fulda. - Preis monatl. I arl ____I___** u>"< | VS Pfa. F«r»,pr. Ni. V. Tet«i,r -»drtsse: Fuldaer Ze,tun z. | TV. jUIJllfi

t

Die Waffenstillstandsverlängerang.

wtb Berlin, 13. Febr. Tie franwüjche TeTe« getion in Cpia benachrichtigte am 13. Februar morgens 8,30 Uhr telephonisch die deutsche Veitre« Ittnfl in kpaa. Pah vom französischen Generalstab rnb General Wey,and ein Telegramm eingelausen se», wonach eine B rlängernng des Waff'nst llstandcL nicht genehmig' sei, also in einer neuen Kon­ferenz, die am 14. b. IN. in liier beginne, über die Bedingungen dec Verlange» ung beraicn inerten müsse.

wtb. Varls, 13. Febr. Die offiziöse Agenfur tzavas" meldet: Der Oberste Kriegrrat hat bef hlof« sen, daß der Wosfenstillstand rorerfi am 17. Februar für eine sehr kurze Dauer erneuert werden soll unter der Verpflichtung, dost die Feindseligkeiien gegen die Polen sofort eingestellt werden. Eine Son­derkommission soll inzwischen die Bedin­gungen für den neuen Waffenstillstand redigieren, der diesmal bis zur Unterzeichnung der Friedens-

«erantwottlich für tot redaktionellen teil: Karl Schütte fut die Anzeigen: fr Patzeller,Fulda. Rotationsdruck'

I BertrnuenrauSschüste für die Prüfung und Sichtung I und gerechte Erledigung von Beschwerden sind die Sl. I dateuräte gewiß wertvoll, aber verwerfen müssen wir I die politische Tätigkeit der Soldatenräte, für die I sie weder vorbereitet noch organisiert sind. Die Sorge für die Kriegshinterbliebenen und Kriegsbeschädigten muß für uns auch unter den schlechtem finanziellen Per» dältnissen eine Ehrenpflicht fein und bleiben. (Beifall.) 8u den Grundrechten des Volkes gehören nach dem rtoi entwickelten Krbeitsvrogramm auch die Gewissen»- f r e I 6 e i t und die Freiheit der R e t i g i o n «. Übung, nicht nur der persönlichen, sondern auch der genossenschafikichen Tie Rege'ung der Einzektztziebiin. gen zwischen Staat und Kirche muh Sache der Einzeikstaaten f-in. nur daß sie ans dem Boden der Frei» Seit, gicht der Unfreiheit zu erfolgen hat. Denn alle | diese Ziele erreicht werden sollen, so bianch't da? Volk Brot und Arbeit, vor allem ober Brot und nochmals Brot, denn eS ist vielfach die Folge der langen Unter« ernähjrung, trenn nicht io gearbei et werden kann, wie eS nottrendig träteI Wir brauchen eine starke Re- piintng. Ter Einwand unserer Feinde. eS fehle an einer verhandlungSsahigen Regierung für den Frie- denSschluh, kann hen^e nicht mehr gelten. Tie jetzige Regierung hat ihre Macht nicht von dem Recht nib dem Willen einer einzelnen Partei, fonber t von bim ar. samten beutschen Volke Meine politischen Frenvde im Reich erkennen sie als rechtrnäß g an. Je stärker die Regierung ist, um so besser wirb ber Iriedx sein, den sie birbeiführen kann Durch unfern Lin. tritt in die Regierirrig ist mehr olS drei Viertel der Nationalversammlung in brr Recherung vertreten.

Das vrbeitsprogramm der Regierung ist ein K o a - litlpnsprogramm, nicht ein sozialistische». (Sehr wahr' bei den Unabhängigen.) Wir sind aber nicht Mit» glledtr einer sozialistischen, sondern einer Koalitlonrre^i». rung. (Sehr richtig?) Dos Zentrum ist stet» eine Ter» sasiusnsvartei gewesen, wir sind auch stets Anhänger der Tcmetratie gewesen: trr'jbem mißbilligen wir die Revolution, weil sie eine gewaltsame Unterbrechung der ^stetigen demokratischen Fortentwicklung, und damit eine Gefährdung der Demokratie selbst war. ((sehr rich­tig! im Zentrum.) Die Regierung de» Prinzen Max hat uu» große demokratische Errungenschaften gebracht, aus

DaS Regierungsprogramm.

Das Regierungsprvgramm, dal zwischen den bre* in die Negierung e.»getretenen Parte.en ver­einbart worden ist, und das der Ministerpräsident Scheidemann in der gestrigen Sitzung der National­versammlung vorlegle, ist ein Koalttionsprogrmnm und zeigt daher den Charakter eines Kompromisses.

In fein'« Zielen nach außen betont es in erster Linie die Forderung des W t l s o n s ch e n F r i e. bene für daS deutsche Volk, die Wiederherstellung des deutschen Kolonialbesitzes, die Forderung auf scfortige Rückgabe der d utschen Kriegsgefan­gen e n und die grundsätzliche Bereitschaft der deut­schen Republik, in den Völkerbund einzutreten. Tie Grundlage des inneren Programms ist die Fe­stigung der Reichseinheit durch Schaffung ei­ner einheitlichen Reichsgewa't. TaS Programm sicht die Schaffung eines Volksheeres auf de. mokratischer Grundlage unter toefentlicfycr Herab­setzung der Dienstzeit vor. Mit der Einrichtung der S.-Nate soll grundsätzlich gebrochen werden; sie sollen in Vertrauensausschüsse umgewandelt werden. Am deutlichsten wird der Kompromitzcharakter des, Programme» bei der Frage der Sozialisier rung, für die von den privatmonopolistisck)en Be-, trieben insbesondere Bergwerke und die Betriebe für Energie-Erzeugung, soweit sie dazu reif ist, in Frage kommen. Tie Frage der Beziehungen zwischen Kirche und Schule werden grundsätzlich den Einzel st aaten überlassen. Auf dem Gebiete de» Schulwesens fegt sich das Programm ein? Cr. ganisation von unten herauf zum Zi le. Di" ®e, wif senSsreiheit und Freiheit der Neli. gion»übung wird gewährleistet. Tie auf da» Stenerwesen bezüglichen Punkte sehen eine auf so­zialer Grundlage bestehende Einkorn menbe. ft e u e r u n g und die Durchführung der Mchrein- kommenstener unter besonderer Heranziehung der großen Vermögen vor.

die deutschen Interessen geschädigt werben. Tie Schiffe, finb nicht auSgeliefelt. sondern werben nur zur Verfügung gestellt. ES ist ausdrücklich in dem Abkommen gesagt, baß damit keine endgültige Entscheidung getrof­fen ist, baß da» Abkommen nur für die Tauer be» Waffenstillstände« gilt. TaS Eigentum an ben Schiffen t st für un» absolut ge­sichert mit der Sicherheit, die jeder interna io- nole Vertrag bieten kann! Die deutschen Schiffe werden erst dann auslauftn, wenn der Gesamtkomplex der mit der Lebensmittelversorgung zusammenhängenden Fragen ein« befriedigende Lösung gesunden hat. Auf Zurufe von unabhängiger Seite eingehend stellt Erzberger bann fest, daß Deutschland in der Frage der Auslieferung der rus. sischen Kriegsgefangenen lediglich nach den Weisungen der Entente handelte. Dir haben dagegen die russischen Ge« fangenen zurückgeschickt, bis die Entente von uns verlangt hat, daß der Rest in deutschen Sammellagern vereinigt werden soll. Die Entente will damit verhindern, daß die russischen Bolschewisten-Armeen durch die zurückkebrenden Kriegsgefangenen verstärkt werden. Seit dem 11. Januar 1919 befindet sich kein Gefangener der Alliierten mehr in Deutschland. Um so berechtigter ist die einmütige Forde­rung de» deutschen Volke», daß noch vor dem Abschluß be» Präliminarfrieden, die deutschen Kriegsge­fangenen un» mlederoegeben werben! (Beifall.)

Freitag: Dahl des Präsidenten und eines Dizeprä- sidenlen. Fortsetzung der Besprechung der Erklärung ber Reichsregierung.

Das neue Reichskabinett.

Tie endgültige Ministerliste.

Weimar, 13. Febr. Die nunmehr endgültig» Ministerliste nmiaßt folgende Personen:

Ministeipräsident Scheibemann (Soz.), Stellv rt e er v » Ministerpräsidenten und Fi- nünzminister Sckiiffe (Trm.)

Aurwältige» Amt Graf Brockdor ff-Nanz aq (Dem.),

R> ichramt de» Innern Dr. Prenß (Dem ), SleLtearbeu^amt Staatssekretär Baltes (Soz.) RetchStvirtschaftS Amt Staatssekretär Wijjeljs (et.)

Reichstnäbrnng» Amt Staatssekretär Robert Schmidt (Soz.),

Reich»fustt,»Amt LandSberg (Soz.), Lanbesverteidtguiigs'Amt Ctaatsfektetär RoSks (Loz.>,

Reich»kolonta'-Amt Staatssekretär Bell (Zentr.,, RetchSpo tarnt StaUsfekreiär Giesbe t ts (Ztr.), taat»ielreiär ohne Portefeuille Tr. David (So;.), Erzberger (Zenw.) und Goth ein (Dem.). An der Spitze be» Demobilmachungs . Amtes wird, weiter Köth stehen, der zwar im Kabinett eine» Srtz erhält, aber nicht stimmberechtigt rsr.

Neuwahl de» Präsideuten der Nalionalversammlua^

Weimar, 13. Febr. Mit dem Einlritt Tr. D a v i d » in da« Kibmett ist eine N euwahl deS Präsidenten der Nationalv rsammluug und die Zuwahl eines Vizepräsidenten notwendig gewor­den. Beides steht auf der Tagesordnung der Frei, tagssitzung als erster Punkt. Nach ben Vereinba­rungen der Parteien dürfte der Ditz des Präsibenten der Nationalversammlung Fehrenbach (Zentr.) zufallen, während as V-zepräsident der Abg. Schultze (Doz.) gewählt werden dürfte

denen wir hätten weilerarbeiten können. Statt dessen kam die Revolution vom 9 November, die rin Unglück war für do» deutsche Boi f, und un» politisch, militärisch und finanziell schwer gefährdet hat! (Sehr rich- teig! recht, und im Zentrum.) Ohne Revolution hätten wir längst Frieden. (Widerspruch bei den Unab­hängigen.) Der Redner schildert die Zermürbung be, Heere, und da» Elend der Werbung von Freiwilligen, die Berschlcubcrung von -eere-gut und Lebensmitteln und er verlangt vom Staatssekretär der Finanzen eine klare Antwort darüber, was uni die Revolution ge- kostet hat.

Meine politischen Freunde stellen sich, nach allem, wa» geschehen ist, auf den Boden der T a t s a ch » n und ziehen daraus die Konsequenzen. Wir wollen die demokratisch» Republik auf bundesstaatlicher Grundlage aufüanen entsprechend dem bisherigen Charakter be» Deut» schen Reiches und seiner geschichtlichen Ueberlleferungen. Ein ungesunder Einheilsbrang hat seine zerstörenden Wirkungen vor allem auf kulturellem Gebiet gezeigt, bei Entscheidungen in Fragen von Kirche und Schule. Kunst und Wissenschaft. Wenn irgend etwa», so verträgt die Reli- gion und die Schule nicht die Schadlonisierung und Zen­tralisierung! (Beifall im Zentrum.) 3n den Kriegssohren hat leider unter der Rot der Zelt eine gewiss« Zentrali­sation eingesetzt. Aber diese Zentralisation hat «inen Auf­schrei ausoelöst ron einer Gewalt und einer Heftigkeit, wie wir Ihn bis dahin noch nicht gehört haben, den Auf­schrei: Los von Berlin! und man darf nicht glatt» ben, daß er nur aus einsichtslose vppositlonsluft zurück» | zuführen sei! (Beifall im Zentrum) Darum soll man auch den deutschen Stämmen nicht da» Recht geben, im Rahmen der Ganzen nach ihrer Eigenart ihre Berhältnifle zu ordnen! Menn wir so in Deutschland den demokra­tischen Rechtsstaat aus demokratischer Grunbla-e aufbuutn, so bietet sich damit m'ch die beste Möglichkeit, die Deutsch. Oe st erreiche r. wenn sie sich un» anschlie» tzen wollen. In unseren demokratischen Freistaat auszu» nehmen. Ich rufe den Deutsch-Oesterrelchern ein Grüß Gott! entgegen.

Auch die beste Verfassung ist wertlos, wenn sie nicht ron ber Volksseele aitfrenommen wirb, und unsere Volksseele ist sehr krank. Wir müssen lernen, wieder ein- mol national zu denken, nicht im Sinne eine» natlo- val'stischen Sostasismu-», sondern im Sinne de, Werte,: Nichtswürdig Ist die Ration, die nicht ihr Alle» freudig setzt an Ihre Ehr»! (Bestall) Ilnf-r Volk muß znm (Reifte der Arbeit und Pflfchtersvflung zttrückgrführt werden. Die frühere Größe Deutschland» Ist nicht durch militör'lche Ge^ast,te1st,,nren ernmo-n morden, sondern durch Büroersieiß und Düchtfgkest. (Brann') Mit rot!em Gottrertraiien t--t«n wir ar di« nroße Aufe-br für die .Zukunft brran und hoffen, daß wied-r her alte Satz "ist: Gott verläßt die Deutschen nicht! (Zustimmung Im Ztr )

Abt. Naumann rDcm.) benrünM, warum die Dr. moTrotrn kein bür--erliche» Kabinett unterftShen woll­ten, sondern vorezo^tn haben, mit ben Sozialdemolra- fen und dem Zentrum eine KoalitionSre ierung m bilben. Der mrunb lie-st in der Notwendigkeit positi­ver Arbeit. Der monarchische Gedanke der Ber an en- bett könne nicht attS elöscht werden. Die oroste Zett ber monarchischen Romantik lebe in unterer Geschichte fort. Erst im Fete'euer der Welt »schichte fei die Monarchie erledi t worben. Der letzte Mon trch habt ben monarch schen Gedanken au» elöfcht. Der Monarch habe die Zeit nicht vc-standen und so blieb un» nicht» übrig, alS die Revublik »u rrrt bten Sltumann warnt vor den technischen Gfnvieriikeiten, die diele» Wer? erfordere. Mit Be cifterui t allein ist e» nicht getan. ,)ür ben Gebar km be» Völterbunde» waren wir immer beteil Da» Au stand kenn» unsere Geschichte Nicht, e» weiß nicht, daß au' unterem Grund und Boden a'le Kriege auSge'ochten wurden, bah wtr un» immer raub» , icri ercr ,?einde erwehren mußten. W t kamen zu n Militarismus au» Selbsterdaltung. Jetzt liefen wir am Boden, ivieder in derselben Lage wie fiithet und trcmde» Raub eümel ko n nt. um an unseren Kng.ch'n zu na en. Wir wotzen ehrlich den Brieden, aber wir ivollen nicht ans,gefressen werben. Wir wo'len nicht wie rin halb verendete» Tier allem Raubgesindel zum Fratze bienen Während der Waffenstillstände» sollen wir bei verschlossenen Türm sitzen und die Blockade erbuiben, bi» An rltachien und Latein er einig geworden sind So­lana« sollen auch unsere Krieg»gefanaenen in ber ,)rembe fcfcma-i ten.Weiterwendet sich ber RednergegrnTrzberger, der bie deutsche Hanbel»slotte au»,geliefert hat, dazu habe ihm niemand ein Recht n-eeb.n Wir mb.w bie 11 Punkte Wtlt'on» anCnommen. en i- sauer oder süß sein, rott müssen sie fr! luden, aber io r der amen, daß kickt auch Die anderen danach richten. Alle sremd'pra.chigen Elemente, bie üU'ammentoobnen, .-en van uni erben, aber wa» deutsch ist und deutsch fühlt, soll bei un» Ist ibcn oder zu uni kommen. Da bat und niemand brein zu reden. Dai gilt auch von Elsaß-Lotbri n gen, soweit e» bei uni bleiben will. Auch die Elsatz-Lohringer müssen da» Selbftbestim- munntred'.t haben. Schließlich entbleiet Naumann ben Deutich-Ocsterreichern einen Gruß und wendet sich gegen die zersetzende Arbeit de» BolschewiZmui. Der Ausbau de» neuen Deutschlands dürfe nicht mit Rubelgeld ge­stört werden. Die Autorität de» Staate» und bet Staatsgewalt muß feststehen. Erst wenn wir alle bai G.'süht der Verantwortung auf unserer Seite haben. Werden wir vorwärts kommen.

Reich-Minister Erztzergr» gibt eine Tarkegung bet Verhandlungen, die znin Abschluß 1^. S ch i f f a h r ti- ab kommens mit der Entente führten. Tie Zur» Verfügiiiig.Stellniig ber beutfrfim HanbelSslotte trat bi« VoraiiSsehmig ber Entente für bie Verlängerung bei Wassensiillstaiibes im Januar 1010. Zwei T « ge bot bet Verlängerung kam bie Ausforbemng ber Alliier» tr», Sachverständige in LebeitSmittelsragen und Schiff. fabrlSaiigelegenbeiieii nach Trier zu sendeit. Bei ben schlechten Verkebrsverbältnissen find diese Sachverüän. digrn einen Tag später in Trier ei getroffen als die Dtasseiistillftandskonimission Marschall Fach hat einen Tag vor der Verlängerung bei Wasfenstillstanb:S im Januar oorgeschlagen, eS möchte eine Sonberfoiifitcnj il&er Gestellung b»:i Scknssen und LebenSmitrelu iiait» finden. Ich erklärte mich dazu bereit und fügte hinzu, daß bie bcuifdjen Sachverständigen noch immer nicht anwrseiib feien. Man kam überein, daß ber Marin«, sachverständige ber Wassenstillita >bSkommifsion bie Wünsche ber Alliierten entgegennebmen sollte. Kapitän Vanselow melbete sofort alle unsere Forberungen an; 1. Sicherstellung b«8 6 i g e n t u m 8 an beutschea Stbif. fen; 2. Recht ber beutschen Besatzung; 8. An. gemessene Vergütung. Tie Engkänber, Amerika, ner und Franzosen haben diese drei Fragen besaht. Foch erklärte, er müsie am nächsten Tage ganz beitimmt wissen, eb ei e Verständigimg zustande komm». Unser» Sachversläudigen trafen am nächsten T,ze erst um 4*4 llbt in Trier e n und sie konnten natürlich in der ku zen Zeit bi» 5 Uhr di» Bestimmungen bc82(fuffafirtS. abkommevS richt prüfen Für mich lag bie Frag?: Soll ber Waffenstillstand verlängert werben, fort Temf b'a ib bie Aussicht haben, unentbehrliche Lebensrnittel XU be­kommen. oder sollen wir obreisin. Tie Verantwortung für da» Letztere hätte ich nickst übernehmen kännen. denn bie Politik ber Risiken kann ba» dem sehe Vstk in ber heutigen Zeit nicht mehr leisten! (Sehr nckitigl) Tie in ber Oessentlichkeit oft arifgetauchte Behauptung, daß bie beutschen Schiffe auSgeliefert feien, i st ein (Sr unbi111um, mit biffen Verbreitung

Gesellschaft zu zeltrümm-rn und feine eigene Serrchast auszurufen. Darin erblicke ich bie beste Bürgsckmit für eine gute Zukunft! Auch die trüben Nebenerscheinnn. gen bet Revolution können mich in diesem Glauben nicht beirren. Der Redner schildert dann die Entwicke. lung der Revolution di« zu dieser Stunde. Dte Nieder- läge, sagt er, war un» bestimmt, aber 4 Jahre hindurch hat man un« getäuscht und un« gezwungen,n» selbst zu I tauschen. An den U»Bootp opheten reibt cr sich. Al« I er dann Hüben borff, den grüß en .tzazardeur bc« Welt» I fneflc« nennt, lärmt bie Rechte minutenlang. Der I Flucht de» Kaiser» und feiner Abdan ung wird gebaut, I auch be« Prinzen Max. bem er ein vorstchii ie« Lob I sprnd t. Dann beginnt bie «brechnun, mit ben Unnb- I hangiatn, beginnend vorn 10. November an, al« die I Unabhängigen in die Re ierung eintraten, bis zum I Ausscheiden der Haase, Dittman» un) Barto. El habe I praktische Arbeit , «leistet werden mässen, aber da» sei I ben Bnabhän iam gescheitert. Eine dersst windend« I Mehrheit steh« hinter ihnen. Darum haben ut zur I X.rt unb Uebrrtegung gegriffen. Die Regierung Hütte I 8Uerf» mit Worten gestritten, weil si« , laubte daß ihr I Dörte entie en ieseht würden. Dann aber mußte sie I Taten mit Taten bekämpwn. Scheide vann be ründet I dssntz ®i« Zusammensetzuni feine# Kabinett» Da die I Tpzialdestnokratcn keine Mehrheit hatten, mutzten sie I &,e bürgerlichen Parteien heranzichen un> dr« Kabi- I nett auf eine biene (Mrunblage stellen, schon I um bcO Auslände« willen, von dem man erst I ,f'ne Rechte erhoffen und ei betteln muß. I xaute Zustimmuni be leitet feinen Protest gegen bie I sranzösischen Macht elftfte auf da» Saargeoict und I fle en bie immer weiter borbrtngenbe Besrnuna deut» I schrn Gebiete« vor allem aber gern die Zarückbehst» I tun , unserer Kr:ei»gefangrnen. Der 9?ebiur saßt noch I eirmal die Aufgabe» der Nationalversammlunz zu» I summen und schließt: Run, deutsche Männer und

deutsche Fiaum: Bahn frei für alle», wa« au» der 3?efe Liüt strebt, «ahn frei da» drängend« Neue, kann werden wir e» f»affen (Lebhafter «cif ll.)

I Abg. Gröber (Ztr.) Unser oberster Lcitst-rn bei un. ferm Handeln ist der Gedanke ber Pflichterfüllung ge­gen Volk uiib Staat. Wir müssen alle Klüfte cinsehr» für bie Wieberhcrstellnng eine» georbnetcn, leistungs­fähigen beutschen EtaaHiuefa;«. Tie Hauptaufzabc für u»S in dieser Nationalveisammlung ist die Schaffung von Friede und Ordnung, von «rot und A r. b « t. (Beifall.) _ U fr re Kriegsgefangene» sind so rasch wie möglich ihre» Fmnilie» zurückzugebe» I (Beifall) Ti* besetzten Gebiete müssen s»ci werden do» der Abschnürung und btüdenbtn Belastung

| mit Ci'älercicn aller Art! (Lebhafte . Zustimmung.) ES finb nun schon viereinhalb Monate, daß Deutsch» la»b um ben grüben gebeten hat. Tag ist ein Vor. gang, wie er in ber ganzen Geschichte ber Welt noch niemals vorgekommen ist, baß ein Volk nm Fricben bit­tet unb mehr als viereinhalb Monat« nicht einmal eine Antwort auf biefe Bitte erhältI (L.bhafte

Zustimm,ing im ganzen Hause.) Ter Waffenstillstand ist dafür kein Ersatz, noch dazu untre so harte» Debin. gungen. Wir müssen aufs fchärfste gegen bie A n. nerionsbestrebnngen Frankreichs, na» mentlich im Saarrevicr, linS tret,ben. Ta» ist eine fefrrienbe Verletzung ber Wilsonfchen Grunbsätzc I (Zu. ftimmung.) Dir bekannteri,S zu dem Griiiibfatz DU. fonS über bie Gebiete mit unzweifelhaft polnischer Be­völkerung. aber über bei, beutschen Ebarakter von Ta ». 8 i fl m:d Oberschlcficn kam boch wahrhaf igickst gestritten trcrbin! (Lebkafle Zustimmung) Wie am 19. Juli 1017 erklären wir un« auch heute gegen s be, auch französische unb polnische AnnenonSpo ilik. (Be f.) Wir erheben Prolest peoct, ben Plan, ben d-»lstzci, Kaiser vor ein auSIänbischeS Gericht zu stelle»l (Bravo rechts unb im Zontrnm.) Tas ist mit ben Völkerrechtsregeln unvereinbar unb soll nur Deutsch, lanb herabwürdigcn unb befchimpfenl (Sehr richtig! rechts unb im Zentrum.) Wir treten für einen B ö l. I e r b un b ein. Ein solcher muß aber ben TobeSkeim in sich tragen, trenn n»S heute schon annefünbigt wirb, baß liniere Kolonien imS nicht xurürfnegeben wer. ben sollen unb bah nnS auch bie Neiicrwcbung von Ko. Ionien verwihrt werben soll. Ein Völkerbunb kann nicht Vestanb Baben, trenn im Voraus einxelne Mächte mit Gewalt ®ebiet$erfreitenmprn zu vollziehe» suchen. TaS gilt von Els» ß-L o t h r i n g e n rnb von bem Boreehen ber Polen. TaS Vorgehen ber Polen ist um so verwerflicher, weil gleichzeitig ein miberee Feind ber gesamten Ki'lst'rwelt ocetcn nnS anftrömt: ber Bolschewismus (Zustimmung). Gegen beide Feind« muß sich daS deutsche Volk zur Webi f.ten und tS brmicht deshalb eine Volkswehr. Denn se. ko empsiuben wir heute ben Mangel einer geordneten Truppe. Hmiomrbr müssen wie rrfeier früheren Armee danken für daS, was sie zum Schutze unseres deutschen Volke« nnb S.i ibcl geleistet hat! (Beifall und Hände­klatschen.) Zur Zermürbung vnferet Armee Hal we­sentlich baS Bestehen ber Solbatenräte beigetra« gen; bn» ist kein Glück für unS gewesenl (Sehr rich­tig, rerilstS unb im Zentrum.) Ich erkenne an, baß sie als Verrrauensansschüsse Gut«« geleistet habe». I» biefem Umfang» sollten sie auch bestehen bleiben; a'S

»je Fuldaer Bischofskonferenz für unsere Kriegsgefangenen.

Km Austrag« der Fuldaer Bischofskonferenz hat i 'Er-dischof von Köln, Kardinal v. Hartmann, ^den Hk. Baier ,nr Befreiung un erer KriegSge- ÖLtfnen folgendes Sch-eiben gerichtet:

Heiligster Vater!

L gfg, Heiligkeit haben während be» ganzen Dektkrie- M. ^unterbrochen mit Apostolischer Siebe baran gear.

tie Leiden ber durch ben Krieg Betroffenen zu i Tie g » n, e Welt schaut doll Dankbar« Irji zu Sw. Heiligkeit empor, befonber» wegen btt bie Ew. Heiligkeit ben Gefangenen aller Na» erwiesen haben. Daher richten sich auch fetzt ^tztdanken bc« beutschen Volke» auf be» Statthalter ELii angesichts ber traurigen Lage der deutsche» ^^zzefangenen. Di« Bischöfe toerben wahrhaft bc.

sie möchte» bie Hilfe Ew. Heiligkeit für di«

: Itkgigefanptnen erflehe».

H Heiligster Vater! Tie beutschen Kriegsgefangene» l fremden Landen erdulden nicht nut die Leiden, die Lg, tinmal mit der Gefangenschaft verbunden sind, sie auch ganz besonder» psychische iU'jfctn. Sie hatten gehofft, mit dem <£nbe be* Antigen Krieges komme auch die Sht ibe ihrer Befrei« Sie haben sich getäuscht. Tee Krieg ist, wenn nickt formen, so doch faktisch zu Ende. Die beut.

Htt firicgigifangcnen haben an ben Orten ihrer Ge- ' »schäft beobachtet, wie bi« au» ben Lagern Deutsch.

eutlaffcnen Gefallenen unter bem Jude! unb bet UMift ihrer Landsleute eingezog*» finb; sie selbst aber noch keinerlei Aussicht, ihre Heimat balb wieder 0 scheu. Sie wissen nicht, ob eS wahr ist, wa» sie Wwtt wieder in den Zeitungen lesen, daß sie erst nach tau Siederoiifbau der durch den Krieg in Belgi«» und ! ßrankrcich zerstörten Gebiete» |u ihren Sieben zurück« fcitmen werden.

Schwere» Seitz tragen auch bie AngehS. iiet" der deutschen KriegSgefowgcnen. Die Frauen I -M-tbicn sich in Sehnsucht nach ihren Gatten, bie« I -tzr und Mütter sehnen sich nach ber helfenden unb I

>tn Haub ihrer Söhne. Sie alle haben Jahre | wn bitteren Schmerz der Trennung starkmütig I n. Jetzt aber, wo sie gesehen haben, wie die I n Gefangenen, dien Hau» unb Hof arbeiteten, I Mhlgcmut in ihr Vaterlanb abreisten, ist ihre Gebuld I <kndc. Eie glauben die Sorge um ba» Befinden ihrer

nicht länger auShalten zu können.

E« regt sich in ben Herzen vieler Deutscher stille I Ittbiitf r u Hfl, ftarler Groll, auch schon Meret Haß grgtn bicjtnigtn, dir von Deutsch. I » »it HerauSgobt ber Gefangenen farberttn, bie aber I W b>« deutschen Gefangenen in ihre Heimat zu «nt« I n sich irrigem. Uebcrall in Teulfdilnnb ist nach ben Wehemde» Nachrichten bet Zorn über bie Zurück» I

S unserer Gefangenen im Wachstum begriffen. I M sürchie sehr, daß der «verhängnisvolle Haß" unter I i Böllern, von dem baS gricbenegebet Ew. Heiligkeit vmniriöschl'ch werben wirb, wenn nicht bald I ^ deutschen Gefangenen ihrer Heimat zurückgegeben | ^iligfiet VaterI Im Interesse ber christlichen Liebe Ö«r Fuldaer Konferenz gehörigen Bischöfe E, ben Bitten ber Gläubigen, Ew. Heiligkeit die miserer Gefangenen vorzutragen, entsprechen zu ^Sie slehen Ew. Heiligkeit demütigst an, huldvoll Mrägung zu ziehen, ob eS möglich erscheint, eine n« ber Gefangenschaft ber Deutschen in frem« . Ed:n,n erreichen. Sie vereinigen ihre Gebete nett ber Angehörigen brr deutschen Gefangenen, n t» Ew. Heiligkeit unter bem Segen bei all. tb ©Otte« gelingen möge, btren Freilassung zu fcta» v. dem Werke ber Qcfangencnfür»

' «Statthalter» Christi bie Krone aufzusetzen.

r. D'tte um ben Aopostolischcn S -gen Eurer E^. demütigster und gehorsamster Dienet und

^n$ Äad)- ». Hartmann, Erzbischof von Köln.

Zutsche Nationalversammlung.

Sitzung vom 13. Ftbruar.

^roRbent Haußmann eröffnet die Sitzung mit >ib to1 eine* Schreiben» ve» Präsidenten Dr. lüa h«itJDeoen seiner Berufung in bie Reichste« de« Präsidenten niederleat.

Äl et,ct hat fein «bgeordnetenmandat ♦hninnh*11 Hittl» in bie Ta^e'ordnunz ein.

' e,nt Elklärung »et neuen «räs^? e 1 u n >

l fca» ot bei Reichsministerium» Scheidemann di- Urogramm ber Reich«tegierung, lort; an6ttcr Stelle veröffentlichen, vor und

der ersten verantwortlichen Regie« I?tn R publik muß ein Bekenntnis zu ^er VolkSdtrtschafl sein, ben bteft H Hit derkorpert. Au» der Revolution geboren, ' 6o* seistipe Gut bet Revolution vor etl et Jf. .rn ®u bewahren und zum dauernden

ttdiLr t en deutsche» Boifr« ,u mache» l (Bravo!) Wahl hat da« Volk S,e zu feinen slieoei, ,lrUl durch Sie muß e» fich feine Ge« o8er eiml unverbrüchlichen Gedorfam zu leiste» Aößc (Beifall.) Lassen Sie sich alle von

*0l»erÄn.i'5 JBotiMlun i durchdrin >en, auch bau ettifinh uC4 deutsch«» Volker, bie ber 9. No« Ita d« h'st. seit ge rünbet ist wie ein Felsen "d! uns ®,r wisse» nicht, welch fduoei e «jemn® "®1) bevor,tthen; aber ich glaube die ^tridL , ®en / dürien. daß die Zeiten der ckn öen it e!n f1 allemal vorüber finb. (Frau

b t jQnen ruft: NoSke!), daß keine S1 »otitiA,. ,c..m ,is u» icitraft es waacn durst, ba» ^cfaai 1 OlICC ^alklgenoffcn anzutastenI j E>öbe ist unser Volk in einen Abgrund E?*eiit»^amun$ dies, war tänzst kein Halt m hr l iB'ii -V?" na b Wir wiren zur Niedctlaae La» schließlich immer här er find al» u»ier Boll noch die Kraft besaß, die alte