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36.

I Berantwvrtlich für fern rrbefttcrtcnent m: fiari Schütte, für bir Yin wem: ;X. Parzetter,, mda. - »iotatwntbtud.

Jonncrstaa 13. Zebruar 1919. | 146. 3ahra.

brr Abgabe bet Ha nbct»flotic aufcrlcgt haben unb noch auferkflen wollen. Tarau» erg,c>t sich, daß fcieit bei Annamne bcr Beoins.uni en eine Sicherheit sür brn regctmäßi, en Lingan i bet von un» verlangten Leb, n»mittcllicferunen nicht beüeyt.'

Juzwuchrn t;t der Bei ichl über die Verhandlun­gen, sei ebenfalls in Cpaa tagenden Unterlommilsion jur die Erledigung des 2chiffabri»ablo>nmen- eingrlaufen. Au» ihm eigibt sich, daß d e Er tenie jtre Bedingungen Weiler v,r chörfr, o dag sich bii jetzt keine Einig»ng har e>zielen lassen. Tie mündlichen Verhandlungen sind zunächst abgebrochen worden. Unier diesen Uinsiändeii bleiben die Aur- lichienfürunieieLebenomltteiverjorgung nart) w.e vor höchst unsicher.

Sileini e» sich bei den r.'ebentm>tiellieseningen auch nur um ein Bu terbtot handelte, im dnitgernden deut chen Volke wuiden daouich nur zu begreifliche Hoffnungen ei weckt. Heu e ist nun wieder nichlS babon wahr. Die En rnte hat ganz offenbar die -Absicht, bei die er Gelegenheit Oie deutsche uvel». floue zu erprei sen.

herrscht Mang'l; den Polen stehen lediglich die Geschütze zur y-nfüprno, die ihnen in den Heftungen Warschau und Pesen i". bi- Hand" fie'en sowie die Bente an öster­reichischen Geschützen nv§ Gali-ien. Mit Artillerie»

ftreischärlci.Banden kann keine Rede mehr sein; die deutschen Grenzschmtztrnbpen sehen sich vielmehr jetzt durchaus m i l i t ä r is ch oranisiertin polnischen Truppenverländen gegenüber. Tie npfc sind rufol» gedessen mich sichtlich schwerer. Gin Beweis dafür sind die schweren Gefechte unr die Stadt R a w i t s ch, die jetzt nun leider in polnische Hand gefallen ist. Ten Grundstock deS polnischen Heeres bilden zurzeit immer noch die Freiwilligen-Formaüonr n. In ihnen finde« sich auch ehemalige deutsche, russische und österreichisch, ungarische Offiziere und Soldaten polnischer Nationali­tät zusammen. Außerdem sind aber die Polen nicht nur in ihrem eigenen Staatsgebiet, sondern auch schon in der P. eviuz Posru zur zwangsweisen A u » h e. b u n g der Jahrgänge 97, 98 und 99 geschritten. Tit mili'ä.ische Ausbildung der Mannschaften liegt in bet Hand rhema'iger deutscher Offiziere und llntero'fiz er?, wie überhaupt die Organisation de? polnischen Heere» nach deutschem Muster vor sich geht. An Artille ir

Der Diktatursrtede der Entente.

Der Pariser Korrespondent derBasler Ncichr." me'bet feinem Blatte: Aus gewissen Audeich::« laste sich schließen, daß di' neuen Bedingungen für die Verlängerung des WosfeisNllstandes härter aus­fallen dürsten, als bisher lekannt wurde. Die Mit­telmächte sollen von der Friedenskonferenz gan$ au$, geschloffen werde». Die in Paris d'rsammelten Sktircler d r Großmächte sitze» zusammen, um über Deutschland Gericht zu halten. Daran nehmen die Abgeordneten ihrer Gefolgsstaaten und Stätchen, wie Haiti, Liberia usw. t'il. Deutschland selbst muß alles über sich ergehen lassen, wie c8 denen gefällt, die jetzt bei der Entente die Macht in Händen haben. Menn Deutschland wagt, gegen irgendeine Nnge- rechligkeit od r Mehrforderung Einspruch zu erhe­ben, so ist das eineAnmaßung". Deutsch'and kann warfen bis es die Bedingungen zu stören kekommt, unier bereit derRechtsfriede" geschloffen werden soll. Alle Monate kann man ihm aufs neue Dau­menschrauben ansetzen, wenn der Waffenstillstand er. n-r.ert werden muß. Zwar hat es den Waffenstill­stillstand in der Voraussetzung abgeschlossen, daß die Milseuscheu 14 Punkle die Grundlage ter Verband- hingen bilden sollten, ober daran braucht sich Fach fetzt nicht mehr zu lehren, toeif Deutschland am Bo­den I egt. Ta:u lemrkt das Blatt: Wir in der Schweiz ha' en Frankreich nie als die ritterliche Na­tion betrachtet, als die es sich aussvielt. Dazu kcn. neu wir seine Geschickte zu gut. Sobald es irgend­wie das Urke-gewickt hatt", eTnicbrine es seine Geg­ner bis »um äußer'en. Tas geschieht beu'e, wenn d e Verbünde'en nicht Halt gerieten. Es ist leider wenig Aussicht Vorständen, daß diese die in ihren Händ n liegende Macht benutzen, um die Vernunft zu Wort: kommen zu lasten und Hast ni gebieten.

Sobald wie möglich Friede!

wtb Cen*1»«, 12 Feör. Im Unterba se sagte d-r Ministeipräsibent Llovd George. d>e ganze Wil. lei -k ost der Vertreter de> Großmächte fei darauf ge­richtet, nicht nur überhaupt eine Ein gung, sondern f o. bald wie m 2 glich den Frieden zustande zu bringen. Dis zum Frieden zwisch n den Wölfern werde die Unruhe ja fortdanern, und die Industrie nicht zu it en Fr.edenS ullgaben znrückkefren Tie Verhrud un. gen über den Bölkerbmch machten außerocdeutl.ch gute Fortschritte.

Die neue Ordnung.

gin Vierteljahr hat Deutschland keine Berfas, gehabt, regierte die revo iitionäre Gewalt und ,'ziecht galt, was die Gewalt sich nahm. Nun.

hat das d Htsche Strich wenigstens wieder eine »tverfassuiig ei halten und die verfassungs. . die schrecklich ' Zeit hat damit ihr Ende erreicht. <?ie Notver.affung ist aber nur ein Behelf für 7n"ii Zk't. .

Um mit der gebotenen Schnclligke.t die gesetz- e*t Crbnung brr Gewaltm zu erreiche«, mußten

Dünsche zurückgestellt weiden. Der Austrag b*n zahlreichen und wichtigen Bcrfassnngssragen Efri der ruhigere» Zukunft Vorbehalten. DaS «^sksey wfid aber au-».eichen, wnn alle Beteilig- 'sowohl in bet Reichs-, wie in der Staatspolitik, andauernd von demselben Geiste leih» lasten, . in der Nationalversammlung bei der Berabschie. m des Gesetzes sich geltend machte.

«ebergrifse der Franzosen.

Bersin, 9. Febr. Bor einigen Monaten ist ei­ner der Inhal er der Firma Gebe. Röchling in Tiedenhvf n verhaftet und unter den cnltoür. digflen Begleitumständen von Metz nach Amiens ge­bracht Worten. Jetzt kommt die Nachricht, daß Röchling dort wegen Ankaufs von Maschine», die angel sich aus dem belgischen oder nordfranzösischen Be'etzmigkgebiet stammen, zu 7 Jahren Zucht­haus vcrurtei t f'i.

Tie HSchstee Farbwerke.

wtb. Berlin, 11. F-br. $te Generaldlrektton der Höchsier Farbwerke teilt mit, daß ihre Werke nicht von den Franzosen besetzt sind. Sie werden lediglich von zwei französischen Chemikern überwacht. Der Fal rlwetrieb läuft nncr"lvrt weiter. Tie vorhan­denen unb neu fab izierren Th.'uikalieu sollen in erster Linie zur Teckung de« Bedarf- ter Alliierten perwendet werden. Ter hiernach verbleibend? Aest darf in« un. besetzte Deutschland «geführt werden.

Disziplinlostgreit bei de»

feindlichen Truppen.

Berlin, 11. Febr. Dir Haltung und Diszi. Plin der britischen und belgischen Trup­pen in dem besetzten deutschen Gebiet wird von Dag zu Tag schlechter; während die ter Amerikaner und

Nachdem die neue Berfastiing in Kraft getreten, die Nationalversammlung dem neuen Reiche ei. , vorläufigen Präsidenten gewäh t. Tie chl, die auf Ebert fiel, war nach Lage der Per- inific gegeben. Tas zeigt auch d:e stattliche m hrheit von fast drei 93-erteilt der abgegebenen glimmen.

Für manchen war c3 ja nicht angenehm, einen ^gesprochenen Führer der sazialdeinakratischcn Iattci zum überhaupt des Reiches zu wählen. Wer wenn man auch den denkbar besten Mann, der Ker d-n Parteien stehen könnte, auf diese Ebren- Pille berufen hätte, er würde doch viel mehr Schwie. «gleiten gesunden und viel weniger Aussichten auf tüte gedeihliche Wirksamkeit gehabt haben, als Ebert. Tit Sozialdemokratie ist nun einmal di" stärkste Partei. Tie verusung e'nes Nichlsozialisten hätte tzm Radikalen ihre gefährliche Agitation und Put. Merei wefent'ich erleichtert. Dann hätte das echreckgefpenst derG genrevolution" auch man.

Anhänger von Eberl und Scheidemann kapf- scheu gemacht. Abgesehen vorn Parteistandpiinkt verdient die Person des Erwählte» Achtung und kertrauen. An dem gut n Willen Eberts ist auch in dicken kritischen Momenten nicht gezweifelt Wor­ten. Gewünscht bat mau freilich mehr Energie, eine schnellere und kräftigere Hand. Auch in d'efer Be. pchung hat die l ish rige Regierung sich in letzter jscit schon gebestert. Jetzt wird die Regierung auf eine breitere und sicherere Grundlage gestellt, so daß man hoffen darf, die erhöstte Tatkraft werde »icht nur anhalt n, sondern sich noch weiter steigern.

Die Entscheidung über den Gang der Geschichte Intb fortan weniger in der Einzelpersön'icstkeit des lieichrvräsideuten ober auch des Reichskanzlers lic. Mv, als in dem M i n i st e r k o l le g iu m. das sich «ei den Vertrauensmännern der drei Mehrheits- forteicn bild t. Bon dem harmonischen Zusammen- «rteifen dieser Männer wird es abhängen. ob der Bcrfbunb. den die bürgerlichen Parteien mit der ge- magigteii Sozia demokratie schließen, Bestand haben Mb Drückte bringe'! wird.

3*05 Seb des Parlamentsvräsidenten: Ebert W Deutschland vor dem Schicksal Rußlands in den mmerigsten Tagen bewahrt, ist insofern gerecht- Fhigt, als Ebert wesentl'ch zum Schutze der Orb- wwa beigetraarn hat. Tie feierliche Erinnerung an «< Abwehr des Bolschewismus hat den Grimm der «abhängigen erregt. Gerade deshalb gefallt sie », denn in di'ser Bemerkung des sozialistischen mariamentspräsidenten darf man Wohl ein weiteres »^ctchen dafür sehen, daß die Mehrheitssozialisten

$ tQ ^ n 0 $ nks d u r chs chni t trnn ha, sich ehrlich auf das Zusammenarbeiten mit ** d»rgerlich-n Parteien und Ministern einigsten fef ,mn ^'e " » ßere Politik an'anat» so ist lR7rr?,l? Lage sehr düster. Es drohen uns arg *n(patfte Waffenstillstandsbedinmingen und der JL u.r f e r e t Handelsflotte unter dem Mellennitt-i der Brot- und Fett-ufiihr. L»* sind neue Gefahren und bittere Sorgen für Efck-Jfiefl;rP,nq unl) für die V'lkwertre'er. I 6,itfen wir uns sagen, daß die NalioMalrer- reckf-eitig und g schickt alles getchn hat, I k? wh zur Rettung des Vaterlandes vvrkehren I

Besetzung der ReschSämter.

|f6l ®rtlin» 12. Febr. Die Bildung der neuen I LeH'et**,n g 'st auch jetzt noch nicht endgültig ge>

° ld (?tt.), der das Reichscr, I Sm cmt übernehmen sollte, hat, wie man hört, r.*U unfi abgelehnt, lieber den Nach'folger ist I il brr ^?ch.nicht einig. An sonstigen Atnderuu- | ELt urprünglich geplan'eu Ministerliste ist vor- I kti. c nicht Abg. GiesbexfS (isr ), son- ^han>t -^"^^ldemokrat Taubadel das Reichs- I rebmen wird. Dafür wird das Zen- I ich ^taatssekretariat des NeickStolonialainteS )berger erhalten. Abo. Wissel S.'tVL 'tiQni?fefrctär des Reichswirtschaftsam. I «»ch oft." Unterstaatsfekre ä'Pol en werden zunächst db nur sie später nach der Einigung I

»rts,. ? Btwücksichtigung der vielleicht »och her- STeimZ? polilllchon Rotwend'qstiten zu besetzen. Siinih1, l^br. Als Stellvertreter !#< boird der deutsch-demo'ra-

Itif i.. cr bcs ReichsfinanzcimtS Tr. I »tim» br,ent werden.

[ti Bün; Febr. Heule abend tra'dn die be- Aktionen endgültig voraeisch'agenen ufrn ""ter d m Vorsib des Ministerprä- b:r 1r bternann zu e uer Sitzung Zusammen, I Nitzr hyr^cn >n der Nasto-»a'vertammtiino ab,n I sinta-o» " wmgtische Erklärung zu °Tcn «nd zu befch'ieß n.

^enStnHtcb8ic|ctungctt in Gefahr.

chnng berWc.sienf1isisiand4kommiffioi 81 atebru« in Cpa nia'erze.chnete -Dir baue stervor-e',ot«n:

des mW »en «bfonme-8 ist von n« rrm^7 °n"erte" Re ttrun en au»)rücklich ii»!.?" Norden von der yinnuhme unb von I "a oct «ebingungcn, die sie un» betreff» I

mun'licn dagegen sollen sie reieflirti versehen fein, träÜ. rrnb i» au Ins.-Miwttio:' vielfach noch mangelt. Deutsche u..b ö'terrrichifche Gewehie und Mosch..Ge­wehre sind brn Pol« u in fo großer Zahl in die Hond ge­fallen, so baß hierin kein Mangel heirfchon bürf.c und auch mit Flugzeugen sind sie überall versehen.

Die Lage (ei Bromberg hat sich in den letzten Tagen dauernd v e r s chl e ch t e r t. So haben die Po. len nicht nur Schnbi« und Aehwaldr, sondern schließlich auch Griintal genommen. Den Schutz brr Stadt N a- kck, die unter schwerem Ariillerieseuer liegt, übernahm das FreiwilligenkorpS Brüssow. Augenblicklich muß man mit einem kräftigen Vorstoß der Polen rechnen Tie Ostbahnllnse ist aufs schwerste bedroht, wenn es den Polen gelingt. Aale! einzimehmen. Das Verhallen bcr Polen, selbst Ver.rmibiten gegenüber, ist von viehi­scher Roheit. In bem Gescckt bei Rosko, welche» bei dem .llorpS über 100 Manu Vcilustc forberte, machten die Po'cn selbst Krankenträger ir:;b Vcrwunbeie in bestialischer A'eisc nieder.

wtb Rawitsch, 11. Febr. Ter Volksrai zu Rawi'sh teilt mit: Am 5 Februar bemächtigten sich bie P o. len bc? bci'lf.frn Städ chcnS Sarne unb beS Tor- scS Sarno w f o bei Rawitsch, bodi wurden sie am 7. Februar wieder vertrieben. U sern Tri ppen bot Ich ein traurige; Bild. 1B t c V a n da l en hatten b i c Polen o c h a n st. E n-eine Häiller und 6'e« böttc p arm völlig ouSgcplüubert. 31 männl che Gin. liefe Ginwob-cr wurden ans bem Ort verschleppt. Eine aerich Nchx flrtrmiffirn <-r>i festesiellt. daß für viele bu derilMiscud Mark Schaden anorichtet würbe. Vi [e Dohn-noen in Sarne und Saruowka wu b n gänzlich ausgeplündert und demoliert. K einer, Wäsche und Möbelst"ckc luurdcn gestohlen.

Berlin, 12. Fplr. T"e Eisenbahnbeamten der Tircfiicit Blomberg laben an den Arbei^sminister, ben .llrieosmiui'er. bie Raf'.onakversamm'ung, dir ^bkrste HecreSl itung und an das Oberkommando Süd, Telegramme gesandt, in denen sic schließen und ausrei^ endet Sckutz des bedrängten Ostens erbit­ten. Tas Te'egramm schließt:Ist bis zuni 15. F bruar nichts Ausreichendes zum Schutz de» b.T» zwei'c nden osiniärkischon Deutschland gesckeben, fo feflt mit Ablauf dicker Frist die gesamte Eisenbahn, keam'enschaft, die sich der Folgen wohl lc'mrßt ist, b e Arbeit n i c b r rN. In der Rahe ton Schubin sind fünf deutsche Soldaten von P'lni» sch n Soldaten nackt ausge o^cn bann durch Ko ben, schläoc mißhandelt und schließlich erschossen Worten. Aus Schneide mübl wird derPost.

(iint neue Hetze gegen Erzvcrger.

In der Presse ist mehrfach die Auffassung zum Ausdruck gekommen, daß die Verhandlungen über d-» Waffens.illsland auf deutscher Se-te ohne In- rühUg"' Bei^atwn^^ftensiillsiands^ I Fwnzoscn sich gleich geb ieben ist. Tie britischen

und insbesondere diesmal, sanden eingehende Bcr.' I V1 f°®cn beschlossen ^uben, ihr^i Vor- handlungen statt. Es ist deshalb unrecht, wenn jevt SlnLl*"

einzelne demokratische Blätter scharfe Angriffe ge- I D.e englts<^n Truppen haben m letz-

«k.. h re_'. 1___ ' . u " v . I ter Zeit angesangen, Aiisrustungsgegenstande an b.e

Bevölkerung zu verkaufen. Tie Franzosen mußten Aachen besetzen, weil die belgische Regierung die Bevölkerung vor den Plünderungen unb Gewalt-

gen den Abg. Erz berger rechten, als ob er bei I bc.i Verhand.ungen die deutschen Jntereffen preis- gegeben habe. Besonders gibt die Klausel des Was. ffSSÄTi I s. ***"* Deutschland d.e gesamte deutsche Handels. I «yleri,niM gHn,,.

1 ibreUnbCö(liflÄeOn$°rne"T Wien, 12. gebt. Tsi Wiener fordern 88 Bilder, dllLffrn rn? ,8 2° I al,f bte fic Aitsv uch krhcbrn, ans ben kaiserlichen

Blattern wie deeFranks. Ztg. und denMunch. I Sammlungen in Wien. Tic Act, wie diese Fordern tg

^teucst. Rachr. Anlaß, auf das schärfste gegen I g.stellt wird, widerspricht bem angeblichen Rechtsan-

Erzberger unb sein Verbleiben im Amte Stellung I fptuib, bcr solch-r Erpressung; nanöver nicht bedürfte,

zu nchmm. I ni'd jeder zivil istertrn Form, die man Wehrlosen ge-

Gcwiß bedeutet die Bestimmung über d e deutsche ße"übtr< f" allerwenigsten verletzen dürste Tie Jta. Sanbelsflotte ein# arnkm (SäH# Au I lwner haben ein Nickt einmal 2-tst'indigeS lUhmatnm

protze Harte und eine große Ge- bestellt unb mit ter Einstellung bcr über Italien feto«-" autv noch nicht (eto.cfcit ist, daß bte I kommenden Lebensmittclsendnng gedroht, ^ryisse für uns verloren sinb. Diese Gefahr I fall? ir.nctfalb der gestellien Frist bic Bilder ihnen dorzcitig an die Wand zu malen, kann sogar eine I nicht ausgcliefert seien. Nnn aber gehören bi-fc vor- sehr große Dummheit sein. Wenn jetzt in der Presse I I5fil 0°r ni<flt bem Staat, sondern bem Kaiserlichen gesagt wird, daß die deutsche Handelsflotte ausgp. ^dcckamm ßbcsitz, sind also Privateigentnm und muß. l efi'rt w-rd- (n Hon*;*iaÄk«- su- ar?r I len er» durch Gesetz enteignet werden, um überhaupt

i#S5 ~ l s6 6 aiI.,I ausgeliefert werbm zu können TaS S.aalSamf tarnte

c ten, sich das zu nutze machen mit dem Hinweis I trotzdem angesichts der italienischen Erpressung nichts darauf, daß das deutsche Volk, tote seine Preffestim- I andere» tun, als unter Protest die Bilder auSmhänbi- men bezeugten, zu bem Gedanken der Auslieferung I gen. Da» gleiche geschah mit den Handschriften der bet Schiffe sich bereits vertraut gema __ I ehemaligen Hofbibliothek, bic sogar unter Androhung

ist gar nicht so unmöglich, daß bte neuW I **-«affenach*tt abgeforbert tomben.

Wendung in bcr Frage bcr Lebensrnittel'ieserung

durch die Entente auf diese Preßtreiberricn zurück- I Die Gefährdung des deutschen OstenS.

VwW'r Ä*

gegen Erzberger die Tatsache, daß ferner dies r -

Befferwiffer zu sagen we ß, tote wir an dieser Be­stimmung hätten vorbeikommen können, ohne die Tinge noch schlimmer zu machen. Würde die En­tente von ihrer Forderung abgegangen sein, würde sie, wenn wir darauf nicht eingegangen wären, den Waffenstillstand ub rbaupt verlängert haben? Und was wäre geschehen, wenn das nicht der Fall war? Solche Fragen sollte man sich doch auch vor- gelegt haben. Hätte man es getan, so hätte man vielleicht zu so gewissenloser Tendenzmacher i keinen Anlaß gesunden. Wir glauben, daß Erzberger nichts dagegen haben würde, to-ttn er seines Postens ent­hoben würde. Aber ob, wenn er durch seine Kriti­ker ersetzt würde, diese .Herrschaften di- Ewartungen rechtsertixen würben, die man nach ihren jetzigen Großsprcckere en auf Fr setzen könnte, ist doch min­destens sehr zweifelhaft.___

Zig." berichtet: Vier polnische So baten, die in de« letzten Kämpfen gefallen waren, wurden zur Beerdi­gung nach Gnefen gebracht.. Man leg e sie in die off neu Gräber und zwang 14 deutsche Gefan­gene, sie zu beerdigen, ohne ihnen Schaufeln z« geben. Sic mußten mit bloßen Händen in bcr grim­migste» Kälte bic hartgefrorene Erde in d.e Gräber werfe». Hinter ihnen standen polnische Wach n und trieben unter den gemeinten Flüchen und Spurte« die Deutschen, die we en ihrer zerrissenen und blu­tenden Hönde eine kleine Pause machen wollten, mit der Waffe immer wieder zur Eile an.

Wen« Truppen politisieren.

Vramberz, 12. Febr. D e deutsche Offen­sive bei vromberg mußte weaen iniicrpoliti- ildxt Slteiligkeitcn bei den Kampftruppen abge­brochen werden. . Die bett scheu Truppen wa'C» trfolrrcidj auf Ex>n unb Sctttbin vo<genoßen. Da traten pol itijldr Strettiakeiicn bindernd in ben Weg. Der B'ombcrger So.da'cinat hone d u Erlaß b i KrieacministerS über bie Koumaiioo- gewali nick! aneikanni. DirTiuPp'n jedoch e> kannten den Ei laß an, bi achen oie Gefcchiskoitd- Ittnocn ab und wädl'en einen n-ntn Sotdatcnrat. Infolge dieser Erei niffe mußie bi* Offensive abge- biochen werden. TtcTiiiPpc» wußten hinter Siciu- bürg ziirüchcnommeti wetten. Rur eine Kom- Pantedert'publikaniickenSolta.e'iwehr.dcrknFü rer Leutnant Ma>kenheimcr toar, weigene sich ;>irück- zugeben rnb blieb in G ilnihal trotz nier Wai titingen des AbschnitiSlomwaud'ur» i« votderster Sicklung allein zurück. Die Kon pan e winde dato darauf von den Po en umstellt und 7, von Uebermacht angegriffen, vollständig aufgerieben. Auch Leuinani Mar­ken Hein er fiel.

Deutscher Polenprotest an die Entente.

wtb tcrHn, 10. ^rbr. A"f die von General Nudavt am 3. b. M. der Deutschen Waffenstill- siaiibskontmission übergebene Note des Marichatt» Fock, worin bie deutschen Mil täibehörden namens der Alliierien von der Ent! n uni einer Komm i- i i on »ach Polen beiichiigi worden sink', ha Deutshe Rc icruni fol'cnbe Anrworr cruilt:

Tie deutsche Stec-crung nimmt mit Genugtuung baten Kenntnis, baß die alliierte i und assoziierte« Möchte eine Kommift on nach Polen senden wollen, bte bevollmächtigt ist, dort nach Möglichkeit jede Unordnung zu beseitigen unb bte polnischen Behörden zur Abstand, nähme von jeder Gewalt« Wendung geg-n die deutschen Streitkräfte zu veranlassen. Tie deuls >e Regierung wird bie erforberlichen Ancrdntrngen für bte sichere Durchiei'r der UommifFvn treffen. Dagegen liege c» nicht in ihcker Absicht, über die Bedi r gen htnai'Szu» gehen, die ihr wegen d?S DurchzngStechtS der ollster# ten Staaten durch tat Wafsenstillstnndsabkot'mcn auf# ersetzt sind. Die setzt vielmehr rorauZ, daß b:e Tätig. tert ffoMmifuon sich außerhalb der Reichlgren. z.e n abspielen wirb. Tie Ai ZiiLung der Gebiets» Hoheit innerba 1 b dieser G r e n -t e n i sh aiiSschlikßlich $aoe bet deutschen Regie­rung. Tie bentsr. e Rcgierimg i r rrn- #i < rillt an» zuetlennen daß c$ innerhalb der Rei .st » gren# »en schon letzt pvln ' sche Behörden unb ein ve-r ibr vnalbhängige» öflerlfide» Leben gibt. Sie kvin nicht dulden, daß b'-:^»<»"g 'eri-'» polnischen S-ant# me» eine gewaktiameLoSreißung deut­scher Gebietltcile dersn.t en. Gegen aitf^"hre# tische Angriffe dorn zehen muß sich die den!sch- Regie­rung solange Vorbehalten, bis alle beire-lfnetcn pol­nischen Fermat-onen an« dem :-iaen Reirlbg-biet ent» lernt ftnb. Ueber die e n b e ü 11 i <t e Zugehörig, kett der Vebi-te, bie der Mars^.tll gted> al» ^Deut­sche» Polen* be-e'chnet, wirb erst der Frieden»# bett reg euticheiden. Bi» dahin l-hnt Deutschlanb eine Weisung seiner Gegner ü^ct da» Bethalten seine» Behörden in diesen Gebieten ab.

Gegen dir Soldaten-RLte, toekche den Widerstand argen die Bildung von Frei# willigen-Recimentet« für den Krenzschnß-Ost aiisgr ptocken Haden, to rd jetzt, wie ans Weimar gemeldet wiid, mit niilitönitycn Zwangsmaß­nahmen votgeaangen.

tlnftrc Gesanpentn in Nufikand.

Berl'n, 11. Fett. Tie Gesamt mb l der noch in russischer Gefangenschaft befindlichen Deutschen be. trägt 45 000, davon befinden sich 40 000 in Sibirien. Tie Zahl bcr in die Role Garde cn<jeirctcnett Mannschaften beträgt mehrere Tausend: Gründe für den Eintritt sind t'ilS Sniupatbieu mit bcr bol« schewistischen Mecn, teils Not und Hunger, teils Verlockung durch bie reiche Löhnung. In den nicht- bolfchewistifchen Gebieten ist Gewähr dafür geboten, daß unsere Gefangenen rücksichtsvoll behan­delt werden. Inwieweit die Gefangenen unter j a. panischer Verwaltung stehen, soll jetzt durch! schweizerische Vermittlung aufgeklärt werden. Man bemüht sich, den baldigen Abtransport der Kran. 11 n über Amerika durchzttsübren, doch ist ein Ab­kommen mit Japan bisher nicht z» erzie'en gewesen.

Der Vormarsch der Bolschewisten.

Au» Königsberg wirb gemeldet: lieber die Ein# naime von Telczr, da» östlich von M-mel liegt, be. rüfteten Flücht'itigc Folgende-: Tiembt tou-be nach cir-m klei eu Sckarmützcl hon einet etwa 209 Mann starken Ab'cUuug i.tit Maschinengewehren des tzt. Wei. te e 4000 Mann sollen im Anrücken sein. Reau strio. neu gteßen Umfange» würben in bcr Umgegend Borcte nernmen. Netdöstlicb Mira», in Battsk, ruckte das 3. Ütnuifife Bataillon tin Der Platter mt8 Alt-Ra^en tub rin anderer Herr au» Pefer-stof wurtz-n erschoßen.

Esken würben 123 wohlhabende bemsssp elende L-uie bei t'ner Detsammlung übrrtafdt mb verhaltet. 03 von ihnen sollen am anbrrtn Tage in Baas! erffiof. len wo eben sein. Auch mehrere Le ten. b c liäfirrnb bet beutscken Bisctznng ba» Amt de? @cmcins<?t'or> stcher» ve sahen, wurden erschossen. Die Truppen ä ß-r. ten, sie feien hon Lenin geschickt, um sich mit ben deutschen Spartakisten z u vereinigen. Die Ttup"en waten gut bewaffnet und mabte,. einen wod'diszt'-linjertcn Eindruck. Auch Artillerie unb sUr- dallcrie befanben sich barunter.

Japanisch-chinesische Spannung.

wtb Ncw-Haik, 12. Febr. <Rente>.l Ter Wachmg. tonet Verf eicr der.Assofialcd Preß' teleq.apiiett: Einem hier cinaetioffencn amll den biplomati dj n Berichtnuolg« hat apan im Prrnz p mit Krieg a edrnbt, wenn China bie Ge''eimv 'rträ gr beider Länder Deröfieutlidit und (eine Vr.trar.pflichte-r